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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird"
--- Inhalt ---

HANNIBAL RISING wurde als Biopic aufgezogen, das die Anfänge des berühmten Kannibalen Hannibal Lecter zeigt. Es erzählt von seiner tragischen Kindheit in der Sowjetunion vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges, in dem seine Eltern umgekommen sind und seine Schwester von Soldaten aufgefressen wird. Hannibal war immer hautnah...
Veröffentlicht am 6. Juli 2012 von D. Model

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jugendjahre des ultimativen Filmmonsters
Hannibal Rising ist eigentlich ein ganz guter Film...
Wäre da bloß nicht der blasse Hauptdarsteller. Gaspard Uliel spielt die Rolle zwar nicht schlecht, doch erwartet man etwas sehr viel stärkeres
Schade, denn sonst hätte man durchaus 5 Sterne vergeben können. Der Film ist spannend erzählt und vermittelt durchaus glaubwürdig,...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2009 von Thorsten Langer


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird", 6. Juli 2012
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
--- Inhalt ---

HANNIBAL RISING wurde als Biopic aufgezogen, das die Anfänge des berühmten Kannibalen Hannibal Lecter zeigt. Es erzählt von seiner tragischen Kindheit in der Sowjetunion vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges, in dem seine Eltern umgekommen sind und seine Schwester von Soldaten aufgefressen wird. Hannibal war immer hautnah dabei, musste alles mit ansehen.
In seinen Teenagerjahren landet er in einem Waisenhaus, das in einem anderem Leben einmal das Zuhause von ihm und seiner Familie war. Derweil verfolgt ihn der Tod seiner Schwester auf lautstarke Weise im Schlaf und die anderen Kinder peinigen ihn dafür. Er beschließt eines Nachts auszubüchsen um die letzte lebende Verwandte seiner Familie in Frankreich ausfindig zu machen. Seine Tante Lady Murasaki (Gong Li) nimmt Hannibal (Gaspard Ulliel) auf, der mittlerweile ein junger Mann geworden ist. Sie sieht in ihm eine Art Seelenverwandten, der ähnliches Leid wie sie erdulden musste und den sie von daher vor allem und jeden beschützen will.
Fasziniert von Hannibals Intelligenz, ermutigt die Lady ihn, Mediziner zu werden. Er nimmt sein Studium sehr emsig auf, wird im Hinterkopf aber immer von Rachegelüsten getrieben. Er macht sich also daran, die Mörder seiner Schwester zu suchen und zu bestrafen. Währendessen wird das Monster Hannibal Lecter geboren, das man aus DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER und HANNIBAL kennt.

--- Kritik ---

Sequels, oder in diesem Falle wohl eher Prequels, werden ja von Anfang an schon von Fans zum Scheitern verurteilt. Was bringt einem ein Film, in dem nicht die Originaldarsteller mitspielen, der vielleicht sogar noch die Regulierungen des ersten Teils missachtet? Dies sind alles Unkenrufe, die auf HANNIBAL RISING so überhaupt nicht zutreffen wollen. Der künstlerisch angehauchte Horrorfilm nimmt sich die Zeit (131 Minuten!) um genau zu erklären, wie Hannibal Lecter zum skrupellosen Kannibalen mutiert ist. Das mag für die reinen Gore-Fans zuweilen eine langatmige Angelegenheit sein, aber andererseits stand der Serienkiller eh immer für mehr als den puren Nervenkitzel. Heftige Mordszenen sind trotzdem enthalten, auch wenn sie nicht Schlag auf Schlag folgen. Zwischendurch brilliert Gaspard Ulliel in seiner Darbietung des jungen Hannibals. Was ihm an der erfahrungsbehafteten Raffinesse eines Anthony Hopkins fehlt, macht er mit seiner kaltblütigen Mimik wieder wett. Der Schauspieler versteht es, richtig widerwärtig zu grinsen und dem Zuschauer so das Gefühl zu suggerieren, dass man dem bei Nacht nicht über den Weg laufen möchte. Nur in Anwesenheit von Lady Murasaki zeigt er eine Unze Menschlichkeit. Die ambivalente Beziehung der beiden, die in der Lady gleichzeitig Muttergefühle und die einer Liebenden hervorrufen, wird sehr spannend dargestellt. Die schöne Gong Li weiß an Ulliels Seite ebenfalls vollends zu überzeugen. In einer Nebenrolle ist übrigens noch Dominic West als Polizist zu sehen, der den beiden auf die Schliche kommen will. Die Rolle dürfte für ihn bekanntes Terrain gewesen sein, kennt man ihn doch insbesondere aus der US-Serie THE WIRE, in der ebenfalls einen Detective verkörpert.

