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519 von 570 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ästhetik der Gewalt
Der Film "300" ist die Verfilmung eines Frank Miller Comics. "300" ist KEINE historische 1:1-Abhandlung auf dem neuesten Stand der Geschichtsforschung. Viele Rezensoren scheinen diesen Sachverhalt mit maximaler Hartnäckigkeit zu ignorieren. Infolgedessen wird "300" kaputt interpretiert. Der Film sei angeblich historisch fehlerhaft, rassistisch, faschistisch,...
Veröffentlicht am 16. September 2007 von Zetti

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Arg zusammenschusterte
300 der Comic ist genial. Die Filmumsetzung kann als gelungen und "würdig" bezeichnet werden.

Nachdem sich herausgestellt hat, dass die Limitierte Collector's Box mit Helm wirklich limitiert war und dies auch nicht auf einige Millionen Exemplare wie leider bei manch anderern Filmen... scheint das Filmstudio nun das nicht abebbende Interesse an der Helmbox...
Veröffentlicht am 1. November 2007 von critics not welcome ...?


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519 von 570 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ästhetik der Gewalt, 16. September 2007
Von 
Zetti "der Tester" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Film "300" ist die Verfilmung eines Frank Miller Comics. "300" ist KEINE historische 1:1-Abhandlung auf dem neuesten Stand der Geschichtsforschung. Viele Rezensoren scheinen diesen Sachverhalt mit maximaler Hartnäckigkeit zu ignorieren. Infolgedessen wird "300" kaputt interpretiert. Der Film sei angeblich historisch fehlerhaft, rassistisch, faschistisch, behindertenfeindlich, antiiranisch und so weiter. Wer von euch findet weitere Schlagworte? ;-) Hallo? Ist oder war da jemand im "falschen Film"? Leute, nochmal, das ist eine COMIC-VERFILMUNG, die zudem noch sehr gut gelungen ist. Die Autoren sind weder das amerikanische Verteidigungsministerium, noch irgendwelche Extremisten.

Wer "Sin City" gelesen oder gesehen hat, der weiß, dass Frank Miller für seine heroischen Gewaltexzesse bekannt ist. Wer Filme bevorzugt, wo der inhaltliche Schwerpunkt auf Nächstenliebe und Völkerverständigung liegt, der hätte wohl besser auf den Besuch von "300" verzichten sollen. "300" basiert in freier Interpretation auf den Erzählungen des Griechen Herodot von der Schlacht bei den Thermopylen im Jahre 480 vor Christus. Hier verteidigte eine zahlenmäßig weit unterlegene, griechische Streitmacht unter König Leonidas I. (etwa 4.200 Mann, darunter etwa 300 Spartiaten) den Thermopylenpass in Böotien gegen eine Übermacht von 50.000 Persern unter Xerxes I. Obwohl die Perser nach aktueller Geschichtsschreiung mit einer zehnfachen Übermacht antraten, konnte der Pass mehrere Tage gehalten werden, bevor die Griechen schließlich umzingelt und vernichtet wurden. So ist der Heldenmut von König Leonidas und seinen Soldaten in die Geschichte eingegangen, wobei der Sinn dieser letztendlich verlorenen Schlacht historisch in Frage gestellt wird.

Mit den siegreichen Kämpfen bei Salamis und Plataiai (am Ende von "300" zu sehen) konnten die Griechen ihre Unabhängigkeit gegen das mächtige Perserreich jedoch schließlich erfolgreich verteidigen. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund. Dennoch ist "300" kein Geschichtsfilm. Frank Millers übertrieben muskulöse Helden verteidigen Recht und Freiheit mit brutalen Gewaltexzessen. Sein düsterer Schwarzweiß-Zeichenstil und sein Sinn für ungewöhnliche Perspektiven wird auch in der Verfilmung von "300" erfolgreich umgesetzt. Selten zuvor wurden historische Nahkampfszenen so hautnah, detailliert und entsprechend blutig dargestellt. Über den Sinn dieser Details mag man streiten, in "300" wird der Überlebenskampf zum filmerischen Kunstwerk stilisiert. Aber nicht jeder Zuschauer wird diese Art von "Kunstwerk" mit seiner "Ästhetik der Gewalt" mögen. "300" versteht sich nicht als geschichtliches Werk. Vielmehr wurde hier der historische Sachverhalt missbraucht, um eine stark vereinfachte Momentaufnahme des menschlichen Überlebenskampfes in all seinen Fazetten zu zeigen.

Dieser Film will nicht aufklären oder gar komplexe Sachverhalte darstellen oder vermitteln, sondern allein durch seine düsteren, übersättigten Bilder und der dazu passenden Musik auf den Zuschauer WIRKEN. Wer hier analysiert und interpretiert, der hat den Film nicht verstanden. Das Werk und seine Machart sind das Kunstwerk, die Handlung ist beliebig austauschbar. Der Iran hat sich übrigens als rechtlicher Nachfolger des persischen Reiches bei den Vereinten Nationen mit der Begründung über den Film beklagt, es handle sich um einen Propagandafilm. Meine Meinung: Ich vergebe 5 Sterne, weil die filmerische Umsetzung des Kunsterwerkes "300" aus meiner Sicht gelungen ist und einen Meilenstein in einem neuen Genre darstellt.

