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100 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner gehts nicht mehr! Und endlich auch in Deutsch
Die gutherzige Molly Gibson (Justine Waddell) lebt glücklich mit ihrem Vater, der ein angesehener Landarzt ist und ganz in seinem Beruf aufgeht. Als eines Tages ein Schüler ihres Vaters ein Auge auf Molly wirft, schickt er sie für eine Zeit in den Haushalt von Squire Hamley (Michael Gambon). Dort soll sie dessen kranker Frau Gesellschaft leisten. Alle im...
Veröffentlicht am 8. September 2007 von Woodstock

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Familienbande
An sich freue ich mich über jedes BBC-Period Drama, sind sie doch alle, wenn nicht herausragend, so doch unterhaltend und in der Regel schön gefilmt und mit ins Ohr gehender Musik unterlegt.

So gut wie alle Jane Austen Verfilmungen, einige Versionen Charlotte Brontes Jane Eyre, außerdem zu nennen: The Tenant of Wildfell Hall, Vanity Fair,...
Veröffentlicht am 9. Juli 2009 von Petra


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100 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner gehts nicht mehr! Und endlich auch in Deutsch, 8. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Die gutherzige Molly Gibson (Justine Waddell) lebt glücklich mit ihrem Vater, der ein angesehener Landarzt ist und ganz in seinem Beruf aufgeht. Als eines Tages ein Schüler ihres Vaters ein Auge auf Molly wirft, schickt er sie für eine Zeit in den Haushalt von Squire Hamley (Michael Gambon). Dort soll sie dessen kranker Frau Gesellschaft leisten. Alle im Haushalt des Squires schließen Molly in ihr Herz, besonders aber die Söhne Roger und Osborne. Molly wird zum nicht mehr weg denkbaren Bestandteil und zur engsten Vertrauten der Familie Hamley, doch als Mollys Vater wieder heiratet holt er seine Tochter zurück.
Molly ist über die Veränderung in ihrer kleinen, heilen Welt gar nicht erfreut. Sie kann die kühle und egoistische Stiefmutter, eine ehemalige Gouvernante, einfach nicht gerne haben, dafür aber liebt sie ihre neue Stiefschwester Cynthia (Keeley Hawes) um so mehr. Alle Männer liegen der schönen Cynthia zu Füßen und Roger Hamley, den auch Molly heimlich liebt, ist geradezu geblendet von Cynthias Charisma.
Die gute Molly muss also noch viel Herzschmerz erdulden und auch sonst noch einige bittere Dinge erfahren, bis sie endlich als gereifte und erwachsene Frau, das bekommt was sie sich am meisten wünscht.

Ich hatte nicht erwartet, dass ein Film an Pride and Prejudice herankommt oder es möglicherweise noch toppen könnte, aber ich tendiere dazu, Wives and Daughters fast ein wenig mehr zu mögen als P&P. Warum?
Wives and Daughters ist anders, ein wenig tiefer, ruhiger, trauriger und doch - wer genau hinhört und hinsieht, der wird feststellen, wie geistreich und ironisch diese Geschichte ist. Witzige und scharfsinnige Dialoge wechseln sich mit nachdenklichen und melancholischen Passagen ab. Die Menschen sind nicht so schillernd oder exzentrisch wie Jane Austens Charaktere aber umso liebenswerter, und in ihren allzumenschlichen Schwächen nachvollziehbarer und, ja, auch glaubwürdiger. Ach, ich weiß nicht - ich liebte sie alle, sogar den garstigen Mister Preston und die egozentrische Stiefmutter Hyacinth (Francesca Annis) sowieso.
Die Geschichte um Molly und ihre Freunde und Familie ist natürlich das Sittengemälde einer prüden und kleinkarierten Welt und Epoche, aber mit großer Liebe für die Menschen erschaffen worden und der Film setzt diese Geschichte eins zu eins in herrlichen Bildern, Farben und Dialogen um.
Die Vorlage zu dieser wunderschönen BBC Miniserie (die übrigens ebenso wie P&P 1995 von Sue Birtwistle produziert wurde) bildete der letzte Roman von Elizabeth Gaskell aus dem Jahre 1866, den sie leider vor ihrem Tode nicht mehr vollenden konnte. Der Film bietet ein fiktives Ende wie es schöner und passender nicht sein könnte. Ich bin zwar keine ausgesprochene Kennerin von Elizabeth Gaskell, aber ich denke, da sie sich auch für die Rechte von unterdrückten Frauen eingesetzt hat, sie wäre mit diesem romantischen und ungewöhnlichen Ende durchaus zufrieden.
So wie auch ich. ;-)

