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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein leben. Lebe Deinen Traum.
Am 7. Januar 2007 rezensierte ich Uschi Obermaiers Buch " Mein wildes Leben " und titelte " Eine der erotischsten Frauen des letzten Jahrhunderts ". Heute Abend nun sah ich mir endlich den auf diesem Buch basierenden Film an und bin begeistert, wie hervorragend die Schauspielerin Natalia Avelon die schöne 68er Ikone dargestellt hat. Der Film thematisiert nicht...
Veröffentlicht am 7. September 2008 von Helga König

versus
26 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen "Der wilde Egoismus": Banal, Oberflächlich, Egomanisch!
Ich bin Kunstschaffender, überzeugter 68er, und auch (zwangsläufig) authentischer Zeitzeuge, weil zufällig selbst zur gleichen Zeit in München-Sendling aufgewachsen, nicht weit weg von Uschi Obermaier, kannte daher die damalige "Sendlinger-Szene" bestens, sowie auch das Umfeld "Valley-Freizeit-Heim", "Dezi" usw., auch entfernt "Lurchi", den "Klopfer"...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2007 von "Psychodad"


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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein leben. Lebe Deinen Traum., 7. September 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Am 7. Januar 2007 rezensierte ich Uschi Obermaiers Buch " Mein wildes Leben " und titelte " Eine der erotischsten Frauen des letzten Jahrhunderts ". Heute Abend nun sah ich mir endlich den auf diesem Buch basierenden Film an und bin begeistert, wie hervorragend die Schauspielerin Natalia Avelon die schöne 68er Ikone dargestellt hat. Der Film thematisiert nicht alle Erinnerungen , die im Buch fixiert sind aber wohl die wesentlichsten.

Die Anfangsszenen zeigen das spießig kleinbürgerliche Münchner Vorstadtmilieu, welches das freiheitssehnsüchtige Mädchen Uschi Obermaier hinter sich lassen möchte. Ungebildet ist sie und sie wird ihr Leben lang ohne intellektuelle Ambitionen bleiben, dennoch steht ihr die Welt offen, nicht zuletzt wegen ihrer Schönheit, ihrer Freiheitsliebe und ihrer unkonventionellen Art zu leben.
Diese Frau ließ sich weder kaufen, zwingen noch einbinden. Ein freies Leben war von Anfang an ihr höchster Wert. Das machte sie natürlich interessant für viele Männer, deren Jagdtrieb dadurch gefordert war.

Man sieht Obermaier bei ihren frühen Diskothekenbesuchen, dem Einstieg in die Drogenwelt und man sieht sie auf Titelblättern des " Twen ", einer ehemaligen Jugendzeitschrift, mittels derer ihre Karriere als Fotomodell ihren Anfang nahm.
Mit der Musikkommune Amon Düül reist sie nach Berlin und lernt Rainer Langhans ( Mathias Schweighöfer) kennen, mit dem sie eine Zeitlang in der damals berühmt berüchtigten " Kommune 1 " in Berlin gelebt hat.

Wie im Film deutlich wird, akzeptiert man sie dort nicht, weil sie intellektuell nichts zu bieten hat. Dennoch lebt sie wie keine andere Person in der Kommune jene Unkonventionalität, die die anderen im Grunde bloß fordern. Gezeigt werden Demos in Berlin und die Gier der Presse diese Kommunardenbewohnerin bei solchen Angelegenheiten abzulichten. Thematisiert wird Obermaiers sexuelles Verhältnis zu Mick Jagger und Keith Richards, die Eifersuchtsszenen seitens Langhans und das Ende der langjährigen Beziehung mit dem Kommunarden.

Obermaier ist eine völlig körperbezogene Frau, die Freude am Sex hat und fähig ist diesen hemmungslos zu genießen.Sie lernt Hamburgs Kiezgröße Bockhorn kennen , behält aber ihre sexuelle Beziehung zu Mick Jagger und Keith Richards bei, wobei sie, wie der Film deutlich macht, offensichtlich zu Richards eine emotionalere Bindung hatte wie zu Jagger.

Ähnlich wie das Buch unterstreicht auch der Film ihre Ablehnung gegenüber dem Prostituierten- und Ludenmilieu, in welchem sich Bockhorn aufhält.Anstelle eines 10 Jahres-Film-Vertrag mit Ponti zu unterschreiben, geht Obermaier mit Bockhorn im Wohnmobil auf Abenteuerreise nach Asien, wo sie diesen Mann nach indischem Ritual heiratet.Die Eheschließung ist der farbliche Höhepunkt des Films. Hier erfreuen den Zuschauer Bilder wie aus Tausendundeiner Nacht.

Während einer anderen Reise, die die beiden nach Mexiko führt, kommt Bockhorn ums Leben und Keith Richard, den sie genau in der Nacht zuvor in Mexiko erneut trifft , eröffnet ihr, dass er heiraten wird.Vordergründig ein trauriges Filmende, doch wer die Vita von Uschi Obermaier kennt, weiß, dass diese Frau daran nicht zerbrochen ist. Sie ist eine bodenständige Bayerin, die in einem Interview im Alter von 60 resümierte:" Ich weiß alles kann mir genommen werden, Männer, Liebe, Geld, aber nicht mein Talent und mein Handwerk."

Ein gut gemachter Film, mit dem Soundtrack " Sommerwine " und fetziger Musik von den Stones im Hintergrund .

