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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen20
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am 1. Februar 2010
Ich war schon immer ein großer Bierbichler-Fan, aber seit diesem Film verehre ich ihn geradezu. Nicht nur, dass er die biploare Persönlichkeitsstörung technisch absolut perfekt spielt - man glaubt auch nach dem Abspann, diesen Mann tatsächlich kennengelernt zu haben, nicht nur das Klischee eines Manisch-Depressiven. Und er ist im Grunde ein netter Mensch, dieser Brenninger, wenngleich man vielleicht in Bayern aufgewachsen sein muss, um das zu erkennen. Sehr schön und bewegend sind die Stellen, an denen er Schubert singt. Bierbichler ist nicht Fischer-Dieskau, aber bei Fischer-Dieskau musste ich auch noch nie weinen.

Ebenfalls grandios ist das Drehbuch mit einer wunderbaren Balance zwischen Komik und Tragik. Allerdings entwickelt sich das letzte Drittel nicht mehr so ungehemmt wie die ersten beiden. Das ist ein bisschen schade, denn die Authentizität des Film leidet etwas unter dem kontruierten Ende. Nein, das ist falsch - das Ende ist zwingend, der Weg dahin allerdings nicht hundertprozentig nachvollziehbar.

Sehr schön auch Kamera und Schnitt. Schon die erste Einstellung, ein Schattenspiel, bevor Brenninger tatsächlich ins Bild kommt, ist erstklassig. Das Spiel mit Licht und Schatten zieht sich, dem Thema entsprechend, auch weiter durch den ganzen Film. Ebenfalls über den ganzen Film hinweg fällt die Länge der Einstellungen auf - an einigen Stellen verweilt die Kamera geradezu quälend lang auf den Gesichtern - ungewohnt für den Fernsehzuschauer, aber perfekt für diesen Film.

Die übrige Besetzung der "Winterreise" ist ebenfalls sehr gelungen, vielleicht mit Ausnahme von Philipp Hochmair als Brenningers Sohn. Es stimmt, dass Sibel Kekilli etwas blass bleibt, aber es ist nicht ihre Schuld, dass die Rolle so angelegt ist.

Ein absolut toller, atmosphärischer Film, künstlerisch, aber nicht verkopft, ruhig, aber nicht langweilig.
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am 7. Januar 2008
Eine Winterlandschaft, trostlos-traurige Klaviermusik des polnischen Komponisten Anton Lazarkiewicz, die Kameraführung von Bella Halben, die geschickt mit Schärfe, Unschärfe, Perspektiven und Schatten spielt, sehr intensive Stimmung gleich zu Beginn, ein Mann, der einen Strick auf seine Festigkeit testet, als wolle er sich aufhängen, so beginnt Hans Steinbichlers Film "Winterreise", der national und international mit Filmpreisen und anderen Auszeichnungen bedacht wurde. Die Stimmung driftet mal in den latenten Wahnsinn ab, mal in entspanntere Szenen, kehrt aber immer wieder zu diesem Level zurück. Und mehr kann man über diesen gefühlvoll erzählten Film nicht sagen, ohne Hauptdarsteller Josef Bierbichler zu erwähnen. Denn um ihn dreht sich die Handlung, er trägt den ganzen Film und es gibt in Deutschland wohl kaum einen anderen Schauspieler, der die Rolle des Franz Brenninger so glaubhaft hätte darstellen können. Und durch ihn wird diese Figur zu einer der wohl tiefgründigsten, die das deutsche Kino je hervorgebracht hat. Bierbichler gibt einen guten Teil seiner selbst in diese Figur und wirkt dadurch so natürlich, dass es eine Wonne ist, ihm zuzuschauen. Die anderen Schauspieler spielen Bierbichler sehr gut zu, allen voran die frühere Leinwandgröße Hanna Schygulla, die als Martha einen starken ruhigen Gegenpol zu Brenninger darstellt.
Der Film - der, nebenbei angemerkt, keine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Meinrad Braun ist - spielt zu zwei Dritteln im verschneiten Bayern und danach in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia. Dort wurde auch gedreht und vieles davon besitzt dokumentarischen Charakter. Steinbichler erzählt im Kommentar, dass sie beim Dreh in den Straßen der Stadt improvisieren mussten, weil sich diese Kulisse nicht kontrollieren ließ, und das merkt man den Bildern sehr an. Dadurch wirken sie sehr authentisch. Brenningers Charakterwandel wird hier auch bildlich mit dem Kontrast von Schneelandschaft und afrikanischer Hitze verdeutlicht. Überhaupt hat Steinbichler viel Bildsprache in seine Inszenierung gebracht, die selbst dem Laien auffallen kann.

