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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes, packendes und gefühlvolles Meisterwerk
Es gibt Filme, deren emotionalem Sog man sich kaum entziehen kann. Filme, die einen aufrütteln und nicht mehr loslassen.

"Babel" ist ein solcher Film. Nach "Amores Perros" und "21 Gramm" erschafft der mexikanische Regiekünstler Alejandro González Inárritu sein Meisterstück. Mit diesem Film vollendet der Filmemacher seine Trilogie...
Veröffentlicht am 8. August 2007 von Florian Hoffmann

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierige Schicksale - Schwieriger Film
Als erstes vorweg: Es ist ein sehr ruhiges Drama mit wenigen Höhepunkten. Doch auch ohne diese kommt es sehr gut aus. Allerdings sind meiner Meinung nach die einzelnen Episoden nur bedingt in einem Film gut untergebracht. Die Geschichte über das einsame, traurige, taubstumme Mädchen in Tokyo auf der Suche nach Zuneigung und Verständnins ist zwar...
Veröffentlicht am 7. Februar 2009 von Zéttrick


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40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes, packendes und gefühlvolles Meisterwerk, 8. August 2007
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Es gibt Filme, deren emotionalem Sog man sich kaum entziehen kann. Filme, die einen aufrütteln und nicht mehr loslassen.

"Babel" ist ein solcher Film. Nach "Amores Perros" und "21 Gramm" erschafft der mexikanische Regiekünstler Alejandro González Inárritu sein Meisterstück. Mit diesem Film vollendet der Filmemacher seine Trilogie über Schuld, Sühne, Schicksal und Zufall. Doch während seine ersten beiden Werke, die ohnehin schon zu den faszinierendsten dieses Jahrzehnts gehören, noch kleinere Schönheitsfehler aufwiesen, erweist sich "Babel" nun als prinzipiell vollkommenes Werk.

Es kommt nur wirklich selten vor, dass man als Zuschauer von einer Geschichte vom ersten Moment an so fasziniert ist und somit über die gesamte Laufzeit emotional völlig involviert bleibt.
Inárritu gelingt dieses Kunststück.

Die episodenhafte Struktur hat der Regisseur auch schon in seinen vorigen Werken angewandt. An und für sich ist diese Art des Filmemachens gewiss nichts neues, denkt man da beispielsweise an Tarantinos Filme, vor allem natürlich "Pulp Fiction" oder auch an die von Robert Altman ("Short Cuts") und Paul Thomas Anderson ("Magnolia"). Doch nicht nur, dass einzig und allein echte Meister diese Technik beherrschen, führt Inárritu diesen Stil auf eine neue Ebene. "Babel" umfasst die miteinander verwobenen Schicksale verschiedener Menschen über den gesamten Globus verteilt.

Zugrunde liegt dieser wie auch schon in "21 Gramm" nicht chronologischer Struktur die Theorie des Schmetterlingseffekts. In diesem Fall ist es der versehentlich ausgelöste Schuss aus einem Gewehr zweier marokkanischer Hirtenjungen, der eine amerikanische Touristin (Cate Blanchett) trifft. Diese ungewollte Tat löst eine Kette dramatischer Auswirkungen auf drei verschiedenen Kontinenten aus.

Inárritu schafft es ohne Zweifel auf meisterhafte Weise, diese heikle Geschichte nicht nur plausibel, sondern auch emotional dicht und extrem intensiv zu erzählen.
Ihm gelingt es, Emotionen für das Publikum wirklich spürbar zu machen.

Der häufig dokumentarisch wirkende Inszenierungsstil wirkt spontan und ungemein direkt, sodass der Zuschauer wirklich voll und ganz bei der Sache ist. Die Atmosphäre der jeweiligen Länder, so unterschiedlich wirkenden Länder kann man so fast schon schmecken.
Kameramann Rodrigo Prieto, der wohl zu den besten seiner Zunft gehört, erschafft diese Bilder mit unglaublicher, fast schon selbstverständlich scheinender Bravour.

