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69 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Einfälle, erstklassige Darsteller, eine universelle Botschaft - perfekte Unterhaltung
Steuerfahnder Harold Crick beginnt einen neuen Tag wie unzählige andere davor. Nur mit dem Unterschied, dass jeder seiner Schritte und jede seiner Handlungen von einer allgegenwärtigen Frauenstimme kommentiert werden. Als ihm der eigene Tod angekündigt wird, setzt er alles daran, den Lauf des Schicksals bzw. die Absicht seiner Schöpferin (?) zu...
Veröffentlicht am 8. Juli 2007 von J. Schlachter

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Film, schlechte DVD
Vorweg, der Film ist sehenswert, lustig und bereue den kauf soweit mal nicht.

Jedoch hatte ich die DVD bei Erhalt gleich mal in mein Laufwerk gegeben um zu sehen ob sie auch funktioniert - wunderbar, jedoch wirklich angesehen habe ich mir ihn erst Tage später und ab der Hälfte, wahrscheinlich bei dem "Layer-wechsel", war nur noch Pinke Flecken zu...
Vor 22 Monaten von EvilMadMuffin veröffentlicht


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69 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Einfälle, erstklassige Darsteller, eine universelle Botschaft - perfekte Unterhaltung, 8. Juli 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Steuerfahnder Harold Crick beginnt einen neuen Tag wie unzählige andere davor. Nur mit dem Unterschied, dass jeder seiner Schritte und jede seiner Handlungen von einer allgegenwärtigen Frauenstimme kommentiert werden. Als ihm der eigene Tod angekündigt wird, setzt er alles daran, den Lauf des Schicksals bzw. die Absicht seiner Schöpferin (?) zu ändern.

Die ungewöhnlich, für geradlinige Gemüter (bspw. Steuerfahnder) gar zu schräg anmutende Story weiter zu erläutern, ist unmöglich, ohne verblüffende Handlungstwists zu verraten. Daher bleibt zunächst nur der Verweis auf ähnlich verrückte Streifen wie BEING JOHN MALKOVICH, ADAPTION und VERGISS MEIN NICHT.

Ebenso wie in letztgenanntem Werk Jim Carrey gelingt in STRANGER THAN FICTION Will Ferrell ein Meilensprung vom Komiker zum ernstzunehmenden Leading Actor. Wer sein reduziertes Spiel als Untalent herabredet, hat vermutlich den tragikomischen Charakter Harold Crick nicht verstanden, dessen anfangs unscheinbarer, fast deprimierender Erscheinung sich der normalerweise extrovertierte Ferrell bemerkenswert unterordnet. Die graduell und subtil vollzogene Wandlung zum sympathischen Liebhaber meistert er dann umso anrührender (und sehr viel glaubwürdiger als im leider gescheiterten VERLIEBT IN EINE HEXE).

Emma Thompson - Seiten könnte man über ihre Schauspielkunst füllen! Die kettenrauchende Schriftstellerin mit Schreibblockade und zynischer Weltsicht erfüllt sie derart oscarreif mit Leben, dass man jeder von ihr getragenen Szene entgegenfiebert. Verbal Paroli bietet ihr das immer wieder gern gesehene Energiebündel Queen Latifah (CHICAGO) als Assistentin. Die Show wird ihr lediglich von Dustin Hoffman gestohlen, der mit seiner jüngsten Rollenwahl unerhört kontinuierlich ein glückliches Händchen bewiesen und meist kleine Parts ganz groß und denkwürdig gemacht hat (WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN, DAS PARFUM). Als koffeinsüchtiger Literaturprofessor darf er die Mehrzahl der komischsten Dialoge - siehe "die 23 Fragen", ein Brüller - bestreiten.

Die letzte Hymne sei Maggie Gyllenhaal, der nicht minder talentierten Schwester von Jake (BROKEBACK MOUNTAIN), gewidmet, deren längst überfällige Entdeckung durch ein breiteres Publikum als den heimlichen Fans von SECRETARY hoffentlich auf diesen Film folgt. Selten, wenn nicht sogar nie sah man eine anmutigere, wortgewandtere Bäckerin auf der Leinwand.

