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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rezension eines Gelegenheitsspielers (Mit Setup und Backround)
Damit Rezensionen einen Sinn ergeben, sollte man immer etwas über den Schreiber wissen und welchem Aspekt er sich in dem Spiel am meisten gewidmet hat. Denn es ist immer schön und gut zu wissen, dass ein Spiel fünf Sterne bekommen hat, der Schreiben aber 20 Jahre jünger ist und zehn Stunden am Tag spielt und generell Haudraufcharaktere in...
Veröffentlicht am 15. Mai 2011 von Historiker

versus
49 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Rezension für Rollenspieler: Oberflächlicher Genremix
Fallout 3 war mein Versuch, dem PC-Spiel des Jahres 2008 (Game of the Year Awards, GameTrailers.com) eine faire Chance zu geben und mich als eingefleischter RPG-Fan an einem Mix aus Rollenspiel und Shooter zu versuchen. Diese Rezension soll vornehmlich Rollenspielern als Orientierung dienen. Das Fazit fällt wenig löblich aus.

1. Positives...
Veröffentlicht am 16. Januar 2009 von Erlkoenig


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rezension eines Gelegenheitsspielers (Mit Setup und Backround), 15. Mai 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Damit Rezensionen einen Sinn ergeben, sollte man immer etwas über den Schreiber wissen und welchem Aspekt er sich in dem Spiel am meisten gewidmet hat. Denn es ist immer schön und gut zu wissen, dass ein Spiel fünf Sterne bekommen hat, der Schreiben aber 20 Jahre jünger ist und zehn Stunden am Tag spielt und generell Haudraufcharaktere in Isoperspektive spielt, wenn man selber aber doch nur 2-3 Abende in der Woche mit ganz anderen Erwartungen für wenige Stunden oder Minuten den Weg in die digitale Fantasiewelt findet.

Ich bin Mitte 30 und berufstätig. Ich sehe Computerspielen als reines Unterhaltungs- und Entspannungshobby und komme, sollte ich etwas mehr Zeit finden, ca. 5-15 Stunden in der Woche zum Spielen. Ich blicke auf Computerspiele seit der C64er Zeit zurück und habe je nach Zeit mal mehr oder weniger den Markt verfolgt. Heute habe ich das größte Interesse an Spielen, die mich gut unterhalten, ohne das man sich Tage und Wochen lang einarbeiten muss. Spiele, die ich starte und die keine große Erklärung brauchen, schneiden immer etwas besser bei mir ab, denn ab und an habe ich nur 30 min zum Spielen und die will ich dann nicht mit lesen oder einarbeiten vertun. Spiele die eine gute Geschichte erzählen aber nicht nur Poit und Klick Adventure sind, sind meine Steckpferde. Highlights sind hier definitiv Fable, Zelda und auch Venetica, sowie gut erzählte Rollenspiele in denen man das Gefühl hat mittendrin zu sein. Da fühle ich mich immer wie beim Lesen eines guten Buches oder wie beim aktiven Mitgestalten eines spannenden Films.

Fallout 3 betrat ich als Schleicher-Scharfschütze-Sprengmeister-KI-Experte. Eine Rolle, die ich gerne in Rollenspielen suche. Über Angriffsspieler, Nahkämpfer... und Dergleichen kann ich also nicht wirklich viel aussagen. In den Teilen, in denen ich als maschinengewehr-beladener Angriffsspieler agieren musste, gefiel es mir auch recht gut, als Nahkämpfer besitze ich entweder kein Talent, oder Fallout 3 hat da tatsächlich eine Schwäche, ist doch der Überblick im Nahkampf, insbesondere mit mehreren Gegnern in Inneräumen, enorm schlecht.

Der Einstieg in das Spiel gefällt durchaus, beginnt man die Geschichte doch wirklich ganz am Anfang seines Lebens und die dargestellten Episoden als Baby und Kind, die den Weg der Charaktererschaffung einbinden, sind sehr gut und vor allem nicht zu lang, bevor dann der Hauptteil des Spiels beginnt. Sie führen sogar dazu, dass man Three dogs Kommentare im Schlussspiel bedeutend amüsierter wahrnimmt und auch allgemein zu einer höheren Bindung an die Spielwelt und die Bedeutung der Hauptstoryline.

Die Hauptstoryline ist einfach sehr gut und das ist leider seltener geworden in dem Genre. Man hat das Gefühl, dass hier wirklich eine Geschichte weiter erzählt wird und das in sinnvollen Portionen. Wer kennt nicht die Ernüchterung, wenn man als Protagonist gerade den Schlund der Hölle verlassen hat, um sich nur kurz in der Letzten Bastion auszuruhen, um dann in den epischen Endkampf zu ziehen, aber vorher noch mal einen Botengang erfüllen muss oder sinnlosen Storymüll zu erfüllen hat, obwohl man gerade den höchsten General als Vorendgegner pädagoisch vom Massenschlachten abhielt. Das macht Fallout 3 nicht, sondern wie gesschrieben, sehr gut. Man hat oft die echte Wahl, Nebenmissionen anzugehen oder einfach der Storyline zu folgen. Auf beiden Wegen gelangt man mit genügend Stufenanstiegen ausgestattet zum Ziel, ohne Nebenmission evt. mit ein paar Gimmicks weniger. Alle Missionen, ob -Haupt oder -Neben sind gut erzählt und bringen etwas. Ob nun ein Item, oder doch noch mehr Munition, die oft herrlich knapp ist oder einfach einen guten Kontakt, der einem später plötzlich im Kampfe zur Seite steht. Man wirkt in dieser Welt und das wird wahrgeommen von den NPCs und auch für den Verlauf belohnt.

Fallout 3 ist einfach gut. Die Technik stimmt, wenn auch manchmal ein Zähneknirschen meinerseits den Einschlag einer der wertvollen raren Snipermution an einem Treppengeländer kommentierte, obwohl ich mehr als deutlich daneben hielt. OK, es ist selten, aber doch so häufig, dass ich es auf die Dauer des Spiels als unnötig empfand. Dies, die teilweise hölzernen Animationen und machmal etwas schwer nachzuvollziehenden KI-Aussetzer oder auch KI-Overpower, insbesodere in der Wahrnehmung, verhindern die 5 Sterne. Da spielen auch die selten etwas mittelgut formulierten Antworten rein, bei denen ich mich teilweise doch über die Reaktion wunderte... ups, dass war also die böse Antwort? Ich dachte... hmm schade....

Sehr gut fand ich persönlich die oft einsetzbare quicksave-Funktion, denn eines meiner Interessen liegt auch darin, weiterzuspielen und nicht 5 mal das selbe zu machen. Man kann das Spiel als Gelegenheitsspieler sehr gut spielen. Die Teile sind gut portioniert, sowohl für die Stunde zwischendurch, als auch mal den ganzen Sonntag. Auch die Länge des Spiels ist gut gebalanced. Vielen bewerten lang = gut, ich aber sage, nicht zu kurz nicht zu lang = sehr gut, denn ich will ja auch weiterspielen und freue mich auf die Auflösung und andere Spiele interessieren mich auch.

Ich kann hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen, für Rollenspieler, die Leveln, Missionen, Items, Dialoge...usw. mögen und das Endzeitsetup interessiert. Meiner Ansicht nach ist der Nahkampf nicht gut umgesetzt und unübersichtlich und ab und an ganz einfach nicht einsetzbar, weil man nicht anschleichen oder geschütz an den Gegner rankommt. Ich empfehle FO3 eher Shooterfans mit Rollenspielambitionen - oder umgekehrt.