Schön, dass diese wundervolle Geschichte endlich auch in Deutsch UND Englisch zu haben ist. Und das sogar ungekürzt! Obwohl ich jedem empfehlen möchte sich auch die englische Fassung (z.B. mit Untertiteln) anzusehen. Denn ganz besonders in der Originalsprache kann man den spitzfindigen Humor von Elisabeth Gaskell spüren. Gelegentliches Nuscheln der Protagonisten (besonders der alte und etwas kauzige Squire Hamley nuschelt oft liebenswürdig vor sich hin) schadet gar nichts, ganz im Gegenteil.
Also was bleibt zusammenfassend zu sagen?
Für jeden Fan von Pride and Prejudice ist Wives and Daughters eine große Bereicherung und natürlich ein absolutes Muss. Und für alle, die Pride an Pejudice nicht kennen, ist Wives and Daughter ein schöner Einstieg in die zauberhafte Welt dieser Reihe von genialen BBC-Literatur Verfilmungen.
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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Verfilmung, die nicht in dem Schatten von Austen stehen muss!, 24. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Ich hatte zuerst North and South von Gaskell mit als Verfilmung angesehen und war von diesem Film schwer beeindruckt.

Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen für Wives and Daughters.
Und musste mich komplett überraschen lassen!

Wives and Daughters spielt in einer völlig anderen Gesellschaftsschicht als North and South und ist auch nicht ganz so problembeladen.
Es erinnert vielmehr an Austens Bücher und Verfilmungen, sei es Pride and Prejudice, sei es Sense and Sensibility.
Aber - es ist KEIN billiger Abklatsch von Austens Meisterwerken, sondern kann selbstbewusst daneben stehen!

6 Folgen à ca. 50 Minuten lassen einen die Charaktere wahrlich ans Herz wachsen. Wie schön, dass die BBC sich noch traut, ungekürzte Fassungen zu verfilmen und nicht literarische Meisterwerke auf 100 Minuten zu verstümmeln!

Die Schauspieler sind eine wahre Freude. Und im Gegensatz zu manch anderer deutscher Fassung war ich hier auch sehr zufrieden mit der Synchronisation.

Alles in allem eine gelungene Verfilmung mit herausragenden britischen Schauspielern. Hat man die BBC-Filme gesehen, dann mag man überhaupt nichts mehr anfassen, was aus Hollywood kommt...
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unwiderstehliche Romantik, 10. Dezember 2007
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Dies ist die Geschichte der jungen Molly Gibson (Justine Wadell), die Mitte des 19. Jahrhunderts in einem beschaulichen Ort in England aufwächst und dort die Höhen und Tiefen des Erwachsenwerdens erlebt. BBC hat hier das Buch der Autorin Elizabeth Gaskell verfilmt, die bereits mit ihrem Werk und der gleichnamigen Verfilmung "North an South" nicht nur ihre Landsleute verzauberte. Der Name der Schriftstellerin steht für Tragik mit glücklichen Ausweg; vor allem aber ist er ein Garant für unwiderstehliche Romantik.

Bis zu ihrem 17. Lebensjahr hatte die Halbwaise Molly ein einfaches aber unbeschwertes Leben im Haushalt ihres Vaters. Als einer der Lehrlinge des Landarztes seine Liebe zu Molly gesteht, schickt ihr Vater sie zu guten Freunden. Sie soll dort der kränklichen Frau des Hauses Hamley Gesellschaft leisten. Die Hamleys schließen Molly in ihr Herz und betrachten sie bald wie eine eigene Tochter. Auch die Söhne der Hamleys, Roger (Anthony Howell) und Osborne (Tom Holland) finden Gefallen an ihrer neuen "Schwester". Dabei entwickelt sich zwischen Roger und Molly eine besonders innige Beziehung.
Einen regelrechten Schock erhält Molly jedoch kurz darauf: Ihr Vater hat wieder geheiratet, und holt seine Tochter wieder nach Hause zurück. Molly gibt sich Mühe, ihre Stiefmutter zu mögen, aber Claire (Francesca Annis) ist mit ihrer snobistischen Art und ihrem kalten Wesen einfach unausstehlich. Fasziniert ist sie dagegen von ihrer neuen Stiefschwester Cynthia (Keeley Hawes). Cynthia ist wunderschön und geheimnisvoll und sehr bereit, sich mit ihrer neuen Schwester anzufreunden. Molly stellt jedoch bald fest, dass es noch mehr Bewunderer gibt. Besonders schmerzlich für sie ist, dass auch Roger Hamley zu diesem Kreis gehört. Es bricht ihr fast das Herz als Roger um die Hand von Cynthia anhält. Doch ihren Kummer kann sie niemanden anvertrauen. Außerdem vertrauen ihr Cynthia und auch Osborne persönliche Geheimnisse an und die Last unterdrückter Gefühle und Sehnsüchte raubt ihr fast den Atem. Zum Glück gibt es da noch die junge Lady Harriet (Rosemunde Pike), welche eine besondere Schwäche für Molly hat. Diese ist der Ansicht, dass dem Glück ihrer Freundin unbedingt schnellstens auf die Sprünge geholfen werden muss.

Die üppige Ausstattung des Filmes und die wunderschönen Natur- und Landschaftsaufnahmen verwöhnen das Auge. Der Familiensitz von Lady Cumnor fällt hierbei besonders auf. Architektur und Natur bilden hier eine wunderbare Einheit und man bewundert das schmucke Gebäude, umgeben von einer weiten grünen Landschaft. Hier finden wichtige Ereignisse im Handlungsablauf statt.
Eine besondere Freude ist auch, dass man so viele bekannte Gesichter wiedersehen kann. Tom Holland ist vielen noch aus der 2005er Verfilmung von "Stolz und Vorurteil" als Mr. Collins bekannt, hier spielt er den Sorgensohn Osborne. Ein ebenso bekanntes Gesicht aus "Stolz und Vorurteil" ist Rosamunde Pike, welche dort die schöne Jane Bennet darstellt. Hier nun darf sie die charmante und clevere Lady Harriet überzeugend darstellen. Die Hauptdarstellerin, Justine Waddell hat in einer Verfilmung von "Mansfield Park" die Nebenrolle der Julia Bertram gespielt. Und die ehrwürdige Lady Cumnor, dargestellt von Barbara Leigh-Hunt? Richtig, Frau Leigh-Hunt spielte die furchterregende Lady de Bourgh in der 95er Verfilmung von "Stolz und Vorurteil". Sie scheint einfach dafür prädestiniert zu sein für die herrschaftlichen Rollen, die sie einfach köstlich spielt.

Es darf vermutet werden, dass Jane Austen nicht unbedingt geschmeichelt wäre, wenn sie hören würde, dass ihre tiefsinnigen, aber durchaus humorvollen Werke mit den melancholischen und tiefmoralischen Büchern einer Elizabeth Gaskell verglichen werden. Und das muss auch wirklich nicht sein.
"Wives and Daughters" hat seinen eigenen Charme und ist ein besonderer Genuss an langen, verregneten Wintertagen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum sollte man keine Vergleiche anstellen?, 1. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Ich kann nachvollziehen, dass sich manch einer an die Romanstoffe von Jane Austen erinnert fühlt, wenn er sich mit dieser Wives & Daughters"-Verfilmung befasst. Ich glaube auch nicht, dass Jane Austen ein wirkliches Problem damit gehabt hätte. Vermutlich wäre sie sogar stolz darauf, dass die Euphorie, die ihre Romane heute noch auslösen, sicher mitverantwortlich ist, dass den Lesern und dem Publikum nun vermehrt ebenfalls die Romane und dazugehörigen Verfilmungen anderer bedeutender englischer Autorinnen und Autoren angeboten werden. Es gibt eine ganze Reihe verfilmenswerter Romanstoffe in der englischen Literatur - Wives & Daughters" gehört ohne Zweifel dazu und hat es verdient, mehr Beachtung zu finden.

Wer aber nun eine Liebesgeschichte à la Stolz und Vorurteil erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, denn die Romanze steht gar nicht so sehr im Vordergrund dieses Romans - obwohl man in dieser Verfilmung dem Publikum diesbezüglich entgegenkommt und ein romantisches Ende hinzufügt hat, welches es im Roman gar nicht gibt. Die Parallelen zu Jane Austen sind daher eher im Detail zu finden. Vergleicht man z. B. die Persönlichkeiten von Elizabeth Bennett und Molly Gibson, der Hauptfigur von Wives & Daughters", so kann man folgendes feststellen: beide sind junge Frauen, die eher vaterbezogen sind. Beide sind auch mit einer nicht ganz unproblematischen Mutter bzw. Stiefmutter geplagt und besitzen jeweils eine Schwester oder Stiefschwester, die sie mit Schönheit überstrahlt. Eine Gemeinsamkeit ist auch, dass sowohl Elizabeth als auch Molly sehr gute Menschenbeobachter sind, zu ihrer Meinung stehen und diese mit Überzeugung auch Autoritäten gegenüber vertreten. Beide machen sich damit nicht immer Freunde, sie gewinnen aber letztendlich durch ihre Ehrlichkeit den Respekt ihrer Mitmenschen. Es gibt aber auch Unterschiede: Molly Gibson ist jünger als Elizabeth Bennet. Sie wird erst erwachsen, muss ihren Platz in dem Geschehen um sie herum finden und sich ihrer Gefühle als Frau erst klar werden. Auch die Suche nach einem Ehemann ist für sie noch nicht so drängend. Ihr Leben ist noch ganz abhängig von den Entscheidungen anderer - und auch wenn diese ihr Nachteile bringen, steht sie ihren Mitmenschen selbstlos mit Rat und Tat und Verschwiegenheit zur Seite. Gerade deswegen ist Molly mir sehr sympathisch.

Molly steht viel mehr Problemen und Charakteren gegenüber als es beispielsweise Elizabeth Bennett tut. Und wie so oft bei Elizabeth Gaskell hat man einfach das Gefühl, dass diese durchaus heute noch Aktualität besitzen. Eben das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Da geht es u.a. um die Problematik alleinerziehender Mütter und Väter, den Schwierigkeiten beim Bilden einer - wie wir das heute nennen - "Patchworkfamilie". Es geht um Stiefmütter, die einem das Leben schwer machen, um Schwestern, die man zwar liebt, die aber ausgerechnet von dem Mann begehrt werden, zu dem man sich hingezogen fühlt. Da geht es aber auch um Männerprobleme: um den Verlust der Ehefrau, um in Druck geratene Väter, die ihr Lebenswerk dringend an Söhne weitergeben möchten, die dies aber nicht wollen oder können; um Söhne, die ihr wahres Leben vor dem Vater verbergen, um diesen nicht zu enttäuschen, und die nicht den Mut finden, zu sich selbst zu stehen. Und schließlich noch um verschmähte Liebhaber, Vorurteile, Berechnung, aber auch um Loyalität untereinander: darum, dass man bei allen Problemen und Krisen zusammenhält.

Auch eine andere Figur dieses Romans ist hochinteressant: Cynthia, Mollys Halbschwester, die von allen heißbegehrt wird, selbst aber nicht lieben kann. Egal wo sie auftaucht, ihr wird sofort die gesamte Aufmerksamkeit zuteil. Molly läuft in Gefahr, in Cynthias Schatten keine Beachtung mehr zu finden und dann auch noch den Mann, den sie liebt, an sie zu verlieren. Dies wird zur Zerreißprobe, denn Molly liebt ihre Schwester zwar weiterhin, muss aber erkennen, dass Cynthia diesen Mann nicht so liebt, wie er es verdient hat. Gerade dieser Konflikt und diese Schwesternkonstellation machen den Roman spannend. Denn seien wir mal ehrlich: Würden Sie nicht daran verzweifeln, einen Menschen wie Cynthia in Ihrem Umfeld zu haben? Als Zuschauer oder Leser fällt es einem ab und an schwer zu entscheiden, ob man Cynthia akzeptieren kann, wie sie ist, oder verurteilen soll. Doch Elizabeth Gaskells Erzählkunst schafft es, dass man auch für sie Verständnis findet wie auch für all die anderen Charaktere von Wives & Daughters".

Aufgrund dieser menschlichen Vielfalt ist mir bei dieser fast sechsstündigen Verfilmung keinen Moment langweilig geworden. Ich habe sie sogar am Stück gesehen und dies dann noch einmal wiederholt, als ich sie einer anderen Person zeigte. Dabei hatte ich Zeit genug, mich an der ausgesprochen aufwendigen und malerischen Ausstattung zu erfreuen. Aber auch die Detailtreue zeigt, wie ausgesprochen liebevoll verfilmt wurde. Dies zeigt sich z.B. darin, dass eine Person, von der in der ersten Folge erzählt wird, dass sie Käse über alles liebt, in der letzten Folgen tatsächlich während eines Abendessens ständig zum Käse starrt. Oder dass Molly tatsächlich beerenverschmiert ist, wenn sie vom Beerensammeln kommt, oder am Ende des Films genau vor dem Baum weinend zusammenbricht, vor dem sie schon am Anfang als Kind einen Schwächeanfall erlitt.

Wenn Sie sich von der Erwartung frei machen können, ausschließlich eine Liebesgeschichte vorfinden zu müssen, und sich stattdessen einer ganzen Reihe von interessanten Charakteren und zwischenmenschlichen Problemen öffnen können, dann stehen die Chancen gut, dass Sie Wives & Daughters" mögen werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Charakterrollen in Periodkulisse - beste Unterhaltung garantiert, 9. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Der Inhalt ist bereits hinreichend zusammengefasst, deshalb dazu nichts mehr.
Typisch für Gaskell und auch in den bisherigen Verfilmungen gut zur Geltung gekommen ist ihre Bemühung, die Charaktere nicht zu einseitig zu zeichnen. Herausgekommen ist ein wunderschön inszeniertes Zusammenspiel hervorragend besetzter Charaktere, und das nicht nur in den Hauptrollen. Herrlich grummelig Sir Hamley, wunderbar verschroben die beiden Schwestern Browning. Überhaupt ist der Film ein Tummelplatz für alte Bekannte aus anderen Literaturverfilmungen, und die ausgezeichnete Besetztung sorgt auch dafür, daß keine der 300 Minuten Langeweile aufkommt.
Warum nur 4 Sterne?
Ein Minuspunkt ist wie so oft die deutsche Synchronisation, da die schlechte Auswahl der Stimmen leider einige Charaktere in Karikaturen verwandelt und ein grosser Teil der schauspielerischen Originalleistung verlorengeht. Auch die Untertitelung ist teilweise sinnverzerrend falsch, dennoch ist OmU in jedem Fall der deutschen Version vorzuziehen.
Auch hätte ich mir ein Making of gewünscht, bzw zusätzliche Bonusfeatures, die inzwischen doch fast zum Standard geworden sind.

