Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Philips Multiroom Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen108
4,4 von 5 Sternen
Plattform: Xbox 360|Version: Standard|Ändern
Preis:25,99 €+ 2,99 € Versandkosten
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. Februar 2008
Ich habe erst seit Weihnachten 07 eine Xbox 360, die ich mir unter anderem wegen Mass Effect gekauft habe und sie in meinen Augen die günstigere Alternative zu einem neuen PC war. Von den vielen Ankündigungen und Trailern habe ich eigentlich relativ wenig mitbekommen, da ich vorher mit der Xbox 360 kaum zu tun hatte. Aber als ein Freund von Mass Effect geschwärmt hat (Zitat: "Das ist fast wie Kotor, nur besser."), wurde mein Interesse geweckt. Ich habe mir Trailer, Previews, Reviews usw. angeschaut und durchgelesen. Meine Erwartungen stiegen bis in unermessliche Höhen, ich wollte dieses Spiel unbedingt haben. Kurz: Ich war einfach scharf darauf.

Also gleich nach dem Weihnachtlichen Finanzschub von nahen Verwandten und solchen, die man in seinem Leben noch nie gesehen hat, die Konsole und Mass Effect angeschafft. Und ich war von der ersten Sekunde an gefesselt. Erst der kurze Dialog über Shepards Vorgeschichte, dann die Einblendung des Logos, der Übergang zum Spiel begleitet von einem Soundtrack, der Seinesgleichen sucht. Ich tauchte von Anfang an völlig in das Universum ein und kam bis zum Schluss nicht mehr raus. Das hat Vor Mass Effect tatsächlich nur Kotor geschafft und das hatte sogar noch den Vorteil des bekannten Star Wars Universums.

Aber bevor ich hier noch zu sehr in Lobeshymnen ausschweife, erst einmal zu dem etwas ernüchternden Teil meiner Rezension. Das restliche Lob hebe ich mir für den Schluss auf. Wie bereits vielfach erwähnt, gibt es teils recht heftige Ladezeiten für die Texturen, die in einigen Sequenzen schlichtweg so langsam laden, dass die entsprechende Sequenz vorbei ist, bevor man sie in ihrer vollen Pracht genießen kann. Die Schatten sahen hin und wieder (wenn auch wirklich selten) aus einigen Blickwinkeln mit entsprechend ungünstig platzierter Lichtquelle ein wenig unnatürlich aus. Das wäre dann soweit alles, was ich an der Grafik auszusetzen hätte. Ansonsten sieht das Spiel einfach nur genial aus.

Die kargen Welten, die es zu erkunden gibt, waren schon ein etwas größerer Störfaktor. Man landet auf einem Planeten, fährt nacheinander alle Ecken ab und zum Schluss noch einmal in die Mitte, um auch ja kein Erz-Vorkommen, kein Wrack und keine Anomalie zu verpassen. Und genau das ist der Punkt: Die Planeten sind alle generisch aufgebaut, ähneln sich allesamt sehr stark und trotzdem ist da etwas, das einen zwingt, sie alle restlos abzugrasen, auch wenn man längst weiß, dass man nichts neues mehr finden wird. Da stört es mich auch keineswegs, dass nicht alle Planeten betretbar sind (bei Gasgiganten und aufgrund extremer Temperaturen oder lebensfeindlicher Atmosphären auf vielen Planeten wäre das ohnehin relativ schwachsinnig), denn es gibt so viele Planeten, dass man irgendwann trotz dieses Suchtfaktors die Schnauze voll vom Erkunden hätte. Das betrifft vor allem Spieler wie mich, die in einer Welt gerne alles erkunden und jeden noch so unbedeutenden Stein umdrehen, um zu sehen, ob es darunter vielleicht doch noch etwas gibt. Ja, ich habe nicht nur alle Planeten erkundet und alle Kodexeinträge gelesen, sondern beim ersten Durchspielen sogar alle Infotexte zu sämtlichen Planeten durchgelesen.

Was die Charaktere angeht, kann ich mich einigen Meinungen, diese seien platt gestaltet, absolut nicht anschließen. Jedes Squadmitglied hat seine Individuelle Hintergrundgeschichte, seinen persönlichen Charakter, seine Macken. Ashley Williams ist eine unsymathische, gläubige, leicht rassistische Zicke, die ich trotzdem mochte. Kaidan ist ein zurückhaltender, bescheidener Mensch, der über verborgene Kräfte verfügt, die er durchaus zu gebrauchen in der Lage ist, wenn es darauf ankommt. Aber vor allem Garrus und Wrex haben es mir angetan. Garrus wäre nach Baldur's Gate Maßstäben als "chaotic good" zu kategorisieren. Er strebt gute Ziele an, doch seine Methoden sind oft skrupellos und darauf gerichtet, die Mission um jeden Preis zu erfüllen. Wrex würde ich als "chaotic neutral" bezeichnen. Er hat eine klare Vorstellung von Ehre, handelt jedoch zumeist in seinem eigenen Interesse bis zu dem kritischen Moment auf Virmire. Aber auch den Geschichten aus seinem Söldnerleben habe ich gerne zugehört und fühlte mich wie damals auf der Ebon Hawk, als Canderous mir von den Mandalorianischen Kriegen erzählte. Hier versteht Bioware sein Handwerk.