Euer Stephan

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Ich kaufe grundsätzlich nicht zu Neupreisen ohne umfangreiches Demo und guten Support. Onlineaktivierung und Weiterverkaufsunterbindung durch Accountpersonalisierung akzeptiere ich bei Spielen ebenfalls nur dann, wenn ein umfangreiches Demo ohne Angaben von persönlichen Daten zur Verfügung gestellt wird.
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136 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst gelungene Übertragung der Fallout-Reihe in die dritte Dimension, 1. November 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Fallout 3 hat es tatsächlich geschafft. Es überträgt die altehrwürdige Serie in eine stimmungsvolle 3D-Welt und bietet Neues, bleibt auf der anderen Seite aber im Grundgerüst den Vorgängern treu. Es gab monatelang ein riesiges Fragezeichen hinter dem Spiel, das grundsätzlich aufgelöst werden kann: Fallout 3 ist ein Meisterwerk geworden und das, obwohl es seine Schwächen hat und obwohl man die Oblivion-Herkunft der Engine nicht verleugnen kann. Es setzt aber einfach die richtigen Prioritäten...

Grafik und Sound sind absolut stimmig umgesetzt und tragen zu einem erheblichen Teil dazu bei, dass das Spiel eines der atmosphärischsten ist, das ich in letzter Zeit gespielt habe. Ob nun die verrosteten Weiten im Oberland, die mit kaputten Häuserblocks und Strommasten gespickt sind, die behelfsmäßigen Städte, die mit Abfall zusammengeschustert wurden oder gar auf einem riesigen Schiff Platz haben oder die unheimlichen weil schwach beleuchteten Dungeons, die einem sehr oft das Gruseln lehren: Diese Welt ist erkundenswert; Erkundung wird immer mit besonderen Items, Quests, zu treffenden Personen oder Örtlichkeiten belohnt!
Man will einfach diese zerstörte und nur notdürftig zusammengeflickte Welt des post-apokalyptischen Washingtons erfahren und seine Bewohner kennenlernen. Hier sei allerdings angemerkt, dass die naturgemäß monotone braun-graue Kulisse immer mal wieder auf das Gemüt schlagen kann. Durch geschickt platzierte Besonderheiten und viel Erkundungswürdiges in der Umgebung, stellt sich aber niemals wirkliche Langeweile ein. Zudem wird man im Gegenzug mit einer fantastischen Sichtweite belohnt. Trotzdem muss man anerkennen, dass die Grafikengine so langsam an ihre Grenzen stößt (besonders bei Texturen und Animationen).

Die erwähnten NPCs sind dementsprechend glaubwürdig integriert und bieten den wohl spannendsten Aspekt des Spiels. Sie leben tatsächlich in der Welt, besser gesagt überleben, und haben durch die Bank erinnerungswürdige Charaktere. Sie sind lustig, ängstlich, rau, warmherzig, brutal, verrückt oder arbeiten als mutierte Ghule in einer Bar. Sie bieten besondere Aufträge, die man wirklich gerne macht, entweder um ihnen zu helfen, oder ihnen eins auszuwischen. Die (bis auf wenige Ausnahmen) gut geschriebenen Dialoge und die zu lösenden Quests bieten eine fantastische Vielzahl an möglichen Herangehensweisen und man lernt die Menschen durch die ausgiebigen Gespräche wirklich kennen. Es gibt zwar etwas weniger Nebenquests als noch bei Oblivion zu finden, dafür sind die zu findenden Quests allesamt liebevoll designt und führen immer wieder zu spannenden, lustigen oder anrührenden Situationen. Keine Sorge, es gibt massig zu entdecken und zu tun.

Auch der Kampf mit den verschiedenen Gegnern macht großen Spaß, denn so langsam sollte auch der größte Skeptiker herausgelesen haben, dass das Spiel ein waschechtes Rollenspiel ist. Entgegen vieler Befürchtungen der Fallout Fans wie mir wurde das Spiel nicht zu einem simplen Shooter heruntergeschraubt, und das macht auch vor den anspruchsvollen Kämpfen nicht halt. Wer erwartet, dass man hier mit simplen Dauerfeuer durchkommt, der wird spätestens nach dem Verlassen des Bunkers große Probleme (und ständig Munitionsmangel) haben.
Der Kampf aus der Ego- bzw. Third-Person Perspektive ist zwar schnell und actionreich, aber dafür auch sehr ungenau und nicht effektiv, deswegen nur ideal, um kleinere Gegner schnell auszuschalten. Das VATS System, in dem das Spiel pausiert und man die verschiedenen Körperregionen der Gegner unter Trefferwahrscheinlichkeiten aufs Korn nimmt, ist also nicht nur pseudomäßiges Beiwerk, sondern integrales Spielelement, ohne das man wirklich aufgeschmissen wäre. Manchen Gegnern sollte man schnellstens den Raketenwerfer aus den Händen schießen, andere sind nur in der schmalen Augenregion verwundbar und wieder anderen sollte man die Beine verkrüppeln, da sie sonst flitzeschnell sind. Abgerundet wird das Ganze durch die Wahl von 5 Schwierigkeitsgraden, die die Kämpfe nach Bedarf entweder schwerer oder leichter gestalten. Einzig die nur sehr mäßige KI bewirkt stellenweise Frustmomente. Zwar zeigt sie gelegentlich interessante Aktionen, wie das Flüchten, das Aufheben anderer Waffen und das Verstecken hinter Erhöhungen, andererseits hat sie auch oftmals merkwürdige Aussetzer, vor allem bezüglich der schlechten Wegfindung.

Wie alles andere im Spiel basiert der Kampf stark auf dem Charaktersystem, das unter kleineren Anpassungen direkt aus den Vorgängern übernommen wurde. Fast jede Aktion wird unter Berechnung der Charakterwerte, der Skills und der gewählten Perks vollführt.
Das Rollenspiel im Spiel ist viel direkter spürbar, als es noch beim früheren großen Projekt von Bethesda Oblivion der Fall war. Kein umständliches Aufleveln mehr durch ständiges Wiederholen einer Aktion, sondern klassische Erfahrungspunkte durch erfolgreiches Kämpfen, Quests lösen und Entdecken. Dazu kommt ein Karma-System, das durch gute und böse Aktionen des Spielers definiert wird. Dies hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen darauf, wie der Spieler bei Personen ankommt, sondern führt zu entscheidenden Änderungen in der Spielwelt. Größere Aktionen (im Guten wie im Bösen) werden einem unter Umständen an ganz anderen Orten vorgehalten.
Allgemein merkt man bei Fallout 3 den Willen der Entwickler, kritikwürdige Sachen aus Oblivion zu verbessern. Bis auf die zwiespältige KI, die hakeligen Animationen der NPCs und die umständliche Bedienung mit Massen an Scrolleisten ist es ihnen auch gelungen. Die relativ kurze dafür aber knackige Hauptstory ist viel persönlicher und bleibt bis zum Ende spannend. Die Dungeons sind trotz der immergleichen Strukur der Welt im Allgemeinen viel interessanter designt und nicht so übermäßig auffallend generisch aufgebaut. Die Levelanpassung der Gegner an die Stufe des Spielers ist zwar technisch vorhanden, aber viel, viel glaubwürdiger und sparsamer eingesetzt. Starke Supermutanten bleiben trotz niedrigem Level stark, schwache Mutantenratten trotz hohem Level schwach.

