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5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein leben. Lebe Deinen Traum.
Am 7. Januar 2007 rezensierte ich Uschi Obermaiers Buch " Mein wildes Leben " und titelte " Eine der erotischsten Frauen des letzten Jahrhunderts ". Heute Abend nun sah ich mir endlich den auf diesem Buch basierenden Film an und bin begeistert, wie hervorragend die Schauspielerin Natalia Avelon die schöne 68er Ikone dargestellt hat. Der Film thematisiert nicht...
Veröffentlicht am 7. September 2008 von Helga König

versus
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3.0 von 5 Sternen Konsum-Ikone Uschi Obermaier
Die Figur der Uschi Obermaier konsumiert von morgens bis abends: sie konsumiert andere Menschen, fremde Länder, Drogen, chice Klamotten, immer etwas neues, narzistisch-hysteroid strukturiert, oberflächlich, mal mit dem ins Bett, mal mit jemandem anders. Sie bereist fremde Länder, ohne sich für deren Kultur näher zu interessieren, z. B. meint sie,...
Veröffentlicht am 25. Juni 2012 von Ada Moore


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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume nicht Dein leben. Lebe Deinen Traum., 7. September 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Am 7. Januar 2007 rezensierte ich Uschi Obermaiers Buch " Mein wildes Leben " und titelte " Eine der erotischsten Frauen des letzten Jahrhunderts ". Heute Abend nun sah ich mir endlich den auf diesem Buch basierenden Film an und bin begeistert, wie hervorragend die Schauspielerin Natalia Avelon die schöne 68er Ikone dargestellt hat. Der Film thematisiert nicht alle Erinnerungen , die im Buch fixiert sind aber wohl die wesentlichsten.

Die Anfangsszenen zeigen das spießig kleinbürgerliche Münchner Vorstadtmilieu, welches das freiheitssehnsüchtige Mädchen Uschi Obermaier hinter sich lassen möchte. Ungebildet ist sie und sie wird ihr Leben lang ohne intellektuelle Ambitionen bleiben, dennoch steht ihr die Welt offen, nicht zuletzt wegen ihrer Schönheit, ihrer Freiheitsliebe und ihrer unkonventionellen Art zu leben.
Diese Frau ließ sich weder kaufen, zwingen noch einbinden. Ein freies Leben war von Anfang an ihr höchster Wert. Das machte sie natürlich interessant für viele Männer, deren Jagdtrieb dadurch gefordert war.

Man sieht Obermaier bei ihren frühen Diskothekenbesuchen, dem Einstieg in die Drogenwelt und man sieht sie auf Titelblättern des " Twen ", einer ehemaligen Jugendzeitschrift, mittels derer ihre Karriere als Fotomodell ihren Anfang nahm.
Mit der Musikkommune Amon Düül reist sie nach Berlin und lernt Rainer Langhans ( Mathias Schweighöfer) kennen, mit dem sie eine Zeitlang in der damals berühmt berüchtigten " Kommune 1 " in Berlin gelebt hat.

Wie im Film deutlich wird, akzeptiert man sie dort nicht, weil sie intellektuell nichts zu bieten hat. Dennoch lebt sie wie keine andere Person in der Kommune jene Unkonventionalität, die die anderen im Grunde bloß fordern. Gezeigt werden Demos in Berlin und die Gier der Presse diese Kommunardenbewohnerin bei solchen Angelegenheiten abzulichten. Thematisiert wird Obermaiers sexuelles Verhältnis zu Mick Jagger und Keith Richards, die Eifersuchtsszenen seitens Langhans und das Ende der langjährigen Beziehung mit dem Kommunarden.

Obermaier ist eine völlig körperbezogene Frau, die Freude am Sex hat und fähig ist diesen hemmungslos zu genießen.Sie lernt Hamburgs Kiezgröße Bockhorn kennen , behält aber ihre sexuelle Beziehung zu Mick Jagger und Keith Richards bei, wobei sie, wie der Film deutlich macht, offensichtlich zu Richards eine emotionalere Bindung hatte wie zu Jagger.

Ähnlich wie das Buch unterstreicht auch der Film ihre Ablehnung gegenüber dem Prostituierten- und Ludenmilieu, in welchem sich Bockhorn aufhält.Anstelle eines 10 Jahres-Film-Vertrag mit Ponti zu unterschreiben, geht Obermaier mit Bockhorn im Wohnmobil auf Abenteuerreise nach Asien, wo sie diesen Mann nach indischem Ritual heiratet.Die Eheschließung ist der farbliche Höhepunkt des Films. Hier erfreuen den Zuschauer Bilder wie aus Tausendundeiner Nacht.

Während einer anderen Reise, die die beiden nach Mexiko führt, kommt Bockhorn ums Leben und Keith Richard, den sie genau in der Nacht zuvor in Mexiko erneut trifft , eröffnet ihr, dass er heiraten wird.Vordergründig ein trauriges Filmende, doch wer die Vita von Uschi Obermaier kennt, weiß, dass diese Frau daran nicht zerbrochen ist. Sie ist eine bodenständige Bayerin, die in einem Interview im Alter von 60 resümierte:" Ich weiß alles kann mir genommen werden, Männer, Liebe, Geld, aber nicht mein Talent und mein Handwerk."

Ein gut gemachter Film, mit dem Soundtrack " Sommerwine " und fetziger Musik von den Stones im Hintergrund .

Empfehlenswert.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farbenfroh, jede Menge gute Musik und eine atemberaubend attraktive Frau, die alles bekommt, was sie will, 17. März 2008
Von 
diekleinefrau (Hannover, Niedersachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Ohne Kompromisse - Uschi Obermaier, die Protagonistin, deren Leben in diesem Film nachgezeichnet wird - weiß, was sie will. Liebe, Leidenschaft, Abenteuer. SexŽnŽDrugsŽnŽRockŽnŽRoll - Uschi Obermaier bekommt es auch. Dazu verlässt sie zunächst das miefige Dorf mit ihren Eltern, die sie nur kleinhalten wollen. Der "Zufall" führt sie in die legendäre Kommune 1. Sie kommt mit Rainer Langhans zusammen - ihr Weg als Topmodell beginnt, bald lebt die Kommune 1 von ihren Gagen. Doch Politik, Anarchie, die Revolution sind Uschi eigentlich einerlei. Sie ist scharf auf guten Sex. Als sie auf einer Party, die Rolling Stones kennenlernd und sowohl Keith Richard als auch Mick Jagger eine Affäre mit ihr beginnen, entschließt sie sich, der Kommune 1 den Rücken zu kehren, Keith Richard auf einer Tour zu begleiten und eine wahnsinnig geile Zeit mit ihm zu verbringen. Doch irgendwann wird ihr auch das zu eintönig. Uschi will mehr, Uschi will die Welt erfahren. Das ermöglicht ihr "Bockhorn", König vom Kiez, der ihr die Welt zu Füßen legt. In einem umgebauten Bus machen sie die beiden auf Weltreise: Afghanistan, Indien, Mexiko ... sie erfahren die ganze Welt. An einem denkwürdigen Abend bekommt Uschi Obermaier Besuch von Keith Richard persönlich. Bockhorn ist rasend vor Eifersucht und fährt sich im Drogen- und Alkoholrausch zu Tode.
Ein atemberaubender Film mit vielen schönen Bildern, der das aufregende Leben der Uschi Obermaier nachzeichnet und zugleich ein Zeitzeugnis der wilden 60er Jahre ist. "Summerwine" - die tolle Musik trägt dazu bei, in der Filmhandlung zu versinken. Fünf Sterne für einen wirklich schönen Film, die ganze Kritik um den Film herum verstehe ich einfach nicht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut!, 13. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich kannte Uschi Obermeier nicht. Hatte bis dato noch nie von ihr gehört. Mein Mann wollte den Film sehen, also habe ich ihn mir mit ihm zusammen angeschaut. Ein wirklich sehr guter Film. Er zeigt Uschi als kleine Rebellin. Wenn die Kommune 1 wirklich so gelebt hat, wie es im Film dargestellt wurde, dann fand ich das schon ein bisschen grusselig. Privatleben war ein Fremdwort für die Kommune 1. Kein Wunder, dass Uschi von dort wieder ausgerissen ist. Ich denke, der ausschlaggebende Punkt war aber, dass ihr Freund vor ihr mit einer anderen Sex hatte. Sie war sehr verletzt, aber er hat laufend von freier Liebe und so gesprochen. Auf wen sie in ihrem weiteren Lebenslauf alles getroffen ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, sonst nehme ich ja jedem die Spannung. Ich kann nur sagen, es waren teilweise harte Szenen dabei und die Szene so ziemlich am Schluss war hammerhart. Ich sage nur: Unfall!
Wer Uschi O. nicht kennt, kann sich den Film getrost ansehen. Er wird sicherlich so angenehm überrascht sein wie ich.
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5.0 von 5 Sternen Der süße Duft der Freiheit, 27. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Dieser Film weckt in einem den Drang nach Freiheit und den Wunsch das Leben, mit allem was es einem bietet, in vollen Zügen zu genießen.
Zeitweise ist es dennoch kaum zu glauben, dass dieser Film auf einer wahren Begebenheit beruht und all das ein einzelner Mensch wirklich erlebt haben kann.
Man bekommt einen Einblick in die Zustände und das Weltbild der damaligen Zeit, gepaart mit der Schönheit und der Schauspielleistung der Natalia Avelon, ein voller Erfolg.
Es regt einen zum Nachdenken über sich selbst und das eigene Leben an und alleine deswegen ist es die Investition wert.
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3.0 von 5 Sternen Konsum-Ikone Uschi Obermaier, 25. Juni 2012
Von 
Ada Moore (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Die Figur der Uschi Obermaier konsumiert von morgens bis abends: sie konsumiert andere Menschen, fremde Länder, Drogen, chice Klamotten, immer etwas neues, narzistisch-hysteroid strukturiert, oberflächlich, mal mit dem ins Bett, mal mit jemandem anders. Sie bereist fremde Länder, ohne sich für deren Kultur näher zu interessieren, z. B. meint sie, in einem muslimischen Land leicht bekleidet herumlaufen zu können. Überhaupt sieht man sie entweder unbekleidet oder mit ständig wechselnden Klamotten, als wenn Sie stets shoppen ist, um neue Kleidchen oder Schuhe anzuschaffen.

Und umgekehrt, scheint auch sie von den anderen "konsumiert" zu werden. Viele Männer möchten einen One-Night Stand mit ihr, aber kaum einer scheint es ernster zu meinen. Für Rainer Langhans ist sie eine unter mehreren Geliebten und Keith Richards sucht sich zum Heiraten eine andere Frau aus.

Dieses Konsumverhalten wird in dem Film als große, wilde Freiheit verkauft. Dabei denke ich, dass dieses Konsumverhalten gar nicht typisch für die 70er Jahre war. Eigentlich hätte der Typus Uschi Obermaier eher in die 80er Jahre und nachfolgende Jahrzehnte gepasst.

Gut fand ich die Requisiten aus den 70er Jahren, die verdienen 5 Sterne! Und Alexander Scheer als Keith Richards, einfach genial! Auch die Hauptdarstellerin hat ausgezeichnet gespielt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, so war es! Aber nicht für alle., 18. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Wilde Leben (DVD)
Bis letzte Woche hätte ich abgewinkt bei dem Namen Uschi Obermeier - nach dem Motto: unpolitischer Groupie! Durch eine entsprechende Rezension bin ich neugierig geworden auf den Film und kann mich all den begeisterten Rezensionen nur anschließen. Ja, so war das Lebensgefühl vieler junger Leute in Westdeutschland damals - auch für mich, obwohl ich noch ein bißchen zu jung war und ziemlich brav.

Roter Faden des Films ist für mich sehr deutlich diese SUCHE nach "irgendwie mehr Freiheit, mehr Leben", die ja bekanntermaßen viele in Sackgassen getrieben hat, - Drogen, Sex-Stumpfsinn, Konsum, Zerstörung und Selbstzerstörung. Noch viel mehr andere haben entsprechende Sehnsüchte und Aktivitäten ihrer jungen Jahren später verdrängt. Und natürlich gab es auch sehr viele in dieser (unserer) Generation, die entsprechende Sehnsüchte schon damals verdrängt haben - und sich schon damals orientiert haben an der Erwachsenenwelt. (Beide Sorten dürften zu den Ein-Stern-Rezensenten dieses Films gehören; die entsprechenden Begründungen sind auschlußreich!)

Es ist leicht, das Oberflächliche und Entfremdete dieser im Film prägnant gezeigten Ausbruchsversuche zu sehen! Es ist (für jemanden, der's nicht mehr in sich spürt) sicher viel schwerer, die Keime von "echtem Leben" zu erkennen - bei der K 1 wie bei Langhans (damals!), bei Bockhorn wie bei dem Junkie Keith, und bei Uschi (trotz ihrer abgefuckten Model-Arbeit) am deutlichsten. Aber diesem Film geht es um solche Spuren von Leben! Die waren damals genauso leicht zu übersehen in dem Getöse wie es im Film sein mag - für jemanden, der sie übersehen will.
Insgesamt ist es ein Wunder, wie dieser Film nicht in die verschiedenen auf der Hand liegenden Untiefen abgerutscht isrt: Sexflm, Polit-Didaktik, Orientierung am Blickwinkel der Männer.

Es freut mich sehr, daß Uschi es offensichtlich geschafft hat, bei sich zu bleiben - bis heute! (Nicht zuletzt: daß sie ihre Fixierung auf eine von Männern kommende Freiheit offenbar gelöst hat.)

Und dazuhin: gute Schauspieler! Natalie Avelon in ihrer unbedingten leiblichen und affektiven Natürlichkeit - wie vermutlich auch Uschi war und ist. Ein schauspielerisches Naturtalent - die jetzt natürlich zu tun haben wird, nicht in die Schublade dieser Rolle gesteckt zu werden.
Wunderbare Dramaturgie und Regie!
Im "Making of" erzählt u.a. Uschi Obermeier selbst über den Film!
Dann gibt es als Bonus noch "Nicht verwendete Szenen", - darunter ist zumindest die erste ein Verlust für den Film: eine absolut stimmige Situation aus dem kleinbürgerlichen Umfeld, aus dem Uschi kam. Wäre wichtig gewesen (in Verbindung mit der ersten Szene im Film: Elternhaus) als Gegenpol zu allem Weiteren und ist durch und durch repräsentatv für die Situation, in der viele Mädchen damals leben mußten.
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4.0 von 5 Sternen Eine Frau, die ihrer Zeit voraus war, 27. Juli 2010
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Liegt es an der Frau? Liegt es am gelungen Drehbuch? Nach "Falco" ist es dem deutschen Film gelungen, erneut ein gelungenes Biopic über eine interessante Person zu drehen. Die Geschichte von Uschi Obermeier wird dabei flott, ohne Längen, angefangen vom Ausbruch zuhause und der Flucht zur Kommune 1 nach Hamburg erzählt.
Herrlich schräg ist hier Matthias Schweighöfer (Der rote Baron, Ranicki-Mein Leben) mit Lockenmähne.
Zudem reißt der Film kurz Obermeiers Karriere als Model an sowie die Bekanntschaft zu Mick Jagger und Keith Richards von den Rolling Stones. Insgesamt deckt der Film den Zeitraum Anfang der 70er Jahre, bis 1983 ab.
Für etwas prüde angehauchte Menschen ist dieser Film aber in keinem Fall etwas, weil Natalia Avelon als perfekt gewählte Besetzung mit gaaaanz viel nackter Haut spielt, doch wer heftige Sexszenen als Unterstreichung von Obermeiers rebellischer Art und Suche nach Freiheit erwartet, wird enttäuscht sein. Es gibt zwar neben den vielen Nacktszenen erotische Szenen, doch dienen diese dazu die Geschichte zu vertiefen, wie z.B. Obermeiers Freundschaft zu Keith Richards, aber nicht um plakativ irgendwelche Erwartungen zu erfüllen.
Insgesamt also ein toller Film über eine Powerfrau, die ihre Freiheit gelebt hat, als das noch nicht selbstverständlich war und die ihrer Zeit voraus war, wenn man bedenkt, dass Obermeier aus dem tiefsten, katholischen Bayern stammt, wo man viel Wert auf Tradition legt.
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5.0 von 5 Sternen Zeiten des Aufruhrs, 7. Juli 2009
Von 
Georg Jose Reindl "Jose" (Wallgau, Bayern Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Wilde Leben (DVD)
Der Film über das Wilde Leben ist sehr intensiv in der Darstellung der damaligen Aufbruchsstimmung der Jugend. Er bringt die Stimmung einer Rebellion gegen die gesellschaftlichen Ungereimtheiten zwischen konservativen Konventionen und politschen Machtstrukturen authenisch zum Ausdruck. Der Ruf nach freiheitlicher Gesinnung und Selbstbestimmung wird wirklich glaubwürdig auch in der Berliner Kommune nachvollziehbar präsentiert. Kurzum ein sehenswerter Film der einen echten Eindruck der Ereignisse widerspiegelt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewertung 'Das wilde Leben', 26. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Diesen Film muss man gesehen haben, wenn man in den in den fünfziger Jahren gebohren ist. Einfach gut!
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30 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Der wilde Egoismus": Banal, Oberflächlich, Egomanisch!, 22. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Das wilde Leben (DVD)
Ich bin Kunstschaffender, überzeugter 68er, und auch (zwangsläufig) authentischer Zeitzeuge, weil zufällig selbst zur gleichen Zeit in München-Sendling aufgewachsen, nicht weit weg von Uschi Obermaier, kannte daher die damalige "Sendlinger-Szene" bestens, sowie auch das Umfeld "Valley-Freizeit-Heim", "Dezi" usw., auch entfernt "Lurchi", den "Klopfer" usw., und habe mich daher auf diesen Film besonders gefreut - so dann auch bisher 6 mal (kritisch) gesehen!
Neidlos: Für den Mann am Dreh, Achim Bornhak und sein Team müsste man für diese Leistung, besonders hinsichtlich der "Authentizität", sowie der "aufwendigen Originalität bezüglich der Utensilien", sowie der sehr gut eingefangenen "68er-Stimmung" kritiklos einen Oskar überreichen! (Immerhin war er ja selbst damals nicht dabei gewesen!) Sofern ihn Uschi Obermaier dabei beraten hat, sei auch Ihr ein halber Stern gegönnt.
Die Story selbst ist ausserdem durch gute, "charismatische Schauspieler" überzeugend, jedoch in Bezug zur Realität charakterlich zu schöngefärbt "nachgespielt"!
Die "wahre" Geschichte weicht vom Heldenepos ziemlich ab. Die Kommune 1 lässt Uschi in Ihrem Film wie "intellektuelle Trottel" dastehen, wie auch sich selber - in Wirklichkeit, fehlte aber der Obermaier einfach entscheidend "intellektueller Zugang in jeglicher Form zu den Inhalten", entpuppte sich als reaktionär, banal, oberflächlich, kurz spießig und kontraproduktiv.(...und nur am Geld interessiert!)
Wir wollen an dieser Stelle nicht vergessen, dass die Kommune 1, wichtige gesellschaftliche Schritte einleitete - nicht unmittelbar in ihrer Auswirkung auf die damalige Gesellschaft, jedoch sicher langfristig - in einer Zeit in der schließlich noch viele gesellschaftliche Stukturen, sowie Beamte und Staatsdiener aus dem ehemaligen dritten Reich, Ansichten gesellschaftlicher Werte "schon wieder einer neuen Generation neu verkaufen wollten!" Da kam Uschi`s "Ego-Trip", als "Establishment-Pinup-Girl" mehr als unpassend! - Sicherlich nicht für die Zeitschriften-Branche der Biedermänner, wohl aber für die Ausrichtung der 68er-Bewegung!
Weinen musste ich daher nicht gerade, als Bockhorn gegen den Laster fuhr, obwohl der Schauspieler Bockhorn gegenüber dem echten Bockhorn sicher um einiges mehr an charkterlichen Sympathien beim Puplikum erringen dürfte. - Uschi war im harten, unerfeulichen Zuhältermilleu und Bockhorn zockte ausgerechnet jene bürgerlichen "Spießer" ab, mit deren Geld sich Uschi und ihr "Magic-Bus-Baby" den Traum vom reisenden "Hippieweibchen" leistete - ? Hörte ich da etwas von einer "großen Frau mit ihrer großen Lebensleistung? ? ? - Welche Leistung? - Für mich sind "echte" Hippies etwas anderes, siehe "Last Hippie Standing"!
"Lebe Dein Leben!" - Ja liebe Uschi, schade für mich und Glück für Dich, dass die Rolling Stones nicht weiblich waren, sonst hätte ich stattdessen einen Freiflug zu den Stones bekommen, oder?
Weil "materieller Egoismus" und "wirkliche Freiheit", sind unterschiedliche Dinge!
Eines muss man dem Film aber lassen: Der grosse Unterschied zwischen der "echten" (kalifornischen) 68er-Flower-Power-Bewegung und dem, was (in Wirklichkeit) davon in der Münchener Hinterbärenbadstrasse, bzw. dem "Kiez" angekommen ist, kommt in diesem Film gut rüber: Nämlich das abgeschmackte Gefühl, aus Kleinbürgertum, schlechten Drogen, einfältigen Nutten-Weibchen, Motorrad-Rocker- u. Zuhälter-Typen und lautstarken geistigen Blindgängern - also alles das, was leider - schon damals - mißverstanden wurde und zu dieser fatalen, ekelhaften, "abgeschmackten Alkoholiker-Rocker-Zuhälter-Milleut-Mischung" führte, die mit der geistigen Kultur der "Psychedelik-Psych-out-Generation" nur wenig zu tun hatte!
Ausserdem: Wer schon nach Indien reist, sollte wenigstens auf die Zeichen eines Bramahnen hören, wenn er denn schon sagt, dass er in der Uschi Kali erkannt hat - und Bockhorn einen jungen Bock, aus Lust und Laune heraus, grundlos tötet, (wenn sich das so zugetragen haben sollte) fördert ein "weiterhin glückliches" Leben "im Einklang mit den Dingen und der karmischen Natur" auch nicht gerade.

Eigentlich schade: Uschi Obermaier und "Der wilde Egoismus"! Banal, Oberflächlich, Egomanisch ...und offensichtlich nichts dazugelernt: Diesen Film kann man sich inhaltlich getrost ersparen!
Immerhin: Ein Stern für die Regie!
Ein Stern für die Stimmung bei den Demos und beim Happening von den Stones!
Original-Story: Keinen Stern!

Die Vertonung ist eigentlich fast eine Unverschämtheit, denn man versteht manchmal so gut wie nichts! Schon deshalb einen weiteren Punktabzug!

Psychodad, der prügelnde Zenmönch
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Das wilde Leben
Das wilde Leben von Achim Bornhak (DVD - 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 7,19
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