Trotzdem: Wer gerne diese sehr englisch-ruhigen, authentischen Perioddramen wie North&South oder die Austenverfilmungen anschaut,ist mit dieser Verfilmung bestens bedient.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragend!!, 28. September 2007
Von 
M. Hoffmann (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Ich kenne "Wives and Daughters" nur in der engl. Fassung. Meiner Meinung nach eine überragende Literatur-Verfilmung!
Vom Drehbuch, Schnitt, Kamera, Musik, Regie bis hin zu den Kostümen - welchen filmischen Aspekt man auch herausgreifen möchte: alles auf höchstem Niveau. Ganz besonders hervorzuheben sind die schauspielerischen Leistungen!

Neben der Verfilmung von "North and South" hat die BBC die hierzulande nahezu unbekannte Autorin Elizabeth Gaskell mit gleich zwei filmischen Glanzstücken geehrt.

Zur Zeit verfilmt die BBC Gaskells Roman "Cranford". Auf diese Verfilmung (2008) darf man gespannt ist.
"Wives And Daughters" bleibt für mich ein filmisches Meisterstück!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Familienbande, 9. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
An sich freue ich mich über jedes BBC-Period Drama, sind sie doch alle, wenn nicht herausragend, so doch unterhaltend und in der Regel schön gefilmt und mit ins Ohr gehender Musik unterlegt.

So gut wie alle Jane Austen Verfilmungen, einige Versionen Charlotte Brontes Jane Eyre, außerdem zu nennen: The Tenant of Wildfell Hall, Vanity Fair, Middlemarch.....und und und., sie alle haben mich aus den unterschiedlichsten Gründen begeistert.

Leider kann ich dieser Verfilmung in meinem Herzen nur höchstens drei Sterne einräumen, warum: kein charismatischer männlicher Hauptdarsteller weit und breit :-). Tom Holländer z.B. (den ich als Schauspieler sonst sehr schätze) als Osborne Hamley ist in meinen Augen eine totale Fehlbesetzung (Im Roman ist er der -Beau- schlechthin).

Das wäre noch zu verschmerzen, wenn die Handlung mich gefangen genommen hätte, hat sie aber leider nicht. Das ist nicht unbedingt nur dem Film anzulasten, die Buchvorlage hat schon einige Längen und Ungereimtheiten in der Handlung. Der Roman ist der letzte der Schriftstellerin, blieb unvollendet und man merkt, dass er nicht wirklich ausgereift ist.

Man hat sich im Film für ein Happy End entschieden (das Ende bleibt in der Vorlage offen auch wenn alles im Handlungsverlauf dieses Ende wahrscheinlich macht), hat mich aber nicht happy gemacht.

Fazit: Solide gemacht aber wer nach North & South zu diesem Film greift wird sicher enttäuscht. Der Preis ist zudem sehr hoch und ich würde daher unbedingt dazu raten den Film erst einmal auszuleihen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine wunderschöne BBC Verfilmung, 3. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Ich bin ein großer Fan englischer Literaturverfilmungen und "Wives and Daughters" gehört zu meinen absoluten Favoriten. Ich mag das gemächliche Erzähltempo, die wunderbare Kulisse, die Zeit die sich für die einzelnen Charaktere genommen wird. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und war traurig, als die Serie vorüber war.
Lediglich das Ende hat mich nicht ganz überzeugt, es wirkte ein bisschen zu plötzlich und kurz.
Wer BBC Serien mag: Diese darf in der Sammlung nicht fehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schreckliche Stimmen!, 23. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Ich habe dieser DVD vier Sterne gegeben, weil ich die Umsetzung des Stoffes durch die BBC einfach wunderbar finde. Die Geschichte ist ruhig, aber berührend und Molly wuchs mir mehr und mehr ans Herz. Ein Film zum mitfiebern!
Doch jetzt das große ABER! Die deutsche Synchronisation ist sowas von grottig. Beschämend, dass es den Produktionsfirmen so egal ist eine gute Arbeit zu leisten.
Die Stimmen passen teilweise gar nicht zu den Figuren und man hat das Gefühl, es wurden Leute von der Straße geholt um mal eben ins Mikro zu sprechen. Die deutschen Stimmen unterscheiden sich teilweise völlig von den Originalen. Ein Beispiel: Mollys Stiefmutter hat eigentlich eine feine, lieblich klingende Stimme. Umso stärker wirkt ihr berechnendes, egoistisches Verhalten. Im deutschen hat sie die Stimme einer Nebelkrähe und wirkt auch viel älter. Richtig ärgerlich. Von der Übersetzung will ich gar nicht erst anfangen.
Man kann immer wieder nur betonen, solch herrliche Literaturverfilmungen von Gaskell oder Austen: Seht sie euch im Original an. Ich persönlich würde zwecks Lerneffekt, die englischen Untertitel bevorzugen, die man wohl aus Sparsamkeit (hahaha) nicht draufgepackt hat.
Ich habe jetzt gelernt, dass ich nicht auf die deutschen Versionen der BBC Produktionen warten muss. Ich kaufe sie mir lieber gleich per UK-Import.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine herzerwärmende Geschichte mit liebenswerten Charakteren, 19. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Elizabeth Gaskell's Wives and Daughters (3 Disc Set) (DVD)
Ich habe mich riesig auf diese Verfilmung gefreut, da ich schon "North and South" von Elizabeth Gaskell kenne und von ihr restlos begeistert bin.

"Wives and Daughters" ist eine ganz andere Geschichte, wie die oben erwähnte. Hier geht es etwas ruhiger und beschaulicher zu. Im Zentrum steht Molly Gibson, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat, der Arzt ist. Dieses wird auf eine harte Probe gestellt, als er ihr mitteilt, dass er wieder heiraten möchte. Ausgerechnet die Frau, die sie als Kind als egoistische Person kennengelernt hat... Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nur eines sei noch gesagt: Die Liebe kommt hier auch nicht zu kurz.

Ich finde die Verfilmung lebt von der Schauspielerin Justine Waddell, die die Molly Gibson sanftmütig, aber doch auch selbstbestimmend ihren Weg gehend, spielt. Francesca Annis, als egoistische Stiefmutter, die überschwenglich versucht, ihr Verhältnis zu ihrer Stieftochter zu verbessern, spielt ihre Rolle herausragend. Aber auch alle anderen Darsteller in dieser Verfilmung geben ihr bestes und die Charaktere wachsen einem ans Herz. Man leidet und freut sich mit ihnen und sie fehlen einem, wenn der Film plötzlich nach sechs Folgen vorbei ist. Auch der Stiefmutter konnte ich nie wirklich böse sein, vielmehr schmunzelte ich oftmals über ihr Verhalten ihrer Stieftochter gegenüber.

Vergleiche ich die Verfilmung mit "Stolz und Vorurteil" und "North and South", kommt sie mir an manchen Stellen etwas dialoglastig und langatmig vor, aber da der Roman über 800 Seiten verfügt und es viele Personen gibt, die miteinander in Kontakt treten, bzw. es Handlungsstränge gibt, die sich überlappen, ist es doch irgendwie sinnvoll diese "kleinen Geschichten" doch etwas ausführlicher darzustellen. Und das wunderschöne Ende belohnt jeden, der so lange ausgehalten hat und an manchen Stellen vielleicht fast verleitet wurde, ein klein wenig vorzuspulen.

Fazit: Eine wunderbare Verfilmung mit schönen Landschaftsaufnahmen, tollen Kostümen und Frisuren, talentierten Schauspielern und einer einprägsamen Musik. Hier hat die BBC wieder eine Glanzleistung auf höchstem Niveau vollbracht.
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