Fashion Sale Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Learn More Inspiration Shop sommer2016 saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
3
4,3 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:10,52 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. Januar 2008
Es gibt wohl keine vergleichbare Interpretation dieser Beethoven-Sonaten; Gould betont das Konstruierte im Großen und das seltsam fahl Konventionelle in den einzelnen Wendungen; er lässt die Musik oft fast "stille stehen" und bringt damit eine innere Wahrheit dieser spätesten Sonaten zu Gehör. Man mag die berühmten letzten Variationen von Nr. 32 zwar dann doch vielleicht lieber mit Arrau hören - mehr Sanglichkeit, mehr "Musik" -, aber über Details darin oder auch über den Adagio-Fuga-Satz von Nr. 31 geht mir schwerlich eine andere Einspielung... kurz, eine einzigartige, sowohl dem Interpreten wie dem Komponisten (welches letztere keine Selbstverständlichkeit) sehr nahe Aufnahme.
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2008
Die letzten Sonaten Beethoven waren die zweite Platte von Gould, die er nach den sensationell eingeschlagenen Goldbergvariationen aufnahm. Wäre die erste ein Flop gewesen ( was die Industrie annahm), hätte er diese Aufnahme nicht machen können.

Als die Aufnahme vor Jahrzehnten auf den deutschen Markt kam, war die Aufregung gross. So kann man Beethoven nicht spielen. Die Lordsiegelbewahrer der Beethoveninterpretation schäumten, weil man es auch als Angriff auf eine deutsche Ikone auffasste. Backhaus war DER Beethoven-Interpret dieser Zeit, vielleicht Kempff noch , aber doch nicht dieser Lümmel aus Kanada.

Nie gab es nach Gould eine solch radikale Interpretation dieser Sonaten, insbesondere die Sonate op. 111, die unter den letzten dreien herausragt, wurde von Gould im ersten Satz extrem beschleunigt, im zweiten teilweise in einer solchen Zeitlupe wiedergegeben, das es echt " unerhört" war.

Ist das Urteil nach fünfzig Jahren anders ? Wohl kaum, aber angesichts eines kulturellen anything goes wahrscheinlich weniger kritisch.

Gould hat die Kritik aus Deutschland dadurch aufgegriffen, dass er bei späteren Aufnahmen in die Rolle eines deutschen Kritikers geschlüpft ist und diese Kritik parodiert hat.

Auch heute sind diese Aufnahme noch eine Provokation. Eine andere Frage ist allerdings, ob dieser Interpretationsansatz anregend ist ?

Wenn man heute andere Pianisten mit dem Kopfsatz von op. 111 hört, fällt einem im Vergleich mit Gould eine gewisse Spannungslosigkeit auf. Gould schärft die Sonate durch das Tempo erheblich zu, wie es anderen kaum gelingt, auch wenn sie Text-getreuer spielen.

Eine willkommene Provokation.
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2012
So oft der Name Goulds auf dem Cover wiederholt wird, so intensiv ist Gould zu hören (auch durch sein Summen und "Grunzen")- und so wenig Beethoven.
Die Aufnahmen sind Dokumente eines hochvirtuosen Pianisten, der Beethoven überaus eigenwillig interpretiert. Schön ist das nicht, bewundernswert schon.
Wer sich für eine Interpretation der drei letzten Sonaten Beethovens interessiert, die wirklich vollkommen anders sind, als das, was man kennt, der darf sich hier aufgehoben fühlen. Wer sich Klangsinnlichkeit erwartet, möge Abstand nehmen.
Mit Beethoven hat Goulds Interpretation nicht mehr allzu viel zu tun, umso mehr mit Goulds Auffassung, sich ein Werk zurechtzulegen - seine Kunst besteht darin, keine Note zu verändern; Tempo, Dynamik und Phrasierung stellt er allerdings auf den Kopf. Das führt zu immerhin interessanten Ergebnissen, überzeugend sind sie für mich jedoch nicht.
Außerordentlich kurios: Gould hat sich als Künstler seinem Publikum, im Konzert, recht früh unmittelbar verweigert; mittelbar, durch seine Aufnahmen, geradezu provozierend Kontakt und Resonanz gesucht. - Letzteres gelingt ihm durchaus bis heute und sicher bis in die weitere Zukunft.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden