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41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiger Film - ruhig und doch angenehm lebhaft, 16. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
"Doch bald werden sie zu Komplizinnen, Prinzessinnen auf der Suche nach ihrem Königreich."
Diese Aussage in der Rezension hört sich so kitschig an, dass man den Film am liebsten nicht kaufen würde. Doch der Film besticht durch seinen offenen Umgang mit der Situation der beiden Prostituierten, ohne kitschig oder effekthascherisch zu sein.
In dem Film wird die Arbeit als Prostituierte (weitgehend) derart dezent ausgeblendet, dass man es erst gar nicht merkt. Weniger der Akt, sondern das Leben der beiden Frauen, und nicht zuletzt die Musik von Manu Chao, beleben diesen Streifen. Tragik und Verzweiflung sowie Hoffnung, Dialog und Alltagssmalltalk stehen im Mittelpunkt und geben dem Film eine gewisse Ruhe, ohne den Film ermüdend oder langatmig wirken zu lassen.
Die Malegria, das untrennbar verbundene Lebensgefühl von Traurigkeit und Fröhlichkeit, wurde hier erstklassig umgesetzt.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist eines der Härtesten!, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Caye (Candela Peña) arbeitet als Prostituierte in Madrid. In der Szene ist sie unter dem Namen Lima bekannt. Ihren Beruf verheimlicht sie geflissentlich vor ihrer Mutter Pilar (Mariana Cordero), ihrem Bruder und ihrer Schwägerin. Diese trifft sie nämlich jeden Sonntag.
Im Friseursalon in der Nähe des Straßenstrichs beobachtet sie und ihre Freundinnen das Geschehen mit Argwohn. Die Konkurrenz aus Lateinamerika ist ärgerlich. Sie verdirbt die Preise.
Insgeheim träumt Caye von einem bürgerlichen Leben voll Glück und Ruhm. Heimlich wünscht sie eine Prinzessin zu sein.
Die Dominikanerin Zulema (Micaela Nevárez) ist illegal in Madrid. Wie Caye bessert sie sich ihr Geld im horizontalen Gewerbe auf. Allerdings gehört sie zur Billigfraktion der Latinas. Zulema hat einen Sohn in der Dominikanischen Republik zu versorgen. Zudem lebt sie in der direkten Nachbarschaft von Caye. Doch Zulema hat so ganz ohne Papiere ein Problem. Sie setzt auf die Hilfe eines hinterhältigen Beamten (Antonio Durán "Morris").
Eines Tages schnappt Zulema Caye den Freier, der Caye bestellt hatte, vor der Nase weg. Kann diese Konstellation zu einer Freundschaft führen? Die Antwortet lautet 'Ja'. Bald träumen beide Frauen gemeinsam von einer besseren Zukunft. Werden sie ihr persönliches Königreich erklimmen?
Ein emotionsgeladener Film. Der Schluss ist überraschend und doch konsequent. Wer Erotik erwartet wird enttäuscht werden. Ganz im Gegenteil, dieser Aspekt wird bewusst vom Regisseur Fernando León de Aranoa in den Hintergrund gedrängt.
Die Filmmusik kommt übrigens von Manu Chao und heißt 'Me llaman Calle'. Der Song passt wie angegossen zu diesem Film.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem eigenen Königreich., 9. September 2008
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Ihren Unterhalt bestreitet die dreißigjährige Caye mit Prostitution. Gemeinsam mit anderen einheimischen Prostituierten trifft man sich im Frisörladen und schimpft geflissentlich über die ausländische Konkurrenz, die jünger ist, besser aussieht und es auch noch billiger macht.

In Cayes Wohnblock zieht die junge Frau Zulema aus der Dominikanischen Republik ein, die zu jener Konkurrenz gehört. Recht bald freunden sich die beiden Frauen an und teilen sich ihre Sorgen mit. Zulema hat zuhause einen Sohn und ist zudem ohne Einreisegenehmigung im Land. Cayes trifft sich jeden Sonntag mit ihrer Familie, ihrer Mutter und ihrem Bruder. Beide wissen nichts von Cayes Aktivitäten in Madrid.