Dann mal zur Story. Das kann kein Kinofilm besser. Saren, ein außer Kontrolle geratener Spectre, der in seinem Bestreben, das Ende jeglicher Zivilisation herbeizuführen, kaum aufzuhalten scheint. Und dann die große Offenbarung. Ich muss mich wirklich zurückhalten, hier nicht zu spoilern, da ich mit meiner Rezension niemandem das Spiel verderben möchte, aber es fällt wirklich schwer, nicht noch weiter darüber zu schwärmen. Hier sei nur noch erwähnt, dass Saren meiner Meinung nach der bisher coolste, sympathischste - und überhaupt der beste - Antagonist der Spielegeschichte ist. Der Plot mag sich vielleicht für ein Rollenspiel relativ kurz halten, aber wer Mass Effect wirklich spielt, anstatt einfach nur blind den roten Faden abzurennen, wird weit länger als 10 Stunden beschäftigt sein. Und ein Spiel wie Mass Effect hat es definitiv verdient, dass man ihm mehr Beachtung schenkt, als einmal durch den Plot zu rennen und es dann unter "ferner liefen" ins Regal zu räumen.

Sicher, Mass Effect hat seine Mängel, die hat jedes Spiel. Aber hier sind Handlungsfreiheit und lineare Storygebundenheit so perfekt miteinander vermischt, wie es zuvor nur Kotor gelang. Und genau das macht unter anderem einen großten Teil des Reizes aus. Man hat genug Freiheit, um sich neben dem Plot genügend zu beschäftigen und dennoch nicht so viel, dass man zu sehr vom rechten Weg abkommt und die Story links liegen bleibt (was meiner Meinung nach in der Elder Scrolls Reihe der Fall ist). Aber auch die Inszenierung der durchwegs genialen Story ist mehr als Kinoreif. Vor allem zum Schluss wird ein wahres Feuerwerk entfacht, wie man es in Spielen viel zu selten erlebt. Bei all dem sind die Mängel schnell vergessen und man kann nicht anders, als Mass Effect einfach zu lieben.
77 Kommentare|89 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. November 2007
Lange habe ich auf die Veröffentlichung von Mass Effect hingefiebert, mir großartige Trailer und Videos angeschaut, in denen ein riesiges Spieluniversum und geradezu grenzenlose Möglichkeiten angekündigt wurden. Wie sehr freute ich mich auf dutzende Planeten, die ich erforschen und auf ein Spiel, mit dem ich Wochen und Monate verbringen würde. Kurz: Ich erhoffte mir ein revolutionäres Rollenspiel, ich erhoffte mir die neue Genre-Referenz.

Diese Hoffnungen haben sich nur teilweise erfüllt, im Folgenden versuche ich zu erklären, warum:

Grafik:

+ Schöne Charaktermodelle und -Animationen, insbesondere bei Dialogen sehen die Charaktere unglaublich detailliert aus, man könnte förmlich die Hautporen zählen
+ Schöne Umgebungsgrafiken
+ Detaillierte Texturen...
- ...die leider sehr offensichtlich aufploppen, von schwammig-verwischt nach detailliert
- Wenn viel auf dem Bildschirm los ist sind kleine und große Ruckler keine Seltenheit

Sound:

+ Guter Sound, von Musik bis Explosionen hört sich alles klasse an.
+ Sehr gute deutsche Sprachausgabe.

Gameplay:

+ Großartiges Dialogsystem
+ Entscheidungsfreiheit
+ Wählbare Lebensgeschichte der Hauptfigur, die Einfluss auf Spielablauf hat
+ Hauptstory sehr gut gelungen
- Das Mass Effect-Universum ist bei Weitem nicht so groß und tief, wie vorher angekündigt. Man kann nur auf einem Bruchteil der Planeten, die man auf der Galaxiekarte sieht, landen.
- Die Planeten, die man (außerhalb der Hauptstory) erforschen kann, sehen alle ziemlich gleich aus. Sie bestehen aus öden Landschaften, vereinzelten Gebäuden und abgestürzten Raumsonden. Die verschiedenen Gebäude sehen sich im Inneren sehr ähnlich, da hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht.
- Squad-Steuerung hätte man besser lösen können
- Einige Begriffe werden weder im Spiel noch in der Anleitung erklärt

Langzeitmotivation:

+ Man kann mit seinem Charakter nochmal neu anfangen und ihn weiter aufleveln
+ Freispielbare Erfolge, die auch Boni im Spiel mit sich bringen
+ Dadurch, dass man viele Entscheidungen zu treffen hat steigt der Anreiz, es nochmal durchzuspielen und Dinge anders zu machen
- Kurze Hauptstory. Ich war ziemlich verdutzt, als ich plötzlich schon vorm letzen Endgegner stand.

Fazit:

Mass Effect ist ein sehr gutes Rollenspiel, das leider nicht so groß und episch ist wie es im Vorfeld angepriesen wurde. Ein paar kleine, aber entscheidende Minuspunkte dämpfen den positiven Gesamteindruck.
Ich gebe vier Sterne, da meiner Meinung nach letztendlich die positiven Aspekte überwiegen und ich viel Spaß mit Mass Effect hatte und noch haben werde.
0Kommentar|36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. November 2007
Bioware ist für seine großartigen Rollenspiele berühmt. Baldurs Gate und Knights of the Old Republic sprengten die Vorstellung davon, was ein Rollenspiel auf dem PC sein kann und nun, nachdem man sich in die Universen von AD&D und Star Wars begeben hat, versucht Bioware etwas Eigenes - und so unglaublich es sich anhören mag: In meinen Augen reiht sich das von Bioware erdachte Universum in Unterhaltungswert, Glaubwürdigkeit und Inspiration nahtlos bei diesen Schwergewichtern ein.

Das Grundgerüst der Story ist schnell erzählt: Die Menschheit hat gerade ihren Platz in der galaktischen Gemeinschaft gefunden, da kommt eine große Bedrohung auf. Ein ehemaliger Gesetzeshüter, ein sogenannter Spectre namens Saren, verrät den galaktischen Rat und bemächtigt sich einer gewalttätigen Maschinenarmee, um eine uralte Macht wiederzuerwecken, die vor 50.000 Jahren alles intelligente Leben in der Galaxis ausgelöscht hatte. Was seine Motivationen sind erfährt man in einem mitreißenden Abenteuer, welches allerdings kürzer ausfällt als bisherige Bioware-Titel. Verfolgt man nur die Hauptstory, ist man nach ca. 15 Stunden durch, macht man die Nebenquests mit und lässt sich Zeit beim erkunden, kommt man vielleicht auf 25-30 Stunden. Währenddessen lässt sich, sofern man sich nicht im Kampf befindet, jederzeit speichern. Ich empfehle, die Schwierigkeit der Kämpfe auf jeden Fall auf „Normal“ oder höher zu stellen.

Alles beginnt mit der Charakterentwicklung, bei der man sich einen eigenen Shepard, männlich oder weiblich, zusammenstellen kann. Hierbei sind der Fantasie beinahe keine Grenzen gesetzt, viele Auswahlmöglichkeiten führen den Spieler zu einem ganz individuellen Shepard. Danach wählt man noch die Grundfähigkeiten und die persönliche Geschichte aus – auf die von NPCs während des Spielverlaufs immer wieder Bezug genommen wird – und schließlich begibt man sich in diese fremde Galaxis, in der man sich bald aber wie zuhause fühlt. Hier kann man entweder gute Taten vollbringen oder ein richtiger Stinkstiefel sein, es gibt 2 seperate Balken, die einen darüber aufklären, wie gut und wie böse man ist. Dieses System unterstreicht wunderbar, wie sich Mass Effect vom typischen schwarz/weiß/gut/böse-Schema entfernt.

Die Grafik ist zunächst nett anzuschauen: Detaillierte Texturen, tolle Effekte und feine Animationen sind ein Augenschmaus. Die Echtzeitbeleuchtung zaubert ansehnliche Schattenspiele auf den Bildschirm und die Mimik der Charaktere wirkt extrem realistisch. Alsbald zeigen sich aber auch die Schattenseiten dieser Schönheit. Regelmäßig kommt es vor, dass hoch aufgelöste Texturen erst nach ein paar Sekunden geladen werden und man bis zu diesem Zeitpunkt auf Charakteren und Umgebung nichts als grauen Matsch zu sehen bekommt. Ab und zu, besonders in Feuergefechten oder auf Planeten mit Schneegestöber, kommt die Framerate ein wenig ins Stocken und es beginnt zu ruckeln. Zu keiner Zeit fühlte ich mich dabei im Kampf benachteiligt, aber störend fällt es allemal auf. Besonders stört es, wenn einem die Xbox weismachen will, dass die DVD dreckig oder verkratzt ist und man, ohne die Möglichkeit zu speichern, ins Menü zurück geworfen wird. Das passiert zwar selten, darf aber bei einem Konsolenspiel einfach nicht passieren.

Vor dem Sound muss man sich alleine schon deshalb verneigen, weil die Anzahl der Dialoge einfach nur atemberaubend ist. Diese variieren je nach Teamzusammenstellung und Situation; eine unwahrscheinliche Anzahl von Kombinationen ergibt sich. Da ist es nicht weiter tragisch, dass sich im Gefecht zuweilen eine Frauenstimme zu Wort meldet, obwohl man nur Männer in der Gruppe hat. Auch die Stimmenverzerrung Sarens setzt irgendwann einmal aus, aber das sind alles nur Peanuts. Die deutschen Sprecher sind gut bis sehr gut besetzt, Shepard, der/die ja nun wirklich ziemlich viel zu sprechen hat, hat eine angenehme Stimme spendiert bekommen, die vor allem auch auf die zahlreichen Gesichter passt, die man entwerfen kann. Einzig Saren hat eine etwas unpassende Stimme erwischt – da hat das famose Original eindeutig die Nase vorn. Die Musik wiegt zwischen elektronische Klängen á la „Blade Runner“ und orchestralen Stücken hin und her, besonders gefallen mir Letztere, die aber nur sehr sparsam und an epischen Handlungsstellen eingesetzt werden. Man kann aber, denke ich, sagen, dass die Klangkulisse ein eindeutiges Markenzeichen von Mass Effect ist – der Bass reicht bis ins Bodenlose.

Das Kampfsystem ist ordentlich. Im Deckungsmechanismus leicht an einen indizierten Epic-Shooter angelehnt, ergeben sich stellenweise packende, taktische Gefechte. Manchmal kommt es aber auch vor, dass die Gegner – selbst, wenn es keine stupiden Zombies sind – einfach nur auf einen zustürmen und beinahe widerstandslos niedergestreckt werden. Die Teammitglieder schlagen sich großteils wacker, mit dem Steuerkreuz lassen sich rudimentäre Befehle wie „Gehe dort hin“ oder „Bewache diesen Standort“ geben, ich hätte mir allerdings doch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Die Waffen machen Spaß und fühlen sich auch wie Waffen an, besonders das Scharfschützengewehr hat mir große Freude bereitet. Die Biotik-Fähigkeiten, das Magie-Äquivalent im Mass Effect Universum ist sinnvoll und bereichert das Kampfsystem; es macht großen Spaß, Gegner per „Stasis“ hilflos in der Luft treiben zu lassen, während ihn die Kameraden mit gezielten Salven pflücken wie eine reife Frucht.

Nun aber zum Kronjuwel von Mass Effect: Die Story. Allein schon die innovative Gestaltung des Universums sucht im SciFi-Einerlei ihresgleichen. Endlich einmal ist der Mensch nicht der Mittelpunkt allen seins, sondern tritt zu einem späten Zeitpunkt in die galaktische Gemeinschaft an und muss sich behaupten, bevor er ernst genommen wird. Die Menschheit ist eine Rasse unter vielen und hat sich anzupassen, Antiphatie, stellenweise sogar Rassismus, werden einem häufiger im Spiel von anderen Völkern entgegengebracht. Ansonsten sind alle wichtigen Eckpfeiler einer epischen Geschichte vertreten: große Schlachten, Entscheidungen von erschütternder Tragweite, eine Romanze, tragische Verluste und ein enigmatischer Bösewicht, der aber vielleicht doch nicht die Spitze der Boshaftigkeit darstellt. Wie eine Blüte entfaltet sich die Story mit jedem Planeten, den man bereist, und bezaubert zum Schluss mit seiner bloßen Schönheit, ein bombastisches Finale kredenzend, wie ich es selten in einem Spiel genießen durfte. Obwohl Mass Effect als Trilogie angelegt wurde, ist das Ende wundervoll abgerundet, dabei natürlich schon einen fließenden Übergang zum zweiten Teil schaffend, auf den ich vom heutigen Tag an sehnsüchtig warte.

Mass Effect ist ein Ausnahmetitel, wie er nur alle paar Jahre einmal daherkommt. Die zahlreichen Bugs und technischen Fehlerchen stören zwar, aber trotzdem komme ich nicht umhin, vor der Pracht des Ganzen schlicht und ergreifend in die Knie zu gehen. Was hier an zwischenmenschlichen Beziehungen, handfester Action und epischer Handlung abgebrannt wird, ohne dabei pathetisch zu werden, ist atemberaubend. Selten wurden Dialoge so messerscharf geschrieben und zugleich von Sprechern auf so bezaubernde Weise an den Spieler weitergegeben, selten wird bei einem Spiel so brillant Regie geführt, dass man sich in einen mitreißenden Blockbuster versetzt fühlt und ebenso selten ist es, dass ein Spiel nachhaltig berührt und man sich auch, wenn man es längst beiseite gelegt hat, immer wieder gerne an den Ausflug erinnert, den man einmal in diese fremde und doch so vertraute Galaxie unternommen hat. Mass Effect ist ein Juwel der Videospielgeschichte. Es mag nicht perfekt geschliffen und poliert sein, aber trotzdem reiht sich sein Strahlen hoch oben am Firmament bei den ganz Großen des Genres ein.

Grafik: 8.5/10
Sound: 9/10
Bedienung: 9/10
Story: 10/10
Spielwelt: 10/10
Umfang: 8/10
Gesamt: 9.5/10
22 Kommentare|36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juni 2013
Ich spiele mittlerweile schon sehr lange Videospiele und habe in der Zeit so einige bemerkenswerte Spiele erlebt, welche entweder durch Spielspaß, grandiose Grafik, einer spannenden Geschichte, ein unvergleichliches Spielgefühl oder einer atemberaubenden Atmosphäre ein besonderes Erlebnis darstellten. Selten gab es dabei eine Kombination aller dieser Elemente. Was mir aber hier passiert ist, ist einfach nur unglaublich. Wie konnten diese Spiele bloß jahrelang von mir unbeachtet bleiben. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll und wie ich diese Eindrücke in einer ansatzweise würdigen Kritik beschreiben kann…

Der Anfang…
Jedenfalls habe ich vor nicht allzu langer Zeit Mass Effect 3 mehr oder weniger durch einen Zufall erhalten. Irgendwo müssen die Lobeshymnen ja herkommen dachte ich mir und begann die Auftaktmission zu spielen. Diese stellte eigentlich nur das Tutorial dar, aber ich war sofort überwältigt und dachte mir, hey du willst wissen wie es zu dieser quasi aussichtslosen Situation kommen konnte. Also habe ich mir für insgesamt 11€ Teil 1 und 2 als Downloadversionen gekauft, um die ganze Mass Effect-Geschichte am Anfang beginnen zu können. Was in den folgenden 140 Stunden passiert ist, trotzt jeder Beschreibung. Zugegebenermaßen ist das erste Drittel des ersten Teils (abgesehen von der ersten hakben Stunde) spielerisch etwas langatmig und die Technik sowie die Inszenierung wird erst ab Teil 2 richtig herausragend. Aber hat man die ersten 3-4 Stunden von Maas Effect geschafft und Zugang zu der Geschichte bekommen, dann wird ein Feuerwerk abgebrannt was ihr nie vergessen werdet und welches definitiv mit zum Besten gehört, was je im Sci-Fi Genre (Film oder Spiel) zu erleben ist. Teil 2 und 3 beginnen dann jeweils mit einem Intro, welches in anderen Blockbuster-Spielen und Filmen locker als Finale durchgehen würde. Vor allem im letzten Serienteil hechtet man im Spielverlauf von einem zum nächsten Höhepunkt. Es wird nicht mit spektakulären und abwechslungsreichen Szenen gegeizt, so dass man schon fast das Gefühl hat, dass die Entwickler geradezu verschwenderisch viele grandiose Momente auf den Bildschirm zaubern.

