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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Kapitulation in höchsten Höhen - die Hamburger sorgen weiter für Kontroversen, 11. Juli 2007
Da sind sie wieder - die Band, deren Titel die Klowände diese Republik zieren, die von Vielen abgöttisch geliebt werden und von anderen in die Hölle verwunschen werden. Erwartungen haben sie diesmal auch bei Letzteren erweckt: für Tocotronic ungewöhnlich krachig lässig kam ihre vorab erschienene Single sag alles ab daher, und mit einem eigens zu dieser CD verfassten Manifest wurde das Interesse vor der Veröffentlichung von Kapitulation weiter geschürt - wenn auch mit einem Augenzwinkern verbunden.
Schade fast, obwohl das Album als rundweg gelungen betrachtet werden kann, ist es dann doch nicht die Überraschung, die ich mir gewünscht hätte. Dabei geht es so herrlich los Mein Ruin und die fies melodische 2. Single mit dem namensgebenden Titeltrack versprechen eine Serie von Höhepunkten, die für mein Empfinden aber schon mit dem dritten Track Aus meiner Festung unterbrochen wird. Nach den im besten Sinne freunlichen Verschwör dich gegen dich beginnen dann wieder diese schwer zu begreifenden, mitunter für viele als peinlich empfundenen Texte mit ihren schwülstig schwubbeligen Bildern, für deren Verständnis mir die Kenntnis im Sinne der romantisch morbiden Bildern von H.P. Lovecraft fehlen oder aber ein grundlegendes poetisches Verständnis nicht in ausreichendem Masse vorhanden ist.
Nein, zur Mitte hin vergeht mir das Vergnügen etwas, das die ersten Minuten begleitete und erst als an zehnter Stelle besagter Gassenhauer das gelungene Songtrio am Ende einläutet, macht mir die CD wieder richtig Spaß. Ich weiß viele werden dem Widersprechen und es sei ihnen gegönnt, über die ganze Strecke ihre Freude an der Kapitulation zu haben. Für mich bleibt ihr Erstlingswerk Digital ist besser noch immer das Maß mit dem ich Tocotronic messen will, und von dessen Leichtigkeit und Raffinesse sind sie leider noch einige Schritte entfernt. Trotzdem bleibt unterm Stich ein gutes Album, das es eben nicht jedem recht machen kann, aber sicher auch nicht will.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ein Statement!, 23. August 2007
Tocotronic haben sich bei diesem Album wie immer wirklich was gedacht. Flüchteten sie auf der Platte zuvor in eine Art aufgeklärte, hedonistische Romantik, heißt ihre neue Strategie nun: Aufgabe. Das subversivste, was man in einer Welt machen kann, in der Ellenbogen und Leistung zählen. Aufgabe, Kapitulation. Umgesetzt im schönsten Schrammelrock seit den goldenen Tagen von Dinosaur Jr. Toll.
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