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5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein leben. Lebe Deinen Traum.
Am 7. Januar 2007 rezensierte ich Uschi Obermaiers Buch " Mein wildes Leben " und titelte " Eine der erotischsten Frauen des letzten Jahrhunderts ". Heute Abend nun sah ich mir endlich den auf diesem Buch basierenden Film an und bin begeistert, wie hervorragend die Schauspielerin Natalia Avelon die schöne 68er Ikone dargestellt hat. Der Film thematisiert nicht...
Veröffentlicht am 7. September 2008 von Helga König

versus
30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Der wilde Egoismus": Banal, Oberflächlich, Egomanisch!
Ich bin Kunstschaffender, überzeugter 68er, und auch (zwangsläufig) authentischer Zeitzeuge, weil zufällig selbst zur gleichen Zeit in München-Sendling aufgewachsen, nicht weit weg von Uschi Obermaier, kannte daher die damalige "Sendlinger-Szene" bestens, sowie auch das Umfeld "Valley-Freizeit-Heim", "Dezi" usw., auch entfernt "Lurchi", den "Klopfer"...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2007 von "Psychodad"


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein leben. Lebe Deinen Traum., 7. September 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Am 7. Januar 2007 rezensierte ich Uschi Obermaiers Buch " Mein wildes Leben " und titelte " Eine der erotischsten Frauen des letzten Jahrhunderts ". Heute Abend nun sah ich mir endlich den auf diesem Buch basierenden Film an und bin begeistert, wie hervorragend die Schauspielerin Natalia Avelon die schöne 68er Ikone dargestellt hat. Der Film thematisiert nicht alle Erinnerungen , die im Buch fixiert sind aber wohl die wesentlichsten.

Die Anfangsszenen zeigen das spießig kleinbürgerliche Münchner Vorstadtmilieu, welches das freiheitssehnsüchtige Mädchen Uschi Obermaier hinter sich lassen möchte. Ungebildet ist sie und sie wird ihr Leben lang ohne intellektuelle Ambitionen bleiben, dennoch steht ihr die Welt offen, nicht zuletzt wegen ihrer Schönheit, ihrer Freiheitsliebe und ihrer unkonventionellen Art zu leben.
Diese Frau ließ sich weder kaufen, zwingen noch einbinden. Ein freies Leben war von Anfang an ihr höchster Wert. Das machte sie natürlich interessant für viele Männer, deren Jagdtrieb dadurch gefordert war.

Man sieht Obermaier bei ihren frühen Diskothekenbesuchen, dem Einstieg in die Drogenwelt und man sieht sie auf Titelblättern des " Twen ", einer ehemaligen Jugendzeitschrift, mittels derer ihre Karriere als Fotomodell ihren Anfang nahm.
Mit der Musikkommune Amon Düül reist sie nach Berlin und lernt Rainer Langhans ( Mathias Schweighöfer) kennen, mit dem sie eine Zeitlang in der damals berühmt berüchtigten " Kommune 1 " in Berlin gelebt hat.

Wie im Film deutlich wird, akzeptiert man sie dort nicht, weil sie intellektuell nichts zu bieten hat. Dennoch lebt sie wie keine andere Person in der Kommune jene Unkonventionalität, die die anderen im Grunde bloß fordern. Gezeigt werden Demos in Berlin und die Gier der Presse diese Kommunardenbewohnerin bei solchen Angelegenheiten abzulichten. Thematisiert wird Obermaiers sexuelles Verhältnis zu Mick Jagger und Keith Richards, die Eifersuchtsszenen seitens Langhans und das Ende der langjährigen Beziehung mit dem Kommunarden.

Obermaier ist eine völlig körperbezogene Frau, die Freude am Sex hat und fähig ist diesen hemmungslos zu genießen.Sie lernt Hamburgs Kiezgröße Bockhorn kennen , behält aber ihre sexuelle Beziehung zu Mick Jagger und Keith Richards bei, wobei sie, wie der Film deutlich macht, offensichtlich zu Richards eine emotionalere Bindung hatte wie zu Jagger.

Ähnlich wie das Buch unterstreicht auch der Film ihre Ablehnung gegenüber dem Prostituierten- und Ludenmilieu, in welchem sich Bockhorn aufhält.Anstelle eines 10 Jahres-Film-Vertrag mit Ponti zu unterschreiben, geht Obermaier mit Bockhorn im Wohnmobil auf Abenteuerreise nach Asien, wo sie diesen Mann nach indischem Ritual heiratet.Die Eheschließung ist der farbliche Höhepunkt des Films. Hier erfreuen den Zuschauer Bilder wie aus Tausendundeiner Nacht.

Während einer anderen Reise, die die beiden nach Mexiko führt, kommt Bockhorn ums Leben und Keith Richard, den sie genau in der Nacht zuvor in Mexiko erneut trifft , eröffnet ihr, dass er heiraten wird.Vordergründig ein trauriges Filmende, doch wer die Vita von Uschi Obermaier kennt, weiß, dass diese Frau daran nicht zerbrochen ist. Sie ist eine bodenständige Bayerin, die in einem Interview im Alter von 60 resümierte:" Ich weiß alles kann mir genommen werden, Männer, Liebe, Geld, aber nicht mein Talent und mein Handwerk."

Ein gut gemachter Film, mit dem Soundtrack " Sommerwine " und fetziger Musik von den Stones im Hintergrund .

Empfehlenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut!, 13. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich kannte Uschi Obermeier nicht. Hatte bis dato noch nie von ihr gehört. Mein Mann wollte den Film sehen, also habe ich ihn mir mit ihm zusammen angeschaut. Ein wirklich sehr guter Film. Er zeigt Uschi als kleine Rebellin. Wenn die Kommune 1 wirklich so gelebt hat, wie es im Film dargestellt wurde, dann fand ich das schon ein bisschen grusselig. Privatleben war ein Fremdwort für die Kommune 1. Kein Wunder, dass Uschi von dort wieder ausgerissen ist. Ich denke, der ausschlaggebende Punkt war aber, dass ihr Freund vor ihr mit einer anderen Sex hatte. Sie war sehr verletzt, aber er hat laufend von freier Liebe und so gesprochen. Auf wen sie in ihrem weiteren Lebenslauf alles getroffen ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sonst nehme ich ja jedem die Spannung. Ich kann nur sagen, es waren teilweise harte Szenen dabei und die Szene so ziemlich am Schluss war hammerhart. Ich sage nur: Unfall!
Wer Uschi O. nicht kennt, kann sich den Film getrost ansehen. Er wird sicherlich so angenehm überrascht sein wie ich.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farbenfroh, jede Menge gute Musik und eine atemberaubend attraktive Frau, die alles bekommt, was sie will, 17. März 2008
Von 
diekleinefrau (Hannover, Niedersachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Ohne Kompromisse - Uschi Obermaier, die Protagonistin, deren Leben in diesem Film nachgezeichnet wird - weiß, was sie will. Liebe, Leidenschaft, Abenteuer. SexŽnŽDrugsŽnŽRockŽnŽRoll - Uschi Obermaier bekommt es auch. Dazu verlässt sie zunächst das miefige Dorf mit ihren Eltern, die sie nur kleinhalten wollen. Der "Zufall" führt sie in die legendäre Kommune 1. Sie kommt mit Rainer Langhans zusammen - ihr Weg als Topmodell beginnt, bald lebt die Kommune 1 von ihren Gagen. Doch Politik, Anarchie, die Revolution sind Uschi eigentlich einerlei. Sie ist scharf auf guten Sex. Als sie auf einer Party, die Rolling Stones kennenlernd und sowohl Keith Richard als auch Mick Jagger eine Affäre mit ihr beginnen, entschließt sie sich, der Kommune 1 den Rücken zu kehren, Keith Richard auf einer Tour zu begleiten und eine wahnsinnig geile Zeit mit ihm zu verbringen. Doch irgendwann wird ihr auch das zu eintönig. Uschi will mehr, Uschi will die Welt erfahren. Das ermöglicht ihr "Bockhorn", König vom Kiez, der ihr die Welt zu Füßen legt. In einem umgebauten Bus machen sie die beiden auf Weltreise: Afghanistan, Indien, Mexiko ... sie erfahren die ganze Welt. An einem denkwürdigen Abend bekommt Uschi Obermaier Besuch von Keith Richard persönlich. Bockhorn ist rasend vor Eifersucht und fährt sich im Drogen- und Alkoholrausch zu Tode.
Ein atemberaubender Film mit vielen schönen Bildern, der das aufregende Leben der Uschi Obermaier nachzeichnet und zugleich ein Zeitzeugnis der wilden 60er Jahre ist. "Summerwine" - die tolle Musik trägt dazu bei, in der Filmhandlung zu versinken. Fünf Sterne für einen wirklich schönen Film, die ganze Kritik um den Film herum verstehe ich einfach nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeiten des Aufruhrs, 7. Juli 2009
Von 
Georg Jose Reindl "Jose" (Wallgau, Bayern Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Wilde Leben (DVD)
Der Film über das Wilde Leben ist sehr intensiv in der Darstellung der damaligen Aufbruchsstimmung der Jugend. Er bringt die Stimmung einer Rebellion gegen die gesellschaftlichen Ungereimtheiten zwischen konservativen Konventionen und politschen Machtstrukturen authenisch zum Ausdruck. Der Ruf nach freiheitlicher Gesinnung und Selbstbestimmung wird wirklich glaubwürdig auch in der Berliner Kommune nachvollziehbar präsentiert. Kurzum ein sehenswerter Film der einen echten Eindruck der Ereignisse widerspiegelt.
