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4,3 von 5 Sternen
Dylan
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am 26. Oktober 2007
Bob Dylan hat immer sehr persönliche Titel geschrieben und dabei stets Banalitäten vermieden. Sein Leben und Werk fügen sich nicht in die auch hier zu Lande sehr verbreitete Erwartung von Gradlinigkeit. Viel zu zahlreich sind die Brüche und Wendungen, die zugleich eine nicht unerhebliche Quelle der Erneuerung seines Talents und seiner Vielseitigkeit darstellen (sowohl was seine eigene kreative Inspiration angeht als auch die der durch ihn beeinflussten modernen Musik). Die hier vorgestellen 51 Stücke sind gleichsam so etwas wie ein "roter Faden", der sich durch sein Werk zieht. Es hat von etlichen Kritikern Einwände gegen diese Zusammenstellung gegeben - jeder hat eben seine eigenen Favoriten. Vergessen wir bei alledem nicht, dass diese Compilation mehr als vier Jahrzehnte umfasst. Die Auswahl ließe sich gewiss diskutieren, doch in jedem Fall ist diese (chronologisch angeordnete) Übersicht sehr gut geeignet, Interesse zu wecken, um hier und da in die Tiefe zu bohren.

Unstrittig ist, Dylan hat die Folk- und Rockszene seit Beginn der Sechzigerjahre beeinflusst wie kein anderer Musiker. Aufgewachsen mit Country- und Folksongs, interessierte er sich in seiner Jugend für Rock'n'Roll und spielte Piano und Gitarre in diversen Schülerbands. Ende der Fünfzigerjahre schrieb er sich an der Universität von Minnesota ein, doch schon bald darauf ging er nach New York, tauchte ein in die sich zunehmend politisierende Folkbewegung und verbrachte so viel Zeit wie möglich am Krankenbett seines großen Vorbilds Woody Guthrie, der an Chorea Huntington starb. Mit dem ihm gewidmeten "Song To Woody" von Dylans Debut-LP aus dem Jahr 1962 beginnt denn auch dieses 3CD-Set. Zu dieser Zeit gab es viele junge Musiker, die sich bemühten, Woody Guthries musikalisches Erbe anzutreten. So recht gelungen ist es nur einem. Denn eigene Songs zu schreiben, welche die bestimmenden Einflüsse der Folkmusic weiterentwickeln und zeitgeschichtliche Ereignisse reflektieren, daran dachte damals kaum jemand.

Bob Dylan trat häufig in Cafés und kleinen Clubs des Greenwich Village auf und brachte im Mai 1963 sein legendäres Album "The Freewheelin' Bob Dylan" heraus. Mit "Blowin' In The Wind", "Masters Of War", "Don't Think Twice It's All Right" und "A Hard Rain's A-Gonna Fall" sind hier gleich vier Titel daraus vertreten. Diese Stücke wurden schon bald zu Hymnen der amerikanischen Bürgerbewegung und trugen viel zur Politisierung der Jugend in der westlichen Hemisphäre bei. Mit seiner nächsten Veröffentlichung, "The Times They Are A-Changin'" (Februar 1964), aus der wir hier das Titelstück hören, setzte Dylan diese Richtung fort. Der Song wurde ein weiterer Klassiker der zunehmend selbstbewusster auftretenden Jugend.

Schon im August 1964 brachte CBS ein weiteres Album auf den Markt. "Another Side of Bob Dylan" enthält sehr introspektive und zum Teil recht poetische Songs. In der Wahl der Instrumentierung mag sich dieses Album nicht wesentlich von seinem Vorgänger unterscheiden. In den Texten bahnt sich jedoch eine persönliche Veränderung an, deren Ausmaß und Wirkung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ganz sicher noch nicht abschätzbar war. Die für diese Box ausgesuchten Stücke "All I Really Want To Do", "My Back Pages" und "It Ain't Me, Babe" zeigen nicht nur einen privaten Bewusstseinswandel an, sondern greifen auch Bob Dylans Wandel als Musiker und als Vorbild der Gegenkultur vor. (Zitat: "I don't want to fake you out, take or shake or forsake you out. I ain't lookin' for you to feel like me, see like me or be like me.") Die Stimme der Protestgeneration protestiert - gegen seine Vereinnahmung.

Obwohl seit seinem Auftritt mit E-Gitarre beim "Newport Folk Festival" von etlichen bisherigen Weggefährten mit einer geradezu mittelalterlichen Ächtung belegt, setzte Bob Dylan seine Synthese aus Folk und Rock auf "Bringing It All Back Home" (März 1965) unbeirrt fort. Das Album enthält zu mehr als der Hälfte elektrische Titel und kann als Beginn des Folk-Rock gesehen werden. Wir hören daraus "Subterranean Homesick Blues", "Mr. Tambourine Man", "Maggie's Farm" und "It's All Over Now Baby Blue". Zwischen die beiden letztgenannten Nummern wurde "Like A Rolling Stone" aus der im August 1965 erschienenen "Highway 61 Revisited" eingefügt. Der Musikjournalist Greil Marcus hat ein ganzes Buch über "Like A Rolling Stone" geschrieben, den erfolgreichsten Song der Rockgeschichte. Ein Abgesang auf eine vermeintliche Freiheit und Liberalität. Die Bedeutung dieses Stückes für die Geschichte der Rockmusik ist kaum zu beschreiben. Man kann mit einiger Berechtigung von der Zeit VOR und NACH "Like A Rolling Stone" sprechen. Vor dem Erscheinen dieses Titels war der Text eines Rocksongs nicht von großer Bedeutung. Doch nun kam mit einem Male ein Bedeutungsgehalt, eine Tiefe in die populäre Musik, die zuvor nicht gekannt war.

"Du hat vielleicht Nerven, dich mein Freund zu nennen!" Das Stück "Positively 4th Street" erschien erstmals im September 1965 auf "Bob Dylan's Greatest Hits". Hier lässt Dylan seinen ganzen Unmut über die Falschheit und Heuchelei eines sich anbiedernden Zeitgenossen den Lauf. Um seinen Weg zu gehen, musste Bob Dylan sich stets abgrenzen. Von den Irrtümern seiner Zeit, vom Appeasement der Medienindustrie, von falschen Freunden und den Erwartungen seiner Fans, ja oft sogar von sich selbst oder - besser gesagt - von dem, der er zuvor einmal war. Es ist kein Zufall, wenn sich dies mit dem Lebensgefühl so vieler seiner Hörer überschneidet.

"Blonde on Blonde" (Mai 1966) war das erste Doppelalbum der Rockgeschichte. "Rainy Day Women #12 & 35" und "Just Like A Woman" vermitteln ein in eingängige Melodien verpacktes, ausgiebiges Spiel mit Worten und Ideen, während "Most Likely You Go Your Way (And I'll Go Mine)" sehr schön den perligen Quecksilbersound herüberbringt, der es Dylan so angetan hatte. Mike Bloomfield hatte schon beim "Newport Folk Festival" mit ihm auf der Bühne gestanden und kommt hier zu seiner vollen Entfaltung. Zugleich markiert dieses Album eine deutliche Zäsur in Bob Dylans Schaffen. Denn so sehr er sich um die Dekonstruktion des Mythos um seine Person mühte, umso mehr wuchs sein Erfolg. Es heißt, bei einem schweren Motorradunfall habe sich Bob Dylan zwei Monate nach Erscheinen von "Blonde on Blonde" einen Nackenbruch zugezogen, was ihn zu einer längeren Kunstpause zwang.

Die erste der drei CDs dieser Box wird abgeschlossen mit dem epischen "All Along The Watchtower" von der im Dezember 1967 veröffentlichten LP "John Wesley Harding". Drei Tage nach dem Erscheinen dieser Platte trug Jimi Hendrix das Stück bei einem Konzert in London erstmals in seiner eigenen Interpretation vor, die Musikgeschichte gemacht hat. Seit dessen frühem Tod spielt Bob Dylan das Stück live in derselben Version.

Das Stück "Forever Young" - von Bob Dylan für seinen Sohn Jacob geschrieben - ist ganz gewiss eines der absoluten Highlights dieser Box. Mag das Album "Planet Waves" (1974) wenig überraschend sein, so ist dieses Stück daraus eine der ganz herausragenden Kompositionen Dylans, die nie ihre Gültigkeit verloren haben. "Tangled Up In Blue" und "Simple Twist Of Fate" erschienen auf dem künstlerisch sehr ausgereiften Album "Blood On The Tracks" von 1975. In der Hauptsache beziehen diese Aufnahmen ihre Stärke aus dem in die äußerliche Kargheit geborenen Bilderreichtum und ganz besonders aus dem Zusammenspiel Bob Dylans mit seinen großartigen Begleitmusikern. Kaum eine seiner Studio-Aufnahmen hat eine vergleichbare Geschlossenheit erreicht.

"Changing Of The Guards" vom Album "Street Legal" aus dem Juni 1978 wartet kaum mit nennenswerten Überraschungen auf - sieht man einmal davon ab, dass es einen Background-Chor bislang auf keinem Dylan-Album gegeben hatte. Das ist vielleicht auch besser so. Denn die Damen singen nicht sonderlich abgestimmt und sehen es mit der Tongenauigkeit nicht allzu eng. Immerhin ist der vergleichsweise großen Band eine gewisse Spielfreude abzuspüren und Dylans Stimme klingt so gut wie seit "Blonde on Blonde" nicht mehr. "Changing of the Guards" bringt uns Bob Dylan in einer Lebensphase nahe, in der sich eine ihn persönlich sehr herausfordernde Wegstrecke ihrem Ende zuneigt.

Bob Dylans Hinwendung zu Christus hat viele seiner Fans verstört, etliche wandten sich gar von ihm ab. Viele Angehörige der schreibenden Zunft konnten die Tinte nicht halten in ihrer Befremdung über seine Lobpreis-Lieder. Columbia Records weigerte sich letztlich, den Platten die Songtexte beizufügen. "Gotta Serve Somebody" und "Precious Angel" vom Album "Slow Train Coming" (1979) sind zwei von Bob Dylans schönsten Songs. Für mich war es immer ein Rätsel, warum dem, der für viele als Sprachrohr einer ganzen Generation galt, nicht zugestanden wurde, selbst Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen. Seine recht kontrovers diskutierten Alben "Slow Train Coming" und "Saved" (von dem auf dieser Compilation kein Stück enthalten ist), "Shot of Love" und "Infidels" gehören aus meiner Sicht zu den Glanzlichtern seines Schaffens.