Bereits seit STAY wird der Rezensent mit jeder Ankündigung eines neuen Werkes des Schweizers Marc Forster, auf dessen Konto so unterschiedliche Genrebeiträge wie MONSTER'S BALL und WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN gehen, in vorfreudige Erregung versetzt. Nicht vielen Regisseuren gelingt dermaßen unangestrengt und teilweise liebevoll die verschiedensten Emotionen im Zuschauer zu wecken, ohne dabei den Intellekt zu vernachlässigen. Ein Kunststück, das wir gerne noch sehr viel öfter bestaunen wollen. Dieses Feelgood-Movie behalten wir solange als Meisterstück in wohliger Erinnerung.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerwarterter Tiefgang - davon aber mehr als nur ausreichend und absolut pur!, 22. November 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer, wie ich, hier eine seichte Komödie erwartet hat, wird anfangs ein wenig verblüfft sein.

Zuallererst spielt Will Ferrell mit unerwartetem Tiefgang - und die ganze Geschichte führt sanft, aber sehr bestimmt, auf die Erkenntnis ...
"Ist das Leben eine poetische Komödie oder Tragödie?"
oder
"Was ist Fiktion, was ist real?"
hin.

Sind wir alle nur ein Produkt eines wie auch immer gearteten Geschichtenschreibers?
Können wir Kapitel selbst bestimmen, oder werden wir widerwillig "ferngesteuert"?

Dieser Film hat mich sehr beeindruckt, höchstwahrscheinlich auch deswegen, weil ich mit dieser Tiefe wahrlich nicht gerechnet hätte.
Wirkt wie eine Erkenntniskeule, angenehm - aber fest zuschlagend, und führt einem mit sanfter Gewalt vor Augen, daß jeder Alltag, der noch so fade und öde abzulaufen vermag, von einem vielleicht letztgültigen Morgen beendet werden kann.

Was hier vielleicht fürchterlich trist, schwer und "erschlagend" klingt, ist filmtechnisch hervorragend verpackt und tiefsinnig-komödiantisch umgesetzt worden.
Ein wahrer Genuß!

Der "poetische Tod" kann wahrlich wachrütteln ...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöne Komödie mal etwas anders, 15. August 2013
'Schräger als Fiktion' ist keine typische Filmkomödie. Die originelle Handlung setzt den Zuschauer sofort in den Bann. Will Ferrel überzeugt als Hauptdarsteller mit erstklassigen schauspielerischen Leistungen. Dustin Hoffman ist in seiner Rolle als Literaturprofessor mehr als gut besetzt. Ein wahrer Genuss ihn und Ferrel im Dialog zu erleben! Auch die anderen Charaktere, insbesondere Maggie Gyllenhall, machen den Film durch ihre Authentizität zu etwas Besonderem. Sie leben. Ich hatte selten das Gefühl bei einem Film derartig nahe dabei zu sein. Technisch ist der Film ebenfalls perfekt. Die Bildgestaltung und Kameraführung führen zu einem besonderem Filmerlebnis. Jede Einstellung ist optisch gelungen und harmoniert mit der weiteren. Sehr entspannend zu sehen. Bin ich übrigens in der Stringenz sonst nur in Filmen von Nolan, Fincher oder Synder gewohnt. Regisseur Marc Forster hat mit diesem Werk der Welt ein weiteres kleines Kunstwerk hinterlassen. Das einzige, was mich persönlich etwas gestört hat, war, dass der Film ein bis zwei Längen hat. Dieser Makel wird allerdings durch die hervorragende Kameraführung wieder wett gemacht. 'Schräger als Fiktion' ist vielleicht nicht besonders witzig oder actionreich. Vielmehr ist er auf unterhaltsame Weise intelligent und regt durch seine philosophischen Ansätze zum Nachdenken an. Außerdem zeigt er, dass der Vorrat an guten Filmideen noch lange nicht ausgeschöpft ist. Es ist nur nicht immer leicht, solche Perlen heute in dem großem Filmozean zu finden. Aber das hier ist eine. Klare Kaufempfehlung!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich denke, also müsste ich doch sein, oder?, 2. August 2007
Von 
Rob Fleming - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Harold führt ein vollkommen strukturiertes Leben. Es ist Steuerprüfer, achtet pingelig auf Ordnung, Pünktlichkeit und Sauberkeit und erfüllt auch sonst sämtliche Klischees einen langweiligen Spießers.
In seine genauestens verplante und streng rationale Welt paßt es nun gar nicht, dass er plötzlich Stimmen hört. Genauer gesagt eine Stimme und die spricht auch nicht zu ihm, sondern über ihn.
Da Psychotherapeuten ihm nicht helfen können, treibt es ihn in seiner Verzweiflung zu einem Literaturprofessor. Der nimmt sich dem ungewöhnlichen Fall an behauptet nach einigen Nachforschungen, dass Harold die Hauptperson des sehnsüchtig erwarteten neuen Romans einer bekannten, aber sehr zurückgezogen lebenden, Autorin sein müsse. Eine Schriftstellerin die ausgerechnet dafür bekannt ist, dass ihre Hauptfiguren am Ende der Geschichte das Zeitliche segnen.
Die Aussicht auf einen baldigen Tod gefällt Harold ganz und gar nicht, hat er sich doch erst kürzlich in eine schöne Bäckerin verliebt und auch sonst ganz andere Pläne für seinen weiteren Lebensweg. So versucht er Kontakt zu seiner Meisterin aufzunehmen und sich gegen die Fremdbestimmung zur Wehr zu setzen.

Statt die verschiedenen Realitätsebene zu trennen, vermischt "Schräger als Fiction" diese ganz bewußt, so dass die Grenzen verwischen. Eine strenge Analyse der Handlung würde fraglos den einen oder anderen Logikfehler aufdecken, aber dadurch beraubt man sich der philosophischen Gedanken die hinter all dem stecken. Ist Harold eine Romanfigur die sich verselbstständigt hat, oder ist er ein normaler Mensch, der seine Individualität zurückgewinne muss? Ist unsere gesamte Welt nur die Illusion eines höheren Universums? In wie weit hat man sein Schicksal selbst in der Hand?

Inhaltlich ist der Film mehr als die Summe seiner Teile. Zwar mangelt es der Liebesgeschichte an Komplexität und die Handlung ist weder dramatisch tiefschürfend noch umwerfend witzig oder spannend, aber am Ende kommt dabei ein skurriles und intelligentes Filmvergnügen heraus.

Neben der originellen Grundidee überzeugen vor allem die großartigen Schauspieler. Emma Thompson, Dustin Hoffman und Maggie Gyllenhaal brillieren in Nebenrollen und Will Ferrell, der bislang vor allem in überdrehten Slapstick-Rollen aufgefallen ist, beweist, dass er auch leiseren und hintersinnigen Humor transportieren kann.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solche Filme gibts viel zu selten, 19. Juli 2007
Ich hatte den großen Vorteil, nicht zu wissen worum es in dem Film eigentlich gehen soll. Damit war es bis zum Ende spannend, wie sich die Geschichte auflösen würde. Von Beginn an ein inovatives Drehbuch, kreativ fotografiert, mit wirklich sehr überzeugenden Schauspielern. Auch wenn ich von der Brachialkomik Will Ferrels üblichen Rollen nichts halte, hier ist er excellent besetzt. Vielleicht eine Rolle die man vor 5 Jahren noch Jim Carrey gegeben hätte.
Und Emma Thompson in ihrer Rolle zuzusehen ist einfach ein Erlebnis.
Im Fazit ein Film mit Alltags - Philosophischen Anklängen und einer Gut - Fühl- Botschaft (engl. feel good message).
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Einfälle, erstklassige Darsteller, eine universelle Botschaft - perfekte Unterhaltung, 18. Juli 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Steuerfahnder Harold Crick beginnt einen neuen Tag wie unzählige andere davor. Nur mit dem Unterschied, dass jeder seiner Schritte und jede seiner Handlungen von einer allgegenwärtigen Frauenstimme kommentiert werden. Als ihm der eigene Tod angekündigt wird, setzt er alles daran, den Lauf des Schicksals bzw. die Absicht seiner Schöpferin (?) zu ändern.

Die ungewöhnlich, für geradlinige Gemüter (bspw. Steuerfahnder) gar zu schräg anmutende Story weiter zu erläutern, ist unmöglich, ohne verblüffende Handlungstwists zu verraten. Daher bleibt zunächst nur der Verweis auf ähnlich verrückte Streifen wie BEING JOHN MALKOVICH, ADAPTION und VERGISS MEIN NICHT.

Ebenso wie in letztgenanntem Werk Jim Carrey gelingt in STRANGER THAN FICTION Will Ferrell ein Meilensprung vom Komiker zum ernstzunehmenden Leading Actor. Wer sein reduziertes Spiel als Untalent herabredet, hat vermutlich den tragikomischen Charakter Harold Crick nicht verstanden, dessen anfangs unscheinbarer, fast deprimierender Erscheinung sich der normalerweise extrovertierte Ferrell bemerkenswert unterordnet. Die graduell und subtil vollzogene Wandlung zum sympathischen Liebhaber meistert er dann umso anrührender (und sehr viel glaubwürdiger als im leider gescheiterten VERLIEBT IN EINE HEXE).

Emma Thompson - Seiten könnte man über ihre Schauspielkunst füllen! Die kettenrauchende Schriftstellerin mit Schreibblockade und zynischer Weltsicht erfüllt sie derart oscarreif mit Leben, dass man jeder von ihr getragenen Szene entgegenfiebert. Verbal Paroli bietet ihr das immer wieder gern gesehene Energiebündel Queen Latifah (CHICAGO) als Assistentin. Die Show wird ihr lediglich von Dustin Hoffman gestohlen, der mit seiner jüngsten Rollenwahl unerhört kontinuierlich ein glückliches Händchen bewiesen und meist kleine Parts ganz groß und denkwürdig gemacht hat (WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN, DAS PARFUM). Als koffeinsüchtiger Literaturprofessor darf er die Mehrzahl der komischsten Dialoge - siehe "die 23 Fragen", ein Brüller - bestreiten.

Die letzte Hymne sei Maggie Gyllenhaal, der nicht minder talentierten Schwester von Jake (BROKEBACK MOUNTAIN), gewidmet, deren längst überfällige Entdeckung durch ein breiteres Publikum als den heimlichen Fans von SECRETARY hoffentlich auf diesen Film folgt. Selten, wenn nicht sogar nie sah man eine anmutigere, wortgewandtere Bäckerin auf der Leinwand.

Bereits seit STAY wird der Rezensent mit jeder Ankündigung eines neuen Werkes des Schweizers Marc Forster, auf dessen Konto so unterschiedliche Genrebeiträge wie MONSTER'S BALL und WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN gehen, in vorfreudige Erregung versetzt. Nicht vielen Regisseuren gelingt dermaßen unangestrengt und teilweise liebevoll die verschiedensten Emotionen im Zuschauer zu wecken, ohne dabei den Intellekt zu vernachlässigen. Ein Kunststück, das wir gerne noch sehr viel öfter bestaunen wollen. Dieses Feelgood-Movie behalten wir solange als Meisterstück in wohliger Erinnerung.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Being Will Ferrell, 6. August 2007
Sie lieben "Being John Malkovich" und mögen "die Truman-Show"? Dann wird auch diese DVD ihnen einen unterhaltsamen Abend bringen. Wie bei den genannten Filmen ist die Geschichte von "Stranger than Fiction" ähnlich gelagert. Hier steuert eine Schriftstellerin mit Schreibblockade (E. Thompson) unwissentlich das Leben eines einfachen Steuerprüfers (Will Ferrell). Des weiteren spielt eine Armbanduhr eine wesentlich Rolle und eine schnuckelige Punkbäckerin - beide verändern das Leben unseres Steuerprüfers wesentlich. Die erste halbe Stunde des Films begeistert. Endlich, so glaubt der geneigte Kinofreund, hat "Being John Malkovich" einen würdigen Nachfolger gefunden. Doch leider driftet der Film dann ab und wird zur Liebesgeschichte. Warum sich der lahme Steuerprüfer in die hübsche Bäckersfrau verliebt ist klar, doch wo liegen ihre Motivationen? Süß ist allerdings die Szene im Gelenkbus, flirten kann in den Kurven ganz schön schwierig sein... Die nötige tiefe für eine Liebesgeschichte fehlt allerdings. Als die Liebe für den Zuschauer offensichtlich ist, schwenk das Drehbuch wieder zum skurilen Hauptstrang zurück. Die Autorin, noch hat sie keine Ahnung von der realen Existenz ihres Protagonisten, will ihren Steuerprüfer im Buch sterben lassen. Dieser erfährt durch einen Literaturprof (Dustin Hoffman) und einem TV-Interview davon. Hoffman, dies sei nur kurz erwähnt, hat keine Paraderolle bekommen. Er bleibt Stichwortgeber. Dies liegt auch an einer entscheiden Drehbuchänderung. In der Ursprungsidee sollen Hoffman und Thompson noch ein Liebespaar werden - ein Ansatz der verworfen wurde und so seine Rolle eher unnötig macht. Obwohl es natürlich einen philosophischen Gedanken hinter der ganzen Geschichte gibt, wird nie klar warum sich weder Hofmann noch Thompson über eine reale Buchfigur wundern. Kurz ist ihr staunen, schnell danach ihr handeln. Logisch wäre gewesen: Überhaupt keine Verwunderung oder eine logische Erklärung. Auch eine verrückte Erklärung, siehe bei Malkovich (Tunnel in den Kopf), hätte geholfen. So wurden hier eine ganze Menge Witz und Ironie verschenkt. Zurück zur Geschichte: Der Steuerprüfer möchte seinen Tod verhindern, dann bekommt er aber das Skript der Autorin und sieht die Notwendigkeit seines Ablebends ein. Auch dies ist unsinn. Der Protagonist befindet sich in der ersten großen Liebesgeschichte seines Lebens und stimmt dann einem sentimentalem Tod zu, obwohl er sonst nie Selbstmordgedanken hatte? O.k. - dies ist die Freiheit der Regie, aber macht die Figur Ferell nicht sehr glaubhaft. Am Ende hat die Autorin ein einsehen und die Figur des Steuerprüfers überlebt, wenn auch mit üblen Verletzungen. So bekommt der Steuerprüfer am Ende seine Bäckerin und dafür verzichtet die Autorin auf ein wenig Ruhm. Warum sie dies macht wird in der DVD-Fassung nicht wirklich deutlich. Erst das Bonusmaterial erklärt ihren Sinneswandel. Deshalb auf jeden Fall einen Blick auf die Extras werfen. Seltsam, warum die Szene zwischen Autorin und Lektorin so gekürzt wurde??? Da wollte die Produktion der Regie wohl mal die Meinung sagen - leider genau zum falschen Zeitpunkt im Film. Das Fazit: Die Grundidee ist genial, aber die Umsetzung hätte noch ein wenig Ironie und schwarzen Humor benötigt. Es hätte ein Kulfilm werden können, aber so bleibt es immerhin ein netter DVD-Abend.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Einfälle, erstklassige Darsteller, eine universelle Botschaft - perfekte Unterhaltung, 8. Juli 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schräger als Fiktion [Blu-ray] (Blu-ray)
Steuerfahnder Harold Crick beginnt einen neuen Tag wie unzählige andere davor. Nur mit dem Unterschied, dass jeder seiner Schritte und jede seiner Handlungen von einer allgegenwärtigen Frauenstimme kommentiert werden. Als ihm der eigene Tod angekündigt wird, setzt er alles daran, den Lauf des Schicksals bzw. die Absicht seiner Schöpferin (?) zu ändern.

