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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligent, wunderschön, poetisch und entsetzlich grausam
Der Film ist ganz klar ein Meisterwerk, man sollte aber weder einen
recycleten "Oldboy", noch eine Neuauflage von "Kill Bill" erwarten. Gewalt
wird hier außerdem nie verherrlicht, sondern nur ästhetisiert, um diese für
den Zuschauer erträglicher zu machen, ohne aber weniger zu schockieren.
Handwerklich ist der Film durch und durch...
Veröffentlicht am 11. Juni 2007 von Jakob Fabian

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die schöne Killerin
Für diesen Film muss man sich von seinen vertrauten Sehgewohnheiten verabschieden. Es kommen ganz unterschiedliche Erzählweisen zum Einsatz. Es beginnt dokumentarisch mit märchenhaften Einschüben, poetischen Bildern und führt direkt in die Realität. Dazu gibt es einen Kommentar, vorauseilende Traumsequenzen und viele abrupte Schnitte. Es wird...
Vor 13 Monaten von zopmar veröffentlicht


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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intelligent, wunderschön, poetisch und entsetzlich grausam, 11. Juni 2007
Der Film ist ganz klar ein Meisterwerk, man sollte aber weder einen
recycleten "Oldboy", noch eine Neuauflage von "Kill Bill" erwarten. Gewalt
wird hier außerdem nie verherrlicht, sondern nur ästhetisiert, um diese für
den Zuschauer erträglicher zu machen, ohne aber weniger zu schockieren.
Handwerklich ist der Film durch und durch perfekt; Farbgebung,
Kamerafahrten und Musikeinsatz sind einfach großartig. Auch der häufige und
gekonnte Wechsel der Zeitebenen weiß zu gefallen.
Allerdings sollte man nicht bloß mit einer in Filmform erzählten Geschichte
rechnen, sondern den Film eher als audiovisuelles, kritisches und zum
Nachdenken anregendes Gedicht sehen. Außerdem wird keine der Figuren zur
Identifikationsperson, sondern dem Betrachter wird Raum gelassen, die
Personen selbst zu bewerten. Zum Schluss wird das Thema Selbstjustiz so
dargestellt, dass man als Zuschauer nicht umhin kommt, sich zu fragen, wie
man nun selbst handeln würde, so dass jedem, der sich auf diesen Film
einlässt wohl ein dicker Kloß im Halse stecken bleiben wird.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rache ist eine Speise, die man kalt genießt, 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Lady Vengeance [Blu-ray] (Blu-ray)
Rache schmeckt bittersüß, kommt von erkaltetem Herzen, ist demzufolge äußerst brutal und unbarmherzig, induziert ein hohes Maß an neurotischer Besessenheit, hinterlässt nachhaltig ihre Spuren, ist in ihren Konsequenzen unaufhaltsam und gräbt sich unrevidierbar in die Gedächtnisse der Betroffenen ein. Eine unausweichliche, immer tiefer gehende Spirale aus Schuldzuweisungen und Gewalt ist die Folge. So ist es auch der Fall bei der auf den ersten Blick unscheinbaren und anmutigen Geum-Ja (eine tolle und sehr fotogene Yeong-Ae Lee), die 13 Jahre zu Unrecht wegen Mordes im Gefängnis saß, dort inzwischen einen geläuterten und reuigen Gutmenschen suggerierte, insgeheim jedoch einen minutiös durchdachten Racheplan ausklügelte und nun wieder auf freiem Fuß ihren jahrelang unterdrückten Durst nach Lynchjustiz freien Lauf lässt. Mit einem roten Lidstrich versehen, um bloß nicht zu freundlich zu erscheinen, mit Lust an der Grausamkeit der Rache und äußerst kreativ in den Bestrafungsmethoden beginnt die Femme Fatale eine gnadenlose Blutspur hinter sich herzuziehen. So wird aus der zierlichen Geum-Ja ein eiskalter Racheengel, der seinem Urantrieb erliegt und die Welt, die sie umgibt, färbt sich rot.

