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am 21. November 2007
Kundun ist ein meisterhaftes Filmdrama um den 14. (jetzigen) Dalai Lama und bringt uns die Tibet-Problematik bzw. deren Unterdrückung durch China näher sowie die Person der Dalai Lama selbst. Scorsese schuf einen ebenso kunstvolles wie unterhaltsames Epos, eine spirituelle Reise durch die Geschichte.
Leider war der Film in bisherigen DVD Veröffentlichungen im falschen Bildformat (1,78:1) vertrieben worden, wodurch sehr viel Bildinhalt verloren ging.
Diese Arthaus-Spiegel Wiederveröffentlichung präsentiert ihn erstmal im originalen (2,35:1 anamorph) Format. Wer schon an dem Film "Sieben Jahre in Tibet" Gefallen fand, wird Kundun sicher mögen. Aber auch für alle Anderen eine Bereicherung der Sinne und vielleicht sogar eine Erweiterung des Horizonts.
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am 11. Januar 2009
Ein wunderschöner Film, der endlich die Lebensgeschichte und damit auch dramatisch die Vertreibung des Dalai Lama aus Tibet filmisch darstellt. Mit sensationellen Bildern und zum Glück ohne westliche 'Identifikationsfiguren' wie in dem komplett mißratenen 'Sieben Jahre in Tibet' schildert Scorsese diese faszinierende Geschichte packend und spannend. Die Musik von Philip Glass passt perfekt. Die DVD bietet zusätzlich Making of, Trailer und Interviews. Eine klare Empfehlung ohne Abzüge!
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"Kundun" gehört sicherlich zu den wenigen Filmen in seiner ikonischen Filmografie, die gerne übersehen werden. Die außerordentlich visualisierte und bedächtig erzählte Biografie des 14. Dalai Lama kann wohl als buddhistisches Pendant zu Scorseses profund persönlicher filmischen Auseinandersetzung mit dem Christentum "Die letzte Versuchung Christi" gesehen werden. Obwohl auch hier der Protagonist in die Rolle eines religiösen Führers hineinwachsen muss, wirkt "Kundun" jedoch weitaus weniger kontrovers und von der Erzählweise konventioneller, weil geradliniger.

Das Biopic zeigt die Ereignisse zu Anfang des Lebens des 14. und heutigen Dalai Lama von 1937 bis 1958, die seine Sichtweise entschieden geprägt haben. So wird gezeigt, wie Reting Rimpoche den zweijährigen Bauernsohn Tenzin Gyatso auffindet, der sich nach einer Reihe von Tests als 14. Reinkarnation des Dalai Lamas herausstellt. Der Film stellt dar, wie der junge, noch egozentrische Dalai Lama auf- und in seine Aufgabe hineinwächst. Dieser Prozess der aktiven Anerkennung seiner politischen und religiösen Bedeutung erhält einen bedeutsamen Einschnitt, auf den der Film seinen Hauptfokus legt: die Besatzung der chinesischen Kommunisten unter Mao Tse-tung. Während die Anektierung der bis dato unabhängigen Region Tibet von der neugegründeten Volksrepublik China als neue Provinz zunächst friedlich stattfindet, sorgt der tibetische Widerstand gegen die kommunistische Neuordnung schließlich für eine gewaltsame Unterdrückung des Volkes. Die gewaltlose, tief in der buddhistischen Religion manifestierte Maxime lässt sich letztendlich nicht mehr mit der Politik Chinas vereinen, wodurch der Dalai Lama zu einem schwierigen Entschluss kommen muss.

Scorsese drehte den Film erstaunlicherweise komplett mit Laiendarstellern, wobei Tenzin Thuthob Tsarong, der den erwachsenen Dalai Lama spielt, sogar einer seiner Großneffen ist. Der Dalai Lama hat auch eng mit der Drehbuchautorin Melissa Mathison (Autorin von "E.T." und Harrison Fords langjährige Ehefrau) zusammengearbeitet, weshalb man eine größtmögliche Authentizität des Films erwarten darf. Dass der Film mit Laien gedreht wurde, ist auch seine größte Schwäche: Die tibetischen Akteure sprechen im Film englisch und die Worte klingen tatsächlich selten wirklich authentisch. Die Leistung, die Scorsese den Amateur-Darstellern entlockt hat, ist trotzdem letztlich bemerkenswert.

Der Film ist eher episodisch und impressionistisch konstruiert, obwohl er grundsätzlich traditionell in der Erzählweise ist. Er fängt eine fremde Welt in eindrucksvollen Bildern (Kamera: Roger Deakins) und der einzigartigen, direkt ins Nervenzentrum eindringenden Filmmusik von Phillip Glass ein. Glass Musik ist in der Tat so in den Vordergrund drängend und überwältigend, dass sie praktisch ausdrucksstarker und kraftvoller ist wie jeder einzelne Darsteller.

Der Film definiert sich also vordergründig durch den faszinierenden Synergieeffekt zwischen den farbenfroh-prächtigen Bildern und der tief bewegenden, teils von tibetanischen Klängen inspirierte mystische Musik. So wirkt der Film oft mehr wie ein intensiver Traum als erhellende Charakterstudie, was wohl auch Scorseses Intention war.

Konventionelles Kino ist "Kundun" jedenfalls nicht, sondern ein doch recht anspruchsvolles, tief empfundenes Werk, das nicht völlig funktioniert. Die Charaktere bleiben größtenteils eher flach, wodurch der Film nicht unbedingt emotional involvierend ist. So bleibt der Film etwas sperrig und teilweise distanzierend, die Ambition und Ernsthaftigkeit der Inszenierung ist jedoch bewundernswert, wodurch der Film definitiv einen großen Mehrwert besitzt, dem man sich aber völlig widmen muss.

Die DVD macht einen sehr guten Eindruck. Die farbenfrohe Bildsprache kommt sehr gut zur Geltung, das Bild ist sehr klar und scharf und prinzipiell frei von Fehlern. Auch der Ton weiß sehr zu überzeugen. So ertönt die Musik von Phillip Glass überaus kraftvoll und räumlich aus den Lautsprechern, immer wieder kommt auch der Subwoofer so zur Geltung. Beide Tonspuren, also deutsch und englisch, liegen in Dolby Digital 5.1 vor. Der Film hätte meiner Ansicht nach davon profitiert, in der Originalsprache verfilmt geworden zu sein, denn so leidet die Authentizität. Hier würde ich ausnahmsweise sogar die deutsche Tonspur vorziehen.

Die Extras hören sich nach viel an, sind aber letztlich enttäuschend. So gibt es zwei getrennte Interview-Schnipsel mit Martin Scorsese und Phillip Glass (5:06 Min.) und ein als Making-Of getarntes B-Roll-Feature (5:43). Zusätzlich gibt es noch ein paar Trailer.
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am 12. Januar 2008
Ohne künstliche Dramaturgie ein fesselnder Film, der natürlich von hervorragenden Bildaufnahmen getragen wird und die Lebensgeschichte des Dalai Lama bis zu seiner Flucht sehr gut wiedergibt. Einerseits bietet diese DVD gute Unterhaltung und eine Anregung, sich mit der Lebensgeschichte des Dalai Lama stärker auseinanderzusetzen, zum anderen erinnert er an die nach wie vor bestehenden politischen Verhältnisse mit China als diktatorischem Okkupanten.
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am 8. August 2010
Tibet und der Buddhismus haben mich schon immer interessiert, da kam mir ein Film über das Leben des jetztigen, des 14. Dalai Lama gerade recht. Martin Scorsese hat ein Werk erschaffen, das mit wunderschönen Bildern und der Musik von Philip Glass meine volle Begeisterung hervorrufen konnte.
Mit 134 Minuten ist der Film recht lang und ist nicht geeignet für mal eben so zwischendurch, sondern fordert volle Aufmerksamkeit und Interesse dem behandelten Thema gegenüber.
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am 16. März 2009
Toller Film (Doku) über die Geschichte und das Leben des Dalai Lama. Beeindruckend, empfehlenswert und eben kein "Hollywood- gedöns".
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am 26. Mai 2010
Martin Scorseses Film über den derzeitigen Dalai Lama ist sehenswert! Unaufdringleich aber eindringlich erfährt man Einiges über den Lebensweg des religiösen Oberhaupts Tibets. Der Film beginnt mit der "Entdeckung" des Dalai Lama als 4-Jährigem und endet mit seinem Exil nach Indien Anfang der 50er Jahre. Hervorragend umgesetzt mit tollen Darstellern. Ein Meisterwerk das man nicht nur einmal anschaut.

Das Bonusmaterial ist etwas dürftig für meinen Geschmack. Es gibt zwar u. a. Szenen vom Dreh, diese sind jedoch ohne begleitende Kommentare.
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am 4. Juli 2009
In unglaublichen Bildern wird die Lebensgeschichte des 14. Dalai Lama erzählt. Der Film bringt dem Zuseher das tragische Schicksal Tibets wirklich nahe. Absolut sehenswert!
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am 2. November 2011
Dieser Film "Kundun" ist sehr liebevoll gemacht und doch wird auch das Drama um Tibet nicht verschwiegen- ohne Fingerzeig auf die "bösen"" Chinesen. Ein Film, der viel Weisheit vermittelt, Dinge anders zu sehen als gewohnt.
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am 31. März 2014
Nicht nur dieser Film ist zu empfehlen, sondern generell die ganzen Arthaus Filme! Perfekt wenn man ein Geschenk sucht, denn mit einem Film aus der Arthaus Collection liegt man immer richtig!
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