--- Die Blu-ray ---

HANNIBAL RISING wird auf Blu-ray als 2-Disc-Set mit dem Zusatz "erstmals ungeschnitten" vertrieben. HD gibt es jedoch nur auf der ersten Scheibe zu bestaunen. Bei der zusätzlichen Disc handelt es sich um eine DVD, auf der rund zwei Stunden Extras heraufgespielt wurden. Sie beinhaltet ein Making-Of in deutscher Sprache, das einst höchstwahrscheinlich am Sonntagvormittag auf ProSieben gesendet wurde, zehn nicht verwendete Szenen mit einem optionalen Audiokommentar des Regisseurs, unkommentierte B-Roll-Aufnahmen, ein kurzes Featurette über die Filmsets, eine gute Handvoll Trailer und elf Interviews mit Cast und Crew. Der zuletzt genannte Punkt macht den informativen Löwenanteil der Sonderausstattung aus.
Das Bild des Hauptfilms macht eine den Umständen entsprechende schaurige und letztendlich gute Figur. Absichtlicherweise hat man den Farben ihrer Leuchtkraft beraubt, sodass sie sich in dunkler Gedecktheit offenbaren. Offenbaren ist vielleicht dafür das falsche Wort, spielt sich der Großteil des Horrorfilms in Halbschattenverhältnissen ab. High-Def-Feeling kommt allemal zustande, denn der Schärfe- und Plastizitätsgrad bleibt bis zum Schluss prächtig.
Der Ton komplettiert das gute Gesamtbild. Sowohl Englisch als auch Deutsch wurde ein DTS-HD-Master im 5.1-Kanalton verpasst. Beide Spuren weisen genügend Dynamik auf um mit den lauten Explosionen und anderen Soundeffekten spielen zu können. Die Dialoge wurden währenddessen klassisch frontal angelegt.
Last but not least: Der Lieferumfang inkludiert ein Wendecover.

--- Fazit ---

Doch gar nicht so schlecht: HANNIBAL RISING legt einem die Anfänge des berühmtesten Kannibalen der Filmgeschichte nahe. Das weitläufig eher unbekannte Cast, allen voran Gaspard Ulliel in der Hauptrolle, verkauft die Story auf überzeugende Weise. Des Weiteren bewiesen die Filmmacher ein gutes Gespür für Atmosphäre, was HANNIBAL RISING zu einem scheußlich-schönen Filmvergnügen macht. Ein Cameo-Auftritt von Anthony Hopkins hätte dem Ganzen wahrscheinlich die Krone aufgesetzt, aber auch ohne sein Zutun ist der Film spannend und unterhaltsam geworden.
Das Blu-ray-Package trumpft dann zu guter Letzt noch mit hoher Qualität und etlichen Extras auf. Die BD von HANNIBAL RISING können sich Horrorfans getrost ins Sammlerregal stellen - vier Sterne.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne Hopkins, aber trotzdem nicht schlecht!, 11. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising - Wie alles begann (DVD)
"Hannibal Rising - Wie alles begann" erzählt die Geschichte des jungen Hannibal Lecter. Die Entstehungsgeschichte eines Menschen, der zur fiktiven Serienmörder-Figur schlechthin avancierte. Natürlich könnte man dem Autor der schriftlichen Vorlagen Thomas Harris nun vorwerfen, die Kuh noch einmal gemolken zu haben, bevor die Legende und gleichzeitig Kultfigur Lecter ausgereizt ist. Man muss aber trotzdem zugeben, dass es sich hierbei um keinen 08/15-Plot handelt, der gerade mal so am Reisbrett zusammengeschustert wurde.