Die Farbe Rot spielt im asiatischen Kino seit jeher eine bedeutende Rolle. Nicht nur als gestalterischer Gegenkontrast zum unschuldigen Weiß oder als ewige Melange aus Abneigung und Begierde sowie Liebe und Gewalt. Sondern auch als permanenter Begleiter einer ständig stärker eskalierenden Storyline. Die blutfixierte Rache als Mittel zur Erlösung einer Frau, die sich danach sehnt, ihre Seele zu retten, macht dieses voll durchästhetisierte, poetische und artifizielle Gebilde aus Schuld, Buße, Gewalt und Selbstjustiz zu einer modernen Epigone des Klassikers Lady Snowblood. Nach Sympathy For Mr. Vengeance und Oldboy ist dies der dritte Teil der lose zusammenhängenden Trilogie des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-Wook. Der Streifen ist ein düsterer, surreal bebildeter Vigilante-Thriller über eine äußerlich selbstkontrolliert wirkende zarte Frau mit einer fatalistischen Aura, die jedoch innerlich zerrissen ist, es aber trotz der innewohnenden nihilistischen Misanthropie schafft, irgendwie empathisch zu erscheinen. Die Existenz der Protagonistin wird mit aggressivem Grundgestus ausschließlich auf ihre Mission reduziert. Chan-Wook lässt die obsessive Rächerin zu Beginn gleich dem Wachsen einer Orchidee im Zeitraffer auferstehen. Am Anfang ist der Film etwas schwierig zu verfolgen, was an einer Vielzahl von Personen und Namen liegt, die teilweise mit einer sehr hohen Schnittfrequenz in die Handlung eingeführt werden. Zudem wird in Rückblenden und surrealen Traumsequenzen in der Zeit hin- und her gesprungen, was den Handlungsstrang extrem fragmentiert, jedoch die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten lässt. Später wechselt die Erzählweise in das ruhigere Fahrwasser eines kontemplativen Dramas und treibt am Ende in eine exzessive psychologische Intensität hinein. Die Rächerin begegnet dem eigentlichen Hassobjekt, ihrem Ex-Liebhaber, in schockierenden Bildern. Gewalt wird von Chan-Wook mit moralischer Ambivalenz und ohne plumpe gut-böse Zeichnungen mit emotionaler Kälte stilisiert und vom eigentlichen Sujet losgelöst. Die einzelnen Sets wirken fast schon wie wunderschöne Stillleben, die durch die einfallende Brutalität sukzessive zerstört werden. Elegische Kameraeinstellungen fahren ähnlich wie bei geträumten Bildern Detail für Detail ab und besitzen oft in einer alimentierenden Melange aus visuellen Spielereien eine metaphorische Funktion. Passend dazu wühlt sich auch der hypnotische Score immer tiefer in die Psyche der Protagonisten ein.

Das Bild der Blu-Ray Disc ist perfekt. Format ist Widescreen 2,35:1 anamorph. Die Tonspur liegt in DTS-HD Master 5.1 in deutsch und koreanisch vor.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk von Park Chan-Wok – Mehr als ein Film!, 19. Juni 2007
Ein wahrer Genuss, ein traumhafter Film der absolut perfekt ist. Bei diesem Meisterwerk stimmt einfach nur alles von vorne bis hinten. Die Story ist bewegend und niederschmetternd, die Schauspieler sind exzellent und die Regiearbeit ist absolute Perfektion. Ich schwebte von Anfang bis zum Ende einfach nur in voller Begeisterung, wie gefühlvoll und real die Geschichte erzählt wird. Zusätzlich ist der Soundtrack ein weiteres Meisterwerk für sich, dass dem Film noch mehr Ausdruck verleiht. Nach Mr. Vengeance und Oldboy, die schon Glanzleistungen waren, kommt mit Lady Vengeance der dritte und letzte, großartige Film, der die Rache-Trilogie von Park Chan-Wok perfekt abschließt. Wer sich diesen Film entgehen lässt, dem entgeht ganz große Filmkunst!!!

Einer der besten Filme des Jahres!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu gut um wirklich böse zu sein..., 31. Juli 2007
Von 
Robin Frost (Sankt Wendel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
13 Jahre verbrachte die Hauptfigur nachdem ein falsches Geständnis von ihr erpresst wurde im Gefängnis. Dort wurde sie eine fast-Heilige, half allen und jedem, engagierte sich usw. Doch bei alle dem verfolgte sie nur einen Plan: Rache zu nehmen, an dem Menschen, der sie in diese Situation gebracht hat. Kaum aus dem Gefängnis entlassen, wirft diese Anti-Amelie all ihre Güte über Bord und geht ihre Pläne an. Und doch, nie gelingt ihr das 100%ig.
Die Figur, die der Regiseur hier erschaffen hat gleicht keiner anderen in Film und Fernsehen. Die geniale Hauptdarstellerin (wahrlich kann ich mir keine andere in dieser Rolle vorstellen) sowie die meisten anderen Schauspieler schaffen es schon diesen Film sehenswert zu machen. Dass die Optik, das Drehbuch und die Musik noch als Bonus hinzukommen, macht den Film zu einem wahren Meisterwerk. Fesselnd bis zum Schluss. Nie weiß man wohin die Geschichte als nächstes führt. Meiner Meinung nach noch besser, als Oldboy.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow!, 18. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Lady Vengeance (Einzel-DVD) (DVD)
"Blutig & Poetisch" ist eine perfekte Beschreibung für diesen Film. Die Bilder zusammen mit dem Soundtrack lösen viele Emotionen aus. Ein "must see" für jeden der gute Filme liebt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lady Vengeance - 4/5, 21. August 2007
Ein visuell grandioses und poetisches Werk an die mehrdimensionale Rache einer von Schuld, Sühne und Zweifel durchsetzten Seele. Bedrückend, kraftvoll und schockierend wird dem Zuschauer die verschiedenen Facetten einer zerstörten Person und ihr Rachefeldzug gezeigt und lässt am Ende doch die weiße Unschuld siegen - doch ohne Verluste geht auch dies nicht.
Park ist ein kleines Meisterwerk voller reiner und weißer Symbolik mit der Poesie des Leidens gelungen. Ein Muss für jeden, der eine emotionale Fahrt in die Abgründe eines jeden geplagten Menschen wagen möchte - und am Ende mit rasendem Herz zurückgelassen wird. Ob man dann ein gutes oder schlechtes Gefühl hat, ist individuell.

Mein erster asiatischer Film abseits von Jackie Chan und Co. Ich muss gestehen, dass ich einige Vorbehalte hatte, was asiatische Filme anbelangen, da mir dieses Martial Arts-Gefuchtel ziemlich auf die Nerven ging. Aber hier muss ich mich beim Forum für diese wunderbare Perle bedanken. Ein bittersüßer Film, der berührt und durchwühlt. Jetzt bin ich umso gespannter auf die anderen Park-Filme und natürlich auf die anderen Filme des asiatischen Marktes.

[spoiler]Einen Punkt habe ich abgezogen, weil mir die Auflösung mit den Elternverbandes ein wenig zu einfach und dadurch leider etwas unglaubwürdiger geraten ist. Das hätte man etwas ausführlicher behandeln müssen. Ansonsten kamen mir selbst die Tränen, als man den Eltern die Videos ihrer Kinder gezeigt hat - vorallem bei der Erhängungsszene. Schrecklich, aber wahr. Und dadurch umso schockierender, mitanzusehen.[/spoiler]
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die gutmütige Frau Geum-ja Lee, 6. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Lady Vengeance (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Lady Vengeance ist wirklich ein krönender Abschluß der Rache Trilogie. Der Film ist im Vergleich zu Old Boy sehr linear, dennoch weiß vor allem durch das gefinkelte Rache-Ende zu überraschen. Das andererorts behauptet wird, daß die Rückblenden verwirrend wären, läßt eher auf den Verwirrtheitsgrad der RezipientInnen schließen, als auf schlechte Filmnarration. Kompliziert ist der Schnitt nämlich überhaupt nicht, vielmehr sorgt er für immer amüsante oder bewegende Einblicke in das Leben der Hauptakteurin.

Lady Vengeance beginnt sehr schnell, wechselt aber gegen Ende das Erzähltempo und wird immer langsamer. Auf der DVD Version wird das noch dadurch unterstützt, daß der Film mehr und mehr seine Farbe verliert bis er ganz schwarz-weiß ist. Nur das Blut bleibt in hellem rubinrotem Glanz und wirkt dadurch wie Rosen im Schnee. Die deutsche Kino Version ist durchgehend in Farbe, was aber nicht unbedingt negativ sein muß, da die Bilder und die Farben überragend sind.

Cinematographisch handelt es sich zweifelsohne um ein Meisterwerk. Die Bildkompositionen erinnern stark an den Stil eines Christopher Doyle, jedoch werden diese noch übertroffen durch eine poetischere Stille, die allen Szenen innewohnt.

Musikalisch ebenfalls top. Yeong-wook Jo gibt mit seiner im klassischen Bereich angesiedelter Melodie die perfekte Unterlage für die blutigen Racheszenen.

Wer unbedingt den Vergleich mit Old Boy sucht: Old Boy ist überraschender in seiner Geschichte, dafür bildtechnisch Lady Vengeance stark unterlegen. Schauspielerisch finde ich generell Lady Vengeance ebenfalls on top, genial auch Min-sik Choi, der in Old Boy den Rächer mimte und nun das Opfer spielen muß.

Einziger Kritikpunkt meinerseits das etwas unnötig lange Ende (damit meine ich den Schluß hinter dem Schluß hinter dem Schluß), was aber trotzdem der dringenden Kauf Empfehlung keinen Abbruch tun soll.

8 von 10 rachedürstige Verwandte
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Rot-Liedschatten auszog sich am bösen Hund zu rächen, 7. Mai 2007
Erneut liefert uns Chan Wook eine schmerzhafte Psychostudie, hier begleiten wir eine Frau bei ihrer Rache. Wird sie ihr die erhoffte Erlösung bringen?

Nach Jahren kommt die vermeintlich resozialisierte Mörderin Geum-Ja endlich aus dem Gefängnis frei. Dort wurde sie wegen ihrer Hilfsberitschaft wie eine Heilige verehrt. Doch kaum draußen verschwindet ihr freundliches Lächeln, kühl und distanziert führt sie ihren Racheplan fort, den sie bereits im Gefängnis begann. Und während sie ihrer Rache näher kommt, erfahren wir immer mehr über ihre Hintergründe und die Masken der eiskalten Rächerin, sowie der Heiligen bröckeln zusehends. Vor allem als sie ihrer Tochter begegnet ...

So überdreht die Geschichte oft daherkommt, so nachvollziehbar sind die Gefühle der Protagonistin, was vor allem der Schauspielerin zu verdanken ist. Sie verführt und verstört einen gleichermaßen und läßt einen auch nach dem Film so schnell nicht mehr loß.

Mit einem großartigen Cast, sowie einem atemberaubenden Setdesign liefert uns Park Chan Wook einen weiteren kontroversen Film, der trotz fieser brutalität wesentlich zärtlicher ist als die anderen Teile seiner Rachetriologie.
Auch ist es einer der wenigen Filme bei denen der Sprecher aus dem Off nicht für Peinlichkeiten sorgt, sondern mit einem Augenzwinkern dem Film einen märchenhaften, aber auch satirischen Schlag gibt und so hilft nicht ins Depressive abzudriften.

Kurz: Ein würdiger Abschluß!

Der "Fade to Black and White"-Cut, welches die dem Regisseur ursprünglich vorgeschwebte Version des Films ist, ist eine interessante Variante, nicht aber umbedingt die bessere. Zwar wirkt die Stimmung düsterer, die Bilder verlieren aber an Ausdruckskraft, vor allem bei komplexeren Szenerien. So sah das der Regisseur wohl auch, zeigt er sich im Zusatzmaterial doch nicht so wirklich zufrieden damit. Der Film braucht diese intelektuelle Spielerei nicht wirklich.

P.S.: Viel Spaß beim Suchen der Gastauftritte von Schauspielern der ersten 2 Rachefilme.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Park Chan-Wooks Rache-Trilogie nimmt ein blutiges Ende...., 20. August 2007
Film: **** (4/5)

Nach "Sympathy for Mr. Vengeance" und "Oldboy" präsentiert Park Chan-Wook nun das Finale seiner Rache-Trilogie und schlägt hier nun leisere und subtilere Töne an als bei den Vorgängertiteln. Lady Vengeance ist wohl derjenige der drei Teile, der am wenigsten mit physischer Gewalt aufwartet, ist etwas weniger verspielt, dafür aber umso poetischer. Lee Geum-ja, wird nach dreizehn Jahren, die sie im Gefängnis verbacht hat, entlassen. Nun will sie Rache üben an dem Mann, der ihr Leben ruiniert hat:

Um das Leben ihrer Tochter zu retten nimmt sie einen grausamen Mord an einem kleinen Jungen auf sich um danach als Engel Geum-ja ein tugendhaftes Leben im Gefängnis zu führen - doch alles ist nur Fassade, alles ein Plan...

Während sich Oldboy noch stark auf verworrene Handlungsstränge und eine Menge Kunstblut drehten, konzentriert sich dieser Teil vor allem auf die Psychogramme der Protagonisten. Besonders auch die Rollen der Opfer werden zu einem wichtigen Teilaspekt des Films. So scheint Lady Vengance alles in allem der erwachsendste Teil der Trilogie zu sein uns unterscheidet sich als solcher stark von den genialen Vorgängern. Obwohl noch immer großartig, am Ende doch nicht ganz so mitreißend wie vielleicht erhofft.

DVD: ***** (5/5)

Die 3-Disc Limted Deluxe Edition lässt jedes Sammlerherz höher schlagen, finden sich darauf doch nicht nur die üblichen Extras wie Making of und Interviews mit Cast und Crew, sondern neben der Kinoversion auch eine Director's Version, die sich in jedem Fall sehen lassen kann. Auch die schön aufgemachte Box kann sich in jedem Regal sehen lassen, sodass Sammlern eine uneingeschränkte Kaufempfehlung ausgesprochen werden kann.

Gesamt: 4,5 / 5
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz der Abschluss, den ich erhofft hatte, 22. Februar 2008
Ganz klar: "Sympathy for Lady Vengeance" (wie er eigentlich heißt) ist ein Klassefilm, wie es schon "Sympathy for Mister Vengeance" war. Er ist sicherlich nichts für Ungeduldige (wie es schon jener nicht war) und besticht durch schöne Bilder und eine schöne, getragen-bedrückte Athmosphäre. Ich wäre wirklich höchlichst angetan gewesen, hätte ich nicht vorher schon "Oldboy" gesehen. (Dieser sticht aus der losen Rache-Trilogie von Park Chan-Wook so sehr heraus, dass man den Regisseur danach einfach daran messen MUSS.) Im vergleich zu "Oldboy" nämlich ziehen sich beide "Sympathy"-Filme ganz schön in die Länge und sind an manchen Teilen schlicht zu wenig nachvollziehbar, vielleicht sogar zu anstrengend. Während aber "Mister Vengeance" mich noch erschüttert hatte, empfand ich "Lady Vengeance" zwar als schön, aber nie als sonderlich bewegend. Und ganz ehrlich: von extremer Gewalt kann hier auch keine Rede sein. Das können meines Erachtens nur Menschen so empfinden, die entweder extrem zart besaitet sind - oder dazu neigen, ihre Namen zu tanzen.

Fazit: "Lady Vengeance" ist gutes, sehr künstlerisches Autorenkino. Man sollte sich aber "Oldboy" wirklich als Abschluss der Trilogie aufheben, das beugt eventuellen Enttäuschungen vor. Von den Geschichten her verbunden sind die drei Teile ohnehin NICHT.
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Lady Vengeance (Special Edition, 2 DVDs)
Lady Vengeance (Special Edition, 2 DVDs) von Park Chan-wook (DVD - 2007)
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