Amazon.de: Kundenrezensionen: Die Bibel-Eine Gesprochene Symphonie (Revolutionbox)

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4 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen "Herr, schmeiß Kunst vom Himmel" oder "Im Anfang war der Übermut", 13. März 2008
Zuerst frage ich mich: was ist eine Symphonie?
Bekannt sind mir das Wort 'Sinfonie" aus dem Deutschen und der Begriff 'Symphony" aus dem Englischen... ...'Symphonie'?
Von der Band 'Silbermond' kennen wir bereits den schlampigen Umgang mit der deutschen Sprache aus ihrem gleichnamigen Song 'Symphonie' zu Gunsten der Aspekte des Musikbusiness. Da wird das Wort als Synonym (oder soll ich lieber Sienonüm schreiben) für etwas Intimes und romantisch Verklärtes verwendet - also etwas was mit der Bedeutung des Begriffes 'Sinfonie' nichts zu tun hat.
Nun begibt sich Ben Becker auch auf diesen Pfad der selbstgefälligen Nachlässigkeit und schlägt wenig neue Töne an. Getrieben vom Gram selber weder Klaus Kinski noch Blixa Bargeld sein zu können, reift in dem deutschen Darsteller doch immer wieder 'mal ein Produkt, das über die Mittelmäßigkeit deutscher Bands hinausgeht und zumindest oberflächlich Tiefe verspricht und dem breiten Fernsehpublikum, studentischen Möchtegernkunstverständigen und reichen Kunstgenießern ein angenehmes und vermeintlich neues Hörerlebnis schafft.
Die Zweite Frage ist zwangsläufig: Was ist eine gesprochene Symphony?
Beckers 'Werk' hier ist es jedenfalls nicht.
"JA, aber was ist es denn dann?", fragt man sich schließlich.
Nun.
Es ist ein gut gemeinter aber anbiedernder Versuch, ein individuelles Stück zu schaffen, das leider kaum über Pose und Verpackung hinauskommt. Auch nach längerer Beschäftigung mit Beckers Versuch bleibt der Eindruck der Halbherzigkeit und des sich Begnügens mit dem Vermengen und Wiederbeleben altbackener Muster - vereint als getarnter Kitsch. Wie so oft wurde auch hier Effekt mit Methode verwechselt. Beim Namen geht es los:
Was bitte ist "eine gesprochene Symphonie"? Es ist literarischer, semantischer Unsinn - nicht mehr -, der die Halbherzigkeit und Uninspiriertheit bereits auf dem Cover verrät: wer braucht schon einen sinnvollen Titel?! Hauptsache es klingt irgendwie interessant und es sieht irgendwie so ein bisschen schön aus...
Wer braucht schon die richtige Musik? "Im Anfang..." waren sicher keine träumerischen Akkorde oder die Musik eines Beethovens für Arme.
Von mir gibt es dafür "zero tolerance" ;)
Zwar hören wir gerne Beckers tiefe, samt bis rauchige Stimme, die aus den Lautsprechern unseres Autoradios oder den teuren AudioTechnika-Kopfhörern in unsere Ohren fließt und ihnen schmeichelt, und diese Stimme ist etwas Besonderes. Doch wem das allein schon reicht, könnte auch die Verlesung des Telefonbuchs durch Becker auf CD bringen. Der falsche aufgesetzte Pathos und die Beliebigkeit des Ausdrucks in Beckers Interpretation verleihen dem Ganzen jedoch nicht mehr Charme und nicht größeren Charakter als esotherische Hintergrundmusik, die es bereits ab 1,99 ¤ bei Rossmann zu erwerben gibt. Es bleibt oberflächliche Effekthascherei auf hohem Niveau - es ist amerikanisch. Bis auf "Bridge Over Troubled Water" sind auch seine Interpretationen bekannter Songs nicht erwähnenswert. Wenn ich Johnny Cash hören will, dann höre ich Johnny Cash. Und wenn es noch keine Version von Tom Waits mit einem Simon & Garfunkel Klassiker gibt, wird das seinen Grund haben.
Auch schon Beckers Idol und Möchtegern-Verwandter Kinski glänzte nicht mit seiner Jesus Tour vor gut 30 Jahren - jedoch beschehrte er uns ein Erlebnis angereichert mit Schock, Aggressivität und Wahnsinn.
