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Kundenrezensionen

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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lady Dedlock hat ein düsteres Geheimnis. Der eiskalte Anwalt Tulkinghorn will herausfinden, was die Lady zu verbergen hat und stößt immer tiefer in ihre Vergangenheit vor. Währenddessen spielt sich der Jarndyce-Prozess ab, ein Erbstreit, der schon viele Jahre lang andauert und dessen Gewinner es zu unvorstellbarem Reichtum bringen kann - falls dieser Prozess jemals zu einem Ende kommt...
Das sind nur zwei der Handlungsebenen, auf denen sich "Bleak House" abspielt, denn der Film folgt nicht nur diesen beiden Geschichten, sondern verbindet sie mit den verschiedensten Einzelschicksalen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Anfangs erscheint diese Menge an Charakteren und ihren Geschichten etwas verwirrend, doch im Laufe der immerhin weit über 400 Minuten entwickelt sich eine spannende Geschichte, fügt sich ein Puzzlestück zum nächsten und präsentiert sich so eine faszinierende Sozialstudie der englischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Nicht alle Handlungsstränge vermögen es, den Zuschauer vollends zu packen und dennoch bleibt man gefesselt vor dem Fernseher sitzen, um zu sehen, wie es weitergeht. Für eine Film-Adaption hätte man sicherlich viele dieser kleineren Geschichten rausgekürzt, das Format der Serie jedoch bietet sich geradezu an, alles von allen Aspekten her zu beleuchten. Dennoch: an manchen Stellen hätte ich mir schon ein paar Kürzungen gewünscht, um andere, wichtigere Handlungsstränge evtl. etwas mehr auszubauen. Vor allem die Geschichte um Rick und Ada wirkt nach einem starken Anfang doch ein wenig verloren und geht ein wenig unter bei all den Nebenhandlungen, was schon ein wenig schade ist.
Dennoch: "Bleak House" ist ein großartiges Stück Fernsehgeschichte und mal wieder ein Beweis dafür, daß die Briten es wie kaum jemand anders verstehen, literarische Vorlagen fürs Fernsehen zu adaptieren. (Angesichts dessen sollten sich einige Verantwortliche im deutschen Fernsehen ruhig mal ein Vorbild an der BBC nehmen und nicht die x-te Pilcher-Schmonzette verfilmen, von wegen Bildungsauftrag und so...) Allein die Besetzungsliste liest sich wie ein "Who is who" englischer Bühnen- und Leinwandgrößen und das selbst in den kleinsten Nebenrollen! Hervorzuheben sind eindeutig Gillian Anderson als unterkühlte Lady Dedlock und Charles Dance als knallharter Anwalt Tulkinghorn, die beide zum Niederknien spielen, vor allem Charles Dance lässt einen eiskalte Schauer den Rücken runter laufen. In den Nebenrollen sind sicherlich Burn Groman als Guppy und Philip Davis als Smallweed ("Shake me up, Judy!") zu erwähnen, die beide grandiose Typen darstellen, aber diese Liste ließe sich durch die ganze Besetzung fortführen, "Bleak House" ist ein grandioser Ensemble-Film, in dem ein Rädchen ins andere greift und der gerade von dieser Dynamik lebt.
Romantiker mögen vielleicht bemängeln, daß die Liebe in diesem Drama ein wenig allzu kurz kommt, aber "Bleak House" ist auch keine Liebesgeschichte, wie man sie sonst von der BBC (in der Regel mit einem "&" im Titel) kennt, sondern ein Thriller, der eher in Richtung "The way we live now" angesiedelt ist, was alles noch durch entsprechende Schnitte und Kameraführung verdeutlicht wird. Es sind gerade diese Schnitte, die fürs 19.Jahrhundert irgendwie anachronistisch wirken, die Dickens' Romanvorlage so passend ins 21.Jahrhundert einführen, daß es auch für heutige Zuschauer, die vielleicht keine oder nur wenig Ahnung von den damaligen Verhältnissen haben, verständlich und interessant ist und bleibt.
Wer also mal Lust auf einen historischen Thriller hat, der sollte sich "Bleak House" nicht entgehen lassen. Wer des weiteren Lust auf ein ganz spannendes Stück Weltliteratur mit durch die Bank weg großartigen Schauspielern hat, der sollte erst recht zugreifen. Und für all die Fans der BBC period drama ist diese DVD eh Pflicht!
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2006
Als ich hörte, dass Bleak House für BBC verfilmt wird, konnte ich es kaum erwarten die Fernsehproduktion dieses Charles Dickens Werkes zu sehen. Ich muss sagen, dass es meine Erwartungen noch übertroffen hat.
Die Schauplätze sind sehr gut gewählt und gestaltet und die Dartseller können den Figuren überzeugend Leben einhauchen. Besonders gefallen mir die Leistungen dreier Schauspieler, die ihren Charakteren ungeahnten Tiefgang verleihen:
Anna Maxwell Jennings verkörpert hervorragend die Rolle der Waise Esther Summerson, die mit den Ungereimheiten ihrer Herkunft und zahlreichen neuen Herausforderungen zu kämpfen hat; Charles Dance ist die ideale Besetzung des fiesen und unnachgiebigen Anwalts Tulkinghorn, der genüsslich den Untergang angesehener Menschen heraufbeschwört und sie bis zum letzten Tropfen ausquetscht; am beeindruckensten finde ich jedoch Gillian Andersons Darstellung der Lady Dedlock, die zunächst erstarrt und gefühlskalt auftritt, sodass es sogar den Zuschauer fröstelt, dann aber immer mehr Schichten ihres Charakters preisgibt, dass der Zuschauer sie in einem ganz neuen Licht sieht.
Die Musik gefällt mir ebenfalls außerordentlich gut, da sie die Spannung des Filmes unterstreicht und den beklemmenden Charakter des damaligen Lebens in einer strengen Klassengesellschaft hervorhebt. Ferner tragen die Kameraeinstellungen und Schnitts zur spannungsgeladenen und etwas unheimlichen Atmosphäre bei.
Wer also eine gelungende TV-Verfilmung von Bleak House sehen will, ist mit dieser DVD Sammlung sehr gut beraten. Allerdings habe ich an dem Produkt zu bemängeln, dass es keinerlei Extras gibt. Es ist meiner Meinung nach das Muss einer guten DVD, den Zuschauern Bilder, Filmmaterial und Informationen über den eigentlichen Film hinaus bereitzustellen. Daher war ich ein bisschen enttäuscht.
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. März 2006
Bleak House gilt nicht zu Unrecht als eines von Dicken's Meisterwerken: eine Fülle von Handlungssträngen und skurrilen Gestalten weben eine spannende, mitreißende, geheimnisvolle, manchmal herzzerreißende Geschichte.
Wieder einmal hat sich BBC selbst übertroffen: eine herausragende Produktion, die sich sehr nahe am Original hält und nicht eine Minute Langeweile aufkommen lässt. Überflüssig zu sagen, dass die Besetzung wie gewohnt hervorragend ist: Gilliam Anderson mit einer herausragenden schauspielerischen Leistung als die unnahbare Lady Dedlock, die jedoch ein bitteres Geheimnis mit sich trägt;
Charles Dance als der unbeirrbare, unerbittliche Anwalt Tulkinghorn;
Anna Maxwell Martin als die liebenswerte Esther Summerston;
Nathaniel Parker als der scheinbar naive Nichtsnutz Harold Skimpole, der seinen krassen Egoismus hinter kindlicher Harmlosigkeit verbirgt;
die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Für Dickens-Fans (und solche die es noch werden wollen): Unbedingt ansehen und genießen!
PS: Die englischen Untertitel (zuschaltbar) helfen, wenn das Schulenglisch schon ein wenig eingerostet ist ....
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. März 2006
Als großer Charles Dickens Fan konnte ich es nicht erwarten mir diese Verfilmung anzusehen, vor allem da man von der BBC in der Regel sehr gute Arbeit gewohnt ist und ich wurde definitiv nicht enttäuscht.
Die Schauspieler wurden so gut wie alle perfekt ausgewählt und spielen ihre Charaktere überzeugend (besonders herausragend z.B. Gillian Anderson als Lady Dedlock oder Charles Dance als Tulkinghorn) und auch die visuelle Umsetzung ist für mich perfekt gelungen, denn alles sieht so aus wie ich es mir beim Lesen des Romans vorgestellt habe.
Das Tempo der Erzählung ist im Vergleich zum Roman (trotz der großen Anzahl von Folgen) sehr schnell, was auch durch die häufigen und dramatischen Schnitte unterstrichen wird, was die Verfilmung sehr spannend und intensiv wirken läßt.
Ich hatte im Großen und Ganzen keine Probleme das Englisch auch ohne Untertitel zu verstehen, vielleicht gelegentlich abgesehen von einigen Charakteren mit stärker ausgeprägten Dialekten (z.B. Krook).
