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Kundenrezensionen

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am 18. Oktober 2012
Wunderbar schlank geführt und elastisch erklingt Magdalena Kozenas Mezzosopran in der titelgebenden Arie, ausdrucksvoll und gelegentlich mit einem schönen Vibrato betont. Sehr gut gesungen ist auch die sehr anspruchsvolle virtuose Arie „Dopo notte“, wobei die Stimme in der Tiefe etwas schwach bleibt und ihre Grenze erreicht, die Interpretation aber trotzdem auch verglichen mit anderen Mezzosopranistinnen sehr gut abschneidet. Hervorzuheben ist außerdem, dass Kozena im Da capo Händels Komposition mutig und stilsicher variiert und passende Kadenzen anfügt (hier einige Intonationsschwächen).
Durchgehend erfreulich zeigt sich vor allem Kozenas silbriges hohes Register - sogar mit den manchmal überraschend einsetzenden Spitzentönen, auch einmal zu Beginn einer Phrase, berückt Kozena und erschreckt nicht (im Gegensatz zu einer deutschen Sopranistin, bei der solche Höhenausrutscher oft sehr sinnwidrig eintreten).
Überwiegend bleibt Kozena mit eher zurückhaltendem Ausdruck innerhalb der Möglichkeiten ihrer Stimme - wie man in einige Stücken, vor allem „Ah! stigie larve!“ hört, kann sie allerdings auch anders und scheut nicht davor zurück, den Bereich des Schönen zugunsten eines intensiven Ausdrucks zu verlassen. Offensichtlich hat Frau Kozena sich mit dem Text intensiv befasst und ihn sich ganz zu eigen gemacht; ihre vokale und emotionale Umsetzung und Ausdeutung der Worte sind meisterhaft.
Schön, diszipliniert und einfühlsam musiziert das Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon insgesamt - man versteht sich offensichtlich und teilt den Ansatz, die Musik weniger äußerlich und oberflächlich glanzvoll, als durchfühlt und verinnerlicht zu musizieren (wobei es Glanz dennoch gibt). Bläser, vor allem Oboe sowie Fagott sowie klug eingesetzte Lauten und Solo-Cello bereichern das Klangbild. Eine wirklich erfreuliche Zusammenarbeit. In manchen Stücken hätte man sich allerdings vom Orchester ein etwas lebhafteres und schnelleres Musizieren gewünscht.
Zu kritisieren gibt es einige Intonationsschwächen sowohl bei der Sängerin als auch dem Ensemble einen vielleicht etwas zu großzügigen Einsatz von vibrato. Und irgendwie klingt alles ein wenig zu geruhsam; es mangelt etwas an durchlaufender innerer Spannung und innermusikalischer Dynamik, an Veränderungen - dies ist aber eher eine Frage von Stil und Geschmack - ebenso wie einige Ornamente, z.B. die Schlusskadenz von „Cara speme“, die mir persönlich nicht gefällt, aber sicherlich vielen Hörern schon.
Bezüglich der Arienauswahl gibt es kein großes „Aha!“, aber das kann bei Händel auch kaum erwartet werden. Die Klangqualität der CD ist sehr gut. Das Booklet ist auf Frau Kozena und ihre Interpretation dieser Musik abgestimmt und somit trotz der Kürze sehr gut.
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am 24. August 2007
Kenner der Szene wissen es längst. Magdalena Kozena verzaubert seit vielen Jahren mit aussergewöhnlich gelungenen CD's.

Nun hat Frau Kozena ihr lange erwartetes Album mit Arien von Georg Friedrich Händel vorgelegt, und das Ergebnis könnte beglückender nicht sein: Die Stimme hat nochmals an Farben, an Tiefe gewonnen, ohne an Virtuosität oder Flexibilität einzubüssen.

Und wie die Kozena diese Arien gestaltet, ist schlicht sensationell. Sie singt höchst expressiv, aber niemals maniriert, alle Verzierungen wirken spontan und überraschend. Die Sängerin versprüht - neben ihrem unglaublich intelligenten Singen - Emotionen pur: Trauer, Wut, Verzweiflung, aber auch überbordendes Temperament.

Für mich das beste Händel-Album, das ich kenne!