Inárritu drehte "Babel" über die Zeitspanne von ganzen 101 Tagen, sicherlich ein enorm ambitioniertes Unterfangen, das die Crew immer wieder vor logistische Probleme stellte. Teilweise ohne Dreherlaubnis (Tokio) und mit Laiendarstellern gefilmt, ist es erstaunlich, wie Inárritu all diesen Problemen trotzte und gemeinsam mit seinem Cutter einen großartigen Film formte.
Sein Stil führt zudem stets zu Höchstleistungen der Darsteller. Besonders Entdeckung Rinko Kikuchi brilliert als stummer Teenager in der Japan-Episode. Ihre Darstellung wirkt so authentisch und gefühlvoll, dass der Zuschauer keinen Moment an ihrer Behinderung und an ihren Gefühlen zweifelt. Ihr gehört auch der ungemein kraftvolle Schluss des Films, der den Zuschauer sprachlos und wie gelähmt zurücklässt. Ach Brad Pitt beweist eindrucksvoll mit seiner gewagten Performance, dass er ein wirklich außergewöhnlich talentierter und nuancierter Darsteller ist.

"Babel", der 2007 für sieben Oscars nominiert und schließlich nur die Auszeichnung für die beste Musik von Gustavo Santaolalla gewinnen konnte, ist einer der wirklich großen Filme der letzten Jahre, ein auch politisch brisantes Werk, das in schlechten Zeiten eine Botschaft der Hoffnung vermittelt und das Publikum so aufs Tiefste berührt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende einer Trilogie, 20. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
"Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel, denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut." (Genesis 11, 5-6)

So endet also die Trilogie des Regisseurs Alejandro González Iñárritu...
Babel erzählt 4 Geschichten, welche im 1. Moment nichts miteinander zutun haben. Doch im Laufe des Filmes klärt sich ein Rätsel nach dem anderen und man erfährt das große Ganze.
Es erzählt jedoch auch die Geschichte des Unverständnisses das die Menschen sich gegenseitig zeigen. Sie verstehen sich nicht mehr, und dies ergibt auch den Titel dieses Filmes.

Ich will aber in dieser Rezension nicht auf die Geschichte des Filmes eingehen, sondern darauf, dass Babel einer der besten Filme 2006 war, wenn nicht sogar der Beste (aus meiner Sicht).
Denn diese Erzählweise die Inarritu benutzt ist einfach nur Klasse und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Doch nicht nur die Erzählweise ist Klasse, sondern auch die ausdrucksstarken Bilder die er sich bedient und die tragischen Momente in diesen Geschichten. Sei es der Diskobesuch der taubstummen Japanerin (die Klasse von Rinko Kikuchi gespielt wird) oder der verzweifelte Kampf des Amerikaners um seine Frau (Brad Pitt und Cate Blanchett).

Das sind diese Momente des Filmes die den Zuschauer fesseln und ihn nachdenken lassen, das sind diese Momente die diesen Film zu etwas besonderem machen, aber das sind auch diese Momente diese Trilogie auszeichnen.
Jedem dem Babel gefällt, wird auch 21 Gramm und Amores Perros gefallen und natürlich gilt auch der Umkehrschluss.

Alles in allem muss man aber sagen, dass Babel, obwohl er ein super Film ist meiner Einschätzung nach nicht an die Vorgänger heranreicht, da diese diese Knotenpunkte zwischen den Geschichten eindringlicher gestaltet haben und die Geschichte dort mehr eine Einheit darstellte...

