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am 28. November 2007
Ein großes Lob erst einmal dem Entschluss, den schriftlich niedergelegten Intentionen Orson Welles' so gut es ging zu folgen und den Film entsprechend zu restaurieren, angefangen mit der Eliminierung der äußerst störend eingeblendeten Titelschrift während der langen Kamerafahrt der Anfangseinstellung. Daß als Bonusmaterial lediglich der Originaltrailer beigefügt wurde, läßt sich somit durchaus verschmerzen.

Nun habe ich einmal meine VHS-Bandaufnahme im Originalformat 4:3 verglichen mit dem 1,85:1-Bild dieser DVD. Tatsache ist, daß durch Beschneidung des Bildes oben und unten nunmehr ein Viertel fehlt! Nach anfänglichem Wohlwollen würde sich Orson Welles nach dieser Erkenntnis im Grabe umdrehen.

Schon während der ersten Einstellung sind viele interessante fotografische Details nicht mehr zu sehen. Weiterhin bringt ein Vergleich die Einsicht, daß einer der größten Stärken Orson Welles', die kraftvolle S/W-Bildkomposition, mit diesem Zurechtstutzen nicht nur verloren geht, sondern im Zuge der 16:9-Vereinheitlichung wissentlich ignoriert wird (Wie bei so vielen anderen DVD-Veröffentlichungen auch). Das Bemühen um nachträgliche Werktreue wirkt damit nicht sehr überzeugend.

Der düstere Expressionissmus in Orson Welles' Werken steht und fällt, außer mit Schnitt und durchdachten Sequenzen, eben mit dem bis ins Detail durchkomponierten Bildaufbau. Gerade diese Zutaten machen das Werk mit zum Besten, was die Geschichte der Filmkunst zu bieten hat.

Wer das nicht weiß bzw. wem das egal ist, ist mit dieser DVD gut bedient ;-)
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am 30. November 2007
In dieser 2003-Ausgabe müssen die eigenen Ohren die misslungene Neusynchronisation, in Stimme und Ausdruck, nicht nur aber besonders Charlton Heston betreffend, über sich ergehen lassen, was sich übrigens auch über die nachfolgenden Ausgaben von 2005 und 2007 sagen läßt.
Daran, und am 16:9-Format, kann man wieder sehen, wie sehr die Pflege eines Meisterwerks den DVD-Produzenten und Kaufleuten am Herzen liegt :-(
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..."Im Zeichen des Bösen" (von 1958) zählt gemeinsam mit dem Jahrhundertklassiker "Citizen Kane" und (dem manchmal übersehenen) "Die Spur des Fremden" bis heute zu den bekanntesten und vermutlich auch besten Filmen des Meisterregisseurs.

Erzählt wird eine schmutzige, verruchte Geschichte über korrupte Polizeibeamte (die am Ende trotzdem Recht behalten können), billige Bordells und schmierige Drogenhändler, die mit Charlton Heston, Orson Welles, Janet Leigh, Marlene Dietrich und Zsa Zsa Gabor höchstkarätig besetzt wurde und lange Zeit nur in gekürzter Fassung gesichtet werden konnte.
Erst 13 Jahre nach Orson Welles Tod (also 1998) wurde der - von ihm schon zu Lebzeiten vehement geforderte - Director's Cut freigegeben. Aber gut: Besser spät als nie...

Der Film beginnt mit einer mittlerweile berühmt gewordenen 4minütigen, ungeschnittenen (!) Anfangssequenz an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, wo zunächst alles im Lot zu sein scheint. Als dort aber ein Wagen in die Luft fliegt, beginnt ein Wettstreit zwischen dem moralisch aufrichtigen, hageren mexikanischen Drogenfahnder Vargas (Charlton Heston) und dem schmierigen, korpulenten US-Ermittler Quinlan (Orson Welles), der die Grenze zwischen Gut & Böse verwischen lässt und am Ende - so wollen es jedenfalls viele Experten & Cineasten - das gesamte Noir-Genre demontiert. (Anm.: Für mich trifft der Noir-Abgesangs-Charakter auf das im Jahr später erschienenen "North By Northwest" (dt. "Der unsichtbare Dritte") von Hitchcock aber noch stärker zu.)

Der in einer recht ungewöhnlichen Rolle agierende Heston (der wirklich als Mexikaner durchgeht) sowie auch Welles spielen fabelhaft und schaffen es immer wieder in den Bann zu ziehen. Tatsächlich glaube ich hier vielleicht sogar Mr. Hestons stärksten Auftritt vor der Kamera gesehen zu haben - und das ist ja bekanntermaßen nicht gerade irgendwer (man denke z.B. ans Monumentalepos "Ben Hur" oder den SciFi-Klassiker "Planet der Affen").

Mit einem klassischen Noir-Film hat "Touch Of Evil" meines Erachtens tatsächlich kaum etwas gemein, obwohl natürlich typische Elemente des Genres hierin vorzufinden sind (z.B. enge Räume, düsteres Schwarzweiß). Aufgrund seiner (inhaltlichen) Anti-Schwarzweiß-Malerei ist "Im Zeichen des Bösen" bis heute weitgehend vom Zahn der Zeit verschont geblieben. Die Mexikaner (wenigstens nicht alle) müssen hier nicht das Klischee der bestechlichen Faulenzer bedienen, auch US-Beamte können uncool & bestechlich sein und die schmuddelige, schwüle, unbehagliche Rotlicht-/Rauschgiftatmosphäre kommt auch gegenwärtig ungefiltert so rüber.
Generell Fahnder - selbst wenn sie letztlich im Namen des Gesetzes agieren - als unzulängliche, makelbehaftete Menschen zu zeigen, war mit Sicherheit eine sehr clevere Entscheidung, die zur Glaubwürdigkeit und Zeitlosigkeit vorliegenden Streifens beiträgt.

Trotz aller positiver Aspekte, die gerade ausführlich zur Sprache gekommen sind, ist "Im Zeichen des Bösen" keiner meiner persönlichen Filmlieblinge, was - und das ist freilich sehr subjektiv - einfach daran liegen dürfte, dass mir die nüchterne, harte und teils "platte" (bitte nicht falsch verstehen) Inszenierung irgendwie nicht so sehr zusagt.
So gut hier gespielt und mit sämtlichen Saubermannklischees aufgeräumt wird, so lieblos hingerotzt & uncharmant kommt mir manches hierin offengestanden auch vor (selbst, wenn's vielleicht beabsichtigt sein mag).

Fazit: Ohne Frage ist "Touch Of Evil" ein Klassiker, der hochkarätig besetzt wurde und das Milieu, in dem gespielt wird, trocken, kompromisslos und (vermutlich) authentisch wiedergibt.
Mir persönlich gefallen andere Welles-Inszenierungen jedoch besser und Freunden des klassischen Film Noir würde ich raten, sich zuerst vielleicht älteren Genre-Werken (z.B. "Die Spur des Fremden" oder Fritz Langs "The Big Heat") zuzuwenden.

In Summe macht das aus meiner Sicht 4 Sterne. ++++

Natürlich sehenswert, aber in Summe nicht überwältigend brillant!
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am 26. Juli 2015
Orson Welles (1915-1985) war zweifellos eine der ganz wenigen Persönlichkeiten, die das populäre Kino auf ein selten hohes Niveau von künstlerischer Qualität hoben. Er erreichte den Höhepunkt seines Schaffens in den 40er und 50er Jahren und hätte einen bisher unbekannten Grad von Komplexität erreichen können, wenn ihm nicht die Kontroversen der amerikanischen Studios entgegengestanden hätten. Niemand hat sich so kämpferisch und gleichzeitig geistreich mit Fragen gesellschaftlicher und individueller Macht und der damit einhergehenden Korruption auseinander gesetzt wie er (Citizen Kane (1941), The Third Man 1949), Mr. Arkadin (1955), Touch of Evil (1958) und andere). Seine persönlichen Konflikte zeigen aber auch, wie schwierig es für Regisseure wurde, in Hollywoods Welt kritische künstlerische Arbeit zu leisten, da zunehmend jeder Aspekt des Filmschaffens kompromislos dem Profit untergeordnet wurde.

