Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino, das etwas Zeit braucht
Richtig leichte Kost gab es von Alan Wilders Band Recoil ja noch nie, und dass er auf diesem Album seinen verschachtelt-düsteren Songs noch eine gute Portion schwarzen Südstaaten-Blues beimengt, dürfte wohl die meisten Hörer zunächst mal etwas irritieren. Die ersten zwei, drei Durchgänge fand ich die CD auch in erster Linie interessant, aber...
Veröffentlicht am 17. Januar 2008 von K. Haas

versus
14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwere Kost
Schön gemachte CD mit einer Menge Bonusmaterial... und Alan Wilder ist einfach ein sympathischer Typ! ABER: die Musik auf dieser CD ist wirklich schwere Kost! Man sollte Blues mögen, um das goutieren zu können. Eingängigkeit und Melodien oder sowas wie konventionelle Songstrukturen gibt es hier nicht. Ich persönlich halte die Kombination Blues und...
Veröffentlicht am 20. Juli 2007 von darkstar242


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino, das etwas Zeit braucht, 17. Januar 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Richtig leichte Kost gab es von Alan Wilders Band Recoil ja noch nie, und dass er auf diesem Album seinen verschachtelt-düsteren Songs noch eine gute Portion schwarzen Südstaaten-Blues beimengt, dürfte wohl die meisten Hörer zunächst mal etwas irritieren. Die ersten zwei, drei Durchgänge fand ich die CD auch in erster Linie interessant, aber irgendetwas sagte mir, dass es sich lohnen würde, sie doch noch ein paarmal öfter laufen zu lassen. Und siehe da – irgendwann funkte es dann richtig, die Struktur der Stücke schälte sich hervor, die Momente des Wiedererkennens wurden häufiger ...

Subhuman ist sehr düster, zeitweise auch bedrohlich, dabei aber auch stets überraschend und alles andere als eintönig. Mehr ein fieser Trip als einfach nur eine CD. Aber durch die Intensität, die sich beim mehrmaligen Hören einstellt, zumindest für mich auch mit ziemlich großem Suchtpotenzial versehen.

Wer Musik gern kategorisiert und nicht unbedingt auf Crossover steht, für den ist dieses Album nichts. Auch der reine Nebenbeihörer wird wenig Freude daran haben. Wer jedoch Lust hat, sich eine CD zu "erarbeiten", wird mit einer fantastischen Scheibe belohnt, bei der es mir fast unmöglich erscheint, sie sich zu überhören. Deshalb ganz klar von mir 5 Sterne – jedoch keine unbedingte Kaufempfehlung, da diese CD doch schon eine recht spezielle Hörerklientel anspricht. In jedem Fall vor dem Kauf ausgiebig reinhören (die 30 Sekunden hier auf der amazon-Seite bringen es bei den Songlängen leider nicht).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie kann man da keine fünf Sterne geben?, 1. Juli 2010
Von 
Thomas Czypionka (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Das dachte ich mir schon nach dem ersten hören, und ich habe die Scheibe schon einige Zeit! Aber der Reihe nach: Als überzeugter Depechie habe ich mich ja auch mittlerweile über die Soloprojekte Gahan und Gore ausgelassen. Aber Herr Wilder hatte ich gar nicht auf dem Zettel. Bis zum April diesen Jahres. Das Projekt Recoil, jeder der was auf sich hält macht ein "Projekt", brachte nun dann doch eine Best-of heraus (nicht zu Weihnachten) unter dem Titel Selected. Und in diesem Rahmen gab es eine kleine, feine Tour. Unter anderem auch hier in Hamburg in Rahmen der DM Party-for-the-masses in der Kulturkirche Altona. Da ich ein Album von Herrn Wilder schon besaß (Bloodline) und ich wußte dass die Ideen von Recoil und die Mitwirkenden sehr variieren dachte ich mir: "Legste dir das letzte Album zu, damit du wenigsten weißt was auf dich zukommt und mitschnacken kannst." Das mit dem mitschnacken hatte sich erldigt, da die meisten Anwesenden doch nur das Autogramm eines Ex-DM auf ihre Violatorplatte haben wollten. Ich war aber froh, dass Recoil so ziehmlich nichts mit Depeche-Mode zu tun hat.
Also: Man nehme einen erfahrenen Studiotüftler, Produzenten und klassisch ausgebildeten Musiker (Alan Wilder), einen Südstaatensonnengegerbten, auch stimmlich ergrauten, souligen Sänger, Gitarristen und Tastenspieler (Joe Richardson) sowie eine stimmlich filigrane, fast zerbrechlich wirkende Sänger- und Songschreiberin (Carla Trevaskis) und baue dies alles zu 11 Minuten Stücken zusammen. Unter fleißiger Mithilfe von elektronischen sowie akustischen perfekt spielenden Soundgebilden.
Diese auf den ersten Blick sehr wirre Mischung ist so unglaublich und perfekt gelungen, dass man meinen sollte die drei von DM wimmern AW ein wenig hinterher.
Mit "Prey" beginnt Subhuman. Wabernde Synthieschwaden stauen sich auf bis Richardson mit seinem souligen Organ "Deep down in Louisiana" ins Mokro kehlt. Schon diese Stück ist unglaublich, wie der Stilmix zum reagge-angehauchten Drums übergeht. Es geht mal rauf, mal runter, mal hört es auf um wieder anzufangen. Und der Rhytmus zieht sich immer durch, der Fuß wippt die gesamten 8.20 mit. Diese Kombination, auf dem Papier unmachbar. In Musik Einzigartig!
Und wenn man glaubt, dass bei einem so beeindruckenden Opener kommt nicht besser wird schon mit "Allelujah" eines besseren belehrt. Frau Trevaskis haucht ala Jette von Roth mit Schiller ins Mikrofon, wie man es nicht erwartet hätte. Und hier zwängt sich allerdings auch schon der erste und einzige Vergleich zu DM auf. Denn die rythmusgebende Sequenz ist die fast identische wie bei einigen Remixen von "In your room". Wobei diese auch sicherlich, zumindesten teilweise geistiges Eigentum von Alan Wilder sein könnten...
So wechseln die Stilmixe, um sich in der Mitte der Scheibe in dem schier unglaublichen "Intruders" zu vereinigen: Richardson und Trevaskis singen und ergänzen sich auf diesen Elfminuten-Stück mit ihren so gegensätzlichen Stimmen, dass es eine Wonne ist. Und auch instumental bleiben hier keine Wünsche offen. Von Sythieklängen bis hin zum fast jazzig gespieltem Schlagzeug, die gesamte Palette wird einem geboten.
Zu dem Live-Drums eines gewissen Richard Lamp sei noch hinzugefügt: Es mögen sicherlich gut abgemischte Teile sein. Die Krönung gibt es aber bei "99 Years" auf die Ohren. Anspieltipp! Obwohl, das ist wohl das gesamte Album.
So mancher muß sich etwas reinhören. Richardson Stimme ist einmalig und fesselt den Hörer. Die gesamte Umsetztung ist über jeden Zweifel erhaben, die Idee des Anderen hat Herr Wilder hervorragend realisiert und produziert.
Und ich konnte im Freundeskreis diese Album dermaßen publik machen, dass ein Freund mir kürzlich sagte: "Kennst du es, wenn eine bestimmte Scheibe für eine Phase deines Lebens steht? Dies ist so eine!"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster, schwer und der Gesang ziemlich "schwarz"....., 14. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
....so klingt musikalisch diese neue Doppel-CD / DVD des ex. Mannes von Depeche Mode. Ich hätte mir etwas mehr Abwechslung gewünscht - zumindest 2-3 eher dancefloor-oriente Tracks hätten dem Album sicherlich gut getan. Die Stimme des Sängers ist sehr "gospel-artig" und verbreitet die Stimmung amerikanischer Südstaaten.
Klanglich ist die CD perfekt, das Highlight aber ist der 5.1 Mix auf der Bonus-DVD: Wer eine vernünftige (!) 5.1 Hifi-Anlage besitzt, wird sicherlich immer nur auf die DVD zugreifen! Als Bonusmaterial gibt es dann auch noch die (älteren) Videos - sehr gut!
Daher:
Musikalisch: 3-4 Sterne
Technisch / Klanglich: 6-7 Sterne
In jedem Fall aber diese Doppel-CD / DVD wählen - der minimale Aufpreis lohnt 100%ig!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Sehr unkommerziell, 24. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Liquid war für mich keine Weiterentwicklung und etwas langweilig. Dies Album klingt zunächst sperrig und recht gewöhnungsbedürftig, Darin liegt die jedoch die geheime Stärke. Wenn man sich eingehört hat, gibt es viel zu entdecken und es öffnen sich Klangwelten. Sollte man sich nicht entgehen lassen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soundtüfteleien, 23. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Ich finde das neue Recoil-Album sehr gelungen! Hat es doch viele zu entdeckende Soundstrukturen, und lässt in Alleluja manchmal doch wieder daran erinnern wo Alan viel Zeit seines Musikalischen lebens verbracht hat.
Meine empfehlung ist kaufen und genissen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Pain and suffering in various tempos" - zurück in die menschlichen Abgründe mit Alan Wilder, 14. Juli 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Nun ist es nach langem Warten da, das neue Album von Alan Wilder unter seinem Projekttitel Recoil - die Spannung war/ist groß.

Das subjektiv Gute: Alan Wilder findet auf "subHuman" nach dem eher hörspielorientierten "Liquid" wieder zu mehr Melodie und Songwriting zurück. Auf dem 2007er-Album kommt er m. E. thematisch wie auch vom musikalischen Konzept (wieder) näher an sein 1997er-Album "Unsound Methods" heran, und die enge Verwandtschaft zu früheren Werken ist "subHuman" klar anzumerken.

Dabei ist das neue Album keine Kopie von Altbekanntem sondern wirkt auf mich wie eine Art "Revisited" besonderer Sehenswürdigkeiten der Vorgänger, als hätte Alan Wilder lange gegrübelt in welche Richtung er diesmal vom selben Startpunkt aus losmarschieren wolle, um beim Blick zurück dasselbe Motiv in anderem Licht und aus anderer Perspektive zu erblicken.
Und so bewältigt Alan Wilder in ca. 61 Minuten Spielzeit erneut zahlreiche menschliche Abgründe wie etwa Mord, Totschlag, Drogen oder Haft und wendet sich sogar Biblischem zu. Bei Recoil ist und bleibt es ungemütlich - Idylle und Kuscheln ist anders.

Hat beispielsweise "Unsound Methods" 1997 einen weiten Bogen von Spannung und Stil in Form urbaner/industrieller Bedrohlichkeit zu bieten, wirkt "subHuman" wie ein Fokus und das Weiterentwickeln einer beschaulich-morbiden Südstatten-Atmosphäre, wie sie etwa schon bei "Red River Cargo" gekonnt in akustische Szene gesetzt wurde.
"subHuman" bietet mehr davon, wie ein Konzentrat, sehr konsequent.

Auf mich wirkt das Album in seiner stimmigen Gänze und den siebeneinhalb Titeln ('Intruders' hat eine ca. 4minütige Reprise zu bieten) wie ein Road Movie in Ton, aber ohne Bild. Mir drängt sich beim Hören eine hochsommerliche Fahrt mit einem verbeulten 60er-Jahre Cadillac Eldorado Cabrio durchs provinzielle amerikanische Hinterland: weite Kornfelder, schwüle, drückende Hitze, unendliche Landstraßen. Und kaum Personen, denen man unterwegs begegnet - und bei den wenigen, die man "in den Titeln" trifft, weiß man nicht genau ob sie nicht gleich die Schrotflinte oder das Fleischermesser auspacken...

Alan Wilder gelingt es m. E. eindrucksvoll, eine sehr verstörende Stimmung aufzubauen. Dies hat mehrere Ursachen: Einmal versteht er es virtuos, unterschiedlichte musikalische Elemente miteinander zu verweben und dabei durchaus einen eigene Stempel ducrhschimmern zu lassen. "subHuman" ist tendenziell dunkel gestimmt, und wer echten Hörgenuss der morbiden Art mag sollte bis nachts warten, Licht ausmachen, Subwoofer hochdrehen und eine Stunde akustscher Geisterbahnfahrt genießen.
Auf "subHuman" geht elektronische Musik (ich will nicht sagen Synthie-Pop, aber man hört das Depeche-Mode-Erbe und Wilders Hang zu düsteren, vibranten Klängen ) eine gekonnte, bisweilen wagner-esque Fusion mit Gospel und bluesigen Klängen ein. Stilbildende Instrumente wie Mundharmonika, Blues-Gitarre, Hammond-Orgel sowie jazzige Perkussion unterstützen dies nachhaltig. Dunkle, treibende und manchmal leider etwas aufgesetzt wirkende Beats sorgen für eine dräuende Grundstimmung und Unbehagen. Spielzeiten der Stücke von bis zu mehr als 10 Minuten erlauben Raum für Entwicklung und Variation der Themen.

Weiteres wichtiges Element für die Dichte des Gesamtwerks sind die Stimmen, die Alan Wilders Visionen menschlicher Abgründe vor diesem Klanggemälde Farbe und vor allem Kontrast verleihen.
Hier muss Joe Richardson, der auf 5 der insgesamt 7 Stücke einen wichtigen vokalen Beitrag leistet, hervorgehoben werden: mit klarer und doch gebrochener Stimme verleiht er den Titeln (allen voran 'Prey' und '99 to life') jenen Grad an Schmerz und innerer Qual, dass es schon beängstigend wirkt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass er die Texte nicht (nur) mit Innbrunst intoniert, sondern trotzdem eine kühle Distanz wahrt. Dies ist schwer zu beschreiben, man bekommt beim Hören den Eindruck, ganz nah an Mord und Totschlag zu sein, aber doch nur als Beobachter - ein musikalisches "Aktenzeichen XY ungelöst".

Carla Trevaskis ist der weibliche Counterpart. Sie taucht leider nur in zwei Stücken auf: dem - eigentlich instrumentalen - 'Alleluja' und dem eindringlichen 'Intruders', im Duett mit Joe Richardson. Sie haucht, gurrt, ihre Stimme gibt dem ganzen einen eindringlichen, nahezu lasziven Charakter. Doch der Hörer behält stets ein "Vorsicht, bissig" im Hinterkopf. Leider hat sich Alan Wilder nur diese zwei Gastvokalisten ins Studio geholt - aber sie waren auf jeden Fall eine gute Wahl.

Was man ebenfalls beim Hören als typisch Wilder'sches Stilelement wiederfindet sind Einsprengsel, Samples, Wort-/Textfetzen, die den Stücken Authentizität, Bildhaftigkeit und collagenhafte Zerrissenheit geben. So beginnt "Backslider" als Song über Drogenmissbrauch mit einer Sequenz die sicher nicht zufällig an Canned Heat's "On the road again" erinnert, und im Abspann dieses Titels wabert u.a. ein "Amazing Grace" wie im Drogenflash vorbei.

Dennoch: bei so viel stilistischer Konsequenz bleibt ein Déjà Vu zu früheren Stücken wie etwa 'Red River Cargo' oder 'Strange hours' nicht aus. Alan Wilder bleibt sich auf "subHuman" teilweise SO treu, dass er vor der eigenen Historie fast schon beliebig wirkt. Dies ist einer meiner wenigen persönlichen Kritikpunkte an "subHuman", ich hätte mich jedenfalls über mehr Mut zu wirklich Neuem gefreut.

Daher mein ultra-subjektives Fazit: vier Sterne für "subHuman". Eigentlich wären es viereinhalb, denn das Album ist wirklich gut gemacht und geht tief unter die Haut. Oder, um ein Fremdprädikat zu wählen: "Pain and suffering in various tempos" - hier wäre es authentisch.
Aber diese halbe Wertung geht leider nicht und zu fünf Sternen ist mir das Album dann schließlich zu wenig innovativ, bleiben Musik und Ideen zu nah an den bekannten Strickmustern der beiden Vorgängeralben.
Positiv bleibt für mich ferner vorzuheben, dass "subHuman" eingängiger als "Liquid" ist und darüber hinaus voll 'durchhörbar'. Es ist ein Album, auf das man sich nichtdestotrotz einlassen muß, das dann aber mit einer tollen Atmosphäre und Gänsehaut belohnt. Persönlich rangiert das neue Album deshalb knapp hinter "Unsound Methods" als Alan Wilders persönlichem Urmeter des subversiven, musikalischen Horrors.

Gut so, bitte mehr davon in der Zukunft! Und vielleicht auch wieder eine bessere Frisur...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Recoil und der Electro Blues for Bukka White.., 7. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Das am 13.07.07 erscheinende, lang herbeigesehnte neue Album von Alan Wilders (ex-Depeche Mode) Soloprojekt Recoil hat bei mir bereits im Vorwege Begeisterungsstürme ausgelöst, lies uns Mr.Wilder doch glatt 6 lange Jahre auf diesen nächsten Longplayer warten. Dieses liegt mir nun als Promo-Exemplar vor.
Das Warten hat sich gelohnt, natürlich. Wie mit den beiden Vorgängern "unsound methods" und "liquid" eröffnet sich "subhuman" nicht sofort sondern indirekt, fordert Geduld und einen Fokus auf alle Tracks. "Subhuman" nebenbei zu hören, ist - im Vergleich zu den vorherigen beiden Alben nicht unmöglich, grenzt jedoch an Blasphemie an Werk und Künstler.
Was mir sofort auffällt, ist die grandiose Produktion, Wilder strebt Perfektion an. Der Mix ist fett, rund, transparent, zart, kraftvoll. Einfach wunderbar.
Der anfängliche Schreck darüber, dass "subhuman" nur 7 Tracks zählt, relativiert sich bei Kenntnis über die ausschweifende Spielzeit der Songs. Der kürzeste dauert 6:37 Minuten, die übrigen liegen im Schitt zwischen 8 und 11 Minuten. Ich freue mich sehr, wenn man sich mit Musik Zeit lässt.
Und Musik bzw. Musikalität werden bei Recoil zelebriert, dass ich in Ergebenheit verfalle. Dehnt Alan Wilder bei "subhuman" das stilistische Spektrum nicht derart weit auseinander wie bei "unsound methods" oder gar "liquid", ist die Handschrift und die Vielfalt wiederum unverkennbar. Vermissen tue ich die Geschichten-erzählenden Sprechgesänge dennoch, die bunten aber dunklen Audio-Visionen der Gastinterpreten, die Wilder einst zu Hauf um sich scharrte.
"Subhuman" ist homogener, man könnte schreiben: ein neuartiger, komplexer Blues, mit ruhigen und verstörenden Einlagen, viel natürlicher Instrumentation (drums, gitarre, bass, violine). Einen Riesenanteil daran hat sicher Joe Richardson, der den Großteil der Songs mit seinen Vocals einfärbt. In seinen typischen schwarzen Gesang scheint sich Alan Wilder verliebt zu haben. Nun, eine gesangliche Bereicherung für Recoil ist Richardson allemal, aber auch die phantastischen Gitarrenparts hat dieser beigesteuert. Fein, fein. Außerdem hören wir Carla Trevaskis, die mir irgendwie bekannt vorkommt, die ich aber keinem der Vorgängeralben zuzuordnen vermag.
Hervorheben mag ich keinen Song direkt, da jeder ausreichende Qualität in sich birgt, für sich allein zu klingen. Auch, wenn die Nr. 4,"The Killing Ground" sich sogleich als Ohrwurm in meinen Gehörgängen festsetzt, besitzen alle das Potential, einen schnellen gedanklichen Reproduktionseffekt zu erzeugen. Alan Wilder geht diesmal humaner mit seinen Anforderungen an die gepflegte Hörerschaft um, aber auch dies nur unterschwellig, "subhuman" also.
Gleichermaßen wird man sich auch mit dieser Scheibe viel mehr Zeit nehmen müssen, als es den zunächst scheint. Nach nunmehr 1 Woche intensivstem Lausch erschließen sich die Geheimnisse von "subhuman" erst allmählich. Und das ist die Konstante in der Musik von Recoil. Vermisse ich neben den Story-erzählenden Sprecherinnen auch ein wenig das Film-Gefühl auf dieser Platte, so schafft sie es trotzdem, mich auf ein level runterzuholen, das direkte Ruhe und Konzentration verspricht. Gut, ein kurzes flashback gibt es bei Song 7, über das ich aber nicht mehr verraten will :-)
Und dies ist, was Recoil so großartig, unvergleichbar und wertvoll macht. Alan Wilder allein hat seinen Ex-Depeche Mode Kollegen in Kreation, Komposition so viel voraus, dass es mich wundert, dass man ihn hat ziehen lassen. Nun, genug davon...Recoil hat sich inzwischen so sehr vom Ursprung emanzipiert, dass es sich längst auch etabliert hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwere Kost, 20. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Schön gemachte CD mit einer Menge Bonusmaterial... und Alan Wilder ist einfach ein sympathischer Typ! ABER: die Musik auf dieser CD ist wirklich schwere Kost! Man sollte Blues mögen, um das goutieren zu können. Eingängigkeit und Melodien oder sowas wie konventionelle Songstrukturen gibt es hier nicht. Ich persönlich halte die Kombination Blues und Elektronik für etwas zu experimentiell und leider auch nicht tragfähig, um daraus ein ganzes Album zu machen. Nichts zum nebenbei hören, nichts für die schwarze Tanzfläche u. bei intensivem Hören bekomme ich leider Kopfschmerzen. Schade. Man möchte die Platte zwar gut finden, aber ich jedenfalls schaffe das nicht...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anti-Hit Experimente, 9. September 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Nach zahllosen Versuchen (als Alan Wilder-Verehrer) dieses Werk zu mögen, gebe ich nun auf! Dies ist das Output eines selbst gewählten Einsiedlers, der die Dämonen einstigen kommerziellen Erfolges konsequent auf Distanz hält. Durchaus interessant und technisch perfekt ist der DTS 5.1 Mix, jedoch schafft es keiner der 7 überlangen, spröden Songs auch nur an den schlechtesten Depeche Mode Song heranzureichen. Hinzu kommt allerdings, dass ich Mr. Richardson`s Gesang einfach nicht ausstehen kann. Die Genialität von Alan als Klangtüftler kommt leider nur in Kombination mit den Songwriter-Perlen von M.L. Gore richtig zum Tragen, wobei DM wiederum seit Wilder`s Ausstieg genau dieser Genialität entbehren.

Eine traurige Geschichte!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann mich den Vorrednern nur anschließen., 20. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Subhuman (Audio CD)
Es ist allein wegen der Rezensionen interessant, nach allem,was mit der langen Geschichte von Depeche Mode zu tun hat, bei Amazon zu suchen. Und so sage ich an dieser Stelle HALLO zu allen anderen Depechies und EBMern, die auf Alan als Elektro-Papst gesetzt haben und Jahr für Jahr hoffen, dass er auch mal wieder ein paar synthtetisch perfekte und dennoch nicht überladene Klangteppiche produziert. 2007 war nicht das Jahr. Das war nicht die erhoffte Platte. Sie hört sich eher so an, wie man es von DM aufgrund der privaten Umstände erwartet hätte - zutiefst amerikanisch. Dagegen ist Dave's "Hourglass" definitiv eine positive Überraschung. Und die gibtŽs auch als Vinyl inkl. CD im Papp-Cover - der "guten alten Zeiten" wegen ;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Subhuman
Subhuman von Recoil (Audio CD - 2007)
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen