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Kundenrezensionen

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am 7. September 2007
Ich bewerte hier nicht die Tracks im einzelnen, sondern gebe hier mein gesamt-Fazit ab:

Ich finde das Album nämlich eigentlich richtig gut ! Es ist nicht immer das was man sonst von Iced Earth kennt, aber es gibt dennoch einige Tracks die meiner Meinung nach sehr an die alten Tage erinnern. Es ist ja ein Konzept-Album, weswegen ich schon erwartet habe das das ganze wohl mit einigen Füllern bestückt sein wird, von denen bin Ich aber auch nicht wirklich enttäuscht, denn alles in allem baut das ganze Album eine sehr schöne Stimmung passend zum Titel "Framing Armageddon" auf. Die "richtigen" Songs sind sehr nett gemacht, Instrumental Top, und auch gesangstechnisch hat sich seit dem Glorious Burden Album einiges getan, denn Rippers Stimme passt jetzt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, man merkt sofort, dass jeder Track auf dem Album einfach für Tim Owens geschrieben ist, und er legt sich auch richtig ins Zeug, um dies zu zeigen.

Meiner Meinung nach auch für nicht-Iced Earth-Kenner eine absolute Kaufempfehlung.

Anspieltipps sind A Charge To Keep, Infiltrate And Assimilate und das großartige The Domino Decree
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TOP 500 REZENSENTam 24. April 2010
Ich weiß nicht, ich weiß nicht... seit Mitte der 90er waren ICED EARTH eine meiner absoluten Lieblingsbands. Matthew Barlow war für mich der beste Sänger nach Bruce Dickinson! Unangefochten und noch weit vor Michael Kiske der ebenfalls gottgleich ist! Doch mittlerweile sind Jon Schaffer und seine Mannen an einem Punkt angelangt, an dem die Stagnation beginnt. War "The Glorious Burden" noch an sich ein sehr gutes Album, das auch schon einige Schwächen enthielt, liegt hier eine deutliche schwächere Leistung vor.
Dabei beginnt "Framing Armageddon" mit dem genialen Intro "Overture" und dem darauf folgenden Opener "Something Wicked Pt.1" noch recht viel versprechend. Doch bereits mit "Motivation of Man" gesellen sich die ersten langweiligen Ideen ein, auch wenn die Nummer sehr mächtig ausgefallen ist. Auch "Setian Massacre" ist eine typische flotte ICED EARTH Nummer, allerdings bietet sie wenig Neues. Glücklicherweise schleicht sich dann "A Charge to Keep" ein, wo mal ein wenig was Neues geboten wird. Vor allem der epische Refrain ist hier besonders herausragend und auch die übrige Gesangsleistung von Tim Owens ist hier absolut genial. Das darauf folgende Interludium "Reflections" hätte man sich sparen können, aber wird wohl scheinbar eine esentielle Rolle innerhalb der Konzeptstory spielen. DAS Highlight des Albums ist zweifelsohne das hymnische "Ten Thousand Strong", das bereits vorab als EP erhältlich war. Das nächste Interludium "Execution" lässt aufhorchen, gegen Ende lässt der Ripper einen durch Mark und Bein schallenden Schrei los, doch was dann mit "Order of the Rose" geboten wird ist wirklich absolute B-Ware. Leicht enttäuscht wag ich mich an das 9-minütige "The Clouding" heran, was sich letztendlich als absolut geniale Halbballade entpuppen soll. Vor allem auf instrumentaler Ebene wurde hier die oberste Niveaustufe erreicht. Gegen Ende hin entwickelt sich die Nummer zu einer furios-wahnsinnigen Midtempo-Stampfer, der mich sogar ein wenig an GRAVE DIGGER erinnert (ich sag nur Highland-Saga). "Infiltrate and assimilate" ordnet sich in der Reihe "Klatsch mich voll mit Chören sowie zweistimmigen Melodien und nimm einige Riffs aus der Ende der 90er Ära die ich damals schlecht fand, achja und den Ripper irgendwann mal schreien lassen"-Songs ein und bietet nichts wirklich herausragendes. Dies bessert sich ein wenig mit "Retribution through the Ages", denn auch wenn die Strophe nicht sonderlich originell klingt, lässt er nostalgisch an "Burnt offerings" und "The Dark Saga" denken, wobei auch der Mittelpart noch mal gut Land gewinnen kann, welches man mit der grausligen Hammond Orgel in "The Domino Decree" wieder zuhauf verschenkt. Doch auch sonst lockt der Track niht jeden Hund hinterm Ofen hervor. Doch die kommen dank dem Titelstück "Framing Armageddon" schnell vor die Tür gerannt. Erfreulicherweise hat es mit diesem Song doch noch eine sehr schnelle Nummer auf die Scheibe gepackt, denn ansonsten ist das Restmaterial eher im Midtempo Bereich angesiedelt. Sehr herausragend ist hier auch der Mittelteil ausgefallen, wobei vor allem die Chöre hier nicht unerwähnt bleiben sollten. Der Rausschmeißer "When Star collide (Born is he)" sowie das Outro "The Awakening" sind an sich nicht schlecht, können aber den Karren auch nicht mehr wirklich aus dem Sumpf reißen. Als Fan bin ich auf alle Fälle enttäuscht! Von 19 Stücken sind gerade mal 8 wirklich herausragend, davon 2 Highlights. Hits in der Tradition von "The Hunter", "I died for you", "Last December", "Violate", "Melancholy (holy martyr)", "Burning Times" oder "My own Saviour" sucht man hier wirklich vergebens! Dafür ist das gesamte Konzeptwerk im Gegensatz an sich auch sehr wertvoll, erzählt sie die Geschichte der Setians, welche die Erde zuvor bewohnt haben und die direkt von großten Architekten abstammen ("Matrix" lässt grüßen) und ein allumfassendes Wissen besitzen (evtl. soll dies eine Anspielung auf die Bewohner Atlantis sein). Weltraumreisende Menschen kommen dann zur Erde und bringen alle Setians bis auf 10000 um. Die Überlebenden verstecken sich daraufhin in den Bergen im Osten. Das hohe Konzil der Setians, welcher aus den 12 Ältesten sowie dem Hohe Priester besteht schmieden einen Plan um sich an der Menschheit zu rächen. Nach einer Aktion unterziehen sie der kompletten Menschheit eine Gehirnwäsche und lassen sie somit ihre Ursprünge vergessen. Als dies vollendet wurde manipulierten die Setians deren Geschichte und erschufen Religionen wie das Christentum, den Islam, das Judentum, etc... um die Menschheit noch mehr zu teilen. Nachdem die Menschheit nach 10000 Jahren erfolgreich unterteilt wurde, erwarten die Setian die Ankunft des Antichristen Set Aboninae, der die Rache ausführen und die Menschheit vernichten wird. "Framing Armageddon" erzählt hierbei die Geschichte der Prophezeiung vor der Geburt von Set Abominae. Der zweite Teil der Konzeptstory wird sich voraussichtlich "Revelation Abomination" nennen und Anfang nächsten Jahres erscheinen.
Wollen wir nur hoffen, dass ICED EARTH dort bessere Songs drauf gepackt haben. Wäre zumindest sehr schade, wenn eine ehemals großartige Band plötzlich ihren Glanz verlieren würde. Ich denke, Jon Schaffer würde ein gutes daran tun, mal wieder eine komplette richtige Band um sich zu scharen, denn dieser Solo-Charakter scheint ihm nicht zu bekommen, siehe auch bei RUNNING WILD. Die Die-Hard Fans werden sich "Framing Armageddon" zwar sicherlich schön reden, aber ich empfehle trotzdem vorher mal in das Album rein zu hören, bevor ihr es blind kauft. Ich hör mir auf alle Fälle lieber "Burnt Offerings", "The Dark Saga" oder "Somehing wicked this way comes" an.
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am 7. September 2007
Er hat sich einiges an Zeit gelassen, der Mann, der ICED EARTH ist: JON SCHAFFER. Aber nun steht das neue Werk mit dem Titel FRAMING ARMAGEDDON und dem Zusatz SOMETHING WICKED PART I. Und damit ist auch schon klar, worum es geht. SCHAFFER nimmt eine Idee auf, die er schon beim Album SOMETHING WICKED THIS WAY COMES von 1998 ein erstes Mal musikalisch umgesetzt hat. Damals in einer kleinen Trilogie (PROPHECY / BIRTH OF THE WICKED / THE COMING CURSES), heute im ganz großen Stil. Das erinnert ein wenig an DREAM THEATER. Diese waren bei METROPOLIS Pt. I von IMAGES AND WORDS und dem später folgenden Album SCENES FROM A MEMORY ähnlich verfahren.

Auf FRAMING ARMAGEDDON geht es um eine (vermutlich) fiktive Rasse (The Setians), die vor Jahrtausenden von den Menschen blutig unterworfen und unterdrückt wurden. Der Ältestenrat sah das Unvermeidliche kommen und ergriff eine Gegenstrategie: "die Setianer" gaben den Menschen die Religion und wiegelten sie so gegeneinander auf, um auf das Kommen des Erlösers zu warten - knappe 10.000 Jahre. So viel zu der Geschichte, man will ja auch nicht alles verraten.

Und nun zu dem, worum es bei ICED EARTH eigentlich geht: die Musik. JON SCHAFFER hat mal wieder etliches selber gemacht, so zeichnet er für die Gitarren (na klar!), den Bass (zumindest meistens) und einige Gesangpassagen verantwortlich. Das Schlagzeug spielt BRENT SMEDLEY und den Gesang übernimmt zum zweiten Mal (nach THE GLORIOUS BURDEN) erneut TIM "RIPPER" OWENS (Ex-JUDAS PRIEST). Die Diskussion darüber, ob OWENS den abgewanderten MATT BARLOW gleichwertig ersetzen kann ist müßig und soll daher hier nicht geführt werden. Nur eines: RIPPER ist ein sehr wandlungsfähiger Sänger, der natürlich häufig wie sein großes Vorbild ROB HALFORD klingt, aber eben auch ganz anders kann, was er bereits auf THE GLORIOUS BURDEN gezeigt hat und hier wieder unter Beweis stellt.

Die Musik ist typisch ICED EARTH, die Gitarren kreischen und sägen so viel Stahl, dass es eine helle Freude ist. Das Riffing ist eben typisch SCHAFFER und wäre vermutlich auch auf einem Banjo wieder zu erkennen. OWENS singt sich die Seele aus dem Leib (auch wenn manchen Fans die Stimme nicht so gut gefällt, den Einsatz muss man erst einmal bringen). Auch die Qualität der Songs ist gewohnt brillant.

Unter den 19 Tracks verstecken sich 11 wirkliche Lieder, die anderen sind Instrumental-Stücke oder aber geschickt verwobene Überleitungen zwischen den Songs. Natürlich geht SCHAFFER dabei manchmal gewisse Risiken ein, so hatte er bisher kein Album mit einem Schlagzeug/Cello-Intro begonnen und auch noch kein anderes mit arabischem Frauengesang beendet. Auch sonst gibt es hier einige Wagnisse, die alten Fans vielleicht vor den Kopf stoßen mögen, aber der Mut, den der sicherlich finanziell nicht unbedingt auf Rosen gebettete SCHAFFER hier eingeht, verdient schon gehörigen Respekt. Viel einfach wäre es gewesen, die alten Sachen zu kopieren, aber dieser Versuchung widersteht SCHAFFER bei den elf Songs zum Glück:

SOMETHING WICKED: ist ein sehr Riff-betontes und vertracktes Stück, das schon sehr gut in die Platte einführt, definitiv nichts für Headbanger, denn es dürfte schwer sein mit dem Rhythmus mitzuhalten.

SETIAN MASSACRE: setzt tempomäßig noch einen drauf, schön thrashig, mit hymnischem Chor.

A CHARGE TO KEEP: ein Hammer-Song mit schön abgestopptem Gitarren-Riff, über dem cleane Gitarren-Melodien perlen wie feiner Champagner, zudem ein Monster-Refrain, wird garantiert einer der Live-Kracher bei Konzerten.

TEN THOUSAND STRONG: wie ein Kickstart geht der Song sofort nach vorne und kennt auch in der Folge kaum Verschnaufpausen, wozu auch, das ist ICED EARTH-Metal, wie er sein soll, höre ich da schon wieder einen großen Chor im Hintergrund? Ja, hier wird geklotzt, nicht gekleckert.

ORDER OF THE ROSE: wer hier nicht von Sekunde 1 den Kopf kreisen lässt, ist wohl Johannes Heesters oder bereits tot. Der Song schwillt immer wieder mit dem Gesang an, ehe er in der Strophe wieder einfach nur hammerhart runtergeschrubbt wird.

THE CLOUDING: der Überhammer des Albums und mit fast zehn Minuten auch der längste Track. Fünfeinhalb Minuten lang eine tränendrückende Ballade, ehe auch hier schwere Gitarren das Kommando übernehmen. Und OWENS singt so gefühlvoll, dass alle Diskussionen um seine Person sofort verstummen müssten.

INFILTRATE AND ASSIMILATE: Up-Tempo-Rocker, der sich nahtlos anschließt und da weitermacht, wo der Heavy-Part von THE CLOUDING aufgehört hat.

RETRIBUTION THROUGH THE AGES: fährt das Tempo ein wenig zurück, wieder sehr hymnischer Chor im Refrain.

THE DOMINO DECREE: hat einen leichten DEEP PURPLE- oder URIAH HEEP-Flair durch den prominenten Einsatz einer Hammond B3-Orgel und sticht zunächst dadurch heraus, bevor der Song kurzzeitig pure Boshaftigkeit versprüht, um dann wieder in einem mehrstimmigen Chor umzuschwenken. Wahnsinn, wie ICED EARTH solche Emotionswechsel binnen weniger Sekunden schaffen.

FRAMING ARMAGEDDON: wieder ein typisches ICED EARTH-Riff-Monster, bei dem die Nackenmuskel schon beim Zuhören schmerzen und kein Bein ruhig bleiben kann.

WHEN STARS COLLIDE (HE IS BORN): zum Ausklang ein Mid-Tempo-Song, der vielleicht am wenigsten Eindruck hinterlässt.

Insgesamt gesehen ist FRAMING ARMAGEDDON (SOMETHING WICKED PART I) ein sehr starkes Album der Band um JON SCHAFFER geworden und weckt berechtigte Hoffnungen auf den angekündigten zweiten Teil. So kann und darf es weitergehen.
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am 7. September 2007
also ich kann wirklich nicht verstehen wieso sich soviele darüber beschweren, dass iced earth nicht eine platte auf den markt schmeißt die genau wie die vorgänger ist. wäre das der fall würden sich alle über fehlende entwicklung beschweren.
framing armageddon ist einfach mit den älteren scheiben nicht zu vergleichen. alleine der sänger macht einen riesenunterschied aus.
zur cd kann ich eigentlich nur sagen dass sie mich vollkommen überzeugt und auch um längen besser ist als the glorious burden. man merkt, dass tim owens nun vollends in die band integriert ist, seine gesänge sind einfach grandios für dieses album.
einzig und allein der überschuss an chören in den refrains stört mich ein wenig aber dennoch 5 sterne!!
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am 14. September 2007
"Wie man's macht, macht man's falsch." Getreu diesem Motto beobachtet man bei den meisten neuen Alben alteingesessener und verdienter Bands gespaltene Publikumsreaktionen (z.B. Judas Priest, Iron Maiden): Am häufigsten hört man: Alles schon mal dagewesen, nur mindestens 1000mal besser. Konsequenterweise wird natürlich auch gemault, wenn die neue Platte ganz anders klingt -- dann heißt's "Stilbruch, Verrat an den Fans" etc. pp.

Ich muss auch nach mehrmaligem Hören der neuen Iced Earth-Scheibe ganz ehrlich sagen: Ich kann keinen einzigen Punkt der Maulerei über "Framing Armageddon" so richtig nachvollziehen. Wenn man Matt Barlow (sehr guter Mann) nachtrauert und Tim Owens (auch sehr guter Mann) partout nicht in Iced Earth hören will, gut, dann hat's keinen Zweck, aber deswegen ist doch die Musik nicht schlechter.

Was haben die Leute denn erwartet?
Wo Iced Earth draufsteht, ist Jon Schaffer drin und genauso klingt die neue Scheibe auch. Was einige Meckerer als "schon hundertmal gehört" abtun, sind eigentlich die Trademarks von Iced Earth (und das schon seit Jahren): So spielt der Mann Gitarre, so konzipiert er seine Alben und so schreibt er halt seine Songs. Ständig über "The Night of the Stormrider" oder "Burnt Offerings" zu philosophieren, ist ungefähr so, als würde man bei jeder neuen Maiden ein Referat über die Paul DiAnno-Ära halten.
Die Musik von Iced Earth kann nicht jede Platte komplett anders oder neu klingen, ohne einen Stilbruch zu riskieren, dafür ist der musikalische Rahmen einfach zu eng gefasst. Auf dieser CD hat er allerdings, vor allem in den Zwischenspielen, für diese Metal-Spielart ungewohnte Instrumentierungen gewählt, die das Klangspektrum deutlich erweitern.

Und was wird denn nun sonst im ersten Teil der "Something Wicked"-Story geboten? Der Musik angemessen produzierter, energiegeladener Metal mit satten Riffs, interessant instrumentierten atmosphärischen Zwischenspielen, melodischen Refrains mit einer gewissen Neigung zum Bombast (die Zusammenarbeit mit Hansi Kürsch im Demons & Wizards - Projekt hat auch ein wenig auf Iced Earth abgefärbt) und eine SciFi-Fantasy-Story, die womöglich nicht jedermanns Sache ist. Das Spektrum der Songs reicht von

Mit gewohnter Präzision bearbeitet Jon Schaffer -- bis auf ein paar Gitarrensoli -- alles, was Saiten hat und Sänger Owens präsentiert die Story gesanglich in absoluter Topform. Richtig ist, dass die Musik nicht mehr so breaklastig, sondern homogener und geradliniger geworden ist. Dafür sind die Rhythmen und Drumparts jetzt etwas ausgefeilter in den Details. Meister Schaffer zitiert hier und da sich selbst, wobei es sich aber größtenteils um die o.g. Markenzeichen der Band handelt. Und natürlich finden sich Zitate der Trilogie vom "Something Wicked"-Album (z.B. bei "Something Wicked Pt. 1"), was wohl definitiv so beabsichtigt war ;-)

Das Songspektrum umfasst die üblichen Maiden-artigen Galopp-Riff-Verdächtigen ("Setian Massacre", "Framing Armageddon"), fette Halbballaden ("Charge to keep", "The clouding") und straightere Nummern ("Ten thousand strong", "Order of the rose"). Interessante Nummern sind auch "The domino decree" und das bombastisch angelegte "Born is HE".

Man sollte an dieser Stelle vielleicht auch erwähnen, dass Schaffers Texte jetzt etwas "singbarer" geworden sind. Vorher kam es öfters vor, dass sich die Sänger mit Zeilen herumplagen mussten, die sie hinsichtlich der Silbenbetonung vor unlösbare Aufgaben stellten und das klang manchmal arg gestelzt. Zwar muss Tim Owens immer noch so manche Silbe etwas künstlich in die Länge ziehen, aber es ist deutlich besser als früher.

Nach meiner Meinung hat Jon Schaffer hiermit sein eigenes "Operation: Mindcrime" erschaffen, wobei Iced Earth freilich erdiger und songorientierter zu Werke gehen und nicht so dramtaturgisch-psychologisch ansetzen wie seinerzeit Queensryche.

Ginge es nur um die eigentlichen Songs, so hätte ich eher 4 Sterne vergeben. Aber ein Konzeptalbum sollte man meiner Meinung nach "ganzheitlicher" sehen. Die Story wird gut erzählt und kommt in Verbindung mit den Songs wie aus einem Guss daher, zusätzlich schaffen die Zwischenspiele eine gewisse "setianische" Atmosphäre. Das Gesamtpaket stimmt also.

Unter'm Strich sehe ich daher wirklich keinen Grund, Sterne abzuziehen. Das sind die Iced Earth anno 2007 und sie haben ihre Sache gut gemacht. Bleibt zu hoffen, dass "Part II" ähnlich gelingt (und qualitativ nicht so absäuft wie "Mindcrime 2").
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am 2. Oktober 2007
Ich kann den negativen Rezensionen hier keinesfalls rechtgeben. Und muss schon sagen, dass hier einige Schreiberlinge meiner Meinung nach absolut nicht objektiv geblieben sind. Wenn man meine Rezension von The Glorious Burden von 2004 liest, kann man sich davon überzeugen, dass ich kein wirklicher Ripper Fan bin und dieser Verbindung mit Iced Earth mehr als skeptisch gegenüber stand. Aber man muss manchmal auch fünfe grade sein lassen können und im Falle der neuen Iced Earth Scheibe zugeben, dass sich der Ripper in der Zwischenzeit sehr gut in die Band einfügen konnte. Während sein Gesangstil anno 2004 noch teilweise wie deplaziertes, uninspiertes Gekreische klang, ist der Ripper auf Framing Armageddon in die Musik der Band hineingewachsen und die Angelegenheit klingt absolut tight. Klar, war Matthew Barlow der gefühlvollere eigenständigere Sänger, aber er ist nunmal nicht mehr da. Und er wird wohl auch nicht mehr zurückkommen. Dennoch können sich Fans von ihm auf seine neue Band Pyramaze freuen, die Anfang nächsten Jahres eine CD mit ihm veröffentlichen werden.
Man kann nun ewig dem Vergangenen nachtrauern oder endlich nen Cut machen und Framing Armageddon geniesen. Denn geniesen kann man die neue CD der Jungs um Jon Schaffer allemal. Positiv fällt an Framing Armageddon nicht nur die Musik und der Aufbau der einzelnen Songs auf, sondern dass Schaffer seine politischen konservativen Kriegslieder über den Haufen geworfen hat und ein Konzeptalbum fabriziert hat, dass seine Wurzeln im SciFi Bereich hat. Er greift nämlich auf dem neuesten Output die Something Wicked Story aus dem Jahre 1998 wieder auf und dies atmosphärischer und weitaus ausgereifter wie vor 9 Jahren.
Mit stimmungsvollen Intros und Überleitungen versehen zieht sich ein roter Faden durch das gesamte neue Machwerk.
Besonders haben es mir die Songs Something Wicked Part 1, Setian Massacre, A Charge to Keep, Order of the Rose, The Clouding, Something Wicked Part 2, der Titelsong und der absolute Übersong Ten Thousand Strong angetan. Bombast Chöre treffen auf rhytmisch geprägtes Gitarrenspiel par excellence. Der Ripper legt sein gesamtes Herzblut in die einzelnen Stücke und erschafft eine Gänsehautpassage nach der anderen.
Das Thema, das hier besungen wird, der angeblich bevorstehende Weltuntergang hätte nicht besser in Szene gesetzt werden können. Iced Earth sind zurück, stärker als jemals zuvor, denn was für Blind Guardian Nightfall on Middle Earth war, ist für Iced Earth Framing Armageddon ( Someting Wicked Part 1). Absolute Kaufempfehlung für jeden Liebhaber des Bombastmetal. Aber auch Fans von Power Metal im amerikanischen Stil kann ich nur wärmstens empfehlen mal ein Ohr zu riskieren.
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am 9. Oktober 2007
Framing Armageddon proves what their performance in Wacken promised, Iced Earth is back. With the new album they have overcome the disappointing album Glorious Burden. Shaffer's songwriting puts much more emphasis on the vocals than in the days of Burnt Offerings and Night Of The Stormrider, which are my favourite Iced Earth albums. I miss the long guitar riffs from those days and I don't think the band will ever return to their old style, but Framing Armageddon is on the right track.

The songs on Framing Armageddon offer a lot more diversity than Glorious Burden and the album as a whole is very nice to listen through from beginning to end.
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am 7. September 2007
Auch ich bin ein Fan der alten Scheiben. Stormrider und Burnt Offerings sind Meisterwerke aber die darf man einfach nicht mit den neueren Scheiben vergleichen. Ich würde sie als die New Iced Earth bezeichnen, mit neuem Sänger und anderen Stil. Aber die finde ich genauso genial und Framing Armageddon halte ich für ein megamonumentales Meisterwerk! :) Nur ein einziger Song der etwas schwächer ist, Infiltrate and Assimilate aber ansonsten jeder Song ein Kracher. Das findet man nur noch selten. Definitiv eine der besten Scheiben der letzten Jahre. Bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt, sowohl musikalisch als auch storymäßig.
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am 23. Februar 2008
Drei lange Jahre nach "Glorious Burden" meldete sich der Riff-Gott aus den Staaten, Jon Schaffer, mit "Framing Armageddon Something Wicked Part 1" 2007 zurück. Mit von der Partie war wieder Tim "The Ripper" Owens am Mikro. Zur Einstimmung erschien kurze Zeit vorher die Mini-CD "Overture Of The Wicked" (siehe meine Rezi).

Die Story von "Framing Armageddon" wurde bereits von anderen Rezensenten ausführlich erzählt. Nur so viel, es ist sowas wie die Fortsetzung von "Something Wicked This Way Come" von 1998.

Jon Schaffer ist ein richtig gutes Werk gelungen. Ein tolles Riff nach dem Anderen. Ausserdem hat er gute Musiker um sich versammelt. Besonders der Ripper liefert wieder eine erstklassige Leistung. Er schreit und singt sich die Seele aus dem Leib. Anspieltipps sind `Something wicked Part 1`, `A charge to keep`, `Ten thousand strong`, `The clouding` und `Framing armageddon`. Besonders `The clouding` ist grosse Klasse. Der Song fängt als Ballade an und steigert sich dann gewaltig.
Jedoch zieht sich das Album manchmal arg. Die vielen kurzen Zwischenstücke sind nicht immer gelungen. Manchmal geht dem Werk ein bißchen `die Puste` aus.

Insgesamt ist "FA Something Wicked Part 1" ein wirklich starkes Album, aber mit kleinen Schwächen, so dass ich gute 4 Sterne vergebe. Wenn das Ganze etwas straffer inziniert worden wäre, wäre sicherlich mehr möglich gewesen.

Eine gute und eine schlechte Nachricht. Im Dezember `07 musste Tim Owens gehen. Dafür ist Matt Barlow der neue alte Sänger. Dieser soll direkt den zweiten Part von "Something Wicked" einsingen.
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am 27. Oktober 2007
Als ich die Scheibe mit sehr hohen Erwartungen gekauft habe (da sie von allen Seiten als Mammutwerk angekündigt worden war), war ich erst einmal entäuscht: Nach dem ruhigen, langsamen und ein bißchen melancholisch wirkenden Opener "Overture", der mir super gefallen hat, und dem ersten Lied "Something Wicked, Part 1" ließ die CD in meinen Augen rasch nach.

Doch spätestens, als ich die Lyrics komplett gelesen hatte und dementsprechend der gut strukturierten und spannenden Geschichte folgen konnte, die hier erzählt wird, relativierte sich dieser negative Eindruck. Denn sowohl musikalisch als auch gesanglich wird mit kleinen, feinen Nuancen die Emotionalität, die Brutalität, die Melancholie, wirklich jedes Gefühl, das dieser Geschichte zu grunde liegt, eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht.

Nach mehrmaligem Hören spürt man auch die Feinheiten der Komposition; die zuerst einheitlich wirkende Musik tritt in den Hintergrund und man "lernt" auf die ganz kleinen Tonspiele zu achten.
Der viel kritisierte Sängerwechsel: Schade, das Barlow aufgehört hat, ja. Aber der Ersatz kann sich sehen bzw. hören lassen! Wahnsinn, wie dieser Mann singen kann!

Songs wie "Retribution through Time", "The Clouding" oder "Something Wicked, Part 1" sowie der titelgebende Song "Framing Armageddon" werden für mich immer zu meinen Favoriten gehören.

FAZIT: Seit ich die Scheibe habe, höre ich nichts anderes mehr. Ungelogen, jeden Tag seit dem Erscheinen des Albums höre ich diese Scheibe mindestens einmal durch.
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