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30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Der wilde Egoismus": Banal, Oberflächlich, Egomanisch!, 22. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Ich bin Kunstschaffender, überzeugter 68er, und auch (zwangsläufig) authentischer Zeitzeuge, weil zufällig selbst zur gleichen Zeit in München-Sendling aufgewachsen, nicht weit weg von Uschi Obermaier, kannte daher die damalige "Sendlinger-Szene" bestens, sowie auch das Umfeld "Valley-Freizeit-Heim", "Dezi" usw., auch entfernt "Lurchi", den "Klopfer" usw., und habe mich daher auf diesen Film besonders gefreut - so dann auch bisher 6 mal (kritisch) gesehen!
Neidlos: Für den Mann am Dreh, Achim Bornhak und sein Team müsste man für diese Leistung, besonders hinsichtlich der "Authentizität", sowie der "aufwendigen Originalität bezüglich der Utensilien", sowie der sehr gut eingefangenen "68er-Stimmung" kritiklos einen Oskar überreichen! (Immerhin war er ja selbst damals nicht dabei gewesen!) Sofern ihn Uschi Obermaier dabei beraten hat, sei auch Ihr ein halber Stern gegönnt.
Die Story selbst ist ausserdem durch gute, "charismatische Schauspieler" überzeugend, jedoch in Bezug zur Realität charakterlich zu schöngefärbt "nachgespielt"!
Die "wahre" Geschichte weicht vom Heldenepos ziemlich ab. Die Kommune 1 lässt Uschi in Ihrem Film wie "intellektuelle Trottel" dastehen, wie auch sich selber - in Wirklichkeit, fehlte aber der Obermaier einfach entscheidend "intellektueller Zugang in jeglicher Form zu den Inhalten", entpuppte sich als reaktionär, banal, oberflächlich, kurz spießig und kontraproduktiv.(...und nur am Geld interessiert!)
Wir wollen an dieser Stelle nicht vergessen, dass die Kommune 1, wichtige gesellschaftliche Schritte einleitete - nicht unmittelbar in ihrer Auswirkung auf die damalige Gesellschaft, jedoch sicher langfristig - in einer Zeit in der schließlich noch viele gesellschaftliche Stukturen, sowie Beamte und Staatsdiener aus dem ehemaligen dritten Reich, Ansichten gesellschaftlicher Werte "schon wieder einer neuen Generation neu verkaufen wollten!" Da kam Uschi`s "Ego-Trip", als "Establishment-Pinup-Girl" mehr als unpassend! - Sicherlich nicht für die Zeitschriften-Branche der Biedermänner, wohl aber für die Ausrichtung der 68er-Bewegung!
Weinen musste ich daher nicht gerade, als Bockhorn gegen den Laster fuhr, obwohl der Schauspieler Bockhorn gegenüber dem echten Bockhorn sicher um einiges mehr an charkterlichen Sympathien beim Puplikum erringen dürfte. - Uschi war im harten, unerfeulichen Zuhältermilleu und Bockhorn zockte ausgerechnet jene bürgerlichen "Spießer" ab, mit deren Geld sich Uschi und ihr "Magic-Bus-Baby" den Traum vom reisenden "Hippieweibchen" leistete - ? Hörte ich da etwas von einer "großen Frau mit ihrer großen Lebensleistung? ? ? - Welche Leistung? - Für mich sind "echte" Hippies etwas anderes, siehe "Last Hippie Standing"!
"Lebe Dein Leben!" - Ja liebe Uschi, schade für mich und Glück für Dich, dass die Rolling Stones nicht weiblich waren, sonst hätte ich stattdessen einen Freiflug zu den Stones bekommen, oder?
Weil "materieller Egoismus" und "wirkliche Freiheit", sind unterschiedliche Dinge!
Eines muss man dem Film aber lassen: Der grosse Unterschied zwischen der "echten" (kalifornischen) 68er-Flower-Power-Bewegung und dem, was (in Wirklichkeit) davon in der Münchener Hinterbärenbadstrasse, bzw. dem "Kiez" angekommen ist, kommt in diesem Film gut rüber: Nämlich das abgeschmackte Gefühl, aus Kleinbürgertum, schlechten Drogen, einfältigen Nutten-Weibchen, Motorrad-Rocker- u. Zuhälter-Typen und lautstarken geistigen Blindgängern - also alles das, was leider - schon damals - mißverstanden wurde und zu dieser fatalen, ekelhaften, "abgeschmackten Alkoholiker-Rocker-Zuhälter-Milleut-Mischung" führte, die mit der geistigen Kultur der "Psychedelik-Psych-out-Generation" nur wenig zu tun hatte!
Ausserdem: Wer schon nach Indien reist, sollte wenigstens auf die Zeichen eines Bramahnen hören, wenn er denn schon sagt, dass er in der Uschi Kali erkannt hat - und Bockhorn einen jungen Bock, aus Lust und Laune heraus, grundlos tötet, (wenn sich das so zugetragen haben sollte) fördert ein "weiterhin glückliches" Leben "im Einklang mit den Dingen und der karmischen Natur" auch nicht gerade.

Eigentlich schade: Uschi Obermaier und "Der wilde Egoismus"! Banal, Oberflächlich, Egomanisch ...und offensichtlich nichts dazugelernt: Diesen Film kann man sich inhaltlich getrost ersparen!
Immerhin: Ein Stern für die Regie!
Ein Stern für die Stimmung bei den Demos und beim Happening von den Stones!
Original-Story: Keinen Stern!

Die Vertonung ist eigentlich fast eine Unverschämtheit, denn man versteht manchmal so gut wie nichts! Schon deshalb einen weiteren Punktabzug!

Psychodad, der prügelnde Zenmönch
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein lohnender, realistischer, sorgfältig gemachter Film, 14. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Die Rezensenten hier kommen mit so unterschiedlichen Erwartungshaltungen, daß sie auch der beste Regisseur nicht erfüllen kann!
Speziell die Erwartungshaltung "ich will ein Musikvideo genießen" finde ich völlig unpassend - dafür kann man sich ja z.B. Woodstock-Filme besorgen. "Zuviel gequatscht" wurde jedenfalls nicht, durch die Gespräche wird der damalige diskussionsbegeisterte Zeitgeist gut deutlich. Für genaue Geschichtsdokumentation sind Bücher da, Filme müssen leichtverdaulich gemacht sein, sonst ziehen sie zuwenig Zuschauer an.
Die reale Persönlichkeit "Uschi" war sicher kein Vorbild, keine Heldin. Daher solltet Ihr nicht vom Film verlangen, daß er Uschi in ein glanzvolles Licht setzt, das sie nicht verdient hat.
Ich finde, daß der Film die damaligen Verhältnisse, die ich als Kind noch ein wenig miterlebt habe, die Demos, das Hippieleben, das "Establishment" sehr gut, teilweise detailgetreu lebendig werden läßt und die Charaktere kommen überzeugend rüber. Eine Frauen-Persönlichkeit wie Uschi, die nur das "mache was Du willst" zelebriert, wirkt auf einen familiär gesonnenen Mann wie mich deprimierend. Ihr letzter Satz "Sie würde nichts anders machen" schockiert: Ihr langjähriger Lebenspartner, der sich größte Mühe um sie gab, fuhr in den Tod weil sie vor seinen Augen ungeniert mit Mick flirten mußte. Sie nennt sich selbst "egoistisches Monster", will keine Kinder und für niemand sorgen. Diese Uschi-Mentalität kann man dem Film nicht anlasten. Ich habe an ihm kaum was auszusetzen. Sehenswert!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 4. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Wenn man schon a c h t Jahre Vorbereitung und mehrere Drehbuchfassungen
benötigt (siehe Bonus), hätte ich erwartet, dass eine d r a m a t u r g i s c h
durchdachte und für den Zuschauer nachvollziehbare Handlung das Resultat
ist.Die Biopic der Uschi Obermeier enttäuschte meine hochgestellten Erwartungen
auf vielfache Weise.Der Film besteht lediglich aus einer Aneinanderreihung von
Stationen dieser Frau, der Zuschauer bleibt bei seiner Betrachtungsweise unberührt
vom ausschweifenden Leben und langweilt sich ab Mitte des Films nur noch.
Der miserable, größenteils unverständlich Ton und die Nuschelsprache der
Agierenden tragen dazu wesentlich teil.