Harris ist in der Lage dem Publikum auf authentische Weise zu zeigen, warum Lecter zu diesem Monster geworden ist, das Menschen umbringt um sie dann zu verspeisen: In seiner Kindheit muss der junge Hannibal miterleben, wie Nazi-Sympathisanten seine kleine Schwester bei lebendigem Leibe verspeisen. Da er auch seine Eltern verliert, ist er gezwungen als Vollwaise aufzuwachsen, der langsam aber sicher, gezeichnet durch die schrecklichen Erlebnisse in seiner Kindheit, zu einem gefühlskalten und emotionslosen Erwachsenen wird. Und dieser "erwachsene" Hannibal Lecter hat sich eines geschworen: Er will die Mörder seiner kleinen Schwester zur Strecke bringen, koste es was es wolle!

Gesagt, getan. Lecter's Rachefeldzug nimmt also seinen Lauf! "Hannibal Rising" ist sicherlich kein Horror-Film im engeren Sinne, sondern vielmehr ein Psycho-Thriller, der zwischendurch seinen Fokus auf wirklich knallharte und gleichzeitig auch eklige Szenen setzt. Der Hauptdarsteller kann wirklich überzeugen in der Rolle des verrückten Serienmörders, kann aber Anthony Hopkins natürlich an keiner Stelle das Wasser reichen. Trotzdem hätte man wahrscheinlich keinen besseren Akteur für die Rolle finden können, obwohl man beim jungen Lecter keine Chance bekommt ein wenig Sympathie aufzubauen!

Die Handlung wirkt gut durchgedacht, obwohl Harris von den Zuständen in der Kriegszeit wohl wenig Ahnung hatte. Zwischendurch wirkt der Plot ein wenig unschlüssig, da für Lecter einfach alles zu reibungslos über die Bühne geht. Er kann ausreisen, wann und wohin er will! Er steht unter Mordverdacht und kann trotzdem tun und lassen, was ihm gerade im Sinn steht!

Aber gut, wenn man von diesen kleinen Pagatell-Fehlern in Sachen Logik absieht, bleibt ein unterhaltsamer Thriller übrig, der sich passend in die Hannibal-Reihe einfügt! Der Film kann vor allem durch tolle Schauplätze und überzeugende Kameraführung punkten! 4 Sterne für "Hannibal Rising"...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gar nicht mal schlecht, 10. Juli 2008
Von 
Martin Schmidl (trossingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising - Wie alles begann (DVD)
nach Manhunter - Roter Drache" ( 1998 regie:michael mann ) - "Das Schweigen der Lämmer (Special Edition, 2 DVDs im Steelbook)" ( 1991 regie:jonathan demmes ) - nach "Hannibal" ( 2001 regie: ridley scott ) - und nach "Roter Drache (Einzel-DVD)" welches ein remake des 91 entstandenen "manhunter" darstellt ( 2002 regie:brett ratner ) haben wir hier mit "hannibal rising" nun den fünften beitrag zu einem der bekanntesten serienmörder der filmgeschichte - hannibal lecter.
der streifen stellt ein prequel zum "roten drachen" dar und entstand mit einem budget von ca. 50 millionen us-dollar an drehorten in litauen , frankreich und prag.
lecter - erfinder thomas harris lieferte hier nicht nur den , der handlung zugrunde liegenden roman sondern betätigte sich auch gleichzeitig zum ersten mal in seiner karriere als drehbuchautor - so ist es nicht verwunderlich das "hannibal rising" sehr buchgetreu umgesetzt wurde.
die internationale presse ging 2007 mit seinem werk sehr hart ins gericht und er konnte nun wahrlich keine lorbeeren ernten - zu unrecht wie ich finde.

regisseur peter webber erzählt uns die kindheits - und jugendgeschichte von hannibal lecter in auf hochglanz polierten bildern - wobei es in der zweiten hälfte etwas düsterer wird - und er schafft es eine ambivalenz zwischen verständnis und abscheu gegenüber der hauptfigur zu wecken.
die story ist recht simpel gestrickt - ein typischer rachefeldzug eben : klein hannibal bestraft die mörder seiner schwester - wird aber spannend erzählt und läßt zu keiner zeit irgendwelche gähn-gefühle aufkommen.
gaspard ulliel überzeugt als jugendlicher killer ( er ist zwar kein anthony hopkins - aber trotzdem sehr passabel ) und gong li als lady marasaki wirkt in ihrer rolle zwar leicht unterfordert , besticht jedoch mit ihren optischen reizen.

alles in allem hat mich "hannibal rising" ganz und gar nicht enttäuscht , sondern sogar recht positiv überracht wobei ich anmerken muß das sich diese rezension auf die unrated version des films bezieht welche eine ca. 6 minuten längere laufzeit besitzt als die hier angebotene.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht so übel wie hier viele behaupten..., 21. August 2007
Dieser Film hat das Buch gut getroffen! Und dazu muss ich sagen, ich ahbe den Film gesehen bevor ich das Buch gelesen habe!

Wer in diesem Film einen Hannibal like Anthony Hopkins erwartet,hat da etwas falsch verstanden:
Es wird gezeigt wie Lecter zu dem Monster wird, das er in den weiteren Romanen/Filmen ist! Es wird nicht gezeigt, dass Lecter schon immer so ein Monster war, das Sir Anthony Hopkins darstellen musste!

Auch die Bahauptung, dass die Handlung austauschbar wäre wurde hier zu leichtfertig angebracht. Da würde ich mich Fragen, welche Handlung denn sonst?! Aber vieles ergibt sich eben erst aus der Lektüre des Buches, wie es bei allen Romanverfilmungen ist!

Vor der Kinovorstellung hatte ich keine Erwartungen an diesen Film, sondern habe ihn danach als ganz neues Werk bewertet und die Zusammenhäng ezru weiteren Stoy waren klar!

Wäre es nicht langweilig, wenn man nochmal das gleiche Feeling beim Anschauen des Films hat wie bei den Lecter - Filmen? Wenn dies so wäre, würden sich jetzt viele Beschweren, dass nichts neues passiert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Positive Überraschung, 16. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising - Wie alles begann (DVD)
Normalerweise werden Fortsetzungen und Prequels im Kino ja nicht gerade besser als das "Original". Im Falle von Hannibal ist die Sache aber noch komplizierter: Erst mit der Verfilmung von das "Das Schweigen der Lämmer", dem 2. Lecter-Buch von Thomas Harris, fand sich ein großes Kinopublikum - somit wir dieser Film immer als "Original" gesehen und so wundert es nicht, dass auch das erste Buch "Roter Drache" noch ein zweites Mal verfilmt worden ist (diesmal mit A. Hopkins), dabei war die erste Verfilmung bereits vor dem "Schweigen der Lämmer" im Kino - ohne großen Erfolg. Der dritte Band von Harris mit dem Titel "Hannibal" ist literarisch eindeutig der Höhepunkt der Serie, leider eine zu hohe Meßlatte für die gleichnamige Verfilmung, die in der ersten Hälfte sehr nah und überzeugend an der Buchvorlage blieb - zum Schluss hin aber immer mehr Details ausließ und deutliche Schwächen hatte. Schade! Als vierten Band veröffentlichte der Autor dann mit "Hannibal Rising" eine Prequel-Erzählung, die uns die Jugend von Hannibal aufzeigt und damit viele Erklärungen für seine spätere Karriere als Kannibale liefert.

Für die Filmemacher ist so ein Prequel naturgemäß eine schwere Herausforderung, denn Hopkins hätte diese Rolle nun beim besten Willen nicht übernehmen können und auch die Erwartungen vieler Kinobesucher an einen "neuen" Hannibal Lecter Film werden automatisch enttäuscht, da selbst ein Hannibal natürlich nicht als Kannibale auf die Welt kommt und damit der Film für Horror-Fans sicher sehr langatmig beginnt.

