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5.0 von 5 Sternen The Dude: It`s good to have him around...
Die Filme der Coen- Brüder in Schubladen zu stecken, d.h. das jeweilige Werk einem bestimmten Genre zuzuordnen ist praktisch unmöglich. Virtuos mixen Joel und Ethan Coen genre-übliche Zutaten und versehen dabei jeden Film mit ihrer ganz eigenen Handschrift.

In die illustre Riege der Coen-typischen Anti-Helden reihen sich nahtlos auch Jeff...
Vor 24 Monaten von Martin Püsch veröffentlicht

versus
228 von 256 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine "aus Mangel an Alternativen kauf ich sie"-Bluray
Zum Film brauch man nicht mehr zu sagen als Kult.

Die Bluray ist leider vom HD-Transfer, wie schon die HD-DVD zuvor, miserabel.
Zwei Worte beschreiben das gebotene Bild am Besten: keinerlei Bildrauschen

Ich vermute, dass durch einen Weichzeichner sämtliche sonst sichtbare Filmkörnung und damit auch die Details drastisch "reduziert"...
Veröffentlicht am 17. August 2011 von Monotype


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228 von 256 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine "aus Mangel an Alternativen kauf ich sie"-Bluray, 17. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Big Lebowski [Blu-ray] (Blu-ray)
Zum Film brauch man nicht mehr zu sagen als Kult.

Die Bluray ist leider vom HD-Transfer, wie schon die HD-DVD zuvor, miserabel.
Zwei Worte beschreiben das gebotene Bild am Besten: keinerlei Bildrauschen

Ich vermute, dass durch einen Weichzeichner sämtliche sonst sichtbare Filmkörnung und damit auch die Details drastisch "reduziert" wurden!
Feine Texturen bei Kleidung sind einzig bei extremen Nahaufnahmen sichtbar. Gesichtern und Haaren ergeht es genauso.
Ich hatte darüber hinaus das Gefühl, dass um die Objekte ein leichtes Ghosting zu sehen ist.
Farben und Kontraste sind hingegen absolut einwandfrei.

Wenn man bedenkt, dass der Film aus dem Jahr 1998 ist und nur die Schärfe eines 1970er Films erreicht,
enttäuscht das gebotene Bild schon sehr.
Die enthaltenen HD-Extras brennen sich dagegen vor lauter Schärfe in die Netzhaut des Betrachters ein.
Es wird sicherlich einige geben, die mit der Bildqualität zufrieden sind, jedoch kann ich versprechen:
nur so lange sie sich auf einen Fernseher bis 42" beschränken.

Der Ton präsentiert sich mit DTS HD(englisch) und DTS(deutsch) jeweils in 5.1.
Die hinteren Kanäle werden aber kaum genutzt. Leider auch bei den musikalischen Einspielungen.
Die Gipsy Kings kommen hier noch am räumlichsten rüber. Schade - aber kein Beinbruch.
Die gebotene Dynamik und Auflösung geht in Ordnung.

Was bleibt? Ein müdes Seufzen über die Filmindustrie und ein genialer Film.

Mein Dank an Amazon, dass wieder entgegen aller Forderungen der Kunden, die Rezensionen von DVD, HDDVD, Bluray, VHS? ... in einen Topf geworfen werden.
So verkauft es sich sicher besser.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Dude: It`s good to have him around..., 12. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: The Big Lebowski [Special Edition] (DVD)
Die Filme der Coen- Brüder in Schubladen zu stecken, d.h. das jeweilige Werk einem bestimmten Genre zuzuordnen ist praktisch unmöglich. Virtuos mixen Joel und Ethan Coen genre-übliche Zutaten und versehen dabei jeden Film mit ihrer ganz eigenen Handschrift.

In die illustre Riege der Coen-typischen Anti-Helden reihen sich nahtlos auch Jeff Lebowski (Jeff Bridges) und seine Freunde ein. Der Alt-Hippie, von allen nur "The Dude" genannt, ist ein echt fauler Sack, vielleicht sogar der faulste Sack weit und breit. Und darauf ist der Dude mächtig stolz. Mit seinen beiden Kumpels Walter (John Goodman) und Donnie (Steve Buscemi) teilt der Dude vor allem eine Leidenschaft: Bowling! Daher hängen die drei gemeinsam die meiste Zeit im örtlichen Bowling-Center ab...

Man sollte nicht so weit gehen, den Dude als Helden zu bezeichnen, aber was ist schon ein Held? Der Dude ist einfach der richtige Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit...

Eines schönen Abends warten zwei Schlägertypen auf den Dude. Sie demolieren seine Wohnung und wollen Geld von ihm eintreiben. Wie sich rasch zeigt wurde der Dude mit einem Millionär gleichen Namens verwechselt. Damit könnte für den Dude das Leben eigentlich wie gewohnt weitergehen. Dumm nur, dass einer der ungebetenen Gäste auf seinen Lieblings-Teppich gepinkelt hat. Der Dude beschließt, seinen schwerreichen Namensvetter ausfindig zu machen und einen Ersatz für seinen Teppich einzufordern, der der hat ja die Wohnung erst so richtig gemütlich gemacht...

