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Kundenrezensionen

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Von den Beethoven Sinfonien kann ich nie genug bekommen. In der schier endlosen Diskographie stößt man freilich immer wieder einmal auf Ernüchterungen. Die Gesamteinspielung des Chicago Symphony Orchestras unter Sir Georg Solti jedenfalls zählt zu den sehr guten Einspielungen. Sicher nicht zu den allerbesten, dafür lässt Solti manchmal etwas zu glatt, zu flach spielen, aber ausgezeichnet ist diese Aufnahme allemal.

Die kolossale Einspielung der ersten beiden Sinfonien ist gewiss nicht mehr zeitgemäß, beeindruckend ist sie allerdings. Besonders die langsamen Sätze atmen monumentale Luft, wohingegen die Tanzsätze etwas schwerfällig wirken. Frisch wiederum sind die schnellen Sätze, vor allem das schwierige Finale der zweiten Sinfonie.

Sehr gelungen finde ich die Interpretation der Eroica. Viele moderne Interpreten haspeln das majestätische Allegro con brio ab. Unter Solti und seinem fantastisch spielenden Orchester gedeiht diesem Satz tatsächlich etwas Heroisches an. Auch der Trauermarsch ist ausgezeichnet, nuanciert und tief empfunden.
Bei der vierten Sinfonie scheint Solti einen ganz anderen Ansatz zu verfolgen als die meisten anderen Dirigenten: Seine Interpretation wirkt feurig und leidenschaftlich, ohne dabei allzu flott zu sein. Das kommt besonders dem prächtigen Finale entgegen.

Solti verfolgt eine Herangehensweise, die den Werken die Möglichkeit gibt, sich aus sich selbst heraus zu entwickeln, ähnlich wie Leonard Bernstein. Nur leider versäumt er es, dem berühmten Allegro con brio der Fünften die nötige Würze zu verleihen. Er arbeitet zwar das Sentimentale akribisch heraus, lässt aber den Satz an der einen oder anderen Stelle etwas versanden. Ansonsten ist die Einspielung dieses Monumentalwerkes astrein. Die phantastischen Chicagoer Hörner machen das Finale zu einem einmaligen Erlebnis.
Die Pastorale besticht vor allem durch ihre Lyrik im zweiten Satz. Die Kopfsätze sind sehr edel, vielleicht etwas zu nüchtern. Mit seinen exzellenten Chicagoern zaubert er ein berauschendes Gewitter.

In der siebten Sinfonie überrascht vor allem die packende Interpretation des Kopfsatzes. Auch das Allegretto berührt in seiner feinen Abstufung. Das Trio des feurigen dritten Satzes ist gewiss zu langsam, aber durch seine scharfe Akzentuierung berührend.
Den frotzelnden Gruß an Haydn und Mozart, die achte Sinfonie, missdeutet Solti in meinen Augen, da er seine Herangehensweise zu stark auf übertriebenen romantischen Gestus auslegt. So verliert das kecke Finale an Schwung und das Menuett an Nostalgie.

Ein besonderes Highlight dieses Zyklus' ist ohne Frage Soltis geniale Deutung der Neunten - dieses Gipfelpunktes aller Kunst. Nachdem er im ersten Satz über den Hörer das Schicksal hat hereinbrechen lassen und ihn der schneidenden Wut des zweiten ausgesetzt hat, weidet er sich an der warmen, beschwichtigenden Poesie des Adagios. Dem Chorfinale kommt der phänomenale Decca Klang zu Gute. Die bestechenden Solisten sowie der glasklar singende Chor ergänzen die hervorragende Orchesterleistung zu einer Neunten der Extraklasse.

Als angenehme Zugabe gibt's drei Ouvertüren: Leonore III, Coriolan und Egmont, alle in einer grundsoliden, nuancierten Darbietung. Außerdem ist eine extra CD mit einem ausführlichen, kurzweiligen Interview mit dem Maestro gratis mit dabei.

Ärgerlich sind freilich die billigen Papierhüllen, in denen die CDs verpackt sind.

Fazit: Klanglich und technisch ein Genuss, interpretatorisch nicht immer der Weisheit letzter Schluss, aber trotzdem ein wichtiges Dokument in der überbordenden Beethoven Diskographie.
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am 29. September 2009
Obwohl ich der Meinung war mit 12 Beethoven-Zyklen alle Interpretationsfacetten zu kennen, habe ich mich an diese Solti-Einspielung herangewagt. Es ist die Entdeckung wert, aber auch ein Stück "Arbeit". Solti lässt keine Reprise aus. Das rückt die Proportionen der Werke in ein selten gehörtes Zeitmas. Sicher kein Beethoven für Feingeister aber Soltis Dynamik und gute Proportionierung der einzelnen Sätze bedürfen der Einhörzeit, überzeugen aber dennoch. Sein Orchester folgt ihm mit Hingabe. Technisch ist diese Aufnahme gelungen - was auch sonst bei Decca. Die Orchesterstimmen sind wunderbar durchhörbar und die Fortepassagen bleiben klar. Herrlich! Die Inhterpretation der 9. Symphonie führt zum Abzug. Hier stimmen die Gewichtungen und Tempi nicht mehr so überzeugend. Das Solistenquartett dieser herrlichen Einzelsänger, will sich nicht einfügen. Eine merkwürdige und gewöhnungsbedürftige Interpretation dieses Werkes. Dennoch für Soltifreunde eine Empfehlung wert.
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am 8. Juli 2013
Der download ist verführerisch günstig. Nicht einmal ein Viertel der CD-Version.

Ist das nicht eine Einladung, diese Version zu besitzen?

Ich meine NEIN. Aber betone immer wieder, die Subjektivität des Urteils. Das also ist nur meine Meinung.

Woraus speist sie sich?

Erst einmal ist da die Erwartungshaltung, die ich bei Solti habe.Hochspannung pur, wie ich diesen Dirigenten immer wieder erlebt habe. Allerdings sehr oft bei Opern, sei es nun Mozart oder Verdi.

Dann höre ich in diese Version hinein. Ubd erschrecke fast. Das soll Solti sein? Mir ist dieser Beethoven einfach fade. Vielleicht bin ich nun seit dreißig Jahren durch die historische Spielweise verdorben?

Ein Hogwood, ein Norrington, ein Gardiner, oder neuer, Vriend oder Dausgaard haben doch viel spannendere Versionen vorgelegt, von den Großtaten eines Carlos Kleiber will ich schweigen. Oder auch, aus neuerer Zeit, Järvi mit der Bremer Kammerphilharmonie.

Wenn ich damit Solti vergleiche, lege ich ihn gleich weg. Von der Beethoven 'schen Energie höre viel zu wenig. In meinen Ohren ist dies konventionell, in einem schlechten Sinn. Abbado spielt ebenfalls "konventionell",aber wie er die Berliner in Rom begeistern kann, ist dies absolut hörenswert.

DIES ist sicher nicht mein Beethoven. Ent-täuscht.
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am 7. Dezember 2012
Überragend finde ich heute keine mehr .. aber vor 30 Jahren als ich sie kennenlernte ... war die 7. schon ein Ausrufezeichen ... naja abraten kann man auf keinen Fall. bleibt eine gute Wahl.
Ich kenne wenige Einspielungen, wo ich bei jedem Satz einer Sinfonie eine Einspielung als Favouriten nennen würde ... Kleiber, Abbado, Cluytens, Gardiner, Fricsay, ... oder doch Solti, Böhm, Konvitschny, Toskanini und Furtwängler ... was ist bei Karajan?
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am 31. Juli 2013
bought it for my husband, prompt arrival in time for his birthday, he absoutely loves it!!

George Solti, conducts it beautifully
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am 7. Juli 2009
Diese Aufnahme der Beethoven-Sinfonien ist eine der besten Interpretationen, die ich kenne. Knackig, präzise.
Ein anderer Beethoven als sonst. Sehr empfehlenswert.
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