Bethesda verdient also großes Lob für die gelungene Umsetzung. Wer auch immer Interesse an immersiven Rollenspielen hat, die in einem Endzeit-Szenario spielen, das ironisch, satirisch und morbide den Atombomben-Wahn der 50-er Jahre in den USA weiterspinnt, ebenso wie Fallout Fans, die offen für die Anpassungen in der Perspektive und dem Kampfsystem sind, sollten sich den Kauf ernsthaft zu Gemüte führen. Allen anderen kann ich sowieso nicht helfen...

P.S. Der Schnitt der Gewalt in der deutschen Version bezüglich Blut und zerplatzenden Gegnern ist allgemein zu verkraften, stellt aber nichtsdestotrotz einen Einschnitt in das Feedback im Kampf dar. Die deutsche Vertonung ist gut. Besser als bei Oblivion, aber trotzdem mit Fehlern und Ungereimtheiten.
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35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Armes Deutschland..., 2. November 2008
Von 
P. Geisler (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Nachdem die vorigen Rezensenten meiner Meinung nach das Wichtigste zu den inhaltlichen Seiten des Spiels gesagt haben und ich mich dem nur anschließen kann (hervorragende Atmosphäre, gutes Spielsystem, einmalige Stimmung etc.), will ich nochmal die zwei eklatanten Mängel (wohl nur) der deutschen Version hervorheben:

1. Inzwischen bekannt, aber bei Vorbestellung - und übrigens auch jetzt in der Produktbeschreibung (wenn ich nichts überlesen habe) - verschwiegen: Die bundesdeutsche Version ist um alle(!) Bluteffekte beschnitten. Es steht außer Frage, dass man je nach Geschmack die Drastik solcher Effekte über Einstellungen anpassen können sollte, aber dem Benutzer die Option ganz zu nehmen, ist absurd in einem Spiel mit dieser Thematik. Was hervorgehoben werden muss - und den fünften Stern in meiner Wertung kostet - ist, dass die fehlenden Effekte teilweise die Spielmechanik aushebeln: Bei fehlendem Blut ist praktisch kaum direkt festzustellen, ob im Handgemenge oder Feuerwechsel ein Angriff getroffen hat oder nicht. Absurd.
Unbegreiflich wird das Ganze für mich, da das Spiel ohnehin keine Altersfreigabe erhalten hat. Also darf es nicht an Jugendliche verkauft werden - wozu also eine Zensur?!?

2. Wie immer bei Synchronisationen: Sie sind wohl nie so gut wie Originalton. Hier ist nämlich viel Licht und Schatten: Das Intro zum Beispiel überrascht mit vielen guten Sprechern, und auch im Weiteren Spiel überzeugt die Sprecherleistung meist auf gutem Niveau. Untergraben wird das aber immer wieder mit Laienschauspielereinlagen bei Nebenfiguren oder noch häufiger mit schlecht übersetzten Antworten in den Dialogauswahlmöglichkeiten. Schon mehrfach bin ich Dialogzeilen begegnet, die selbst im Kontext keinen Sinn zu machen schienen und nicht klarmachten, was ich jetzt eigentlich meinem Gegenüber fragen werde. Da hilft nur ausprobieren, und bei Fehlschlag neu laden...

Kurz: Wem der volle Spielgenuss am Herzen liegt, wird wohl irgendwoher eine Importversion suchen müssen. Wer mit den Synchronmängeln leben kann, darf zugreifen, da es für Punkt 1 inzwischen Workarounds gibt.
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56 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Krieg. Kriegt bleibt immer gleich" - Fallout feiert ein kolossales Comeback !, 30. Oktober 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
(Spiele dutesche Version, PC)

Auch ich war anfangs skeptisch ob die geniale Atmosphäre der Vorgänger ohne Verlust in 3D übertragbar ist. Zudem habe ich dieses Jahr mit STALKER - Clear Sky und SPORE schon zwei enttäuschende Erfahrungen machen dürfen.
Doch da ich seit MORROWIND ein größer Fan von Bethesda bin, war ich optimistisch das die Jungs das hinbekommen.

(Installation lief reibungslos und war nach 10 Min. erledigt, Spiel hat einfache CD-Abfrage. also keine Onlineaktivierung wie andere Games in den letzten Monaten)
Schon das Intro lässt einen tief, durch seine ruhige und dunkle Art, in die Welt von Morgen eintauchen. Kein fulminates Renderfeuerwerk, sondern eine dem Thema gerechte Einführung. "Krieg. Krieg bleibt immer gleich" - der Spruch aus den Intros der Vorgänger findet auch hier im Intro seinen Platz.
Das witzige Tutorial ist wirklich das beste Tut. was ich je spielen durfte, (wann habt ihr das letzte mal als 1jähriger gespielt? ).
Schon hier merkt man, wenn man alles über Steuerung, Charaktersystem etc. erfährt, das dieses Spiel was Besonderes ist. Die Steurung gestalte sich üblich, WASD, und ist sehr intuitiv. Die Verteilung von Punkten auf die Charakterwerte ist auch sehr spielerisch gestaltet und nicht vergleichbar mit "Excel-Tabellen" anderer Spiele.
Der anschließende Ausbruch aus der Vault ist packend inszeniert und macht wirklich Lust auf mehr.

Im Ödland angekommen, entfaltet sich ein "wundervoll" zerstörte Welt, welche wirklich detailverliebt umgesetzt wurde. Ist zwar teils wirklich "öde", doch an jeder Ecke ein NPC oder Gegner würde der Thematik nicht gerecht werden, es ist also nicht überladen wie manch ein Ego-Shooter mit Open-World-Prinzip.

In den Trailern kam oft das Gefühl auf, das es ein reines Shooter bzw. "Blutfest" werden würde, doch dies kann ich absolut nicht bestätigen. Denn in den ersten 10 Stunden waren die Kämpfe wohl dosiert.Das neue VATS-System macht einfach Spaß, am liebsten würde ich es ständig verwenden, doch es ist von Aktionspunkten abhängig.

Das Inventar bzw. der Pip-Boy 3000 ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, aber erfüllt seinen Zweck.
Die Architektur von z. B: der ersten Stadt Megaton lässt Erinnerungen an Filme wie "Mad Max" oder "Waterworld" aufkommen, das ist als Kompliment gemeint. Man fühlt sich wirklich in eine kalte, deprimierende Zukunft versetzt.
Die ersten Quests sind gut gestaltet und heben sich von RPG-Allerlei wie "..Bringe mir 10 von blablaba..." ab. Leider leidet man am Anfang unter starken Munitionsmangel, was aber genauer betrachtet gut ist, da es sonst zu einfach werden könnte.
Dem Spieler werden in den Quests etliche Lösungswege begegnen und verlangen somanche moralische Entscheidung. Viele Entscheidungen haben Auswirkungen auf den späteren Spielverlauf, da es mehrere Endsequenzen gibt.
Spätere Dungeons wie U-Bahn Tunnel mit Ghulen hinter mancher Tür brauchen sich aufgrund ihren audiovisuellen Umsetzung nicht vor Horrorgames verstecken. Gänsehaut ist garantiert!
Die deutsche Sprachausgabe und Texte sind im Gegensatz zu Oblivion bisher wirklich tadellos, es scheint als ob sich diesmal nicht Bethesda selbst um die Übersetzung gekümmert hat.
Das auch die deutschen Sprecher von Liam Nesson (spricht den Vater) und von Ron Perlman (Intro) verpflichtet wurden, ist ein echter Atmosphärebonus!!!

Grafisch ist es klar kein CRYSIS, doch die bereits erwähnte Detailverliebheit macht die eine andere verwaschene Textur oder Polygonarmut mancher Objekte mehr als weg. Die NPC weisen, meiner Meinung nach, mehr Mimik und Emotionen auf als noch in Oblivion. Die vielen kleinen Details die man hier findet, sind die, die anderen Spielen oftmals zum absoluten Eintauchen in die Spielewelt fehlt.
Die Welt ist absolut stimmig, und nichts reisst einen plötzlich aus Atmosphäre raus, weil es nicht passt. Bei Oblivion wirkte vieles zufallsgeneriert, bei Fallout 3 nicht.

Ich kam jetzt nach ca. 20 Stunden eine klare Empfehlung für Fallout 3 aussprechen. Selten erlebte ich Welt, die mich sofort in ihren Bann zog.
Fans von "Endzeit" als auch RPGlern sei der Titel ans Herz gelegt. Habe seit Oblivion, Mass Effect und The Witcher kein so gutes RPG mehr gezockt.
Und vom Ersteindruck ausgesehen übetrifft es sogar alle genannten Titel. Und es ist oft der 1. Eindruck der etwas bestätigt.....

Anmerkung zu CUT / UNCUT:
Leider stimmt es mich wirklich traurig, das die DVD geschnitten ist. Versteht mich nicht falsch, brauch nicht zwingend Blut in Games, sondern nur wenn es der Atmosphäre dienlich ist. Ein Zombiefilm oder ein Resident Evil-Spiel ohne Blut wäre ebenso unpassend. Nachdem ich kurz, das Spiel uncut spielen konnte , gewann das Spiel erneut an Atmosphäre. Fallout 3 ist nunmal eine bedrohliche, eiskalte und nicht geschonte Sicht auf eine mögliche Zukunft, und die sollte nicht geschönt werden. Blut gehört hier einfach hin. So wie zu einer OP in "Emergency Room".....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut Top !, 29. März 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Ich hab Teil 1 und 2 damals mehrfach durchgespielt und war mir nicht sicher ob nen 3d Egoshooter Fallout 3 was wird, aber es ist auf seine Art wirklich der Hammer.

Story, Waffen, Landschaft, Character, Sprachausgabe alles einfach genial.
Vorallem hat so eine Fallout 3 Landschaft wesentlich mehr Atmosphäre und Details wie Oblivion etc.

Ich hatte über 100 Stunden Spielzeit und hatte immernoch 1/3 des Spiels nicht gesehen, das Game ist wirklich jeden Cent wert.

Bei soviel Lob gibts aber auch negatives zu berichten:
Die Hauptquest hat man unter 10 Stunden durch und dann ist die Luft komplett raus und die Motivation weiterzuspielen plötzlich weg, auch wenns noch ne Menge Nebenquests gibt.
Ich kannte das Gefühl schon von Oblivion und habe zum Glück lange gewartet bis ich die Hauptquest abgeschlossen hatte.
Das sollte man mal beim nächsten Game ändern, bekommt man doch nur einen Bruchteil vom ganzen Game mit.

Der zweite negative Punkt wären die die Bugs, die sich aber dank der Console im Game schnell beheben lassen.
Questcharacter fallen von alleine von Plattformen und sind tot, tja und wo soll man dann die Quests abgeben.?
Kein Problem, Website auf, Code aufschreiben von der toten Questperson und im Game per Console direkt vor sich teleportieren, Questverlauf bleibt dabei sogar gespeichert.
Wurde aber mit dem Patch behoben, deswegen ists nicht mehr so schlimm.

Fazit:
Einfach genial, jeden Cent wert und wesentlich interessanter wie die ständigen Fantasy RPGs(ich mag sie, aber Abwechselung mit F3 ist auch mal nicht schlecht)
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72 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leichte Enttäuschung auf den 2. Blick, 7. Dezember 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Ausnahmsweise ist das hier kein Review, ich habe nur das dringende Bedürfnis meine aktuellen Eindrücke über das neue Rollenspiel Fallout 3 niederzuschreiben.

Dieses Bedürfnis habe ich weil sich bei mir noch den ersten 60 Stunden Spielzeit in Fallout 3 mehr und mehr gemischte Gefühle breit machen. In den ersten 20 Stunden und während des ersten Durchspielens lautete mein Fazit klar und deutlich: Das ist das Spiel des Jahres, hier stimmt nahezu alles.
Als alter Fan der Serie, und wie es ein Game mit dem Wiederspielwert eines Fallout erfordert, war ganz klar dass ich Fallout 3 sofort noch einmal in Angriff nehme, ein drittes etc Durchspielen war für mich ebenfalls sehr wahrscheinlich. Beim zweiten Durchspielen hatte ich zweierlei Vorhaben, erstens wollte ich das Spiel mit möglichst vielen auf gute Art gelöste Quests durchspielen, und zweitens wollte ich soviel wie möglich von der Spielwelt erkunden. Beim ersten Durchspielen wollte ich ja eigentlich nur erste Eindrücke sammeln und das Spiel möglichst rasch durchspielen, was mir bereits nach Level 13 und ohne größere Probleme gelungen ist.
Mittlerweile spiele ich knapp 40 Stunden am zweiten Durchgang und ich bin mittlerweile in der Lage mir ein viel besseres, objektiveres und konkreteres Bild vom Spiel zu machen. Das Gefühl das mich nach und nach beschlich kann ich etwa so beschreiben: 'Irgendetwas stimmt mit diesem Spiel nicht....'.

Ich hatte schon recht früh den Eindruck dass die Hauptquest des Spiel erstens enorm kurz ist, und sich zweitens auf einer sehr beschränkten Route abspielt die einen auf einem kleinen Bereich von A nach B über C und wieder zurück führt. Dadurch bleiben ohne Übertreibung etwa 80% des Spiels und der Spielwelt komplett unentdeckt, auch wenn man seinem Forscherdrang nachgibt und sich die Zeit nimmt die (mit unsichtbaren Levelgrenzen versehene) Spielwelt genau zu erforschen, mutet es doch sehr merkwürdig an dass man nicht einmal annähernd in bestimmte Regionen kommt, zum Beispiel die komplette linke Hälfte der Karte. Bei den Vorgängern und jedem mir bekannten Rollenspiel auf Gottes grüner Erde führt einen die Hauptquest zumindest quer über die gesamte Karte, nicht so bei Fallout 3. Die Formulierung man kann ja die 'Quests abseits der Hauptquest' erledigen erfährt eine vollkommen neue Dimension in diesem Spiel, denn man muss sich bewusst und absolut ohne Grund in Regionen vorarbeiten die endlos weit entfernt sind. Das was einen wohl dazu ermutigen soll (und mich ermutigt hat) war der Gedanke dort auf Städte und Geheimnisse zu stoßen die der Hauptquest ebenbürtig sind und sich auf ähnlichem Niveau befinden, leider ist dem aber absolut nicht so. Das Ödland hat seinen Namen in Fallout 3 leider wirklich zu Recht, denn von den über hundert Lovations die auf der Karte vermerkt sind findet man nur in etwa jeder zehnten auch eine Quest, nicht einmal Personen sind anzutreffen. Genaugenommen gibt es praktisch so gut wie nichts zu finden, weder neue Quests, neue interessante Waffen oder besondere Feinde.
Dieser Faktor weckt bei mir den Eindruck dass man sich bereits zu Beginn der Entwicklungsarbeiten übernommen hat und den Qualitätsstandard der Hauptquest einfach nicht über die volle Distanz halten konnte, die Karte einfach zu groß war um sie interessant zu füllen. Möglicherweise musste man auch schnell fertig werden und hat aus diesem Grund einfach noch einige alibiartige Locations auf der Karte verteilt, ab und zu einen Händler (der immer das gleiche erzählt und wirklich nie brauchbare Gegenstände oder Geld bei sich hat) oder einen 08/15 Dungeon ohne nennenswerten Inhalt. Auch musste ich feststellen dass sich die Dungeons teilweise äußerst stark ähneln und sich Ermüdungserscheinungen beim Erkunden breitmachen. Diese immer gleichen Innenräume bieten meistens auch immer die gleichen Gegnertypen, praktisch nie brauchbare Gegenstände oder Waffen und auch sonst nichts was einen beim Verlassen des gesäuberten Bereichs sagen lässt: Das war es wert.
Einer der großen Kritikpunkte am Spiel ist meiner Meinung nach eben diese Ähnlichkeit der Locations, es macht einfach irgendwann keinen Spaß mehr immer und immer wieder gleich aussehende Industrieanlagen, Raiderbehausungen und U-Bahn-Stationen zu durchstreifen. Gerade letztere gibt es in Fallout 3 derartig viele dass man fast gezwungen ist einen Vergleich mit dem unglaublich zähen Hellgate London anzustellen, auch während der Hauptquest kommt man nicht daran vorbei. Nicht daran vorbei trifft den Nagel übrigens auf den Kopf, denn in den Stadtbereichen kommt man leider dank unsinniger Begrenzungen nur per U-Bahn-Stationen von A nach B. Wie gesagt gibt es davon unsagbar viele die bis auf Minimaländerungen gleich aussehen, und die Orientierung fällt schwer.

Als ich erfahren habe dass Fallout 3 auf der Engine von Oblivion basiert hatte ich die Befürchtung dass die Gegner in Fallout 3 ebenfalls unsinnig mit der Hauptfigur mitleveln, das war der Grund warum ich weder Oblivion noch eines der Addons durchgespielt habe, obwohl ich alle besitze. Für mich war das ein absolutes K.O.-Kriterium und ein echtes Armutszeugnis für die Entwickler, die ganz offensichtlich nicht fähig waren ein Rollenspiel richtig zu balancieren, es daher auch gar nicht versucht haben. Der Spaßfaktor ist dabei mit einem Rennspiel zu vergleichen bei dem die Computerfahrer einem immer eine Armlänge auf der Stoßstange kleben, egal ob man Vollgas fährt oder Schritttempo. Unglaublich.

Im Nachhinein betrachtet liefert sich Fallout 3 aber leider einen fast ebenso schlimmen Fauxpas, denn die Spielfigur kann leider nicht höher aufsteigen als bis Level 20. Level 20 ist sehr schnell erreicht, und ab dann geht die Motivationskurve sehr steil nach unten und es fällt einem aufgrund der bereits oben angesprochenen Punkte schwer sich zum Weiterspielen zu motivieren. Selbst wenn es noch viele gute Quests geben würde würde man dafür keine Erfahrungspunkte mehr bekommen, was aber auch sinnlos wäre da die Spielfigur ohnehin schon so mächtig ist dass man kaum noch aufzuhalten ist. Zu finden gibt es ebenfalls nichts, das einzig Brauchbare das in den vielen gleichen Dungeons auf einen wartet sind Zeitschriften und Wackelkopffiguren zum erhöhen der Charakterwerte, die aber erstens bereits fast oder wirklich auf dem Maximum sind, und die Spielfigur ohnehin schon viel zu stark und gut bewaffnet ist.
Peinlich finde ich auch die Spezialwaffen die man gelegentlich findet. Nicht einmal hier hat man sich noch viel Mühe gemacht, ich habe beispielsweise einen Kampfhandschuh, eine Schrotflinte, eine Maschinenpistole und ein Scharfschützengewehr gefunden die außer eines anderen Namens und besserer Werte genau wie ihre schwächeren Pendants aussehen. Es ist daher nicht ersichtlich welche Waffe man gerade in der Hand hat, das finde ich sehr enttäuschend.
Die Beschränkung auf 20 Levels fällt einem beim ersten normalen Durchspielen natürlich nicht sofort auf, da Fallout 3 außerordentlich kurz ist und es mir sicher möglich gewesen wäre es auch mit weniger als 13 Levels durch zuspielen. Ich bin mir daher sicher dass dieser Kritikpunkt den Spielern erst nach längerer Zeit auffällt und zunehmend den Gesamteindruck des Spiels stören wird, wie es bei mir der Fall war.
Kurz gesagt hat Fallout 3 ein ganz massives Problem mit dem Balancing, wie es auch schon Oblivion hatte, jedoch auf andere Weise.

Fallout 3 bietet also eigentlich wirklich nur genug Stoff für ein- oder zweimaliges Durchspielen ohne sich besonders um Nebenquests zu kümmern. 20 Stunden Spielzeit (Spielspaß) sind wirklich nicht schlecht, jedoch ist das hier ein Rollenspiel und Vertreter einer Serie die für praktisch zeitlich unbegrenzten Spielspaß steht. Für Fallout 3 würde der Slogan 'Spielspaß begrenzt auf 20 Levels' wie die Faust aufs Auge passen.
Ich habe, ganz nebenbei bemerkt, versucht das System auszutricksen indem ich mir den PERK 'Here and Now' beim Erreichen der 20. Stufe nehme, dieser führt normalerweise zu einem sofortigen weiteren Levelaufstieg. Das war leider nicht möglich, weswegen ich mir den PERK 'Explorer' ausgesucht habe, der mir alle Locations auf der Karte anzeigt.

Ich möchte noch betonen dass ich Fallout 3 nach wie vor für ein wirklich sehr gutes Spiel halte das extrem viel richtig macht, möglicherweise ist es für mich immer noch Spiel des Jahres und mit Sicherheit ist es einen Kauf wert. Von Perfektion ist es aber weit entfernt, leider.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oblivion in grau?, 24. April 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Fallout gehört zu den Spielen, bei denen sich engagierte Spieler und Rezensenten die Haare raufen. Und das aus dem Grund, weil eigentlich Apologeten und Kritiker des Werkes in gleicher Weise recht haben: Die erheblichen Qualitäten des Spieles werden durch einige wenige Mängel beeinträchtigt, die erstaunlich einfach hätten vermieden werden können.

Trotz anderer Umgebung und anderem Charaktersystem erinnert das Spiel stark an Oblivion: Es ist technisch brillant umgesetzt: Sehr gute, unglaublich detailverliebte und vielfältige Graphik bei guter Geschwindigkeit und sensationell kurzen Ladezeiten. Auch das Gameplay ist auf eine Minimierung von Frustmomenten hin konzipiert: Man kann immer speichern und automatisch auf der Weltkarte reisen, die Höhlensysteme sind meist in Ringform angelegt, sodass man selten Wege zurücklaufen muss. Nach Joggingmeisterschaften bei Gothic oder Morrowind sicher eine praktikable Lösung.

