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Tool Muziq
Format: Audio CDÄndern
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2008
Dieser Mann hat alleine einen höheren Output als so manches Label: Pastor Troy. Unter den vielen Party-Rappern Atlantas gehört er zu denen, die sich und der Musik immer noch treu geblieben sind und zählt damit zum Besten, was A-Town zu bieten hat. Auch "Tool Muziq" reiht sich nahtlos in seine tolle Discographie, in der sich Perlen wie die beiden "Face Off" Teile oder "Universal Soldier" befinden, ein. Als Producer verpflichtete PT Cruiser u.a. Shawty Redd, DJ Squeeky, Drumma Boy oder Zaytoven, noch dazu gibt es altbewährte Instrumentals bekannter Hits. Die Gästeliste ist mit Gangsta Boo, Fabo und 2Dolla von D4L, Sammy Sam und Mr. Mudd nicht gerade die längste, doch Troy hat schon oft bewiesen, dass er es auch genauso gut alleine kann.
Die Tracklist ist mit einer Stückzahl von 14 genau richtig, nicht zu lang und nicht zu kurz. Positiv ist auch hervorzuheben, dass auf lästige Skits bzw. Intro und Outro verzichtet wurde, weshalb man die Platte in einem Guss durchhören kann. Den Anfang macht der Titeltrack "Tool Muziq", bei dem gleich klar wird, was PT als Tool bezeichnet, nämlich sein Waffenarsenal. Passend dazu donnern die Bässe knochenhart, elektrisch, aggressiv und werden mit diversen Schussgeräuschen unterlegt. Genau so etwas ist für Pastor Troy wie gemacht, denn sein harter Rapstyle kommt hier am Besten zur Geltung und lässt jeden seiner Fans mit der Zunge schnalzen. Bombastisch geht es gleich weiter und zwar mit dem etwas bekannteren "Saddam". Ein anderer Begriff als genial kann einem dazu eigentlich gar nicht einfallen. Das Instrumental ist düster und dynamisch zugleich, dazu feuert PT die Reime genauso schnell wie die Bassline aus seinem Magazin - jeder Schuss ein Treffer! Nach dem etwas gediegeneren "That's The Move" erreicht man mit "I'm Fucked Up" eine Down South Bombe, die von der ersten Sekunde an sofort zündet. Voll aufgedreht hämmern die Bässe gnadenlos aus dem Subwoofer, werden von ein paar crunkigen Synthies noch verfeinert, wozu der Pastor mal ruhiger, mal aggressiver performt, was ebenfalls wieder ein Genuss ist. Etwas bekanntere, ja fast schon legendäre Töne findet man mit "Wanting You". Pastor Troy hat sich hierfür dem großartigen Instrumental von Three 6 Mafia's "Late Nite Tip", welches Mitte der 90er von der Prophet Posse produziert wurde, verwendet. Passend dazu ist mit Gangsta Boo auch noch ein Ex-Three 6 Mitglied mit dabei und macht mit Pastor Troy aus diesem Gänsehaut-Intrumental einen der besten Lovesongs, die jemals aus dem dreckigen Süden kamen. Richtig entspannt hingegen geht es mit "No Money" zu. Eine chillige Kombination aus Piano und Bass begleitet PT Cruiser dabei, wie er sich über diejenigen lustig macht, die zwar eine große Klappe haben, jedoch nicht annähernd die Kohle wie er. Um das liebe Geld dreht sich auch "Hard For The Money", das sich jedoch mit einem Ghettogirl befasst und deren Wege ihre Brötchen zu verdienen. Unterlegt wird dies mit einem weiteren genial bouncenden Beat, der jede Autofahrt, Chill-Session oder was auch immer bereichert. "Digital" (ft. Fabo & 2Dolla) macht seinem Namen alle Ehre, denn man hört dem Song sofort an, dass er nur mit elektronischen Hilfen geschaffen wurde. Insgesamt ein guter South Track, jedoch der schwächste von "Tool Muziq". Die Kollegen Young Jeezy und Yung Joc werden im Intro zu "In My Truck With Me" kurz angesprochen. Wo Jeezy Respekt bekommt, erntet Joc nur Spott. Der Song an sich ist nicht ganz so unterhaltsam, macht aufgrund seiner dunklen Note und den rauen Stimmen von PT und Sammy Sam aber dennoch Spaß. Wer Pastor Troy kennt, der weiß dass er eine Schwäche für E-Gitarren hat. Und genau diese findet man auf "I'm Down". Langsame, aber dafür auch kraftvolle Riffs treffen hier auf eher zurückhaltende Beats, jedoch auf einen keinesfalls zurückhaltenden PT, der mal wieder alles aus seinem Organ herausholt und einen weiteren Banger daraus macht. Für etwas Gänsehaut sorgt unter Garantie "Hey Mama", ein Song, der den Müttern gewidmet ist, deren Leben sich eher hart gestaltet. Als Instrumental wurde das von 2Pac's "Until The End Of Time" ausgewählt, welches aufgrund seiner Emotionalität perfekt für diesen persönlichen Track eignet und man so PT's Rhymes wirklich fühlen kann und sie einem nahe gehen. Zum Abschluss diesen tollen Albums gibt es mit dem wieder stark von Gitarren geprägten "Will He Come Tonight" einen eher traurigen Ausklang, der sich irgendwie unheimlich, aber auch großartig anfühlt. Sowas können nur die wenigsten.
"Tool Muziq" bietet wirklich viel. Hart, Crunk, entspannt, rockig, ernst, emotional. Und alles verpackt auf 14 Tracks. Bis auf "The Belt", das man aber eher als Interlude sehen sollte, ist wirklich alles ausnahmslos gelungen und fügt sich zu einem großartigen South-Album zusammen, wie es leider nicht all zu oft der Fall ist. Wer sich mit hartem und ehrlichen Rap aus dem Süden anfreunden kann, sollte unbedingt mal reinhören, für Fans vom Pastor aus ATL ist "Tool Muziq" absolute Pflicht.
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