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Natürlich waren die Erwartungen im Dickens-Jubiläumsjahr 2012 hoch, aber die Hoffnung, dass mehrere Adaptionen die Ehre einer deutschen Ausgabe erfahren würden, erfüllte sich leider nicht. Lediglich die recht junge Interpretation von Great Expectations - Große Erwartungen hat die Hürde geschafft und kam in einer sehr schönen Ausgabe auf den Markt. Nun aber hat NEW KSM überraschend nachgelegt und die wundervolle Mini-Serie des englischen Fernsehens aus dem Jahr 2005 in einer würdigen Erscheinung präsentiert. 480 Minuten lang darf man in die faszinierende Welt von Bleak House eintauchen und immer wieder verblüfft feststellen, wie genial der große englische Romancier Dickens die Verbindungen zwischen den vielen Figuren dieses komplexen Dramas geknüpft hat. Dagegen überrascht es wenig, dass der "König der Adaptionen" (Zitat: Denis Lawson) Andrew Davies ("Jane Austen's Pride & Prejudice") hinter dem genialen Drehbuch steckt. Er ist für das atemberaubende Tempo des Einstiegs in diese Geschichte verantwortlich, er bügelt die Schwachheiten mancher Figur aus, erklärt soviel wie nötig und wandelt zähflüssige Schwermütigkeit in emotionale Dramatik. Willkommen in der lebendigen, aber oft auch düsteren Welt der Hauptmetropole Englands Mitte des 19. Jahrhunderts!

Diese mitreißende Serie ist eine bunte Mischung aus Gesellschaftsportrait, Familientragödie und Kriminalgeschichte und ist garniert mit viel stimmungsvoller Atmosphäre, spannungsgeladener Musik, gelungenen Kulissen und ein wenig Humor!

Der Pilotfilm, Episode 1, dauert im Gegensatz zu den weiteren Folgen doppelt so lange, nämlich etwa 1 Stunde und stimmt den Zuschauer auf die gewaltige Geschichte ein (Dazu gibt es (und auch für Folge 11 und die letzte Episode 15) einen interessanten Audiokommentar von Drehbuchautor Andrew Davies, Produzent Nigel Stafford-Clark und den Direktoren Justin Chadwick und Susanna White). Vor dem Hintergrund eines gewaltigen Gerichtsprozesses, der schon viele unschuldige Seelen unglücklich gemacht hat, in dem er mit zermürbender Langsamkeit voranschreitet und Hoffnungen zerstört hat, befassen wir uns mit den Einzelschicksalen drei junger Menschen, die soeben in eben diesen Prozess mit eingebunden werden: Richard Carstone und Miss Ada Clare (Carey Mulligan, "An Education" und aktuell als Daisy Buchanan in "The great Gatsby"), aber auch mit der Waise, Esther Summerson (Anna Maxwell Martin, "Geliebte Jane").

Es ist Mr. John Jarndyce (Denis Lawson) von Bleak House, der den drei jungen Menschen in seinem Heim ein neues Zuhause anbietet. Die Zukunft scheint hoffnungsvoll vor den Bewohnern dieses Hauses zu liegen, aber düstere Vergangenheit streckt noch immer ihre Finger nach ihnen aus.
Objektiv gesehen scheint Geheimnis der Identität eines armen Kanzleiabschreibers, der seiner Opiumsucht erlegen ist und tot in seiner Dachkammer, die er vom Trödelhändler Crook (englischer Komiker Jonny Vegas) gemietet hatte, wenig spektakulär. Es ist jedoch der Anwalt Tulkinghorn (fies und eiskalt: Charles Dance "Daphne Du Maurier's "Rebecca""), der auf der Suche nach Mr. Nemo war, dessen Abschrift eines Gerichtsprotokolls eine seltsame Gefühlsregung in der sonst so beherrschten Lady Dedlock (Gillian Anderson "Haus Bellomont") hervorgerufen hat. Tulkinghorn wittert ein skandalöses Geheimnis aus der Vergangenheit und nimmt unerbittlich Witterung auf. Der kleine Straßenkehrer Jo (Harry Eden "Oliver Twist") scheint mehr über die Hintergründe zu wissen. Aber auch in Crooks Laden scheint unter all dem Trödel vielleicht ein Schatz verborgen zu sein.