Die Schüsse auf John Lennon haben die Musikbranche erschüttert. Ein verwirrter Einzeltäter ist schnell gefunden. Viele Künstler hatten eine unaussprechliche Angst, ihre Plattenfirma könnte sie umbringen lassen, um die Absatzzahlen ihrer Tonträger in die Höhe zu treiben. In diese allgemeine Verunsicherung hinein veröffentlichte Bob Dylan im August 1981 sein Album "Shot of Love". Das wuchtige Stück "Groom's Still Waiting At The Altar" setzt zudem einen klaren Akzent. Bob Dylan hatte mit seinen beiden sehr vom Glauben an Christus geprägten Vorgänger-Alben bei vielen Hörern die Befürchtung ausgelöst, nun musikalisch in eher seichtere Gewässer abzudriften. Doch Dylan hat einmal mehr gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist.

"Infidels" aus dem Jahre 1983 war eine der ersten Produktionen, mit denen Sony zeigte, was tontechnisch von ihnen zu erwarten war. Titel wie "Jokerman" lassen deutlich werden, dass sich Dylan ganz hervorragend die erweiterten Möglichkeiten zu Eigen gemacht hat. Noch immer bin ich der Auffassung, diese CD hat bis dahin ungeahnte Maßstäbe gesetzt. Doch die Achtzigerjahre waren für jemanden wie Bob Dylan keine einfache Zeit, um Plattenverträge einzuhalten. Hörgewohnheiten änderten sich mit den zunehmenden technischen Möglichkeiten und es war eine neue Generation von Musikinteressierten herangewachsen, die mit den großen Namen der Sechziger- und Siebzigerjahre nicht viel anfangen konnten. Vor diesem Hintergrund muss man auch die CD "Empire Burlesque" (1985) sehen. Sie orientiert sich an dem damals Zeitgemäßen und das akustische "Dark Eyes" ist eine wahre Perle zwischen technischem Bombast und Mainstream-Sound, also Zugeständnissen, die künstlerisch nicht unbedingt vorteilhaft waren.

Zu dem Stück "Blind Willie McTell" macht Columbia nur ungefähre Angaben. Es wurde 1991 auf dem Sampler "The Bootleg Series Volume 1-3. Rare & Unreleased" veröffentlicht und von Bob Dylan und Mark Knopfler produziert. Chronologisch findet es sich hier zwischen 1985 und 1986. In jedem Fall ist dieses Stück bei jedem Hören ein unvergleichliches Ereignis, das - trotz oder wegen - seiner minimalistischen Instrumentierung eine beachtliche Wirkung entfaltet. Ein Text von epischem Ausmaß, der sehr gut von Dylans Gesang getragen wird. "Knocked Out Loaded" (1986) und "Down in the Groove" (1988) waren zwei Alben, die dem Fan das Warten auf eine gehaltvolle Dylan-LP nicht unbedingt erleichtert haben. Wenn wir daraus die beiden Stücke "Brownsville Girl" und "Silvio" hören, wissen wir, warum.

Wer hätte nach den beiden voran gegangenen Scheiben mit einem solchen Wurf gerechnet! "Oh Mercy" ist ein ausgesprochenes Juwel unter Bob Dylans Alben. Die CD erschien 1989, einem Jahr bis dahin fast unvorstellbarer weltpolitischer Veränderungen, wenn wir nur an das Ende der Apartheid und an den Fall des Eisernen Vorhangs denken. Selten zuvor ist Bob Dylan derart deutlich geworden in seinen Worten über die tiefe Wunde, die der zermürbende Materialismus der ganzen Menschheit beigebracht hat. Bei Stücken wie "Ring Them Bells", "Dignity" (ursprünglich für dieses Album vorgesehen, doch erst später veröffentlicht) oder "Everything Is Broken" scheint etwas mitzuschwingen von der Wortgewalt, mit der die Propheten vor die Könige traten, um ihnen die Leviten zu lesen.

Das Titelstück der CD "Under The Red Sky" von 1990 gibt zwar nur ungenau die Atmospäre des gesamten Albums wider, könnte jedoch ein Hinweis darauf sein, warum diese Veröffentlichung trotz einer breiten Phalanx von Mitwirkenden nicht so ganz zu überzeugen wusste. Anders sah es bei den nächsten beiden Platten aus. Folkmusic hatte seit den späten Siebzigerjahren längst nicht mehr den avantgardistischen Nimbus der Speerspitze einer Gegenkultur zum bestehenden System. Die Hörgewohnheiten hatten sich deutlich verändert, zeitgemäße Produktionen kamen nicht ohne aufwändige Arrangements und einfallsreiche Studiobearbeitungen aus. Mit "You're Gonna Quit Me" von der CD "Good As I Been To You" (1992) und "Blood In My Eyes" von "World Gone Wrong" (1993) stellt sich Bob Dylan gegen die vorherrschenden Trends. Die Stücke und die beiden Alben, denen sie entnommen sind, weisen auf die reiche Tradition amerikanischer Folkmusic, zu einer Zeit, als diese bei vielen zeitgenössischen Hörern in Vergessenheit zu geraten drohte.

Wie nur wenige andere namhafte Künstler seiner Generation hat Bob Dylan einen ungebrochen starken Antrieb bewiesen. Er ist nach wie vor ein großartiger Live-Performer, geistig äußerst beweglich und als Songschreiber und Musiker gleichermaßen recht einfallsreich. Die in der Zeit seiner schweren Krankheit durchschrittene Todesnähe zeitigt seiner Kreativität eine bemerkenswerte Tiefe. Die Texte von "Someday Baby" und "When The Deal Goes Down" wirken eindringlich wie selten zuvor. Das Wissen um die Bedrohtheit des eigenen Lebens verschränkt sich hier untrennbar mit der Wahrnehmung der Welt in ihrem epochalen Wandel.

Mit seiner breiten Auswahl aus Dylans Gesamtwerk gebührt diesem 3CD-Album eine hohe Wertschätzung. Bei aller Vielseitigkeit werden hier selten Hörgewohnheiten strapaziert. Die Zusammenstellung bietet eine breit angelegte Übersicht, wenngleich die Auswahlentscheidungen nicht immer nachvollziehbar sind. Klanglich bewegt sich die Veröffentlichung im Bereich des zeitgemäß Machbaren und wirkt nicht an einer einzigen Stelle synthetisch. Das Booklet hätte ein wenig umfangreicher ausfallen können, mir wären so genannte Liner Notes zu den Stücken willkommen gewesen. Das Sleeve Design finde ich sehr ansprechend. Am Ende ist es eben meistens Schlichtheit, die überzeugt.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe Bob Dylan zeit meines Lebens mehr oder weniger ignoriert, weil mir seine Stimme nicht so gut gefiel. Durch den Film "I m not there" von Todd Haynes erwachte aber ein starkes Interessse, und auch, weil einige Menschen aus meinem Bekanntenkreis sehr große Fans von Bob Dylan sind. Neben dem genialen Soundtrack dieses Films hab ich mir diese 3-er-Box angeschafft. Ich schreibe diese Rezension als "Anfänger" im Bob-Dylan-Kosmos und meine Sicht auf diese Box fällt so aus: Mir gefällt die Song-Auswahl quer durch sämtliche Jahre sehr gut. Mit Sicherheit werde ich durch die für mich interessantesten Songs weiter geleitet zu den jeweiligen Alben. Das ist für mich ein Faktor, der Compilation 5 Sterne zu geben. Auch die Ausstattung gefällt mir sehr gut, wobei ein kleiner Mangel die fehlenden (sehr wichtigen) Texte sind. Vor allem finde ich die Qualität des Sounds sehr gut, da dieser - insbesondere was ältere Aufnahmen angeht - jetzt deutlich besser ist.
Mir ist klar, daß Leute, die schon lange Fans von Bob Dylan sind, gewiss den ein oder anderen Song vermissen oder ihre Zusammenstellung von wichtigen und geliebten Songs eine völlig andere gewesen wäre, das ist auch in Ordnung, ich glaube, es ist sehr schwer, bei einem Musiker, der schon so lange auf einem sehr hohen künstlerischen Level Musik macht, eine Auswahl zu treffen, die repräsentativ ist oder allen Wünschen und Vorstellungen gerecht wird.

Für Fans, die bereits die meisten Platten im Schrank stehen haben, ist diese Box natürlich nicht so interessant.
Jedoch finde ich die Compilation für Einsteiger ideal. Sie werden sich - so wie ich - fast automatisch an weitere Werke von Bob Dylan ranmachen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe Bob Dylan zeit meines Lebens mehr oder weniger ignoriert, weil mir seine Stimme nicht so gut gefiel. Durch den Film "I m not there" von Todd Haynes erwachte aber ein starkes Interessse, und auch, weil einige Menschen aus meinem Bekanntenkreis sehr große Fans von Bob Dylan sind. Neben dem genialen Soundtrack dieses Films hab ich mir diese 3-er-Box angeschafft. Ich schreibe diese Rezension als "Anfänger" im Bob-Dylan-Kosmos und meine Sicht auf diese Box fällt so aus: Mir gefällt die Song-Auswahl quer durch sämtliche Jahre sehr gut. Mit Sicherheit werde ich durch die für mich interessantesten Songs weiter geleitet zu den jeweiligen Alben. Das ist für mich ein Faktor, der Compilation 5 Sterne zu geben. Auch die Ausstattung gefällt mir sehr gut, wobei ein kleiner Mangel die fehlenden (sehr wichtigen) Texte sind. Vor allem finde ich die Qualität des Sounds sehr gut, da dieser - insbesondere was ältere Aufnahmen angeht - jetzt deutlich besser ist.
Mir ist klar, daß Leute, die schon lange Fans von Bob Dylan sind, gewiss den ein oder anderen Song vermissen oder ihre Zusammenstellung von wichtigen und geliebten Songs eine völlig andere gewesen wäre, das ist auch in Ordnung, ich glaube, es ist sehr schwer, bei einem Musiker, der schon so lange auf einem sehr hohen künstlerischen Level Musik macht, eine Auswahl zu treffen, die repräsentativ ist oder allen Wünschen und Vorstellungen gerecht wird.

Für Fans, die bereits die meisten Platten im Schrank stehen haben, ist diese Box natürlich nicht so interessant.
Jedoch finde ich die Compilation für Einsteiger ideal. Sie werden sich - so wie ich - fast automatisch an weitere Werke von Bob Dylan ranmachen.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Oktober 2007
Habe gerade dieses Deluxe Box Set erworben und bin sehr begeistert! Es ist sehr liebevoll aufgemacht (hochwertige Holzbox mit Stoffbezug; 10 limitierte Postkarten; 40ig seitiges Booklet; Cd`s in Vinyl-Design) und den Preis finde ich absolut in Ordnung! Also für Bob Dylan Einsteiger genau das richtige (vergeßt die bisherigen Best Of Cd`s von Bob)!
Für Fans bietet es nichts neues, ist aber dennoch ein schönes preiswertes Sammlerstück! Hinzukommt, dass alle 50ig Songs "digitally remastered" sind, so bleibt beim Klang auch nichts zu meckern!
Über die Songauswahl könnte man diskutieren, ist meiner Meinung nach allerdings völlig überflüssig, da man bei so einem "Über-Künstler" nie auf einen Nenner kommen würde!
Fazit: Für Einsteiger und Sammler unbedingt empfehlenswert!! 5 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2008
Nachdem ich etwas ratlos aus dem Film "I am not there" gekommen war, wusste ich, dass es jetzt nur noch zwei Möglichkeiten gibt: Sich näher mit dem Phänomen Dylan zu beschäftigen oder keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Ich entschied mich für die 1 Möglichkeit und für diese CD, um mir zunächst einen Überblick über das Schaffen Dylans machen zu können. Und dafür ist diese CD mehr als geeignet. Von den Anfängen bis zu "Modern Times" ist aus allen Epochen etwas dabei, wenngleich man bei der Vielzahl der Lieder in der Karriere Dylans keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen kann. So fehlt ein Song aus dem vielgelobten "Saved" leider vollständig. Wenn man sich dann noch Literatur besorgt ("Chronicles" ist eigentlich ein Muss, sehr zu empfehlen sind auch die kleinen Reclam-Bücher von Deterding) und sich die Mühe macht, zumindest die wichtigsten Songs zu übersetzten, öffnet sich jedem eine neue Welt, die zu entdecken sich lohnt. Die Melodien sind selten eingängig (Ausnahmen vielleicht "Lay, Lady, Lay"; "Dignity" und wenige andere), an die Phrasierungen bei Dylans Gesang muss man sich gewöhnen. Auch die Songs der ersten Phase, nur zu Gitarre und Mundharmonika, sind gewöhnungsbedürftig. Dafür sind die Texte und die Hintergrundinformationen (die man sich wie oben beschrieben besorgen muss) umwerfend! Am meisten beeindruckt hat mich "Ballad of a thin man" und "not dark yet - but itŽs getting there". Und dann macht das ganz schnell Lust auf mehr. Es dauert nicht lange und man bestellt sich die nächste Dylan-CD um mehr zu erfahren. Wer Dylans Gesang gar nicht mag, dem sei der Soundtrack von "IŽm not there" empfohlen. Das Booklet liefert eine überblickartige Geschichte über Dylans Karriere (in englisch) und man sieht, auf welchen CDŽs die Lieder zu finden sind, bzw. wann sie erschienen. Man sollte auch nicht den Anspruch haben, den Meister ganz verstehen zu wollen. Wie schon in dem Booklet der Platte steht: "You will never get to the bottom of it all".
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2007
… für Fans bietet diese Box keinerlei Neues, ist somit verzichtbar.
Vier Sterne dennoch, weil die Box im Gegensatz zu den bisherigen Best-Ofs, Greatest Hits, Essential oder Ultimate Collections usw. immerhin erstmals drei CDs beinhaltet. Aber selbst das ist für eine fast fünf Jahrzehnte andauernde Karriere zu wenig.

