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Kundenrezensionen

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am 27. August 2007
Vorab muss ich sagen, dass ich der neuen Nightwishscheibe eine hohe Erwartungshaltung entgegengebracht habe und sehr gespannt war, wie es den Finnen gelingt ihren Weg fortzusetzen und wie die neue Stimme ihren Teil dazu beiträgt. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht und ich freue mich sehr auf den entgültigen Veröffentlichungstermin.

Zu den Songs:
Der erste und der längste Song ist für mich das Highlight des Albums und das beste, was Nightwish seit langem gezaubert hat. 13 Minuten lang, das Lied vereint das, was ich von Nightwish erwarte. Power, Mystik, Emotion. Hier beweist die neue Sängerin Annette gute Gesangsqualitäten, man merkt dass sie ihre Stimme schön einsetzen und variieren kann, was ich mitunter am restlichen Album vermisse.

Nummer zwei Bye Bye Beautiful ist ein mitreißendes Stück, indem Marco einen hohen Gesangsanteil hat. Die Tatsache dass seine Stimme im kompletten Album etwas mehr in Vordergrund rückt, befürworte ich durchaus, da er sein Stimmvolumen viel besser einsetzen kann. Seine Stimme klang bei den Vorgängern viel zu brachial, was mir überwiegend unangemessen erschien.

Nummer drei Amaranth. Die erste Single, ein Ohrwurm. Sehr eingänglich gefällt mir sehr gut, ist aber sicher nicht zu den überragenden Nightwishstücken zu zählen. Aber tut nicht weh und ist sehr angenehm zu hören.

Cadence of her last breath ist Song Nummer vier, der mir auch sehr gut gefällt und von der Qualität her die Mitte anführt. Hier ist Annettes Stimmte gut eingesetzt und der Song überzeugt.

Es folgt die Lied fünf, welches von Marco gesungen wird. Hier ist der Höhepunkt der Härte in diesem Album erreicht, ich denke allerdings nicht dass dies das härteste aller Nightwishlieder ist, wie häufig deklariert wird. Da sind einzelne Stücke von Oceanborn weitaus markanter. Master Passion Greed ist allerdings ein überragender und mitreißender Song, an dem jeder Metalfan seine wahre Freude erleben wird.

Eva ist eine wunderschöne Ballade, in der meines Erachtens die neue Stimme überzeugend herüberkommt. Ein sehnsüchtiges Stück a la Sleeping Sun. Gefällt mir sehr gut.

Sahara ist ein weiteres Highlight der neuen Scheibe, wo vor allen Dingen die Chöre sehr schön eingesetzt sind und gut mir der neuen Stimme agieren.

Im Anschluss daran kommen mit „Whoever brings the night“ und „For the heart I once had“ zwei Lieder, die im Mittelfeld liegen. Auch hier sehr eingänglich und gut anzuhören, aber der gewisse Tick fehlt hier.

Mit „The Islander“ und „Last of the wilds“ folgen zwei Titel die zueiander gehören. Das zweite Stück ist instrumentell. Hier kommt eine neue Nightwishseite herrüber, man denkt an irische Folkloremusik und die Stimme von Marco passt hier perfekt hinein. Kein Stück zum Abrocken, sondern eher für auf dem Balkon sitzen, Zigarillo rauchen, Käffchen trinken und übers Leben philosophieren.

7 Days to the Wolves ist ein typisches Nightwishlied, was gut gefällt.
Das letzte Stück ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es am Ende mit Gospelpassagen versehen ist. Über dieses Lied habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet, aber ich finde es schön, dass Nightwish neue Wege geht und neue Dinge ausprobiert.

Abschließend ein Fazit. Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen und gebe eine 4,5. Die neue Stimme gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn es schon ein wenig Gewöhnung bedarf, sich auf diese einzulassen. Sie passen aber gut zu den Liedern und diesbezüglich gibt es nichts zu meckern, auch wenn man mitunter ihre gesanglichen Grenzen merkt. Allerdings sind die Kompositionen nahezu göttlich, da fällt das nicht allzu sehr ins Gewicht.
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am 26. August 2007
Zugegeben, ich gehörte auch zu denen, die nach dem Rauswurf von Tarja Turunen nicht sicher waren, ob es denn mit Nightwish überhaupt weitergehen würde oder besser konnte, schienen doch einige viele Fans Nightwish mit ihr gleichzusetzen.

Aber Tuomas, der alte Fuchs, und seine Mannen haben es allen gezeigt! Eindrucksvoll! Und jetzt bekommt der Titel der letzten Live-DVD "End Of An Era" eine völlig andere Bedeutung!

Das Album "The Passion Play" beginnt mit "The Poet And The Pendulum", einem fast 14 minütigen Werk in bester atemberaubender Nightwish-Manier, mit allem, was das Herz begehrt: Bombast, geniale Komposition, kraftvolle Gesänge (Anette, Marco)leise Töne, gewaltiges Orchester.
"Bye, Bye Beautiful" kommt fast wie ein Zwilling von "Wish I Had An Angel" daher. Es kracht in den Lautsprechern, einfach Klasse!
Dann der kommende Single-Erfolg "Amaranth", ein Song, der sich sofort ins Ohr schraubt!
...
13 Songs mit insgesamt fast 76 Spielzeit!, Tuomas hat sich mächtig ins Zeug gelegt, wir hören Nightwish ungewöhnt hart ("Master Passion Greed"), dann wieder zart ("Eva"- traumhaft schön!)dann wieder genial bombastisch ("7 Days Of The Wolves")...

Insgesamt für mich das beste Nightwish-Album, die Band liefert ihr Meisterstück ab und das ohne Tarja oder vielleicht gerade deshalb? Wer weiß!

Noch ein Wort zu Anette, an ihr werden sich die Geister scheiden. Meiner Meinung nach meistert sie ihren Part bravorös, sie ist weder eine Tarja, noch eine Floor oder Sharon oder Simone, sie ist Anette und das ist gut so!

Klare 5 Sterne und unbedingter Kauftipp!
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am 20. April 2008
Gleich zu Anfang: ich habe zu den wenigen eingefleischten Nightwish-Fans gehört, die froh waren, als Tarja endlich raus war. Und das nicht nur wegen ihres schlechter werdenden Live-Gesanges. Wer kurz vor ihrem Rauswurf aufmerksam Interviews von ihr gelesen hat, wird wissen, was ich meine. Ich gehöre also in keinster Weise zu den bedingungslosen Tarja-Verteidigern, denn ich habe mich auf das neue Album gefreut und war gespannt, was die Neue zu bieten hat.

Somit habe ich mir das neue Album mit vollkommen offenen Ohren angehört. Und ich wurde übelst enttäuscht. Aus der früheren Marco/Tarja-Paarung, der Schönen und dem Biest, ist das Biest und das kleine Mädchen geworden. Die Stimme ist dünn, ohne Kraft, Dynamik oder Ausdruck (seltsam, dass das auch noch ursprünglich eine der Anforderungen an die Neue waren...), mir fehlt das Volumen. Eine Pop-Stimme?! Man wird den Gedanken nicht los, Nightwish haben sich von dem befürchteten Medien-Druck derart beeinflussen lassen, dass sie alles getan haben, um eine Sängerin zu bekommen, die möglichst nicht wie die alte klingt. Klar, damit fährt man auf der sicheren Seite, man erspart der Neuen jegliche Vergleiche. Aber: die Neue hat eindeutig zu oft ABBA gesungen. Nightwish goes Pop, Nightwish goes American style. Jedes Mitglied ist musikalisch gesehen austauschbar, wurde immer wieder betont. Wie Recht die Band doch hatte...! Anette Blyckert (Olzon = Mädchenname) überzeugt weder digital, noch live. Auf der Bühne Töne treffen? Man will schon anfangen zu beten, dass sie die nächsten paar Zeilen vielleicht doch einigermaßen packt. Nun ja, vielleicht übt sie bis zur nächsten Tour und dem nächsten Album noch etwas, damit ihre Stimme besser zur Musik passt (wäre bei Sahara besonders wünschenswert gewesen, das Lied ist wirklich sehr gut, die Interpretation schwankt zwischen Wollen und Nicht-können, wobei Anette ja gewisse Unsicherheiten bei diesem Lied eingeräumt hat)... Sowie die Bühnen-Outfits...ich will nicht oberflächlich sein, aber kurze Mini-Röcke? Die Zuschauer in den ersten Reihen werden sich freuen. Totenkopf-Ohrringe und -Strumpfhosen? Rocker-Klischee?!?!?!?!?!) Ich werde NIEMALS begreifen, wie man ein KLASSISCHES Orchester benutzen kann, einen KLASSISCHEN Chor engagiert und dann ein POP-Stimmchen vor das Ganze setzt! Eine weitere klassische Stimme zu wählen wäre etwas dämlich gewesen, langweilig, aber eine Pop-Stimme vor dieser Art Bombast-Musik, vor majestätische Klänge mit derart erhabener Atmosphäre und Himmel-Aura...es ist ein Jammer. Eine "erzählende" Stimme passt nicht zu Musik, deren Hauptaspekt bombastische Melodien sind, da braucht es einfach eine lyrischere Stimme.
Die Sängerin klingt meist einfach nur möchtegern-gefühlvoll, Hauptsache, sie kann ihre Stimme in allen" ihren Facetten präsentieren... Es ist ein Witz, wirklich, wenn betont wird, dass die Neue den gleichen Stimmumfang besitzt wie ihre Vorgängerin, wenn man dann im Studio-Tagebuch auf der Homepage liest, dass sie nervös war, weil sie in einem Stück so hoch singen musste... Oder wenn die Interpretationen der alten Lieder klingen, als hätte sich Anette zuhause hingesetzt und krampfhaft nach anderen Wegen gesucht, selbige zu interpretieren, nur, damit sie auch ja unter allen Umständen anders klingen, anstatt es einfach fließen" zu lassen.

Eine kleine Anmerkung: Anette ist auf der Brother Firetribe-Single Heart Full of Fire" zu hören und klingt super! Das wäre genau ihre Sparte gewesen, schwungvoller easy going Rock/Metal in seiner reinsten Form. Nightwish aber ist reinstes Gefühl, ist Tiefe, ist im Falle des Liedes The Poet and the Pendulum sogar tiefste Schwärze von Keller-Verliesen; oder sollte es zumindest sein. Anettes Stimme klingt bei Nightwish fast immer entweder gleich oder unpassend.

Aber mal weg von der Sängerin: Musikalisch haben Nightwish auch schon besseres abgeliefert. Man wundert sich schon, wieso Orchester und Chor für Dark Passion Play auf doppelte Größe aufgestockt wurden, wenn man von beiden wesentlich weniger hört, als noch auf dem letzten Album Once.
Und dann auch noch die Statements, dass Amaranth, For the Heart I Once Had und Cadence of Her Last Breath ursprünglich laut Bandchef gar nicht auf das Album hätten kommen sollen, lässt irgendwie den Gedanken an ein B-Seiten-Album aufkommen. Dementsprechend klingen auch die Lieder. Eva nervt nach mehr als dreimaligem Hören, eine Ballade, die nichts Besonderes ist, Klavier-Gedudel und Geflöte im Hintergrund, die E-Gitarre spielt im Solo wie immer nur die Refrain-Melodie nach, so dass man sich fragt, was noch mal genau der Sinn eines Gitarrensolos war, denn bei Nightwish scheint es einfach nur noch zum Pflichtprogramm zu gehören, das irgendwo eingebaut und runtergespielt wird. Wird allmählich öde, Herr Vuorinen sollte sich einmal ein paar Variationen einfallen lassen... Master Passion Greed geht nicht wirklich ins Ohr und obwohl es wesentlich aggressiver komponiert und arrangiert ist, bringt es nicht ganz den Bombast und die Energie von beispielsweise Slaying the Dreamer mit (aus dem Album Century Child). In Cadence of Her Last Breath klingt die Stimme der neuen Vokal-Flöte einfach nur schrill, in For the Heart I Once Had nervt das pseudo-kindlich-zarte Geträller in den Strophen schon beim erstmaligen Hören. Höhepunkt ist wie immer das letzte Lied, doch keineswegs musikalisch. Ein Gospel-Chor singt, es fehlt nurnoch Ex-Präsidentschaftsanwärter Huckabee als Prediger. Die letzten 1 1/2 Minuten sind besonders schrecklich. Die Sängerin singt ihre "Woooouuuuoooouuuuw"s und die Gospel-Leute schmettern, trällern und jodeln im Hintergrund, wie man es eigentlich nur von R'n'B-Alben gewöhnt ist...oder so. Als Hörer, der dem Album die ganze Zeit über (unter großer Anstrengung) volle Aufmerksamkeit gezollt hat, ist man froh, wenn man plötzlich nur noch Stille hört, die das Ende der CD bedeutet, denn gerade das letzte Lied reißt das Album nicht wirklich raus...

Ich glaube nicht, dass der Erfolg des Albums mit seiner Qualität zusammenhängt, wenn man bedenkt, wie viel Vorarbeit Nightwish bereits mit ihren letzten Alben, insbesondere mit Once, geleistet haben. Die Leute waren neugierig auf das neue Album, und schließlich heizt das Fiebern um eine neue Frontfrau noch zusätzlich an.
Doch die Fanbasis ist nicht die gleiche geblieben. Viele haben den Wechsel nicht verstanden, darunter gehöre ich. Viele haben sich abgewandt, darunter bin ich nicht, denn ich kaufe weiterhin die CDs, in der Hoffnung, dass es irgendwann weniger schlimm sein wird. Viele Fans hat die Band gewonnen, aber die ersetzen nur quantitativ diejenigen, die schlichtweg enttäuscht sind. Mit diesem Album erschließt sich die Band wohl ein noch größeres Publikum, die neue Stimme ist schließlich u.a. auch verdaulicher für den Mainstream, der sich wohl am meisten angesprochen fühlen wird.

Dieses Album ist das Ergebnis der Veränderung von Nightwish, und das nicht nur stimmlich. Wie gesagt, auch ohne neue Sängerin wäre das neue Material nicht das Beeindruckendste, es fehlen gewisse Eckpfeiler". Und nur, weil es sich verkauft, heißt das nicht, dass es qualitativ und künstlerisch auch anspruchsvoll ist. Kommerzieller Erfolg ist kein Beweis.

A propos anspruchsvoll; seit "End of an Era" ist die Cover-Gestaltung wohl an Computer-Hobby-Tüftler gegangen, ich habe selten so hingeknallte, lieblose Covers und Booklets gesehen...vorbei die Zeiten der Cover-Malereien...selbst das Once-Cover hatte noch Anspruch, vom Booklet kann ich nur schwärmen...das DPP-Booklet sieht schlicht und einfach nach "zu viel" aus...

Diese Rezension zu schreiben, zuzugeben, dass mir das Album nicht gefällt, ist mir anfangs nicht im Mindesten leichtgefallen. Als Fan tut mir das alles sehr weh. Wenn einen die Musik durch Jahre begleitet hat, durch schwierige Phasen und Situationen hindurchbegleitet und -geholfen hat, wenn man berührt war, sich auf das neue Album gefreut hat und dann auf einmal feststellen muss, dass man völlig von den Machern dieser Musik, die man bisher "Lieblingsband" genannt hat, enttäuscht ist, wenn einen die Musik nicht mehr packt, weil sie genauso sauber, geradlinig, bezugslos, ohne Atmosphäre, knallig, ohne Inhalt ist (von den wie immer gelungenen Lyrics, schändlich interpretiert, einmal abgesehen), wie die Bilder des Booklets, dann ist das nicht einfach. Ich habe mir das Album wirklich SEHR OFT angehört, weil ich es einfach unbedingt mögen WOLLTE! Aber es lässt sich nichts erzwingen. Leider.

Fazit: Wenn Nightwish so vor 8 Jahren geklungen hätten, wäre ich niemals ihr Fan geworden. Dennoch bin ich ein Fan, der sich wehmütig immerhin einen zweiten Stern abringt.

Nightwish, ihr ward wirklich toll! Danke für alles!
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am 21. September 2007
Nach dem ich hier fast alle Rezensionen gelesen habe, habe ich festgestellt, dass die Meinungen hier sehr stark auseinander gehen.
Ich bin jedoch der Meinung, dass man auf gar keinen Fall einen stimmlichen Vergleich zwischen Tarja und Anette vornehmen sollte, da sie stark unterschiedliche Stimmen aufweisen. Jede hat für sich Vor -und Nachteile.
Viele haben sich beklagt, dass die Band sich für Anette entschieden hätte und dass die Band dadurch ihre Einmaligkeit verloren habe. Das mag jeder anders sehen, schließlich ist das ja Geschmackssache, ich persönlich mochte Tarjas Stimme auch sehr gerne, dennoch verschließe ich mich nicht vor der Realität, dass sie nicht mehr vereint Musik machen
Auch wurde hier viel besprochen, dass sie ihren Namen hätten ändern müssen, das finde ich nicht, da Tuomas in seinem offenen Brief der Meinung ist, dass Nightwish nicht nur mit Tarja steht und fällt, sondern dass Nightwish ein Lebensgefühl ist, welches sie einfach weiter leben wollen.

Jetzt zum eigentlichen neuen Album!
Ich finde es musikalisch gesehen das aufwendigste Album, auch wenn man an einigen Ecken und Enden das Gefühl hat, dass das Album keinen kontinuierlichen Fluss hat. Trotzdem finde ich es mehr als gelungen. Die musikalischen Elemente des Albums passen sehr gut zu der Stimme von Anette. Auch die Stimme von Marco (Bassist und Sänger) kommt öfters stärker zum Ausdruck.
In diesem Album gibt es sowohl langsame Balladen, als auch hammerharte Elemente. Ich könnte mir vorstellen, dass sie viel experimentiert haben auf diesem Album, was alles möglich ist mit Anette und co.

Mein Fazit: Ich bin der Meinung man sollte der neuen Zusammenstellung auf jeden Fall eine Chance geben, vor allem Anette, auch früher mussten sie sich erst entwickeln. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weiter geht, vor allem bei der Live-Performance der Truppe.
Ich werde mir das Album auf jeden Fall kaufen, weil es einfach gut ist !!!
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am 9. August 2007
Mir liegt seit einigen Tagen die Promotion-CD vor, dennoch wollte ich mir diese erst mehrfach durchhören, bevor ich mir ein Urteil bilde. Schließlich hat sogar Tuomas gesagt, dass man die CD 10mal gehört haben soll, bevor man sich ein Bild macht....

Eines vorweg: Tarja hat Nightwish natürlich ein unverkennbares Merkmal verpasst, ihre exzellente und besonders ausgebildete Stimme. Im Gegensatz zu vielen anderen Beurteilungen hier, muss man meiner Meinung nach ehrlich sagen: Anette kann da nicht mithalten. Und bei einigen Songs vermisst man das Volumen und die stimmliche Schlagkraft Tarjas. Aber nun zur Einzelbewertung der Songs:

- The poet and the pendulum (4 Sterne)
Typische Nightwish-Brachial-Oper mit 13 Minuten Länge. Im Großen und Ganzen wieder genial in Szene gesetzt und genial komponiert. Schwächen: Bei diesen Werken fehlt Tarjas Stimmvolumen, da wirkt Anettes Stimme mitunter eher piepsig. Gegenüber dem vergleichbaren, genialen "Ghost love Score" der letzten CD gibt es aber in diesem Werk auch ein paar langweiligere und nicht ganz homogene Passagen. Trotzdem: für 4 Sterne reichts.

- Bye bye beautiful (5 Sterne)
Richtig guter Metal, geht ins Ohr. Die gesungene Titelzeile des Songs stört mich aber manchmal etwas im Fluss des gesamten Songs.

- Amaranth (5 Sterne)
Ohrwurm, à la Nemo, aber um einiges griffiger und härter. Wird sicher gut in die Charts starten, aber man hört sich vergleichsweise schneller satt dran.

- Cadence of her last breath (3 Punkte)
Naja, für mich eher einer der schwächeren Songs auf dieser CD. Und das kann man vorweg nehmen: viele Schwächen hat die CD nicht. Auch hier finde ich Anettes Stimme manchmal zu schwach, das klingt mehr nach Evanescence als nach Nightwish. Trotz allem: ein Song, der bei der eben genannten Band wahrscheinlich zu den besseren gehören würde, bei Nightwish eher einer der schwächeren. Was noch auffällt: härtere Gitarrenriffs, als man das von den letzten CDs gewohnt ist. Das zieht sich im übrigen auch durch die gesamte CD.

- Master passion Greed (5 Sterne)
Der absolute Wahnsinn. Ich habe erst mal in meinem CD-Player nachgeschaut, ob ich noch die Nightwish-CD drin hab. Knüppelharter Song. Das härteste, was Nightwish je geschrieben hat. Da werden sich einige, die Nightwish nach der letzten CD schon als zu kommerziell abgeschrieben haben, extrem wundern. Klasse von Marco gesungen. Für mich einer der absoluten Highlights der CD. Zugegeben: nichts für reine "Nemo"-Fans.

- Eva (4 Sterne)
Der Song dürfte vielen schon bekannt sein. Er wurde als Internet-Single bereits ausgekoppelt. Meiner Meinung nach ein typischer Nightwish-"Schieber". Die knalligeren Sachen sind mir persönlich lieber.

- Sahara (5 Sterne)
Wow. Ein genialer Song, da ist alles drin. Hier fällt auch Anettes mangelndes Stimmvolumen (gottseidank) nicht so sehr ins Gewicht. Der Song geht mir nicht mehr aus dem Ohr, obwohl es kein Kommerz-Song à la Nemo ist. Tuomas, ich zieh meinen "imaginären" Hut vor deiner Kreativität.

- Whoever brings the night (3 Sterne)
Tuomas sagte in einem Interview, der Song gehöre nicht zu seinen Favoriten. Er hätte sogar lange überlegt, ob er mit auf die CD kommen soll. Hm, also meiner Meinung nach gehört "Whoever brings the night" sicher nicht zu den absoluten Nightwish-Highlights, aber sooo schlecht ist er auch nicht.

- For the heart I once had (4 Sterne)
Gelungener Song, der eher melodisch ist. Guter, aber nicht überragender Song auf dieser CD.

- The Islander (4 Sterne)
Nightwish ist immer für Überrsaschungen gut: welcome to Ireland. Der (irische Folk-)Song stammt ursprünglich ja von Marco, Tuomas hat ihn wohl nur "verfeinert". Die Musik und die Idee finde ich echt gut, Marco singt wie immer genial. Aber: mir geht der Song nicht richtig ins Ohr. Irgendwie etwas zäh.

- Last of the wilds (5 Sterne)
Ein Instrumentalstück ohne Gesang, auch etwas irisch angehaucht. Sehr eingängig. Gefällt mir super.

- 7 days of the wolves (5 Sterne)
Wahnsinn. Tuomas, du Genie. Eine geniale Nightwish-Hymne, perfekt abgemischt, super. Auch hier wollen wir über einige gesangliche Schwächen Anettes hinweg sehen. Das fällt meist nicht auf, weil Tuomas einfach supertolle Songs schreibt.

- Meadows of heaven (5 Sterne)
Zunächst fängt es mir fast zu schwülstig an, aber der Song steigert sich zum Ende hin. Genialer Schluss für diese geniale CD.

Fazit:
Der Gesamteindruck dieser CD ist einfach großartig. Die einzige Schwäche ist natürlich, dass Anette leider automatisch mit Tarja verglichen wird. Und diesem Vergleich hält sie meist nicht Stand. Aber was Tuomas hier wieder geschaffen hat, ist einfach phantastisch. Im Vergleich zur Once hat Nightwish hier eine CD mit noch mehr Stärken hervor gebracht, die auch die alten Fans wieder erfreuen wird, denen Once zu kommerziell war. Da bleibt nur, sich auf die kommende Tour zu freuen ....
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am 1. Oktober 2007
Nach einem Konzert in Finnland, im Oktober 2005, teilten die Bandmitglieder von Nightwish ihrer Sängerin Tarja Turunen (sie veröffentlicht dieses Jahr noch ein Gothic-Metal-Solo-Album, mit dem Titel My Winterstorm) mit, dass sie nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten werden. Als diese Meldung offiziell wurde, brach wahrscheinlich für viele Nightwish Fans eine Welt zusammen. Nightwish ohne Tarja Turunen? Niemals! Die Krönung war dann noch ein Interview zwischen Bandleader Tuomas und einem deutschen Gothic-Magazin, in dem Tuomas zitiert wurde, dass Tarja von Anfang an nur eine Gastsängerin war. Da habe ich mich dann auch gefragt, ob beim Keyboarder der finnischen Gothic/Metal-Band noch alle Uhren richtig laufen. Schließlich war Tarja fast 11 lange Jahre lang fester Bestandteil von Nightwish und ich denke auch mal, dass die Band ohne ihre außergewöhnliche Stimme vielleicht nicht ganz so erfolgreich geworden wäre. Keinen Zweifel: Nightwish haben bislang fast immer tolle Songs geschrieben und starke Alben veröffentlicht, aber es war größtenteils Tarjas opernhafte Stimme, die den Flair der Songs aus- und die Musik von Nightwish so außergewöhnlich gemacht hat. Und jetzt, im September/Oktober 2007 steht der neue Silberling "Dark passion play", in den Regalen, mit ihrer neuen Sängerin Anette Olzon und einem ähnlichen, musikalischen Konzept, das den Vorgänger "Once" zum kommerziell erfolgreichsten Nighwish-Album gemacht hat.

Nach der Trennung von Tarja hatte ich mir gesagt, dass ich mir keine Nightwish CD mehr holen werde, da ich den Weg den die Band hier eingeschlagen hat nicht korrekt fand und mir Nightwish ohne Tarja nicht denken konnte (sorry, falls ich einige von Euch mit meinem Tarja hier-Tarja da"-Gesülze nerven sollte). Ich habe mir aber die neue Scheibe angehört, na ja..., und anschließend dann auch gekauft. Das, was Nightwish 2007 bieten ist düster, bombastisch, brachial! Irgendwie neu und wirklich ungemein gut! Den düsteren Sound, den Nightwish hier teilweise anschlagen bezieht Tuomas auf diverse Erfahrungen die die Band in den Jahren 2005 und 2006 durchlebt haben. Dieser kleine Stil-Wechsel tut Nightwish auf jeden Fall gut. Eingefleischten Nightwish-Fans, die noch überlegen, ob sie Dark passion play" eine Chance geben sollen sei gesagt, dass Nightwish ihrem typischen Sound trotzdem treu bleiben. Stimmungsvolle und atmosphärische Melodien gepaart mit eingängigen, ohrwurmtauglichen Refrains und dem wirklich guten Gesang von Sängerin Anette und Bassist Marco. Die im August 2007 veröffentlichte Single bot, mit ihren beiden Songs Amaranth" und Eva", nur einen kleinen Einblick in den, mit 13 Titeln bestückten, Longplayer.

Den Anfang macht das 13minütige Epos Poet and the Pendulum. Der Song mischt gekonnt Metal mit klassischen Elementen und setzt auf geschickte Tempowechsel. Mit Bye Bye Beautyful, der Single Amaranth, Cadence of her last breath und Master Passion Greed wird das Tempo deutlich angezogen. Besonders das Single-verdächtige Bye Bye Bautyful hat es mir angetan. Da Marco's brutal gesungener Refrain gut zu den sanft gesungenen Strophen passt (hat mich eine bisschen an Sundown vom Sirenia erinnert). Die schöne, traurige Ballade Eva dürften alle kennen, die sich die Single geholt haben. Mir gefällt Eva wesentlich besser, als die zweite Ballade, Meadows of heaven. Mit Sahara wird es dann etwas schneller und sogar etwas orientalischer. Bei Whoever brings the night wird dann nochmals an der Temposchraube gedreht. For the heart I once ist ein ruhiger, fast poppiger Song gefolgt vom wohl außergewöhnlichsten Stück: The Islander. Der Song ist eine geniale Mischung aus irischem Folk und einem Shantee (wird auch fast komplett von Marco gesungen), und erinnert sehr stark an Songs der Folk-Band Omnia. Last of the wilds ist ein schnelles Instrumental. Und mit den beiden 7Minütern Seven days to the wolfs und der Ballade Meadows of heaven (mit Gospelgesang am Ende) wird der Abschluss gebildet.

Fazit: Dark passion play ist ein starkes Gothic-Metal Album in bester Nightwish-Tradition. Mir gefällt die Scheibe um Längen besser als Once, da es musikalisch gradliniger, aber dennoch spannender geworden ist. Die 13 Songs sind sehr abwechslungsreich und bieten eine Spielzeit von 76 Minuten. Wer sich die Limited Edition zu legt, bekommt für 2,00 EUR mehr, das komplette Album noch mal als Instrumental. Ich kann jedem Nightwish Fan und auch Fans von Bands wie Within Temptation, Leaves Eyes, Sirenia, Elis, etc. dieses Album wirklich ans Herz legen. Kauft es Euch!
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am 29. September 2007
Es ist, als ob man gerade einen spektakulären Fantasy-Film gesehen hätte. Nein, eigentlich fühlt man sich, als ob man ihn wirklich erlebt hätte, nach 75 Minuten "Dark Passion Play". Schon der Vorgänger "One" setzte 2004 Maßstäbe. Unglaublich, aber wahr: 2007 klingen die Finnen noch gigantischer, epischer und dramatischer. Der Orchesteranteil ist nochmals erhöht worden und verschmilzt mit Heavy Metal zu "Nightwish". Prachtvolle Streicher-Klangteppiche, monumentale Blechbläser und zauberhafte Harfenklänge - alles ist (natürlich) echt, eingespielt von einem 78-köpfigen Orchester. Dazu kommen Ehrfurcht erregende Akzente im Carmina-Burana-Stil des 42 Stimmen starken Opernchores und die Back-up Vocals eines 12-stimmigen Gospelchores. Gegenüber dem Vorgängeralbum hat man die Zahl der Mitwirkenden damit nochmals aufgestockt - und das hört man eindrucksvoll.

Bandchef Tuomas Holopainen wird als Keyboarder im Studio (fast) nur noch für Klavier und mysteriös klingende Effekte gebraucht. Eine der wenigen typischen Keyboard-Hooklines bestimmt noch das Instrumentalstück LAST OF THE WILDS. Sein wichtigster Input ist das geniale Songwriting. Es will einfach keine Langeweile aufkommen, nicht einmal bei den einfühlsam zart startenden Balladen EVA und MEADOWS OF HEAVEN, die schließlich zum Ende hin noch gewaltig an wehmütiger Power zulegen. Auch FOR THE HEART I ONCE HAD wirkt anfangs balladesk. Zwischen Strophe und Refrain liegen aber ganze Welten. Völlig unerwartete lyrische Breaks und plötzliche monumentale Ausbrüche fesseln beim Zuhören und beflügeln die Fantasie. Es ist, als folge man einem Flusslauf durch idyllische Auen und Furcht einflößende, zerklüftete Felslandschaften.

Für die Band bislang ungewohnt ist ein Longtrack wie THE POET AND THE PENDULUM, der gleich als erstes Stück auf "Dark Passion Play" mächtig Eindruck hinterlässt, von geheimnisvoll anmutenden Kopfstimmen-Passagen und Flüster-Breaks über breitwandigen, hochdramatischen Orchesterbombast bis hin zu druckvollem Speed-Metal und nicht zuletzt wunderschönen Gesangsmelodien bietet der 14-Minüter in einer großartigen Dynamik voller Wechsel all das in XXL, was die anderen Stücke auf kleinem Raum vereinen. Einen super Einstand feiert dabei Sängerin Anette Olzon, die den Platz der eigentlich als unersetzbar eingeschätzten Tarja Turunen einnimmt. Der Gesang ist nun weniger opernhaft, "normaler". Olzon klingt aber überraschend und erfrischend individuell - das ist kein 08/15-Gesang!

Sie hat viele starke Auftritte und besticht mit toller Technik in ruhigen Breaks und kommt gleichzeitig auch gegen die Kraft des Orchesters an. Beim schleppenden, düsteren Mid-Tempo-Track SAHARA überzeugt sie mit schwierigen orientalischen Stimm-Spielereien. Herausragend ist auch AMARANTH, dessen majestätisch schöne Chorusmelodie durch gedoppelte Vocals in überirdische Sphären gehoben wird. Wie gewohnt haben Nightwish mit Basser Marco Hietala eine weitere Stimme, die exzellent als Kontrast eingesetzt wird, wenn es "böse" klingen soll. Mal übernimmt er nur den Chorus (BYE BYE BEAUTIFUL), mal shoutet er nur die Strophe (MASTER PASSION GREED), dann überrascht er mit ruhigem Leadgesang beim Mittelalter- und Folk-angehauchten THE ISLANDER. Und den Chorus von 7 DAYS TO THE WOLVES singen er und Olzon im prachtvollen, klanggewaltigen Duett.

Ein tolles Extra ist schließlich die Bonus-CD, die das gesamte Album in der Instrumentalfassung enthält. Und die kann sich hören lassen - ein detailliertes und pompöses Orchesterwerk, bei dem hervorstechende Riffs, Grooves und Doublebass keine Fremdkörper sind. "Dark Passion Play" ist ein Album der Superlative, ganz großes Kino für die Ohren, ein Referenzwerk für orchestralen Bombast-Metal, bei dem kein Millimeter an Klangraum ungenutzt bleibt. Der Wechsel am Mikrofon ist zwar ein großer Schnitt. Doch erstens ist Anette Olzon eine sympathische neue Stimme für Nightwish; und zweitens zeigt sich, dass die wichtigsten Trademarks der Band - für manche überraschend - eben NICHT mit Tarja Turunen von Bord gingen. Nein, sie wurden sogar ausgebaut. Nightwish zeigen sich als unverwüstliche Festung.
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am 26. August 2007
Zugegeben, ich gehörte auch zu denen, die nach dem Rauswurf von Tarja Turunen nicht sicher waren, ob es denn mit Nightwish überhaupt weitergehen würde oder besser konnte, schienen doch einige viele Fans Nightwish mit ihr gleichzusetzen.

Aber Tuomas, der alte Fuchs, und seine Mannen haben es allen gezeigt! Eindrucksvoll! Und jetzt bekommt der Titel der letzten Live-DVD "End Of An Era" eine völlig andere Bedeutung!

Das Album "The Passion Play" beginnt mit "The Poet And The Pendulum", einem fast 14 minütigen Werk in bester atemberaubender Nightwish-Manier, mit allem, was das Herz begehrt: Bombast, geniale Komposition, kraftvolle Gesänge (Anette, Marco)leise Töne, gewaltiges Orchester.
"Bye, Bye Beautiful" kommt fast wie ein Zwilling von "Wish I Had An Angel" daher. Es kracht in den Lautsprechern, einfach Klasse!
Dann der kommende Single-Erfolg "Amaranth", ein Song, der sich sofort ins Ohr schraubt!
...
13 Songs mit insgesamt fast 76 Spielzeit!, Tuomas hat sich mächtig ins Zeug gelegt, wir hören Nightwish ungewöhnt hart ("Master Passion Greed"), dann wieder zart ("Eva"- traumhaft schön!)dann wieder genial bombastisch ("7 Days Of The Wolves")...

Insgesamt für mich das beste Nightwish-Album, die Band liefert ihr Meisterstück ab und das ohne Tarja oder vielleicht gerade deshalb? Wer weiß!

Noch ein Wort zu Anette, an ihr werden sich die Geister scheiden. Meiner Meinung nach meistert sie ihren Part bravorös, sie ist weder eine Tarja, noch eine Floor oder Sharon oder Simone, sie ist Anette und das ist gut so!

Klare 5 Sterne und unbedingter Kauftipp!
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soo schlecht ist Anette Olzon, oder die "Neue" von Nightwish nicht, wie mein Sohn Meikel sie beschreibt. Der Vergleich mit TARJA TURUNEN ist nicht zulässig, und schon gar nicht per Vergleich der "alten" Sachen, die Anette singt via "You Tube". Ich lese was von "ruinieren" "zukleistern" etc. Das ist nicht fair.
Anette singt anders, zumindest auf "DARK PASSION PLAY" sogar hervorragend.
Wollten alle einen TARJA-Klon? Würde es Nightwish noch geben, bzw. noch lange geben mit T.T.?
Die Chemie zwischen ihr und dem Rest der Band stimmte einfach nicht mehr.
So etwas soll vorkommen.
Und jetzt gibt es eben "Nightwish" mit neuer Sängerin, und Tarja, die demnächst ein Soloalbum herausbringt, das, wenn es hält was bisher zu hören war, auch richtig gut wird.
Freuen wir uns doch, zwei Projekte mit imho "guter" Musik.
Und DARK PASSION PLAY ist teilweise wirklich GRANDIOS (Titel 1)Fantastisch(Titel 3 und andere), manchmal mittelmäßig (EVA) aber unterm Strich:
Papa sagt: 4,5 Sterne. Immerhin über 70 Minuten abwechslungsreiche, handwerklich teilweise sehr gute, "geile" Mucke.
Mich stört mehr als Anette eher der "Schreihals" der auch schon auf den Vorgängersachen einiges "ruinieren" durfte.
Aber das werden viele auch anders sehen.
Musik ist eben Geschmackssache.
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am 3. Oktober 2007
Kaum ertönen die ersten Klänge des neuen Nightwish-Opus aus den Boxen, weiß man als ergebener Nightwishhörer der ersten Stunde: Man ist zuhause. Zuhause angekommen scheint auch Fadenzieher Tuomas Holopainen. Frühestens im abschließenden Teil des einleitenden Monumentalwerks „The Poet and the Pendulum“, spätestens aber mit den orchestralen Klängen eines „Meadows of Heaven“ scheint der selbsternannte Poet in den Hafen seiner Kindheit zurückgekehrt zu sein. Hiermit dürfte zumindest deutlich gemacht sein, dass die Texte des neuen Machwerks noch einmal deutlich persönlicher sind; nicht zuletzt der direkte Bezug auf den eigenen Namen Holopainens in einigen Sprechpassagen macht dies deutlich. Dass ein derartiges Entblößen der innersten Gefühle nicht nur Sehnsucht und Kindheitsnostalgie zutage fördert, sondern auch einiges an Seelenschrott auf die Bühne der Welt wirft, beweisen sowohl „Bye Bye Beautiful“, als auch „Master Passion Greed“, denen man ihre Entstehungsphase auf das Deutlichste anmerkt und die diesbezüglich kaum eines weiteren Kommentars bedürfen. Nichtsdestotrotz sind sie Ausdruck eines Mannes, der sich nie des Gefühlskonstruktivismus bezichtigen lassen muss: Die Musik mag ausladend arrangiert, voller orchestraler Raffinessen, eingängiger Ohrwürmer und Zugeständnisse an den Zeitgeist sein; eines bleibt sie jederzeit: Aufrichtig. Und seitdem Tuomas Holopainen seiner Liebe zu plakativen Soundtracklandschaften auch finanziell und in der Tat frönen kann, bestand stets die Gefahr innerhalb der Band die Balance zu verlieren, erst recht nachdem Sängerin Tarja Turunen im letzten Jahr, zugegeben etwas unschön, der Band verwiesen wurde. Dass das neue Werk der vier Finnen - und der Schwedin - jedoch deutlich homogener und ausgeglichener aus den Boxen ertönt spricht allenfalls für sich. Dass man es gleichzeitig geschafft hat den neuen Sound noch variantenreicher zu gestalten, ohne das Konzept zu verlieren bedarf Erwähnung: Nicht oft hat ein Album derart souverän verschiedenste Einflüsse variiert, seien es nun ruhige Elemente keltischen Folks, wie in „The Islander“ oder zuckersüße, kindlich naive und bombastisch inszenierte Sehnsucht in „For the Heart I Once Had“: Stets schaffen es Nightwish den Hörer in eine andere Stimmung zu versetzen, ohne ihn dabei vor den Kopf zu stoßen. Dazu trägt nicht zuletzt das stimmige Klangbild des London Symphony Orchesters bei, das im Vergleich zu „Once“ ein ganzes Stück differenzierter und jenseits eines ständig präsenten Hans Zimmer – Einschlags eingesetzt wurde. Dennoch, oder gerade deshalb ist die Musik jedoch an anderer Stelle ausbaufähig: Das Schlagzeug, sowohl in Punkto Einsatz, als auch in Punkto Produktion reicht bei weitem nicht an die dynamische Variabilität zu „Wishmaster“ – Zeiten heran; die Emppusche Gitarrenarbeit ist selten variantenreich und dient über weite Strecken als Klangteppichboden für die getragenen Arrangements. Dieser Makel ist jedoch stets nur grenzwertig und schmälert kaum das ausgewogene Gesamtbild, in das sich auch die neue Frontdame Anette Olzon vorzüglich einzufügen weiß. Als Fazit lässt sich formulieren, dass Nightwish mit „Dark Passion Play“ ein Werk gelungen ist, dass mit Variantenreichtum, tollen Melodien und Texten die von Herzen kommen – mögen sie auch manchmal noch so naiv sein –, zu überzeugen weiß und gleichzeitig einen mutigen Schritt nach vorn geht. Musikalischen Stillstand kann man der Band jedenfalls nicht vorwerfen.
Ganz bewusst vermieden habe ich die ausgetrampelten Pfade der Sängerinnendebatte, denn: Ob einem das Organ von Frau Olzon zusagt, entscheidet letzten Endes der persönliche Geschmack. Kaum zu leugnen ist, dass sie sich weniger dominant als ihre Vorgängerin in die Arrangements einfügt und dadurch der Musik an sich mehr Platz lässt – und diese atmet immer noch den Geist von Nightwish. In Punkten: 9/10.
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