TOUCH OF EVIL (Originaltitel) war denn auch der letzte Hollywood-Film dieses begnadeten Regisseurs, bevor er frustriert vom Filmgeschäft in den USA sein Schaffen endgültig nach Europa verlegte. Der Film entstand wieder einmal unter den erzwungenen Bedingungen der Universal Studios, die wie nach dem Welterfolg CITIZEN KANE (1941), die erste Schnittfassung strikt ablehnten. Die Universal Fassung betrug nach vielen Diskussionen lediglich 95 Minuten und wurde mit einigen nachgedrehten Szenen als B-Picture und Double Bill in die Kinos befördert wo sie finanziell floppte, aber das Publikum nichtsdestotrotz in seinen Bann zog, da der Film damals zu den schwärzesten Werken des Film Noirs zählte, weshalb er zumindest in Europa durch Filmkritiker wie François Truffaut geradezu begeisert beschrieben wurde. Nicht wenige Kritiker sind der Meinung, dass TOUCH OF EVIL gleichzeitig das Ende des klassischen Film Noir markierte. Diese 1998 restaurierte Fasssung erschien 13 Jahre nach dem Tod des Regisseurs, sie ist 112 Minuten lang, basiert auf Orson Welles berühmtem 58-seitigen Memo und dürfte wohl der Originalfassung entsprechen. Auf jeden Fall hält sie narrativ weit besser zusammen als fast jeder andere Film. Wegen der Komplexität des Films sollte dieser Beitrag lediglich als einer von vielen angesehen werden.

Ort der Handlung ist ein fiktives Kaff an der U.S.-Mexico Grenze namens Los Robles, eine Metapher für die dunklere Seite des amerikanischen Bewusstseins die als solche in die populäre Kultur einging. Sowohl in Filmen als auch Songs und Romanen hatte der Satz "going down to Mexico" nur eine Bedeutung, nämlich dem U.S. Gesetz zu entfliehen oder alle moralischen Grundsätze fallen zu lassen. In den besseren Filmen versuchten die Charaktere sich selbst zu testen, dem Chaos die Stirn zu bieten um ihr besseres - oder schlechteres - inneres Selbst zu finden: Treasure of the Sierra Madre, Night of the Iguana, Under the Volcano (alle von John Huston), Suddenly Last Summer (Joseph Mankiewicz), The Wild Bunch, The Getaway (beide von Sam Peckinpah) mögen als Beispiele dienen. Ein literarisches Exempel statuiert Cormac McCarthy mit seiner Border Trilogy.

Die südliche Seite von Los Robles wird durch die ungeschnittene und dadurch berühmte und vielfach besprochene Kamerafahrt vorgestellt. Dieser opening shot entsprang nicht einer Laune des technisch Machbaren, sondern ist stilistisch und thematisch notwendig, das gesamte Konzept von Zeit und Raum basiert darauf. Mit Schnitten wäre das Gefühl dafür verlorengegangen, wie lange es dauert vom Scharfmachen und Verstecken der Zeitbombe im Kofferraum eines Cabriolets das dem wohlhabenden Geschäftsmann Linnekar gehört, der sich mit einer Striptease Tänzerin vergnügt, bis zur Explosion. Wir wüssten nichts über die Distanz die diese tickende Bombe zurücklegt. Ausserdem nutzt Orson Welles die schwebende Kamerafahrt, um uns Los Robles vorzustellen, das offenbar von Prostitution und Drogenhandel lebt. Neonreklamen einschlägiger Etablissements säumen die Strasse. Man amüsiert sich unter Kolonnaden, die einstigen Reichtum andeuten, nun aber verblichen sind und als Staffage von Saloons, Gambling Halls u.ä. dienen. Als das Cabrio Charlton Heston und Janet Leigh passiert, die entlang der Strasse flanieren, bleibt die Kamera auf sie geheftet bis sie die Grenze erreichen, wo sie dem Fahrzeug wieder begegnen, dabei steigt die Spannung spürbar - und dann explodiert in einiger Entfernung die Bombe und in den Flammen sterben die Insassen des Cabrios. In dieser Kamerafahrt von 3 Minuten und knapp 30 Sekunden erhalten wir ein Maximum an Informationen, auch in Form von Stimmungsbildern.

Insgesamt ist es Orson Welles gelungen, die typischen Stilelemente des Noir zusammenzufassen um sie sofort wieder ad absurdum zu führen. Der mexikanische Drogenfahnder Mike Vargas (Charlton Heston) und seine amerikanische Frau Susan (Janet Leigh) verbringen ausgerechnet in Los Robles ihre Flitterwochen, möglicherweise bietet die Stadt doch einige Sehenwürdigkeiten die der Regisseur dem Zuschauer vorenthält. Und dann geht besagte Autobombe hoch. Vargas schaltet sich sofort in die Ermittlungen ein, da die Bombe mexikanischen Ursprungs ist, dabei benötigt er die Kooperation des amerikanischen Police Captain Hank Quinlan (Orson Welles). Da Vargas ein aufrechter und nicht korrumpierbarer Polizeioffizier ist, während Quinlan reichlich kreative Auffassungen von Recht und Ordnung hat und diese auch skrupellos durchsetzt, prallen die beiden bald aufeinander. Der legendäre Quinlan folgt bei den Ermittlungen seiner bewährten "Intuition" die ihn auch rasch zum Bombenleger führt: Pancho dem heimlichen Geliebten von Linnekars Tochter, in dessen Zimmer sich auch zwei Stangen Dynamit finden. Nachdem Vargas die Echtheit dieser Beweise offen anzweifelt, überschlagen sich die Ereignisse und entwickeln sich zu einem verwirrenden Geflecht von Lügen, Intrigen und Gewalt. Susie wird von einem Gangster der mit Quinlan konspiriert in ein entlegenes Motel entführt, wo sie von seinen Komplizen terrorisiert, mit Drogen vollgepumpt und vergewaltigt wird. Das gesamte Ausmass von Gewalt und Korruption steigert sich mit jeder Minute und am Ende werden einige Handlungsabläufe ins Gegenteil verkehrt, sodass am Ende auch einige moralisch fragwürdige Elemente obsiegen. Diese Entwicklungen sollten jedoch zum Nachdenken anregen.

