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5.0 von 5 Sternen Warum es diese Orgelaufnahme geben sollte..., 21. August 2009
Von 
Mike Microphon (Sinzing, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Les 4 Toccatas & Fugues (Audio CD)
Orgelaufnahmen sind so eine Sache: meistens versteht man nicht, warum diese Aufnahmen überhaupt angefertigt worden sind. Weder das Instrument, noch der Organist, noch das Stück, noch die Akustik, noch die Qualität der Aufnahme scheinen wirklich bemerkenswert zu sein. Also warum? Ist es der Versuch, die Magie und die Religiösität eines Ortes einzufangen? Das ist so unmöglich wie die Stimmung beim Endspiel der WM einem Fußball-Laien über den Fernsehbildschirm hinweg zu vermitteln.

Bei dieser CD ist es allerdings anders: sowohl das Instrument, der Organist, der Komponist, als auch die Akustik und die Qualität der Aufnahme verdienen es, hervorgehoben zu werden.

ad 1: die Grenzing-Orgel (aus dem 17. Jahrhundert stammend, nach ihrem Retter und Restaurator Gerhard Grenzing benannt) ist ein wirklich bemerkenswertes Instrument. Jede Spur von Alter und Vergänglichkeit ist wie weggeblasen, wir haben es mit einem völlig überzeugenden, hochwertigen Musikinstrument zu tun, das durch seinen Variantenreichtum und die Farbechtheit überzeugt.

ad 2: der Pariser Organist André Isoir (vermutlich längst verstorben) steht mit seinem Namen und seinem Können dafür, dass Kirchenmusik keine zweitklassige Veranstaltung sein muss

ad 3: ein gewisser Joh. Seb. BACH

ad 4: die freundliche akustische Umgebung mit relativ kurzen Nachhallzeiten kommt der Aufführung von komplexen Kompositionen sehr entgegen

ad 5: die Aufzeichnung aus dem Jahr 1993, am Rande eines Festivals, kann sich auch heute noch sehen lassen, da die technischen Möglichkeiten damals gut ausgenutzt wurden (die Digitaltechnik war ja erst wenige Jahre alt). Der Klang ist äußerst lebendig ohne jegliche harmonische Verzerrungen, wirklich erstaunlich. Wir haben es also nicht mit Archiv-Schrott zu tun, der von einem Nachfolge-Label namens CALLIOPE gedankenlos vermarket wird. (Wundern Sie sich nicht, dass es von dieser Aufnahme schon vier Ausgaben gibt, die Stücke sind sehr beliebt.)

Das ist doch einiges, wenn man bedenkt, was sonst so angeboten wird.
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