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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "must have" für Fans der schwarzen Serie und solche....
... die es werden wollen.
Die klassische Ausgangs Situation für einen Film der schwarzen Serie. Gelangweilt sitzt Privat Detektiv Rigby Reardon (Steve Martin) in seinem Büro und möchte gerade schließen, als plötzlich die typisch mysteriöse Schöne sein Büro betritt und ihn bittet die Hintergründe über den mystischen...
Veröffentlicht am 14. April 2002 von Rüdiger Doppler

versus
37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Programmkinoklassiker goes Popcorn
Ich erinnere mich noch sehr gut, als Dead men don't wear plaid in die Programmkinos kam. Der Film war/ist ein echter Leckerbissen. Originalbeleuchter und Kameramänner wurden reaktiviert, um der Atmosphäre der Film Noir Klassiker möglichst nahe zu kommen. Türen mit entsprechenden Türschildern wurden extra nachgebaut usw. Klar, daß der Film...
Am 22. März 2002 veröffentlicht


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "must have" für Fans der schwarzen Serie und solche...., 14. April 2002
Von 
Rüdiger Doppler (Kaufering, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
... die es werden wollen.
Die klassische Ausgangs Situation für einen Film der schwarzen Serie. Gelangweilt sitzt Privat Detektiv Rigby Reardon (Steve Martin) in seinem Büro und möchte gerade schließen, als plötzlich die typisch mysteriöse Schöne sein Büro betritt und ihn bittet die Hintergründe über den mystischen Tod ihres Vaters in Erfahrung zu bringen. Reardon macht sich sofort auf die Suche und findet sich bald in einem Labyrinth aus Hinweisen das Vermuten läßt das sich hinter der Geschichte etwas ganz großes befindet.
Mehr möchte ich zur Handlung nun nicht Verraten, außer das wohl jedes Klischee aus der schwarzen Serie durch den Kakao gezogen wird. Es wimmelt von wunderbaren schwachsinnigen Dialogen wie wir Sie in den frühen Meisterwerken von Martin und Reiner (Der Mann mit den zwei Gehirnen, Solo für 2) vorfanden.
Das Besondere an diesem Film ist Machart. Komplett in Schwarz Weiß gehalten wird durch geschickte Schnitte der Eindruck vermittelt als würde Steve Martin mit legenden wie Humphrey Bogart, Kirk Douglas oder Ingrid Bergman persönlich im Film agieren. Neue Schwarzweise Szenen wurden mit alten Ausschnitten aus der Schwarzen Serie kombiniert wobei die Original Texte der Schauspielgrößen beibehalten wurden.
Hier wird einfach alles geboten was der humorvolle Krimi Liebhaber begehrt, inklusive eines klassischen Bösewicht mit einem der übelsten bösen Pläne aller Zeiten. Dieses Meisterwerk hat einfach alles was ein Film aus der Schwarzen Serie benötigt: Die Guten, die Bösen, diejenigen die undefinierbar zwischen beiden Seiten stehen und natürlich die obligatorische Liebesgeschichte. Wegen Seiner Machart ist dieser Film sicher auch für Freunde von gut gemachter Film Kunst sehr interessant.
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Programmkinoklassiker goes Popcorn, 22. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Ich erinnere mich noch sehr gut, als Dead men don't wear plaid in die Programmkinos kam. Der Film war/ist ein echter Leckerbissen. Originalbeleuchter und Kameramänner wurden reaktiviert, um der Atmosphäre der Film Noir Klassiker möglichst nahe zu kommen. Türen mit entsprechenden Türschildern wurden extra nachgebaut usw. Klar, daß der Film in echtem Schwarzweiß gedreht und im damals üblichen 4:3-Format gedreht wurde. Also alles in allem ein Film der mit viel Liebe fürs Detail gemacht wurde und viel zu gut war um nur von einem kleinen Kreis von Kennern der Schwarzen Serie geschätzt zu werden. So war ich über die viel zu späte DVD-Veröffentlichung sehr glücklich. Nachdem ich die Scheibe gesehen habe stellt sich mir aber die Frage welche Leute für die DVD-Herausgabe verantwortlich sind. Die Liebe und das Gespür für das Produkt Film, das sie auf dem Medium DVD herausgeben scheint es nur (wenn überhaupt) nur am Rande zu geben. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie man aus dem 4:3-Format ein 16:8-Bild schneidet und es anschließend anamorph behandelt um es Popcorn-Kino-gerecht dem breiten Publikum schmackhaft zu machen . Vielleicht ist dies aber auch nur die Rache der Cleaningwoman und die DVD kam doch viel zu früh heraus. Die Gags und die gesamte Geschichte sind natürlich Geschmacksache, wobei meiner ziemlich punktgenau getroffen wird. Fünf Punkte gibt es für die nächste DVD-Umsetzung.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die DVD laesst Wuensche offen, 13. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Über den Inhalt des Filmes (gibt es einen ?) , kann man geteilter Ansicht sein. Dieser Film aus dem Beginn der Karriere Steve Martin's ist auf jeden Fall sehr innovativ. Die Idee Szenen mit den Groessten der Leinwandgeschichte einzufuegen ist gut umgesetzt.
Die deutsche Synchronisation, dieser Film wurde erstmals eingedeutscht, ist gut gelungen, auch wenn man nicht auf eine der beiden Standardstimmen für Steve Martin zurueckgegriffen hat.
Leider verzichtet die DVD fast voellig auf Extras. Hier waere ein "Making of..." sicher angebracht gewesen, die Kaeufer haette eine Menge an Informationen erhalten koennen, die Beteiligten sind ja noch unter uns.
Für mich persoenlich hat der Film ein wenig unter der Zeit gelitten, 4 Sterne, die DVD Umsetzung ist mangelhaft 2 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die größte Käse-Verschwörung aller Zeiten!, 28. Oktober 2011
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Privatdetektiv Rigby Reardon ist einer der härtesten. Ihm macht keiner was vor, selbst Marlowe arbeitet für ihn. Doch die Frau, die sein Büro betritt, in Ohnmacht fällt und in seine Arme sinkt, ändert alles. Zwar handelt Reardon getreu dem Motto, sich nicht in die Auftraggeber zu verlieben, doch Juliet Forrest macht es ihm nicht leicht. Sie scheint wie er selbst vom Gegenüber fasziniert.
Und der Auftrag, den sie für ihn hat, schweißt die beiden stärker zusammen, als Reardon lieb ist. Immer wieder holt Juliet eine Kugel aus seinem Körper, immer wieder ist sie zur Stelle, wenn er zusammengeschlagen wird. Dabei soll Reardon nichts weiter tun, als klären, wie John Forrest gestorben ist. War es ein Unfall, wie die Polizei glaubt, oder gibt es eine dunkle Verschwörung, die den Wissenschaftler und Vater Juliets in den Tod riss? Rigby ermittelt fieberhaft, findet Spuren, die ihn nach Peru führen und mit einer Horde unverbesserlicher Nazis zusammentreffen lassen, die nichts weniger als die Weltherrschaft anstreben.

Carl Reiner, George Gipe und Steve Martin schrieben das Drehbuch zu dieser verrückten Geschichte. Der Film pendelt zwischen alberner Komödie, Zotensammlung und unter die Gürtellinie zielenden Witzen, einer Hommage an die alten Krimireißer Hollywoods, die so treffend unter dem Begriff "Film Noir" zusammengefasst werden, und einer Collage aus eben jenen Filmen der vierziger und fünfziger Jahre. Weniger das Drehbuch und die neu verfilmte Geschichte rund um eine globale Verschwörung fesselt die Zuschauer auch fünfundzwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung als die perfekte Einblendung alter Filmszenen. Dabei gelingt es Kamera, Kostümdesign und Setting scheinbar mühelos, Filmszenen so berühmter Hollywoodgrößen wie Alan Ladd, Frank McCarthy, Veronica Lake, Bette Davis, Lana Turner, Kirk Douglas, James Cagney, Ray Milland, Adrian Ricard, Barbara Stanwyck, Burt Lancaster, Humphrey Bogart, George Gaynes, Ava Gardner, Cary Grant, Ingrid Bergman, Joan Crawford und Charles Laughton in die Handlung einzubauen. Es ist ein einmaliges Vergnügen, dieses Sammelsurium an Versatzstücken zu betrachten und die Kunstfertigkeit zu bewundern, mit der Regisseur Carl Reiner das alles zu einem komischen, albernen und tatsächlich spannenden Film verbindet.

Zwar gibt es genug Beispiele für den typischen Steve Martin-Humor, der nicht jedermanns Sache ist, doch ist das Gesamtergebnis so unterhaltsam, dass man einfach jede Filmminute genießt.

Extras fehlen auf der DVD leider komplett, die Bildqualität ist in Anbetracht der schlechten Qualität der alten Filmszenen und der gewählten Schwarzweiß-Optik in Ordnung, die Untertitel ragen leider in die untere Bildhälfte hinein und der Ton ist allenfalls Mittelmaß.
Wer die deutsche Synchronisation wählt, wird leider nur wenig Freude haben. Die Stimmen wirken unpassend, fast wie vorgelesen lässt der Text viel von seiner Spritzigkeit und Originalität vermissen. Nur mit der englischen Tonspur wird man diesen Film genießen können, am besten ohne Untertitel.

Da der Preis außergewöhnlich günstig ist und es kaum eine bessere Hommage und gleichzeitige Parodie auf die alten Hollywood-Krimis gibt, sollte man sich "Dead Men Don?t Wear Plaid" nicht entgehen lassen.

Stefan Erlemann
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Film Toll, DVD - naja., 4. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Über den Film muß ich wohl keine Worte verlieren - entweder man kenn ihn, oder kann sich bei den anderen Rezensenten eine Meinung bilden.

Die DVD enttäuschte mich etwas, denn der Film, der ursprünglich nicht Breitwand war, wurde auf 16:9 geschnitten, aber dann doch per Letterbox-Format (anstelle von anamorph) auf die DVD gepresst. Besitzer von 16:9-Fernsehern sehen also einen schwarzen Rand rings um den Film.

Für den echt günstigen Preis kann man das noch durgehen lassen, es ist jedoch trotzdem ein unnötiges Ärgernis.

Aus diesem Grund gibt es für diesen tollen Film von mir nur 4 Sterne.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...ergänzend, 14. November 2006
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Was für einen Liebhaber der schwarzen Serie an diesem Film so liebenswert ist, ist - jenseits der vielen in den anderen Rezensionen beschriebenen Features - dass hier auch die formale Seite der damaligen Filme exzellent wiedergegeben wird. Da gibt es nicht nur die schwarz-weißen Bilder mit starken Kontrasten. Da gibt es auch den inneren Monolog, den der Protagonist immer wieder verwendet. Da gibt es auch die besondere Atmosphäre in den Räumen, die einen doch ein bißchen an Studioluft denken lassen. Da gibt es einen besonderen Rythmus bei den Schnitten. Und bei Verfolgungsjagden und anderen Actionszenen ging es damals auch eher um das Ergebnis als um das Spektakel.

Zuletzt nur noch das: Der Film ist wirklich witzig. Und das auch in einem besonderen Bereich. Schließlich geht es in der schwarzen Serie trotz des damals ja recht prüden Amerikas nicht zuletzt um das Thema Sex und seine Auswirkungen, und genau das wird von den beiden Hauptdarstellern auch auf eine unglaublich charmante und komische Art und Weise abgehandelt.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steve Martin kocht Philipp Marlowe einen Kaffee, 8. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos [VHS] (Videokassette)
(siehe auch: Dead men don't wair plaid)
Der Film besteht zur Hälfte aus Szenen bekannter oder berühmter Filme der 40er. Steve Martin mimt den knallharten private eye, der eine ziemlich verkorkste Geschichte zu entwirren hat. Das kommt auch daher, daß diese Geschichte die ganzen geklauten Szenen verbinden muß, und daß ist nicht so leicht ... Es gibt viele bekannte Gesichter von damals (Ingrid Bergmann, Humphrey Bogart) und eine aufregende Natalie Wood (von heute). Hoffentlich kommt der Film bald als DVD heraus, denn man kann ihn wirklich einmal im Monat ansehen ...
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Spaß mit toten Darstellern, 27. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Carl Reiner und Steve Martin haben mit diesem Film die Idee, weltberühmte, aber leider schon verstorbene Megastars des Hollywoodkinos in einem neuen Film auftreten zu lassen genial umgesetzt.
Und so kann man hier Humphrey Bogart, Alan Ladd, Barbatra Stanwyck, Bette Davis, Lana Turner und viele andere Stars der 40er und 50er Jahre als Gegner und/oder Helfer des abgebrannten Privatdetektivs Rigby Reardon (S.Martin) sehen, der den Tod des Vaters seiner wunderschönen und steinreichen Klientin (R.Ward) untersucht und dabei auf eine große Verschwörung stößt.
Neben grandiosem Wortwitz und gelungenen Slapstickeinlagen fasziniert in diesem Film vor allem die Verknüpfung der "alten" und "neuen" Filmsequenzen.
Alles in allem: Ein absolutes Muss für jeden Fan schräger Komödien!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „You Know How to Dial, Don’t You? You Just Put Your Finger in the Hole and Make Tiny Little Circles.”, 14. März 2013
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
So spricht’s die attraktive Klientin mit einem kessen Schulterblick, wobei sie den hartgesottenen Privatdetektiv Rigby Reardon (Steve Martin) einigermaßen verdattert zurückläßt, und selbst diese kleine Szene zeigt, mit welcher Liebe zum Detail Carl Reiner seine parodistische Hommage an den Film noir, „Dead Men Don’t Wear Plaid“ (1982), gestaltet hat, ist doch eine ähnliche Gebrauchsanweisung in Sachen zwischenmenschlicher Kommunikation zu einem der berühmtesten Filmzitate aus Howard Hawks‘ „To Have and Have Not“ (1944) avanciert. So sind es nicht nur die geschickt in die Handlung eingewobenen Ausschnitte aus wohlbekannten und liebgewonnenen Klassikern der Schwarzen Serie, sondern eben auch unauffälligere Details wie Filmzitate, der Rückgriff auf den damals üblichen Academy Ratio, die High-Key-Schwarzweißbilder, den Voice-over und die spezielle Sprache der Kamera, die den Geist des Film noir atmen. Selbst die Handlung erinnert mit ihren barocken Verzweigungen an die Anekdote, nach der Howard Hawks bei den Dreharbeiten zu „The Big Sleep“ nicht recht wußte, welchem Täter denn nun einer der diversen Filmmorde zuzuordnen sei und bei Raymond Chandler, dem Verfasser des dem Film zugrunde liegenden Romans nachfragte, nur um von ihm die Antwort zu bekommen, daß er auch nicht die geringste Ahnung habe. Im Grunde geht es in „Dead Men Don’t Wear Plaid“ um den Privatschnüffler Reardon, der für seine Klientin Juliet Forrest (Rachel Ward) herausfinden soll, wer für den scheinbaren tödlichen Unfall ihres Vaters verantwortlich ist, und der dabei auf eine groteske Verschwörung entkommener Nazis stößt, die die Vereinigten Staaten mithilfe einer leckeren Geheimwaffe ausradieren wollen.

