Kundenrezensionen


7 Rezensionen
5 Sterne:
 (6)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick ins Jenseits
Die "Vier letzten Lieder" aus der Feder Richard Strauss' sind ein Mythos. Keine große Sopranistin kommt an ihnen vorbei, sie sind Meilen- und auch Prüfstein einer Karriere. Und obgleich es reihenweise Einspielungen gibt, so ragt diejenige Jessye Normans aus dem Angebot heraus, denn in Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur entstand...
Veröffentlicht am 12. Juli 2008 von Wolfgang-Armin Rittmeier

versus
7 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht ganz was man erhofft
Eine der größten Sängerinnen, ein großartiges Meisterwerk des reifen Meisters, ein grandioses Orchester und ebensolcher Dirigent, was lässt das noch zu wünschen übrig? Leider doch etwas ganz Wesentliches: Tiefe im Ausdruck und Farbreichtum. Eine Weile genieße ich von Jessye's geschliffener Stimme, aber schon bald beginnt mir...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2009 von H. F. M. Oberdorfer


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick ins Jenseits, 12. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Die "Vier letzten Lieder" aus der Feder Richard Strauss' sind ein Mythos. Keine große Sopranistin kommt an ihnen vorbei, sie sind Meilen- und auch Prüfstein einer Karriere. Und obgleich es reihenweise Einspielungen gibt, so ragt diejenige Jessye Normans aus dem Angebot heraus, denn in Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter Kurt Masur entstand im August 1982 eine der ganz großen Interpretationen des Zyklus.

Grund für die Exklusivität der Einspielung ist der Umstand, dass sich die Interpreten hier Zeit lassen. Hier wird - wie bei Nadolny - die Langsamkeit entdeckt, und es ist eben jene innere Ruhe, die den transzendenten Texten und der alterweisen Komposition die rechte Bedeutung entlockt.

Will man jede Facette der Lieder gestalten, so braucht es hier einen langen Atem, den Jessye Norman zweifelsohne hat. Selten hat man eine solch perfekte Stimmbeherrschung bei gleichzeitiger interpretativer Tiefe gehört. Dabei steigert sich die Darbietung im Rahmen des Zyklus, quasi auf das Lied "Im Abendrot" auf einen Text Eichendorffs hin so massiv, dass man, sind die letzten, auf das Jenseits deutende Töne (Strauss zitiert hier nicht umsonst aus seiner Tondichtung "Tod und Verklärung") verklungen, denkt: So und nur so möchte ich eines Tages gehen und so und nur so muss man diese Lieder singen. Langer Rede kurzer Sinn: Man muss das gehört haben.

Hinzu treten andere Orchesterlieder, wie das völlig entrückte "Morgen" oder das "Ruhe, meine Seele", die ebenfalls mustergültig interpretiert werden.

Eine der ganz, ganz großen Aufnahmen des 20. Jahrhunderts, die in keiner Plattenkiste fehlen darf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es zittert durch all meine Glieder deine selige Gegenwart..., 7. Oktober 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Richard Strauss komponierte in seinem langen Leben zahlreiche Orchesterlieder, von denen die meisten heute fast vollständig aus dem Konzertrepertoire verschwunden sind. Man neigt dazu, ihn diesbezüglich auf seine "vier letzten Lieder" zu reduzieren. Auf dieser CD sind aber zudem sechs andere Lieder eingespielt, die beweisen, dass eine derartige Vereinfachung nicht zulässig ist.

Von vielen vergöttert stellen die "vier letzten Lieder" tatsächlich den Höhepunkt straussscher Liedkomposition dar. Immerhin schrieb er sie als über 80jähriger unter dem Eindruck des Zweiten Weltkrieges. Für seine Wahl der zu vertonenden Gedichte verzichtete er deswegen absichtlich auf allzu Zeitgenössisches und erzeugte in diesen wundervollen Liedern eine weltabgewandte, verklärte Stimmung.
Die ersten drei Gedichte stammen von Hermann Hesse und fangen verschiedene Stimmungen ein, das erste eine euphorische, majestätische Frühlingsstimmung, das zweite eine Stimmung des Ergrauens und des Vergehens im Herbst. Das Lied "Beim Schlafengehen" bereitet auf ein Abschiednehmen vor. Strauss scheint im letzten Lied, "Im Abendrot" von Joseph von Eichendorff, geradezu Lebwohl zu sagen. Dafür verwendet er das Bild von den zwei Wanderern, die "durch Not und Freude gegangen Hand in Hand". Die Tiefe der Musik, das wundervolle Zusammenspiel von Gesang und Orchester, all das rührt tief in uns. Wenn der Sopran am Ende schließlich fragt "ist dies etwa der Tod?", kann man durchaus verstehen, dass sich viele Klassikfreunde wünschen, diese Musik im Sterbebett zu hören.

Weiterhin eingespielt sind sechs wundervolle Orchesterlieder, die das Programm abrunden. Neben dem schwärmerischen "Cäcilie" und dem intimen "Wiegenlied" sind es vor allem solche Perlen wie das hoffnungsvolle "Morgen", das friedliche "Ruhe, meine Seele" oder das nostalgische "Meinem Kinde", die diese CD unverzichtbar machen. Das Lied "Zueignung" wurde erst nachträglich von Robert Hegel orchestriert.

Jessye Norman hier singen zu hören, ist ein wahres Geschenk. Ihre schwärmerische, warme und feste Stimme, die teilweise wie von ferne erklingt, ist Balsam für die Seele. Ihre Intonation ist glasklar. Sie singt diese Lieder nicht nur, sie fühlt sich in jedes hinein und erfüllt es mit Leben. Begleitet wird sie vom prächtig aufgelegten Gewandhausorchester Leipzig unter der Federführung Kurt Masurs. Das Zusammenspiel ist wiegend, tänzerisch, farbenreich nuanciert - auch dank der hervorragenden Tonqualität - und tief empfunden. Das Orchester schmiegt sich perfekt an Normans elysische Stimme an. Eine Sternstunde der Decca!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zauberhaft, 12. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Diese Aufnahme überzeugt mich. Jessye Norman ist in Höchstform und die Aufnahme der '4 letzten Lieder' ist einfach berauschend. Das Orchester begleitet aufmerksam und mit Gefühl. Auch Klang und Balance sind super. Viel Spass beim Hören, ein Klassiker!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Phantastische CD, 2. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Eine großartige Interpretation dieser wunderbaren "Letzten Lieder" von Richard Strauß. Jessye Norman ist wirklich eine Jahrhundertsängerin, die leider nur noch selten zu hören ist. Eine empfehlenswerte, unbedingt hörenswerte CD!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vier letzte Lieder- Jessye Norman in einer eigenen Liga, 19. September 2011
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Richard Strauss ist problematisch. Als Person eine ebenso ambivalente Figur wie als vorbehaltlos alles in Klangform zwingender Komponist.
Ernst Bloch hat sich kritisch zu Strauss geäussert. Er sah in Strauss vornehmlich einen betriebsamen Hedonisten der seiner "mühelosen, unbedenklichen und an sich völlig naiven Freude am Musizieren" alles unterordnete und die Tiefe und grosse Kunst der Musik so zugunsten der Mode und Gefälligkeit opferte.
So schuf Strauss laut Bloch Musik die dem Bedürfniss nach Sinnlichkeit entsprach, "sehr erotische Märchenmusik" wie in der Salome und schlichtweg alles "vom Ständchen hinauf zur Elektra und dann wieder hinunter..." was oppurtun war.
Adorno immerhin hielt dem Vorwurf der kitschigen Sinnlichkeit als Scheinhaftigkeit entgegen, dass die Tiefe in der Scheinhaftigkeit anzuerkennen sei, wie sie in der Philosophie Nietzsches, den Skulpturen Rodins und den literarischen Werken Thomas Manns zu finden sei.
Strauss unbestritten meisterhafte Fähigkeit solche Sinnlichkeit in Klangfarben zu giessen und schwelgerisch mit Tönen zu malen wie auf einer Leinwand, wird in seinen Orchesterliedern, zumal in den Vier letzten Liedern deutlich.
Die vier letzten Lieder, Vertonungen von Gedichten nach Hesse und Eichendorff, waren in der Tat Strauss letzte Kompositionen, vollendet zwischen Mai(Im Abendrot)und August(Beim Schlafengehen und September)1948 und neun Monate nach Strauss Tod im Folgejahr von der norwegischen Sopranisten und herausragenden Wagnerinterpretin Kirsten Flagstad in London unter Furtwängler uraufgeführt.
Trotz vieler durchaus sehr unterschiedlicher, schöner und auch empfehlenswerter Aufnahmen von Lisa Della Casa(Böhm), Elizabeth Schwarzkopf(Szell), Lucia Popp(Solti), Gundula Janowitz(Karajan), Renee Felming(Abbado,Eschenbach,Thielemann) und vor allem der grossartigen Kiri Te Kanawa(Solti) ragt Jessye Norman begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig und Kurt Masur gesanglich aus diesem Feld verdienter Interpretationen heraus.