Trotzdem von mir eine klare Kaufempfehlung :)
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meditiation, 2. September 2007
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Einzige Gemeinsamkeit zu LA Crash: Es sind beides Episodenfilme, die am Ende die einzelnen Handlungsstränge zu einem grossen Ganzen versuchen zu verknüpfen. Gegen "Babel" ist der letztjährige Oscargewinner LA Crash aber eine Seifenblase und aussagetechnisch leider eine Null. Diese Einschätzung hatte ich anfangs nicht, ich glaube LA Crash hatte die Gabe durch die einzelnen emotionalen, fast schon magischen Szenen eine gewisse Augenwischerei zu betreiben, dies gelang durch diese Art der visuellen Manipulation. Erst im Hinterher bemerkt man dann die Armut des Inhalts, wie viel die Macher dem Zuschauer zwingend aufgedrückt haben und erkennt wieder mal eindrücklich, wie man mit einer brillianten Form dem Zuschauer abstrakte Pseudobotschaften unterjubeln kann.
"Babel" dagegen ist in seiner meditativen Stille extrem wuchtig und gibt wirklich allerhand Möglichkeiten über sich und über die Welt nachzudenken, hier gibts wirklich kein aufgeblustertes Tralala sondern hier gehts elementar zur Sache. Den Mitmenschen nicht verstehen können und wie es trotzdem beinahe unbedeutende eigene Handlungen schaffen, die Umgebung gravierend zu verändern. Inmitten der Szenerie Hass und Liebe, Angst, Macht und Gewalt dicht beieinander.
Die drei Handlungsstränge Marokko, Tokio und Mexico sind so atmosphärisch dicht und glaubwürdig ineinander verwoben, nicht nur einzelne Szenen sind genial, auch die sehr subtilen Kernfragen, die der Film aufwirft, sind niemals in holzhammerartige Botschaften verpackt, sondern sie regen zum Nachdenken an und lösen wirkliche Gefühle aus.
Ein grossartiges Ensemble, bei dem man Rinko Kikuchi und Adriana Barraza besonders hervorheben darf, rundet diesen wahrlich grossen Film ab.
Leider unterlag "Babel" bei der Oscarverleihung dem wesentlich schwächeren Film "Departed"...gut, ich liebe Scorsese, aber dass er ausgerechnet mit einem seiner schwächsten Film endlich den vom Gesamtwerk aus betrachtet wohlverdienten Oscar erhalten hat, ist angesichts so eines genialen Konkurrenzfilms nicht mal mit dem "der ist jetzt endlich der Reihe" Bonus zu rechtfertigen.
Eine weitere Ironie des Schicksals: Im vorjährigen Oscarrennen gewann dann so ein Episodenfilm, eben LA Crash, gegen den weitaus besseren "Brokeback Mountain"....
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir sind alle vernetzt miteinander..., 13. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Babel hat mich noch lange nach dem abendlichen Anschauen beschäftigt.Der Film gehört sicher nicht zu der Kategorie feierabendlichen-Unterhaltungskinos,in ihm stecken viele Aussagen.
Mit einer geschickt inszenierten Handlungsaufteilung, die erst im Laufe des Filmes den Gesamtkontext ergibt,erreicht Babel Spannung. Die Handlung an sich ,ist aufgeteilt in das Schicksal verschiedener Menschen,die mit kulturellen, wirtschaftlichen und vor allem zwischenmenschlichen Problemen zu kämpfen haben.Ein amerikanisches Ehepaar befindet sich auf einer Reise in Marokko( Brad Pitt und Cate Blanchet).Ihre Ehe ist zerrüttet, wie die weite Wüste,in der sie mit einem Reiseunternehmen,jene Bustour starten, auf der eine Gewehrkugel die Fensterscheibe durchschlägt.Die Ehefrau wird dabei lebensgefährlich verletzt. Zwei Jungen haben diesen Schuss ausgelöst,beim Testen ihres Gewehres,mit dem sie die Ziegenherde des Vaters vor Schakalen bewachen sollten.
Parallel dazu,wird das Kindermädchen,des amerikanischen Ehepaares in eine schwierige Lage gebracht.Eine Hochzeit,der in Mexico beheimateten Familie findet statt,dabei müssen die Kinder mit über die Grenze von Kalifornien zu Mexico genommen werden.Ein dritter Handlungsstrang findet auf der anderen Seite der Erdkugel statt.In Japan,lebt ein gehörloses,pubertierendes Mädchen,alleine,nach dem Tod der Mutter,mit dem Vater zusammen.Der Vater ,ein Grossunternehmer hat kaum Zeit für das Mädchen. Die dargestellten Charaktere setzen sich also aus den unterschiedlichsten Menschen,an so verschiedenen Orten und in gänzlich anderen Lebenssituationen zusammen.Doch, sie sind verbunden ,vernetzt durch das Gewehr, den Schuss,durch eine spontane Situation.Hier fiel mir das Sinnbild des Schmetterlinges ein,der auf der anderen Seite der Erde ein Erdbeben auslöst.
Die Bildsprache des Films ist beeindruckend.
Auf der einen Seite sehen wir eine karge Wüstenlandschaft,in der die Menschen früh altern und Kinder schon mit vielzuviel Verantwortung konfrontriert werden.Demgegenüber steht eine eher künstliche,dichtbevölkerte Metropole,in der eine permanente Reizüberflutung und Oberflächlichkeit herrscht.Eine Kultur, die befremdlich wirkt.Die Szenerie in Mexico ist eher amerikanisch,mit ihrer Justiz,dem Umgang mit Ein und Auswanderung an der Grenze.
Jede Person trägt in Babel ein Schicksal,ein Lebensproblem, auf eigene Weise .Menschliches Leid wird hier auf verschiedensten Ebenen deutlich. Die leidtragenden sind die Kinder, die mit den Problemen der Erwachsenen nicht umgehen können und so desorientiert werden.
Babel, ein Film mit einerseits Starbesetzung und auch unbekannten Darstellern. Die Ereignisse rund um den Globus wurden in ihrer jeweiligen Kultur vernetzt,zu einem Geschehen, das erst in den letzen Filmminuten zusammenläuft. Untertitel ersetzen die Synchronisierung zum Teil, um den Charakter der Landeskultur zu wahren. Herausragend empfand ich die Darstellung,der Erlebenswelt,des gehörlosen Mädchens. Hier wurde der Ton zum Teil weggenommen,und wir als Zuschauer,erleben die Situation quasi auch gehörlos.Nur ein dumpfes Rauschen bleibt,wie der Blutstrom im Innenohr.
Dieser Film erhält in meiner Bewertung alle fünf Sterne.
Ich empfehle ihn aber nicht,um abends abzuschalten und danach in Ruhe den Tag zu beenden. Mich hat er beschäftigt.
Ein Meisterwerk.
Tom Netzer
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht der beste Teil der Trilogie, dennoch sehenswert, 23. August 2007
Von 
Leonidas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Mit Babel komplettiert sich die Trilogie von Alejandro González Iñárritu, zu der auch "Amores perros" und "21 Gramm" gehören. Alle Filme verknüpfen das Schicksal verschiedener Menschen auf der ganzen Welt durch scheinbar zufällige Nichtigkeiten oder Geschehnisse auf tragische Weise.
Leider reicht "Babel" nicht an "Amores perros" heran, dennoch ist es ein sehenswerter Film, der zeigt, dass die heutige Welt (wir sprechen ja so gerne vom Kommunikationszeitalter!) nichts weiter ist als ein unglaubliches Sprachgewirr, dass wir unsere Mitmenschen, manchmal nicht einmal uns selbst verstehen.
Immer wieder stellt der Film die Frage des "Warum" und kann sie dabei selbst nicht beantworten, zeigt lediglich, dass unser eigenes Unvermögen, andere zu verstehen, Handlungen nachzuvollziehen, aber auch Dinge zu hinterfragen oft das größte Übel sein kann.

Gespielt ist der Film sehr gut und auch Kamera und Schnitt sind gelungen. Jedoch fühlt man stets eine gewisse Distanz zwischen sich und den Protagonisten, anders als bei "Amores perros", wo man mitten im Geschehen zu stehen schien. Dennoch: Ein berührender Film, den man gesehen haben sollte!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Kino mit Botschaft, 13. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Der Film verbindet vier Geschichten die auf den ersten Blick nicht wirklich viel miteindander zu tun haben. Im Unterschied zu ähnlichen Verknüpfungsfilmen wie z. Bsp. Amores Perros oder Magnolia, die in einer Stadt spielen, spielen diese 4 Geschichten verteilt auf dem ganzen Erdball.
Die Geschichten ähneln sich dabei vor allem in einer Hinsicht: Die jeweiligen Protagonisten manövrieren sich, ob selbstverschuldet oder nicht, in eine mißliche Lage: 2 marrokanische Jungs schießen beim Bewachen ihrer Ziegenherde auf einen Touristenbus,dabei wird die Touristin Susan (Cate Blanchett) in die Schulter getroffen. Ihr Ehemann Richard (Brad Pitt) muss nun versuchen in der kargen, verlassenen Gegend Hilfe aufzutreiben. Da die Haushälterin der beiden zur Hochzeit ihres Sohnes, die in Mexiko stattfindet nicht freibekommen hat, nimmt sie Debbie und Mike, die Kinder von Richard und Susan kurzerhand mit auf eine reise, die nicht gerade unproblematisch von statten geht... Währenddessen kommt die taubstumme Chieko, die in Tokio lebt, nach dem Tod ihrer Mutter und den Problemen die ein Leben als Taubstumme aufwirft nicht zurecht und flüchtet sich in Drogen und Parties.
Gerade aus den hieraus entstehenden Problemen zieht der Film seinen Anspruch: Er stellt die Frage nach Schuld bzw Unschuld: Warum kamen die Protagonisten in eine derartige Lage, wer trägt die Verantwortung dafür? Dabei sind die Geschichten jedoch nicht schwarz oder weiß, man kann die Schuld keiner bestimmten Person zuordnen, das Zusammentreffen vieler Faktoren bestimmt den Verlauf der Geschichte und der Situationen in denen die Protagonisten sich wiederfinden.
Die Bilder der Kamera fangen dabei die verschiedenen Gegebenheiten auf beeindruckende Art und Weise ein: Körnig und nahezu farbklos in der kargen Wüstenlandschaft Marrokos, grell, bunt und mit schnellen Schnitten im Tokioer Nachtleben.

Fazit

Anspruchsvolles Kino mit Botschaft, dabei sicher nicht jedermanns Fall.
Der Film unterstützt das Wegkommen vom Schwarz/Weiß denken und das ewige Einordnen in gängige Schemata, darüber hinaus regt er sehr stark zum Nachdenken an und beschäftigt einen durchaus auch noch 2 Tage später. Vor allem hieraus zieht der Film meiner Meinung nach seine Qualität. Er zeigt dass es kein Schuldig/Unschuldig gibt, sondern dass sich das Leben in den Bereichen dazwischen abspielt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schaut endlich genau hin!, 9. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Was für ein Film! Was für eine Musik!

In jeder Sekunde sagt der Film, schaut endlich genauer hin. Bewertet nicht nach dem ersten Eindruck, bewertet nicht nach Medienberichten, sondern hört zu, was man euch zu erzählen hat. Und das mit einer emotionalen Dichte, die ihresgleichen sucht, wenn man mit offenen Dramaturgien leben kann.
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiger Film!, 13. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Dieser Film ist unangenehm. Ja, und er geht über 2 Stunden. Und manchmal fühlt es sich an, als ob manche Szenen nie enden wollen. Man möchte einfach vorspulen, um das unangenehme Gefühl im Bauch weg zu bekommen. Die Missverständnisse der Kulturen, die Kommunikationsschwierigkeiten, der Egoismus jeder Persönlichkeit im Film, der Lebenserhaltungstrieb, der fehlende Gemeinschaftssinn, das sind Dinge die "Babel" dem Zuschauer schamlos vor Augen hält. Und der Film gibt dem Zuschauer Raum und Zeit diese Unannehmlichkeiten aus der Sicht der Protagonisten nachzuspüren.

Die fantastischen Bilder, der unglaubliche Schnitt und die immer passende unkonventionelle Musik fügen sich perfekt in die Geschichte ein. Hier ist weniger mehr! Es ist keine leichte Kost und verlangt, dass man sich auf die Geschichte und seine Erzählweise einläßt.