Diese Schwäche ist aber eigentlich die Stärke des Films. Wer die Bücher gelesen hat, die anderen Filme kennt und einem Jugendfilm Hannibals unvoreingenommen gegenübersteht wird zugeben müssen, dass dieser Film am allernächsten an die Buchvorlage kommt - kein Wunder, da Harris hier intensiv am Script mitgefeilt hat. Als eigenständiger Film überzeugt "Hannibal Rising" auch mit sensibler Erzählweise der Wandlung vom jungen Hannibal zum Mörder und tollen, eindringlichen Kamerabildern. Der Film ist in der Tat kein klassischer Horrorfilm - aber muß das ein Manko sein? Man kann sowieso darüber streiten ob die Bücher und bisherigen Filme nicht eher Thriller mit gelegentlichen Horror-Elementen als Vertreter des Splatter-Genres sind, das sowieso nicht Jedermanns Sache ist.

Es ist müßig sich über die verschiedenen FSK-Bewertungen der 4 Filme zu wundern, aber die FSK-18-Version von "Hannibal Rising" entspricht der deutschen Kinoversion und sollte daher erste Wahl sein. Die FSK-16-Version ist sehr deutlich gekürzt (dabei wird die Kinoversion sicher in ein paar Jahren sogar zu Ostern oder Weihnachten im TV laufen ...). Darüber hinaus wird dann noch die US-Kinoversion als "Unrated"-Version im Steelbook vermarktet. Egal welche Version, "Hannibal Rising" ist spannend und durchaus eine positive Überraschung, ohne die üblichen Schwächen von Filmserien im Kino. Ein Meisterwerk ist der Film aber nicht. Diese Chance ist leider beim Film "Hannibal" verpasst worden, der die tolle literarische Vorlage von Thomas Harris nur zu Beginn überzeugend widergibt. "Das Schweigen der Lämmer" wird auf Dauer die bekannteste und kommerziell erfolgreichste Lecter-Verfilmung bleiben und Vielen als "Original" gelten.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht von schlechten Kritiken abschrecken lassen!!!, 4. März 2008
Es ist erstaunlich wie sehr dieser Film z.T. durch Kritiken gerade zu hingerichtet wurde. Lassen Sie sich nicht davon abhalten den Film zu sehen. Die angeblich so flache Story und der noch flachere Schauspieler''.....gemessen an einem Sir A. Hopkins kann Gaspard Ulliel natürlich noch nicht mithalten. Doch wer kann das schon in der Filmwelt? Nur sehr wenige! Zumal Gaspard Ulliel ein 1984er Jahrgang ist und sicherlich noch nicht über entsprechenden Tiefgang eines Hopkins verfügt. Dafür hat er aber seine Arbeit überaus gut gemacht!

Und die Story? Tja, hier geht es um die Entstehung (oder besser noch Schöpfung) des Hannibal Lecter, und nicht um eine weitere Studie über seinen Charakter. Der Vorwurf der simplen Rache'wurde gemacht. Und? Schon mal nachgelesen aus welchen psychischen Belastungsszenarien und Schockerlebnissen die wahren Massenkiller dieser Erde zu dem wurden was sie sind?

Fazit: ein gelungener Film. Zugegeben kein Meisterwerk, aber das war auch schon nicht die zweite Verfilmung 'und da war selbst Mr. Hopkins nicht in der Lage an seine eigene Leistung anzuschließen. Die Story ist schlüssig und das Jungtalent Gaspard Ulliel wird uns sicherlich noch mit besserem, weil reiferem Schauspiel beglücken!