"300" ist jedoch kein Film, wie jeder andere. Wer Gewaltszenen verabscheut oder Inhalte von Filmen gerne analysiert, der möge auf diesen Film besser verzichten.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spartanischer Film? Verschafft euch einen Eindruck..., 5. September 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 300 [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe für Filme ein Bewertungssystem, bei dem es maximal 50 Punkte zu erreichen gibt. Dabei unterscheide ich zwischen „Inhalt“ und „Technik“ und gehe jeweils auf verschiedene Punkte ein. Zuerst noch allgemeine Infos bzw. ein Vorwort, was keine Auswirkungen auf die Bewertung hat. Filme zu sehen und zu bewerten ist lediglich ein Hobby von mir und ich bin kein Profi. Für Lesefaule reicht es übrigens, nur die Gesamtbewertung zu lesen.;)

Allgemeine Infos:
Bei „300“ handelt es sich um eine Comicverfilmung vom Regisseur Zack Snyder. Er war unter anderem für die Filme „Sucker Punch“, „Watchmen“ oder „Dawn of the Dead“ verantwortlich. Die ursprüngliche Comicversion wurde von Frank Miller verfasst. Zack Snyder war neben seiner Rolle als Regisseur noch am Drehbuch beteiligt. Der Film bekam eine FSK 16 Wertung und musste nicht gekürzt werden. Interessant ist vielleicht noch, dass der „Kinderleonidas“ von Zacks Sohn gespielt wurde und dass sich Gerald Butler (Leonidas) innerhalb von vier Monaten diesen spartanischen Körper antrainieren musste. 2008 erschien eine Parodie des Films namens „Meine Frau, die Spartaner und ich“ (engl.: Meet the Spartans), die meiner Meinung nach grauenvoll war. Der Humor ist so flach, dass ich mich regelrecht durch den Film quälte. Nicht dass ich keinen Spaß verstehe, aber so ein Meisterwerk hätte eine niveauvollere Parodie verdient.
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Filminhalt:

Handlung (OHNE Spoiler):
Der im Film machthaberisch dargestellte Großkönig von Persien Xerxes schickte einen Boten zum König von Sparta Leonidas I. Er solle sich friedlich um kampflos dem Großkönig beugen und ihm sein Land überlassen. Dieses Angebot widerspricht mehreren Grundregeln der Spartaner und wird dementsprechend als Beleidigung aufgenommen. Leonidas wusste, er muss in den Krieg ziehen, aber so einfach ist das nicht…

Charaktere:
Der bereits etwa zehn Mal erwähnte Leonidas ist mit Abstand der männlichste Charakter, der mir über den Fernseher flimmerte. Ein mit Testosteron vollgepumpter Spartaner mit kräftiger Stimme und tödlichem Kampfgeist. Einfach geil.

Genre:
Laut Wikipedia handelt es sich ja nur um eine Comicverfilmung, aber ist das eigentlich ein richtiges Genre? Mit dem kann ich zumindest kaum was anfangen. Das passendste Wort für diesen Film wäre „Awesomeness“. Dieses Wort gibt’s zwar eigentlich nicht, aber ich finde, es passt trotzdem.^^ Und zwar nicht weil ich ein euphorischer Fanboy bin, sondern weil ich mehrmals Gänsehaut hatte und mir bis heute Zitate im Kopf blieben, die mir beim Sport die letzte Energie geben. Ich kann den Film nicht mit „Actionfilm“ abstempeln. Action ist zwar genug vorhanden, aber anders umgesetzt, als in einem Terminator.^^

Action:
Zack Snyder ist bekannt für seine Zeitlupen. Die kamen auch in 300 nicht zu kurz. Bei einigen Schlachten steht die Zeit plötzlich wieder fast still und Leonidas schlägt sich heroisch durch die Menge, während ich vor Staunen keine Luft mehr bekomme. Ich will jetzt nicht übertreiben. Man muss sich die Atmosphäre schon ein Bisschen selber schaffen: Vorhänge zu, Surroundsystem mit Kinopegel, HD-Fernseher, etc.

Spannung:
300 weiß durchaus mit einer gewissen Spannung zu überzeugen. Vor allem zum Ende hin, wird der Film immer besser und unvorhersehbar. Ich zumindest konnte nicht erahnen, wie Leonidas in dieser Situation am Ende handelt.

Fazit:
Der Plot ist nicht wirklich tief oder kreativen Köpfen entsprungen. Die Geschichte basiert schließlich auf wahrer Geschichte und wurde eben für den Westen „aufpoliert“. Wer eine anspruchsvolle Story sucht, dem kann ich von dem Film nur abraten. Dafür ist die Aufmachung voll und ganz gelungen. Well done, Snyder! Das ist ein Film, bei dem ich ins Schwitzen gerate. Nicht weil er so spannend ist, sondern weil er mir den Atem raubt.
21/25 Punkte
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Technik:

Bild:
Der Film besteht zu etwa 90 % aus Greenscreen im Studio und zu etwa 10 % aus Bluescreen im Studio. Aus Punkt und Komma ergibt sich irgendwo ein halber Prozent, der wirklich im Freien gedreht wurde, aber auch da war ein Greenscreen im Hintergrund. Das soll uns aber nicht stören, denn die digitalen Nachbearbeiter zaubern uns eine enorme Bildgewalt auf den Fernseher. Diese Bildgewalt wird jedoch durch ein ständiges Bildrauschen begleitet, das Mal mehr Mal weniger stark ist, aber sich wirklich durch den ganzen Film zieht. Die Pixel, die rauschen, sind natürlich nicht sehr groß, aber ich konnte sie trotzdem oft von weitem erkennen. Ansonsten ist noch der gewollte Verblassungseffekt zu erwähnen, der dem Film einen eigenen Stil verleiht und mir gut gefallen hat.

Sound:
Auch vom Sound bin ich selten enttäuscht bei einer Produktion by Snyder. DTS-HD Formate waren damals leider nicht so üblich wie heute. In dieser normalen BD-Version befindet sich eine Disk mit deutscher Dolby Digital 5.1 und englischer Dolby True HD 5.1 sowie PCM 5.1 Tonspur. Die anderen Sprachen seien mal dahingestellt. Jedenfalls krieg ich Krampfadern, wenn die englische Tonspur in PCM und Dolby True HD geliefert wird. Warum der Originalsprache nicht PCM gönnen und die deutsche Version in Dolby True HD? Naja, trotz nur Dolby Digital donnert’s ordentlich aus den Boxen. Eine Szene werde ich wohl nie vergessen. Die Spartaner warten in einer Schlucht auf einen Angriff der Perser und gehen in Position. Plötzlich stürmt der erste Perser los und die Masse hinterher. Aus der Kameraperspektive der Spartaner spüren wir schon, welche Massen sich gleich auf unsere Schilder stürzen und dann macht’s auch schon BUMM und alle Membranen an der Front schlagen mir erst Mal so auf die Brust, dass ich den Aufprall förmlich spüren konnte.^^

Umfang:
Glücklicherweise gibt es ja keinen Extended Cut. Von daher erwartet jeden Käufer hauptsächlich der 116-minütige Film. Daneben fanden noch diverse Extras ihren Platz auf der Disk. Unter anderem der Audiokommentar von Zack Snyder persönlich und die üblichen Specials wie „nicht verwendete Szenen“ usw. Für etwa 10 € ein mehr als angemessener Umfang.

Fazit:
Wer seine neue Anlage oder neuen Fernseher austesten will, ist mit diesem Streifen nicht schlecht beraten. Leider ist während des ganzen Films ein Bildrauschen zu vernehmen, dass man nachbearbeiten oder vermeiden hätte können. Mein einziger Kritikpunkt in Sachen Technik.
20/25
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Gesamtbewertung:

300 strahlt inhaltlich nicht mit einem deepen Plot, sondern mit atemberaubender Actionumsetzung, die bei mir zu überzeugen wusste. Akustisch werden kaum Fehler gemacht und wer neue Hardware auf die Probe stellen möchte, ist mit 300 gut bedient. Das ständige Bildrauschen kommt nicht von eurem Fernseher, sondern ist tatsächlich den digitalen Nachbearbeitern zu verdanken. Snyders Meisterwerk hat sich in meiner imaginären Top-Liste auf den zweiten Platz katapultiert. Abschließend bleibt dann noch zu sagen: Lehnt euch zurück, dreht die Anlage auf and „Prepare for Glory!“

Filminhalt: 21/45 Punkte
Technik: 20/25 Punkte

Für 300 gibt’s von mir 41/50 Punkte.

Das Produkt bekommt somit eine 5-Sterne-Wertung und ist eine klare Kaufempfehlung meinerseits. Ich hoffe, ich konnte mit meiner Rezension helfen und würde mich noch über eine positive Bewertung freuen.;)

Mit freundlichen Grüßen

Daniel :DD
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290 von 335 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein visuelles Erlebnis!, 17. Juni 2007
Von 
C.H. - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: 300 (Einzel-DVD) (DVD)
Eigentlich sollte sich eine Filmkritik in Erster Linie mit dem Film an sich beschäftigen. In Anbetracht der aufgeheizten Diskussion über den Film scheint ein kleiner Exkurs, welcher über den Inhalt des Films hinaus geht, nicht verkehrt.

Ich kann mich an kaum einen Film der letzten Jahre erinnern, zu dem es so viele verschiedene Meinungen gab, der so kontrovers rezensiert wurde. In der Weltpremiere auf der Berlinale von der Presse zerrissen, an den Kassen dennoch (oder gerade deswegen?) ein Publikumsrenner.

Was wurde "300" in den Feuilletons der Welt nicht alles vorgeworfen? Der Ausdruck "Politisch unkorrekt" reicht hier schon nicht mehr aus.

Insbesondere in Deutschland meint man faschistoide Tendenzen zu finden, sogar von einer "Leni-Riefenstahl-Optik" war die Rede. Direkt dazu: Es ist noch nicht mal zu bestreiten, dass einzelne Szenen faschistoid wirken. Leider wird oftmals vergessen, dass Vieles von den Nazis missbraucht wurde, und somit in der heutigen Zeit diskreditiert ist. Man ist halt immer Kind seiner Zeit….

In konservativen Kreisen Amerikas verurteilte man den Film, auf Grund eventueller Parallelen zwischen der amerikanischen Armee im Irak und dem gewaltigem Heer der Perser. Liberale hingegen meinten in den "300" Spartiaten den irakischen Widerstand wieder zu finden. Oder auch gerne genommen: König Leonidas als G.W. Bush im gerechten Kampf gegen eine islamische Übermacht. Des Weiteren beleidige der Film Homosexuelle, Farbige, und körperlich Behinderte (Xerxes, Ephialtes). Der Iran sah sich praktischerweise in Gänze beleidigt und protestierte bei der UNESCO gegen den Film.

Zyniker könnten behaupten, der Film sei somit schon wieder politisch korrekt: Es darf sich gerne jeder beleidigt fühlen… Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt: Ist die ganze Aufregung überhaupt gerechtfertigt?

Und damit kommen wir zum Film an sich: "300" ist nach "SinCity" die zweite Verfilmung eines Frank Miller Comics. Optisch ist dieser Film zweifellos herausragend. Wie schon bei "SinCity" wurde der gesamte Film vor einer Green-Screen gedreht, die Hintergründe nachträglich digital eingefügt. Das bedeutet, dass praktisch nichts außer den Schauspielern real ist. Die Schlachtszenen sind bis in Detail "durchgestylt", fliegende Wechsel zwischen Slow-Motion und Zeitraffer sind an der Tagesordnung. Jede Szene des Films wirkt wie ein einzelnes Gemälde, so überzeichnet ist die Landschaft im Film.

So beeindruckend der Film visuell und akustisch ist, so einfach gestrickt ist der Plot ("SinCity" war in diesem Punkt um Längen besser):

Die Story ist von daher schnell erzählt: Der Comic (Film) basiert auf der antiken Schlacht bei den Thermophylen, in der, nach Herodot, eine kleine Schar Spartaner einer persischen Übermacht trotzte, und dies auch überaus erfolgreich, bis sie Opfer eines Verrats wurden.

Widmen wir uns nun wieder den oben genannten Vorwürfen. Sicher erscheinen einzelne Dialoge oder Bilder bedenklich. In diesem Zusammenhang wird "300" vorgeworfen, er besitze keine tiefere Ebene, in der das Gezeigte hinterfragt und demontiert wird. Das ist durchaus richtig, das Handeln der Protagonisten wird zu keinem Zeitpunkt reflektiert. Dieser Sachverhalt stellt jedoch meiner Meinung nach kein Problem da: Der Film versucht einer Tiefergehende Deutung vorzubeugen. Einfach alles ist überzeichnet und übertrieben, wirkt einfach absurd: Wenn Leonidas sich fröhlich, einen Apfel essend, über gute Manieren unterhält, während seine Leute verwundete Perser abschlachten, dann kann und sollte dies keiner Ernst nehmen! Was passiert wenn man sich doch entschließt das Gesehene ernst zu nehmen, kann man an den Reaktionen des Feuilletons ablesen.

Wenn man etwas aus diesem Film mitnehmen will, dann vielleicht Folgendes: Es wird einem klar vor Augen geführt, wie manipulierend Bilder sind: Das Kämpfen und Sterben der Spartiaten wirkt elegant und leicht. Und nun denkt doch mal bitte jeder an die Schlachtszenen aus "Saving Private Ryan" oder "Flags of our Fathers"!

Nebenbei, was die Dialoge im Film angeht: Es empfiehlt sich ein Blick in die antike Überlieferung des Herodot zu werfen: Vieles lässt sich dort wieder finden ("Unsere Pfeile werden die Sonne verdunkeln"….u.s.w.).

Wie ist nun der Film letztendlich zu bewerten? Es wird niemals so heiß gegessen wie gekocht wird…. Die im oberen Teil genannte Empörung ist völlig unnötig, in gewisser Weise sogar das Aufregendste in Bezug auf diesen Film. Die Vorwürfe greifen ins Leere, da dieser Film ja überhaupt nicht die Intention hat eine Botschaft zu verbreiten.

Natürlich ist "300" nicht jedermanns Geschmack, in seiner Darstellung ist er kompromisslos: Extremitäten fliegen durchs Bild, das Blut fließt in Strömen, die Spartiaten sehen aus wie Bodybuilder auf Anabolika, dazu kommt die mittlerweile obligatorische Dosis Sex. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die zwischenzeitlichen Szenen in Sparta nicht dazu dienen den Plot voranzubringen, sondern ausschließlich um dem Zuschauer eine Pause vom Getümmel der Schlacht zu bieten…

Meiner Meinung nach sollte der Film als das gesehen werden, was er ist: Eine Comic-Verfilmung ohne tiefergehende Botschaft, einfach ein großartiges visuelles Erlebnis, bei dem man sich zwei Stunden Bestens unterhalten lassen kann. Das setzt allerdings voraus, dass man dazu in der Lage ist seinen Kopf abzuschalten, und sich nicht schon während des Films Gedanken über die "political correctness" des Films zu machen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sagenhaft, 10. Oktober 2012
Von 
Rezi-Tante "Bettina Buske" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 300 (Einzel-DVD) (DVD)
An diesen Film darf man nicht mit einem Anspruch auf vollständige Wahrhaftigkeit der Ereignisse herangehen, man muss ihn betrachten, wie an sich zum Beispiel die Verfilmung der Nibelungensage oder des Hildebrandtslied ansehen würde, oder, bleibe ich in der Region, Herakles, oder Jason mit seinen Argronauten, oder ...

Sagen nutzen geschichtliche Ereignisse, verfremden sie aber, um ihren Protagonisten den Charakter zu geben, den der Erzähler anstrebt.
Diese (sagenhafte)Verfremdung der Wirklichkeit findet der Zuschauer auch in den Bildern, lebende Schauspieler gefilmt und zeichnerisch bearbeitet, alles mehr Fiktion als Realität.
Die Spartiaten sind als krieg- und kampferfahrendes Volk dargestellt,die Athener als die für ihre Freiheit einstehenden Bürger.
Bei König Xerxes und seinen Truppen wurde die kulturelle Andersartigkeit optisch auffällig betont, aber ebenso fällt auch schon die kulturelle Verschiedenheit der Spartiaten und der Athener optisch auf.
Der Schwerpunkt auf Kampfszenen, die als "wirklicher" Film kaum zu ertragen gewesen wären, waren von dieser gewissen Schönheit der Bewegung und Körperbeherrschung, die man auch auf antiken Tonvasen findet - und in asiatischen Kung-Fu-Filmen.
Mich hat der Film in seiner Ausdrucksstärke beeindruckt wie einen eine gut erzählte Sage über ein Ereignis vor zweieinhalbtausend Jahren eben beeindrucken kann.
Einen Bezug zu heutigen Zeiten kann ich nur insofern herstellen, dass Krieg schrecklich ist und keinem Volk widerfahren sollte und so erfolgreich ein Angreifer auch ist, irgendwann wendet sich sein Schicksal - alle anderen moralisierenden Interpretationen kann ich nicht folgen, denn die (überzeichnete) Schönheit der männlichen Körper der Spartiaten und ihre Erziehung zur steten Körperertüchtigung machen ihr Sterben für den Zuschauer nicht besser - und somit auch nicht erstrebenswert.
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einige haben wohl nen Stock im A*sch., 15. Juni 2007
So, jetzt mal ehrlich Leute. Wer redet hier von pädagogik ?!

Der Film will unterhalten. Er will euch nicht in eine virtuelle Geschichtestunde zurückversetzen. Er will keine Kinder Unterhaltung sein. Er will auch nichts mit "Pädagogik" am Hut haben !

NEIN ! Er will einfach NUR unterhalten. Aber einige erwarten hier von diesem Film bzw. Comic genau die o.g Sachen. Setzt euch hin und nehmt euch nen Keks, aber bitte versucht in diesem Film einfach nur einen Film zu sehen.
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97 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein visuelles Erlebnis!, 17. Juni 2007
Von 
C.H. - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Eigentlich sollte sich eine Filmkritik in Erster Linie mit dem Film an sich beschäftigen. In Anbetracht der aufgeheizten Diskussion über den Film scheint ein kleiner Exkurs, welcher über den Inhalt des Films hinaus geht, nicht verkehrt.

Ich kann mich an kaum einen Film der letzten Jahre erinnern, zu dem es so viele verschiedene Meinungen gab, der so kontrovers rezensiert wurde. In der Weltpremiere auf der Berlinale von der Presse zerrissen, an den Kassen dennoch (oder gerade deswegen?) ein Publikumsrenner.

Was wurde "300" in den Feuilletons der Welt nicht alles vorgeworfen? Der Ausdruck "Politisch unkorrekt" reicht hier schon nicht mehr aus.

Insbesondere in Deutschland meint man faschistoide Tendenzen zu finden, sogar von einer "Leni-Riefenstahl-Optik" war die Rede. Direkt dazu: Es ist noch nicht mal zu bestreiten, dass einzelne Szenen faschistoid wirken. Leider wird oftmals vergessen, dass Vieles von den Nazis missbraucht wurde, und somit in der heutigen Zeit diskreditiert ist. Man ist halt immer Kind seiner Zeit'.

In konservativen Kreisen Amerikas verurteilte man den Film, auf Grund eventueller Parallelen zwischen der amerikanischen Armee im Irak und dem gewaltigem Heer der Perser. Liberale hingegen meinten in den "300" Spartiaten den irakischen Widerstand wieder zu finden. Oder auch gerne genommen: König Leonidas als G.W. Bush im gerechten Kampf gegen eine islamische Übermacht. Des Weiteren beleidige der Film Homosexuelle, Farbige, und körperlich Behinderte (Xerxes, Ephialtes). Der Iran sah sich praktischerweise in Gänze beleidigt und protestierte bei der UNESCO gegen den Film.

Zyniker könnten behaupten, der Film sei somit schon wieder politisch korrekt: Es darf sich gerne jeder beleidigt fühlen' Die Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt: Ist die ganze Aufregung überhaupt gerechtfertigt?

Und damit kommen wir zum Film an sich: "300" ist nach "SinCity" die zweite Verfilmung eines Frank Miller Comics. Optisch ist dieser Film zweifellos herausragend. Wie schon bei "SinCity" wurde der gesamte Film vor einer Green-Screen gedreht, die Hintergründe nachträglich digital eingefügt. Das bedeutet, dass praktisch nichts außer den Schauspielern real ist. Die Schlachtszenen sind bis in Detail "durchgestylt", fliegende Wechsel zwischen Slow-Motion und Zeitraffer sind an der Tagesordnung. Jede Szene des Films wirkt wie ein einzelnes Gemälde, so überzeichnet ist die Landschaft im Film.

So beeindruckend der Film visuell und akustisch ist, so einfach gestrickt ist der Plot ("SinCity" war in diesem Punkt um Längen besser):

Die Story ist von daher schnell erzählt: Der Comic (Film) basiert auf der antiken Schlacht bei den Thermophylen, in der, nach Herodot, eine kleine Schar Spartaner einer persischen Übermacht trotzte, und dies auch überaus erfolgreich, bis sie Opfer eines Verrats wurden.

Widmen wir uns nun wieder den oben genannten Vorwürfen. Sicher erscheinen einzelne Dialoge oder Bilder bedenklich. In diesem Zusammenhang wird "300" vorgeworfen, er besitze keine tiefere Ebene, in der das Gezeigte hinterfragt und demontiert wird. Das ist durchaus richtig, das Handeln der Protagonisten wird zu keinem Zeitpunkt reflektiert. Dieser Sachverhalt stellt jedoch meiner Meinung nach kein Problem da: Der Film versucht einer Tiefergehende Deutung vorzubeugen. Einfach alles ist überzeichnet und übertrieben, wirkt einfach absurd: Wenn Leonidas sich fröhlich, einen Apfel essend, über gute Manieren unterhält, während seine Leute verwundete Perser abschlachten, dann kann und sollte dies keiner Ernst nehmen! Was passiert wenn man sich doch entschließt das Gesehene ernst zu nehmen, kann man an den Reaktionen des Feuilletons ablesen.

Wenn man etwas aus diesem Film mitnehmen will, dann vielleicht Folgendes: Es wird einem klar vor Augen geführt, wie manipulierend Bilder sind: Das Kämpfen und Sterben der Spartiaten wirkt elegant und leicht. Und nun denkt doch mal bitte jeder an die Schlachtszenen aus "Saving Private Ryan" oder "Flags of our Fathers"!

Nebenbei, was die Dialoge im Film angeht: Es empfiehlt sich ein Blick in die antike Überlieferung des Herodot zu werfen: Vieles lässt sich dort wieder finden ("Unsere Pfeile werden die Sonne verdunkeln"'.u.s.w.).

Wie ist nun der Film letztendlich zu bewerten? Es wird niemals so heiß gegessen wie gekocht wird'. Die im oberen Teil genannte Empörung ist völlig unnötig, in gewisser Weise sogar das Aufregendste in Bezug auf diesen Film. Die Vorwürfe greifen ins Leere, da dieser Film ja überhaupt nicht die Intention hat eine Botschaft zu verbreiten.

Natürlich ist "300" nicht jedermanns Geschmack, in seiner Darstellung ist er kompromisslos: Extremitäten fliegen durchs Bild, das Blut fließt in Strömen, die Spartiaten sehen aus wie Bodybuilder auf Anabolika, dazu kommt die mittlerweile obligatorische Dosis Sex. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die zwischenzeitlichen Szenen in Sparta nicht dazu dienen den Plot voranzubringen, sondern ausschließlich um dem Zuschauer eine Pause vom Getümmel der Schlacht zu bieten'

Meiner Meinung nach sollte der Film als das gesehen werden, was er ist: Eine Comic-Verfilmung ohne tiefergehende Botschaft, einfach ein großartiges visuelles Erlebnis, bei dem man sich zwei Stunden Bestens unterhalten lassen kann. Das setzt allerdings voraus, dass man dazu in der Lage ist seinen Kopf abzuschalten, und sich nicht schon während des Films Gedanken über die "political correctness" des Films zu machen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film wie ein Schlag in die Magengrube!!, 28. August 2009
Von 
Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 300 (Einzel-DVD) (DVD)
In den letzten Jahren gab es zwei Filme, die die Massen aufgrund ihrer speziellen Art gespalten und mich auf der Seite der Begeisterten zurückgelassen haben. "Cloverfield" und "300". Filme, die ihre gesamte Kraft aus der einzigartigen, imposanten Optik ziehen. Kein anspruchsvolle Story, hauptsächlich deftige Action mit Bildern, die einen von Anfang bis Ende staunen lassen. Und im Fall von diesem Film sind diese Bilder von so einer malerischen, kraftvollen Schönheit, dass man es nicht so wirklich in Worte fassen kann. Eine Mischung Traum & Albtraum, aus lebendigem Comic und wahrgewordenem antiken Gemälde, so meine Auffassung. Dazu gibt es noch einen Haufen (maskuliner, emotionsgeladener) Sprüche, die ja mittlerweile schon in die Filmhistorie eingegangen sind.
Mit den Propaganda- und Nazivorwürfen kann ich allerdings gar nichts anfangen. Ich denke, wer etwas unbedingt in einem Film sehen will, der sieht es so oder so. Und ich sehe hier kein "Riefenstahl-Revival", sondern einfach nur ein visuell beeindruckendes, leidenschaftliches, blutiges Schlachtenepos mit jeder Menge Macho-Charme, das sich seinen Platz zwischen den Kunstwerken der Filmgeschichte zurecht erobert hat.

Vergleichbar mit: Sin City, Gladiator
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Heldenhaft, 27. August 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
300, das ist der Titel eines Filmes, der als Umsetzung einer Comicvorlage die Zuschauer polarisiert.
Die einen finden ihn hervorragend, die anderen einfach nur grottig, dazwischen gibt es nichts oder zumindest nicht viel. Warum das so ist? Da kann man nur Vermutungen anstellen aber jetzt erst mal ein paar Worte zum Film an sich.
Für die Comicvorlage zeichnet sich ein gewisser Frank Miller verantwortlich, der den meisten seit dem kassenfüllenden Film Sin City ein Begriff sein dürfte.
Millers Geschichte bezieht sich vage auf die historisch verbürgte Schacht bei den Thermopylen, wo anno dunnemals die übermächtige persische Armee von den Spartanern an einem gewissen strategisch wichtigen Engpass aufgehalten wurde.
Damit endet aber auch schon der Bezug des Comics zur mehr oder minder historisch korrekten Vergangenheit.
Film und Vorlage fließen vor Pathos und unglaublichem Heldenmut nur so über, wie immer wenn eine unterlegene Minderheit im Angesicht des haushoch überlegenen Feindes beschließt, den Kampf wider alle Vernunft aufzunehmen und bis zum letzten Mann zu kämpfen. Millers Graphic Novel verschafft hier dem Zuschauer durch den Einsatz diverser Filter und Weichzeichner das Gefühl, als hätten doch tatsächlich seine Comicbilder angefangen, sich zu bewegen. Der Erzähler aus dem Off, der dem Zuschauer mit bedeutungsschwangerer Stimme die Geschichte des Spartanerkönigs Leonidas erzählt, die ausführlichen Kampfszenen der heroischen spartanischen Hopliten gegen die bösen Perser, die dem Zuschauer als fast schon künstlerisch in Szene gesetzte Schlachtplatte serviert werden, dass alles gibt diesem Film erst seinen Reiz.
Nur das gesamte Werk funktioniert hier. Die Schlachtszenen alleine können den Zuschauer auf Dauer nicht fesseln, und die erzählte Geschichte ist so einfach strukturiert, dass ihr Unterhaltungswert alleine niemals ausreichen würde, den Zuschauer 116 Minuten bei der Stange zu halten. Beides zusammen ergibt aber einen äußerst interessanten Mix, dem man jedem Cineasten nur empfehlen kann. Leuten, die sich darüber beschweren, dass der Film nichts mit der historisch bekannten Vorlage zu tun hat, kann ich nur empfehlen, sich entsprechende Dokumentationen in Buchform reinzuziehen. Wer diesbezüglich lieber die Glotze anwirft, anstatt ein Buch zu lesen, sollte sich dann vielleicht sowieso nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Dann gibt es noch Leute, denen die Schlachtszenen zu heftig sind oder die Handlung nicht tiefgründig genug ist. Da kann man durchaus geteilter Meinung sein, allerdings erwarte ich von einer Comicverfilmung, die auf einer Vorlage von Frank Miller basiert, nicht unbedingt tiefgründige, philosophische Erkenntnisse, sondern eher eine künstlerisch perfekt in Szene gesetzte Bilderflut, die mich optisch überwältigt, alles andere ist da dann reine Zugabe. Wer sich also eine stilistisch großartig umgesetzte Comicverfilmung anschauen will, wird bei Frank Millers 300 bestens bedient
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Simpler Aufbau, aber echt cool gemacht..., 6. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: 300 (Einzel-DVD) (DVD)
"300" ist einer dieser Filme, die man entweder lieben oder hassen muss. Zur Story: Der Perser König Xerxes hat ein schier übermächtiges Heer, das unter anderem versucht, die Spartianer, angeführt von König Leonidas, zu unterjochen. Die Spartianer, ein echtes Kriegervolk, ergeben sich nicht kampflos der Sklaverei und so begibt sich König Leonidas zum Orakel, um einen Schlachtplan und den Ausgang der Schlacht vorherzusehen. Leider sieht das Orakel den Untergang Spartas vorraus...und da das Wort des Orakels Gesetzt ist, darf König Leonidas somit nicht in die Schlacht ziehen. Somit bleibt im nichts anderes übrig, als das er "als Vorwand" mit 300 Spartiaten (ausgebildete Elitekämpfer) als Leibgarde loszieht und gegen das schier endlose Heer von Xerxes ankämpft.
Die Story ist überraschenderweise nicht schlecht für so einen Film, der eigentlich mehr Wert auf Effekte und Kampf legt. Auf der einen Seite König Leonidas, der mit seinen 300 Spartiaten gegen Xerxes kämpft...auf der anderen Seite seine Königin, die gegen Gesetz, Intrigen und Dummheit gegen den "Hohen Rat" ankämpft und auf Vernunft plädiert bzw. Verstärkung.
Die Kämpfe an sich sind mitunter das beste, was man bisher auf der Leinwand gesehen hat...Gute Perspektive bei den Kämpfen, viel "Splatter" und vor allem die taktischen Formationen gepaart mit den Bewegungen bzw. Umgang mit den Waffen sind aller erste Sahne.
Fazit: Simpel gestrickter Film, der vor allem Wert auf Effekte und Kampfszenen legt. Freunden einer verstrickten Story würde ich nicht zu diesem Film raten...wer aber richtig schöne Kampfszenen sehen möchte und auch vor viel Blut nicht zurückschreckt, dem lege ich diese DVD wärmstens an Herz!!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminantes Schlachtgemetzel, kunstvoll in Szene gesetzt, 14. September 2007
Von 
Stefan Bogdanski (Hauenstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
300 ist ein Film, der die Zuschauer spalten wird. Ich glaube, es gibt nur zwei Optionen: Entweder man liebt ihn - oder man hasst ihn. Ich gehöre zur ersten Fraktion.

Der Film basiert lose auf einer Episode der spartanischen Geschichte - der Kampf einer kleinen Minderheit von 300 Spartanern gegen das gewaltige, persische Heer. Wo schon die Geschichtsschreibung etwas zur Übertreibung neigen dürfte, langt der Film noch einmal kräftig zu und haut nochmal eine Scheibe drauf. Nein, realistisch ist es nicht, und die historischen Fakten werden doch eher lose betrachtet als wirklich nachempfunden.

Aber der Film ist auch kein Historienfilm, und das will er auch zu keinem Zeitpunkt sein: Es ist ein monumentaler Schlachtfilm, in grandiosen Bildern kunstvoll inszeniert, mit einem gewaltigen Soundtrack. Auch ohne die Geschichte zu kennen ahnt man die ganze Zeit, wie das Abenteuer der 300 Spartaner ausgehen wird. Weder der Film, noch die Figuren lassen daran einen Zweifel - wie schon in Sergio Leones Meisterwerk "Spiel mir das Lied vom Tod" sind sich alle Figuren hier sehr der Tatsache bewusst, dass sie am Ende sterben werden. Der Film lebt auch von dieser Dramatik - und natürlich der grandiosen Choreographie der Kampfszenen.

Nichts für schwache Nerven und Leute, denen die historischen Fakten sehr wichtig wären. Aber ein wahres Goldstück für Freunde des monumentalepischen Gemetzels - und natürlich ein Leckerbissen für alle Actionfreunde.

Wer auf sehr stylisches und blutreiches Gemetzel steht, wird seine wahre Freude an diesem Film haben. Allen anderen rate ich aber: Finger weg! Es könnte sonst eine Enttäuschung werden.
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300 [HD DVD]
300 [HD DVD] von Zack Snyder (HD DVD - 2007)
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