Denn trotz drei CDs bietet "DYLAN" keine Überraschungen; natürlich sind alle Klassiker wie "Like A Rolling Stone", "Mr. Tambourine Man", "Tangled Up In Blue" und unzählige mehr unverzichtbar, doch wie wäre es denn mal mit ein paar Live-Versionen gewesen?! Von mir aus auch alte, schon mal veröffentlichte, doch am besten die ein oder andere Neuinterpretation; denn wie Dylan seine Songs über die Jahre bis hin zur Unkenntlichkeit umarrangiert hat, ist allemal hörenswert. Allerdings eher für Fans als für Einsteiger, das gebe ich zu.
Einsteigern wird auch das Fehlen vieler Meisterwerke nicht auffallen und noch weniger stören, doch der Fan ärgert sich über die vertane Chance, hin und wieder mal ein weniger populäres Meisterwerk einzubauen. Diese hätten der Box gut getan. Wo sind zum Beispiel "It’s Allright, Ma" oder "Gates Of Eden"? Auch vom legendären "Highway 61"-Album von 1965 ist gerade mal ein Song vertreten, dabei rangiert die Platte auf den Bestenlisten diverser Musikmagazine bei der Frage nach dem besten Album aller Zeiten stets unter den Top-5, oft sogar an der Spitze. "Desolation Row" oder "Ballad Of A Thin Man" sind Meisterwerke, deren Fehlen schmerzt – ok, ersteres ist mit seinen 11 Minuten etwas sperrig. Apropos Musikzeitschriften (s.o.), der "Rolling Stone" wählte 2006 die 100 besten Dylan-Songs und aus den Top-10 dieser Liste enthält "DYLAN" mickrige drei! Das verstehe, wer will.
Natürlich kann man auch an der Songauswahl anderer Alben herummäkeln, wenn man denn will: Von "Blood On The Tracks" und "Desire" (1974+1975) – zwei der besten Dylan-Alben und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die ersten wirklich großen Alben seit Jahren – sind lediglich drei Lieder vertreten, die üblichen Standarts. Wie wäre es mal mit "Idiot Wind" gewesen, einem der besten Songs überhaupt?! Zumindest "Shelter From The Storm" hätte ohne Zweifel auf DYLAN gehört, schließlich ist es sogar auf vielen der kürzeren Best-Ofs der letzten Jahren enthalten.
Immerhin kommen hier die 80er-Jahre nicht zu kurz. Zwar Dylans mit Abstand schwächstes Jahrzehnt mit einigen teilweise erstaunlich miesen Platten, aber dennoch mit ein paar großen Songs wie "Blind Willie McTell" oder "Jokerman". Leider fehlt mit "Man In The Long Black Coat" vom 89er-Meisterwerk "Oh Mercy" einer der schönsten.
Auch bei den drei "neueren" Alben (1997, 2001, 2006) kann ich die Songauswahl nicht immer nachvollziehen, da hätte es meiner Meinung nach die ein oder andere bessere Wahl gegeben. Von "Love And Theft" hätte ich "Mississippi" und "Summer Days" den zwei auf CD3 vertretenen Songs vorgezogen; genauso "Thunder On The Mountain" oder "Workingman’s Blues No. 2" vom letzten Album "Modern Times" (2006), letzterer einer der schönsten Dylan-Songs überhaupt. Na ja, Ansichtssache, wie natürlich alles, was ich hier schreibe.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Einsteiger sollten zugreifen, denn DYLAN ist die bisher beste, weil umfangreichste Zusammenstellung. Während der Fan lieber auf ein hoffentlich irgendwann mal erscheinendes neues Live-Album wartet …
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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. September 2007
... für Fans bietet diese Box keinerlei Neues, ist somit verzichtbar.
Vier Sterne dennoch, weil die Box im Gegensatz zu den bisherigen Best-Ofs, Greatest Hits, Essential oder Ultimate Collections usw. immerhin erstmals drei CDs beinhaltet. Aber selbst das ist für eine fast fünf Jahrzehnte andauernde Karriere zu wenig.

Denn trotz drei CDs bietet "DYLAN" keine Überraschungen; natürlich sind alle Klassiker wie "Like A Rolling Stone", "Mr. Tambourine Man", "Tangled Up In Blue" und unzählige mehr unverzichtbar, doch wie wäre es denn mal mit ein paar Live-Versionen gewesen?! Von mir aus auch alte, schon mal veröffentlichte, doch am besten die ein oder andere Neuinterpretation; denn wie Dylan seine Songs über die Jahre bis hin zur Unkenntlichkeit umarrangiert hat, ist allemal hörenswert. Allerdings eher für Fans als für Einsteiger, das gebe ich zu.
Einsteigern wird auch das Fehlen vieler Meisterwerke nicht auffallen und noch weniger stören, doch der Fan ärgert sich über die vertane Chance, hin und wieder mal ein weniger populäres Meisterwerk einzubauen. Diese hätten der Box gut getan. Wo sind zum Beispiel "It's Allright, Ma" oder "Gates Of Eden"? Auch vom legendären "Highway 61"-Album von 1965 ist gerade mal ein Song vertreten, dabei rangiert die Platte auf den Bestenlisten diverser Musikmagazine bei der Frage nach dem besten Album aller Zeiten stets unter den Top-5, oft sogar an der Spitze. "Desolation Row" oder "Ballad Of A Thin Man" sind Meisterwerke, deren Fehlen schmerzt - ok, ersteres ist mit seinen 11 Minuten etwas sperrig. Apropos Musikzeitschriften (s.o.), der "Rolling Stone" wählte 2006 die 100 besten Dylan-Songs und aus den Top-10 dieser Liste enthält "DYLAN" mickrige drei! Das verstehe, wer will.
Natürlich kann man auch an der Songauswahl anderer Alben herummäkeln, wenn man denn will: Von "Blood On The Tracks" und "Desire" (1974+1975) - zwei der besten Dylan-Alben und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die ersten wirklich großen Alben seit Jahren - sind lediglich drei Lieder vertreten, die üblichen Standarts. Wie wäre es mal mit "Idiot Wind" gewesen, einem der besten Songs überhaupt?! Zumindest "Shelter From The Storm" hätte ohne Zweifel auf DYLAN gehört, schließlich ist es sogar auf vielen der kürzeren Best-Ofs der letzten Jahren enthalten.
Immerhin kommen hier die 80er-Jahre nicht zu kurz. Zwar Dylans mit Abstand schwächstes Jahrzehnt mit einigen teilweise erstaunlich miesen Platten, aber dennoch mit ein paar großen Songs wie "Blind Willie McTell" oder "Jokerman". Leider fehlt mit "Man In The Long Black Coat" vom 89er-Meisterwerk "Oh Mercy" einer der schönsten.
Auch bei den drei "neueren" Alben (1997, 2001, 2006) kann ich die Songauswahl nicht immer nachvollziehen, da hätte es meiner Meinung nach die ein oder andere bessere Wahl gegeben. Ich hätte von "Love and Theft" "Mississippi" und "Summer Days" den zwei auf CD3 vertretenen Songs vorgezogen; genauso "Thunder On The Mountain" oder "Workingman's Blues No. 2" vom letzten Album "Modern Times" (2006), letzterer einer der schönsten Dylan-Songs überhaupt. Na ja, Ansichtssache, wie natürlich alles, was ich hier schreibe.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Einsteiger sollten zugreifen, denn DYLAN ist die bisher beste, weil umfangreichste Zusammenstellung. Während der Fan lieber auf ein hoffentlich irgendwann mal erscheinendes neues Live-Album wartet
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2007
1973 gab es bereits ein Album "Dylan" mit 9 Songs, u.a. mit einer Cover-Version von Joni Mitchells "Big Yellow Taxi" ! Das neue DYLAN kommt in drei Versionen:
* als Einzel CD mit 18 Songs. (in der Erstausgabe mit Bonus CD mit 2 Vers. von "Most likely ...")
* als 3 CD Set mit 51 Songs.
* als Limited Edition Deluxe Box Set
Das Limited Edition Boxset kommt in einer Box, die in ein rotes Tuch eingepackt ist und die 3 CDs mit den 51 Songs enthält. Die 3 CDs sind als Vinyl Replica gestaltet. Da fragt man sich doch, um welche Vinyls es sich denn handelt ? Alle Versionen enthalten nur Songs aus den Studio-Alben, keine Live-Aufnahmen.

Auf der 1CD-Version sind 18 Songs, davon 10 aus den ersten Alben der 60er Jahre (bis zum Album "John Wesley Harding"). Diese sind auch auf der 1.CD der 3CD-Version enthalten. 5 Songs (einschl. dem letzten "Forever young") entstammen der Zeit bis Mitte der 70er (bis zum Album "Desire"). Diese sind auch auf der 2.CD der 3CD-Version enthalten. 3 Songs decken dann die gesamte restliche Schaffenszeit bis 2006 ab (bis zum Album "Modern Times"), diese sind auch auf der letzten CD der 3CD-Version enthalten.
Die 1CD-Version hat nun den großen Vorteil, dass sie die Gewichte richtig setzt, die wichtigsten Alben sind nun mal die ersten. Außerdem werden die unsäglichen Gospel-Umsetzungen komplett ignoriert.
Diese Version ist also die richtige für den Einsteiger !

Nun zur 3CD-Version:
Die erste CD ist den 60ern gewidmet. Kann mich noch gut erinnern, wie wir die vermeintlichen Protestsongs und auch die Songs für Stunden zu zweit auf Tape gezogen und herumgereicht haben.
Die Alben-Übersicht findet man auf der offiziellen Website bobdylan.com. Schaut mal dort hinein !

Die 2.CD ist ein Schnelldurchgang von 1969 bis 1985, immer 1 Stück pro Album, von den besseren Alben "Planet Waves" und "Blood on the tracks" auch mal 2, aber dann die große Enttäuschung: von einem der besten und musikalischsten Alben, nämlich "Desire" nur das 1. Lied, die schönen Balladen fehlen. Die letzten 5 Songs der 2. CD entstammen den Gospel-Alben

Die 3.CD beginnt mit einem Song aus dem Album "Bootleg Series 1-3". Das 12-minütige "Brownsville Girl" folgt (der Film mit Gregory Peck ist "Der letzte Scharfschütze"). Die moderneren "Not dark yet" und "Things have changed" kann man auch im Film "Wonderboys" mit Michael Douglas hören, das erstere entstammt dem Album "Time out of mind", das erst 1997 erschien, weil der Meister nur noch alle 5 Jahre ein Studio-Album herausbringt. Das zweite avancierte sogar zum Hit.

Wer braucht nun diese 3CD-Version ? Niemand.
Sie weist aber den Weg zu einer kleineren Bob-Dylan-Sammlung: Einige der älteren Studio-Alben und die offiziellen Bootlegs besorgen, "Bootleg Series 1-3" ist ja schon genannt, deckt 30 Jahre bis 1991 und enthält Aufnahmen, die offiziell sonst nicht erhältlich sind (wie z.B. den "Talkin' John Birch Blues" mit der absurdesten Suche nach Commies), dann "Bootleg Series 5" mit der "Rolling Thunder Tour". Diese enthält schöne Live-Aufnahmen von Songs des Studio-Albums "Desire". Dann weitere Live-Alben, etwa "Before the flood" mit The Band (Bob Dylan als Verräter an der Akustik-Gitarre). So, fehlt noch "Biograph", ein 3CD Set, das eigentlich auch DYLAN heißen könnte, aber bereits 1985 erschienen ist und daher die neueren Alben nicht umfasst. Aber was wiegen "Not dark yet" oder "Thunder on the mountain" gegen "Series of dreams", "Love minus zero" oder "Romance in Durango" ?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Oktober 2007
ich, als dylan-fan war zuerst skeptisch.... achja schon wieder mal ein best of......

