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Disco-Sound... die zunächst glamouröse Abwandlung des amerikanischen Phillysound, an der deutsche Produzenten übrigens maßgeblich beteiligt waren, bis diese glitzernde, sehnsuchtsvolle, sanftschmeichelnde Popgattung weitgehend dem industrialisierten Format einer sich jugendlich gebenden Marschmusik wich und stampfend ihrem eigenen Ende entgegentanzte.

Gerade in der Übergangszeit von Philly zu Munichsound entstanden kleine (damals sehr unterbewertete und heute so gut wie vergessene) Popjuwelen, insbesondere in Berlin und München unter Federführung von Produzenten und Autoren wie Joachim Heider (Rosenberg). Easy Listening-Kostbarkeiten mit Pose und "Attitude", mit Weltschmerz und der Suche nach Lifestyle in den Bildern der Antiprovinz ... große weite Welt... nächtliche Skylines... hier ist das Leben ... New York ... beleuchtete Tanzböden ... Lichterglanz ... Und auf den Flügeln harmonischer Violinenstriche genossen wir diese musikalischen Statements für Harmonie und Cometogether. Als Gegenentwurf zum Faszinosium des rotzigen Aufbegehrens, dem jeansjackigen Verweigerungs-Charme und der vorgeblichen Bodenständigkeit endloser Gitarrensoli des Rock'n Roll. Markigkeit durfte in den gar nicht immer objektiven und nicht selten überkritischen 70ern ihren Platz haben - dem reinen Entertainment, der Eleganz und der Melodie sprach man ihre Wichtigkeit oft ab. Disco wurde schlicht und ergreifend nicht ernst genommen - von Radioredakteuren und Kritikern.

Heute hören wir die Tanzsongs von damals unvoreingenommener. Ihr Charme ist entwaffnend, die Melodienvielfalt betörend. Es ist ein Verdienst der Compilation "Disco Deutschland" speziell Discosounds aus dem eigenen Land und dann auch noch aus der zweiten Reihe dem Vergessen zu entreißen. Wir hören also nicht etwa die bekannten und längst rehabilitierten Superhits einer Marianne Rosenberg ("Ich bin wie Du", "Marleen") sondern einen Albumtitel von ihr. Und auch das geniale, Grammy-prämierte(!) Vocaltrio "Silver Convention" gibt hier nicht zum x-ten Mal das unübertreffliche, psychedelische "Fly, robin, fly" zum Besten, sondern beglückt uns mit "Love in a sleeper", einem weniger bekannten Song. Erfreulichster Titel ist jedoch Su Kramer's "You've got the power", der englischen Version des schmissigen, perfekt arrangierten Disco-Klassikers "Hier ist das Leben", der sogar erstmals in beiden Teilen (früher gab's das - Part one, part two) vorliegt. Man stellt fest, dass die englische Aussprache der stimmgewaltigen Su nicht eben die aller-amerikanischste war, doch das Wiederhören mit diesem sehr unterschätzten Dancefloorhit made in Germany ist einfach ein Erlebnis. Weniger passend empfindet man womöglich die österreichischen Beiträge "Lovemachine" von Supermax und den Titel von Ganymed, die beide bereits in den Disco-Stampf-Mampf der Endphase statt in die soul- und phillygeprägte Sparte dieser Ära einzuordnen sind.

Alles in allem eine sehr verdienstvolle Verdichtung vergessener Disco-Perlen heimischer Produktion. Ich wünsche mir eine Fortsetzung. Mir schweben da noch weitere Titel vor, die es wert wären, dem Vergessen entrissen zu werden: Su Kramer's "Liebe kommt und geht", Jane Palmer's "Keiner war wie Du" (Dream on dreamer boy), "Mister Mister" von Sahara, "Mister Disco" von Monique de Havilland. Was für eine positive, lebensbejahende und ästhetische Popmusik das doch war!
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Oktober 2012
Viel zu sagen gibt es nicht, kaufen, anhören und dazu tanzen. Das geht, ganz ehrlich.
Ich bin begeistert das endlich jemand das wahre Potential von Marianne Rosenberg richtig erkannt hat. Diese Frau war die erste, die echten Deutschpop geliefert hat, keinen Schlager. Und das schon ab 1975. Der Song "Wieder zusammen" ist von Ihrem Album "Lieder der Nacht" von 1976 und wurde auch als B-Seite auf der Single "Marleen" veröffentlicht, ein Fakt der mich bis heute verwundert, ist er doch ein mehr als genialer Song der es mehr als einfach an die Spitze gepackt hätte.
Aber genug Rosenberg, das ich James Last darauf gefunden habe, hat mich doch sehr überrascht. Aber der Song ist klasse und passt perfekt in diese Zusammenstellung. Mein Bruder hat alles von James Last, auch das Album auf dem dieser Titel drauf ist, es ist ein tolles Album, funky und angejazzt, so wie ich es liebe.
"You've got the Power" von Su Kramer liegt in der Originalversion vor, sogar "Part 2" der nur auf der Single erschienen ist, ist mit drauf. Ich denke zwar persönlich das die deutsche Version um Klassen besser ist, trotzdem liebe ich auch die englische.
Zu Supermax und Amanda Lear braucht man nicht viel zu sagen, Christian Anders, OK, bei ihm war ja bekannt das er ein Allrounder ist/war, dieser Song hier ist in meinen Ohren sein Meisterstück.
Alle anderen Songs auf dieser Zusammenstellung passen perfekt zu den anderen, Stil- und Stimmungsmäßig ist diese CD mehr als gelungen. Die meisten waren mir nicht bekannt, leider, sie sind genial. An dieser CD sieht man, das deutsche Disco Produktionen leider überwiegend unterbewertet waren, sieht man mal von Boney M ab.
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am 20. Juli 2007
Toll, dass nicht die Titel drauf sind, die man ohnehin schon auf allen Zusammenstellungen wiederfindet, sondern Perlen der deutschen Diso-Produktionen entdeckt werden können, wie z.B. Silver Convention, Amanda Lear, Peter Herbolzheimer und Peter Thomas. Der stärkste Titel ist aber ohne Frage die Heider-Prouktion "You've got the power" von Su Kramer, der erstmal auf CD zu finden ist. Da steckt heute noch Power drin. Warum der Titel international veröffentlicht wurde, aber davon nie eine Maxi-Version veröffentlicht wurde, verstehe ich bis heute nicht. Der Titel schreit geradezu danach. Geil! Hoffentlich gibt es von Disco Deutschland Disco auch nochmal einen Part 2. Genug Stoff geben die dt. Produktionen sicher noch her, z.B. Orlando Riva Sound, Giorgio (Moroder).
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HALL OF FAMEam 19. Juni 2007
Das Hamburger Label Marina, dass schon die "The In-Kraut"-Sampler zusammenstellte, wartet mit dieser Zusammenstellung mit unbekannten, aber großartigen Discotracks aus deutschen Landen auf. Denn in den späten 70ern war Disco aus Deuschland erfolgreich wie nie mit Acts wie Giorgio Moroder, Amanda Lear, Silver Convention oder Donna Summer mit ihrem Elektro- und Phillysound.

Hier werden nun die unbekannteren Seiten offenbart - so z.B. die üppigen Arrangements von James Last, Marianne Rosenberg oder Ambros Seelos oder die jazzigen Tanzrhythmen von Peter Herbolzheimer und dem Peter Thomas Sound Orchestra. Daneben finden sich Phillysonds von Munich Machine, Silver Convention, Su Kramer (mit "You Got The Power Part 1&2) und basslastiger Discofunk mit Christian Anders (genau) "Running Away" oder Supermax mit der langen Version von "Lovemachine".

Ein abwechlungsreicher Sampler für Freunde des Sounds von Marianne Rosenbergs "Er gehört zu mir", Peny McLeans "Lady Bump" und Amanda Lears "Queen Of Chinatown".
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am 12. August 2007
Sorry, nix gegen den Sampler, aber ich bevorzuge doch Motown, wenn es ums funkige Hüftschwingen geht...
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