Es ist der seit Flagstad nicht gehörte warme, volle, aus der Tiefe golden-strahlende Ton, der so klangvoll artikuliert und so farbenreich und nuanciert strömt wie das Orchester in seiner instrumentalen Vielfalt spielt. Normans deutsche Aussprache in den Liedern ist dank ihrer Anfangszeit als junge Sängerin in Deutschland und ihrer natürlichen Sprachbegabung makellos. Masur wählt breite Tempi, die aber nicht als zu langsam wahrnehmbar sind und von dem schier endlosen Atem und der überragenden Technik Jessye Normans mit gesungener Poesie ausgefüllt werden. Vielmehr ist angemessene getragene Ruhe und inhaltlich berechtigt schwelgende Klangfülle kennzeichnend für das Orchesterspiel.
Normans Stimme ist eine der wenigen wirklichen Jahrhundertstimmen, die zudem in Lied und Oper gleichermassen besteht und herausragt. Naturgegeben, klug und empfindsam geführt, von charismatischer Individualität und grossem Volumen. Die Stimme einer Ausnahmesängerin, die hier neben aller souveränen Kontrolle, musikalisch-sängerischen Perfektion und kraftvollen Durchdringung eine Sinnlichkeit und künstlerische Ausdruckskraft entfaltet, die überwältigend genannt werden darf und diesen schwelgerisch-lyrischen Strauss`schen Kompositionen eine eigene Norman`sche Dimension verleihen.

Diese Aufnahme der Vier letzten Lieder sind eines der herausragenden Dokumente Jessye Normans sängerischer Grösse und interpretatorischer Brillanz, eingefangen auf ihrem stimmlichen Zenit, unerreicht und bei aller Wertschätzung anderer Versionen eine stimmliche und gesangliche Liga für sich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schon legendäre Aufnahme, 27. August 2012
Von 
opernfan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Diese Aufnahme besitzt schon legendären Charakter und kann getrost als die beste Aufnahme des Werkes gelten - was angesichts der großen Konkurrenz wirklich guter Aufnahmen schon etwas heißen darf, denn schließlich läßt es sich kaum eine große (Lied-) Sängerin nehmen, diesen Zyklus aufzunehmen (man denke u.a. an Auger, Flagstadt, Janowitz, Fleming, Harteros). Und dennoch besitzt diese Aufnahme einen Ausnahmestatus. Auch eine J. Norman war beileibe nicht immer so auf der Höhe ihrer Kunst. Aber hier fügt sich alles glücklich. Sie trifft exakt den verinnerlichten Ton dieses "Schwanengesangs", vor allen Dingen in letzten beiden Liedern vollbringt sie wahre Wunder, wenn sie Atembögen singt, die man so eigentlich nicht mehr für singbar halten würde. Und dieses technische Können stellt sie ganz ihrer reichen Ausdruckspalette zur Verfügung, so dass " Im Abendrot" zu einem Klassiker der Phonographie wurde. Wunderbar und wundervoll. Was auch für die übrigen Orchesterlieder gilt.
Eine Jahrhundertaufnahme.
Die am ehesten noch Konkurrenz durch die Aufnahmen von E. Schwarzkopf erhält, die aber einen gänzlich anderen Weg beschreitet. Sie gestaltet die Lieder artifizieller, nicht so unmittelbar, was angesichts des zeitlichen Bezugs der Lieder (nach dem Holocaust!) ein ebenfalls möglicher Zugang ist und von Schwarzkopf wunderbar umgesetzt wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht ganz was man erhofft, 18. Oktober 2009
Von 
H. F. M. Oberdorfer "HeinzO" (Hilversum/Holland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Vier Letzte Lieder/Orchesterlieder (Audio CD)
Eine der größten Sängerinnen, ein großartiges Meisterwerk des reifen Meisters, ein grandioses Orchester und ebensolcher Dirigent, was lässt das noch zu wünschen übrig? Leider doch etwas ganz Wesentliches: Tiefe im Ausdruck und Farbreichtum. Eine Weile genieße ich von Jessye's geschliffener Stimme, aber schon bald beginnt mir immer mehr etwas zu fehlen, echte Tiefpunkte, echte Höhepunkte, Klangfarben, echte Intensität im Ausdruck, wo bleiben sie? Es ist immer schön, immer nobel, immer beherrscht, immer kultiviert, aber ist das alles, was in dieser Musik zu finden ist? Das denke ich nicht! Es wird etwas langweilig, blass auf die Dauer, finde ich, trotz der impliziten Farbigkeit des Werks eines der farbreichsten Komponisten aller Zeiten, schade. Ich hatte mir viel davon versprochen, aber ich such lieber weiter.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen