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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gott hat hiermit nichts zu tun..."
Bei der Verfilmung von Alatriste konnte man aus dem Vollen der Buchvorlage von Perez-Reverte schöpfen. Leider - und das sei gleich vorneweg gesagt - konnte man dem ganzen Stoff unmöglich in einem einzigen Film gerecht werden, auch wenn diesem über 2 Stunden zur Verfügung standen. Der ohnehin bereits teuerste Film Spaniens bis dahin bietet dennoch dem...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2007 von M. Rauser

versus
68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Realistisch aber holperig
Ich konnte dem Film nur deswegen etwas abgewinnen, weil ich extrem geschichtlich interessiert bin und es mich folglich einigermaßen fesselt, die Lebensweise und besonders die Kampfart der früheren Jahrhunterte (in diesem Fall 1622 - 1650) zu sehen. Unter diesem Aspekt war auch positiv, daß Kulissen, Kostüme und Waffen authentisch und markant...
Veröffentlicht am 12. Januar 2008 von Hans Schulte


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68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Realistisch aber holperig, 12. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Ich konnte dem Film nur deswegen etwas abgewinnen, weil ich extrem geschichtlich interessiert bin und es mich folglich einigermaßen fesselt, die Lebensweise und besonders die Kampfart der früheren Jahrhunterte (in diesem Fall 1622 - 1650) zu sehen. Unter diesem Aspekt war auch positiv, daß Kulissen, Kostüme und Waffen authentisch und markant waren.
Die schauspielerischen Leistungen waren gut, die Kameraführung sehr gut, die Geräusche brillant.

Trotzdem kann man diesen "Alatriste" als Film nicht der Mehrheit der Zuschauer empfehlen, weil er zu sprunghaft und brüchig ist. Die Szenen folgen oft abruppt hintereinander. Eine flüssige Linie besteht nicht.

Grundsätzlich ist er eigentlich nicht zu lang für ein Historienwerk, aber durch die ungeschickte Erzählweise wird er langatmig. Ein Spannungsbogen kann sich nicht aufbauen, weil jedes mal, wenn es anfängt, interessant zu werden, die Thematik abgebrochen und etwas Neues angefangen wird.

Bester Aspekt sind die Kämpfe, die besonders realistisch und sehr hart (blutig) sind. Die Taktik und die spezielle Kampfweise der Renaissance werden deutlich.

Wer jedoch ein aufregendes Historienspektakel oder einen schönen Viggo Mortensen sehen will, ist bei "Alatriste" schlecht aufgehoben. Spannend ist das Ganze nicht und Viggo sieht mit dem historisch korrekten Bart nicht gerade attraktiv aus.

Habe es zwar nicht bereut, den Film zusehen und wurde dabei mehr gefesselt als von den immer wieder gleichen Hollywood-Cop-Action-Krimis, aber ich muß Leute warnen, die einen unterhaltsamen Film sehen wollen.
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Habe mehr erwartet ..., 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Arturo Pérez-Reverte ist der wahrscheinlich beliebteste Autor Spaniens. Den Roman "El Capitán Alatriste" und seine Fortsetzungen schrieb Reverte als Hommage an den großen Romancier Alexandre Dumas und seinen bekanntesten Roman "Die drei Musketiere". Die Geschichte um die Hauptfigur Diego Alatriste, einen spanischen Soldaten, spielt überwiegend aus der Sicht seines, anfangs minderjährigen, Schützlings Íñigo Balboa. Angesiedelt im "Goldenen Zeitalter" Spaniens verdingt sich Alatriste auf den bekanntesten Schlachtfeldern des Dreißigjährigen Krieges als Söldner, unter anderem in Brega, Nördlingen und Rocroi. Herrscht Waffenstillstand sind beide meist in Intrigen am spanischen Hof verwickelt und haben Abenteuer, unter anderem gegen die Inquisition, zu bestehen.