Die ungewöhnlich, für geradlinige Gemüter (bspw. Steuerfahnder) gar zu schräg anmutende Story weiter zu erläutern, ist unmöglich, ohne verblüffende Handlungstwists zu verraten. Daher bleibt zunächst nur der Verweis auf ähnlich verrückte Streifen wie BEING JOHN MALKOVICH, ADAPTION und VERGISS MEIN NICHT.

Ebenso wie in letztgenanntem Werk Jim Carrey gelingt in STRANGER THAN FICTION Will Ferrell ein Meilensprung vom Komiker zum ernstzunehmenden Leading Actor. Wer sein reduziertes Spiel als Untalent herabredet, hat vermutlich den tragikomischen Charakter Harold Crick nicht verstanden, dessen anfangs unscheinbarer, fast deprimierender Erscheinung sich der normalerweise extrovertierte Ferrell bemerkenswert unterordnet. Die graduell und subtil vollzogene Wandlung zum sympathischen Liebhaber meistert er dann umso anrührender (und sehr viel glaubwürdiger als im leider gescheiterten VERLIEBT IN EINE HEXE).

Emma Thompson - Seiten könnte man über ihre Schauspielkunst füllen! Die kettenrauchende Schriftstellerin mit Schreibblockade und zynischer Weltsicht erfüllt sie derart oscarreif mit Leben, dass man jeder von ihr getragenen Szene entgegenfiebert. Verbal Paroli bietet ihr das immer wieder gern gesehene Energiebündel Queen Latifah (CHICAGO) als Assistentin. Die Show wird ihr lediglich von Dustin Hoffman gestohlen, der mit seiner jüngsten Rollenwahl unerhört kontinuierlich ein glückliches Händchen bewiesen und meist kleine Parts ganz groß und denkwürdig gemacht hat (WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN, DAS PARFUM). Als koffeinsüchtiger Literaturprofessor darf er die Mehrzahl der komischsten Dialoge - siehe "die 23 Fragen", ein Brüller - bestreiten.

Die letzte Hymne sei Maggie Gyllenhaal, der nicht minder talentierten Schwester von Jake (BROKEBACK MOUNTAIN), gewidmet, deren längst überfällige Entdeckung durch ein breiteres Publikum als den heimlichen Fans von SECRETARY hoffentlich auf diesen Film folgt. Selten, wenn nicht sogar nie sah man eine anmutigere, wortgewandtere Bäckerin auf der Leinwand.

Bereits seit STAY wird der Rezensent mit jeder Ankündigung eines neuen Werkes des Schweizers Marc Forster, auf dessen Konto so unterschiedliche Genrebeiträge wie MONSTER'S BALL und WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN gehen, in vorfreudige Erregung versetzt. Nicht vielen Regisseuren gelingt dermaßen unangestrengt und teilweise liebevoll die verschiedensten Emotionen im Zuschauer zu wecken, ohne dabei den Intellekt zu vernachlässigen. Ein Kunststück, das wir gerne noch sehr viel öfter bestaunen wollen. Dieses Feelgood-Movie behalten wir solange als Meisterstück in wohliger Erinnerung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Film ist mal etwas anderes und das ist er ziemlich gut!
Will Ferrell in einer seriösen Rolle und die spielt er sehr gut.
Die Story ist toll und man ist von diesem Film gefangen.

Bestimmt nicht jedermanns Sache, aber für Menschen, die etwas anspruchsvollere Filme mögen, ist das hier einen Kauf wert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich!, 2. April 2014
Von 
Washington - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir sind ja Will Ferrell Filme oft ein wenig zu "vulgär" und deswegen war ich ein wenig Skeptisch diesem Film gegenüber- aber ich wurde positivst überrascht!
Ich liebe diesen Film.
Kurz zusammengefasst geht es um einen Mann der auf einmal eine Stimme hört die sein Leben erzählt und eine Autorin die über einen Charakter schreibt (ja, es ist dieselbe Person) aber noch nicht genau weiß wie sie ihn umbringen soll.

Ein herrlicher Film mit viel Witz den man auch mit der Familie anschauen kann.
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