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am 23. August 2007
Diese nun preislich deutlich reduzierte Auflage von Verdis "I Masnadieri" darf mit Fug und Recht als Referenzaufnahme des Werkes gelten. Dies liegt, abgesehen von der grundsoliden und im richtigen Maße inspirierten Orchesterführung Lamberto Gardellis (sehr gut: das New Philharmonia Orchestra, starke Ensembleleistung auch von seiten der Ambrosian Singers, die die schneidigen Räuber-Chöre mit pulsierendem Leben erfüllen) vor allem an der ausgezeichneten Sängerbesetzung.
In der Rolle des Carlo besticht der stilsichere Carlo Bergonzi durch eine wie üblich kontrolliert und elegant geführte, in den richtigen Momenten schmelzende bzw. heroische Stimme, die der von Verdi eigentlich geplanten Erstbesetzung durch Gaetano Fraschini auch in puncto Dramatik nahe kommt.
Ihm zur Seite steht mit Montserrat Caballé eine Amalia, die alle an den nachtigallengleichen Sopran von Jenny Lind gestellten vokalen Kapriolen Verdis meisterlich beherrscht, gleichzeitig aber auch durch wunderbare, kristallreine Legato-Bögen zu bezaubern weiß (das ist meiner Meinung nach, abgesehen von dem brutal forcierenden und teilweise schlimm distonierenden Franco Bonisolli, auch der große Pluspunkt dieser Aufnahme gegenüber der Sutherland-Einspielung bei DECCA).
Die tragische Rolle des eingekerkerten Vaters Massimiliano wird von Ruggero Raimondi nicht gesungen, sondern geatmet und gelebt. Großartige vokale Technik und stimmliches Spiel, ein herrlicher Sänger auf der Höhe seiner künstlerischen Mittel! Besonders bewegend seine Duette mit Carlo/Bergonzi und Amalia/Caballé.
Ein kleiner Schwachpunkt liegt in der routiniert gesungenen, aber stark zurückgenommenen und fast hausbackenen Interpretation des Bösewichts Francesco durch den so verläßlichen Piero Cappuccilli. Die hohe Tessitura, gepaart mit der großen Herausforderung hochdramatischer Passagen, bereitet dem Bariton teilweise hörbare Probleme und führt zu manchmal gezwungen klingenden Effekten. Immerhin begeht er nicht den Fehler und nimmt Zuflucht zu publikumswirksamen Brüll-Effekten!
Dennoch muß das Résumée lauten: Eine großartige Aufnahme, die in keiner gut sortierten Opern-Sammlung fehlen darf!
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TOP 500 REZENSENTam 12. Juli 2007
Hinter dieser nicht nur in Deutschland weitgehend unbekannten Oper verbergen sich Schillers "Räuber", von Verdi vertont zwischen Macbeth und Rigoletto. Die musikalische Umsetzung ist im Vergleich zu diesen beiden Meisterwerken eher konventionell, folgt - wie der sehr ähnliche Ernani - dem typischen italienischen Opernrezept der Zeit mit der strengen Reihenfolge Ouverture, Eingangschor, Auftrittsarie des Tenors, etc. Auch die Solonummern folgen streng dem gewohnten Muster langsame Arie, schnelle Cabaletta. Die Musik ist typisch Verdi. Was noch fehlt, ist die einheitliche, auf den Stoff zugeschnittene Klangfarbe, die die späteren Opern des Komponisten so einzigartig machte. Hier wirkt die Musik noch austauschbar.

Man hat das Gefühl, dass Schillers Theater-Erstling auch für Verdi ein Test war, ob er nach der offensichtlichen Inspiration durch Shakespeare (Macbeth) auch mit diesem Autor auf Dauer etwas anfangen könne. Der Test verlief wohl vorsichtig, aber positiv. Immerhin folgten mit Luisa Miller und Don Carlo noch zwei großartige Schiller-Opern.

Auf jeden Fall enthalten I Masnadieri sehr viel schöne und inspirierte Musik, die zu hören sich auf jeden Fall lohnt und bei der man sich wünscht, diese Oper auch einmal auf der Bühne zu erleben.

Die Aufnahme selbst ist nahezu ideal: Allen voran bietet Carlo Bergonzi, der vielleicht klügste und stilsicherste Verdi-Tenor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, eine Demonstration seiner Kunst. Seine edel-herbe Stimme passt zudem perfekt zur Rolle.

Auch Montserrat Caballe kann hier ihre Stärken - herrlich schwebende piani und perfekte Koloraturen (bei schon etwas scharfen Forte-Spitzentönen) - in der technisch enorm anspruchsvollen Partie der Amalie (die Rolle war für die "schwedische Nachtigall" Jenny Lind geschrieben) voll ausspielen und wird von ihrem Partner auch interpretatorisch zu Höchstleistungen getrieben.

Dazu kommt mit Piero Cappuccilli der zuverlässigste italienische Bariton der 70er Jahre - keine Traumstimme wie Bastianini oder Merrill, aber ein immer ernsthafter und temperamtentvoller Interpret seiner Rollen, der nie enttäuscht hat.

Und so bietet diese Aufnahme den perfekten Rahmen für eine echte Verdi-Entdeckung - keine Sensation, aber eine willkommene Ergänzung für diejenigen, die nicht zum 1000. Mal die Aida hören wollen.
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