Um das frühe 17. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken, hat Regisseur Agustín Díaz Yanes wohl das meiste Geld in die Kostüme und die Ausstattung gesteckt. Für die spektakulären Fechtszenen wurde kein Geringerer als der Choreograph Bob Anderson engagiert, der auch schon bei "Herr der Ringe" mit von der Partie gewesen ist.

Leider machte Yanes, meiner Meinung nach, schon beim Drehbuch den entscheidenden Fehler und versuchte sämtliche Alatriste-Romane zu einem Film zu verbinden. Dadurch wirkt Handlung sehr episodenhaft und unbeholfen. Er reiht die einzelnen Geschichten der Bücher einfach aneinander ohne die Hintergründe und die vielen interessanten Personen gründlich zu entwickeln. Und das obwohl die Darsteller durchweg gut agieren. Allen voran Viggo Mortensen, der mit Diego Alatriste eine seiner besten Rollen gefunden hat.

Fazit: Tolle Ausstattung, spannende Fechtszenen und ein guter Hauptdarsteller. Leider hat die Verfilmung keine stringente Handlung zu bieten. Yanes wäre sicherlich den Romanen gerechter geworden hätte er zum Beispiel eine TV-Serie daraus gemacht oder nur den ersten Roman verfilmt.
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59 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gott hat hiermit nichts zu tun...", 16. Oktober 2007
Von 
M. Rauser "warlocc" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Bei der Verfilmung von Alatriste konnte man aus dem Vollen der Buchvorlage von Perez-Reverte schöpfen. Leider - und das sei gleich vorneweg gesagt - konnte man dem ganzen Stoff unmöglich in einem einzigen Film gerecht werden, auch wenn diesem über 2 Stunden zur Verfügung standen. Der ohnehin bereits teuerste Film Spaniens bis dahin bietet dennoch dem Buch noch erfreulich nahe kommendes Geschehen: Die Atmosphäre des frühen 17. Jahrhunderts wurde gut eingefangen - bildgewaltig und brutal einerseits, prunkvoll am Hofe andererseits - die Geschichte schlüssig, wenn auch nicht vollständig erzählt. Die Geschichte des Söldner-Hauptmanns Diego Alatriste geizt nicht gerade mit Blut und Tod: eben ganz so, wie man sich das Zeitalter des Dreissigjährigen Krieges einfach vorzustellen hat. Für Musketier-Romantik und frohes Fecht-Geplänkel ist hier kein Platz. Die gnadenlose Brutalität und die äusserst realistisch in Szene gesetzten Erlebnisse an der Front der Flandern-Kriege mögen zwar Zuschauer verschrecken, spiegeln sie jedoch gerade diese vielen schmutzige Details, die manch einem Film dieser Hinsicht gänzlich abhanden kamen und der Wahrheit entrückten: hier werden Kehlen aufgeschlitzt, Dolche wieder und immer wieder in den Feind gestoßen, Erbrochenes dem eigen Kameredan aus dem Hals gekratzt, um ihm vor dem Ersticken während des unerbittlichen Grabenkampfes zu bewahren - Hollywood sieht in der Regel doch anders aus. Auch der Kampf in fester Formation zweier Pikeniereinheiten wurde bisher nie derartig wahrheitsgetreu dargestellt, man bekommt nun einen guten Eindruck vom "Hauen und Stechen" auf den europäischen Schlachtfeldern und deren Gnadenlosigkeit. Inhaltlich allerdings springt der Film ziemlich abgehakt von Szene zu Szene, was wie eingangs bereits erwähnt, an der Problematik lag, nicht alles in einem Film gebührend (oder gar überhaupt erst) Platz zu verschaffen. Die Darsteller wie auch die Kostüme und Kulissen wurden gut gewählt und tragen ihren Teil zu diesem interessanten Film bei, dessen Hauptdarsteller mich erneut voll überzeugen konnte. Viggo Mortensen macht ähnlich zu A history of violence eine erneut glaubhafte, gute Figur, der man jederzeit den alten, abgebrühten Haudegen abnimmt - das er ein Schwert schwingen vermag, konnte er ja bei Herr der Ringe schon zu Genüge demonstrieren. Kein schöner Film im wörtlichen Sinne, aber ein absolut sehenswerter Einblick in eine düstere Epoche der Glaubenskriege und politischen Machtkämpfe, der bislang kaum Beachtung zu Teil wurde und mit Alatriste in einem fiktiven Charakter endlich zum Leben erweckt wird.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufwändiges Zeitbild., 18. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Spanien zu Anfang des 17. Jahrhunderts. Die spanischen Truppen lassen ihr Blut in der Hölle Flanderns. Der 30. jährige Krieg wütet und Spanien und Frankreich steuern auf ein kriegerisches Zerwürfnis zu. Wir begleiten den spanischen Soldaten Captain Alatriste(Viggo Mortensen) in eine mörderische Schlacht. Als sein Kamerad stirbt, nimmt er Alatriste das Versprechen ab, dass dieser sich um seinen Sohn kümmern soll. Von da an, muss Alatriste nicht nur auf sich, sondern auch noch auf den jungen Inigo aufpassen. Nicht einfach, in einer Zeit, in der sich alles um Macht, Religion und Königstreue dreht. So verfängt sich Alatriste in den Regeln des Hofes und verzweifelt nebenbei an der Liebe zur Schauspielerin Maria. Auch Inigo gerät in das Mahlwerk der Macht und landet als Sträfling auf einer Galeere. Alatriste versucht diese Probleme mit dem zu lösen, was er am besten beherrscht. Seinem Kampf mit Säbel und Messer. Aber gegen die Konventionen dieser mittelalterlichen Zeit können selbst die schärfsten Waffen nichts ausrichten.

Regisseur Augustin Diaz Yanes nimmt uns mit in eine dunkle Zeit des frühen Europas. In der teuersten spanischen Filmproduktion aller Zeiten erweckt er detailgetreu das Madrid des 17. Jahrhunderts wieder zum Leben. Wir dürfen schauen und staunen, wie es seiner Zeit zuging. Dabei folgt der Film der Romanvorlage von Arturo Pérez-Revertes. Die Ausstattung, die Drehorte, die beklemmenden Schlachtenszenen, all das ist vom Feinsten, was das europäische Kino momentan zu bieten hat. Bei einer Spieldauer von über zwei Stunden versucht Yanes so viel wie möglich vom Originalstoff im Film unterzubringen. Einziges Manko: Meines Erachtens fehlt der Geschichte der rote Faden, an dem wir uns über diese Zeit entlanghangeln können. Irgendwie ist alles wunderbar gelungen, passt aber nicht so recht zusammen. Nichtsdestotrotz für alle Freunde historischer Verfilmungen ein Muss und für Freunde von Viggo Mortensen ohnehin, denn der spielt den Captain Alatriste mit Inbrunst und Virtuosität.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Blick in die Vergangenheit Europas, 25. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
In den Wirren des 30jährigen Krieges versucht der für Spanien kämpfende Flandern-Veteran Captain Diego Alatriste sein Glück zu machen. Doch das ist gar nicht so einfach. Ausbleibender Sold, Intrigen, Liebe, die heilige Inquisition machen Alatriste das Leben schwer. Während eines Gefechts, bei dem man nicht zimperlich zur Sache geht, verspricht Alatriste einem sterbenden Kameraden, sich um dessen Sohn Inigo zu kümmern. Fortan schreiten beide gemeinsam durchs Leben und müssen so manchen Schicksalsschlag meistern. In einer Zeit wo beinahe alles von der Kirche beherrscht wird, durchkreuzt Diego die Pläne der Inquisition und macht sich bei Monarchen unbeliebt. Nicht immer kann er sich auf seine im Krieg erworbenen Kampfkünste verlassen, doch stets auf seine Freunde und natürlich auf Inigo.

Zugpferd dieses Films ist mit Sicherheit Viggo Mortensen, der seit seiner Darstellung des Aragorn in "Herr der Ringe" Berühmtheit erlangte. In diesem teuersten Film in der Geschichte Spaniens, spielt er den spanischen Captain Diego Alatriste. Die Bezeichnung Captain hat in diesem Fall nicht mit der Schifffahrt zu tun, sondern ist ein militärischer Rang. Es ist die Verfilmung eines Romans von Arturo Pérez-Revertes der in seinem Heimatland sehr erfolgreich ist. Die damalige Zeit ist mit viel Liebe zum Detail dargestellt, man sieht prachtvolle Kostüme und heruntergekommene Lumpen, prunkvolle Paläste und abgewrackte Spelunken. Spitzenklasse sind auch die Kampfszenen, die toll choreographiert wurden und in denen mit Blut nicht knauserig umgegangen wird. Da es mehrere Romane mit Alatriste als Hauptdarsteller gibt, wurden für das Drehbuch wohl auch mehrere Romane zusammengeschnitten. Das würde die zum Teil verwirrenden Zeitsprünge erklären, denen man nicht so leicht folgen kann. Bild und Ton sind überaus gut, besonders in Kampfsequenzen wird einem die brachiale Gewalt einer Schlacht gut zu Ohr geführt. Der Film im Gesamten hat mir sehr gut gefallen, Mortensen spielt die Person Alatriste so glaubhaft, das es eine Freude ist ihm zuzuschauen.
Freunde von Filmen wie "Königreich der Himmel" sollten hier mal reinschauen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verschenkte Möglichkeiten..., 7. April 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
"Alatriste" ist ein Film des spanischen Regisseurs Agustin Diaz Yanes und basiert auf der erfolgreichen 6teiligen Romanserie von Arturo Perez-Reverte, der unter anderem auch die Romanvorlage zu Polanskis "Die neun Pforten" schrieb. Darüberhinaus war "Alatriste" der bisher teuerste spanischen Film dar, er kostete ca. 24 Millionen Euro. Die Figur des Sölnders Alatriste ist zwar fiktiv, im Roman kommen aber auch historische Persönlichkeiten vor.
Der Film selbst ist eine Mischung aus fiktiver Biographie, Kostüm- bzw. Historienfilm und Mantel-und-Degen-Abenteuer, angereichert mit Schlacht- und Duellszenen.
Die Geschichte beginnt im Jahre 1621, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, diese Epoche einer Vielzahl paralleler und aufeinander folgender Kriege.
Spanien kämpft bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts um den Erhalt der habsburgischen Macht über die Spanischen Niederlande, deren protestantischer Teil in Gestalt der Utrechter Union von Spanien abgefallen war, während das überwiegend katholische Flandern weiter zu Spanien hielt. Als Schlüsselposition galt das Städtchen Breda. Philipp IV von Spanien befielt den ultimativen Stellungskrieg.
Innenpolitisch aber beginnt das spanische Weltreich an seiner Korruption zu zerfallen. Der grosse Kämpfer und Flandern-Veteran Captain Diego Alatriste (Viggo Mortensen) ist für seinen Heldenmut berühmt. Einem sterbenden Kameraden verspricht er in der Hölle Flanderns, sich um dessen Sohn Inigo (Nacho Perez) zu kümmern. Zuhause soll er für den Inquisitor Bocanegra (Blanca Portillo) einen hinterhältigen Mord an zwei Reisenden ausführen, während des Duells kommen ihm aber Zweifel und er weigert sich den feigen Befehl auszuführen. Bald wird er wieder auf die Schlachtfelder Flanderns strafversetzt...der Film erzählt die Geschichte dieses Kämpfers, seine Liebe zu der Schauspielerin Maria de Castro (Ariadna Gil), die auch Geliebte des Königs wird und auch die Geschichte des jungen Inigo, der immer noch seine Jugendliebe Angélica de Alquézar (Elena Anaya) liebt, die ihn aber aus politischen Gründen nicht lieben darf.
Besonders angetan war ich von der Kameraarbeit des Paco Femenia. Er schafft ein paar wirklich schöne Bilder, manche Einstellungen wirken wie zeitgenössische Gemälde. Auch die Schlachten in Flandern sind spannend, brutal wie auch intensiv mit der Kamera eingefangen.
Die dramatische Struktur des Filmes ist allerdings sehr seltsam und verwirrend. Nach einem furiosen Intro zerfällt der Film in eine furchtbare Episodenhaftigkeit, durch die einzelne Lebensabschnitte fast ohne roten Faden aneinandergereiht werden.
Möglicherweise - ich kenne die Bücher leider nicht - wurde hier wieder der Fehler gemacht zuviel von der Vorlage in den Film mit rein zu nehmen oder vielleicht ist vieles im Schneideraum entsorgt worden. Dabei hätte es nicht geschadet, wenn man in diesen 139 Minuten Laufzeit etwas Zeit darauf verwendet hätte, die Figuren nicht so eindimensional zu lassen, sondern ihnen Tiefe zu verleihen.
Vielleicht wäre der Film auch mit einer längeren Laufzeit "runder" geworden. Ich finde ihn nämlich, gemessen an seinen guten Voraussetzungen und Möglichkeiten, eigentlich enttäuschend.
Der Film versteht es leider nicht den Zuschauer gesamthaft zu fesseln, lediglich die Schlachtenszenen sind grosses Kino.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Opulenter Historienfilm - Handlung nicht ganz durchsichtig, 29. März 2009
Von 
Pino "Pino" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Der Film - basierend auf den Abenteuerromanen von Arturo Perez-Reverte um den spanischen Söldner Alatriste - spielt Mitte des 17. Jahrhunderts und nimmt den Zuschauer mit an den spanischen Königshof, aber auch in Theater und Spelunken und nicht zuletzt auf die Schlachtfelder.

Motive aus den insgesamt fünf Romanen wurde hier zu einem Drehbuch zusammengefügt oder besser gesagt zusammengewürfelt. Leider ergibt sich keine durchgehende Linie. Die agierenden Personen werden zu wenig charakterisiert, ständig wird in Handlunsstränge hineingesprungen ohne daß diese richtig zuende erzählt werden. Für das spanische Publikum, von denen so ziemlich jeder die Geschichten kennt, wahrscheinlich nicht schlimm, für mit den Romanen nicht Vertraute leider reichlich verworren. Das mag dazu geführt haben, daß sich der Erfolg des Films auf Spanien beschränkte und er hierzulande eher floppte.

Schade eigentlich, denn von der Drehbuchschwäche abgesehen ist der Film sehr gut gemacht. Der verschlossene Haudegen Alatriste ist mit Viggo Mortensen hervorragend besetzt. Herausragend ist auch die Ausstattung bezüglich Bewaffnung und Kostümierung. Keine farbig herausgeputzten Heldenuniformen, sondern die abgestoßene, dreckige und hundertmal geflickte Berufskleidung der Feldmetzger. Sehr beeindruckend auch die realistischen Darstellungen der Schlachten und des Kriegshandwerks. Daß hier aufgeschlitzt, abgestochen und jede Menge Blut vergossen wird, wird als tägliches Brot des Söldnerberufs schonungslos gezeigt - nicht unbedingt etwas für Kinder, die sich auf einen Abenteuerfilm freuen.

Die opulent fotografierten Bilder wurden in guter Qualität auf die DVD übertragen, nur gelegentlich fehlt es etwas an Detailschärfe. Durch den sehr guten Stereoton gewinnen besonders die Schlachtszenen noch mehr an Realismus.

Leider hat die DVD - außer ein paar Trailern für Filme, die keiner sehen will - an Extras nichts zu bieten. Dabei hätte ich mich bei diesem Film wirklich über ein Making of und einige interessante Dokumentationen zu den geschichtlichen Hintergründen gefreut.

Wegen der fehlenden Sonderausstattung und dem nicht so tollen Drehbuch daher ein Stern Abzug, ansonsten aber ein empfehlenswerter Film.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdige Umsetzung der literarischen Vorlage, 23. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (Edición limitada, 2 discos) (DVD)
Der bis dato teuerste spanische Film zeigt den neuen "Nationalhelden" Spaniens Alatriste, der von Perez-Reverte als Gegenpart zu den Musketieren von Dumas geschrieben wurde. Die Bücher - übrigens sehr empfehlenswert - folgen dem literarischen Vorbild des Episodenromans, in dem Dumas die Abenteuer seiner Helden präsentiert. Auch der Film hat sich diesem Muster angepasst, und hier liegt seine Schwäche; für Nicht-Kenner der Bücher dürfte er nicht einfach zu verstehen sein. Vieles wird als bekannt vorausgesetzt, manche Episoden entfalten ihre volle Wirkung erst, wenn man die Hintergründe zu ihnen versteht.

Der Film ist hochkarätig besetzt. Vor allem Viggo Mortensen in der Rolle des titelgebenden Capitane Alatriste ist hervorragend, aber auch die anderen Hauptrollen wissen zu überzeugen. Kostüme, Kulisse und die Darstellung der Zeit des spanischen "Goldenen Zeitalters" sind exzellent und führen den Zuschauer tatsächlich in diese Zeit mit all ihren Widersprüchen zurück.

Fazit: Für Kenner der Bücher sicherlich ein Genuss, für andere eher eingeschränkt zu empfehlen. Deshalb nur 4 Sterne, da ich von einem anderen Medium doch genug Eigenständig erwarte, um alleine zu überzeugen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das kommt mir Spanisch vor!, 30. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Virgo Mortensen spielt in dieser aufwändig inszenierten Produktion den Söldner Alatriste, der sich zuerst in Flandern, und dann im Spanien des frühen 17.Jahrhunderts herumschlagen muss. Mal als Soldat, mal als Duellant in den höfischen Intrigen verdient er sich seinen Lebensunterhalt, um den kleinen Indigo, den Sohn eines verstorbenen Freundes, ein Leben zu ermöglichen.

Alatriste ist ein typischer Historienfilm dessen Handlungsbogen sich über mehrere Jahre hinweg spannt. Ruhige, langsame Bilder (charakteristisch für den europäischen Film) wechseln sich mit Duellen und Schlachtszenen ab. Man merkt jedoch, dass sich der Film vorrangig an ein spanisches Publikum richtet, die mit Geschichte und den Romanen (die Grundlage des Filmes) besser vertraut sind. Am Ende jedoch überzeugen Mortensen und seine spanischen Kollegen in ihren Rollen. Kostüme und Austattung lassen keine Wünsche offen. Alatriste ist ein Historienfilm, der sich in der Mantel- und Degen Kategorie durchaus sehen lassen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein historischer Bilderrausch, dem man sich nicht entziehen kann, 3. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Alatriste (DVD)
Ein monumentaler Bildersturm. Nur so kann man diesen beeindruckenden Film bezeichnen.
"Alatriste" auf der Romanreihe des spanischen Schriftstellers Perez -Reverte basierend mag leicht fragmentarisch gezeichnet sein. Stichwortartig spannt er einen Bogen von Ende des Jahres 1622 ,dem Flandernkrieg bis 1643 über den aufreibend langen Konflikt zwischen Spanien und den Niederlanden.
Der Vorwurf die Charaktere, mögen sie noch so glanzvoll gespielt sein, blieben oberflächlich ist nicht ganz von der Hand zu weisen,doch all diese Kritikpunkte werden aufgehoben durch eine sogartige Bilderpracht, durch eine rauschhafte Atmosphäre, die seit dem überragenden Film "Die Bartholomäusnacht" nicht mehr vergleichbar für die Leinwand inszeniert wurde.
Ein überragendes Geschichtsepos, das wirklich ernsthaft ohne Zugeständnisse an schnelle, oberflächliche Sehgewohnheiten und in unglaublicher Authentizität, die jede einzelne Knopfleiste, jede Hellebarde, jedes rauschende Dekor betrifft ,den Zuschauer einsaugt in eine vergangene Epoche.
Wir begleiten den spanischen Soldatenn Diego Alatriste durch ein Sinnen-Panorama des prunkvollen spanischen Hofes, durch finstere Tavernen, erleben mit ihm verbotene Leidenschaften, blutige Schlachtfelder.
Alatriste und sein quasi Adoptivsohn Inigo verstricken sich bis zum blutigen Ende zunehmend in Intrigen, Verschwörungen, Amouren, werden zerrieben zwischen politischen Interessen.
Alatriste, der sich willig sei ganzes Leben lang als Söldner für andere Auftraggeber kaufen ließ, der als Stellvertreter für Andere mit der Klinge blutige Aufträge ausführte, wird sich im Laufe der Jahrzehnte immer mehr in dem selbst erschaffenen Spinnennetz verfangen, aufgerieben in der wechselnden Rolle teilweise als Günstling, dann wieder als verfolgte Persona non grata zu gelten.
Die Liebe zu einer Schauspielerin, die sein Leben hätte in bessere Bahnen lenken können, scheitert an seinem Freiheitsdrang.
Ein letztes Mal wird er sie am Ende von Syphilis gezeichnet noch einmal wiedersehen, er selbst stirbt durch eine Kugel auf dem Schlachtfeld.
"Alatriste" steht und fällt neben seiner phantastischen Inszenierungskraft mit den Schauspielern, die alle dieses bestimmte europäische Flair versprühen, das so weit weg ist von amerikanischen Versionen Historie in Filme zu packen.
Viggo Mortensen ist Alatriste, und ein weiteres mal ziehe ich den Hut vor diesem Ausnahmeschauspieler, der scheinbar von Aragorn in "Herr der Ringe" über den eiskalten Killer in "Tödliche Versprechen" bis zu diesem spanischen Abenteurer jede Rolle mit pulsierendem Leben erfüllen kann.
Seine Präsens, seine ausdrucksstarke Mimik, sein Charisma macht Alatriste so lebendig auch wenn das Drehbuch sicherlich damit überfordert ist, der Gestalt über die Jahrzehnte Tiefe zu verleihen.
Doch in der gewaltigen Bilderkraft ist dies nicht weiter auffallend.
"Alatriste" ist spannendes Kino pur.
Ein Film , der Sie den Bildschirm durchschreiten läßt, hinein in ein lebendig werdendes Zeitalter, eine grausam blutige Epoche der Inquisition, der Willkür aber auch der Pracht, der Ehre, der Leidenschaft.
Jedes Bild könnte ein Gemälde von Rembrandt sein, jede Figurenanordnung in Szenen alten Meistern abgeschaut.
Die Ausleuchtung exquisit, die Farbenspiele, die Kostüme, sei es in einem erdigen Schützengraben, oder in höfischen Zeremonien, jede Falte eines Saums mit Händen greifbar.
Präzise, dramatische Musikuntermalung, eine überragende schwebende Kameraführung läßt hypnotische Bildermagie entstehen.
Keine hektischen Schnitte, wie wir es aus amerikanischen Historien-Streifen kennen, sondern ein betörender Sinnenrausch.
Vielleicht werden die einzelnen Figuren nicht tief und nachvollziehbar genug gezeichnet, doch "Alatriste" schafft etwas ganz anderes, nämlich wie in einem wunderbaren Wandteppich einzelne Ormanente, Orte, Stimmungen zu erschaffen, die einen grossen faszinierenden Eindruck einer Lebensepoche vermitteln.
"Alatriste" ist der teuerste spanische Film aller Zeiten.
Und diese Mühe, diese Präzision, auch die grosse Eigenständigkeit, die nun mal oft das europäische Kino, gegenüber dem schablonenhaften Kino Amerikas aufweist, merkt man in jeder Sekunde.
Eine opernhafte filmische Reise für jeden wirklich an ernsthaften historischen Filmen interessierten Zuschauer, der sich einläßt, mitgerissen wird in das Spanien des 17.Jahrhunderts.
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