"Sich die Hände reichen" und "und sich umarmen" ziehen sich hier als roter Faden durch den Film. Ist es nicht das, was wir eigentlich wollen? Einfach nur geliebt zu werden, weil wir Mensch sind? So angenommen werden, wie wir sind? Egal mit welcher Sprache wir sprechen, wie wir es gelernt haben uns und unsere Gefühle auszudrücken, welche Hautfarbe wir haben oder aus welcher Kultur oder Religion wir stammen? In "Babel" menschelt es von Anfang bis zum Ende. Und genau das ist es, was wir als unangenehm empfinden. Wir sind es nicht mehr gewohnt, auf einander zu zugehen und für andere da zu sein. Wir wissen nicht mehr, wie wir unsere Liebe zum Ausdruck bringen können. Und das spüren vorallem die Kinder, die in "Babel" die wirklich Leidtragenden sind. Ungeliebt, alleine gelassen, verletzt, nicht verstanden.

Die Schauspieler sind durchweg toll besetzt. Brad Pitt und Cate Blanchett sind zwar die Zugpferde (und sind wirklich sehr gut), aber sind es doch die unbekannten Gesichter, die zu beeindrucken wissen. Ganz vorne die junge japanische Schauspielerin und das mexikanische Kindermädchen. Die Dialoge in Orginalsprache mit Untertitel zu drehen ist großes Kino. Auch hier setzt der Regisseur auf Minimalismus. Weniger Dialog ist mehr. Zwischen den Zeilen und in den Gesichtern wird mehr zum Ausdruck gebracht als tatsächlich geredet wird.

Der Blick auf Japan, für Europäer wohl eines der Länder, deren Kultur nie ganz verstanden werden kann, wird durch die Welt einer gehörlosen Schülerin noch unverständlicher. Die USA, das Land der Unbegrenzten Möglichkeiten, kommt eher als beschränkt auf seine eigene Welt daher. Ein durch unglückliche Zufälle initierte Beschuß amerikanischer Bürger wird zu einem nationalen Angriff aufgebauscht. Amerikanische Beamte kommunizieren nicht, sie beten ihre Texte im Namen von Gesetzen und Erlassen herunter oder schreien mir ihrem Gegenüber, weil sie nicht gelernt haben, zu zuhören. Alles Fremde und Unerklärte wird als absichtlicher Angriff auf die USA gewertet. Die Menschlichkeit bleibt hier "in the name of the lord" auf der Strecke. Marokko, das Land in dem alle Fäden zusammen laufen, wird mit aller wüsten Schönheit und Realität dargestellt.

Subtile und unbeschönigte Sozialkritik an unserer Welt. Ein Aufruf zur Menschlichkeit und zum Hände reichen. Ein wichtiger Film!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WOW, 16. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Babel (inkl. Wendecover) [Blu-ray] (Blu-ray)
Selten sehe ich solch perfekten Filme. Die Leute die dem Film nur ein Stern gegeben haben verstehe ich nicht. Es gibt womöglich kein besseren Film. Diese einzelnen Geschichten die hintereinander laufen sind wirklich spektakulär. Das heißt man hat nicht nur ein Film sondern mehrere die am Ende alle miteinander verknüpft sind. HERVORRAGEND
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal Abwechslung und kein Mainstream!, 1. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Wer einen Film mit Handlung sucht, bei dem die schauspielerische Leistung und nicht das Knall-Bum-Peng-Hollywood-Special-Effects-Kino im Vordergrund steht, der ist hier an der richtigen Adresse.

Kein Mainstream, kein Mega-Blockbuster oder Kassenschlager, sondern eben ein Film, der durch seine Einfachheit und Bildersprache besticht. Ich kann den Film jedem empfehlen, der mal einen Film mit großen Hollywood-Schauspielern sehen möchte, der aber völlig untypisch und anders ist, als das was man meist von Hollywood vorgesetzt bekommt. Ein Film, den man auf ARTE oder 3sat sehen könnte, aber eben nicht unbedinbt bei RTL oder SAT1. Ich habe ihn schon im TV gesehen. Ich weiß nur, dass es ein werbefreier Sender war. Ich werde ihn mir aber nochmals ausleihen, da mir der Film sehr gut gefallen hat.
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Babel
Babel von Alejandro González Iñárritu (DVD - 2007)
EUR 7,35
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