Zulema wird von einem Mann brutal misshandelt. Er verspricht ihr Ausweispapiere, hält sie aber gezielt hin. Nach einem Arztbesuch möchte Zulema nach Hause zu ihrem Sohn. Cayes begleitet sie zum Flughafen.

Und immer klingelt das Handy, das die Kundschaft bringt. Die Protagonistinnen leben am Rande und doch mitten in der Gesellschaft. Diesen Spagat bewältigen sie mit Freundschaft und Kameradschaft und einer guten Portion Humor. Angenehme, aussagekräftige Dialoge, feine Details in den Handlungen und kleine Überraschungen des Lebens generieren das Ambiente diese Films.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gruppenbild mit Hure, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Wenn man sie nach ihrem Beruf fragt, antwortet Caye 'Ich bin Hure.' Und wenn ihr etwas fehlt, ist es, dass sie nie von der Arbeit abgeholt wird. Ein Frauenfilm, der nicht nur das Milieu sensibel beleuchtet, sondern auch den familiären Hintergrund der beiden Protagonistinnen Caye (Candela Pena) und Zulema (Micaela Nevarez) ausführlich darstellt. Obwohl sie offen über ihren Beruf sprechen, verheimlichen sie es vor ihren Familien. Und obwohl beide eine völlig verschiedene Ausgangsposition haben, entwickeln sie eine schwesterliche Solidarität für einander. Und jetzt erlangt der Titel in den Gesprächen der beiden seine ganze Bedeutung: 'Huren sind Prinzessinnen, die so sensibel sind, dass sie spüren wie die Erde sich dreht. So wird ihnen dauernd schwindlig. Sie bringen andere zum Fliegen.' Eine weitere Aussage passt noch genauer auf die beiden: 'Prinzessinnen werden krank und können sterben vor lauter Traurigkeit, wenn sie fern von ihrem Königreich sind:' Damit das nicht passiert fliegt Zulema nach Hause und Caye outet sich ihrer Familie gegenüber. Nicht aber ohne ihrem Dasein zuvor noch eine philosophische Basis zu geben 'Jemand existiert nur, weil man an ihn denkt.' Sowohl die Realität der Strasse als auch die Poesie der Worte treffen Auge und Ohr der Zuschauer. Bemerkenswert.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film!!!!, 2. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Das ist ein wahnsinnig toller, schöner, trauriger, lustiger, einfühlsamer, intelligenter Film. Kein Hollywood, sehr tiefsinnige, wunderschöne monologe und dialoge. Wirklich einfach wunderschön.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann man nach etwas Sehnsucht haben, das man gar nicht kennt?, 27. Dezember 2013
Von 
Alexandra Graßler (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Dieser Film des spanischen Regisseurs Fernando Leon de Aranoa brachte seinen beiden Hauptdarstellerinnen zwei Goyas ein.

Caye ist knapp 30 und verdient sich ihr Geld als Prostituierte. Sie hat eine kleine Wohnung und trifft sich mit ihren Freundinnen im Schönheitssalon, der zentral am Platz gelegen ist. Hier kann sie mit ihnen über all die täglichen Situationen austauschen, fröhlich sein und muss nichts verheimlichen.

Wenn sie Sonntags ihre Mutter besucht und dort auch auf Bruder und Schwägerin trifft, verschweigt sie dort ihre Arbeit und verzweifelt ein Stück an ihrer Mutter, die den Tod ihres Mannes nicht akzeptieren kann.

Die einheimischen Frauen bekommen immer mehr Konkurrenz von der lateinamerikanischen Billig-Konkurrenz die ihnen die Freier für weniger Geld wegnehmen. So ist der Ärger auch für Kaye groß, als sie mitbekommt, dass im gleichen Haus eine der Frauen eingezogen ist.

Eines Tages hört sich lautstarke Musik aus dieser Wohnung kommen und macht sich auf, die Bewohnerin zur reden stellen. Sie findet Zulema weinend und geschlagen im Bad vor und bringt sie in die Klinik. Die beiden Frauen kommen sich näher und schließen eine ungewöhnliche Freundschaft. Zulema ist ohne Papier eingewandert und hat in der dominikanischen Republik einen Sohn, der bei ihrer Mutter lebt. Sie schickt den beiden Geld, dass sie nachts im Park als Hure verdient.

Der Mann der sie geschlagen hat, hält sie mit dem Versprechen ihr Papiere zu besorgen hin und benutzt sie nach seinem Willen. Caye versucht sie davon abzubringen, sich weiter mit ihm zu treffen, doch Zulemma hat Angst und gleichzeit den großen Wunsch einfach hier bleiben zu dürfen mit ordnungsgemäßen Papieren. Die Situation eskaliert und sie landet wieder schwer verletzt im Krankenhaus.

Man könnte nun meinen, dass dies ein zutiefst ernster und trauriger Film ist, doch das ist er nicht. Er hat eine bittersüße in sich, zeigt heitere Seiten der Frauen und hat zutiefst berührende Momente. Etwa wenn Caye Zulema fragt, ob man nach etwas Sehnsucht haben kann, dass man doch gar nicht kennt, man ihre Zerrissenheit spürt und wie sie oft mit ihrem Leben hadert.

Der Schluss ist überraschend und es bleibt offen, was als nächstes passieren könnte. Für mich war es ein unglaublich anrührender und bewegender Film, der noch lange in mir nachgehallt ist. Und ein Satz aus dem Film ist als Kleinod hängengeblieben: “Wir existieren nur, weil jemand an uns denkt”

Unbedingt ansehen!
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4.0 von 5 Sternen Freundschaft zweier (unterschiedlicher) Prostituierter in Madrid!, 28. Oktober 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Der Film ("Prinzessinnen") ist eine spanische Produktion von Fernando Leon De Aranos aus dem Jahr 2005, die - vor allem in Spanien - so einige Preise gewonnen hatte.

Der Film widmet sich dem Thema Prostitution in Spaniens Hauptstadt Madrid. Im Mittelpunkt steht die schon etwas ältere "Caye" (Candela Pena), die ihren Lebensunterhalt maßgeblich durch Prostitution bestreitet; dabei verabredet sie sich mit potentiellen Freiern vor allem über ihr Handy. Von diesem "Doppelleben" weiß ihre Familie, die sie noch immer regelmäßig besucht, nichts, obwohl diese sich fragt, warum und von wem sie immer angerufen wird ... Für die an sich romantisch veranlagte Caye ist es selbst nicht ganz einfach, ihr Leben vor sich selbst zu rechtfertigen; vermutlich tut sie es aber vor allem für das Geld. Sie meint halt, sie lügt Anderen etwas vor, und Andere lügen ihr etwas vor; so wäre halt wohl das Leben (?). Sie ist aber keine Frau mit "problematischem Hintergrund"; ihre Familie scheint zumindest schon mal nicht ganz arm zu sein. Die Realität versucht sie weitgehend zu verdrängen. Wie auch ihre Mutter ständig verdrängt, dass z.B. deren Ehemann schon lange gestorben ist. Richtig glücklich ist ihre Familie jedenfalls nicht. Caye selbst träumt von einem besseren Leben und davon, "eine Art Prinzessin" zu sein (daher wohl der Filmtitel), obwohl die triste Realität sie natürlich immer wieder einholt. Sie spart auf eine Brust- OP, zur Vergrößerung ihres Busens, womit sie sich mehr Freier erhofft.
Mit ihren "Kolleginnen" trifft sie sich oft in einem Friseursalon. Aus diesem heraus beobachten sie die "ausländische (BIllig-) Konkurrenz" auf einem öffentlichen Platz mit großem Argwohn und Missgunst. Darunter befindet sich auch die junge, hübsche "Zulema" (Micaela Nevarez) aus der Dominik. Republik (Karibik), in Spanien illegal ohne Papiere lebend, und Geld für einen Sohn in der Heimat hier aufbringend. Diese schnappt ausgerechnet Caye eines tages einen Freier vor der Nase weg. Dennoch freunden sich die beiden Frauen später an, tauschen ihre Erfahrungen aus, und verstehen es, gemeinsam das triste, harte Leben mit Humor und Freundschaft besser zu meistern.
Caye lernt einen jungen IT- Spezialisten kennen, der aber zunächst Caye's Erwerbstätigkeit noch nicht versteht, später aber zufällig dahinterkommt. - Die Beziehung scheint damit zuende zu sein (?).
Die attraktive Zulema dagegen hat außerordentliches Pech von Anfang an, an einen Kommunalbeamten zu geraten, der ihre Notlage als "Illegale" im Land ausgezeichnet für sich auszunutzen weiß, indem er diese bei ihren Sex- Treffen immer wieder sadistisch behandelt, ihr vorlügend, dass er ihr die von ihr so sehr benötigten Papiere besorgen würde. Doch in Wirklichkeit spielt der Beamte nur mit ihr, respektiert die Frau in keinster Weise, und wird ihr bis zum Schluss nicht helfen. Caye spürt, dass der Typ nicht ganz korrekt ist, kann ihre Freundin aber nicht von dessen falschen Absichten überzeugen. Schließlich verrät Zuleme ihrer Freundin, dass sie sich angesteckt hätte (von was, geht aus dem Film nicht hervor). Schließlich entscheidet sich (deswegen?) Zulema, wieder zurück in ihre Heimat zu fliegen. Caye begleitet sie zum Flughafen, und gibt ihr zuvor noch das für ihre Brust- OP angesparte Geld mit.
In ihrer Familie scheint sich Caye jetzt entschlossen zu haben, diese in ihre bis dato geheim gehaltene Tätigkeit einzuweihen, indem sie diese auffordert, das Telefongespräch von ihrem "speziellen" Handy anzunehmen ...

Das offene Ende dieses fast 2 Stunden langen Films hat mich ziemlich enttäuscht. Was wird jetzt aus Caye, was aus Zulema und ihren Träumen? Wie wird Caye's Familie auf ihre "Enttarnung" reagieren? Auch hätte mich mal mehr interessiert, warum Caye sich eigentlich wirklich prostituiert? (hat sie wirklich so eine starke Geldnot? - Wahrscheinlich ja; aber wirklich deutlich macht das der Film nicht). Auch wird z.B. über den Hintergrund der beiden Hauptprotagonistinnen fast nichts ausgesagt.

Der tragikomische Film versucht poetisch zu sein ("princesas"), und gleichzeitig realistisch. Das Drama thematisiert die Themen Prostitution, vor allem dabei aber das Thema (illegale) Ausländerinnen- Prostitution (nicht nur) in Spanien; diese Frauen habe es - ohne Papiere - besonders schwer, und sind deswegen leicht erpressbar, werden außerdem von ihren einheimischen "Kolleginnen" geschnitten und oft an die Polizei verraten. Der Film gibt Einblicke in diese Realität.
Der Film gibt die Sicht der sich prostituierenden Hauptprotagonistinnen wieder, stellt diese vor allem als Opfer dar (auch wenn "Caye" vielleicht nicht wirklch "gezwungen" ist, dieser Tätigkeit nachzugehen), versucht, Sympathien für diese meist verachteten Frauen zu erzeugen, sowie sich insbesondere für die tatsächlich traurige Situation der "illegalen" ausländischen Prostituierten einzusetzen und deren Lage verstehen zu helfen.
Der Film versucht, eine außerordentliche Freundschaft in diesem Milieu wiederzugeben, und damit diese Prostituierten auch "menschlicher" für den Zuschauer wirken zu lassen und Sympathien zu erwecken. Es soll halt ein "Mitfühlender" Film sein.
Ob der Film letztlich wirklich realistisch wirkt, muss wohl Jeder für sich entscheiden. Mir selbst kam der Film nur bedingt "wirklich" oder "dokumentarisch" vor. Der Regisseur hätte meiner Meinung nach mehr dafür tun können, um die Szenerie realistischer und direkter, vielleicht auch "brutaler" zu machen. Das Ganze wirkt manchmal so doch ein wenig "ausgedacht" oder "märchenhaft"; irgendwie "inszeniert"; auch wenn natürlich viel "Wahrheit" drinsteckt.
Der Film stellt die Prostituierten und ihre Situation weitgehend recht menschlich und sympathisch vor. Wie brutal die Wirklcihkeit oft gerade für diese Straßen- Prostituierten aber oft ist, davon gibt der Film meines Eindrucks nach eher eine vage Vorstellung, und zeigt nur wenige Aspekte davon. Stattdessen scheint diese Tragikomödie z.B. mehr die Freundschaft der beiden Hauptprotagonistinnen betonen zu wollen, oder auch einige (z.T. auch wirklich) lustige (aber nicht immer realistische) Situationen abzubilden. Dabei kommt aber das Tragische und der Ernst dieses Themas z.T. etwas kurz.
Dem Film fehlt dabei aber manchmal die Tiefe. Vor allem den Schluss finde zumindest ich ziemlich enttäuschend, weil der Film einfach zu viele Fragen offenlässt (s.o.).

