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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine Blamage , 12. August 2007
Auch das noch- bleibt uns denn gar nichts erspart? Neben zwei Weltkriegen und dem Holocaust muss ich mich als Deutscher nun auch noch schuldig dafür fühlen, dass es Hannibal Lecter gebt. Denn hätte Hitler den Zweiten Weltkrieg nicht angefangen, dann wäre die Wehrmacht nie in Litauen einmarschiert. Und wäre die Wehrmacht nicht in Litauen einmarschiert, dann wäre Hannibal Lecters kleine Schwester nicht von hungrigen SS-Soldaten aufgefressen worden. Und wäre Hannibal Lecters kleine Schwester nicht von hungrigen SS-Soldaten aufgefressen worden, dann wäre aus ihm einfach ein stinknormaler Landarzt geworden und kein durchgeknallter Kannibale.
Gibt es eine bequemere Methode in einem Film, das ultimative Böse zu erklären, als es in irgendeiner Form den Nazis in die Schuhe zu schieben? "Hannibal Rising" gibt sich den ganzen Film über mit den einfachsten Lösungen zufrieden. Während sich die Vorfilme noch die größte Mühe gaben, Mr. Lecter's bösartiges Genie als so facettenreich und unerklärlich wie möglich darzustellen, ist beim Abschlussfilm der Reihe jede Interpretation verschenkt. Was der Film bietet, ist keine Charakterstudie, keine Beobachtung, was einen traumatisierter Junge zum Serienmörder werden lässt, sondern er zeigt einfach nur einen jungen Serienmörder. Anders gesprochen: Wir sehen nicht, wie der junge Hannibal zu Dr. Hannibal Lecter wurde, sondern wir sehen nur Dr. Hannibal Lecter in jungen Jahren. Alle Vorlieben sind bereits vorhanden: Medizin, klassische Musik und natürlich exotische Kochtechniken. Eine tatsächlicher "Bildungsroman"-Verfilmung hätte es sich zur Aufgabe gemacht, all diese Vorlieben zu ergründen, und zu erklären; "Hannibal Rising" will sich diese Mühe offenbar aber nicht machen.
Auch das Drehbuch begnügt sich mit der simpelsten Rachefeldzug-Geschichte: 90 Minuten lang reist ein junger und gestählter Medizinstudent durch Europa und schlachtet die verantwortlichen SS-Offiziere ab. Dass ein litauisches Waisenkind ohne Schwierigkeiten in Kriegsverbrecher-Archive hineinspazieren darf, und natürlich sofort alle Informationen findet, die es braucht; dass Hannibal Lecter von einem Tag auf den anderen an zwei entgegengesetzten Punkten Europas auftauchen kann und dass der junge Lecter selbst während des gesamten Films kaum Sprechzeit hat, und auch niemals eine Erklärung oder Rechtfertigung bietet, von der man auf spätere Filme schliessen könnte; all dies stört den Regisseur offenbar nicht. Ein deutscher Offizier nach dem anderen stirbt den verdienten Tod; und nachdem der letzte einen Kopf kürzer gemacht wurde, läuft auch schon der Abspann.
Den Abschluss einer erfolgreichen Filmreihe gründlicher in den Sand zu setzen, hat bislang wohl noch niemand geschafft. Der Film wollte die Anfänge und Motive des "größten Filmschurken aller Zeiten" (so eine kürzliche Umfrage) liefern; aber genau das hat er nicht getan. Wir wissen zwar nun, was Hannibal Lecter antreibt, aber dass es genau so ein Trauma war, wie das jedes x-beliebigen Filmkillers ist bei einer angeblich so vielschichtigen Figur einfach zu kurzgegriffen. . Wenn man etwas nicht plausibel erklären kann, dann sollte man es manchmal lieber sein lassen.
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Keine gute Wahl..., 15. August 2007
...des britischen Regisseurs Peter Webber, nach seinem brillanten Erstlingsfilm 'Das Mädchen mit dem Perlenohrring' die sogenannte Vorgeschichte Hannibal Lecters nach einem Roman und der Drehbuchvorlage von Thomas Harris in Szene zu setzen, denn hier werden die Qualitäten eines echten Regietalents buchstäblich vergeudet.
Wurden die beiden ersten hochklassigen Lecter-Romane von Thomas Harris erst nach dem Erscheinen von der Filmindustrie entdeckt und ebenso ambitioniert umgesetzt, so war es bei dem Roman 'Hannibal' und der anschließenden Verfilmung dann genau umgekehrt: Thomas Harris schrieb fürs Kino - eher vordergründig und ohne die den beiden ersten Büchern innewohnende psychologische Tiefe. Der Film war dann aus meiner Sicht trotz bemerkenswerter Besetzung eine einzige Enttäuschung.
Und nun 'Hannibal Rising': Formal sehr anspruchsvoll, aber inhaltlich unerträglich zusammengestümpert. Ein wirrer Mix aus 'Schindlers Liste', 'Kill Bill' und weiß der Teufel noch was, verkörpert von Darstellern, die man vermutlich erst nach Abschluss der Dreharbeiten gefragt hat, welche Rolle sie denn gern übernommen hätten und um was es überhaupt geht. Denn genauso spielen sie - Rhys Ifans mal ausgenommen, was das Ganze aber keinen Deut besser macht !
Nichts passt hier zusammen - alle Verantwortlichen dieses Projektes, Thomas Harris eingeschlossen, sollten zum Massenabknien anrücken und sich bei Regisseur Webber, der wiederum seine Angebote zukünftig besser prüfen sollte, aufrichtig entschuldigen. Und selbstverständlich auch bei mir, obwohl ich natürlich hätte abschalten können. Naja, man kann nicht immer gewinnen !
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8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Schade., 20. August 2007
Das hätte interessant werden können. Wie wird aus einem kleinen Burschen eine so vielschichtige Persönlichkeit wie Hannibal L. Doch gerade das sehe ich nicht in diesem Prequel. Da wollte wohl jemand zuviel und so kommt es, wie es oft kommt - weniger wäre mehr gewesen. Es werden mir so viele unnsinnige und unlogische (hat schon mal jemand daran gedacht, dass Hannibal nachdem er erfahren hat, dass er auch seine Schwester verspeist hat, zum Vegetarier hätte werden müssen anstatt als Kannibale zu enden)Erklärungen aufgetischt, dass ich mich geärgert habe. Umso mehr, da ich die anderen Verfilmungen sehr schätze. Beispiel gefällig? Was soll diese japanische Samurai Geschichte? Soll mir damit erklärt werden, warum Hannibal so gut mit Messern umgehen kann und so toll hinter einer Maske aussieht? Lächerlich. Einfachere und viel bessere Erklärung: Hannibal ist Mediziner und hat dementsprechend gute anatomische Kenntnisse und ist im Umgang mit scharfen Gerätschaften (Skalpell z.B.)bestens geschult und einer Maske hat er sich nie bedient (die er später verpasst bekommt, soll ihn am Beißen hindern), da er immer wollte, dass seine Opfer wissen mit wem sie das Vergnügen hatten. So mutiert die wirklich interessante Figur Hannibal L. zum schlitzenden Racheengel und der Film so zur Slasher - Dutzendware und spricht dann auch genau diese Fans an. Nur leider bin ich ein "Schweigen der Lämmer" Fan und für mich darfs schon ein bischen cleverer und spannender sein. Wie gesagt, schade.
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8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Austauschbare Handlung., 15. August 2007
Statt Hannibal hätte auch jeder andere hier sein "Rising" haben können. Schade, denn die Figur Lecter übt eine gewisse Faszination aus.
Die Handlung wird bereits detailliert beschrieben.
Manche Szene zitiert Sequenzen aus "Das Schweigen der Lämmer", z.B. der Biß ins Gesicht eines Widersachers.
Das ist für diese Figur jedoch zu wenig. Es handelt sich um einen Rachefeldzug, den auch jede andere Figur vollbringen könnte.
Eine einzige Enttäuschung.
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6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Der Film ist eine Zumutung und der Hauptcharakter ist so schlecht, er könnte nicht einmal sich selbst spielen!, 13. August 2007
Bei Thomas Harris, dem Stubetiger der Hollywood - Produzenten, ist endlich jener Fall eingetroffen, vor dem ihn viele seiner Zunftgenosse gewarnt hatten. Eines seiner Werke wurde verfilmt und retrospektiv betrachtet, hat es das ganze bisherige Werk und die Legende um Hannibal Lecter in ein falsches Licht gerückt.
Zum Film:
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Der Film mag in den Anfangsszenen einige sehr gute Ansätze haben, verkommt aber bereits nach 20 Minuten zu einem langweiligen Melodram, das für diese Reihe einfach nur noch Peinlich ist. Der Schauspieler würde nicht einmal als Bambi überzeugen und so ist sein ganzes Wirken auf die Tatsache beschränkt, sich nicht ansehen zu lassen, wie schwer es doch ist, in die Fußstapfen von A. Hopkins zu treten. Die Charakterdarstellung von Lecter, bisher ein Höhepunkt eines jeden Filmes, ist zu einem wirren Durcheinander verkommen, in dem die verschiedenen literarischen und cineastischen Stilelemente miteinander Karussell fahren. Sämtliche Protagonisten sind fehlbesetzt und so beginnt man bereits nach einer halben Stunde das ausgegebene Geld zu bereuen. Darüber hinaus ist Lecter nicht nur Lecter, in manchen Szenen fühlt man sich beinahe an McGywer erinnert, derart einfallsreich ist doch dieses blasse Bürschchen, wenn es darauf ankommt.
Fazit:
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Kein würdiger Nachfolger und schon gar kein gutes Prequel - unter dem Strich ist dieser Film nichts weiter als ein billiger Abklatsch und ein weiterer verzweifelter Versuch noch mehr Geld aus der Materie heraus zu schlagen. Finger Weg, keine Kaufempfehlung!
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Langweilig, 6. August 2007
Ich war von dem Film mehr als enttäuscht! Ich wäre beim anschauen fast eingeschlafen. Einfach nur langweilig und kein Vergleich zu den andren.
Dieser Film ist überhaupt nicht empfehlenswert!
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5 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Zum einschlafen "spannend", 19. Juli 2007
Dieser Film war für mich die reinste Zumutung. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich zuerst das Buch gelesen habe. Das Buch hat ca. 350 Seiten von denen einfach mal die Hälfte promt rausgelassen und der Rest über zwei langweilige Stunden hingezogen wurde. Der Film wird dem Buch absolut nicht gerecht, da gerade die meiner Meinung nach wichtigen Teile des Buches fehlen. Menschen die für Hannibal in seiner Kindheit wichtig waren, wie zum Beispiel die nicht gerade unwichtige Person des Lehres, kamen erst gar nicht vor. Die Kindheit Hannibals kam im ganzen viel zu kurz und die Schlüsselszenen aus dem Buch wurden radikal rausgeschmissen. In dem Film lernt man absolut nichts über Hannibals Vorgeschichte. Es wurde sich leider ausschließlich auf die Blutszenen konzentriert und das Morden. Der französische Jungschauspieler Gaspard Ulliel gab sich Mühe, kam aber nicht im geringsten an Anthony Hopkins heran. Denn seien wir doch mal ehrlich: Ohne Hopkins wäre Hannibal Lecter für uns nur eine halb so gruselige Person. Mein Fazit: Ein halbherzig produzierter Film, den man sich auch prima hätte sparen können. Scheinbar ging es leider nur darum, die Kassen klingeln zu hören. Schade. Besser das Buch lesen.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ganz mies, 13. März 2008
Ich bin grosser Fan vom "Schweigen der Laemmer", fand "Hannibal" aber schon schlecht! Dieser Film ist der schlechteste, den ich in langer Zeit gesehen habe! Werde es kurz machen: Miese Optik (das Frankreich der 50er Jahre wirkt wie um die Jahrhundertwende) und eine hanebuechene Story, die man liebloser nicht haette zusammenschustern koennen! Dieser Film ist schon so schlecht, dass man sich nicht mal mehr ueber die Entzauberung eines Mythoses aufregen kann, da er das einfach nicht wert ist! Hoffentlich belaesst es Herr Harris jetzt dabei und quaelt uns nicht auch noch mit "Hannibal retiring"!
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