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5.0 von 5 Sternen Heiligtum.
Eine Art Heiligtum ist dieses Madonna-Album für mich. Dadurch wurde ich 1992 zum entgültigen Fan von ihr. Es kam zu einer Zeit, als Madonna die Öffentlichkeit wieder einmal mit ihrer direkten und freizügigen Art provozierte. Wohl auch deshalb wurde es von der Kritik ziemlich zerissen und als Flop bezeichnet. Dabei verkaufte sich "Erotica" millionenfach...
Veröffentlicht am 10. November 2009 von Stefan

versus
3.0 von 5 Sternen Entschärfte Texte aber kein Bonus-Track
"Erotica" kann man in vielerlei Hinsicht als ein Album sehen, mit dem sich Madonna durch Produzent Shep Pettibone neu entdeckte. Im Vergleich zu früheren Alben geht es auf "Erotica" zwar auch um Liebe, Sinnlichkeit und Sex, aber die Texte sind subtiler und tiefgründiger als auf den Vorgängern.
Die "Clean-Version"...
Am 10. April 2001 veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heiligtum., 10. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Erotica (Audio CD)
Eine Art Heiligtum ist dieses Madonna-Album für mich. Dadurch wurde ich 1992 zum entgültigen Fan von ihr. Es kam zu einer Zeit, als Madonna die Öffentlichkeit wieder einmal mit ihrer direkten und freizügigen Art provozierte. Wohl auch deshalb wurde es von der Kritik ziemlich zerissen und als Flop bezeichnet. Dabei verkaufte sich "Erotica" millionenfach und die Musik ist wirklich erstklassig. Während ihre Alben davor für mich zwar grandiose Einzeltitel enthielten, aber als Gesamtwerke unausgewogen wirkten, stimmt bei diesem Album eigentlich erstmals Alles. Die Songs passen gut zusammen, es gibt keinen Störfaktor auf der CD.

Erotica - Sinnlich, erotisches Feuerwerk. Madonna haucht die Strophen mit einer voll Erotik knisternden Stimme, dabei ist es nur eine Art Sprechgesang. Der Refrain ist dann ziemlich hoch gesungen, dazu einer schneller Beat, der durchaus auch gut tanzbar ist.

Fever - Ist hier ein cooler Dancehit. Dabei klingt "Fever" um Einiges moderner als das Original. Der Sound sehr technisch im Discostyle, Madonnna singt überzeugend.

Bye bye baby - This is not a lovesong. Mit verstellter, relativ hoher Stimme singt Madonna diesen Abgesang auf eine verflossene Liebe. Trotz des modernen Discosounds im Hintergrund, wirkt der Titel etwas wie aus den 50er oder 60er Jahren. Klasse-Song, der aber nicht auf Anhieb zündet.

Deeper an deeper - Ein herrlich tanzbarer Popsong. Etwas im Disostyle der 70er Jahre gehaltener Sound. Madonna singt gut und kraftvoll, die Melodie bleibt sofort hängen. Im Zwischenteil dann ein paar spanische Gitarrenklänge und gegen Ende ein paar Lyrics-Anleihen beim Megahit "Vogue". Hört man auch heute noch zu Recht oft im Radio.

Where life begins - Eingeleitet mit coolen Saxophonklängen. Madonna beglückt uns wieder mit ihrem Sprechgesang, der Refrain dann eine schön gesungene, eingängige Melodie. Schöner Mit-Tempo-Song der beruhigend wirkt.

Bad girl - Sehr schöne Ballade mit einer bewußt traurig klingenden Madonna. Der Song bleibt auch sofort hängen, die Melodie will einfach nicht mehr aus dem Kopf. Tipp: Unbedingt das Video zum Titel einmal ansehen, eines der besten Madonna-Videos mit Christopher Walken.

Waiting - Etwas jazzig angehaucht klingt Madonna hier wieder sehr sexy. Die Strophen sind ähnlich wie bei "Erotica" mit tiefer Stimme dahingesprochen. Der Sound hat etwas von Nachtclubatmosphäre. Sehr sinnlicher Song.