Die Story…
Das absolut einzigartige an dieser Trilogie ist einfach die epische Story mit den zahlreichen Wendungen und der grandiosen Inszenierung, welche von Teil zu Teil immer atemberaubender wird. Absolut einzigartig sind zudem die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere und die Dialoge in Form von tollen Zwischensequenzen, welche man durch Auswahl von verschiedenen Antwortmöglichkeiten stark beeinflussen kann. So muss man oft moralische Entscheidungen treffen, welche sich in einer für mich nie dagewesenen Form auf den Storyverlauf auswirken. Noch dazu kann man seinen Charakter aus Teil 1 in Teil 2 und anschließend weiter in Teil 3 importieren und hat dadurch ein komplett individuelles und zusammenhängendes Erlebnis, da sich diverse getroffenen Entscheidungen über die gesamte Trilogie auswirken. Klasse!!! Zudem wird auch immer mal wieder Bezug zu vergangenen Geschehnissen und Entscheidungen genommen. Es kann z.B. passieren, dass man im Verlauf des ersten Teils ein Crewmitglied aufgrund der eigenen Entscheidung rettet oder eben verliert. Entsprechend taucht er oder sie im Verlaufe der folgenden Teile auf oder eben nicht. Insgesamt habe ich noch nie eine so detailliert ausgearbeitete Spielwelt gesehen und bin von deren Atmosphäre einfach so unglaublich beeindruckt. Das Spiel schafft es einfach einen so sehr in seinen Bann zu ziehen und erschafft dabei vor den Augen des Spielers ein riesiges glaubhaftes Universum, welches sich über zig Sonnensysteme hinaus ausbreitet. Hier wird Abwechslung in der Gestaltung der Planeten und Gebiete großgeschrieben. Natürlich darf unser Sonnensystem dabei nicht fehlen, wo man im Laufe der Geschichte die Erde, den Mond und den Mars besucht. Viel faszinierender ist allerdings was es darüber hinaus gibt, und wie die Menschheit es geschafft hat, weiter als nur bis zum Mond zu reisen und schließlich Kolonien in anderen Bereichen des Weltalls zu gründen. Was mag wohl beim ersten Kontakt mit einem Alien-Volk passiert sein? Das alles ist zum Spielstart bereits Vergangenheit, die man neben der eigentlichen Handlung quasi im Vorbeigehen erfährt. Wer interessiert ist kann hier aber in diversen Dialogen oder Kodex-Einträgen mehr erfahren. Es gibt sogar eine sehr empfehlenswerte (zumindest Band 1 bis 3) Romanreihe bestehend aus 4 Bänden, welche u.a. die Vorgeschichte und parallele Ereignisse erzählt. Ich kann diese Romane jedem Sci-Fi-Begeisterten sowie allen die diesen Spielen etwas abgewinnen können, uneingeschränkt empfehlen. Das alles ist einfach so wahnsinnig beeindruckend, dass ich stundenlang weiterschreiben könnte. Ich beneide diejenigen, die die Geschichte noch nicht kennen und dies in Zukunft noch ändern werden…

Die Technik…
Die Grafik in Teil ist natürlich etwas überholt, aber das geht insgesamt in Ordnung. In Teil 2 und vor allem 3 sieht diese aber sehr viel besser aus und bietet tolle Charaktere und Animationen, Effekte sowie atemberaubende Schauplätze mit teilweise Ehrfurcht erregenden Ausblicken. Deutsche und englische Sprachausgabe ist jeweils auf einem absoluten Referenz-Niveau. Die Soundeffekte sind ebenfalls klasse und wirken jederzeit glaubwürdig. Absolut grandios ist die Musik. Diese ist einfach nur episch und passt durch ihren dynamischen Einsatz perfekt zu den unterschiedlichen Szenen. Insgesamt unterstützt die Technik die Erschaffung dieses glaubwürdigen Universums auf ganzer Linie.

Die DLCs…
Da die Versionen der Trilogie-Box mit den einzelnen Kaufversionen identisch sind, sind in diesem Paket nur wenige DLCs enthalten. Von DLCs im Allgemeinen und von First-Day-DLCs im Speziellen kann man halten was man will. Prinzipiell finde ich es gut, dass Bioware die Spiele nach dem Release mit weiterhin zusätzlichem Material erweitert. Dass diese Erweiterungen dann Geld kosten ist einleuchtend und für mich völlig in Ordnung, zumal niemand gezwungen wird diese Zusatzinhalte zu kaufen. Für die Trilogy-Box hätte Bioware allerdings lieber warten sollen bis der letzte DLC erschienen ist und ausnahmslos jede Erweiterung in die Box packen sollen. Meinetwegen dann auch für einen höheren Kaufpreis. Denn wer ohne DLCs spielt verpasst einiges und teilweise sogar recht wichtige Story-Details. Und da steckt dann der Knackpunkt: Es gibt einige DLCs, welche meiner Ansicht nach so wichtig sind, dass diese definitiv nicht als optionaler Content behandelt werden sollten. Ich war jedenfalls froh, dass bei meinem 1. Durchspielen der Trilogie bereits alle DLC erschienen sind und ich somit direkt die ganze Geschichte in der richtigen Reihenfolge erleben konnte. Ich stelle daher nachfolgend eine Übersicht aller DLCs samt Preis und meiner Meinung vor:

Mass Effect 1…
Kollisionskurs (kostenlos): Eine neue Rasse wird eingeführt, wovon einige einen Asteroiden auf eine Menschen-Kolonie stürzen lassen wollen. Die Mission, diesen Asteroiden aufzuhalten, ist gut umgesetzt und relativ abwechslungsreich. Der DLC stellt insgesamt eine der spannendsten Nebenmissionen von Mass Effect 1 dar. Noch dazu ist er kostenlos und daher definitiv empfehlenswert (ca. 90 Min).