In Hollywood Produktionen zu Biografien wird die entsprechende Musik der
jeweiligen Zeit verwendet.Dies vermisste ich in diesem Film permanent, der
somit trotz aller Bemühungen, die Zeit der 68er realistisch darzustellen, meines
Erachtens seine Wirkung verfehlte.So bleibt mir nur die Erkenntnis, dass ich
wiederum nur einen äußerst mittelmäßigen Film deutscher Produktion gesehen
habe, der seinen selbst gestellten Ansprüchen nur selten gerecht wird...
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein sehr unterhaltsamer Film, 3. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Gibt es tatsächlich Leute, die sich einen Film über Uschi Obermeier mit dem schon bezeichnenden Titel "Das wilde Leben" ansehen und sich danach darüber beschweren, dass nicht das Leben von Goethe verfilmt wurde und der Film zu freizügig ist? Da empfehle ich auch gleich noch, bei den "Schulmädchen Report" Streifen vorbeizuschauen (die ja auch in den 70er Jahren angesiedelt sind und ein Millionenpublikum fanden) und eine entsprechend geistreiche Kritik zu hinterlassen. Ich jedenfalls fand den Film sehr unterhaltsam und zwar deshalb, weil er meiner Meinung nach das Flair der späten 60 und 70 Jahre gut einfängt, gute Schauspieler vorweist und nicht prüde ist.
Die Freigabe ab 12 Jahren ist etwas grosszügig und zwar nicht deshalb, weil es nackte Menschen zu sehen gibt, sondern weil Drogen in dem Film "verharmlost" werden. Insgesamt sehr emfehlenswert. Ein weiterer Tipp: Factory Girl (über das Leben der Muse von Andy Warhol).
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jedes Bedürfnis schränkt die Freiheit ein., 11. September 2007
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Die junge Uschi Obermeier bricht aus der bayrischen Kleinstadtidylle aus und trampt mit ihrer Freundin nach Berlin. Hier lebt sie eine zeitlang in der Kommune 1. Sie arbeitet als Fotomodell und schätzt das unkonventionelle Leben in der Wohngemeinschaft. Den politischen Zielen der Gruppe steht sie nicht sehr nahe. Allerdings nutzt sie deren Verbindungen und gelangt so in den Dunstkreis der Rolling Stones. Mike Jagger und Keith Richards haben es Uschi angetan. Doch auch dieses Intermezzo ist nur von kurzer Dauer. Wenig später ist Uschi mit dem Weltenbummler und Rotlichtfürsten Bockhorn zusammen. Die Beziehung verläuft nicht ohne Probleme und Uschi bricht zwischendurch aus und sucht Keith auf. Doch sie kehrt zu Bockhorn zurück und bereist mit ihm die Welt. Die Jahre vergehen und das wilde Paar ist an einem Wendepunkt. Nach Hause zurück kehren oder weiterreisen? Die Entscheidung fällt das Leben. Bockhorn stirbt bei einem Verkehrsunfall. Hier endet die Geschichte der Uschi Obermeier zunächst in diesem Film.

Der Film kommt halbdokumentarisch daher und zeigt den Willen einer neuen Generation in Deutschland sich ihren Lebensweg selbst zu wählen. Frau Obermeier ist wie eine Seifenblase in dieser Zeit, die bei den medienwirksamen Ereignisse immer wieder gesehen wird, aber unbeschadet daraus hervor geht. Ein sehenswertes Stück Deutscher Zeitgeschichte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der süße Duft der Freiheit, 27. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Dieser Film weckt in einem den Drang nach Freiheit und den Wunsch das Leben, mit allem was es einem bietet, in vollen Zügen zu genießen.
Zeitweise ist es dennoch kaum zu glauben, dass dieser Film auf einer wahren Begebenheit beruht und all das ein einzelner Mensch wirklich erlebt haben kann.
Man bekommt einen Einblick in die Zustände und das Weltbild der damaligen Zeit, gepaart mit der Schönheit und der Schauspielleistung der Natalia Avelon, ein voller Erfolg.
Es regt einen zum Nachdenken über sich selbst und das eigene Leben an und alleine deswegen ist es die Investition wert.
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Das wilde Leben
Das wilde Leben von Achim Bornhak (DVD - 2007)
EUR 29,99
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