... nur ist die box eine collectors edition mit 10 limitierten Sammelkarten und einem recht umfangreichen booklet mit seltenen Fotos... und auch die box selbst besteht aus recht hochwertigem material....

... die verpackungen der discs selbst ist auch nostalgisch im LP-Format gehalten...

zu den Songs...
... ich vermisse vor allem Songs aus von Highway 61 Album (desolation row, tombstone blues), Desire (one more cup of coffee, black diamond bay), blood on the tracks (idiot wind, if you see her say hello),
weitere songs die meiner meinung nach drauf gehört hätten:
chimes of freedom, trying to get to heaven, working man blues #2, und noch so einige....

... aber es ist eben schwer 50 jahre dylan kompakt auf "nur" 3 discs zu bringen... aber schon ok...für sammler eine absolute empfehlung... einsteiger sollten sehr eher das 3-disc set, also nicht die box kaufen...ist ja auch im preis etwas günstiger.
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am 19. November 2007
1973 gab es bereits ein Album "Dylan" mit 9 Songs, u.a. mit einer Cover-Version von Joni Mitchells "Big Yellow Taxi" ! Das neue DYLAN kommt in drei Versionen:
* als Einzel CD mit 18 Songs. (in der Erstausgabe mit Bonus CD mit 2 Vers. von "Most likely ...")
* als 3 CD Set mit 51 Songs.
* als Limited Edition Deluxe Box Set
Das Limited Edition Boxset kommt in einer Box, die in ein rotes Tuch eingepackt ist und die 3 CDs mit den 51 Songs enthält. Die 3 CDs sind als Vinyl Replica gestaltet. Da fragt man sich doch, um welche Vinyls es sich denn handelt ? Alle Versionen enthalten nur Songs aus den Studio-Alben, keine Live-Aufnahmen.

Auf der 1CD-Version sind 18 Songs, davon 10 aus den ersten Alben der 60er Jahre (bis zum Album "John Wesley Harding"). Diese sind auch auf der 1.CD der 3CD-Version enthalten. 5 Songs (einschl. dem letzten "Forever young") entstammen der Zeit bis Mitte der 70er (bis zum Album "Desire"). Diese sind auch auf der 2.CD der 3CD-Version enthalten. 3 Songs decken dann die gesamte restliche Schaffenszeit bis 2006 ab (bis zum Album "Modern Times"), diese sind auch auf der letzten CD der 3CD-Version enthalten.
Die 1CD-Version hat nun den großen Vorteil, dass sie die Gewichte richtig setzt, die wichtigsten Alben sind nun mal die ersten. Außerdem werden die unsäglichen Gospel-Umsetzungen komplett ignoriert.
Diese Version ist also die richtige für den Einsteiger !

Nun zur 3CD-Version:
Die erste CD ist den 60ern gewidmet. Kann mich noch gut erinnern, wie wir die vermeintlichen Protestsongs und auch die Songs für Stunden zu zweit auf Tape gezogen und herumgereicht haben.
Die Alben-Übersicht findet man auf der offiziellen Website bobdylan.com. Schaut mal dort hinein !

Die 2.CD ist ein Schnelldurchgang von 1969 bis 1985, immer 1 Stück pro Album, von den besseren Alben "Planet Waves" und "Blood on the tracks" auch mal 2, aber dann die große Enttäuschung: von einem der besten und musikalischsten Alben, nämlich "Desire" nur das 1. Lied, die schönen Balladen fehlen. Die letzten 5 Songs der 2. CD entstammen den Gospel-Alben

Die 3.CD beginnt mit einem Song aus dem Album "Bootleg Series 1-3". Das 12-minütige "Brownsville Girl" folgt (der Film mit Gregory Peck ist "Der letzte Scharfschütze"). Die moderneren "Not dark yet" und "Things have changed" kann man auch im Film "Wonderboys" mit Michael Douglas hören, das erstere entstammt dem Album "Time out of mind", das erst 1997 erschien, weil der Meister nur noch alle 5 Jahre ein Studio-Album herausbringt. Das zweite avancierte sogar zum Hit.

Wer braucht nun diese 3CD-Version ? Niemand.
Sie weist aber den Weg zu einer kleineren Bob-Dylan-Sammlung: Einige der älteren Studio-Alben und die offiziellen Bootlegs besorgen, "Bootleg Series 1-3" ist ja schon genannt, deckt 30 Jahre bis 1991 und enthält Aufnahmen, die offiziell sonst nicht erhältlich sind (wie z.B. den "Talkin' John Birch Blues" mit der absurdesten Suche nach Commies), dann "Bootleg Series 5" mit der "Rolling Thunder Tour". Diese enthält schöne Live-Aufnahmen von Songs des Studio-Albums "Desire". Dann weitere Live-Alben, etwa "Before the flood" mit The Band (Bob Dylan als Verräter an der Akustik-Gitarre). So, fehlt noch "Biograph", ein 3CD Set, das eigentlich auch DYLAN heißen könnte, aber bereits 1985 erschienen ist und daher die neueren Alben nicht umfasst. Aber was wiegen "Not dark yet" oder "Thunder on the mountain" gegen "Series of dreams", "Love minus zero" oder "Romance in Durango" ?
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