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7 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"In other words, it seems that fanatical advocates of the New Programming are going overboard in their strict enforcement of morality and purity in programs"
(D.E.Knuth: Structured Programming with go to Statements).

Donald Knuth nannte seine fundamentalen Werke nicht umsonst "The Art of Computer Programming". Es gibt auch in der Kunst grundlegende handwerkliche Techniken. Hier wird aber der Versuch gemacht die Kunst auf eine Ansammlung von Legobausteinen zu reduzieren. Wie bereits von anderen Reviewern kritisiert, gibt es im Buch kein längeres zusammenhängendes Beispiel. Das ist kein Zufall oder eine Auslassung. Man bekommt mit diesen Legobausteinen keine schöne Hütte zusammen.
Mir ist schon öfters Kode untergekommen bei dem ich mich gefragt habe: Warum ist das mit der Kirche ums Kreuz programmiert? Man kommt dann - auch auf Grund der Namensgebung - drauf: Der Autor ist den Designpattern sklavisch gefolgt. Da reiht sich wie in einer Matroschka Fassade auf Fassade und irgendwann in einer kleinen Ecke wird dann wirklich was gemacht. Das Wirthsche Gesetz: "Software wird schneller langsamer, als die Hardware schneller wird" zehrt ganz wesentlich von diesem Pattern-Fetischismus. Das Java-EE Monster ist ein klassisches Beispiel für Patterns in Action. Effizientes Programmieren kommt in der Pattern Welt gar nicht vor.
Das Buch legte auch den Grundstein für eine ganze Pattern-Industrie. Gescheiterte Programmierer leben davon anstatt konkreter und eleganter Lösungen allgemeine Ratschläge zu verkaufen. Letztendlich ist das ein Pseudoreligiöses Business ganz ähnlich der evangelikalen Sekten.

Es gibt allerdings auch Vorzüge. Wenn man auf die Pattern-Terminologie stösst, weiss man, was der Programmierer im Schilde geführt hat. Man weiss auch, dass man den Kode so schnell wie möglich wegwerfen und neu schreiben sollte. Außerdem weiß man, dass man sich ein Buch mit dem Schlagwort "Pattern" nicht zu kaufen braucht. Das ist die Dialektik der Pattern-Aufklärung. Sie bilden ein Antipattern um das man so gut wie möglich einen Bogen macht. In diesem Sinn ist das Buch auch wieder nützlich.
Das ist kein Plädoyer für "anything goes" sondern für selbständiges Nachdenken wie man ein Problem am besten löst.

Wer wirklich an grundlegenden Techniken des Programmierens interessiert ist sollte
Douglas Comer: Operating System Design, The Xinu Approach
lesen. Comer demonstriert an einem komplexen Problem wie man Software strukturiert. Er zeigt, dass die grundlegenden Probleme inhaltlicher Natur sind und nicht auf einzelne Programmiertricks reduziert werden können. Das Wort "Pattern" ist mir im Comer Buch nicht untergekommen. Der Pattern-Gläubige erwartet allerdings einfache Botschaften und Lösungen. Dafür ist das Comer Buch wieder nicht geeignet.

P.S.: Das Knuth-Zitat bezieht sich nicht auf die Viererbande. Aber es passt zu allen Versuchen Programmieren in ein Prokrustes Bett zu stecken.
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1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2006
Dieses Buch vermittelt Deisgn-Patterns in einer anschaulichen weise. Nach sorgfältigem Durchstudieren der Patterns hat man auf jeden Fal sehr viel gelernt und weiß, wenn man ein bestimmtes Problem hat, sofort, wie es zu lösen ist.
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2000
truly the bible of OO design.
check out the companion book to this as well.
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