Den Film kann man auch mit Audiokommentar von Regisseur Steinbichler anschauen. Dadurch erfährt man viel über die "Winterreise", er erklärt eine Menge, driftet auch öfter von den einzelnen Szenen zum Gesamtwerk ab, was ebenfalls interessant ist. An weiteren Extras bietet die DVD ein Making Of mit Interviews von allen Beteiligten außer Bierbichler, was ein wenig verwundert, weiterhin kann man der Entstehung einer Szene beiwohnen, eine recht kurze Fotostrecke und einen Trailer anschauen und sich die Biografien der Beteiligten durchlesen. Außerdem versetzt sich Philipp Hochmair, der Brenningers Sohn spielt, in seine Rolle als Baumarkt-Filialleiter, was nicht ganz so lustig ist, wie es wohl gedacht war.

Der Film ist wertvoll als Charakterstudie und sehr schön erzählt. Eine gelungene Inszenierung um diesen hervorragenden Schauspieler Bierbichler herum, der alle Facetten eines manisch depressiven Unsympathen und seinen Weg heraus aus sich selbst leidenschaftlich und nachvollziehbar darstellt. Sehr empfehlenswert, aber er hinterlässt eine etwas traurige Stimmung und das Bedürfnis, nachher mit irgendwem darüber zu reden.
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am 24. Februar 2009
Das für deutsche Produktionen alles andere als schlechte Kinojahr 2006 brachte mit "Winterreise" eine der besten deutschen Produktionen der jüngeren Vergangenheit, wenn nicht gar der gesamten Geschichte des deutschen Films hervor.

Frauenfilme gibt es ja viele, aber einen Film, der sich die Zeit nimmt, sorgfältig die Psyche eines (defekten) Mannes zu beobachten, das hat man selten. Kenner der abgründigen Literatur und ihrer Verfilmungen dürften mit Büchners Woyzeck und Döblins Franz Biberkopf schon die Vorgänger der Hauptfigur dieses Films, des Franz Brenninger, kennen gelernt haben. Doch die beiden Erstgenannten brechen nicht mit solcher Kraft über den Zuschauer herein wie dieser brüllende, ordinäre Provinzmensch mit der erstaunlich sensiblen Seite.

Jede Dialogzeile, jede Geste des Brenninger ist eine Wucht und zeigt uns das Leben auf dem schmalen Grat zwischen Empfindsamkeit und Brutalität, das zwangsläufig nicht in ein Happy End münden kann. (Dass das Ende meinetwegen aber nicht genau so gestaltet hätte werden müssen, verbuche ich unter persönlichem Geschmack und gebe dem Film deswegen keinen Punktabzug).

Regisseur Hans Steinbichler und seinem Hauptdarsteller Josef Bierbichler ist ein großer Wurf gelungen, dem der kommerzielle Erfolg allerdings im Kino versagt blieb. Auf DVD wird es nicht viel besser sein. Schade, aber ist eben so. Dazu ist es einfach zu schwere Kost.

Fazit: Nichts für einen entspannten Abend bei Schnittchen und Skype, eher etwas für Fans der fein beobachteten Charakterstudie, die auch mal in eine böse Satire auf die vermeintlich heile Welt der bayerischen Provinz umschlagen kann.
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am 30. April 2009
Ja, was soll ich sagen?!
Hab den Film, natürlich^^, auf "arte" geguckt, da ich ein absoluter arte-Fan bin und bin, wie fast von jedem Film, welcher auf arte ausgestrahlt wird, begeistert.
Ich hab schon mehrere Filme mit Josef Bierbichler gesehen, vor kurzem erst "Im Winter ein Jahr" und er macht seine Sache immer gut.
Sibel Kekilli sah ich bereits in "Gegen die Wand" und seitdem beeindruckt sie mich ebenfalls in so gut wie jedem Film.
Also, dieser Film gehört zu meinen Lieblingen. Starke Schauspieler, sehr gute Story, eine menge Emotionen, Gefühle, welche Zuschauer wie mich, absolut mitreißen.
Ich liebe diesen Film und kann ihn eigentlich so gut wie jedem empfehlen.
Außerdem ist dies wieder so ein Film, wo keine Szene oder Stelle langweilig wird, es bleibt durch schöne Bilder und die Atmosphäre an sich immer unterhaltsam und teilweise spannend.
Der Film hat etwas sehr kühles und gleichzeitig etwas sehr warmes an sich.
Und das Beste überhaupt: die MUSIK!
Einfach großartige Musik wird in diesem Film gespielt.
Super ;-))
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am 17. November 2007
Ich finde, dass dieser Film sehr ausgereift in seiner Handlung als auch in seinen Bildern ist. Biebilchler alleine trägt diesen Film auf seinen Schultern verleiht ihm eine Authentizät, die Hollywood nur selten erreicht hat. Leider gibt es zu wenige solcher ausdrucksvollen Filme. Er zeigt vor Allem, dass Deutschland auch sehr gute Filme produzieren kann und sich vor der internationalen Konkurrenz nicht verstecken muss.
Im Übrigen verleiht die Kuriosität der Handlung dem Film gerade seine Einzigartigkeit. Es wird kein Blatt vor dem Mund genommen und genau dadruch erreicht er einen sehr hohen Grad von Ehrlichkeit.
Summa summarum ein toller Film. Bravo an den Regisseur und den Schauspieler.
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am 9. Dezember 2011
Ohne die größtenteils sachlich richtigen Kommentare in irgendeiner Weise wiederholen- oder gar in Frage stellen zu wollen, erlaube ich mir, den Film hier von der rein emotionalen (und somit durchweg subjektiven, da sehr persönlichen) Seite zu betrachten.

Die Bilder, wie auch die Musik, haben mich bei diesem Film zuerst etwas irritiert und auch ratlos zurückgelassen. Mit Ausnahme einiger wirklich beeindruckenden Szenen (beispielhaft sei hier das Klavierspiel des Brenninger genannt) konnte ich den Gehalt des Werkes zuerst nicht erfassen. Überraschenderweise hat der Film nach einer gewissen "Nachwirkzeit" immer wieder Bilder in meinem Kopf in Erscheinung treten lassen, die an Eindringlichkeit schwer zu überbieten sind. Er geistert immer wieder in meinem Kopf herum, eine wunderbare Aufnahme der "Winterreise" (von Dietrich Fischer-Dieskau) wurde schnell angeschafft und verbreitet ihre tiefe und auch schwere Stimmung seither mit schöner Regelmäßigkeit in meinem Herzen, begleitet von der Erinnerung an die Bilder des Films.

Dieser Film steht für mich stellvertretend für die dunkle und schmutzige Seite des Winters, die sicherlich jedermann schon als solche empfunden hat und niemand allzu lange gutheißt. Trotzdem wird auch die immerzu gegenwärtige "Restwärme" einer solchen Zeit spürbar. Wer nicht bereit und willens ist, in diese spezielle Tiefe zu gehen (was keine Schande ist), der wird an diesem Film sicherlich nichts finden, was bleibt. Wer stabil und offen genug ist und eine zutiefst melancholische Grundstimmung nicht scheut, kann hier sein Bewußtsein (und seine vermutlich außergewöhnliche Filmsammlung) um ein kleines Juwel bereichern.
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am 11. August 2014
In diesem exzellenten Road-Movie zeigt der große Darsteller Bierbichler alle Facetten seines Könnens. Ebenso gelungen sind die Stimmungsbilder; als Zugabe gibt es Hanna Schygulla in einer Nebenrolle. Der Film funktioniert nicht nur in all seinen Einzelteilen sondern auch als Ganzes und beleuchtet fast nebenbei zwei völlig unterschiedliche Welten.
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Poetisch und brutal, Bierbichler und die von ihm (in Auszügen) gesungene WINTERREISE, eine Handlung, die von Oberbayern nach Afrika führt. Weiße Winterlandschaften, hier hätte die Kamera noch länger drauf bleiben können, bis es den nicht geübten unter den Zuschauern als zu lange erschienen wäre (wie so oft bei Werner Herzog!).

Bayerische Befindlichkeiten, in der zweiten Hälfte des Films, ins Afrikanische überführt. Die Rolle des Eisenhändlers Brenninger kann nur Bierbichler spielen, jedem anderen würde man sie nicht abnehmen.

In einer kurzen Szene: die Trostlosigkeit eines Baumarktes in der bayerischen Provinz, fast ein Gefängnis, wenn man dort arbeiten muss (wie dies richtigerweise im "Making of " unter den Bonuntracks zur Sprache kommt).

Nach dem Ansehen des Films hört man die WINTERREISE (zwingend!).

( J. Fromholzer )
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am 11. September 2014
Geiler Film, Respekt Herr Bierbichler!
Der Film entführt einen in eine andere Welt. Mal lustig, mal melancholisch, mal absurd. Toll.
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am 9. März 2016
Lie ferung und Qua lität ein wand frei!
Lie ferung und Qua lität ein wand frei!
Lie ferung und Qua lität ein wand frei!
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