Thief of hearts - Gut tanzbarer Discosong mit dezentem Bass und Elektrosound. Wirkt auch gleich vertraut.

Words - Nach einer ruhigen, kurzen Einleitung nimmt der Titel sofort Fahrt auf. Eigentlich ein klassischer Popsong, der zudem gut tanzbar ist, etwas im Stil von "Deeper and deeper". Sehr schöner Zwischenteil, in dem der Sound reduziert wird und Madonnas Stimme sehr schön z.T. mehrstimmig zu hören ist.

Rain - Der ewige Klassiker aus dem "Erotica" Album. Einfach zauberhaft diese Ballade. Madonna singt hier wirklich sehr gut. Tiefe Töne, hohe Töne hier beweist sie, dass sie es wirklich kann. Spätestens beim Zwischenteil ("here comes the sun") ist man dann vor Begeisterung völlig dahin geschmolzen.

Why's it so hard - Ein weiterer toller Popsong. Bei den Strophen vollbringt Madonna eine Art gesangliche Akrobatik. Der Hintergrundsound ist eigentlich fast wie bei "Erotica" nur einen Tick langsamer. Coole Männerstimme im Hintergrund bei der Überleitung zum Refrain.

In this life - Ist eine etwas schwermütige, melancholische Ballade. Liegt wohl am traurigen Thema (Tod eines guten Freundes). Sehr gut und mit viel Gefühl gesungen. Besonders gefällt mir der lange Ausklang des Titels, wo man den Schmerz in Madonnas Stimme richtig hören kann.

Did you do it - Ob dieser Song nun auf dem Album sein musste? Naja, ich weiß nicht. Rapper führen durch den Song. Der Refrain besteht aus einem Sample von "Waiting", wobei Madonna nur ansatzweise zu hören ist. Mich überzeugt das nicht.

Secret garden - Das ist nochmal ein Highlight am Ende des Albums. Mit Klavier eingeleitet und einem coolen Jazzsound im Hintergrund flüstert uns Madonna die Lyrics zu. Der Refrain ist genial simple und reißt einen sofort mit.

Nach 14 Titeln und 75 Min. 24 Sek. ist das Album nun vorbei. Was auffällt ist, dass die Songs ziemlich lang sind, nur weinige unter 5 Minuten. Dies wirkt aber nicht negativ, im Gegenteil die meisten Titel konnten sich durch die Länge erst richtig gut entfalten.

Das Artwork und die Bilder des Albums wirken sehr erotisch und provozierend, in keinster Weise billig und plump. Überhaupt läuft Das, was 1992 noch provozierte, heutzutage schon am frühen Nachmittag auf jedem Fernsehsender. Madonna hatte halt den Mut Es als eine der Ersten zu zeigen. Eigentlich kein Aufreger, heute so wie damals.

Auf alle Fälle sollte man dieses Album zuerst hören, ehe man voreilig darüber urteilt. Aus meiner Sicht ein sehr gelungenes Werk.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Let my mouth go where it wants to ..., 18. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Erotica (Audio CD)
Als Skandal, als Megaflop, Stilbruch, Selbstaufgabe oder Untergang Madonnas wurde diese Cd oft übertrieben bezeichnet - aber sie ist nichts von allem ... sie ist definitiv nur anders als Madonnas Cds bis dahin. Madonna hatte diesmal nicht nur die Optik, sondern auch das Thema und den Sound radikal geändert und zwar entscheidend. Das war für viele so nicht akzeptabel.

Was "Vogue", "Justify my love" und "Rescue me" im Vorfeld bereits ankündigten, wurde 1992 zu diesem Longplayer - weg vom reinen Chartpop und hin zum Clubsound mit Hiphop-Anleihen und monotonen Klangteppichen, inklusive lasziver bis anzüglicher Texte. Eigenwillig, szenig und für viele befremdlich.

Die Überdosis an Freizügigkeit erfolgte für die meisten in Kombi mit dem Sex-Buch und Madonnas Hauptrolle in dem Kinofilm "Body of Evidence", doch ich bleibe dabei - "Erotica" ist eines von Madonnas besten, kreativsten und ausdrucksstärksten Alben. Vorbei der Radio-Pop a la "La isla bonita" oder "Like a prayer" - vorbei die familientauglichen Pop-Videos, vorerst zumindest, aber konsequent. Enttäuscht haben viele für sich feststellen müssen, dass Madonna im Studio herumexperimentiert hatte. Der Sound klang nach Underground, jazzig und schwarz. Die Lyriks waren alles andere als "jugendfrei". Es ging um sexuelle Vorlieben, Fantasien und Geschichten voller Leidenschaft, Hingabe und Experimente - ohne Umschweife. "Erotica" erschloß sich als Gesamtwerk oder gar nicht und wer bisherige Erwartungen nicht abstreifen konnte, verabschiedete sich verunsichert - Madonna stand erstmals auf dem Prüfstand.

Unbeirrt dessen, koppelte sie dennoch insgesamt sechs Singles aus, darunter so schöne Titel wie die Midtempo-Balladen "Bad girl" und "Rain", mit den wohl besten Videos ihrer Karriere oder aber auch "Deeper and deeper" und den für viele echt verstörenden Titeltrack und Opener. Trotz der weltweiten Kritik, erreichte Madonna aber auch eine neue Hörerschaft, wenn auch in geringerer Zahl. Der erwachsene gereifte Sound machte sich in vielen Szene-Clubs breit - Madonna war nun zumindest dort salonfähig, wo sie vorher als Dauerhitlieferant zu unspektakulär oder mainstream war. Sie festigte sich endültig als Gay-Ikone und Diva, auch bedingt durch ihre Andeutungen in den Texten und ihrer Bekenntnisse und Statements zur "sexuellen Freiheit" in vielerlei Hinsicht.

Oft wird über dieses Zeitdokument "Erotica" abfällig berichtet, ohne dass die Musik im Vordergrund steht, was Madonna leider selbst zu verantworten hat. Nimmt man sich allerdings die Zeit, kann man entdecken, dass dieses rohe und fantasievolle Material einzigartig, mutig, aufregend und für mich persönlich sehr gelungen ist. Titel wie "Where life begins", "Waiting", "Bye bye baby" oder "Secret garden" sind coole, verspielte, kreative und urbane Tracks, wie man sie von Madonna nur hier findet. Der Schritt in eine möglicherweise für die Mehrheit ungefälligere Musiklandschaft und den damit von vornherein zu erwartenden niedrigeren Charterfolgen der bis dahin endlos verwöhnten Madonna verdient meinen Respekt.

Bei aller Wandlung - es ist und bleibt gute bis sehr gute Popmusik. Die Titel haben wunderbare Refrains und schaffen sehr viel Atmosphere. Es war und ist ein Meilenstein und ein aussagekräftiges und kurzweiliges Album, wenn man sich dem ein wenig öffnen mag - dann kann man es sogar vollends zelebrieren.
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5.0 von 5 Sternen Sehr persönlich - Eines der besten Werke der Queen of Pop!, 18. April 2008
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Erotica (Audio CD)
"Erotica" ist neben "American Life" wohl eines der umstrittensten Alben von Madonna. Es ist aber definitiv eines ihrer persönlichsten Werke und sehr facettenreich. Neben Songs, die ziemlich keck mit dem Thema Erotik umgehen (bei "Where Life Begins" muss ich immerzu schmunzeln), gibt es auch die recht instrumentalkarge Liebesballade "Rain", die auch gleichzeitig die kommerziell erfolgreichste Singleauskopplung aus dem Album darstellt oder den sehr melancholischen und gefühlvollen Song "In This Life", in dem Madonna den Tod eines Freundes, der an den Folgen von Aids starb, verarbeitet.

Wie gesagt, das Album ist sehr persönlich. In "Deeper and Deeper" singt sie von sich selbst, einer Frau, die sich ständig zu schnell in die falschen Männer verliebt. Ende der 80er und auch noch in den 90ern wurde sie ständig enttäuscht, angefangen von ihrer Ehe mit Sean Penn bis hin zu ihrer Affäre mit Warren Beatty (ich wusste vor dem Lesen der Biografie "Like an Icon" nicht, dass sie mit ihm zusammen war!). Durch die orientalischen Einflüsse und den soften Dancebeats ist der Track mein Lieblingssong auf dem Album.

Die Melodien der Songs sind sehr gelungen. Ob das chillige Arrangement in "Secret Garden" oder die fast aufdringliche Melodie zu "Words"... Vielfalt wird auf "Erotica" groß geschrieben. Alles klingt aber sehr "Vogue"-like, wenn man sich die Beats genauer anhört. Das ist ganz logisch, denn Madonna hat auf diesem Album unter anderem mit Producer Shep Pettibone zusammengearbeitet, der für diesen Hit verantwortlich ist. Dadurch sind die Songs ohrwurmlastig geworden.

Madonnas Darbietungsart der Songs hat sich hierauf verändert. In vielen Songs singt sie nämlich gar nicht, sondern sagt die Texte auf. Dieses verruchte Flüstern ist sehr ungewöhnlich. Anfangs wusste ich deswegen gar nicht recht, was ich von dem Album halten sollte.

Das Album ist 1992 in zwei verschiedenen Versionen erschienen. Die Clean Version von "Erotica" enthält den Song "Did You Do It?" nicht. Eigentlich war der Titel nur ein Spaßsong, den sich zwei Mitverantwortliche des Albums erlaubt haben, aber Madonna fand ihn am Ende so gut, dass sie ihn aufs Album packte, obwohl sie darin nur leise im Hintergrund zu hören ist. Man rappt in dem Song über Sex in einer Limosine und Ähnlichem und wegen der eindeutigen sexuellen Darstellung bekam das Album die "Parental Advisory"-Plakette aufgedruckt.

Wirklich schlechte Songs auf "Erotica" sucht man vergebens, nur die Coverversion zu "Fever" ist recht gewagt und gewöhnungsbedürftig und "Why's It So Hard" klingt für dieses Album zu gewöhnlich.

Aber ansonsten ist das Album sehr empfehlenswert. Es ist eine Schande, das "Erotica" offiziell gefloppt ist und durch die Skandale drumherum (z.B. die Veröffentlichung von Madonnas Bildband "SEX") unterging, denn im Nachhinein muss man wirklich sagen, dass dieses Album eines von Madonnas besten Werken ist. Auf jeden Fall ist es auf Grund der Vielschichtigkeit eines der meistgehörtesten Alben bei mir.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres erotisches Meisterwerk - viel zu unterschätzt!, 25. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Erotica *Clean Version* (Audio CD)
Hier würde passen: Geiles Album - falsche Zeit! Was wäre Madonna ohne irgendwelche Skandale bzw. Provokationen? Das wäre wie ein Fussballspiel ohne Tor. Aber dafür lieben wir sie doch. Kurz vor der Veröffentlichung ihres bisher heftigsten Skandals, dem Bildband "Sex", veröffentlichte Madonna 1992 ihr 6. Studioalbum "Erotica". Die Leute hatten die Nase gestrichen voll von ihr: MTV weigerte sich das Musikvideo zu "Erotica" zu spielen und die Presse "prügelte" auf Madonna ein. Sicherlich nicht unbedingt klug von Madonna ihr Album zu dieser Zeit zu veröffentlichen, da es einfach fantastische Songs enthält. Der Opener und zugleich auch Titelsong "Erotica" sprüht nur so vor Erotik und sexuellen Anspielungen, was keinesfalls provozierend oder skandalös ist, wie es von allen bezeichnet wurde. "Deeper And Deeper", "Thief Of Hearts", "Words", "Fever" (Cover von Peggy Lee) und "Bye Bye Baby" (Madonna verstellt ihre Stimme um einige Töne höher - klingt super!) gehen sofort ins Blut. Das Album enthält neben den dancetauglichen Songs (alle produziert von Shep Pettibone - er war auch zuständig für den Kulthit "Vogue"), auch ruhige Balladen. Vor allem "Bad Girl" und "Rain" unterstreichen den romantischen und gefühlvollen Touch des Albums. "Secret Garden" beginnt mit einem Piano und geht sehr gelungen über in die Jazz-Richtung.
Im Großen und Ganzen hat man das Gefühl, wenn man die Augen schließt und die CD laufen lässt, dass die Göttin (ich liebe ihre verdammt geile, dunkle und raue Stimme) in einem Nachtclub singt und du hörst ihr zu.
Da ich ihre "Sex"-Phase sehr genoss und aufregend fande, gehört "Erotica", neben "Like A Prayer" und "Ray Of Light" zu meinen Lieblingsalben von Madonna.
Das Album hat es verdient, gekauft zu werden!!!!!!!!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen These songs are coming down like rain!, 20. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erotica *Clean Version* (Audio CD)
Meiner Meinung nach ist die "Erotica" das beste Madonnaalbum das je veröffentlicht wurde. Sie hat Ihre etwas quitschige Achzigerphase hinter sich gelassen und die Songs klingen wesentlich gereifter als bisher. Dieses Album schließt sich im Grundstil sehr gut an Vogue und Justify my Love an. Es hat aber auch noch nicht die sehr elektronischen Klänge wie die Ray Of Light oder die Music. Der Focus wird sehr auf Ihre durchaus kraftvolle und sinnliche Stimme gelenkt. Die Songs an sich haben sehr viele verschiedene Facetten, die von tanzbaren Songs bis hin zu sehr romantischen Balladen reichen. Alle Songs bekommen nach mehrmaligen hören einen unvergesslichen Tiefgang der dazu führt das die Songs nie langweilig werden.
Viele Kritiker haben dieses Album in der Luft zerissen, was meiner Meinung nach ungerechtfertigt ist, da es nicht um Sex, sondern um Erotik und andere nur sehr menschliche Gefühle geht... Madonna hat wieder einmal für etwas büßen müssen was jeder tut und fühlt, aber nur Sie ausspricht. Schade...
Wie schon gesagt hat dieses Album viele Höhepunkte und Rain ist seit Jahren mein absolutes Lieblingslied, weswegen man diese CD auf jeden Fall besitzen sollte.
Bildet euch aber am besten selber eine Meinung über diese grandiose Platte, denn über Geschmack kann man ja nicht streiten...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste was Madonna uns jemals gegeben hat, 8. Januar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Erotica *Clean Version* (Audio CD)
Ein wunderschönes Album, für mich ist es das Beste, dass Madonna jemals herausbrachte. Auf diesem Album herrscht ein Hauch von Erotik vermischt mit Melancholie und ein klein bißchen Düsterkeit. Gerade dies sind aber die Dinge, die dieses Album zu Madonnas experiementelsten und schönsten machen. Songs wie "Where life begins" oder auch "Secret Garden" gehen mir persönlich unter Haut. Die Stimme von Madonna geht ins ruhige, sanfte und eben melancholische über. Ein leichter Hauch von Sehnsucht kann man bei genaueren Betrachten der Lyrics sehr leicht feststellen. Aber auch die wunderschönen Piano-Klänge machen diese Songs einmalig. Und auch die anderen Songs haben alle ihre ganz eigene Persönlichkeit, die man bei öfteren hinhören und mit etwas Gefühl zur Erotik, schnell herausfinden kann. Nur schade, dass dieses Album schlecht verkauft wurde. Vielleicht waren die Menschen damals noch nicht bereit, die wirkliche Erotik kennen zu lernen. Denn in diesem Album geht es viel mehr um Erotik und Sehnsucht als um Sex.
Tobias Lupo
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EROTICA: Die böse Schwester von Like a Prayer, 18. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Erotica (Audio CD)
Es sind unmengen von Jährchen vergangen und heute habe ich genau diese CD eingelegt, einfach so und wow, was kamen da für Erinnerungen hoch.
Damals wurde das Album verflucht, gehasst, fast wie ein Pornomagazin behandelt. Wie konnte es eine Sängerin- Eine Popsängerin- wagen sowas zu tun? Eine CD, dazu ein Buch namens "SEx"- welches binnen kürzester Zeit vergriffen war...Ja...es war eine heikle Zeit. Dann noch das unsägliche "Body of Evidence"...ja...ein Overkill des Themas.
In den Medien war das Thema AIDS/ HIV DAS THEMA und mitten in dieser unterkühlten Zeit ein Album, dass SEx vermarktet? (Was es nicht tut)Das ging für viele zu weit.
Es war die Zeit worin Schwule und HIV zusammen genannt wurden, die Heterowelt schien davon kaum betroffen zu sein, man mochte nicht darüber sprechen, aber es war wichtig darüber zu sprechen. Es ist immer noch wichtig darüber zu sprechen, denn HIV scheint für viele junge Menschen nicht zu existieren- einige glauben sogar, dass es halb so schlimm ist, wegen den Medikamenten und so...und das macht EROTICA immer noch so relevant.

In Erotica geht es um Phantasien, in einer Welt in der SEx was boshaftes anhaftet, etwas gefährliches.
Madonna machte klar, dass jeder Mensch RECHT auf seine Phantasien hat, aber vielmehr geht es um Themen wie Verantwortung, Lust und Beziehungen, Betrug, Verrat, Enttäuschung.
Dabei bedient sie sich der fiktiven Figur der Dita, und eröffnet mit dem Song Erotica eine Reise in das Reich der Sinne: Von Oralverkehr - Where Life begins, über SM- EROTICA und Secred Garden ist alles dabei. Vor allem werden dabei die Gemütsstadien der jeweiligen Protagonisten (oder von Dita) sehr gut eingefangen.
Klar geht es auch um das Thema AIDS- In this Life, eine der traurigsten und schrägsten Balladen, die sie jemals geschrieben hat, oder um Abhängigkeiten - Bad Girl...
Das Album klingt kalt, minimalistisch,
passt wunderbar zu der Grundstimmung dieser Zeit.
Ein gewagtes Album, dass weiter als Like a Prayer geht und thematisch, noch offener und tiefgründiger ist...wenn man genauer hinhört.
Erotica übernimmt musikalisch mehrere Funktionen:
Madonna bricht zunächst mit alten Stilmitteln,
entmystifiziert das Image des unerreichbarem Popstars, indem sie sich für alle, in der Phantasie, verfügbar machte.
Definiert die Rolle- ungewollt- der weiblichen Sängerinnen neu
und eröffnet- unabsichtlich, für die jüngere Generation die grenzen der Provokativen und Selbstdarstellung.
Eine ungewöhliche Zeit war das, wo eine Frau sich selbstbewusst zeigte, über ihre Geilheit sang und sich nicht dafür schämte.
Heute ist das normal.
Und nicht vergessen..Bei aller Geilheit...EROTICAS Message ist: Lebe deine Lust, sei Vernünftig, schütze dich, beachte die Regeln und lebe deine Träume. Schätze dich und lass dich nicht manipulieren. Tue dir und anderen nicht weh und habe Respekt vor der Liebe.
Für ein POP-Album ist das jede Menge ;)
Sollten sich einige mal wieder anhören ;)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr persönlich - Eines der besten Werke der Queen of Pop!, 13. Juli 2008
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Erotica *Clean Version* (Audio CD)
"Erotica" ist neben "American Life" wohl eines der umstrittensten Alben von Madonna. Es ist aber definitiv eines ihrer persönlichsten Werke und sehr facettenreich. Neben Songs, die ziemlich keck mit dem Thema Erotik umgehen (bei "Where Life Begins" muss ich immerzu schmunzeln), gibt es auch die recht instrumentalkarge Liebesballade "Rain", die auch gleichzeitig die kommerziell erfolgreichste Singleauskopplung aus dem Album darstellt oder den sehr melancholischen und gefühlvollen Song "In This Life", in dem Madonna den Tod eines Freundes, der an den Folgen von Aids starb, verarbeitet.

Wie gesagt, das Album ist sehr persönlich. In "Deeper and Deeper" singt sie von sich selbst, einer Frau, die sich ständig zu schnell in die falschen Männer verliebt. Ende der 80er und auch noch in den 90ern wurde sie ständig enttäuscht, angefangen von ihrer Ehe mit Sean Penn bis hin zu ihrer Affäre mit Warren Beatty (ich wusste vor dem Lesen der Biografie "Like an Icon" nicht, dass sie mit ihm zusammen war!). Durch die orientalischen Einflüsse und den soften Dancebeats ist der Track mein Lieblingssong auf dem Album.

Die Melodien der Songs sind sehr gelungen. Ob das chillige Arrangement in "Secret Garden" oder die fast aufdringliche Melodie zu "Words"... Vielfalt wird auf "Erotica" groß geschrieben. Alles klingt aber sehr "Vogue"-like, wenn man sich die Beats genauer anhört. Das ist ganz logisch, denn Madonna hat auf diesem Album unter anderem mit Producer Shep Pettibone zusammengearbeitet, der für diesen Hit verantwortlich ist. Dadurch sind die Songs ohrwurmlastig geworden.

Madonnas Darbietungsart der Songs hat sich hierauf verändert. In vielen Songs singt sie nämlich gar nicht, sondern sagt die Texte auf. Dieses verruchte Flüstern ist sehr ungewöhnlich. Anfangs wusste ich deswegen gar nicht recht, was ich von dem Album halten sollte.

Das Album ist 1992 in zwei verschiedenen Versionen erschienen. Die Clean Version von "Erotica" enthält den Song "Did You Do It?" nicht. Eigentlich war der Titel nur ein Spaßsong, den sich zwei Mitverantwortliche des Albums erlaubt haben, aber Madonna fand ihn am Ende so gut, dass sie ihn aufs Album packte, obwohl sie darin nur leise im Hintergrund zu hören ist. Man rappt in dem Song über Sex in einer Limosine und Ähnlichem und wegen der eindeutigen sexuellen Darstellung bekam das Album die "Parental Advisory"-Plakette aufgedruckt.

Wirklich schlechte Songs auf "Erotica" sucht man vergebens, nur die Coverversion zu "Fever" ist recht gewagt und gewöhnungsbedürftig und "Why's It So Hard" klingt für dieses Album zu gewöhnlich.

Aber ansonsten ist das Album sehr empfehlenswert. Es ist eine Schande, das "Erotica" offiziell gefloppt ist und durch die Skandale drumherum (z.B. die Veröffentlichung von Madonnas Bildband "SEX") unterging, denn im Nachhinein muss man wirklich sagen, dass dieses Album eines von Madonnas besten Werken ist. Auf jeden Fall ist es auf Grund der Vielschichtigkeit eines der meistgehörtesten Alben bei mir.
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5.0 von 5 Sternen Schwer unterschätzt, 1. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Erotica (Audio CD)
Madonnas Album "Erotica" ist wohl eines der unterschätztesten Musikwerke aller Zeiten. Das Album strotzt nur so vor Kreativität, Idee und Hingabe. Ich bin kein Madonna-Fan, jedoch gehört dieses Album zu meinen absoluten Favoriten. Wieso dieses Album bei sonst eingefleischten Madonna-Fans nicht so gut ankam/ankommt, liegt vielleicht genau an dem, was mir so gefällt. Es ist kein US-amerikanischer Kommerzpop, sondern wirklich innovative Musik. Madonna probiert alles aus: Von Hip Hop über Lounge bis Trance. Wer irgendwelche plumpen Anspielungen auf Sex a la Rihanna (und anderen US-Miezen) erwartet, liegt wirklich falsch. Das Album behandelt die Themen Erotik, Emotionen, Trennung, Tod, Trauer... Es ist wirklich anspruchsvoll. Zu den Liedern kann ich nur sagen, dass jedes seine eigene Wucht hat. "Erotica" ist eine S/M-Hymne mit arabischem Gebetsgesang (JA, wirklich!), "Rain" eine der schönsten Pop-Balladen, die ich überhaupt gehört habe, "Bye, bye baby" ein humorvolles New jack swing-Lied, "Deeper and deeper" eine Latin pop-Disco-Nummer, "Words" ein emotionales Lied mit Arabesque-Elementen, "Waiting" eine herrliche "porn groove"-Nummer... Ach, hört es euch einfach an, es gibt kein Lied auf der Platte, das mir nicht gefallen hat. Schade, dass Madonna nach diesem Album auf Nummer sicher gegangen ist und tanzbaren, klassischen Pop gemacht hat. Ich finde, mit diesem Werk hat sie gezeigt, dass ihr niemand etwas vormacht, wenn es um Pop geht.
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4.0 von 5 Sternen Madonnas Sexphase, 9. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Erotica *Clean Version* (Audio CD)
1992, als das Album "Erotica" erschien, befand Madonna sich gerade mitten in ihrer "Sexphase", die sie u. a. auslebte mit dem Buch "Sex", dem umstrittenen Video zu "Justify my love" und eben mit dieser CD.
In den USA war "Erotica" ein absoluter Skandal; die Presse titulierte es gar als "Flop".
Das hinderte das Album aber nicht daran, sich in Amerika zwei Millionen mal zu verkaufen (Platz 2) und sechs Hitsingles abzuwerfen: "Deeper and deeper", "Bad girl", "Rain" und der Titelsong "Erotica" waren (nicht nur) in den USA erfolgreich; "Fever" wurde nur in Europa, "Bye bye baby" nur in Australien veröffentlicht.
Aber nun zur Musik.
Ich denke, man kann den Großteil der Songs ruhig als Balladen bezeichnen. Allerdings sind sie unterlegt mit harten und auf die Dauer ziemlich nervenden Dance-Beats, die teilweise sogar Madonnas Stimme übertönen.
Wegen dieser Beats klingen die meisten Lieder sehr ähnlich, deshalb hätten es nicht unbedingt gleich so viele (14) sein müssen. Außerdem fällt auf, dass die Songs sehr lang sind: fast alle über fünf Minuten. Bei manchen hat man den Eindruck, sie werden künstlich in die Länge gezogen. Wenn man denkt, der Song sei zu Ende, geht er noch zwei Minuten.
Da das aber schon alle "Mängel" waren, kann man großzügig darüber hinwegsehen. Denn wenn man das tut, bietet das Album auch viele Highlights.
Sehr gern mag ich u. a. "Deeper and deeper", "Bye bye baby" sowie die schöne Ballade "In this life".
Der beste Track auf "Erotica" ist aber unbestreitbar "Rain". Die Single gehört meiner Meinung nach zu Madonnas schönsten Balladen (auch das Video ist toll!).
Auffällig ist auch "Did you do it?". Das wird nämlich gar nicht von Madonna gesungen, sondern von zwei Rappern. Madonna steuert gerade mal ein paar Ad-libs bei!
"Erotica" mag vielleicht nicht Madonnas bestes Werk sein, aber bei weitem auch nicht ihr schlechtestes (falls es das gibt).
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Erotica
Erotica von Madonna (Audio CD - 1992)
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