Der Spürsinn eines Mr. Tulkinghorn geht Richard total ab. Der liebenswerte Mann, der mit Ada ein zartes Band geknüpft hat, sieht sich auf Rat seines Vormundes nach einem passenden Beruf für seine Begabungen um. Dabei gerät er auch an die Juristerei und unglücklicherweise sucht er sich seinen eigenen Fall Jarndyce gegen Jarndyce als Forschungsmaterial an. Immer tiefer wird Rick in den Fall verwickelt und seine Freunde sehen hilflos zu, wie er von dem riesigen Prozess immer mehr vereinnahmt wird, unterstützt von dem zwielichtigen Mr. Skimpole (Nathaniel Parker "Thomas Hardy's Far from the Madding Crowd - Am grünen Rand der Welt") und einem teuren Anwalt. Wird es tatsächlich bald einen Tag der Gerechtigkeit geben, auf den die etwas skurrile Mrs. Flyte (Pauline Collins) schon so lange wartet?

Vor allem der flinke Wechsel der Perspektiven sorgt für Abwechslung. Eben hat man noch die Bleak House-Bewohner beim gemütlichen Dinner beobachtet, dann befindet man sich in den dreckigen, nebligen Straßen von London, wo der kleine Jo ins Obdachlosenheim huscht und dann sieht man das melancholische Gesicht von Lady Dedlock, die von ihrem Fenster in die Ferne zu blicken scheint. Szenenschnitte wie Peitschenhiebe faszinieren und halten am Ball. Die Szenen sind oft kurz und heftig. So wird Esther Summersons tragische Hintergrundgeschichte von 50 beschriebenen Buchseiten in eine Szene übertragen, die nur wenige Augenblicke zu dauern scheint. Das Erzähltempo wird selten gedrosselt und wenn, dann offensichtlich in dem Bemühen, dass der Zuschauer den Faden der Handlung nicht verliert. Übrigens braucht man nicht fürchten, bei jeder Episode von einem Vor- und Rückblick gequält zu werden, lediglich der Pilotfilm gibt am Ende einen kleinen Vorgeschmack auf die weiteren Folgen.

Es ist hervorzuheben, dass die deutsche Ausgabe ungekürzt zu genießen ist und auch mit der Synchronisation hat man sich viel Mühe gegeben (Aber warum kann niemand den Namen Tulkinghorn richtig aussprechen?). Um jedoch die Feinheiten des Films noch besser spüren zu können, sollte man sich unbedingt, sofern man der englischen Sprache einigermaßen mächtig, zumindest Teile des Werkes im Original genießen. Davids Dance hat die Idealstimme, um die ganze snobistische Kälte und Gerissenheit von Tulkinghorn deutlich zu machen, Mr. Crook klingt im deutschen viel zu fein und die Nuschelstimme von Mr. Jarndyce macht ihn im Original noch liebenswerter. Die Faszination von Bleak House liegt im Besonderen darin, dass alle Gesellschaftsschichten vertreten sind und sprachlich wird dies im Original eben noch etwas deutlicher. Allerdings ist es eine enorme Erleichterung für den deutschsprachigen Raum, Bleak House in der eigenen Sprache entdecken zu können, weil die Handlung allein ja schon große Herausforderungen an den Zuschauer stellt und bei dem Zusatz einer sprachlichen Barriere das Gesamtwerk als zu kompliziert empfunden werden könnte. Das betrifft vor allem all diejenigen, die Dickens lieber filmisch genießen.

Die Extras unterscheiden sich nur unwesentlich von dieser englischen Originalausgabe "Bleak House [3 DVDs] [UK Import]" (nur ein paar Trailer extra). Hinter den "Bleak-House-Gesprächen" verbergen sich die Interviews mit Gillian Anderson, Charles Dance und Denis Lawson. Der deutsche Untertitel zu den Audiokommentaren ist hilfreich und meistens gibt er auch recht gut wieder, was die Kommentatoren so zu sagen haben. Die Extras wurden auf den vorhandenen drei DVDs verteilt.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Juni 2008
Was uns BBC mal wieder vorsetzt ist 1A Spitzenklasse. Bleak House, Charles Dickens komplexester Roman hat es mir voll angetan - nachdem ich die Serie innerhalb kurzer Zeit zweimal gesehen habe, lese ich jetzt das Buch und bin fasziniert von seiner Wortgewalt. Und genau diese ist auch in der außerordentlich gelungenen Verfilmung zum Vorschein gekommen.
Am meisten hervorzuheben, neben der tollen Romanvorlage, sind die Schauspieler. Während ich bis jetzt vor allem Gillian Anderson für ihre Rolle als Lady Dedlock gerühmt gehört habe, muss ich hinzufügen, dass sie längst nicht die einzige ist, die ihre Rolle superb spielt. Charles Dance als skrupelloser Anwalt Tulkinhorn ist schrecklich angsteinflößend, Carey Mulligan als Ada richtig süß und Burn Gorman, der Mr. Guppy spielt, überzeugend naiv. Ach, ich könnte weitermachen und jeden einzelnen Schauspieler bis in die Nebenrollen hinein aufzählen, möchte aber nur noch eine weiter hervorheben: Anna Maxwell Martin, in der Rolle der Esther Summerson, hat es mir besonders angetan. Ich mag Esther im Buch nicht sondernlich - irgendwie übertrieben lieb -, aber diese Schauspielerin schafft es mit ihrer Natürlichkeit, ohne allzu gutes Aussehen der Rolle sehr viel Tiefgang und Gewicht zu verleihen. Schon in North & South und auch in ihrer Nebenrolle in Becoming Jane hat sie mir besonders gut gefallen und umso begeisterter war ich, Anna M. M. hier in einer richtigen Hauptrolle zu sehen.
Das Tempo der Handlung ist sehr schnell und vor allem zu Beginn muss man erst einmal die einzelnen Personen auseinanderhalten. Dass diese dann auch alle irgendwie verbunden sind miteinander macht das ganze noch einmal besonders schwer. Wer also bei den ersten beiden Teile nicht richtig aufpasst, wird es später schwer haben, die Handlung zu verstehen. Untertitel sind auf jeden Fall zu empfehlen, da der Londoner Gossenslang doch recht schwer zu verstehen ist - aber, nur zur Anmerkung: ich hatte nicht die Möglichkeit, die Serie mit Untertiteln zu sehen, und habe auch so einen Großteil verstanden.
Nachdem die Handlung aber aufgebaut wurde, kommt man nicht mehr los davon. Ich war irgendwann völlig versunken in der Geschichte und merkte gar nicht wie die Zeit verging, was mir bei nicht vielen Filmen geschieht.
Die Locations sind allesamt sehr gut gemacht. Der Kontrast zwischen Elendsviertel und Aristokratie wird einem sehr deutlich gemacht und nirgendwo erschien mir ein Set billig oder unecht.
Einziges Manko: die schon erwähnte Kameratechnik, die doch etwas zu viel mit Zoom und damit verbundenen, primitiven, Tongeräuschen arbeitete. Bis zu einem gewissen Grad ist das gut, ich möchte in einer Krimigeschichte keine Bilderaufnahmen wie bei einer Verfilmung von 'Pride and Prejudice', doch teilweise wurde etwas übertrieben - schade, aber kaum qualitätsmindernd.

Insgesamt meine uneingeschränkte Empfehlung für alle Fans von BBC Period Dramen, die einmal mehr wollen als eine Jane Austen Verfilmung, aber auch für alle, die einer spannenden, komplexen Story nicht abgeneigt sind und sich auch einmal gern acht Stunden an den Bildschirm fesseln lassen.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. September 2006
Ich habe die Serie damals durch die einer Freundin sehen können, als sie im der BBC ausgestrahlt wurde.
Nach der Veröffentlichung der DVD habe ich Gott sei Dank geduldig gewartet, denn ein halbes Jahr danach kam eine Special Edition, die im Gegensatz zur ersten Auflage Bonus-Material enthielt:
Audiokommentar zum Pilotfilm von Regisseur und Produzent, Interviews mit Gillian Anderson, Denis Lawson und Charles Dance sowie eine Bildergallerie zu den Dreharbeiten.
Für die, die sich mit dem Englisch etwas schwer tun, gibt es Untertitel, die die Dialekte etwas erträglicher machen.

Die 15 teilige Serie ist wirklich toll. Ich bin eigentlich kein Fan von "Seifenopern", aber diese Serie hat mich zum "Wann kommt die nächste Folge"-Süchtigen mutieren lassen -etwas, dass vorher nur die X-Files geschafft haben. Die Darsteller sind allesamt super, besonders herausragend sind Gillian Anderson als Lady Dedlock (Golden Globe und EMMY nominiert!), die ein Geheimnis hütet und Anna Maxwell-Martin als Esther Summerson (ausgezeichnet mit dem BAFTA TV Award), die Heldin der Geschichte.
Die Bösewichter sind sehr überzeugend (Charles Dance als fieser Tulkinghorne, ebenfalls Emmy nominiert)), und ich sag nur "Shake me up, Judy". Auch Denis Lawson ist als Mr Jarndice sehr überzeugend.