Empfehlenswert.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ein sehr unterhaltsamer Film, 3. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Gibt es tatsächlich Leute, die sich einen Film über Uschi Obermeier mit dem schon bezeichnenden Titel "Das wilde Leben" ansehen und sich danach darüber beschweren, dass nicht das Leben von Goethe verfilmt wurde und der Film zu freizügig ist? Da empfehle ich auch gleich noch, bei den "Schulmädchen Report" Streifen vorbeizuschauen (die ja auch in den 70er Jahren angesiedelt sind und ein Millionenpublikum fanden) und eine entsprechend geistreiche Kritik zu hinterlassen. Ich jedenfalls fand den Film sehr unterhaltsam und zwar deshalb, weil er meiner Meinung nach das Flair der späten 60 und 70 Jahre gut einfängt, gute Schauspieler vorweist und nicht prüde ist.
Die Freigabe ab 12 Jahren ist etwas grosszügig und zwar nicht deshalb, weil es nackte Menschen zu sehen gibt, sondern weil Drogen in dem Film "verharmlost" werden. Insgesamt sehr emfehlenswert. Ein weiterer Tipp: Factory Girl (über das Leben der Muse von Andy Warhol).
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Vorläuferin hedonistischer Selbstveräußerung, 15. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Nachdem dieser Film von der Kritik vielfach gescholten wurde, halte ich eine Ehrenrettung für angebracht. Sicher, es gibt einige Längen, vor allem im zweiten Teil, nicht alle Schauspieler sind so überzeugend wie der Darsteller des Rainer Langhans, und über die Regie lässt sich stellenweise auch streiten. Dennoch handelt es sich meiner Meinung nach um eine wesentlich bessere Rekonstruktion der Epoche als beispielsweise ein so viel gepriesener Film wie Velvet Goldmine.
Ich habe den Film meinen italienischen Deutsch-Studenten gezeigt, die sich anschließend beinahe schockiert zeigten, was bei einem derart seichten Thema doch eher überraschend kommt, aber vielleicht auch als ein Hinweis verstanden werden kann, dass es sich hier eben doch um eine der interessantesten Geschichten handelt, die das deutsche Kino in den letzten Dekaden zu erzählen hatte, und zwar vor allem wegen ihrer soziologischen Relevanz.
Was geschieht da eigentlich im Film und im Leben der Uschi Obermaier? Eine hübsches Model aus der tieftraurigsten bayrischen Provinz gerät zufällig, aber wohl nicht ganz unbeabsichtigt in das vielleicht radikalste soziale Experiment, das seit den Zeiten der Reformation in Deutschland gewagt wurde. Aus Sicht einer Gesellschaft wie der italienischen, die doch etwas weniger von den positiven Lehren dieses Experiments in sich aufgenommen hat als die deutsche (und vielleicht etwas mehr von den negativen), wird durch den Film unmittelbar deutlich, dass die Herausforderung der Kommunarden auch heute noch in der Lage ist, manche festgefügte bürgerliche Sicherheit zu erschüttern. Die Parolen von Kunzelmann und das Gelaber von Langhans werfen eine ganze Reihe brisanter Fragen auf: Wie können wir die Gesellschaft verändern? Wie können wir hoffen die Gesellschaft zu verändern, wenn wir uns nicht zuerst selber ändern? Warum wollen einige von uns eine Familie und andere wollen genau das vermeiden? Wie können wir hoffen, die Gesellschaft zu verändern, wenn wir nicht öffentlich wirken und uns stattdessen immer wieder hinter unsere vier Wände zurückziehen? Wie können wir die Medien für unsere gesellschaftspolitischen Ziele nutzen und wie weit dürfen wir dabei gehen? Vor allem aber: Wollen wir diese Gesellschaft überhaupt verändern?
Im Falle der Uschi Obermaier lässt sich die letzte Frage wohl mit einem eindeutigen Nein beantworten. Kunzelmann hatte dies wohl sofort kapiert, denn Uschi machte ja nie einen Hehl daraus, dass sie an dem ganzen Revolutionsgeschwafel einzig und allein das Lustprinzip interessierte. Buchstaben? Unattraktiv! Bindung an eine andere Person oder Aufgabe: Nie im Leben! Irgendeine Art der Verantwortung: Fehlanzeige!
Während die Kommunarden bald von den bürgerlichen Alltagsproblemen eingeholt wurden (Wer putzt das Klo?), hat die Obermaier für sich das Freiheits- und Lustprinzip in höchstem Grade realisiert und maximiert. Ihr Verhalten ist dabei überaus modern: Sie beutet ihren wohlgeformten Körper aus, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, und setzt diese beiden Ressourcen dann ungeniert ein, um die eigenen hedonistischen Ziele zu finanzieren. Völlig normal, oder? Millionen von Jugendlichen träumen oder tun heute nichts anderes, wenn sie ihre schönretuschierten Fotos bei Facebook einstellen und auf nichts anderes aus sind, als kurzfristig durch irgendeinen dummen Fernsehtalk berühmt zu werden, um anschließend den vergänglichen Ruhm durch drittklassige Werbeverträge zu vermarkten. Solche Formen der Selbstveräußerung sind in Berlusconis Italien noch ungleich weiter verbreitet als in Deutschland, wo sie wohl gerade erst einreißen. Die eigentliche Überraschung im Film ist daher die Entdeckung, dass ein derart konformistisches und in höchstem Grade unfreies Verhalten vor nur wenigen Jahrzehnten einmal als antikonformistisch, befreiend und sogar revolutionär betrachtet werden konnte.
Wieviel hat sich nicht verändert seit den High Times der Uschi Obermaier? Aber vieles offenbar nicht zum besten! In den 60ern war es vor allem die Musik, die die gesellschaftliche Veränderung vorantrieb, was spätestens seit dem Siegeszug von MTV stark nachließ. Heute hat die moderne Popmusik nicht nur jegliche soziale oder politische Relevanz, sondern auch allen Charme verloren. Im Film scheint auch das Asien der 70er Jahre ein ganz und gar friedlicher Kontinent, den man offenbar gefahrloser durchqueren konnte als den Hamburger Kiez, wenn man nur der Drogenfahndung aus dem Weg ging. Vielleicht waren dies noch die letzten Ausläufer des Zeitalters der Entkolonialisierung, jedenfalls sind diese sorglosen Zeiten seit der Iranischen Revolution 1979 definitiv vorbei, ebenso wie die im Film lustvoll geschilderte Ära der freien unbeschwerten Liebe, die wenig später mit dem Ausbruch der Immunschwäche AIDS zu Ende ging.
Dieser Film zeigt uns daher die gesellschaftliche Entwicklung der letzten vier Jahrzehnte wie in einem Zeitraffer, der auch durch die sich ergebenden Kontraste weit über die behandelte Epoche hinausführt. Im Ergebnis erhalten wir damit einen überaus eindringlichen Hinweis, wohin die Reise geht: vom sozialrevolutionären Anspruch antikonformistischen Freiheitsstrebens über den Primat der hedonistischen Selbstverwirklichung hin zur neuerlich angepassten, generalisierten und banalisierten Prostitution.
Gegen diese traurige Gegenwart hebt sich Uschi Obermaier dann doch noch positiv ab, als eine fast schon wieder glaubwürdige Ikone der Frauenbewegung. Klasse wird ihr wohl keiner absprechen, und eine Vorläuferin war sie ganz gewiss, wenn auch vielleicht nur für so erfolgreiche deutsche Exportartikel wie Claudia Schiffer und Heidi Klum.
Am Ende des Films ist Uschi aber doch noch in die Bindungsfalle getappt. Nach dem Tod ihres Gefährten spricht sie daher zuletzt das Urteil über sich selbst: "Ich war ein egoistisches Monster". Ein Monster, das offenbar zum Vorbild für mehr als eine Generation wurde. Womit die letzte offene Frage des Films aufgeworfen wird: Führt die maximale Freiheit des Individuums nur in die persönliche Vereinsamung oder vielleicht doch zwangsläufig in die maximale Unfreiheit für alle?
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine gute Verfilmung des Buches, 18. Januar 2010
Von 
ruessler "ruessler" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Also ich habe vor dem Ansehen des Filmes das Buch von Uschi Obermeier gelesen und fand den Film recht gut umgesetzt. Er gibt eigentlich das wieder, was Obermeier niedergeschrieben hat. Primär geht es in dem Film - welche Überraschung! - ja auch um das Leben von Uschi, nicht um irgendein (gesellschafts-)politisches Geschwofe. Uschi kommt in Deutschland herum, später auch mit Bockhorn durch die Welt, nebenbei immer wieder Dinge wie die Affären mit Stones-Mitgliedern - entweder man interessiert sich dafür oder nicht. Ob Uschi Obermeier nun eine Ikone ist, sei mal dahingestellt. Jedenfalls ist sie eine attraktive Frau(selbst heute noch ;-) ) und hat eine gewisse Ausstrahlung, die heutige Models nicht mehr haben. Hier gibt es ja wenigstens auch was zu zeigen, anders als bei so manchen heutigen Promis, die vielleicht gerade mal einen B oder C-Promistatus haben, aber schon ihre eigene Soap auf irgendeinem Privatsender bekommen. Natalia Avelon sieht tatsächlich so aus wie die junge Uschi und auch der Rest der Darsteller wurde gut ausgewählt - gut so! Und klar, es gibt nackte Haut zu sehen...warum auch nicht? Natalia Avelon kann es sich ja auch leisten ;-) .
Wer das Buch mochte, dem dürfte auch der Film gefallen. Warum sollte der Film mehr zeigen? Er hält sich nun mal ans Buch und daher ist es logisch, daß er sich - nochmals Überraschung - nun mal auf die Erlebnisse der Obermeier konzentriert und nicht auf irgendwelches politisches Tamtam der 68er, dem ja angeblich nicht genügend Bedeutung zugemessen wurde(was eventuell auch daran liegt, daß manche diese Bedeutung wohl falsch deuten oder überschätzen...). Mein Fazit: Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eine Frau, die ihrer Zeit voraus war, 27. Juli 2010
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Liegt es an der Frau? Liegt es am gelungen Drehbuch? Nach "Falco" ist es dem deutschen Film gelungen, erneut ein gelungenes Biopic über eine interessante Person zu drehen. Die Geschichte von Uschi Obermeier wird dabei flott, ohne Längen, angefangen vom Ausbruch zuhause und der Flucht zur Kommune 1 nach Hamburg erzählt.
Herrlich schräg ist hier Matthias Schweighöfer (Der rote Baron, Ranicki-Mein Leben) mit Lockenmähne.
Zudem reißt der Film kurz Obermeiers Karriere als Model an sowie die Bekanntschaft zu Mick Jagger und Keith Richards von den Rolling Stones. Insgesamt deckt der Film den Zeitraum Anfang der 70er Jahre, bis 1983 ab.
Für etwas prüde angehauchte Menschen ist dieser Film aber in keinem Fall etwas, weil Natalia Avelon als perfekt gewählte Besetzung mit gaaaanz viel nackter Haut spielt, doch wer heftige Sexszenen als Unterstreichung von Obermeiers rebellischer Art und Suche nach Freiheit erwartet, wird enttäuscht sein. Es gibt zwar neben den vielen Nacktszenen erotische Szenen, doch dienen diese dazu die Geschichte zu vertiefen, wie z.B. Obermeiers Freundschaft zu Keith Richards, aber nicht um plakativ irgendwelche Erwartungen zu erfüllen.
Insgesamt also ein toller Film über eine Powerfrau, die ihre Freiheit gelebt hat, als das noch nicht selbstverständlich war und die ihrer Zeit voraus war, wenn man bedenkt, dass Obermeier aus dem tiefsten, katholischen Bayern stammt, wo man viel Wert auf Tradition legt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mehr als ich erwartet habe!, 2. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Der Titel sagt ja eigentlich schon alles. "Das wilde Leben" der Uschi Obermaier, einem wunderschönen Model (gespielt von Natalia Avelon, gleicht dem Original fast wie ein Ei dem anderen!), beginnt Mitte der Sechziger in der Kommune 1 an Seite von Rainer Langhans (Matthias Schweighöfer), dem Oberguru der Wohngemeinschaft, die politisch motiviert für Freiheit (aber auch freie Liebe) kämpft.