Dies ist ein Gruß an den bürgerlichen Kleingeist, der diesen durch die oberflächliche Kitschigkeit und Manieriertheit letzendlich beleidigt.
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1 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen "Herr, schmeiß Kunst vom Himmel..." oder "Im Anfang war der Übermut", 12. März 2008
Zuerst frage ich mich: was ist eine Symphonie?
Bekannt sind mir das Wort 'Sinfonie" aus dem Deutschen und der Begriff 'Symphony" aus dem Englischen... ...'Symphonie'?
Von der Band 'Silbermond' kennen wir bereits den schlampigen Umgang mit der deutschen Sprache aus ihrem gleichnamigen Song 'Symphonie' zu Gunsten der Aspekte des Musikbusiness. Da wird das Wort als Synonym (oder soll ich lieber Sienonüm schreiben) für etwas Intimes und romantisch Verklärtes verwendet - also etwas was mit der Bedeutung des Begriffes 'Sinfonie' nichts zu tun hat.
Nun begibt sich Ben Becker auch auf diesen Pfad der selbstgefälligen Nachlässigkeit und schlägt wenig neue Töne an. Getrieben vom Gram selber weder Klaus Kinski noch Blixa Bargeld sein zu können, reift in dem deutschen Darsteller doch immer wieder 'mal ein Produkt, das über die Mittelmäßigkeit deutscher Bands hinausgeht und zumindest oberflächlich Tiefe verspricht und dem breiten Fernsehpublikum, studentischen Möchtegernkunstverständigen und reichen Kunstgenießern ein angenehmes und vermeintlich neues Hörerlebnis schafft.
Die Zweite Frage ist zwangsläufig: Was ist eine gesprochene Symphony?
Beckers 'Werk' hier ist es jedenfalls nicht.
"JA, aber was ist es denn dann?", fragt man sich schließlich.
Nun.
Es ist ein gut gemeinter aber anbiedernder Versuch, ein individuelles Stück zu schaffen, das leider kaum über Pose und Verpackung hinauskommt. Auch nach längerer Beschäftigung mit Beckers Versuch bleibt der Eindruck der Halbherzigkeit und des sich Begnügens mit dem Vermengen und Wiederbeleben altbackener Muster - vereint als getarnter Kitsch. Wie so oft wurde auch hier Effekt mit Methode verwechselt. Beim Namen geht es los:
Was bitte ist "eine gesprochene Symphonie"? Es ist literarischer, semantischer Unsinn - nicht mehr -, der die Halbherzigkeit und Uninspiriertheit bereits auf dem Cover verrät: wer braucht schon einen sinnvollen Titel?! Hauptsache es klingt irgendwie interessant und es sieht irgendwie so ein bisschen schön aus...
Wer braucht schon die richtige Musik? "Im Anfang..." waren sicher keine träumerischen Akkorde oder die Musik eines Beethovens für Arme.
Von mir gibt es dafür "zero tolerance" ;)
Zwar hören wir gerne Beckers tiefe, samt bis rauchige Stimme, die aus den Lautsprechern unseres Autoradios oder den teuren AudioTechnika-Kopfhörern in unsere Ohren fließt und ihnen schmeichelt, und diese Stimme ist etwas Besonderes. Doch wem das allein schon reicht, könnte auch die Verlesung des Telefonbuchs durch Becker auf CD bringen. Der falsche aufgesetzte Pathos und die Beliebigkeit des Ausdrucks in Beckers Interpretation verleihen dem Ganzen jedoch nicht mehr Charme und nicht größeren Charakter als esotherische Hintergrundmusik, die es bereits ab 1,99 ¤ bei Rossmann zu erwerben gibt. Es bleibt oberflächliche Effekthascherei auf hohem Niveau - es ist amerikanisch.
Auch Beckers Idol und Möchtegern-Verwandter Kinski glänzte nicht mit seiner Jesus Tour vor gut 30 Jahren - jedoch beschehrte er uns ein Erlebnis angereichert mit Schock, Aggressivität und Wahnsinn.
Dies ist ein Gruß an den bürgerlichen Kleingeist, der diesen durch die oberflächliche Kitschigkeit und Manieriertheit letzendlich beleidigt.
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