Die Kameraführung ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie passt sie trotz alledem zu der Art, wie die Geschichte erzählt wird. Die Kamera vermittelt den Eindruck, als ob man mitten im Geschehen wäre, manchmal direkt dabei, dann wieder versteckt lauernd im Hintergrund.
Da die Serie komplett in HD gedreht wurde, sind manche Einstellungen ziemlich dunkel (eswurde teilweise nur mit natürlichem Licht gearbeitet [available light]), was aber meiner Meinung nach perfekt zu Dickenschen Geschichte passt. "Bleak House" heißt nicht umsonst so ;-)
Die Bilder sind wunderschön fotografiert, jede Szene ist wie ein Gemälde. Ich hoffe, ein deutscher Sender wird sich der Serie annehmen und sie auch gebührend bewerben und ausstrahlen, auch wenn es darin nicht so viel nackte Haut und Gewalt enthalten ist wie in "Rome".

Unbedingt ansehen!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2006
Wie bereits erwähnt ist man von der BBC ja hochwertige Literaturverfilmungen gewohnt und "Bleak House" bildet da zum Glück keine Ausnahme.
Die Handlung ist zu verzwickt um sie ausführlich darzustellen: Ein lange währender Erbschaftsstreit, von dem einige profitieren, andere wiederum hoffen, dass er in naher Zukunft beigelegt wird, berührt die Leben vieler Menschen auf unterschiedliche Weise. Liebe, Verrat, Trauer, Verzweiflung, Besessenheit usw. bilden die Handlungsstränge und Beziehungsgrundlagen der einzelnen Charaktäre.
Im Vergleich zu anderen BBC-Verfilmungen fällt auf, dass die einzelnen Episoden zu kurzen 30 Minuten-Häppchen zusammengestellt sind. Ferner scheint die Schnittechnik ungewohnt flott für eine period-Verfilmung, aber dadurch erhält die Geschichte Tempo und Spannung.
Schauspielerisch ist auch diese BBC-Produktion gewohnt erstklassig. Besonders herausragend ist meiner Meinung nach Anna Maxwell Martin als Ester Summerston. Aber natürlich ist Gillian Andersons Leistung als unterkühlte Lady Dedlock besonders erstaunlich und auch Nathaniel Parker spielt den hintergründigen Skimpole hervorragend.
Alles in allem ist diese Verfilmung wie fast alles, was die BBC in diesem Bereich produziert hervorragend und unbedingt empfehlenswert. Deshalb fünf Sterne.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 2013
Die Verfilmung wurde sehr stimmig, es wurde an Nichts gespart, was den Genre Freund erfreut. Gute, glaubwürdige Darsteller, passende Locations, aufwendige Kostüme und ein Handlungsstrang, der sich nahe am Buch bewegt. Beinahe akribisch kleinlich und langsam zeichnet der Regiesseur die tragische Geschichte voller Verkettungen und Verwinkelungen nach. Und obwohl man alsbald ahnt, worin das Hauptgeheimnis eigentlich besteht, bleibt man gefesselt. Die vielen Nebenstränge, die verdeckten (und doch so brillant gespielten) Emotionen führen uns zurück in die Welt eines Charles Dickens. Selten märchenhaft, immer wieder tragisch, mit einem Hauch überspitzter Ironie und trotz allem einem Hoffnungsschimmer am Horizont - so überzeugt dieser Film.
Angenehme Kameraführung, gute musikalische Unterlegung und zeitgemäße Dialoge vollenden die Mini-Serie. In den Nebenrollen sind bekannte Gesichter des BBC, u.a. Nathaniel Parker (Lynley),Denis Lawson (Marchlands) und Richard Harrington (Lark Rise to Candleford) zu finden, welche die Hauptrollen angenehm unterstützen.
Ton-und Bildqualität erwartungsgemäß gut.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2013
Ich bin ein großer Fan der BBC-Serien.
Von Jane Austen, Cranford, Candleford, North and South angefangen bis zu den Jugendserien Robin Hood oder Merlin.
Diese Serien besitzen wir alle auf DVD und ich schaue sie mir mit meinen Töchtern an.
Jetzt sind wir bei Charles Dickens gelandet, dessen Geschichten ja nicht so romantisch sind.
Ich bin sehr begeistert von dieser Serie. Die Personen sind jede für sich sehr überzeugend und die Geschichte enthält alles von Krimi, Familiendrama und Romantik.
Also klare Kaufempfehlung. Schade, dass man solche Sachen nicht im Fernsehen sieht.
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