Als in der WG schon bald die ersten Alltagsprobleme entstehen, entschließt Uschi sich, das Freiheits- und Lustprinzip noch mehr in die Tat zu setzen. Von nun an nimmt sich Uschi das Recht von jeder Party ein Männersouvenir mitzunehmen oder gegebenenfalls als Betthase der Rolling Stones auf deren US-Tour zu dienen. Ihr Bekanntheitsgrad und Erfolg steigt mit vielen Fotoshootings immer mehr. Als sie dann den "Prinz vom Kiez" kennenlernt, entscheidet sie sich, mit ihm auf eine aufregende Weltreise zu gehen - ändert sich dadurch Uschis Einstellung zu festen Bindungen doch noch?

Auch wenn man die 60er/70er Jahre nicht mitbekommen hat, denke ich, dass man durch diesen Film doch einen sehr guten Eindruck von Deutschlands Stimmung zu jener Zeit bekommt. Die Bilder, die Mode und die Musik sind glaubwürdig und vielleicht in heutiger Zeit etwas abschreckend, da heutzutage wohl kaum vorstellbar ist, dass eine WG den ganzen Tag nackt herumläuft, ohne Geld in den Tag hineinlebt und gleichzeitig von politischer Freiheit träumt. Etwas schade ist, dass Uschi im gesamten Film geschätzte 50 Minuten nackt gezeigt wird (sicherlich zur Freude der Mehrheit), was vielleicht nicht in dem Ausmaß nötig war...

