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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer bist Du?
Welche Rolle spielst Du? So rufen mir "Die Idioten" von Lars von Trier zu.
Eine Gruppe von Antispießern lebt einige Wochen in einem sehr idyllischen und großen Haus in bester Wohnlage. Die Idee: Sie gehen hinaus in die Welt und spielen geistig behindert. Naturgemäß treffen sie auf das, was sich erwarten lässt. Scham, Angst, versteckte...
Veröffentlicht am 21. April 2009 von Annabell Berger

versus
3.0 von 5 Sternen Wer unzensierte Filme mit Pornoszenen mag..
.. liegt hier goldrichtig. "Rudelbumsen" wird von allen gefordert und auch vollzogen. ;) Eine schöne Nahaufnahme beim GV (alles wird unzensiert gezeigt!) gefällt mir besonders gut. Lediglich 3 Sterne, weil das kein Film für Jugendliche unter 18 ist.
Vor 1 Monat von Oz veröffentlicht


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer bist Du?, 21. April 2009
Welche Rolle spielst Du? So rufen mir "Die Idioten" von Lars von Trier zu.
Eine Gruppe von Antispießern lebt einige Wochen in einem sehr idyllischen und großen Haus in bester Wohnlage. Die Idee: Sie gehen hinaus in die Welt und spielen geistig behindert. Naturgemäß treffen sie auf das, was sich erwarten lässt. Scham, Angst, versteckte Intoleranz ...Spießer, Spießer und nochmals Spießer. Einfach eklig. Aber der Film ist vom großen Lars und es wäre wohl zu einfach, wenn es nur darum ginge. Denn am Anfang des Filmes trifft Karen auf die Gruppe. Man weiß nichts über sie-außer, dass sie anders ist. Natürlich sind auch die anderen Mitglieder der Gruppe sehr verschieden. Doch Karen ist nochmal anders anders. Sie mag den Kavier nicht verschwenden und aus Protest in ihr Gesicht schmieren, denn sie meint, es sei ein wertvolles Lebensmittel. Sie ist garantiert keine Intellektuelle, sondern eine sehr einfache Frau. Sie empfindet das Schauspiel der Anderen als "Spott". So richtig ist sie auch nie bei der Sache. Nur am Ende, da geht sie nach Hause und zieht das Spiel in ihrem wirklichen Leben durch. D.h. sie spielt "die Idiotin" in ihrem wirklichen Umfeld. Vor allen Menschen, die ihr Leben bestimmen. Kein anderes Mitglied der Gruppe traut sich das. Und ohne zu viel verraten zu wollen -hier werden elementare Dinge sichtbar. Man kann nur noch weinen.
Welch ein Zeitzeugnis von Lars von Trier! Ein dekadenter Haufen, der nicht unrecht hat, dem aber die elementaren Herausforderungen des Lebens fehlen. Ein großer Haufen Dekadenz, der gegen die Dekadenz kämpft und sich besonders aufgeklärt und besser fühlt. "Das Thema" von Lars von Trier. Der Idealist, der schlimmer als die Anderen ist. Tja, fragt man sich. Wer ist man selbst in diesem großen Spiel?
(Übrigens empfinde ich die angeblich schlimmen pornographischen Gruppensexszenen nicht nur als sehr passend sondern auch als ziemlich harmlos und nur zu natürlich im ganzen Szenario. Das nur als Anmerkung zu den anderen Rezensenten.)
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80 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weniger ist mehr und doch ist da so viel..., 11. August 2006
Dieser Film hat mein Leben verändert. Ich gebe zu das dieses noch sehr jung ist, jedoch meine ich, dass der Mensch gerade in seiner Jugend die meisten Erlebnisse hat, die dauerhaft bleiben und mit denen man die Welt ein Stück weit besser versteht, oder einfach lockerer mit den Geschehnissen der Natur umgeht und im Gegensatz dazu anfängt manche vielleicht vorher so groß erscheinende Dinge in Frage zu stellen.

Der Film basiert auf den selbst auferlegenten Keuschheitsgelübden

der Dogma-Vereinigung einiger dänischer Regisseure. So steht in den Dogmaregeln, dass man z. B. den Ton nicht mischen darf, nur Musik die direkt in unmittelbarer Nähe ist mit in den Film rein nehmen kann usw...

Lars von Trier sagt selbst auf dem wirklich fantastischen Bonusmaterial, dass diese Regeln für den Regisseur zuerst wie eine Art Selbstgeißelung wirken, jedoch auf Dauer gesehen sehr befreien.

Und genau diese Freiheit merkt man dem Film an. Es ist nicht wie in Hollywood, wo man für Filme 5,6 oder auch 15 Milionen Dollar zahlt und dann unter dem Druck steht, dass der Film mindestens 30 einspielt.

Nein, hier spürt man die Menschlichkeit und die Kreativität.

Ich habe mir zuerst das Bonusmaterial angeschaut und mich danach gefragt ob ich mir den Film überhaupt noch anschauen möchte.

Es ist soviel Anstößiges darin, so wirkt es jedenfalls am Anfang, doch als ich ihn mir schließlich doch angugte wurde mir sovieles bewusst. Es ist sehr viel Natürlichkeit in diesem Film. Selbst die anstößigsten Sexszenen sind in sich weniger abstoßend als manches was Hollywood abliefert und es war mir nicht peinlich das mit meiner Mutter anzusehen. Die Handlung des Films ist zwar fiktiv und doch, man fängt an sich zu fragen: Wieso eigentlich nicht? Ich weiß, in mir steckt auch ein kleiner Idiot. Wieso soll ich nicht gehen und ihn rauslassen?

In den extremsten Situationen(zum Beispiel als Josephine die Gruppe verlässt und Jeppe in seine Rolle als geistig Behinderter verfällt) ist das Gefühl so groß, dass es leichter ist sich als Idiot aufzuführen als den beherrschten, zivilisierten Menschen als Fassade zu benutzen.

Es ist nicht Jeppes Rolle, das ist er selbst.

Ich bin auch einer dieser Teenager, der sich Heath Ledger ins Zimmer hängt und auch "Fluch der Karibik 2" im Kino angegugt hat und gut fand. Aber dieser Film hat mich zum Nachdenken gebracht darüber was wirklich wichtig ist. Coolness oder Man-Selbst-Sein?

Kreativ oder von anderen akzeptiert?