Der Film war keine "Billig- Produktion", sondern war recht teuer. Die aufwändigen Castings sollen so auch im Ausland stattgefunden haben.

Die beiden Hauptdaerstellerinnen können durchaus überzeugen; nicht umsonst haben sie Preise für ihre Darbietungen erhalten. Besonders Micaela Nevarez ("Zulema") kann beeindrucken, schon alleine durch ihre äußere Erscheinung; auch wenn sie als problembeladene, ausgebeutete, nicht durchblickende ausländische Prostituierte nicht ganz authentisch wirkt (sie wirkt - von ihrem Typ und Ausstrahlung her - einfach zu selbstbewusst, sympathisch, usw.). Ähnliches gilt für ihre - in Spanien wohl schon seit längerem recht populäre (und preisgekrönte) - Kollegin Candela Pena, der man trotz engagierter Darbietung ihre Rolle als (nicht mehr ganz junge) Prostituierte nicht ganz abnimmt.

Die FILMMUSIK steuerten außer Alfonso Villalonga vor allem "Manu Chao" bei. Dessen Song wurde preisgekrönt, und ist auch tatsächlich zumindest nicht schlecht, auch wenn ich ihn nicht gerade als "Geniestreich" ansehen würde; passt aber irgendwie zum Film.

Die FSK- 16- Einordnung verdankt dieser Film vermutlich dem "heißen Thema"? Tatsächlich hätte der Film m.E. gerne auch für FSK 12 durchgehen können; denn gerade in "erotischer Hinsicht" bietet der Film nichts Aufregendes; auch wenn so Mancher das vielleicht aufgrund des Themas erwarten würde (und so mancher Mann sich das auch aufgrund der attraktiven Darstellerinnen sicher so gewünscht hätte). "Sexszenen" o.Ä. kommen hier meiner Erinnerung nach jedenfalls keine vor. Aber der Regisseur hat die Erotik absichtlich bei diesem Film in den Hintergrund gedrängt, weil es ihm darum nicht ging. Zu Beginn des Films erhascht die Kamera dennoch einen kurzen Blick frontal auf die nackte Candela Pena. Und auch harmlose "oben ohne"- Szenen bietet der Film nur sehr wenige.

Im Vergleich zu ähnlichen "Problem- Filmen" mit dieser Thematik ist dieser Film sicherlich nicht schlecht, aber auch nicht besonders herausragend. "Lilja 4ever" z.B. fand ich wesentlich beeindruckender und atmosphärischer, realistischer, obgleich auch tragischer.

AUßer dem ca. 110 Minuten langen Hauptfilm gibt es auf dieser DVD noch zahlreiche "EXTRAS", deren Länge hier mit 70 Minuten angegeben wird. Außerdem gibt es noch ein Booklet, mit einem Interview mit dem Regisseur, sowie einigen Informationen zu Mitwirkenden des Films.
Die "Extras" direkt auf der DVD sind im Folgenden:
- ein "Making Of" (u.A. mit Aussagen/ Interviews von Regisseur und Darstellerinnen);
- "unveröffentlichte Szenen";
- Filmszenen mit "Storyboard";
- Videoclip mit "Manu Chao";
- "Posterentwürfe";
- Fotogalerie";
- (Original-) Trailer;
- deutscher Trailer.

Außerdem wird über das Menü hier eine gezielte "Kapitel- Anwahl" ermöglicht.

SPRACHEN/ Tonformate: Deutsch 2.0; Deutsch 5.0; Spanisch 2.0; Spanisch 5.1
UNTERTITTEL gibt es hier in Deutsch und Französisch.
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5.0 von 5 Sternen Das Leben ist eines der Härtesten!, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Caye (Candela Peña) arbeitet als Prostituierte in Madrid. In der Szene ist sie unter dem Namen Lima bekannt. Ihren Beruf verheimlicht sie geflissentlich vor ihrer Mutter Pilar (Mariana Cordero), ihrem Bruder und ihrer Schwägerin. Diese trifft sie nämlich jeden Sonntag.
Im Friseursalon in der Nähe des Straßenstrichs beobachtet sie und ihre Freundinnen das Geschehen mit Argwohn. Die Konkurrenz aus Lateinamerika ist ärgerlich. Sie verdirbt die Preise.
Insgeheim träumt Caye von einem bürgerlichen Leben voll Glück und Ruhm. Heimlich wünscht sie eine Prinzessin zu sein.
Die Dominikanerin Zulema (Micaela Nevárez) ist illegal in Madrid. Wie Caye bessert sie sich ihr Geld im horizontalen Gewerbe auf. Allerdings gehört sie zur Billigfraktion der Latinas. Zulema hat einen Sohn in der Dominikanischen Republik zu versorgen. Zudem lebt sie in der direkten Nachbarschaft von Caye. Doch Zulema hat so ganz ohne Papiere ein Problem. Sie setzt auf die Hilfe eines hinterhältigen Beamten (Antonio Durán "Morris").
Eines Tages schnappt Zulema Caye den Freier, der Caye bestellt hatte, vor der Nase weg. Kann diese Konstellation zu einer Freundschaft führen? Die Antwortet lautet 'Ja'. Bald träumen beide Frauen gemeinsam von einer besseren Zukunft. Werden sie ihr persönliches Königreich erklimmen?
Ein emotionsgeladener Film. Der Schluss ist überraschend und doch konsequent. Wer Erotik erwartet wird enttäuscht werden. Ganz im Gegenteil, dieser Aspekt wird bewusst vom Regisseur Fernando León de Aranoa in den Hintergrund gedrängt.
Die Filmmusik kommt übrigens von Manu Chao und heißt 'Me llaman Calle'. Der Song passt wie angegossen zu diesem Film.
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5.0 von 5 Sternen Spanisch/deutsch-sprachiger Film, 22. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Das Ansehen des Filmes erfordert sehr gute und geübte spanische Sprachkenntnisse. Da man aber sich den Film auch in deutscher Sprache ansehen kann, ist es ein sehr gutes Lern-Medium. Hat man erst mal den Inhalt in deutscher Sprache verstanden, ist es leichter es in spanisch nach zu vollziehen. Nur durch die Übung wird man letztendlich sich perfektionieren können. Es wird eben immer ein Unterschied sein zwischen "schul-spanisch" und der Alltagssprache. Für meine Begriffe für gut fortgeschrittene Personen sehenswert.
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5.0 von 5 Sternen Princesas, 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Princesas (DVD)
Ist gut gespielt und eine bewegende Darstellung einer sich entwickelnden Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Frauen. Ihr Leben und ihr Leiden als Prostituierte wird eindrücklich dargestellt.
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Princesas
Princesas von Candela Peña (DVD - 2007)
EUR 8,99
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