So weit, so gut. Doch dann beginnt eine Kette von Ereignissen die der Dude bald nicht mehr im Griff hat. Bunny (Tara Reid), die junge Lebensabschnittsgefährtin des reichen Lebowski (David Huddleston) wurde gekidnappt. Der alte Mann ist davon überzeugt, dass die Entführer dieselben Kerle sind, die den Dude in die Mangel genommen haben. Zwecks späterer Identifizierung spannt der Millionär den Dude für die Übergabe des Lösegeldes ein. An der Aktion beteiligt sich auch Walter. Und wer Walter blöde kommt, begibt sich in die Welt des Schmerzes. Von nun an geht alles schief, was nur schief gehen kann...

Der Dude und Walter bilden ein unvergessliches Duo. Der Dude, ein Relikt der Flower-Power-Generation, und Walter, ein ehemaliger Vietnam-Frontkämpfer und wahrer Dickschädel. Wenn man den Dude als eine Variation von Cervantes Don Quixote sieht, dann ist Walter sein Sancho Pansa.

Das Schicksal spielt dem Dude wahrlich übel mit. Wunderliche Gestalten kreuzen seinen Weg und zu guter Letzt hat der Dude auch noch ein Erlebnis der besonderen Art mit Maude (Julianne Moore), der Tochter des Millionärs.

Buddy-Movie, Komödie, Satire auf den American Way Of Life, rabenschwarze Entführungsstory mit surrealen Thriller-Elementen, Film Noir-Persiflage und noch einiges mehr. Man mag diesem Film vorwerfen, dass er sich in viele verschiedene Richtungen aufmacht und eigentlich nie wirklich irgendwo ankommt. Aber genau das ist eben sein Stil.

Einen kohärenten Plot sucht man vergeblich. Die Figuren sind es, die zählen. Noch schräger wird das Ganze durch die surrealen Traumsequenzen. Die abgedrehte Story schlägt irrwitzige Haken, enthält jede Menge pechschwarzen Humor und die göttlich agierenden Darsteller, allen voran Bridges als schlurfender Dauerkiffer und Goodman als dickköpfige Kampfsau Walter Sobchak, der seinen Standpunkt auch schon mal mit gezogener Waffe deutlich macht, tragen das Ihre zum Kultcharakter dieses Filmes bei. Und die für den Soundtrack verwendeten Songs passen ebenfalls wie die Faust aufs Auge.

Dazu gesellt sich denn auch trefflich das nicht minder schräge weitere Personal. Unter anderem bekommt der Dude es außer mit der Polizei mit Nazi-Nihilisten, einem Pornoproduzenten und einer Vaginal-Artistin zu tun.

In Nebenrollen glänzen u.a. Ben Gazzara als Jackie Treehorn, Phillip Seymour Hoffman als Sekretär Brandt und Sam Elliott als The Stranger. Überhaupt liest sich die Liste der Nebendarsteller wie ein Who is Who des Independent-Kinos der 90er Jahre. Steve Buscemi und John Turturro, beide wie John Goodman bereits mehrfach für die Coens im Einsatz (Barton Fink, etc.) gehören ebenso dazu wie Jon Polito, den wir aus "Millers Crossing" (1990) und "The Man, Who Wasn`t There" (2004) kennen.

John Turturro legt als Walters Bowling-Rivale und Intimfeind Jesus Quintana den wohl unvergesslichsten Cameo- Auftritt seit ewigen Zeiten hin. Seinen Namen trägt er nicht umsonst und auf seine ganz eigene Art ist er wahrhaftig ein Erleuchteter! Denn: Niemand verarscht Jesus...

Ach übrigens: Das Ganze spielt etwa zu der Zeit als die Amis zum ersten mal Zoff mit Saddam hatten in einem Kaff namens Los Angeles. Und was auch geschieht: Die Welt dreht sich trotzdem immer weiter...

Die Coens haben mit "The Big Lebowski" ein echtes Highlight der 90er Jahre geschaffen. Wohl nie zuvor wahren ihre Anti-Helden so liebenswert wie hier. Dieser Film ist eine völlig durchgeknallte Hymne auf einen Total-Versager. Indem die Coens dafür sorgen, dass unsere uneingeschränkten Sympathien dem Dude und seinen Kumpels zufliegen und die spezielle Tragik, die diesen Charakteren innewohnt, subtil durchschimmern lassen, ist dieses Werk auf ganz eigene Art auch ein Abgesang auf den Amerikanischen Traum. Außerdem haben die Brüder auch diesmal wieder Anspielungen und Verweise auf legendäre Filmklassiker eingebaut. Es finden sich unter anderem Anklänge an Frank Capras "Ist das Leben nicht schön?" (It`s A Wonderful Life, 1947) mit James Stewart und Howard Hawks "Tote schlafen fest" (The Big Sleep, 1946) mit Humphrey Bogart.

Jeff Bridges IST der Dude! El Duderino! His Dudeness himself!

Die Special Edition bietet eine sehr gute Bild-und Tonqualität. Das Bildformat liegt in 16:9 und alternativ in 4:3 vor. Es gibt mehrere Tonspuren in Dolby 5.1, Englisch, Deutsch und im Unterschied zur alten DVD sogar Spanisch und Französisch. Dazu Untertitel, sowie als besondere Extras eine Einführung von Mortimer Young, ein ca. 20 Minuten langes Making-Of und eine Fotogalerie.

Das amerikanische Original ist übrigens göttlich, sprachlich aber um einiges derber als die deutsche Synchronisation. Praktisch in jedem zweiten Satz fällt mindestens einmal das böse Wort mit F... Sei es drum: Zum Schlapplachen ist der Film so oder so, denn auch auf Deutsch macht er riesig Spaß. Die Stimmen passen zu den Figuren, die Sprecher machen ihre Sache klasse. Da macht es auch nichts, dass z.B. John Goodman nicht von seinem üblichen Sprecher synchronisiert wird. Die Umbesetzung macht hier absolut Sinn. Helmut Krauss, der schon Samuel L. Jackson in "Pulp Fiction" genial sprach, passt wunderbar.

The Big Lebowski: Chips und das Lieblings-Bier dazu, und der Abend ist gerettet. Der richtige Film am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Einfach absoluter Kult! Ein herrlich schräger Klassiker. Und: Vom norwegischen Bowling-Verband empfohlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt des Schmerzes......;-), 8. Februar 2014
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Big Lebowski [Blu-ray] (Blu-ray)
Los Angeles, Anfang der 90er: Jeffrey "The Dude" Lebowski, ist ein kiffender Althippie und das was man einen Slacker nennt.
Dann tauchen plötzlich zwei Schläger auf und verlangen Geld was seine Frau den Männern schuldet....dann pinkelt einer von ihnen auf den Lieblingsteppich des Dudes.
Das Problem an der Sache: Der Dude hat keine Frau und schon gar kein Geld.
Und sein Teppich wurde besudelt.
Es stellt sich heraus das die beiden Schläger einer Verwechslung erlegen sind.
Gemeint war der Millionär Jeffrey Lebowski den der Dude nun Aufsucht um sich seinen Teppich bezahlen zu lassen.
Was er zu diesem Zeitpunkt nicht ahnt: Dies ist der Auftakt zu einer wahren Odyssee bei dem er scheinbar der richtige Mann, zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist......

Yeah.....The Big Lebowski ist ein absoluter Kultfilm der Coen-Brüder aus dem Jahr 1998.
Die Dialoge sind schlicht unvergesslich und brillant.
Das Wort "Dude" oder diverse Zitate fanden auch hier in Deutschland Einzug in den Sprachgebrauch.....so auch in meinem Freundeskreis und bei mir.
Der Soundtrack ist genial, ebenso die ganze abstruse Story und die Atmosphäre.
Neben dem Dude ist die Figur des Walter Sobchak der Star des Films....er sorgt für die meisten Lacher und zeitlosen Zitate.
Ich glaube nicht das es nochmal gelingt einen vergleichbaren Film zu drehen da hier einfach alles passte.

Die Darsteller (U.a.: Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore, Sam Elliott, John Turturro, Philip Seymour Hoffman, Peter Stormare, Tara Reid, David Thewlis, Jon Polito, Flea, David Huddlestone und Ben Gazzara) agieren nahezu perfekt und halt die schon erwähnten Dialoge nebst grandiosem Wortwitz.....das dürfte sehr schwer zu toppen sein.
Für mich ist The Big Lebowski einfach nur genial und einer dieser Filme die man immer wieder sehen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultige Film Noir-Hommage im Jubiläums-Steelbook!, 14. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum 100. Geburtstag der Universal Studios (gegründet am 8.6.1912 als erste Filmstudios in Hollywood vom Deutschen Carl Laemmle) veröffentlicht das Label mehrere Blu-rays in einer optisch sehr ansprechenden Steelbook-Reihe. Auch die kultig-geniale satirische Hommage an den Film Noir der Coen-Brüder mit bestens aufgelegtem Starensemble wurde in ein solches äußerst edles Steelbook verpackt. Das FSK-Logo ist aufgeklebt & somit problemlos entfernbar. Auch der Vermerk, dass es sich um eine Jubiläums-Edition handelt, ist nur auf der das Steelbook schützenden Plastikfolie angebracht - am Steelbook selbst ist kein diesbezüglicher Hinweis & auch keine etwaige Nummerierung zu finden.

Inhaltlich ist die Blu-ray identisch mit der standardmäßigen Keep-Case-Ausgabe (The Big Lebowski [Blu-ray]) - abgesehen von der Digital Copy, welche bei der hier vorliegenden Edition nicht enthalten ist.
Das Bild (1,85:1 (1080p) ist bedauerlicherweise nicht optimal geraten. Um dieses "Blu-ray-gerecht" zu gestalten (& somit zu "verbessern"), dürfte das Label bei der digitalen Nachbearbeitung leider mit etwas zu viel Rauschfiltern gearbeitet haben, da das ursprüngliche Filmkorn völlig verschwunden ist & der Film dadurch ungewohnt (& teilweise geradezu unnatürlich) glatt wirkt. Der Ton (Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1, Deutsch: DTS 5.1) hingegen ist dem Genre gemäß durchaus in Ordnung. Den Dialogen zuliebe wurde eine sehr frontlastige Abmischung gewählt & die Musik in den Hintergrund gelegt. UT gibt's sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache.

Das Bonusmaterial besteht aus mehreren Featurettes neueren Datums in HD ("Das Leben des Dude" & "Die Folgen: 'The Big Lebowski' - zehn Jahre danach" bieten kurze Rückblicke von Cast & Crew, in "Träume von fliegenden Teppichen und Bowlingkegeln: Die Traumsequenzen des Dude" werden - nomen est omen - die Traum-Szenen genauer betrachtet, die "Interaktive Karte" gibt Infos zu den Film-Locations & schließlich gibt's noch das vom Hauptdarsteller persönlich zusammengestellte "Jeff Bridges Photo Book") & auch aus älteren in SD, welche auch schon von diversen DVD-Ausgaben bekannt sind (eine nicht Ernst zu nehmende, knapp 5minütige "Exklusive Einführung", ein 24minütiges Making Of, die Kurz-Doku "'The Lebowski' Fest: Geschichte eines Erfolgstypen" & eine Fotogalerie in Form einer Slideshow). Weiters gibt's auch noch den bei Universal üblichen U-Control-Modus, welcher hier die Möglichkeit bietet, den Film mit Kommentaren von Cast & Crew ("Scene Companion"), mit Infos zu den Songs ("Die Musik von 'The Big Lebowski'") & mit dem Sprüche-Counter "Schreibs auf, Dude" zu sehen.

Die Ausgaben dieser Jubiläums-Edition werden angeblich nur bei Media-Markt in Deutschland vertrieben, was der Grund dafür sein dürfte, dass sie hier bei Amazon nur über Drittanbieter erhältlich sind...
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148 von 173 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "That's rught, dude - they peed on your fucking rug...", 15. Februar 2004
Vorher habe ich den Film ungefähr drei oder vier Mal im Fernsehen oder auf Video gesehen - auf deutsch versteht sich und da allgemein die Meinung vorherrschte, dass der Film auf Englisch noch viel krasser wäre, hab ich mir dann vor kurzem die DVD gekauft.
Und wenn man diese herrliche Komödie auf Englisch gesehen hat, will man den Film eigentlich nie wieder auf Deutsch sehen. Die Synchronsprecher sind zwar nicht schlecht, aber in der Übersetzung geht einfach viel zu viel verloren - wie die deutschen Nihilisten mit dem übertrieben heftigen Akzent. Außerdem sind Jeff Bridges und John Goodman im Original einfach hinreißend komisch. Schon die erste Szene beim Bowling ist einfach nur zum Totlachen, wenn man sich diese Dialoge anhört.
In dieser Krimifarce stehen zwar die Dialoge und die durchgeknallten Figuren im Vordergrund, aber auch die Story ist exzellent ausgedacht; es kommt immer plötzlich irgendwas Neues und neue Wendungen. Und allein schon die Idee, nur aufgrund eines vollgepinkelten Teppichs eine Art "Krimi" aufzubauen, ist ja total irrwitzig.
Bei jedem neuen Anschauen des Films fällt einem ein anderer Spinner auf - sei es die feministische Maude Lebowski, die eine merkwürdige Art von Kunst ausübt und gerne ein Kind, aber keinen Lebenspartner will, sei es Walter mit seinen ständigen Vietnam-Vergleichen, sei es der erzkonservative Millionär Lebowski, sei es dieser bekloppte Polizeichef von Malibu oder selbst der Taxifahrer, der total ausrastet, als ihm der Dude steckt, dass er die Eagles hasst. Jede noch so kleine Rolle hat etwas Verrücktes an sich - im Prinzip ist der Dude die einzige Person im Film, die nicht völlig durchgeknallt ist, obwohl er doch der kiffende, White Russian schlürfende, arbeitsscheue Alt-Hippie ist - mit dem ich mich besonders aufgrund ersterer und letzterer Tatsache besonders gut identifizieren kann... Der Dude bleibt immer cool, egal, welchen Schwachsinn die anderen reden - wie beim Polizeichef ("Did I make myself clear?!" - "I'm sorry, I just wasn't listening...") oder bei seinem reichen Namensvetter, wo er einfach 'rausgeht, während der herumpoltert, und behauptet, der Alte hätte ihm gestattet, sich einen Teppich auszusuchen.
Ich könnte noch Stunden zu jeder Figur ein paar Zeilen schreiben und irgendwelche besonders witzigen Szenen zitieren, aber das würde dann doch den Rahmen sprengen... Man kommt aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und merkt bei vielen Szenen erst nach mehreren Durchläufen, worauf sie anspielen wollen undwas sie aufs Korn nehmen.
Die Schauspieler sind exzellent und bis in die kleinsten Nebenrollen perfekt ausgesucht - wie gesagt Jeff Bridges und John Goodman überragen sowieso alles - und auch zum Beispiel Julianne Moore als Maude ist großartig, Steve Buscemi als Donny, der nie was zu sagen hat und immer nur von Walter angemacht wird ist sehr sympathisch, John Turturro als schleimiger "Jesus" oder auch der Cowboy-Typ am Anfang, der als Erzähler fungiert sind einfach nur köstlich.
Wer behauptet, die Story wäre dämlich und der Film langweilig, hat ihn schlicht und einfach nicht verstanden. Ich könnte ihn jeden Tag gucken und würde mich immer wieder kugeln vor Lachen.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alter Wein in neuen Schläuchen, 16. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Rezension bezieht sich auf die The Big Lebowski (100th Anniversary Collection) Blu-ray.