Am Schluss muss ich noch sagen, dass ich keinen anderen Film kenne, der einen Oscar wohl weniger verdient hätte. Und das ist das größte Kompliment, dass ich für diesen Film habe.
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72 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dogma hat es nur gegeben, damit IDIOTEN gedreht werden konnte, 15. Juni 2006
Von 
"Unbeschwert fröhlich" soll dieser Film also sein? Er gehört zum Traurigsten, was ich kenne. Im Kino gewesen: Geweint. Ihn auf VHS gesehen, Karens Abschied von der Gruppe zum fünften Mal durchlitten, jedes Mal, wie auf Knopfdruck, fließen die Tränen. Wäre ich Method Actor, bräuchte ich nicht irgendeinen bestimmten Sinatra-Song, den mir meine Mutter mal vorgesungen hat, für eine Heulszene, sondern nur "Idioten" - den mit Abstand waghalsigsten, besten Trier-Film (noch vor Europa, Breaking..., der Amerika-Trilogie...), auch den besten Dogma-Film (noch vor Festen!). Dass er nach über zehn Jahren endlich auf DVD erscheint, ist ein Glücksfall (vor allem gibt es erhellendes, teilweise hochinteressantes Bonusmaterial). Die Bilder sind hingerotzt, verwackelt (aber sehr viel verwackelter, als Sie sich das jetzt so vorstellen), dokumentarisch (man sieht einmal den zweiten Kameramann voll im Bild), und es macht gar nichts. Das Drehbuch würde in jedem Workshop verrissen werden, und es ist meisterhaft. Die Geschichte ist derart komplex, dass eine Promotion zu diesem Film tatsächlich denkbar erscheint. Ich will nur sagen, worum es nicht geht: Um Behinderung, um ein Siebziger-Jahre-Gefühl, um die Konfrontation von vermeintlich progressiven Outlaws mit Bürgertumsspießern. Vielmehr, mit einem psychologischen Gespür, dass ich so noch nie in einem Film gesehen habe, wird von Gruppendynamik erzählt, von den kleinen Kämpfen, von Ideologien (in persona: Stoffer), von Menschen, die alle aus unterschiedlichen Gründen für ein paar Wochen in einem Kollektiv leben, um in der Außenwelt den Idioten zu spielen (oder wie Susan die Betreuerin), aber es ist ein pubertärer Wunsch, anzuecken bei Menschen, die man nicht kennt und sich über depperte Gesichter zu freuen. Mit Politik hat das nichts zu tun. Tatsächlich ist die Gruppe ein Sammelbecken für Borderliner, Gehemmte, Gestrandete und Indentagleber. Und für Karen, die eine eigene Geschichte mitbringt, von der wir ganz am Schluss erfahren. Dieses Ende ist für mich derart schockierend gewesen, dass ich jetzt - beim Schreiben dieser halbgaren, improvisierten Worte - schon wieder traurig werde. Dabei geht es mir ganz wunderbar. Kritisieren kann man an "Idioten" jedoch zwei Dinge: Eine unnötige Szene in einer Werbeagentur und die fragwürdige Idee, eine Orgienszene teilweise mit Pornodarstellern zu drehen, damit man ja auch ein Hardcore-Feeling bekommt. Das ist peinlich. Seltsamerweise ist aber die Gesamtanlage dieser Sequenz interessant, wohl selten war Gruppensex derart vielsagend (denn es passiert mehr als nur das, was man jetzt denkt) und nicht nur Selbstzweck. Der Zuschauer hat übrigens nichts davon, man wird eher nicht erregt sein. Wenn Sie sich so etwas zutrauen, und auch bei "Festen" keine Augen- und Kopfschmerzen bekommen haben, sollten Sie diesen Film sehen. Er wird sie noch lange beschäftigen. Habe ich eigentlich erzählt, dass alle Darsteller unglaubliche Leistungen abliefern? Man muss zu dem Schluss kommen, dass dieses kleine Land Dänemark eine ganze Horde von Hochbegabten in die Welt gelassen hat.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihr Idioten!,, 31. März 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Idioten - Arthaus Collection (DVD)
möchte man am liebsten in der Schlussszene laut ausrufen. Überhaupt weiß man erst so richtig am Schluss, worum es in diesem Film vor allem geht. Der Film lässt einen schmunzeln, manchmal laut lachen, nachdenklich werden, zustimmen, zweifeln, weinen.... Sicher kein Film für Jedermann, aber das sind Lars von Triers Filme ja eh nicht. Zum Inhalt ist hier schon genug geschrieben worden, so möchte ich den Film all Jenen ans Herz legen, die sich getrauen, andere, eigene Wege zu gehen, ihre Gefühle zu zeigen, sich nicht in Muster pressen lassen, wie man mit etwas umzugehen hat und wie man sich angepasst verhält; den Menschen, die Mut haben, sie selbst zu sein, so skurril, peinlich oder unverständlich das auch für andere wirken mag. Und man sollte wissen, dass nicht das Thema "Behinderung" oder "Ga-Ga-Sein" der Inhalt des Filmes ist.
Sehr berührt hat mich auch das Tagebuch zum Film von Lars von Trier, welches man auf der DVD in den Specials findet. Die Offenheit dieses Mannes hat mich tief beeindruckt, ich weiß nicht, wann ich je einem Menschen mit solch einer Offenheit begegnet bin und das als Regisseur, wo man doch üblicherweise versucht, sich ins gute Licht zu rücken. Lars von Trier macht mit seinen Filmen immer ein Stück Eigentherapie, so wie andere Leute Bücher schreiben, um etwas zu verarbeiten. Er macht überhaupt keinen Hehl daraus, wie sehr er an Ängsten, Depressionen, Ausgegrenztheit und Einsamkeit leidet. Und wie er mit den Schauspielern umgeht..., man neigt zu meinen, dass es manchmal unverschämt sei, aber er ist einfach von Grund auf ehrlich in seinen Gefühlen und Handeln. Faszinierend, so wie seine Filme!
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Film, 13. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Idioten - Arthaus Collection (DVD)
Ich habe diesen Film vor x Jahren gesehen (als ich in einem Behindertenheim gearbeitet habe).