Pinacle Station (4,99€): Eine Reihe von Kampfsimulationen, welche weder die Story vertieft, noch spielerisch gehaltvoll und mit 4,99€ definitiv zu teuer ist. Daher bekommt diese Erweiterung von mir keine Empfehlung (ca. 180 Min).

Mass Effect 2…
Absturzstelle der Normandy (kostenlos bei Neukauf von ME2): Für Spieler des ersten Teils bietet es ein nostalgisches Gefühl, wenn man das Wrack seines alten Raumschiffes an der Absturzstelle nach Überbleibseln durchsucht. Dafür aber sehr kurz und ohne Spannung, da keine neuen Dialoge oder Kampfszenen enthalten sind. Hier hätte man wesentlich mehr draus machen können (ca. 20 Min).

Feuergänger-Pack (kostenlos bei Neukauf von ME2): Fünf kurze Missionen mit einem Fahrzeug (ähnlich dem Mako aus Teil 1). Hier sucht man auf verschiedenen Planeten nach Hinweisen für ein Artefakt einer vergangenen Zivilisation. Nichts außergewöhnliches, aber lohnenswert da es sowieso kostenlos enthalten ist (ca. 60 Min).

Zaeed: Der Preis der Rache (kostenlos bei Neukauf von ME2): Ein neues Crewmitglied für das gesamte Spiel sowie diverse Dialoge und eine kurze aber actiongeladene Mission auf einem neuen Planeten (ca. 45 Min).

Kasumi: Gestohlene Erinnerungen (5,80€): Ebenfalls ein neues Crewmitglied für das gesamte Spiel, sowie diverse Dialoge und eine recht abwechslungsreiche (u.a. Einbruch in einen Tresorraum während einer Party) und spannende Mission. Allerdings nur geringen Mehrwert für die eigentliche Haupthandlung und obendrein recht kurz. Von daher nicht zwingend notwendig. Mir hat es trotz der kurzen Spielzeit dennoch gefallen (ca. 90 Min).

Overlord (5,80€): Eine mehrstufige Mission, welche sehr abwechslungsreich ist (u.a. Zerstörung einer Radarschüssel, Fahrzeugabschnitte und mehrere spannende Gefechte an unterschiedlichen Schauplätzen) und eine nette Nebenhandlung in schönen Umgebungen erzählt. Hier darf man dennoch nicht zu viel erwarten (ca. 150 Min).

Versteck des Shadow Broker (8€): Dieser DLC ist der mit Abstand beste für ME2 und sollte sich keiner entgehen lassen. Die Geschichte um den Shadow Broker ist stark mit der Haupthandlung verknüpft und gehört eigentliche sowieso in das Hauptspiel. Diesen Abschnitt als DLC zu verkaufen ist vielleicht einer der wenigen Kritikpunkte an ME2. Highlight ist zudem die Abwechslung und zwei besonders gelungene Abschnitte (Eine Taxifahrt ähnlich wie in „Das 5. Element“ und ein Kampf auf der Außenhülle eines Raumschiffs). Pflichtkauf! (ca. 150 Min). Tipp: Spielt diesen DLC erst nach dem Finale des 2. Teils. Man kann anschließend noch die nicht erledigten Nebenmissionen Missionen spielen und dann passt es besser in den zeitlichen Gesamtkontext.

Die Ankunft (5,80€): Dieser DLC füllt die Lücke für den Übergang von ME2 zu ME3 und ist zu dem nicht teuer. Spielerisch enthält dieser DLC keine Besonderheiten, allerdings sind die zwei neuen Umgebungen sehr gelungen und die Story bietet einige schöne Momente sowie zahlreiche Hintergrundinformationen. Als Fan für mich daher unverzichtbar, aber kein Muss für alle (ca. 90 Min). Tipp: „Die Ankunft“ ist der abschließende Akt von ME2 und sollte daher nach dem Finale und auch nach „Versteck des Shadow Broker“ gespielt werden.

Mass Effect 3…
Aus der Asche (8€):
Dieser DLC bieten einen hohen Mehrwert für die Story und hätte meiner Meinung nach im Hauptspiel enthalten sein müssen. Ich will hier auch nicht zu viel verraten. Es geht zu dem Ort, an dem in Mass Effect 1 alles begonnen hat… Spielerisch darf man nicht zu viel erwarten, denn der Umfang ist mit einer Spielzeit von gut einer Stunde sehr kurz. Dafür erfährt man im Laufe des Hauptspiels permanent neue Informationen über Protheaner, Reaper und die Vergangenheit der einzelnen Zivilisationen. Von daher sollte man sich diesen DLC definitiv nicht entgehen lassen und dabei den neuen Charakter oft in den Missionen des Hauptspiels bzw. der weiteren DLC‘s mitnehmen. Dennoch ist die Politik von Bioware, diesen Teil aus dem Hauptspiel zu streichen und ihn zu Release von ME3 als Day-One-DLC zu vermarkten, keinesfalls lobenswert (ca. 60 Min).