Im Verlaufe der Handlung stolpert Reardon dann über eine der großen Film-noir-Ikonen nach der anderen. So telephoniert er beispielsweise mit Missy, bietet Alan Ladd Kekse an, nur um von diesem danach eine Schußwunde verpaßt zu bekommen, berät Bogey in Kleidungsfragen, bekommt von Veronica Lake einen Korb verpaßt, schläfert Cary Grant mit seinem Mundharmonikaspiel ein, macht Burt Lancaster einen Spezialkaffee, vor dem dieser jedoch durch das Eintreffen eines Killerkommandos gnädigerweise bewahrt wird, würgt Bette Davis, hält einen Thekenplausch mit Charles Laughton, macht mit Fred MacMurray rum, bricht mit James Cagney aus dem Knast aus, nutzt Lana Turner schamlos aus, wird von Ava Gardner wiederholt über den Löffel balbiert und streckt Vincent Price mit einem gezielten Schuß nieder – was nur einige Stationen auf dem Weg zur Lösung des Falles sind.

Als Zuschauer spürt man, mit wieviel Liebe zu den alten Filmen bei all dem Klamauk hier denn doch zu Werke gegangen wurde, und wenn man gerade einmal nicht lachen oder schmunzeln muß, dann wird man sich sicherlich vornehmen, den einen oder anderen Noir mal wieder in den Player zu schieben. Das Schöne an diesem Film ist, daß man nicht einmal ein besonderer Steve-Martin-Fan sein muß, um die knapp 90 Minuten zu genießen, wenn man sicherlich auch das ein oder andere Mal unter Niveau bescherzt wird; eine gewisse Affinität zum Film noir ist allerdings von Vorteil. Ein besonderer Leckerbissen ist freilich, daß niemand Geringeres als Miklós Rósza mit einer wundervoll atmosphärischen Filmmusik aufwartet – eben jener große Alte, der auch für manchen der in „Dead Men Don’t Wear Plaid“ herangezogenen Filme die Musik komponiert hat.

„Dead Men Don’t Wear Plaid“ ist eben nicht einfach eine schnell abgedrehte platte Komödie, wie sie für den Unterhaltungsfilm immer typisch waren und noch sind, sondern eine augenzwinkernde Liebeserklärung an ein Genre, das wohl seinen ganz eigenen Zauber in sich trägt als auch seine eigenen Dämonen spazieren fährt. Da macht es denn (fast) auch nichts, daß die DVD-Veröffentlichung sich die Chance hat entgehen lassen, diesen Film dem Zuschauer über ein Making-of oder einen Audiokommentar ein wenig näherzubringen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hommage an den "Film Noir", 6. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Tote tragen keine Karos (DVD)
Miss Forrest beauftragt den Detektiv Rickby (Steve Martin), um den Mord an ihrem Vater dem berühmten 'Käsebaron' aufzuklären. Es sei schon vorab betont, dass die Story in diesem Film, meines Erachtens, eher nebensächlich ist

Der Film kann als Hommage an den 'Film-Noir' der 40er Jahre angesehen werden. Geschickt werden Szenen alter Filmstars wie Bogart, Peck oder Grant etc. in den Film geschnitten. Die Handlungen und die Dialoge sind schräg bis sinnlos, was dem Film jedoch erst seinen Charme und seinen Witz verleiht, der schon an Perfektion grenzt. Steve Martin spielt seine Rolle absolut überzeugend und glänzt durch die eine oder andere Slapstickeinlage.

Um die sprachliche Originalität und den äußerst skurrilen Witz transparent zu machen werde ich hier nur 2 Dialoge zitieren:

1) 'Was tun sie denn da?' 'Ich richte Ihnen die Brüste! Ihnen war schlecht und sie sind Ihnen dabei verrutscht.'

2) 'Kommen Sie wir gehen noch tanzen! Sie schmeißen sich in was Schwarzes und ich rasiere meine Zunge.'
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Tote tragen keine Karos
Tote tragen keine Karos von Steve Martin (DVD - 2007)
EUR 4,97
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