Aber wer fragt bei einem solch gewaltigen Film nach der Logik des Plots? Man bewundert die Regiearbeit und die Bildkunst von Russell Metty, der genau weiss, wann eine Szene mit scharfen Kontrasten oder eher in weicheren Grautönen am besten wirkt. Auch Henry Mancini gelingt ein Jazz inspirierter Score, der aus dem Film atmosphärisches Erlebnis macht. Mancini sagte, dass dies seine beste Arbeit für Universal war. Es gelingt ihm tatsächlich, das Publikum durch die Handlung zu führen indem er jedem Charakter seinen eigenen musikalischen Stil verleiht. Glänzende darstellerische Leistung - wenn auch Charlton Heston neben Orson Welles etwas abfällt - rundet den Film ab. In einer Cameo Rolle ist auch Marlene Dietrich als Bordell Besitzerin und Wahrsagerin Tanya zu bewundern, trotz der wenigen Dialogzeilen, hat sie einige der besten.
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am 3. Dezember 2006
Kann man es nicht irgendwie gesetzlich verbieten, Filme neu zu Synchronisieren? Und dazu noch so schlecht? Oder kann man zumindest die bekannte Synchronisation mit auf die DVD packen? Der Film selbst hätte 5 Sterne verdient, aber so lieblos und schlecht neu synchronisiert, kann ich nur zwei Sterne geben. Vor allem die neue Stimme von Charlton Heston ist ein Witz.
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am 1. September 2013
Ich muss gestehen, dass ich den Film zum ersten Mal in dieser (wie von einigen Nutzern beschriebenen) Neusynchronisation gesehen habe und trotzdem vollkommen zufrieden bin damit - es sind keine groben Schnitzer dabei und die akustische Qualität steht in einem guten Kontext zum Bildmaterial.
Insgesamt ein herrlicher "Film-Noir" über einen amerikanisch-mexikanischen Sündenpfuhl und ohnehin ein Klassiker, den man gesehen haben sollte - allein wegen Charlton Heston :D
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am 22. August 2011
Der Film ist genial. Obtisch, Schauspielerisch, Musikalisch und war auch schon im TV als Directors Cut zu sehen.Die neuen Szenen wurden untertitelt.
Auf der vorliegenden DVD wurde der Film komplett NEUSYNCHRONISIERT, dann auch noch ganz schlecht. Ohne Ausdruck, die Stimme von C. Heston passt nicht, und wer die Originalsynchro von O. Welles kennt, dem schaudert es Angesichts der neuen Stimme.
Was schon bei "Flammendes Inferno" schief ging, gerät hier zum Deasaster.
Anstatt den Film mit 4 weitern Sprachspuren auszustatten, wäre es klug gesen, die Originalsynchro mit draufzupacken. Die neuen Szenene mit Untertileln oder (nur die)
erstmalig zu Synchcronisieren. Bei "Cleopatra" u. "Spartacus" hat das auch funktioniert.
Schade, so wandert diese DVD in die Tonne. Ich warte, daß der Film wieder im TV zu sehen ist.
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am 25. Dezember 2011
Orson Welles' düsteres Meisterwerk wird oft als Höhe- und Endpunkt des Film noir bezeichnet. Der 'Citizen Kane'-Regisseur nimmt in seinem virtuosen Kriminal-Thriller die typischen Elemente des Genres auf, nur um sie mit einem schockierenden Ende auf den Kopf zu stellen. Welles selbst mimt den altgedienten und ebenso trägen wie korrupten Polizisten Hank Quinlan (er trug Prothesen und Make-Up, um dicker und abgehalfterter zu erscheinen), der sich mit dem rechtschaffenden mexikanischen Drogenfahnder Vargas (Charlton Heston) ein kompromissloses Psycho-Duell liefert. Neben der legendären Eröffnungsszene und den Gastauftritten von Marlene Dietrich, Zsa-Zsa Gabor und Joseph Cotten, ist es vor allem die Musik von Henry Mancini, die den Film unverwechselbar macht. Der damals vom Studio stark gekürzte Klassiker läuft in einer 1998 nach Vorgaben von Welles restaurierten Fassung.
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am 17. Mai 2008
im zeichen des bösen ( orig. titel: touch of evil ) ist eine verfilmung des romans "badge of evil" von whit masterson aus dem jahre 1958.
ausgestattet mit einem für die damalige zeit recht hohem budget von fast 900 000 dollar war wunderkind orson welles für das drehbuch und für die regie verantwortlich und hat hier ein wahrliches meisterwek des film noir geschaffen das durch zwielichtige charaktäre und düsterer atmosphäre besticht.
herausragend - die musik von henry mancini die nicht nur dazu dient eine packende atmosphäre zu schaffen sondern jeder figur eine eigene melodie zuordnet und somit auch als eine art führer durch den film dient.
bemerkenswert - das der beweisefälschende quinlan ( orson welles )am ende fast als moralischer sieger dasteht da der tatverdächtige das verbrechen gesteht.
das motel, mit dem äusserst seltsamen nachtportier, in dem vargas ( charlton heston mit schuhcreme im gesicht ) seine frau für die dauer der ermittlungen unterbringt weckt sofort filmerinnerungen - so diente es doch alfred hitchcock als vorbild für sein "psycho" .

touch of evil gilt als das ende der ära des klassischen film noir und ist gleichzeitig welles letzte hollywood arbeit - der regisseur hat danach nur noch in europa gearbeitet , frustriert von der kürzung seines werks aufgrund kommerzieller interessen seitens der filmstudios.
er schrieb ein 58 - seitiges memorandum in dem er um änderung bat und seit 1998 gibt es die anhand dieses memorandums wiederhergestellte fassung des films - die wohl am ehesten seinen vorstellungen entsprechen dürfte.

für jeden der an düsteren verschwörungen - leicht undurchsichtigen kriminalfällen und an zwielichtigen interessanten gestalten die nicht nur gut und böse sind sondern beides vereinen - gefallen findet , der wird von touch of evil begeistert sein.
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am 15. August 2013
Hier handelt es sich um einen absoluten Klassiker und dem letzten Film, der zum sogenannten Genre Noir gehört. Der Film handelt von massiver Korruption und Verschleierung von Polizeibeamten, die sogar soweit gehen einem Unschuldigen eine Tat anzuhängen, die er gar nicht begangen hat, alleine aus dem Grund ihren Machenschaften weiter nachgehen zu können. Absolut gelungener Film für den ich fünf Sterne gebe.
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