Empfehlung: die 18 Jahre-Version bevorzugt ansehen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hannibal Lecter - Vom Opfer zum Täter, 28. Juli 2012
Bei "Hannibal Rising" mag man sich ein wenig fragen, ob die Entstehungsgeschichte über einen abartig veranlagten Serienkiller, als Prequel überhaupt funktionieren würde. Vorallem auch deswegen, da Anthony Hopkins für jene Rolle nicht mehr zur Verfügung stand und der Vorgänger ja fast gänzlich auf seinen (eigenen) Charakter zugeschnitten war - nicht zuletzt auch von dessen Präsenz lebte. Deshalb tut man vielleicht ganz gut daran, wenn man sich Peter Webber's Film relativ unvoreingenommen annimmt und der recht weitläufigen Story eine Chance gibt. Formal und produktionstechnisch wird man nämlich schnell entdecken, daß es sich hier um ein relativ einfühlsames und opulent gedrehtes Thriller-Drama handelt, in dem Hannibal vornehmlich der Part eines traumatisierten Opfers zu teil wird, dessen geweckte Neigungen, hin zu einer gnadenlosen Abrechnung mit seinen Schergen führt. Was stellenweise durchaus blutig und plakativ vonstatten geht, schrammt manchmal allerdings auch nur haarscharf am Schema F eines gewöhnlichen Slashers vorbei. Trotz div Unzulänglichkeiten, vor denen Hannibal Rising nicht gefeit ist, zu denen auch der etwas zu zähe Beginn des Films beiträgt - besonders die Unrated Version bremst den Film da etwas aus, kann man dennoch von einem gelungenen Prequel sprechen, das überdurchschnittlich gute Genre-Kost abliefert und gegen Ende nochmal richtig in Fahrt kommt. Der relativ unbekannte und vielleicht auch gewöhnungsbedürftigte Gaspard Ulliel macht seine Sache als Hannibal jedenfalls erstaunlich gut und wächst während des Finales förmlich über sich hinaus. Als eigenständiges Werk ist der Film somit durchaus zu empfehlen.

War bei Ridley Scott's Werk die Bildqualität der HD Scheibe doch eher dürftig ausgefallen, präsentiert Universum hier einen richtig schönen Transfer, der Dank seiner gut-sehr guten Grundschärfe/Detailzeichnung und seinen kräftigen Farben, dem aufwändigen Set-Design auch gerecht wird - ganz klar, ein Film für's HD-Auge.

Der Ton ist verlustfrei mit einer DTS HD 5.1 präsent und entfaltet einen sehr gut abemischten, räumlichen Klang. Der düstere Score wurde von IIan Eshkeri komponiert, der den Thriller nicht nur stimmig untermalt, sondern auch dessen Dramatik gekonnt hervorhebt.

Fazit: Mit "Hannibal Rising" haben die Macher nicht nur ein Werk abgeliefert, welches als Vor bzw. Entstehungsgeschichte weitgehendst funktioniert, sondern sich auch deutlich von seinen Vorgängern oder Art-Verwandten abhebt - vorausgesetzt, daß die Anwesenheit eines Anthony Hopkins nicht die absolute Bedingung ist. Insofern bietet die vorliegende BD eine sehenswerte Melange aus Drama und Thriller, die als Bundle mit einer Bonus DVD jede Menge Bonus-Content für den geneigten Kunden bereithält - Empfehlenswert !