Leviathan (8€):
Mein absoluter Favorit unter allen DLCs dieser Trilogie. Hier wird nicht nur eine spannende Geschichte, welche eng mit der Haupthandlung um die Reaper und deren Bekämpfung verknüpft ist, mit tollen Dialogen und Zwischensequenzen erzählt, sondern gleich drei neue und abwechslungsreiche Planeten sowie ein neuer Bereich in der Citadel eingeführt. Dieses Labor besucht man vor jeder Mission und sucht dort wie ein Detektiv nach Hinweisen, um den nächsten Ort auf der Galaxie-Karte freizuschalten. Die Kämpfe sind teilweise äußert fordernd und bieten dabei einiges an Abwechslung, wie z.B. eine Drohne bei Reperaturarbeiten beschützen, ein toller via Skripts bombastisch inszenierter Kampf auf einer Ausgrabungsstätte in den Klippen und ein sehr atmosphärischer Ausflug unter Wasser. Vor allem das Ende ist ein unverzichtbares Gänsehaut-Erlebnis, welches viele Hintergründe zu den Reapern und deren Herkunft preisgibt. Insgesamt gehört dies zu den besten und abwechslungsreichsten Abschnitten der gesamten Mass Effect Trilogie (ca. 180 Min).

Omega (12€):
In diesem DLC geht es um die Rückeroberung der Raumstation Omega, welche man schon in Teil 2 besuchen musste. Die Umgebungen sind daher leider bekannt und nicht sehr abwechslungsreich, bieten aber dennoch einige schöne Plätze und teilweise beeindruckende Aussichten. Spielerisch wird eine gewohnt gute Mischung aus Gesprächen, Zwischensequenzen und spannenden Kämpfen geboten. Einige neue Gegner und Skripts lockern das Geschehen etwas auf. Darüber hinaus stehen in dieser Zeit zwei neue Charaktere als Begleiter zur Verfügung. Am Ende ist die Handlung für den Hauptkampf gegen die Reaper eher nicht von großer Bedeutung, bietet mit vier Stunden aber einfach mehr von Mass Effect und ist somit jedem Fan zu empfehlen (ca. 240 Min).

Citadel (12€):
Diese Erweiterung ist ein Geschenk an alle Fans, denen die Charaktere dieser Trilogie besonders ans Herz gewachsen sind. „Citadel“ bietet eine Vielzahl nostalgischer Momente und witzige, sehr gut geschriebene Dialoge. Darüber hinaus ist der Spielverlauf sehr abwechslungsreich, die neuen Areale auf der Citadel optisch sehr unterschiedlich und der DLC beinhaltet aufgrund seiner Unbeschwertheit eine Menge witziger Situationen durch z.B. Anspielungen auf vergangene Erlebnisse oder Easter Eggs. Trotzdem fühlt sich der „Landurlaub“ irgendwie fremd an und will nicht richtig in die Haupthandlung passen. Die ganze Galaxie steht mitten im Krieg und der Commander wird zu einem Urlaub gezwungen, in welchem er von einer unbekannten Gruppierung angegriffen wird. Wirkt meiner Meinung nach eher aufgesetzt. Nicht wirklich schlimm, aber eben ungewohnt für Mass Effect. Insgesamt dennoch ein lohnenswerter Ausflug mit einer Menge Spielspaß und purer Nostalgie sowie einer sehr coolen letzten Mission und anschließender Party (ca. 300 Min).

DLC-Zusammenfassung…
Kollisionskurs ist als kostenlose Erweiterung für ME 1 sehr empfehlenswert, aber Pinnacle Station ist definitiv der schlechteste DLC dieser Reihe und kann getrost ausgelassen werden. Die kostenlosen DLC für ME2 und vor allem den ebenfalls kostenlosen Extended Cut für ME3 sollte man sowieso installieren. Darüber hinaus sind meiner Meinung nach nur „Shadow Broker“ und „Leviathan“ für jeden Spieler, der diese Trilogie erleben möchte, absolute Pflicht. Denn nur diese bieten die perfekte Kombination aus Abwechslung, angemessener Spielzeit (bei vertretbarem Kaufpreis) und einer guten Handlung, welche zudem eng mit der Hauptgeschichte verbunden ist. Wenn man die Hauptgeschichte allerdings wirklich vollständig erleben und die offenen Fragen am Ende auf ein Minimum reduzieren möchte, dann sind zusätzlich „Die Ankunft“ und „Aus der Asche“ unverzichtbar. Diese bieten zwar nur eine kurze Spielzeit, ohne klären sich aber einige wichtige Fragen nicht und man verpasst elementare Hintergründe. „Citadel“ ist vor allem für diejenigen, denen die Charaktere das wichtigste Element dieser Trilogie sind. Hier wird eine Art Klassentreffen zelebriert, in dem jeder wichtige Charakter aller Teile seinen Auftritt bekommt. Alle anderen DLC‘s (Kasumi, Overlord, Omega) bieten zwar nette Ergänzungen und teilweise interessante Nebenhandlungen, sind aber keinesfalls Pflicht sondern „nur“ nette Ergänzungen.
Wer – wie ich – auf keinen Inhalt verzichten möchte, für den gilt:
• ME2: 25€ für alle 4 Story-DLCs und insgesamt ca. 8 Stunden zusätzlicher Spielzeit
• ME3: 40€ für alle 4 Story-DLCs und insgesamt ca. 13 Stunden zusätzlicher Spielzeit
Kleiner Tipp: Wer die Trilogie-Box bzw. Datenträger nicht zwingend im Schrank stehen haben muss, der kann sich auch die Download-Versionen der Hauptspiele zulegen und kann damit zwischen 30-50% sparen und hat somit automatisch Geld für eine Investition in einige DLCs.