Insgesamt ein gelungener Film!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Freies Leben, 26. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Der Film versucht in kurzer Zeit viel Zeitgeschichte anhand eines Teiles der Lebensgeschichte von Uschi Obermaier. In diese Zeit hinein fing mein Leben vom Kind zum Jugendlicher zu werden. Ich weiss noch einiges aus dieser Zeit und wie sie sich anfüllte.
Frau Avalon hat auch so eine tiefe Stimme, bzw. bekommt diese wie Ihr Vorbild Obermaier gut hin.
Vielleicht etwas viel Nacktsein, aber irgendwie war so damals das Leben. Es kochte und brodelte in der Republik, im Rock'n Roll, in der Abspaltung von allem und jedem und auch im Leben vieler.
Gutes Zeitkollerit. Vielleicht schade das der Anfang das Ende dieser Zeit für Frau Obermaier mir etwas zu frontal ins Bild gleich einfügt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Freiheit, Drogen, Sex und Liebe, 14. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Vor Jahren habe ich mal einen Bildband mit Biografieteilen über Uschi Obermaier gelesen und war sofort fasziniert von dieser Frau, einer Ikone der Hippi-Generation! Umso mehr freute ich mich, nun eine Verfilmung ihres Lebens zu sehen! Und: Der Film ist einfach klasse! Uschi Obermaier hätte keine andere besser spielen können, die Ähnlichkeit ist verblüffend! Was für eine Frau! Wunderbar fand ich auch die tolle Filmmusik, die so richtig Lust auf Freiheit macht (besonders der Ohrwurm "Summerwine" - genial). Das tragische Ende hat mich echt berührt. Habe später einen Artikel gelesen, dass Uschi den Wohnwagen immer noch hat und teilweise darin wohnt, mit allen Erinnerungen an ihren Liebhaber.
Hach...
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21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen nix für spiesser, 3. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
In seiner Coolheit und unaufdringlichen Art des Geschichtenerzählens erinnert "Das wilde Leben" an Filme wie Blow Up oder Easy Rider. Ich verstehe, dass die Leute sich so aufregen - denn das war schließlich immer so, wenn jemand, so wie hier der Regisseur Achim Bornhak und der Autor Olaf Kraemer, der auch die Buchvorlage schrieb, in Deutschland etwas Neues probieren wollten. Dass es heute scheinbar genau so viele Spiesser wie früher gibt, die sich über Nacktheit oder das Nichtstun der Uschi O. ereifern können wie vor vierzig Jahren, gibt einem schon zu denken und zeigt wie nötig der Film ist. "Das wilde Leben" könnte für mich noch härter und offener sein, besonders wenn man die Vorlage "High Times" liest. Aber er ist auf jeden Fall der außergewöhnlichste Film, der in den letzten Jahren in Deutschland erschienen ist!
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Farbenfroh, jede Menge gute Musik und eine atemberaubend attraktive Frau, die alles bekommt, was sie will, 17. März 2008
Von 
diekleinefrau (Hannover, Niedersachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Ohne Kompromisse - Uschi Obermaier, die Protagonistin, deren Leben in diesem Film nachgezeichnet wird - weiß, was sie will. Liebe, Leidenschaft, Abenteuer. Sex´n´Drugs´n´Rock´n´Roll - Uschi Obermaier bekommt es auch. Dazu verlässt sie zunächst das miefige Dorf mit ihren Eltern, die sie nur kleinhalten wollen. Der "Zufall" führt sie in die legendäre Kommune 1. Sie kommt mit Rainer Langhans zusammen - ihr Weg als Topmodell beginnt, bald lebt die Kommune 1 von ihren Gagen. Doch Politik, Anarchie, die Revolution sind Uschi eigentlich einerlei. Sie ist scharf auf guten Sex. Als sie auf einer Party, die Rolling Stones kennenlernd und sowohl Keith Richard als auch Mick Jagger eine Affäre mit ihr beginnen, entschließt sie sich, der Kommune 1 den Rücken zu kehren, Keith Richard auf einer Tour zu begleiten und eine wahnsinnig geile Zeit mit ihm zu verbringen. Doch irgendwann wird ihr auch das zu eintönig. Uschi will mehr, Uschi will die Welt erfahren. Das ermöglicht ihr "Bockhorn", König vom Kiez, der ihr die Welt zu Füßen legt. In einem umgebauten Bus machen sie die beiden auf Weltreise: Afghanistan, Indien, Mexiko ... sie erfahren die ganze Welt. An einem denkwürdigen Abend bekommt Uschi Obermaier Besuch von Keith Richard persönlich. Bockhorn ist rasend vor Eifersucht und fährt sich im Drogen- und Alkoholrausch zu Tode.
Ein atemberaubender Film mit vielen schönen Bildern, der das aufregende Leben der Uschi Obermaier nachzeichnet und zugleich ein Zeitzeugnis der wilden 60er Jahre ist. "Summerwine" - die tolle Musik trägt dazu bei, in der Filmhandlung zu versinken. Fünf Sterne für einen wirklich schönen Film, die ganze Kritik um den Film herum verstehe ich einfach nicht.
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Das wilde Leben
Das wilde Leben von Achim Bornhak (DVD - 2007)
EUR 7,54
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