Film: 4/5
Technische Umsetzung der BD: 4,5/5
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide unterhaltung der blutigen Art, 5. Mai 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising - Wie alles begann (DVD)
Litauen 1944: Hannibal Lecters Eltern verlassen mit ihren Kindern Hannibal und Mischa ihr heimisches Schloss und suchen in einer Hütte im Walz Zuflucht vor der Roten Armee. Die Russen finden sie dennoch und Hannbials Eltern kommen bei Kampfhandlungen ums Leben. Von nun an sind Bruder und Schwester in der Hütte auf sich alleine gestellt und das während des Winters. Sie haben den Marodeuren nichts entgegenzusetzen, die die Hütte okkupieren, Mischa töten und aufessen. Hannibal kann nur hilflos zusehen, sich erinnern und Rache schwören, während er im ehemaligen Schloss seiner Eltern, welches nun ein Waisenhaus ist 8 Jahre lang überlebt, bevor er nach Frankreich zu seinem Onkel Robert fliehen kann, der jedoch bereits verstorben ist. Nur noch seine Tante, die Japanierin Shikibu lebt noch im Schloss seines Onkels. Sie lehrt ihn dem Umgang mit dem Katana, und um ihre Ehre zu verteidigen begeht Hannibal seinen ersten Mord. Körper, Leichen, die Funktionsweise von Organen, all das fasziniert Hannibal, so dass er in Paris Medizin studiert, bevor er nach Litauen zurückkehr, um sich an den Mördern seiner Schwester auf perfide Art und Weise zu rächen.
Hannibal Rising ' Wie alles begann ist die Verfilmung des gleichnamigen, vierten Romans der Hannibal Lecter Reihe von Thomas Harris und erzählt die Vorgeschichte zu Roter Drache. Das Drehbuch stammt ebenfalls aus der Feder von Thomas Harris.
Die Geschichte funktioniert auch, ohne, dass man die Bücher oder anderen Filme kennt. Es ist eine klassische Rache Geschichte. Ein geschundenes Kind nimmt im Erwachsenenalter Rache an den Mördern seiner Schwester. Hannibal geht dabei recht direkt vor, ohne seine spätere Finesse. Teilweise sieht man schon Anklänge des genialen Meistermanipulators, in diesem Film jedoch ist er noch ein, im wahrsten Sinne des Wortes, blutiger, Anfänger. Die Dialoge sind teils ein wenig steif, Gaspard Ulliel kann Anthony Hopkins nicht das Wasser reichen, auch wenn man davon ausgeht, dass es um einen sehr viel jüngeren Hannibal geht, als in Schweigen der Lämmer. Ulliel Spielweise ist zu steif, wirkt zu einstudiert. Allgemein ist die Handlung im Vergleich zu den klassischen Hannibal Lecter Filmen zu direkt, zu gradlinig, um es mit Schweigen der Lämmer aufzunehmen. Solide Unterhaltung der blutigen Art ist der Film allemal, auch wenn man wieder das böse Russen Klischee bemüht wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich Fesselnd, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising - Wie alles begann (DVD)
Zum Einen ist der Film unglaublich spannend. Die Geschichte des jungen Hannibal Lecter
(Aus meiner Sicht ganz stark gespielt: Gaspard Ulliel) ist klasse in Szene gesetzt, die Mordszenen
sind heftig, aber halten sich gut im Rahmen. Was ich neben der Spannung jedoch auch hevorheben
muss, ist dass "Hannibal Rising" mich ganz ehrlich berührt hat. Die Story über den Tod seiner kleinen
Schwester, die Rückblenden und sein Rachezug darauf ist wirklich mitreißend dargestellt, und das
keineswegs im B-Movie Niveau. Dass der Film vor allem bei Kritikern so durchgefallen ist kann ich
überhaupt nicht nachvollziehen. Für mich ein klasse Prequel dass ich mir gerne ein weiteres Mal
ansehen werde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jugendjahre des ultimativen Filmmonsters, 25. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising - Wie alles begann (DVD)
Hannibal Rising ist eigentlich ein ganz guter Film...
Wäre da bloß nicht der blasse Hauptdarsteller. Gaspard Uliel spielt die Rolle zwar nicht schlecht, doch erwartet man etwas sehr viel stärkeres
Schade, denn sonst hätte man durchaus 5 Sterne vergeben können. Der Film ist spannend erzählt und vermittelt durchaus glaubwürdig, wie der junge Hannibal Lecter wurde was er ist
Es wird nicht mit drastischen szenen gegeizt, doch machte gerade das, was sich im Kopf des Zuschauers apspielt meiner Meinung nach den großen Reiz von "Das schweigen der Lämmer" und von "Hannibal" aus.
Wie gesagt, absolut kein schlechter Film, doch er bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück
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Hannibal Rising - Wie alles begann
Hannibal Rising - Wie alles begann von Peter Webber (DVD - 2007)
EUR 7,99
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