Das Thema ist sehr schwierig... Insbesondere am Anfang muß man sich zwingen den Film weiterzugucken. (Es lohnt sich!!!)
Der Film schafft es die klischehaften Vorurteile zu umschiffen und den Punkt zu treffen. Kurz vor dem Schluß hat der Film etwas Länge, daher nur 4 Sterne...

Wer einen Film abseits normaler Filme sehen will, sich während des Films überraschen lassen will und vorallem am Anfang Sitzfleisch beweißt, wird diesen Film lieben.
Ein Film auf den man sich einlassen muß und der dann fantastisch ist!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verstörend guter Film, 15. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Idioten [VHS] (Videokassette)
Von vielen vielen sogenannten Filmexperten zum besten Film der Neunziger gewählt worden - zurecht? Naja, sicherlich ist dieser wahrlich harte Tobak alles andere als seichte Unterhaltung. Zunächst entlarfen die Darsteller die Menschen ihrer Umwelt als Gaffer, nur um wenig später auch dem Zuschauer den Spiegel des Voyeurismus vorzuhalten. Und genauso fühlt man sich: man ist entsetzt, schockiert um des auf dem Bildschirm geschehenden Wahnsinns, dennoch blickt man völlig fasziniert auf genau die Menschen, die ihrem kleinen Idioten in sich freien Lauf lassen. Zunächst scheint dies auch völlig plausibel, keinesfalls spöttisch, doch spätestens bei der Konfrontation mit den "echten" Idioten werden diese hehren Reden von geistiger Freiheit und antikonventionellem Gehabe als bloße Farce entlarvt. Ein emotionales, wie geistiges Hin-und-Her-Verwirrspiel, realistisch alla Dogma verfilmt. Kein Effekt soll ablenken, von dem real Dargebotenen. Man mag dem filmischen Dogmatismus ja viel vorwerfen, aber seine Forderung nach unverstelltem Realismus hält er allemal Stand. Und das tut diesem Film gut, das intensiviert vollständig seine beklemmende Wirkung. Wahrlich wahrlich ein Meisterwerk, das aneckt, ansteckt und - so plakativ dies klingen mag - gleichzeitig nachdenklich macht.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inhalt statt Technikwahn!, 9. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Idioten - Arthaus Collection (DVD)
Die Kamera wackelt, der Ton der laufenden MiniDV-Kamera ist ständig zu hören,
die Szenen sind bildtechnisch nicht komponiert und Anschlussfehler inhaltlich
sowie lichttechnisch stehen auf der Tagesordnung. Bei jedem anderen Film würden
diese Aspekte dazu führen den Zuschauer aus der Geschichte zu werfen. Anders
bei "Idioten"! Die Geschichte einer Gruppe erwachsener Menschen die sich in der
Öffentlichkeit als Behinderte darstellt packt einen. Weit weg vom inhaltosen-
Popcorn-Konsum-Kino schafft es der Film Emotionen zu vermitteln und zum Nachdenken
anzuregen. Die Projektion auf sich selbst und den Umgang mit Randgruppen in
unserer Gesellschaft wird hierbei undweigerlich hervorgerufen. Der Film geht aber
nicht mit erhobenem Zeigefinger auf uns zu, sondern lässt uns die Endscheidung
offen, wer wirklich behindert ist. Der augenscheinliche "Behinderte" oder sind
wir nicht auch selbst in vielen unserer Beziehungen behindert? Das in einer Bier-
laune entstandene Konzept des Dogma-Films von Lars von Trier scheint auf den
ersten Blick ein Produkt eines neuzeitigen "Ich bin Künstler"'s, wer sich aber
über Der Regiesieur näher Informiert findet einen bodenständigen, sich selber
nicht ernstnehmenden Filmemacher, der Filme macht die Bewegen. Weit ab von Hollywood
und Kinoerfolgen, schafft Trier Filme die beeindruckend im Gedächtniss bleiben.

