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273 von 279 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte von zwei Kindern im Krieg...
Es gibt sie. Filme, die einen selbst als ZuseherIn verändern und einen anderen Menschen aus einem machen. Und es gibt manche Filme, die einem das cineastische Weltbild verändern: Vor den letzten Glühwürmchen, verabscheute ich Animes (=japanische Zeichentrickfilme), da sie für mich meinst nur niveaulose Kinder- und Freak-Unterhaltung waren. Mit...
Veröffentlicht am 6. April 2007 von Berger Andreas

versus
38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen -----___----- Sehr trauriger Film und DVD -----___-----
Der Film mit dem Titel Die letzten Glühwürmchen stammt aus dem Studio von Hayao Miyazaki und wurde von Isao Takahata gedreht. Er erzählt die Geschichte der Menschen in der japanischen Stadt Kobe, die wegen der amerikanischen Bomber welche ihre tödliche Fracht über den Dächern der Häuser abwarfen, deren Besitz, Angehörige oder sogar...
Veröffentlicht am 28. April 2006 von Ojamajo Doremi


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273 von 279 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte von zwei Kindern im Krieg..., 6. April 2007
Es gibt sie. Filme, die einen selbst als ZuseherIn verändern und einen anderen Menschen aus einem machen. Und es gibt manche Filme, die einem das cineastische Weltbild verändern: Vor den letzten Glühwürmchen, verabscheute ich Animes (=japanische Zeichentrickfilme), da sie für mich meinst nur niveaulose Kinder- und Freak-Unterhaltung waren. Mit japanischem Film fing ich ebenso wenig an. Und Kriegsfilme mag ich bis heute nicht. Wie falsch man doch liegen kann!

Der Film transportiert ein Meer von Gefühlen - abseits dessen was man je für möglich gehalten hat, obwohl - oder vielleicht gerade weil - der Film Zeichentrick ist. Das ganze aber auf einem Niveau, welches mit sterbenden Bambies, Mufasas und Einhörnern nichts - aber auch gar nichts - mehr zu tun hat. Eigentlich ist bereits der Vergleich lästerlich. Diesen Film kann man getrost all jenen zeigen, die sonst Animes hassen. Sie werden eines besseren belehrt werden und sehen, dass es sehr wohl niveauvolle, tiefgründige und philosophische Zeichentrick-Filme gibt, auch wenn man dies zuerst durch jahrzehntelange Disney-Sozialisation vielleicht nicht glauben mag.

Wenn es etwas gibt, was japanischer Film vermutlich weltweit am besten kann, dann ist es eine Geschichte abseits von Gut-und-Böse-Kategorisierung zu erzählen. Der Film handelt zwar von zwei japanischen Kindern im Krieg, aber weder sind die Japaner die Guten, noch die Amerikaner die Schlechten. Es gibt keine gute Fee, die zu den Kindern kommt und hilft, es gibt keinen Bösewicht, der sie quält, der Krieg ist nicht Thema des Films - er passiert einfach. Das Leben ist wie es ist. Weder gut noch schlecht und doch ist es beides zugleich. Niemand erhebt einen moralischen Zeigefinger und sagt: "Seht her, Krieg ist schlecht." Und doch prügelt der Film mit solcher Wucht auf das Gefühl des Rezipienten, dass man nur ohnmächtig der Brutalität der Kriegs-Schauplätze auf dieser Welt gedenken kann, an denen sich die Handlung des Films täglich wiederholt.

Der Film ist kein Kriegsfilm. Es erzählt nur die Geschichte von zwei Kindern im Krieg, die im Übrigen auf der wahren Lebensgeschichte des gleichnamigen Buches des Autors beruht. Janis El-Bira schreibt in seinem hervorragenden Review ([...]) "Immer wieder wird gesagt, Hotaru No Haka sei eine Geschichte vom Überleben - nein, es ist eine vom Sterben". Dem ist nicht viel mehr hinzuzufügen.

Vergleiche zu diesem Film gibt es genug. Die Zeitschrift "Die Zeit" schrieb, dass "Schindlers Liste" im Vergleich zu diesem Film wie eine Komödie wirkt." Dies ist fast eine Untertreibung. Die meisten Freunde, denen ich den Film gezeigt habe, haben gesagt, dass dies der beste Film war, den sie je gesehen haben - jedoch auch einer, den sie nie wieder sehen wollen. Wer einen Stimmungskiller für seine Party sucht oder mal seine besten Freunde im Kollektiv weinen sehen will, sollte zugreifen.

