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Kundenrezensionen

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am 29. November 2007
Ein Arthaus-Meisterwerk besonderer Güte von dem New Yorker Maler und Künstler Julian Schnabel auf Basis des erst posthum erschienenen autobiographischen Buches des kubanischen Dissidenten-Schriftstellers Reinaldo Arenas. Schnabel erzählt sehr einfühlsam in wunderbaren Bildern vor dem Hintergrund der Revolution die Geschichte dieses Mannes, von seinem ersten und einzigen Bucherfolg in Kuba, seiner Verfolgung als dissident geltender Dichter und Homosexueller, seiner Inhaftierung, des schließlichen Exils in den USA bis zu seinem Selbstmord in Krankheit, Elend und Armut. Dazu schafft Schnabel ein kunstvolles Gewebe aus einem linearen Erzählstrang mit darin verwobenen Rückblenden in die Kindheit, visualisierten Gedanken, Traumbildern und Gedichten des nach seiner Ausweisung vergessenen Arenas, die oft ein poetisches Gegengewicht bilden zu der zunehmend traurigenn und bedrohlichen, unbehausten und stets gefährdeten Lebensrealität. Realismus und Poetik des Films und das Einweben von Phantasien ist gänzlich anders geartet als in einem anderen sehenswerten Film des brasilianischen Regisseurs Hector Babenco (der in "Night Falls" einen Cameo-Auftritt hat), an den sich mancher Filmfreund noch erinnern mag, mit ähnlicher Thematik, "Der Kuss der Spinnenfrau", für dessen Molina-Darstellung William Hurt 1985 einen Oscar gewann. Schnabel und Bardem verzichten glücklicherweise ganz auf jede Tuntenhaftigkeit und jegliches schwules Klischee.

Sehr zu Recht ist der spanische Hauptdarsteller Javier Bardem für seine großartige Einfühlung und Verkörperung des Dichters für den Oscar nominiert worden - er hätte ihn auch verdient!

Nebenbei und ganz überraschend bekommt der Zuschauer zwei kleine Kabinettstückchen von Johnny Depp serviert: Depp ist als Transvestit Bon Bon einfach hinreißend, wie er über den Asphalt stolziert, sich über die Kaimauer lehnt und die Kamera seine rechte Pobacke einfängt, die Mann und Frau gleichermaßen anzieht. Auf der Damentoilette entledigt sich Bon Bon des geschmuggelten Arenas-Manuskripts und gibt es an die Kabinennachbarin weiter. Kurz darauf erscheint Depp als Macho-Lieutenant Victor, der Arenas eines für den Zuschauer sicher unvergesslichen erotisch aufgeladenen und sadistischen Verhörs unterzieht. Die Szenen dauern nur wenige Minuten. Der Film hätte auch ohne sie fünf Sterne verdient. Doch in der Reihe des Gesamtwerks von Johnny Depp gehören diese beiden Kleinigkeiten zum besten, was man von ihm gesehen hat. Für den Film bilden sie ein leckeres "Bonbon" als Zugabe. Kaum zu erkennen hat übrigens auch Sean Penn einen Cameo-Auftritt als kubanischer Bauer.

Ich empfehle unbedingt die Originalfassung zu sehen. Denn wie so gut wie immer nivelliert die Synchronfassung jeglichen Akzent, der besonders hier wesentlich zur Atmosphäre beiträgt.

Bei dem unschlagbar günstigen Preis und einer Ausstattung mit einem wirklich einmal informativen Booklet, Audiokommentar und "Behind the Scenes" in der schönen Reihe "Arthaus Collection" sollte man unbedingt zugreifen und sich auf diese ruhige Filmerzählung einlassen.
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am 29. November 2007
Ein ruhig erzähltes, berührendes Arthaus-Meisterwerk besonderer Güte von dem New Yorker Maler und Künstler Julian Schnabel auf Basis des erst posthum erschienenen autobiographischen Buches des kubanischen Dissidenten-Schriftstellers Reinaldo Arenas. Schnabel erzählt sehr einfühlsam in wunderbaren Bildern vor dem Hintergrund der Revolution die Geschichte dieses Mannes, von seinem ersten und einzigen Bucherfolg in Kuba, seiner Verfolgung als dissident geltender Dichter und Homosexueller, seiner Inhaftierung, des schließlichen Exils in den USA bis zu seinem Selbstmord in Krankheit, Elend und Armut. Dazu schafft Schnabel ein kunstvolles Gewebe aus einem linearen Erzählstrang mit darin verwobenen Rückblenden in die Kindheit, visualisierten Gedanken, Traumbildern und Gedichten des nach seiner Ausweisung vergessenen Arenas, die oft ein poetisches Gegengewicht bilden zu der zunehmend traurigen und bedrohlichen, unbehausten und stets gefährdeten Lebensrealität. Realismus und Poetik des Films und das Einweben von Phantasien ist gänzlich anders geartet als in einem anderen sehenswerten Film des brasilianischen Regisseurs Hector Babenco (der in "Night Falls" einen Cameo-Auftritt hat), an den sich mancher Filmfreund noch erinnern mag, mit ähnlicher Thematik, "Der Kuss der Spinnenfrau", für dessen Molina-Darstellung William Hurt 1985 einen Oscar gewann. Schnabel und Bardem verzichten glücklicherweise ganz auf jede Tuntenhaftigkeit und jegliches schwules Klischee.

Sehr zu Recht ist der spanische Hauptdarsteller Javier Bardem für seine großartige Einfühlung und Verkörperung des Dichters für den Oscar nominiert worden - er hätte ihn auch verdient!

Nebenbei und ganz überraschend bekommt der Zuschauer zwei kleine Kabinettstückchen von Johnny Depp serviert: Depp ist als Transvestit Bon Bon einfach hinreißend, wie er über den Asphalt stolziert, sich über die Kaimauer lehnt und die Kamera seine rechte Pobacke einfängt, die Mann und Frau gleichermaßen anzieht. Auf der Damentoilette entledigt sich Bon Bon des geschmuggelten Arenas-Manuskripts und gibt es an die Kabinennachbarin weiter. Kurz darauf erscheint Depp als Macho-Lieutenant Victor, der Arenas eines für den Zuschauer sicher unvergesslichen erotisch aufgeladenen und sadistischen Verhörs unterzieht. Die Szenen dauern nur wenige Minuten. Der Film hätte auch ohne sie fünf Sterne verdient. Doch in der Reihe des Gesamtwerks von Johnny Depp gehören diese beiden Kleinigkeiten zum besten, was man von ihm gesehen hat. Für den Film bilden sie ein leckeres "Bonbon" als Zugabe. Kaum zu erkennen hat übrigens auch Sean Penn einen Cameo-Auftritt als kubanischer Bauer.

Ich empfehle unbedingt die Originalfassung zu sehen. Denn wie so gut wie immer nivelliert die Synchronfassung jeglichen Akzent, der besonders hier wesentlich zur Atmosphäre beiträgt.

Mit Nachdruck möchte ich betonen, dass dieser Film nicht nur etwas für Kuba-, Karibik-, Schnabel-, Arenas- oder lateinamerikanische Literatur-Fans oder Schwule ist.
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am 11. Februar 2010
Before Night Falls ist die Autobiografie/bzw. gleichnamige Roman des in Kuba verfolgten schwulen Schriftstellers Reinaldo Arenas..

Before Night Falls bzw. hier Julian Schnabels Verfilmung, erzählt vom Anders-Sein und dafür bestraft und verfolgt werden. Reinaldo Arenas gelang 1980 mittels einer Finte die Ausreise aus Kuba, und liess sich nach einem kurzen Aufenthalt in Miami in New York nieder, wo er unter bescheidenen Verhältnissen lebte. 1987 wurde bei ihm HIV diagnostiziert, 1990 nahm er sich nach Beendignung seiner Autobiographie, seines Lebenswerks "Before Night Falls" das Leben.

Mit Javier Bardem in der Hauptrolle... sowie Sean Penn und Johnny Depp in wirklich einzigartigen Gastauftritten (Johnny Depp!)

"Bäume haben ein geheimes Leben, dass sich jenen offenbart, die willens sind, auf sie zu klettern."

Meisterwerk!
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am 20. November 2004
........dies ist Bardem's Show... und er spielt sie meisterlich. Ein beindruckendes Porträt des schwulen kubanischen Poeten Reinaldo Arenas. Allein die 20 minütige Sterbeszene verdient einen Oscar. Nicht umsonst wurde Javier Bardem (als erster spanischer Darsteller überhaupt) für den Oscar nominiert. Verdient hätte er ihn. Ein must-see für Kuba-, Arenas-, oder Bardem-Fans oder für alle die das südamerikanisch/karibische Lebensgefühl lieben und trotzdem noch einen kritischen Blick für die Politik dieser Länder erübrigen können. Der mitreissende Soundtrack verdient einen Extra Stern.
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am 17. Januar 2011
Starker, außergewönlicher Film nach einer autobiographischen Romanvorlage des kubanischen Schriftstellers Reinaldo Arenas. Javier Bardem spielt ganz großartig und vor allem die Kameraführung und Szenerie fällt sehr positiv auf und besticht durch kunstvolle Gestaltung. Es ist ein ruhig erzählter Film der aber niemals langweilig wird weil er einfach unter die Haut geht. Absolut empfehlenswert und leider ziemlich unbekannt.
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am 3. August 2005
Dieser Film ist eine poetische Reise... ungewöhnlich gefilmt und geschnitten, tolle Musik, ein sehr überzeugender hauptdarsteller...habe mir anschliessend gleich alle Reinaldo Arenas Bücher besorgt..."Before Night Falls" zeigt auch dem romantischsten und verklärtesten Kuba-und-Kommunismus-Verteidiger, welche Kehrseiten die Revolution auf Kuba hatte. Für - aber nicht nur - die Homogemeinde ein besonderer Leckerbissen!
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am 3. August 2010
Mehr zufällig bin ich auf "Before night falls" gestoßen, da ich eigentlich auf der Suche nach Filmen war, in denen Javier Bardem mitspielt. Doch gefunden habe ich ein hochklassig besetztes Meisterwerk erster Güte. Sowohl die schauspielerische Leistung, die an Autentizität und Tiefe kaum zu übertreffen sind, als auch die Adaption des posthum veröffentlichen autobiographischen Werkes Reinaldo Arenas "Before night falls" sollten ein viel größeres Publikum erfahren, als es bisher der Fall war.
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am 29. November 2007
Ein ruhig erzähltes, berührendes Arthaus-Meisterwerk besonderer Güte von dem New Yorker Maler und Künstler Julian Schnabel auf Basis des erst posthum erschienenen autobiographischen Buches des kubanischen Dissidenten-Schriftstellers Reinaldo Arenas. Schnabel erzählt sehr einfühlsam in wunderbaren Bildern vor dem Hintergrund der Revolution die Geschichte dieses Mannes, von seinem ersten und einzigen Bucherfolg in Kuba, seiner Verfolgung als dissident geltender Dichter und Homosexueller, seiner Inhaftierung, des schließlichen Exils in den USA bis zu seinem Selbstmord in Krankheit, Elend und Armut. Dazu schafft Schnabel ein kunstvolles Gewebe aus einem linearen Erzählstrang mit darin verwobenen Rückblenden in die Kindheit, visualisierten Gedanken, Traumbildern und Gedichten des nach seiner Ausweisung vergessenen Arenas, die oft ein poetisches Gegengewicht bilden zu der zunehmend traurigen und bedrohlichen, unbehausten und stets gefährdeten Lebensrealität. Realismus und Poetik des Films und das Einweben von Phantasien ist gänzlich anders geartet als in einem anderen sehenswerten Film des brasilianischen Regisseurs Hector Babenco (der in "Night Falls" einen Cameo-Auftritt hat), an den sich mancher Filmfreund noch erinnern mag, mit ähnlicher Thematik, "Der Kuss der Spinnenfrau", für dessen Molina-Darstellung William Hurt 1985 einen Oscar gewann. Schnabel und Bardem verzichten glücklicherweise ganz auf jede Tuntenhaftigkeit und jegliches schwules Klischee.

Sehr zu Recht ist der spanische Hauptdarsteller Javier Bardem für seine großartige Einfühlung und Verkörperung des Dichters für den Oscar nominiert worden - er hätte ihn auch verdient!

Nebenbei und ganz überraschend bekommt der Zuschauer zwei kleine Kabinettstückchen von Johnny Depp serviert: Depp ist als Transvestit Bon Bon einfach hinreißend, wie er über den Asphalt stolziert, sich über die Kaimauer lehnt und die Kamera seine rechte Pobacke einfängt, die Mann und Frau gleichermaßen anzieht. Auf der Damentoilette entledigt sich Bon Bon des geschmuggelten Arenas-Manuskripts und gibt es an die Kabinennachbarin weiter. Kurz darauf erscheint Depp als Macho-Lieutenant Victor, der Arenas eines für den Zuschauer sicher unvergesslichen erotisch aufgeladenen und sadistischen Verhörs unterzieht. Die Szenen dauern nur wenige Minuten. Der Film hätte auch ohne sie fünf Sterne verdient. Doch in der Reihe des Gesamtwerks von Johnny Depp gehören diese beiden Kleinigkeiten zum besten, was man von ihm gesehen hat. Für den Film bilden sie ein leckeres "Bonbon" als Zugabe. Kaum zu erkennen hat übrigens auch Sean Penn einen Cameo-Auftritt als kubanischer Bauer.

Ich empfehle unbedingt die Originalfassung zu sehen. Denn wie so gut wie immer nivelliert die Synchronfassung jeglichen Akzent, der besonders hier wesentlich zur Atmosphäre beiträgt.

Mit Nachdruck möchte ich betonen, dass dieser Film nicht nur etwas für Kuba-, Karibik-, Schnabel-, Arenas- oder lateinamerikanische Literatur-Fans oder Schwule ist.
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am 30. Juni 2004
Die zweite Regiearbeit (nach "Basquiat") des bildenden Künstlers und Malers Julian Schnabel berichtet Lebensweg und Werk des homosexuellen kubanischen Schriftstellers Reinaldo Arenas. Das Thema wird eingängig und anspruchsvoll angegangen und Johnny Depp (in zwei Rollen) und Sean Penn sind schlichtweg erstklassig. Weder Poesie noch Humor fehlen in diesem ansonsten von harter Realität bestimmten Film. Leider gelingt es nicht ganz, die Person Reinaldo Arenas greifbar zu machen, deshalb nur 4 Sternchen.
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am 21. Juli 2009
Unvergessliche Filmbegegnung mit aussergewöhnlicher Bildsprache, berührender, wahrer Geschichte und einem bestechend überzeugendem Javier Bardem - ein Film, den man sicher nicht nur einmal im Leben sehen will!
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