"Ein Film sollte wie ein Stein im Schuh sein.
Es wäre schließlich langweilig, wenn man etwas
machen würde, was einen nicht berührt."
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Film, 21. Juni 2010
Von 
Bibliothekswurm (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Gruppe junger Menschen, die mit sich selber und der Umwelt "Geistig behindert" spielen. Es es einfach nur verrückt finden, was sie da tun, witzig vielleicht, provokant und ein Heidenspaß. Karen, die durch einen Zufall in die Gruppe gerät, wirkt distanziert, reifer und irgendwie anders. Als sich zum Schluss die Gruppe auflöst, ist Karen die einzige, die das Experiment zuhause fortführen möchte - und dies auch tut. Ein Film, der unter die Haut geht. Im Grunde geht es um zwischenmenschliche Sprachlosigkeit und die ganze Tragik, die das auszulösen vermag. Die entscheidenden Szenen spielen sich in den letzten Minuten ab.

Ich finde, dem Film hätte weniger "idiot spielen" gut getan. Ich hätte gerne mehr erfahren über die Beweggründe und persönlichen Geschichten der Gruppenmitglieder. Was trieb sie dazu? Was war die Vorgeschichte? Aber egal, der Film ist großartig!!
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich starker Film, 16. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Idioten - Arthaus Collection (DVD)
Ich war so unglaublich ergiffen, dass ich un mittelbar nach dem Film sicher war, den mit himmelweitem Abstand besten aller von mir jemals gesehenen Filme gesehen zu haben. Nach ein paar Tagen geht es mir immer noch so. Jenseits aller Hollywood-Theatralik ein wahrhaftiger europäischer Film.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideologie? Idiotie? Oder ideologische Idiotie?, 19. April 2004
Rezension bezieht sich auf: Idioten [VHS] (Videokassette)
Lars von Trier zeigt mit "die Idioten" einen Film, der unter die Haut geht, der einen beschäftigt, der nachdenklich stimmt, der, zusammengefasst, schwer verdaulich ist.
Eine Gruppe 20- bis 30-jähriger Menschen, Männchen wie Weibchen, lebt in einem leer stehenden Haus eine Art Narrenfreiheit aus. Es wird der geistig Behinderte von diesen Rebellen nachgeahmt, und das sehr authentisch. Realitätsgetreu ist auch die Kameraführung, die einen an ein Privatvideo eines Familienanghörigen erinnert. Das ist vielleicht die beste Beschreibung: ein Privatvideo könnte man meinen, wurde da gedreht. Hat man nicht die nötige Hintergrundinformation über diesen Film von Lars von Trier, kann einer sich dabei ertappen zu denken, er würde eine reality soap oder ähnliches anschauen. Erwähnenswert ist, dass nur mit natürlichem Licht gedreht wurde, und somit die Authentizität und Realitätsnähe des Films enorm in den Vordergrund tritt.
Zärtlichkeit und Brutalität, Herzlichkeit und Gemeinheit, Schönheit und Hässlichkeit, Witz und Tristesse, Rassismus und Humanität, Pornographie und Surrealismus wird in "die Idioten" schonungslos der richtigen, unsriger, Welt dargeboten.
Diese Menschen sind ausgebrochen aus der Gesellschaft, und versuchen etwas Neues zu schaffen, doch kommt es zu Problemen unter ihnen, das Idiotenleben konsequent und radikal auszuführen und sogar zu leben. Immer mehr Komplikationen kommen zustande.
Die Frage mit der man sich in diesem Film beschäftigt ist die, wie weit man mit einer Ideologie und einer Praxis gehen sollte, und wie konsequent sie in die Tat umzusetzen und auszuführen ist.
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Idioten - Arthaus Collection
Idioten - Arthaus Collection von Bodil Jørgensen (DVD - 2007)
EUR 8,99
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