Die deutsche Arte Synchronisation ist übrigens hervorragend, man kann dieses Meisterwerk also auch getrost in der deutschten Version betrachten. Die DVD ist wie bei anderen Japan Importen gewohnt lieblos (oft der einzige Kritikpunkt an den Amazon-Rezessionen), zum Glück wurde das Ganze nun aufgrund der großen Nachfrage durch eine neue Collectors-Edition ausgeglichen, die vor einigen Monaten herauskam. Die Altersfreigabe ab 6 Jahren zeigt nur, dass kein Mensch bei der FSK diesen Film je gesehen hat (Zeichentrick = Kinderfilm gilt dort auch im Jahre 2007 wohl immer noch).

Über die Story im Detail werde ich nun nichts schreiben, dafür gibt es genug andere Reviews. Sagen möchte ich noch, dass es unter den tausend Filmen, die ich in meinem Leben gesehen habe, nur zwei 10 von 10 Punkten Filmen gibt. Dies ist einer davon.

Wer sich aber durch meine Lobhudelei nicht überzeugen lassen will, der kann auch gerne andere Kritiken als Referenz nehmen. Selbst Kritikerpapst Roger Ebert, der sonst Zeichentrick auf die Pest hasst, reiht diesen Film unter die besten 10 der Welt. Auf der englischen Amazon Seite hat "Grave of the Fireflies" - so der englische Titel - 547 Reviews, wobei 508 (!!!) fünf von fünf Sterne-Kritiken sind (so was gibt's sonst eigentlich gar nicht!). Und so fort.

Darum: Schaut euch den Film an - auch wenn ihr Zeichentrick hasst. Auch wenn ihr keine Kriegsfilme mögt. Und auch wenn ihr mit asiatischem Film nichts anfangen könnt. Ihr werdet es nicht bereuen!

Schließen möchte ich mit einem Zitat eines Vaters, das ich selbst auf der Arte Web-Seite gelesen habe, nachdem ich den Film zum ersten Mal im Fernsehen sah:

"Nachdem ich "Die letzen Glühwürmchen" gesehen habe, war ich zuerst einmal still. Nach Minuten ging ich die Treppe hinauf, in das Zimmer meiner Kinder, die da in ihrem Bett still schliefen. Tränen brachen aus mir wie ein Wasserfall, ich stand da und weinte. Dann umarmte ich sie ganz fest, hielt sie eine Ewigkeit. Und ich spürte die ganze Liebe zu meinen Kindern wie noch nie zuvor. (...)"

10 von 10 durch die Nacht fliegenden Glühwürmchen
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59 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend !, 4. Oktober 2003
Von 
Jens Fütterer (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die letzten Glühwürmchen (DVD)
Ich bin noch immer regelrecht geschockt. Der Film hat mich dermassen berührt wie es schon lange keiner mehr geschafft hat.
Dieser Film sollte als Pflichtvorführung an Schulen eingesetzt werden. Auch einigen Politikern sollte man dieses Werk mal vorführen.
Von der Storie erinnert mich der Film ein wenig an "Das Leben ist schön", wo der Vater versucht seinem Sohn den Aufenthalt im KZ zu erleichtern.
Genau so versucht der 14jährige Seita für seine Schwester Setsuko das Leben erträglich zu machen. Nachdem ihre Mutter bei einem Bombenangriff ums Leben kommt stehen die beiden alleine da, denn bei ihrer Tante sind sie nicht sehr lange willkommen. Es ist beeindruckend, wie Seita seine eigene Trauer um seine Mutter unterdrückt, um seiner kleinen Schwester Mut zu machen. Es ist aber auch echt Herzergreifend, wenn die Kleine anfängt zu weinen.
Schon nach der ersten Szene wird klar, dass man lieber nicht mit einem Happy End rechnen sollte. Den ganzen Film über denkt man sich: "Jetzt kann es ja eigentlich nicht mehr schlimmer kommen." Aber es kommt schlimmer.
Abschließend möchte ich sagen, dass mir die Altersfreigabe ab 6 nicht ausreicht. Erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass ein sechsjähriger die Zusammenhänge begreifen kann bzw. den Film überhaupt interessant findet, zweitens sind einige Bilder doch sehr heftig (zB. die verletzte Mutter im Krankenhaus und dann die Leiche der Mutter).
Die DVD könnte noch ein paar Extras vertragen, aber trotzdem gibt es ganz klar 5 Sterne!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend von Anfang bis Ende, 13. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die letzten Glühwürmchen (DVD)
Das dieser Film kein Happy End hat , wurde mir schon in der Einleitung klar. Ist der Anfang schon schockierend genug (Tod der Mutter , die Gleichgültigkeit der Tante etc.) , so ist die letzte halbe Stunde , nachdem die Kleine krank wird , kaum noch zu ertragen. Wo andere Filme versuchen , durch die übertriebene Darstellung von Gewalt Betroffenheit zu schaffen , gelingt das in diesem Film auf eine ganz andere , subtile Art. Die wenigen glücklichen Momente der beiden verstärken hier die Betroffenheit ebenso , wie die Hilflosigkeit der Personen , die ihnen helfen würden - wenn sie könnten. Bei mir hat es dieser Film geschafft , die Grausamkeiten und das Elend des Krieges in einer Intensität zu zeigen , wie kein anderer Film vorher ! Vorsicht: Popcorn , Chips u.ä. Sachen kann man getrost bei diesem Film im Schrank lassen , er schlägt extrem auf Magen , Tränendrüsen und Gemüt. Ich habe nach dem Film auch eine Weile gebraucht , um das Gesehene zu verdauen.Gegen diesen Film wirkt sogar "Schindlers Liste" so bedrohlich wie Ponystreicheln. Kindertauglich ist dieser Film sicher nicht - als Mahnung gegen den Krieg aber wärmstens zu empfehlen. Der Zeichenstil wirkt im Vergleich zu Filmen wie "Chihiros Reise ins Zauberland" etwas einfacher , ändert aber nichts an der Wirkung - wenn ich an die Rückblenden kurz nach dem Tod des Mädchens denke , läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter.
Technisch gesehen gibt es nichts auszusetzen , beachten sollte man nur , das die Sprache standardmäßig auf japanisch steht und (zumindest bei meinem DVD-Player) nicht während des Films, sondern nur im Hauptmenu umgeschaltet werden kann.
Fazit: Ein ergreifender , schön gezeichneter Film der niemenden kalt lassen sollte !
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am 21. September 1945 starb ich..., 11. Juli 2006
Ich hatte schon lange diesen Film gekannt, ohne daß ich ihn je gesehen hatte oder wußte, worum es ging. Als ich dann die DVD gekauft hatte und den Film sah, war es..ja, wie eigentlich? Warum soll ich es nicht aussprechen: es war wie ein Schlag in die Fresse!

Wenn es je eines Beweises bedurft hätte, daß der Zeichentrickfilm ebenso "erwachsen" sein kann wie ein Realfilm - hier ist er! Unerwartet, ruhig, gefaßt, aber unerbittlich und konsequent. Ich war schon tief von Myazakis Filmen beeindruckt, doch dies ist der Gipfel. Ich kann mich nur an sehr wenigen Filmen - Realfilmen - erinnern, die mich so tief bewegt haben. Allein der Beginn, der die Grundlage für dieses Drama schafft, ist unglaublich. Und das Ende ist noch viel unfaßbarer. Ein unvergeßlicher Film.

Wenn man sich DIE LETZTEN GLÜHWÜRMCHEN ansieht, hat man das Gefühl, daß einem immer mehr die Kehle zugeschnürt wird. Langsam, mit ruhigen unspektakulären Einstellungen (ein absoluter Gegensatz zu AKIRA, zur selben Zeit entstanden), aber effektiv in seiner Dramaturgie (jede Szene treibt die Handlung ein Schritt voran), erzählt der Film von dem Überlebenskampf zweier Geschwister im Japan Ende des 2. Weltkrieges. Wie sehr die Vollwaisen von den Erwachsenen an den Rand der Verzweiflung getrieben werden, dabei aber nie ihre Zuneigung zueinander verlieren, das hat Takahata genauestens verfolgt. Er verliert ihre Liebe nie aus den Augen, bleibt aber distanziert. Dadurch erst erhält der Film ein erstaunliches Potenzial an Wirkung; man kann es nicht fassen, was da abläuft, aber man vergißt es nicht. In dieser oder in einer ähnlichen Form hatten 1945 in Japan tausende von Kindern gelitten, und ihr Schicksal wurde in keinster Weise beschönigt oder glorifiziert. Ein weiterer Pluspunkt, denn so umgeht der Film die Klippen jener Gefühlsduselei, die leider so vielen Disney-Zeichentrickfilme zum Verhängnis werden. [Nichts gegen Disney, hat er doch so großartige Filme wie PINOCCHIO, BAMBI oder FANTASIA zu verantworten, aber seine Nachfolger haben speziell in den 90ern Filme produziert, die im Grunde nur einem Werte-Schema folgten - und deshalb keinen nennenswerten Tiefgang besitzen, weil sie Propaganda-Filme sind und nichts anderes! Eine äußere heile Welt und innere Gesundheit durch Vermittlung der "richtigen Werte" ersetzt keine Wahrhaftigkeit! Haben diese bibelfesten Tr...el noch nie die Evangelien gelesen? Vor allem haben sie nie den Roman von Victor Hugo (Glöckner von Notre Dame) gelesen.]

Aufrichtigkeit ist das Zauberwort, womit der Film seine Wirkung erreicht. Keine Heldensaga mit Siegposen oder ein Drama mit verlogener Hollywood-Dramaturgie, sondern ein ehrlicher Film über die Unausweichlichkeit des Lebens. Es gibt nicht sehr viele Filme wie diesen, doch das macht ihn umso wertvoller. Ansehen!

Die DVD hat ein klasse Bild und ein sehr guten Ton. Die deutsche Synchro ist gut, aber es ist ja auch noch der japanische Originalton drauf! Ausstattung beschränkt sich auf Trailer und der kleinen Fibel mit der Originalgeschichte. Das Buch ist klasse, wenn auch nicht einfach zu lesen, doch es zeigt sich, wie treffend Takahata den Ton der Geschichte in seinen Film übertragen hat. Die Papphülle ist schön gestaltet worden, doch muß man tatsächlich anmerken, daß das Set für rund 40 Euro ein bißchen zu dürftig daherkommt.

Fazit: ein unvergeßlicher Film in einer guten Box - Preis ist Ansichtssache, aber der Film ist es wert!
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130 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann ein Film so traurig sein ?, 27. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hätte nie erwartet , das mich ein Film dermaßen zu Tränen rühren könnte - schon gar nicht ein Anime. Um es vorweg zu nehmen - ein Realfilm könnte nicht eindrucksvoller sein. Die Wirkung des Films liegt ja gerade in der einfachen , schonungslosen Darstellung des Leidenswegs von Seita und Setsuko - gepaart mit der völlig wertungsfreien Erzählweise der Geschichte. Klar war Japan ein Agressor im 2. Weltkrieg , aber angesichts des Leidens der Beiden wird auch das eigentlich völlig belanglos - es sind Kinder , die den Krieg sicher nicht gewollt haben.
Schon der Anfang nimmt einem jegliche Hoffnung auf ein Happy-End , da Seitas Tod bereits vorweg genommen wird. Beim ersten Anschauen darf man sich aber noch anfangs der Hoffnung hingeben , das es wenigstens für Setsuko noch Hilfe gibt. Erzählt wird das ganze in zum Teil recht drastischen Bildern (Tod der Mutter) , aber ohne jetzt extrem brutal zu werden.Das ist auch nicht nötig , die Gleichgültigkeit mancher Figuren gegenüber den Beiden sind genau so schlimm wie die Hilflosigkeit derer , die Ihnen ja helfen würden - aber selbst nichts haben.
Dieses Meisterwerk verliert bei mehrmaligem Sehen nichts von seiner Wirkung , im Gegenteil: Da man dann weiß , das es auch für die Kleine keine Rettung mehr gibt , werden die wenigen glücklichen Momente der Beiden nur noch schmerzlicher. Ab dem Zeitpunkt , wo Setsuko krank wird - spätestens aber ab der Szene mit dem Eis "... geh nicht weg ... du bist doch mein großer Bruder ..." wird es dann ganz schlimm , sogar ein bekennender Action- und Horrorfilmfan wie ich braucht dann regelmäßig Taschentücher. Ich kenne auch Leute , die von dem Film so schockiert waren , das sie ihn nicht noch ein 2. Mal sehen werden. Auf jeden Fall ist der Film mit dem Ende noch nicht vorbei , das Gesehene will erst mal verabreitet werden. Ich möchte andere Filme dieser Art nicht abwerten , aber im Vergleich zu diesem Film wirkt z.B. "Schindlers Liste" so bedrohlich wie Ponystreicheln ! Wer einen netten Kinoabend mit Popcorn, Chips usw. plant - bitte nicht mit "Die letzten Glühwürmchen". Wenn man den Film auf sich wirken lässt , schlägt er ganz extrem auf Magen , Gemüt und Tränendrüsen. Besonders schlimm ist die Wirkung meiner Meinung nach im Originalton (mit Untertiteln) , da besonders Setsuko´s Stimme hier noch eindringlicher und flehender ist. Der Ton ist in der Originalsprache übrigens deutlich besser , als in der deutschen Synchro - da wurde die deutsche Fassung wieder mal stiefmütterlich behandelt.
Ich habe die Collectors Edition gekauft , obwohl ich bereits die Einzel-DVD hatte. Allein die Novelle "Das Grab der Leuchtkäfer" war mir den Aufpreis wert , das muss aber jeder selbst entscheiden.Über die Kindertauglichkeit gibt´s wohl keine Diskussion - er ist nicht für Kinder geeignet , die FSK 6 ist ein schlechter Scherz ! Allerdings ist er sehr gut geeignet , um uns ins Gedächtniss zu rufen , wie gut es uns eigentlich geht und das wir dankbar sein sollten , den Krieg und seine schrecklichen Folgen für alle Beteiligten nicht miterlebt haben zu müssen.
Fazit: Ein extrem bewegender , tieftrauriger Film , der auch nach mehrmaligem Anschauen noch zu Tränen rührt. Ein absolutes Meisterwerk , auch außerhalb der Schublade "Zeichentrickfilm".
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlvoll und tief beeindruckt, 4. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Die letzten Glühwürmchen (DVD)
Ich habe "Die letzten Glühwürmchen" das erste mal auf ARTE gesehen und es wurde dort als "Autorenkino" angepriesen, das sollte den hohen Anspruch und den Tiefgang der Story klarmachen. Und ich wurde keineswegs enttäuscht! Ein Anime, der es schafft, die Geschichte zweier Kinder realer zu erzählt, als so mancher Real-Film.
Es war schon dunkel als ich den Film sah und trotzdem konnte ich mein Blick nicht vom Fernseher lassen (um das Licht anzumachen), ich starrte wie gebannt auf diese faszinierenden Bilder. Nie zuvor hatte ich so etwas gesehen. Die Bilder haben mich noch Stunden später beschäftigt und ich kann nur sagen, daß ich selten einen Film gesehen habe der mich mehr berührt hat.
Ich kann diesen Film bedingungslos weiter empfehlen. Er ist auch gut dazu geeignet um zum Nachdenken anzuregen (Die Sinnlosigkeit des Krieges und wer die wahren Opfer sind). Und das hat er bei mir Zweifelsohne erreicht!
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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreichbar..., 23. Dezember 2005
Von Ein Kunde
Eins vorweg: Niemals! hätte ich nur annähernd geglaubt, dass mich etwas so hart treffen kann, wie es dieser Film geschafft hat.
Ich habe ihn mir gekauft nachdem ich die anderen Studio Ghibli Filme (Chihiros Reise und Prinzessin Mononoke) gesehen hatte.
Ich habe mir auch die Rezessionen der anderen Kunden zu Herzen genommen. Und ich habe gemerkt, dass alles was ich gelesen habe, nicht das wiederspiegelt was einen tatsächlich erwartet.
Denn keine Worte der Welt könnten dieses Erlebnis begührend ausdrücken.
Bis zum Schluss führt einen der Film etwas an der Nase herum, und dann zerschlägt er einen. Alles was ich gesehen hatte war plötzlich so viel schlimmer als es auf den ersten Blick aussah.
Ich habe zitternd vor dem Fernseher gesessen als das Ending langsam über den Bildschirm lief. Dieser Film ist zutiefst menschlich, unfassbar traurig und doch so wundervoll.
Ich verneige mich vor diesem Meisterwerk, das der Welt ein neues Gesicht verleiht. Nichts war und wird jemals wieder so tiefgründig, bewegend und nachdenklich sein.
Ich kann nur empfehlen und bitten sich diesen Film einmal anzusehen.
An der Alterbeschränkung sieht man leider mal wieder wie bewissenhaft gearbeitet wird. Es ist nicht zu glauben, dass dieser Film ab 6 eingestuft wurde. Und das nur weil immer noch nicht erkannt wurde, dass Anime mit Kinderfilm absolut nichts zu tun hat. Ich bin fest überzeugt, dass den Film dort niemand gesehen hat. ... wirklich traurig.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufrüttelnd und wunderschön..., 6. Januar 2003
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die letzten Glühwürmchen (DVD)
Hotaru no Hoka (1:1 übersetzt heisst der Titel in etwa 'Das Grab der Glühwürmchen') und dieser Film ist aufrüttelnd. In den Wirren des Krieges die Geschichte der beiden Kinder mit zuerleben ist einfach wahnsinn... er geht unter die Haut und ist eine stumme Anklage. Die Storyline beginnt schon sehr traurig und zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film, die Stimmung ist bedrückend und beklemmend man weiss nicht was einen als Nächstes erwartet und rechnet stets mit dem Schlimmsten. Im Laufe des Films schliesst man die Kleine und ihren Bruder so sehr ins Herz dass man das Unheil schon fast heraufziehen sieht und Angst vor der Gewissheit hat.Es tut einem weh wenn man sieht wie der Junge der selbst noch ein Kind ist von heute auf morgen alle Verantwortung auf sich nimmt und sich wortwörtlich für seine Kleine aufopfert. Kein Film für Kinder wie ich finde da er selbst Erwachsene schockiert und doch sollte jeder der sich für gute Anime interessiert den 'Soft Preis' investieren und sich 'Das Grab der Glühwürmchen' zulegen. Denn dass Artwork ist einfach nur wunderschön und Atemberaubend vorallem wenn man die Glühwürmchen am Fluss sieht...
Spannung, Tiefgang und Tränengefahr garantiert.
Einmal gesehen nie wieder vergessen - jedoch kein Film für Zwischendurch!
Mata ne
Hisa
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Glück "nur" gezeichnet, 6. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die letzten Glühwürmchen (DVD)
Zuerst einmal: Dieser Film hat mich beeindruckt, wie kaum ein anderer davor. Eigentlich wie keiner davor.
Entdeckt hatte ich ihn eines Spätnachts auf "arte", ein Sender denn ich eigentlich relativ selten sehe. Da bei einer der zig Stadtpolizistendokus gerade die mit 0190-Einblendungen gefüllte Werbepause angebrochen war, beschloss ich, die paar Minuten diesem Film zu widmen, der - wie ich nachher feststellte - bereits zu einem Drittel gelaufen war. Nunja, auf den ersten Blick hätte ich den Film als einen der vielen Animeproduktionen mit viel zu abgedrehter Story ohne echtem Inhalt abqualifiziert.
Aber nunja, was soll ich sagen: Aus den geplanten 5 Minuten wurde fast eine Stunde.
Völlig gebannt und tief ergriffen fieberte ich die Hochs und Tiefs mit. Richtig zornig erlebte ich, wie die Tante der zwei (der 14 Jahre alte Seita und seine 4jährige Schwester Seita) den Kimono der im verstorbenen Mutter an sich riss, und ihn schliesslich verkaufte. Freude erfasste mich, als sich die zwei verselbständigten, und die Zukunft scheinbar rosig aussah. Tiefe Trauer ergriff mich, als Seita die Situation immer weiter entglitt, als der Film schliesslich dem Ende zuging (dem am Beginn übrigens vorgegriffen wird, was der Atmosphäre aber knicht schadet, sondern nur die melancholisch-bizarre Grundstimmung herstellt), hatte ich ernsthaften Bedarf an Taschentüchern.
Seita und Setsuko erleben ein Schicksal, welches wohl viele andere japanischen Zivilisten zu dieser Zeit in irgendeiner Form teilten. Deutlich merkt man, wie sich die verstörenden und dramatischen Ereignisse im Laufe der Zeit auf die Psyche der zwei Kinder niederschlägt, und sie am Ende genau daran scheitern.
Um meine persönlichen "Erfahrungsbericht" wieder fortzusetzen: Glücklicherweise wurde "Die letzten Glühwürmchen" ca. 3 Wochen später wiederholt, und die Familie natürlich verpflichtet, ihn zu sehen, da er zur Hauptabendzeit lief. Danach wurde auch die Bekanntschaft mit dem Werk konfrontiert, die Schwester eines Freundes verließ den Raum als sich der Film (den ihre Familie mittlerweile auf DVD besaß) dem Ende zuneigte.
Ich selbst gönnte mir das Video dazu, dessen Qualität nicht frappierend hinterherhinkt, die Gefühle bleiben die gleichen.
Bei dem Film passt einfach alles. Die oben oft beschriebene Stimmung, die sich toll einfügenden Hintergründe, die musikalische Untermalung, und selbst die deutschen Synchronstimmen wurden exzellent gewählt.
Um meine Rezension und den "Kreis" mit der Überschrift zu schliessen:
Ich bin froh, dass alles in dem Film bloss gezeichnet ist, würde man ihn mit guten Schauspielern umsetzen, wär ich wohl an der Reihe, den Raum zu verlassen, um einen Heulkrampf zu vermeiden.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön todtraurig, 7. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Die letzten Glühwürmchen (DVD)
Zum 60. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki möchte auch ich endlich meine Eindrücke und Gefühle beschreiben, die dieser Film in mir auslöst - jedoch bezweifle ich, die richtigen Worte dafür zu finden. Wie viele andere Rezensenten habe auch ich „Die letzten Glühwürmchen" zum ersten Mal auf arte gesehen.
„Am 21. September 1945 bin ich gestorben" - so beginnend mit den Worten des 14-jährigen Seita nimmt der Film das Ende bereits vorweg. Seita und seine kleine Schwester Setsuko verlieren bei einem der letzten amerikanischen Fliegerangriffe mit Brandbomben auf ihre Heimatstadt Kobe ihre Mutter. Gemeinsam flüchten die Geschwister zu einer Tante, einer Schwester ihres Vaters, der fern der Heimat an der Front bei der Kaiserlichen Marine dient. Doch bei ihrer Tante werden die Kinder lieblos und wie Schmarotzer behandelt. So macht sie Seita z. B. wenig einfühlsam und sensibel klar, dass sie die Kleider und den Schmuck seiner Mutter verkaufen muss, um die ohnehin rationierte Nahrung kaufen zu können. Nach einiger Zeit verlassen Seita und Setsuko das abweisende Haus der Tante und richten sich in einem verlassenen Bunker am Fluss ein. Ihre spärlichen Vorräte sind jedoch bald aufgebraucht. Um sich und seine Schwester versorgen zu können, ist Seita gezwungen zu stehlen. Doch die Menschen in dem zerstörten Land leiden selber unter den Folgen des Krieges oder geben in ihrem Egoismus nichts ab. Die kleine Setsuko wird unterdessen immer schwächer und immer deutlicher treten die Folgen der Mangelernährung zutage. Ein wenig Trost finden die Geschwister nur noch nachts, wenn sie die tausenden von Glühwürmchen vor ihrer Höhle beobachten. Schließlich stirbt Setsuko in den Armen ihres Bruders. Nach japanischem Brauch verbrennt Seita ihre Leiche und kehrt anschließend mit ihrer Asche in die zerstörte Stadt zurück, wo auch er an Erschöpfung und Unterernährung allein und anonym in einem Bahnhof stirbt.
Was „Die letzten Glühwürmchen" so unendlich traurig und herzzerreißend macht, sind meiner Meinung nach vor allem die glücklichen, idyllischen Momente, die die Geschwister trotz allen Leids noch zusammen verleben - das, und die tiefe Liebe, die sie miteinander verbindet („Fruchtbonbons"). Das Ende der beiden vor Augen macht es beinahe unerträglich, diesen Film zu sehen.
Isao Takahata, verantwortlicher Regisseur des renommierten Ghibli-Studios, ist es gelungen, mit diesem stillen, trotz allem wunderschönen Film ein zutiefst erschütterndes Meisterwerk zu schaffen, das unparteiisch und frei von Kitsch und Pathos das unsagbare Leid der Unschuldigen des Krieges darstellt. „Die letzten Glühwürmchen" ist ein zutiefst bewegender, zutiefst menschlicher Film, der weit mehr vermag, als den Zuschauer zu Tränen zu rühren - vielleicht der beste überhaupt.
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