Magdalena Kozena ist zu wünschen, dass sie auch ohne den ganz grossen Medien-Hype noch viele grossartige Aufnahmen machen kann.

Ihr Händel-Album ist schlicht ein Ereignis!
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am 27. August 2007
Ja, Händel ist momentan echt "in": Nach Piau, Dessay, Bayo, Fleming, Kirchschlager, Genaux, Mijanovic und Kermes/Bonitatibus bzw. Ciofi/DiDonato gibt es ein weiteres Händel-Recital, diesmal vom Mezzo-Star Magdalena Kozena, welches mit viel Werbeaufwand an den Mann bzw. die Frau gebracht werden soll.
Und die meisten Käufer werden vermutlich recht begeistert sein - zumindest die, welche ihr "Lamento"-Album lieben. Kozenas berückend schöne Stimme wird mal wieder viele ins Schwärmen bringen. Auch das hervorragende Klangbild und die Transparenz der Aufnahme müssen gewürdigt werden. Was für ein Unterschied zu den Händel-Aufnahmen von Virgin!
Trotzdem war ich persönlich von dem Album insgesamt ziemlich enttäuscht, vor allem wegen der Auswahl des Repertoires. Ungefähr 45 Minuten der CD sind gefüllt mit langsamen Arien, die zwar allesamt schön gesungen werden, aber in der Fülle doch ziemlich schnarchig sind. Die einzige längere Bravourarie des Albums, "Doppo notte" aus Ariodante, wird von Kozena technisch so hervorragend dargeboten, dass man sich davon mehr gewünscht hätte - denn ärgerlicherweise liegt ausgerechnet diese Arie bereits in einer ebenso brillianten Interpretation von Anne Sophie von Otter vor. Es hätte wahrlich noch viele weitere Händel-Bravourarien gegeben, die einer exemplarische Einspielung harren!
Auch Kozenas Versuch, Dramatik dadurch zu erzeugen, "hässlich zu singen" (Zit.), wirkt zumindest in Bezug auf die Orlando-Wahnsinnsszene eher gewollt als gekonnt. Und bei aller Liebe: Männlich klingt Kozena wirklich nur, wenn sie massiv auf das Brustregister drückt!
Fazit: Ich würde Kirchschlagers Händel-Recital diesem vorziehen, weil die Arien-Auswahl einfach wesentlich abwechslungsreicher ausfällt, auch wenn Kirchschlager technisch nicht so brilliant singt wie Kozena.

Und wer wirklich mal eine Händel-Einspielung genießen will, die mit großer, androgyner Stimme gesungen wird, der sollte sich die Recitals von Ewa Podles oder Marilyn Horne zulegen, die m.E. immer noch die besten auf dem Markt sind. Sie singen den "Orlando" mit dem entsprechenden Timbre. Aber auch das ist sicherlich Geschmackssache...
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. September 2007
Händel ist 'in', keine Frage. Allein vier sehr bekannte Interpreten/innen haben in den letzten Wochen Händel-Alben mit Arien vorgelegt (Bostridge, Padmore, Röschmann, Kozena). Und alle sind absolut hörenswert. Es macht Spaß, vergleichend zu hören.
Kozena gehört in unserer Zeit, in der Sängerinnen ins Korsett von massentauglichen Assoziationen gesteckt werden, zu den angenehm unaufgeregten Künstlerinnen, die sich davon nicht anstecken läßt, sondern einfach ihr Ding macht. Und das macht sie so überzeugend, so überwältigend, daß man ihr einfach nur noch dankbar sein kann. Auch hier hat sie wieder eine einfühlsame Begleitung, hervorragend ausgesteuert - das Album ist schon ein Genuß.
Meine persönlichen Highlights auf dieser CD: Das SCHERZA INFIDA und das LASCIA CH'IO PIANGA (zum Weinen schön). Beide Arien kann ich problemlos mehrfach hintereinander hören. Ansonsten hätte ich mir auf dieser CD ein bißchen mehr Mut zu einer unkonventionelleren Auswahl gewünscht. Und sicher hätte es der Zusammenstellung auch gut getan, wenn zwischen all den getragenen Arien auch mal eine mit mehr Pep und Feuer gewesen wäre - so fehlt etwas die Abwechslung. Und dabei hat Händel so tolle Bravourarien geschrieben!! Dafür gibt's dann gesamt eben nur 4 Sterne...
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am 29. September 2008
Kann mich den meisten meiner (Vor-)Rezensenten/innen nur anschließen: Ein ganz wunderbares, außergewöhnliches Album, das man der ansonsten doch eher etwas spröden Magdalena Kozena gar nicht zugetraut hätte. Der hohe Grad der kompromisslosen Identifikation der Künstlerin mit den dargestellten Rollen und den in der Musik ausgedrückten Affekten lässt einen staunen und zeitweise den Atem anhalten. So wird diese - zurzeit etwas überstrapazierte Musik - auf eine ganz neue Bedeutungsebene gehoben.
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am 26. Oktober 2007
ich habe dieses Album bereits mehrmals gehört, aber eine wahre Begeisterung will sich nicht einstellen. Einmal abgesehen davon, dass zum wiederholten Male dieselben Arien eingespielt worden sind, es gibt ja weiss Gott noch dutzende Händel-Arien die einer Einspielung "harren", entsteht bei mir nach kurzer Zeit der Eindruck von Gleichförmigkeit. Frau Kozena besitzt eine sehr schöne Klangfarbe, die aber auf Dauer interessante Farben vermissen lässt. Für einen Mezzo besitzt sie erstaunlich wenig Tiefe und wenn, wird sie oft unter starkem Druck erzeugt und nur unter zu Hilfenahme einer deutlich künstlichen Eindunklung. Renee Fleming klingt in ihrer "Alcina"-Arie im unteren Register deutlich komfortabler, und das als Sopran. Frau Kozenas Stimme wirkt relativ "kurz".Wirkliche Höhe git es nicht und wenn die Stimme aufgezogen werden soll, stellt sich ein sehr schnelles Tremolo ein.Zeichen, dass die Stimme nicht genügend auf dem Körper sitzt.
Gerade bei "Ah mio cor" stört mich das Prinzip bei den Kadenzen stets nach dem Orchester einzusetzen und synkopisch zu singen. Der Fluss wird unterbrochen. Das klingt nicht nach Händel und war zu der Zeit ein untersagtes Stilmittel. Oder ist es keines ? Täuscht das Gefühl, Solistin und Orchester haben andere Tempovorstellungen und kommen einfach nicht zusammen? Bei einer Live-Aufnahme vielleicht akzeptabel, aber im Studio ?
Die Verzierungen wirken auf mich eher gewollt ,denn spontan und natürlich und nicht wirklich dem Gestus entsprechend, oder auch dem Frau Kozenas.
Für mich ärgerlich ist der "Orlando"-Ausschnitt, weil hier die Grenzen des guten Geschmacks doch deutlich überschritten werden. Was hier als Ausdruck verkauft werden soll, klingt für meine Ohren einfach nur furchtbar aufgesetzt und technisch schlecht ausgeführt. Der Rest ist zwar schön gesungen, aber Bühnenatmosphäre suche ich vergeblich. Da wird Frau Kozena von Kolleginnen deutlich deklassiert, wie z.B. Anne Sophie von Otter.
Das Orchester spielt gut, unterstützt aber oft zu wenig und spielt nebenher.
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am 2. September 2007
Nun wirft sich auch Frau Kozena auf den Händelzug, oder sollte man eher sagen die Deutsche Grammophon tut es.
Frau Kozena vermag zu singen, ist technisch versiert und hat auch schöne Momente, doch jault" sie sich auch schon mal durchs Programm und was andere vielleicht als expressiv empfinden mögen, empfinde ich als spekulativ manieriert und nimmt zuweilen hässliche Züge an. Sicher die Sängerin interpretiert intelligent, und so liegt es nicht an den auch ruhige Stücken, dass sie nicht zu fesseln weiß, sondern dieser Sängerin fehlt das "Feuer der Seele". Wenn ich richtig informiert bin, bekundete Frau Kozena einmal sie glaube an nichts, und so singt sie auch Ihre Programme trotz aller Finesse erschreckend "gleichgültig", ja fast schon emotional eingenebelt dumpf, und dies ist es was bei mir hängen bleibt.
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