Die unterschiedlichen Siedlungen sind jeweils unverwechselbar gestaltet, haben eine sehr eigene bauliche Struktur, angefangen von Megaton, einer Stadt aus Flugzeugresten und einer alten Atombombe, wo die Geschichte beginnt. Auch die zahlreichen Quests sind zumindest der Story nach vielseitig, auch wenn die verlangten Handlungen aus dem üblichen holen/töten/benutzen bestehen und kaum Nachdenken oder Strategie erfordent. Generell ist das Spiel keine Herausforderung. Herumprobieren mit Speichern/Laden bringt in Kämpfen weit mehr, als sich eine Taktik auszudenken, und selbst dieses ist bei mittleren Schwierigkeitsgeraden selten nötig.

Die größten Probleme sind jedoch zweierlei:
Zum einen hat die erzeugte Welt trotz allem graphischen Aufwandes keine Glaubwürdigkeit. Die verschiedenen Charaktere sind eben Rollenspiel-Charaktere, die unterhalten und amüsieren sollen, sie entwickeln keine eigene Existenz wie die Figuren eines Buches oder Filmes. Sie sind meist hoffnungslos überzeichnet und klischeehaft, wie der Typ verrückter weltfremder Wissenschaftler, draufgängerischer Söldner, Mediziner-Gutmensch, raubeiniger Ritter etc. Auch die Siedlungen sind unglaubwürdig, die Bewohner gehen keinem Tagewerk nach, sondern sind nur damit beschäftigt, als pittoreske Figuren den Charakter der Stadt zu untermalen, also etwa in Megaton die dort liegende Atombombe anzubeten oder darauf zu warten, dem Spieler die Geschichte der Stadt zu erzählen.
Darüber hinaus ist die Welt und ihr Zerstörungszustand so vollkommen unglaubwürdig, dass es selbst sehr gutwilligen Spielern auffallen muss. Angeblich sind 200 Jahre nach der atomaren Katastrophe vergangen. Dennoch gibt es in der ganzen (!) Umgebung von DC Wasser und Strom. Computerterminals sind weiterhin aktiv, in menschenleeren Gangsystemen brummen die Generatoren, skelettierte Leichen liegen auf unversehrten Bettüchern etc. etc. Ich suche wirklich nicht nach Widersprüchen, aber das Ganze ist so unsinnig, dass die Umgebung überhaupt keine Geschichte erzählt! Nichts fügt sich zusammen'Und daher entsteht auch überhaupt keine Endzeitatmosphäre. Schon beim ersten Blick auf das Ödland wirken Autowracks, tote Bäume und vergilbtes Gras (nach 200 Jahren!?) recht gleichmäßig und beliebig über die Landschaft verstreut, und dieser Eindruck bestätigt sich leider.

Zum anderen hat man wenig Ziele und wenig Möglichkeiten, seinen Charakter zu entfalten. Das ist nicht ganz so grauenvoll wie in Oblivion. Aber auch im Ödland hat man kaum Ziele. Man löst die Aufgaben, die man bisweilen erhält, und findet dabei völlig zufällig und wahllos Gegenstände. Auch bei der Steigerung der Fertigkeiten sind wenig sinnvolle Kombinationen möglich, ein Wiederspielwert ist gering. Man kann weder auf eine besonders effektive Waffe oder Rüstung hin sparen bzw. eine solche geplant erobern, noch besondere Wege bei der Charaktererschaffung beschreiten. Alles plätschert so dahin.

Durch diese beiden Schwächen fehlt dem Spiel sowohl der Immersionsfaktor, der etwa den Witcher oder Gothic I/II so spannend macht, als auch ein Sammeltrieb oder Charakterentwicklungsstrategie, die bei der Wizardry-Reihe oder Diablo so suchterzeugend waren. Hätte man einen halbwegs kompetenten Autor eine Woche lang an die Story gesetzt oder einen halbwegs erfahrenen Rollenspieler an die Charaktererschaffung, hätte man für vermutlich 0,1 Prozent des Budgets das Spiel drei Mal so gut machen können. Und das treibt mich in den Wahnsinn!
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41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber kein Klassiker, 6. November 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Als Fan der alten 2 Vorgänger war ich wirklich froh, als sich mal wieder jemand um die postapokalyptische Welt von Fallout kümmern wollte.

Eigendlich mochte ich Oblivion und den Blickwinkel der Engine ganz gerne. Trotzdem war ich skeptisch was das Ergebnis anging.

Rein optisch, ist es gut gelungen, die trostlose und verwüstete Welt rüberzubringen.
Die Währung sind immernoch Kronkorken, und auch die Vaults sowie die Lieder von den Inkspots sind wieder im Spiel integriert.

Auch das VATS, was grade Nicht-Shooterspielern zugute kommt, ist gut implementiert, wenn auch nicht perfekt. Ab und zu schiesst man im VATS in Hindernisse, obwohl einem angezeigt wird, das die Trefferwahrscheinlichkeit 95% beträgt.

Rein systemtechnisch fallen mir folgende Kritikpunkte auf:

Einige der Perks, wie z.B. +10% auf Erfahrung, machen keinen Sinn, da es nur bis Level 20 geht.
Dadurch verliert man sofort einen wertvollen Perk. Hier sollte man aufpassen, und immer dran denken: Bei Level 20 ist schluss, also keine Sachen nehmen, die einem ausser schneller Leveln oder ein Level weiter, nichts bringen. Erfahrung bekommt man genug, und die 20 ist schnell erreicht.

Auch scheinen einige Perks, die die Treffergenauigkeit im VATS betreffen, nicht richtig zu funktionieren. Trotz einem Skillwert von 100 und dem entsprechenden Perk, veränderten sich die Treffergenauigkeiten nicht merkbar.

Leider ist auch die Streuung der Schüsse ausserhalb des VATS übertrieben hoch. Hier nutzt einem der hohe Skillwert anscheinend garnicht, was ich als unfair gegenüber den Leuten empfinde, die lieber 'Shooter-Style' spielen möchten.

Das Schlösser knacken als Minigame ist gut gemacht, und macht Spass. Das Hacking hingegen, finde ich eher misraten. Eigendlich ist man die ganze Zeit, grade bei schwereren Passwörtern, nur wild am rumraten. Es ist ganz selten, dass man mit dem Sinn der dahinter steckt, auf die Lösung kommt. Also sollte man vor jedem Computer, den man hacken will, abspeichern, und bei Bedarf neu laden.

Der Kampfinszenierung hingegen ist gut gemacht. Im VATS wird es auch nach dem xten mal nicht langweilig, die kritischen Treffer zu beobachten. Grabenkämpfe mit Supermutanten sind ebenso an der Tagesordnung, wie Kämpfe mit Ghulen unter Tage oder Überfälle von Kopfgeldjägern.

Trotz der offenen Spielwelt ist z.b. in DC selber, viel zu oft eine Barriere aus Schutt und Trümmern zwischen 2 Lokationen, so dass man in die U-Bahntunnel MUSS. Hier wäre es schön gewesen, wenn die 'blockierten Strassen' etwas sparsamer eingesetzt worden wären, um die Illusion der 'offenen' Welt nicht so stark zu gefährden, zumal die Barrieren komischerweise alle sehr ähnlich aussehen.

Auch was die Atmosphäre angeht, kann Fallout 3 nicht mit seinen Vorgängern mithalten. Es gibt zwar tolle Momente, wie das Öffnen der powolskischen Schutzröhren, oder Skelette die gemeinsam im Bett liegen, so wie sie damals gestorben sind, oder auch Logbucheinträge in Computern, die ab und zu schildern, wie schnell und ohne Vorwarnung das Ende gekommen ist, aber diese Momente sind leider viel zu selten, um die trostlose Atmosphäre die Fallout 1 fast beständig rüberbrachte, auf Dauer aufrecht zu erhalten.

Das eindeutig schwächste an Fallout 3, sind aber die Quests. Viele sind uninteressant, ja sogar langweilig. Vorallem aber gibt es sehr wenige. Wo Oblivion oder Fallout mit teilweise weit über 100 Quests aufwarteten, kann Fallout 3 nichtmal die Hälfte davon bieten. Das schlimmste finde ich aber, dass viele 'Hinweise' gestreut werden, den man nicht nachgehen kann! Was suchen die Supermutanten hier? Wo ist das HQ der Talon-Mercs? Warum kann ich nicht RICHTIG in die Brotherhood of Steel eintreten, und deren Druck ein wenig entschärfen? Warum gibt es keine Basis, wo ich was über die Aliens rausfinden kann usw. Alles Hinweise die gestreut, denen aber nicht nachgegangen werden kann. Hier befürchte ich Bethesdas fragwürdige Contentpolitik, für jede neue Quest 5$ zu verlangen.

Leider ist auch der Hauptplot sehr kurz, und unterm Strich viel weniger interessant, als es zu Beginn den Anschein machte.

Auch dem Explorer wird recht wenig geboten. Es gibt hier und dort mal eine Ruine, oder ein skurriles Supermutantenlager zu finden, aber selbst die Vaults, die man später findet, werden teilweise mit nur lustlosem Inhalt gefüllt. Es gibt Ausnahmen, aber nach etwa 50 Stunden Spielzeit, wollte ich das Spiel nur noch beenden, und den Abspann sehen, obwohl ich noch 3 offene Quests hatte, die mich aber nicht wirklich angesprochen haben.

Unterm Strich ist Fallout 3 aber immernoch ein gutes Spiel, das einen wehmütig an die durchgezockten Nächte mit Fallout erinnert. Die Kämpfe sind spannend, die alte Atmosphäre kommt ab und zu hoch, und unter den Quests gibt es auch einige ganz Gute.

Wärend Fallout 1 ein Meilenstein und ein mitreissendes Rollenspiel, mit vielen witzigen, skurrilen, ernsten aber auch edlen Quests und Dialogen war, und fast als Kunstwerk bezeichnet werden kann, ist Fallout 3 ein handwerklich gutes Spiel, was aber inhaltlich und atmosphärisch, nicht zu seinen Vorgängern aufschliessen kann.
Wenn man die Questdichte von Oblivion bedenkt, was auf gleicher Engine basiert, muss man sich ausserdem fragen, warum in Fallout 3 nicht ein Jahr mehr Zeit hineingeflossen ist. Diese Zeit wäre für mehr Dialoge, bessere Quests, Hinweise verfolgen ermöglichen, und vieles mehr gut angelegt gewesen, und hätte aus Fallout 3 einen weiteren Meilenstein und würdigen Nachfolger der Serie machen können.
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110 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hausse oder Baisse, kaufen oder nicht kaufen?, 3. November 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Lieber Leserinnen, Liebe Leser,

ich bin ein 30-jähriger, finanziell unabhängiger PC - Maniac, der so ziemlich alle "guten Games der letzten Jahre durchgezockt hat. Aus diesem Grund habe ich mir auch Fallout 3 vorgenommen.

Beobachten wir die Spieleentwicklung der letzen Jahre wird einerseits die grafische Aufbereitung immer aufwändiger, leider oftmals zu Lasten der spielerischen Inhalte. Die Neuentwicklung einer Grafikengine ist nicht nur teuer sondern auch bezogen auf die zigtausend unterschiedlichen PC Plattformen ein enormes Risiko für den Publisher bzw. eine echte Herausforderung für die Programmierer etwas stabiles zu produzieren. Leider können viele Softwareentwickler diesem finanziellen und technischen Druck nicht standhalten. Wie oft ich mich über Bugverseuchte Software geärgert habe ...naja.

Und um den Kommentaren zuvor zu kommen, meine Systeme werden alle 12 Monate ausgetauscht und durch externe Profis gewartet, ich kann sagen an mir liegt es nicht.

Für mich sind gute Videospiele echte Kulturgüter. Leider, sobald Kultur und Kommerz miteinander vermischt werden wird es kritisch. Das gleiche gilt für PC-Spiele. Der Markt ist mittlerweile Milliardenschwer und auch die Spielebranche folgt dem Trend in möglichst kurzer Zeit einen hohen Ertrag nach dem Release eines neuen Produktes zu erwirtschaften, da die Halbwertzeit bei Software noch extremer ist als bei anderer Ware. Aber darum geht es nicht, ich bin selber Kaufmann und möchte für gute Ware auch gutes Geld sehen und damit sind wir an dem eigentlichen Punkt angekommen:

Gutes Geld für gute Produkte: Die stark verkürzten Entwicklungszyklen, der Kosten- und Ertragsdruck veranlasst viele Entwickler zu sparen. Wir Spieler werden mit entsprechenden Teasern regelrecht geil auf das Produkte gemacht, um im nachhinein festzustellen, das die gekaufte Ware die DVD nicht wert ist auf die Sie gebrannt wurde. Zudem geht in der Trend in die Richtung finanziell erfolgreichen Spielen ein Facelift zu verpassen, um sich wieder die Taschen zu füllen. Bestes Beispiel für diesen Trend sind wohl Gothic 3 und S.T.A.L.K.E.R. Clear Sky, FIFA (div.), Spore Sacred2 und noch viele andere.

Ganz anders bei Fallout 3. Dazu verschiedene Aspekte: Grafik, Handlung, Gamplay, Atmosphäre, Langzeitmotivation und Wiederspielbarkeit.

Grafik 8/10 Punkten: die Engine die bereits The Elder Scrolls Oblivion zum Einsatz kam ist zunächst einmal stabil und liebe Spielefreunde, das ist doch mal eine gute Nachricht. Ich unterstelle mal das es eine einstelliger Prozentsatz an Systemen sein sollte, die Probleme haben aber das ist völlig normal. Was die Darstellung anbetrifft kann man zufrieden sein, Blicke in die Ferne wirken manchmal etwas stereotyp zumal beim gehen weiter entfernte Texturen zu langsam geladen werden.

Handlung 10/10 Punkten: der Anfangs bemängelte spielerische Inhalt trifft für Fallout 3 nicht zu. Sowohl der Haupt- als auch die diversen Nebenstränge bieten abwechslungsreiche spannende Geschichten, wobei besonders Reizvoll ist, auch moralische Apekte bei der Entscheidungsfindung mit einfließen zu lassen.

Gameplay: 08/10 Punkten: Zunächst ein großes Lob für das gelungene Interface. Nicht nur im Sinnes des Gamplay praktikabel sondern auch bezogen auch die Atmosphäre (50er, 60er Jahre-Flair schön und passend umgesetzt. Der Abzug erfolgt auf Grund der anfänglichen Unübersichtlichkeit. Darüber hinaus ist die Interaktion mit der Umwelt einfach. Schlösser können aufgebrochen, PC' gehackt und diverse Gegenständer mitgenommen werden. uvm.

Atmosphäre: 10/10 Punkten: Die MadMax Waterworld Stimmung war bei mir in der Sekunde vorahanden als ich dem Vault 101 entflohen war und geblendet von der Sonne die ersten Blicke auf die Post Nuklearverseuchte Welt machte und feststelle: Mein Gott so was will ich im wahren Leben nicht erfahren, was für eine Geile Atmosphäre, gleich war die Sucht da diese Welt zu erforschen.

Langzeitmotivation und Wiederspielbarkeit 10/10: Durch die schier unendlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Charakters und Größe der begehbaren Welt, die Art und der Umfang der Quests, die Möglichkeit einen guten, bösen oder neutralen Weg zu beschreiten, die verschiedenen Anreize den Charakter zu entwickeln, z Bsp. als Nahkämpfer, Sniper, Demolition-man oder als Preidger der die NPC einfach zu "volllabert" um an Infos zu kommen, ist einfach nur grandios!

Fazit: 46/50 Punkten. Betrachte ich dieses Produkt im Vergleich mit all den anderen Spielen die dieses Jahr released wurden, wäre ich als PC-Maniac ein glücklicher Mensch wenn Fallout 3 die Messlatte wäre an der sich alle anderen Games orientieren müssten. Denn keines hätte diese Hürde genommen. In dem Zusammenhang weiß ich dass ich Arkade und RPG genauso wenig vergleichen kann wie Sport und Strategie. Aber darum geht es nicht. Wenn ich 50 und mehr Euro für eine DVD auf dem Ladentisch lege will ich ein Produkt wie Fallout 3 haben, was stimmig ist, meine Erwartungen übertrifft und vor allem läuft ohne abzustürzen. An dieser Stelle danke and die Entwickler und Publisher die wirklich ein fertiges Produkt verkaufen.

In diesem Sinne: Wäre Fallout 3 eine Aktie, ich würde Sie auch in Zeiten der Finanzmarktkrise kaufen, und mir sogar eine an die Wand hängen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anfangs großartig - später ernüchternd, 25. November 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Fallout 3 ist ein sehr gutes umfangreiches Rollenspiel, mit dem man einige Stunden Spaß haben kann. Das Spielgefühl und die Atomsphäre sind gerade in den ersten Spielstunden umwerfend. Allein das Tutorial (Geburt, Heranwachsen, etc.) sind innovativ und dienen perfekt dazu, sich mit dem eigenen Spielcharakter zu identifizieren. Eher sinnlos ist der umfangreiche Gesichtseditor, mit denen man kleinste Details wie die Größe der Wangenknochen oder Länge der Augenbrauen haargenau festlegen kann. Da man seinen Charakter aber eh so gut wie nie von vorne zu sehen bekommt, kann man sich das getrost schenken.

Verlässt man zum ersten Mal die Vault, so fallen einem gleich mehrere Dinge positiv ins Auge: die schöne Grafik, die tolle Weitsicht und das realistische Abbild einer Erde nach einer riesigen nuklearen Katastrophe. Überall ist das Ausmaß der Zerstörung in Form von Häuserruinen, Kratern, radioaktiven Flüßen etc. sichtbar - eine höchst bedrohliche Welt. Überall hausen Raider, Banditen und Ungetier, die nur darauf warten, den Spieler zu töten und ggf. zu plündern. Munition und Geld sind knapp. Doch bald erreicht man Megaton, die einzig wirklich stark bevölkerte Stadt. Dort angekommen, nimmt das Spiel Fahrt auf: Erste Quests warten auf Erfüllung, Händler bieten ihre Waren an, zwielichtige Personen warten mit unmoralischen Angeboten, ein eigenes Haus darf bezogen werden ... es gibt viel zu tun und zu entdecken. Auch erste Hinweise auf die Hauptquest sind in Megaton zu finden.

Dann wird es rollenspieltypisch: Die Spielwelt wird erforscht, Quests werden erledigt, Erfahrungspunkte werden gesammelt und der Charakter ausgebaut. Hier liegt natürlich der größte Reiz von Fallout 3. Sei es Schlösser knacken, Sprengstoff, Medizin oder diverse Waffenfähigkeiten - nahezu jedes Talent ist sinnvoll und will wohl überlegt ausgebaut werden.
Gerade hier liegt aber auch einer der größten Schwachpunkte des Spiels. Denn nach gerade mal 20 Stufen ist Schluss. Und diese sind für einen geübten Rollenspieler schnell erreicht. Und dann fehlt die Motivation, weiter die Spielwelt zu erforschen. Erstens: Weil sich ähnlich wie bei Oblivion die Baustücke in der Welt wiederholen (vor allem die U-Bahn-Tunnels sehen sich verdammt ähnlich). Zweitens: Weil Nebenquests und bevölkerte Städte äußerst rar gesäst sind (wenn man aber eine Nebenquest angenommen hat, erzählen diese oft eine sehr schöne Geschichte und gliedern sich in mehrere Unterquests). Drittens: Weil die Möglichkeit fehlt, sich Gilden oder Gruppierungen anzuschließen (gerade den im Untergrund hausenden Vampiren beizutreten hätte mich z. B. gereizt).

Die Menüführung ist ähnlich wie bei Oblivion eindeutig konsolenorientiert und dementsprechend verschachtelt. Wenigstens gibt es 8 Quickslots.

Ein großes Lob hingegen verdient das Kampfsystem: Der V.A.T.S.-Modus ist nicht nur taktisch sinnvoll, um bestimmte Körperregionen unbrauchbar zu machen, sondern auch noch totschick animiert. Auch die Ego-Variante ist in bestimmten Situationen durchaus sinnvoll. Die 3rd-Person-Ansicht sieht zwar toll aus, ist zum Kämpfen hingegen aber eher ungeeignet.

Technisch gesehen, seien es Grafik, Sound, Musik, Synchronsprecher etc., ist Fallout 3 absolut auf der Höhe der Zeit. Es gibt vor allem überraschend wenig Bugs oder Abstürze für eine derart große Spieltwelt. Auch die Ladezeiten sind minimal, da sollte sich ein Gothic 3 mal eine Scheibe abschneiden.

Fazit: Ein atmosphärisch sehr dichter Rollenspiel-Shooter, den Bethesda da abliefert. Vergleiche mit Oblivion liegen auf der Hand: gleiche Grafikengine, ähnlich große Spielwelt, ähnliches Spielgefühl und ähnliche Balance-Probleme. Mit Oblivion hatte ich allerdings ca. 80 Stunden meinen Spaß, da es dort einfach viel mehr Aufgaben zu erledigen gibt und die Charakterentwicklung nicht auf Stufe 20 begrenzt ist. Nicht desto trotz: Ich hatte jedenfalls ca. 30 Stunden lang meinen Spaß mit Fallout 3, werde aber bestimmt nicht in nächster Zeit nocheinmal von vorne anfangen. Dazu fehlt mir einfach die Motivation.
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Fallout 3
Fallout 3 von Ubisoft (Windows Vista / XP)
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