Tatsächlich unterscheidet sich diese Veröffentlichung zur bisherigen Blu-Ray nur durch den bedruckten Pappschuber. Im Schuber steckt die herkömmliche Armary mit dem Bowling Cover. Es gibt also keine dieser Edition angemessenen Extras. Auch über U-Control bekommt man keine zusätzlichen Inhalte über Internet geboten. Angesichts der Tatsache, das aktuell (16.03. 2012) die bishierige Blu-Ray bei Amazon für 11,99 € zu haben ist, kauft man für 2,- € Aufpreis also ein teures Papp-Cover, Schade. Weil hier eine - wenn auch sehr gute vorhandene Veröffentlichung erneut nur mit anderem Papp-Schuber gegen Aufpreis unters Volk gebraucht werden soll, ein Stern Abzug wegen besonderer Gerissenheit. Also wenn schon eine Neuveröffentlichung, dann bitte mit einem Gegenwert.
Eine Ausführliche Besprechung zur bisherigen Blu-Ray lesen sie hier: [...].
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an das Leben, 23. Januar 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer auch immer diesem Film den Stempel einer Komödie aufgedrückt hat - diese Zuschreibung wird dem großartigen "Dude" nicht gerecht. Wenngleich der Film natürlich humorvoll ist, schlummert unter seiner Oberfläche weit mehr. Das wäre in etwas so, als wenn man den Gehalt eines Romanes mit der Beschreibung seines Buchumschlages erfassen wollte. Humor ja, aber auch noch viel mehr. Im Grunde findet sich in dem Film eine Lebensphilosophie, eine Art das Leben zu betrachten. Eine große Huldigung an das Sein, mit all seinen Widersprüchen und Tücken & eine große Huldigung an die Freundschaft. Über all dem vordergründingen Klamauk hängt eine Wolke aus wehmütiger Traurigkeit und dem Wissen, dass es immer weitergeht. Ein Film für's Leben.
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108 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die genialste Verarsche, seit ich Zusatzmaterial kenne., 6. März 2006
Von 
Apicula "Biene" (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Big Lebowski [Special Edition] (DVD)
Als ich „The Big Lebowski“ endlich als „Special Edition“ auf DVD in Händen hielt, war ich zunächst bitter enttäuscht. Covergestaltung und Zusatztext sind sehr minimalistisch gehalten. Ein Booklet sucht man vergebens!
Über Art und Dauer der lange erwarteten Zusatzmaterialien hat sich auch noch niemand – und ich habe ausgiebig gegoogelt, ob der Kauf dieser Special Edition sich wohl „lohnen“ würde! – ausgelassen. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich ein großer Fan vom „Dude“ bin. Seit es den Film auf VHS gibt; im Kino habe ich ihn ja verpasst, weil er von der Kritik zerrissen wurde. Ja, das waren noch Zeiten, als man sich auf Kritiker verlassen hat. Ts! – Aber schließlich habe ich mir aus USA die dort erschienene VHS mitgebracht und daher kannte ich das kurzen „Making Of“ der Coens schon.
Lange Rede kurzer Sinn: Die Special Edition wartet nun tatsächlich mit ein paar Zusatzmaterialien auf, auf die der „Lebowski“-Fan sicher schon lange gewartet hat.
Jetzt muß ich gleich noch einmal motzen, weil das Menü der DVD mich auf Anhieb eher enttäuscht hat. Die Einleitung ins Menü ist nämlich tonlos, und ich dachte schon, dass das ein Fehler auf der DVD wäre, oder ich wieder irgendwelche Tonkanäle auf dem Receiver falsch eingestellt hätte oder ... hastenichtgesehen ... Doch irgendwann kommt der „Kick“ – spätestens wenn die Bowling Kugel gegen die Kegel ballert.
> Einführung durch Mortimer Young
Der kurze Einführungsfilm von Mortimer Young ist aber dann der HIT auf dieser DVD! Ein liebevoll gestaltetes kleines Filmchen, über die Filmrestaurierungs-Industrie, vielmehr den Filmrestaurierungs-Wahn. Am Ende der schwulstigen blumig ausgeschmückten Ausführungen dieses netten älteren Herrn – Mortimer Young – saß ich sprachlos da. Doch nach einigen Sekunden musste ich lachen. Wer auch immer für dieses Filmchen verantwortlich zeichnet verdient größten Respekt. Man könnte auch sagen, dass dieses Zusatzmaterial zum Film den Nagel auf den Kopf trifft! (Und mehr verrate ich dazu nicht! :- )
> Fotogalerie
Die Bildergalerie mit den netten S/w-Fotos, die Jeff Bridges während des Drehs geschossen hat, sind eigentlich auch nicht der Erwähnung wert. Mich erinnert der teilweise mit Filmmusik unterlegte Zusammenschnitt von einzelnen Fotos auf brutale Art und Weise an meinen ersten selbst gedrehten und zusammengeschnippelten Film (VHS). Sprich, das Ganze wirkt einerseits stümperhaft, anderseits doch auch rührend.
> Making Of (> Produktionsnotizen)
Schließlich haben wir noch das was man so „Making Of“ nennt und das soll wohl zugleich der Menüpunkt „Produktionsnotizen“ sein!? Denn den auf dem Cover eigens angekündigten Menüpunkt „Produktionsnotzizen“ sucht man vergebens auf der DVD.
In diesem ca. 15 bis 20 Minuten langen Filmchen erfährt der Fan ein wenig mehr über die Intentionen der Coens – so sie denn welche hatten, als sie den Film drehten. Mein Verdacht, dass Jeff Bridges einige der Szenen mit rot unterlaufenen Augen in denen er sich recht bekifft gibt, nicht nur gepielt sind, bestätigt sich. Meine Vermutung, dass Sam Elliot (das ist der Cowboy, der die Geschichte vom „Dude“ erzählt und der im Film auch zwei Auftritte hat) mit der Story eigentlich nichts zu tun hat, bestätigt sich auch. Die Coens fanden seine tiefe Stimme und seinen Schnurrbart einfach nur gut. Ich auch!
Wer in „The Big Lebowski“ bereits Zusammenhänge zu Chandlers „The Big Sleep“ erkannt hat, wird von den beiden Produzenten, bzw. Regisseuren auch bestätigt. – Alles in allem ein nettes und sogar ein wenig aufschlussreiches „Making Of“, in dem neben Etahn und Joel Coen auch Jeff Bridges und John Goodman zu Wort kommen.
> Ton und Bild
"Völlig neu digital remastered", wirbt der, wie gesagt, spartanische Text auf dem DVD-Cover. Dazu kann ich wenig sagen. Es gibt eine Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch - Tonspur, jeweils in Dolby Digiatl 5.1. Untertitel zusätzlich Niederländisch und Portugiesisch und dt. für Hörgeschädigte. - So etwas wie Dolby Surround gibts nicht. Dass das Bild besser ist als auf der bisher erschienenen DVd, kann ich nicht behaupten.
> Cover
Wie's bei Special Editions halt der Fall ist, haben wir da eine handelsübliche DVD in einem handelsüblichen (schwarzen) Kunststoffcover - zusätzlich noch einmal umgeben von einem Papp-Cover. - Toll, gell? ;-)
Man wird mir verzeihen – hoffe ich – dass ich keinerlei Bezug auf den Film nehme. Er wird ohnehin nur von wenigen Menschen verstanden und in den Himmel gelobt. Man liebt ihn, oder man verachtet ihn, den Dude.
Ob diese Special Edition der Weisheit letzer Schluß (Verkauf) ist, wird sich herausstellen. Tatsache ist aber, dass ich recht zufrieden bin damit. Alleine diese "Kurze Einführung durch Mortimer Young" macht für mich alle Enttäuschungen wett!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Dude, Eure Dudeheit oder El Duderino auf BLU RAY mit Luft nach oben, 17. August 2011
Rezension bezieht sich auf: The Big Lebowski [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Film selbst lässt sich wohl trefflich streiten. Während ich nach dem Kinobesuch einfach nur begeistert war, erntete ich von meiner Frau einen recht bösen Blick. Im Laufe der letzten Jahre hat sich dieser Streifen auch zu einem richtigen Kultfilm gemausert, was auch auf der BLU RAY Erwähnung findet.
Der Nachfolgefilm des gefeierten FARGO führt uns Anfang der 90er ins L.A. zu Beginn des zweiten Golfkrieges. Der alternde Hippie Jeff Lebowski schiebt im wahrsten Sinne des Wortes eine mehr als ruhige Kugel. Zusammen mit seinen Kumpels Walter und Donny hängt der Dude, wie er sich selbts nennt, die meiste Zeit auf der Bowlingbahn ab und vernichtet WHITE RUSSIANS, sein Lieblingsgetränk.
Sein Lotterleben ändert sich allerdings schlagartig, als zwei Schläger in seiner Wohnung aufkreuzen da Sie den guten DUDE für einen Millionär mit selbigem Namen halten. Dessen Frau Bunny schuldet einem gewissen Jackie Treehorn Geld. Da einer der beiden Schläger auf den Teppich des DUDES pinkelt, fordert dieser natürlich Schadensersatz von seinem reichen Namensvetter. Als dann plötzlich BUNNY entführt wird und die Entführer Lösegeld fordern soll der DUDE die Geldübergabe regeln. Dank des übereifrigen Walter läuft die Geldübergabe komplett schief und jetzt steckt der DUDE erst Recht im Schlamassel.
Schräge Typen, coole Story und ein toller Soundtrack machen aus THE BIG LEBOWSKI einen modernen Kultfilm, auch wenn man mit diesem Ausdruck etwas vorsichtig umgehen sollte. Schon allein Walter und seine Dialoge mit Donny sind zum schieflachen. (Donny das ist nicht dein Fachbereich). Dann die Szenen der Geldübergabe oder der Verlust seines Joints in seinem guten alten Ford sind herrlich.
Nun also gibt es diesen Kultfilm der 90er auf BLU RAY und die ist recht ordentlich, hat aber noch Luft nach oben.
In einem Pappschuber steckt ein normales Armaray Case. Das FSK Logo ist nur auf der Verpackungsfolie als Aufkleber drauf, der Pappschuber selbst ist Clean. Auf dem Armaray Case befindet sich auch ein FSK Aufdruck, dafür gibt es aber ein Wendecover. Darin gibt es ein 28seitiges Booklet, dass zwar in Englisch ist, aber trotzdem recht cool gemacht ist. Im übrigen gibt es darin ein Quiz zum Film.
Film - 5 Sterne - Absolut schräger Kultfilm mit großartigen Darstellern und einer coolen Story.
Bild/Ton - 3 Sterne - Steigerung zur DVD aber da war definitiv mehr drin. Es ist zwar keiner der Filme die nach einem HD Film verlangen, trotzdem geht das auf BLU RAY besser. Der Ton ist gut und klar. Außerdem gibt es beim Bild keine störenden Balken.
Extras - 5 Sterne - Digital Copy gibt es unter anderem für alle die Bedarf haben. Der Rest des Bonusmaterials teilt sich auf in HD und SD Qualität.
Hier eine kurze Zusammenstellung:

Blu-ray Features
Bonusmaterial in HD-Qualität:

* U-Control: - Scene Companion (Bild-im-Bild)
- Die Musik von The Big Lebowski"
- Schreib's auf, Dude
* Das Leben des Dude
* Die Folgen: The Big Lebowski" zehn Jahre danach
* Träume von fliegenden Teppichen und Bowlingkegeln: Die Traumsequenzen des Dude
* Interaktive Karte
* Jeff Bridges Photo Book

Bonusmaterial in SD-Qualität:

* Eine exklusive Einführung
* Making-of The Big Lebowski"
* "The Big Lebowski" Fest: Geschichte eines Erfolgstypen
* Fotogalerie

Großartig fand ich vor allem die Doku THE BIG LEBOWSKI - ZEHN JAHRE DANACH. Dort gibt es ausführliche Interviews mit Jeff Bridges. Auch sonst ist das Bonusmaterial ausreichend und vor allem Informativ. Wie gesagt, das Bild ist besser als auf der BLU RAY, aber da geht noch was in Sachen Qualität. Ton und Extras sind Top. Für die gute Aufmachung der BLU RAY (Hülle, Booklet) gibt es trotzdem 5 Sterne für das Gesamtpaket auch wenn dass Bild nicht wirklich überzeugend ist.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die coolsten Typen sind die größten Dilettanten!, 22. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The Big Lebowski [Blu-ray] (Blu-ray)
Von allen grotesken Figuren, die man im Universum der Brüder Coen antreffen kann, ist Jeff "The Dude" Lebowski der mit Abstand coolste Typ und obwohl dieser moderne Wiedergänger der Hippie-Zeit ein selbsternannter fauler Sack ist, hat er es inzwischen sogar zum Kultstatus gebracht, denn er taucht mittlerweile in allen möglichen Ecken der Popkultur auf und es soll nicht wenige Menschen auf diesem Planeten geben, die mindestens ein Mal in der Woche versuchen, den unnachahmlichen Lebensstil dieses hedonistischen Prachtexemplars zu kopieren. Man kann sich in ein schickes Auto setzen, Designer-Klamotten tragen, mit Statussymbolen ausstaffieren, wenn man etwas hermachen will, oder man kann so sein wie der Dude, der von all dem nichts hat, aber trotz aller noch so widrigen Umstände beharrlich seine Philosophie des Easy Livings pflegt, um sich auf diese Weise systematisch dem Konformitätsdruck der Gesellschaft zu entziehen. Der Dude ist ein ganz entspannter Typ, der am liebsten in einem Bademantel den ganzen Tag durch die Gegend schlürft. Frauen sind ihm suspekt, er hat seine Ernährung fast vollständig auf White Russian umgestellt, raucht schon mal einen Joint beim Autofahren und zündet gelegentlich ein paar Kerzen an, wenn er hirntot in der Badewanne liegt und New Age-Musik hört. Der Dude ist so lethargisch, dass ihn nichts aus der Fassung bringen kann, Aggression läuft bei ihm nicht, außer wenn jemand die Eagles auf Heavy Rotation setzt, die er ebenso hasst wie das Stressgequatsche seines besten Freundes Walter auf der Bowlingbahn, die für den Dude so etwas wie ein zweites Zuhause ist, eine Oase der meditativen Ruhe, wo die wirklich wichtigen Dinge des Lebens in homoerotischen Männerrunden ganz sachlich ausdiskutiert werden können. Normalerweise wird ein Typ wie der Dude von der spießbürgerlichen Gesellschaft komplett ignoriert, was allerdings ein schwerer Fehler ist, den die Coens natürlich nicht begehen, denn für sie ist er genau der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um auf einer Reihe von Missverständnissen und Nichtigkeiten eine rabenschwarze Komödie zu konstruieren, die diesem unverdrossenen Überlebenskämpfer zu einer würdigen Hommage gereicht.

So bescheren ihm die Coens einen magischen Moment, als er eines Nachts nach Hause kommt und auf zwei Einbrecher trifft, die ihm nicht nur eine Tracht Prügel verpassen, sondern auch noch dreist auf seinen Wohlfühlteppich urinieren, der die Wohnung erst so richtig schön gemütlich gemacht hat. Es sind zwei von Jackie Treehorns Schlägern, die das nur getan haben, weil sie ausgerechnet den Dude mit seinem steinreichen Namensvetter Lebowski verwechselt haben, dessen promiskuitive Frau Bunny, eine blutjunge Nymphomanin, dem Boss der Teppichschänder noch eine Menge Geld schuldet. Aber keine Angst, der Dude wird für Gerechtigkeit sorgen, zumindest versucht er erst einmal jemanden zu finden, der für sein Lieblingsstück aufkommt. Zur Seite steht ihm dabei Walter, seines Zeichens leidenschaftlicher Bowlingspieler und traumatisierter Vietnamveteran. Der cholerische Walter ist der Prototyp eines adipösen Amerikaners, der seine konservativen Prinzipien wie eine Anstecknadel am Revers spazieren trägt und über das Temperament einer scharfen Handgranate verfügt, die jeden Moment explodieren kann. Er überredet den Dude zu Lebowski zu gehen, und eine Entschädigung für den Teppich zu fordern. Dieser lehnt jedoch ab, dafür hat der pseudo-aristokratische Self-Made-Millionär aber einen Job für ihn, denn die kleine Bunny wurde inzwischen von Erpressern entführt, sodass der Dude nun das Lösegeld in Höhe von einer Million Dollar überbringen soll. Was verdammt viel Kohle ist für Typen wie Walter und ihn. So beschließen sie den Koffer bei der Übergabe auszutauschen, womit der Ärger erst so richtig losgeht.

Eigentlich obliegt es ja den Protagonisten eines Films, die Handlung durch aktives Tun voranzutreiben. Nicht so der Dude, bei dem alles nur auf Zufall basiert. Es sind vielmehr die Coens, die ihn von einem Punkt des Plots zum anderen schubsen und mit jeder weiteren Minute erhöhen sie die Sogkraft, die den Dude aus seiner buddhistischen Gelassenheit in den Strudel des Chaos zieht, bis er schließlich sein viel beschworenes Gefühl von der "heiligen Schei*e" am eigenen Leib zu spüren bekommt. Ein Achtklässler stiehlt ihm die Beute, ein tollwütiges Murmeltier macht in der Badewanne Jagd auf seinen Johannes, der knallharte Walter verkloppt eine unschuldige Corvette und zu allem Überfluss wird der Dude von Lebowskis zombieartiger Tochter Maude mitsamt ihrer bizarren Fluxuskunst auch noch als Samenspender missbraucht. Dieser Film funktioniert wie ein schillerndes Kaleidoskop, das mit jedem weiteren Blick, den man hineinwirft, eine neue Facette offenbart, weil er so proppevoll ist mit hämischen Seitenhieben, kleinen Geschmacklosigkeiten, makabren Situationen, surrealen Traumsequenzen und originellen Bildeinfällen, die auch mal die subjektive Sicht einer Bowlingkugel zeigen, die nicht nur in den Pins landet, sondern auch in den Genitalien von Flea von den Red Hot Chili Peppers, weil die Coens ja so unheimlich gern Musiker malträtieren. So wird Aimee Mann ein Zeh abgeschnitten und Jimmie Dale Gilmore bekommt vom galligen Walter eine Pistole an den Kopf gehalten, weil er beim Bowlen partout keine Null schreiben will und alleine schon wie die kleingeistigen Absurditäten einer Bowlingbahn hier durch den Kakao gezogen werden, stellt eine Meisterleistung für sich dar. Da lauern nicht nur narzisstische Super-Bowler, die diesem provinziellen Freizeitvergnügen doch tatsächlich einen Hauch von prickelnder Erotik abgewinnen, sondern auch ein obskurer Schilderwald mit puritanischen Verboten. Mittendrin Jeff Bridges, der den Dude in groben Zügen nach dem Vorbild von Jeff Dowd modellierte, einem politischen Aktivisten aus den 60er Jahren, der später Independent-Filme vermarktet hat. Für sein törichtes Pendant Walter Sobchak stand Regisseur John Milius Pate, ein konservativer Militarist, der grandios von John Goodman in Szene gesetzt wird. Wobei man den Coens jederzeit anmerkt, mit welch leiser Bewunderung sie diese absurden Figuren alle aufmarschieren lassen. Als könnten sie selbst kaum fassen, dass es so etwas wirklich gibt.
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The Big Lebowski
The Big Lebowski von Jeff Bridges (DVD - 2007)
EUR 4,99
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