Umfang…
Alle Teile (ohne DLCs) sind in etwa gleich lang und werden je nach Spielweise zwischen 20-40 Stunden unterhalten, wobei die Nebenmissionen in Teil 1 teilweise noch recht eintönig sind. Den ersten Teil habe ich in 30 Stunden beendet, wobei hier noch einige Nebenmissionen nicht erledigt waren. Wer aber jede Kleinigkeit erledigen und alles sehen möchte, wird nochmal 5-10 Stunden draufpacken können. Ab Teil 2 war das Spielgefühl, die Präsentation und vor allem die Nebenmissionen von einer sehr viel besseren Qualität, sodass ich versucht habe jede noch so kleine Mission zu erfüllen und jeden Winkel der einzelnen Level zu erforschen, um auch ja nichts zu verpassen. Das ging sogar soweit, dass mich Mass Effect als erstes Spiel dazu gebracht hat, selbst umfangreiche Kodex-Einträge zu lesen, um so viel wie möglich von diesem Universum zu erfahren. Teil 2 (mit allen Story-DLCs) habe ich in 48 Stunden beendet, Teil 3 (mit allen Story-DLCs) in 50 Stunden. Ob mit oder ohne DLCs: Beschäftigt ist man eine sehr lange Zeit. Zudem ist der Wiederspielwert sehr hoch, da man seinen Charakter sehr unterschiedlich spielen kann (männlich/weiblich; individuelles Aussehen; unterschiedliche Klassen und Talente; gute bzw. böse Entscheidungen; Charakterimport von Spiel zu Spiel und damit die Geschichte ausschlaggebend beeinflussen/verändern).

Fazit…
Insgesamt kann ich die teilweise aufgetretene Aufregung in Bezug auf das Ende und den „zu hohen“ Action-Anteil nicht verstehen. Klar haben diese Spiele auch irgendwo ihre Mängel, aber letztendlich geht es um eine grandiose Geschichte, in welcher der Spieler die Hauptrolle übernimmt und den Verlauf entscheidend beeinflussen kann. Von daher nehme ich die wenigen Schwachstellen gerne in Kauf bzw. fallen diese insgesamt kaum ins Gewicht, sodass sie in keinster Weise den Spielspaß mindern. Meiner Meinung nach schließt der 3. Teil die Serie mehr als würdig ab (mit Director’s Cut). Es gibt, je nach Gesinnung und Erfolg des Spielers mehrere unterschiedliche Endungen mit mehr oder weniger positiven Auswirkungen auf das gesamte Universum. Ich finde sogar, dass man die Geschichte kaum besser hätte abschließen können. Da ich ein Freund von Shootern und aufwendig inszenierten Gefechten bin, stört mich der von Teil zu Teil zunehmend ansteigende Action-Anteil überhaupt nicht. Zumal alles einfach bombastisch und mit viel Liebe fürs Detail in Szene gesetzt wurde. Man sollte jedenfalls kein ausgereiftes Rollenspiel ala Skyrim erwarten. Die RPG-Elemente beschränken sich hauptsächlich auf die vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten bei den Dialogen und den individuellen Charakteren mit wenigen, aber nützlichen Talenten und Fähigkeiten. Ich sehe Mass Effect aber weder als Rollenspiel noch als Action-Spiel, sondern als ein einzigartiges Epos, welches die durchdachte und komplexe Handlung eines guten Romans, mit der grandiosen Inszenierung eines Kino-Blockbusters und den interaktiven Möglichkeiten eines guten Computerspiels, hervorragend miteinander kombiniert. Das ist Entertainment wie man es nur sehr selten erleben kann. Ich kann es nicht oft genug sagen, aber was Bioware hier abgeliefert hat, ist ein Musterbeispiel für moderne und richtungsweisende Unterhaltung im Bereich der Videospiele. Letztendlich kann ich hier einfach nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für jeden Gamer aussprechen!

An die Entwickler…
Bioware ich danke euch für dieses wunderbare Erlebnis und hoffe ihr steckt in Mass Effect 4 dieselbe Leidenschaft. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten weitere Abenteuer in diesem wunderbaren Universum zu erleben. Bis dahin werde ich wohl nochmal mit Commander Shepard einen zweiten Anlauf starten, diesmal im englischen Originalton und mit einer düsteren Gesinnung…
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Oktober 2011
"Mass Effect" bietet Storytechnisch gewohnte Bioware Qualität. Ausgefeilte Charaktere mit Stärken und Schwächen, relativ große Entscheidungsfreiheit, klasse vertonte Dialoge (auch in der Deutschen Version, natürlich kann diese nicht mit der Englischen mithalten, besonders die Synchronsprecher von Garrus und Shepard klingen manchmal leicht demotiviert, nichts desto trotz ist diese auf recht hoher, beinahe schon Kino-, Qualität), ein gelungener Hauantoganist (der leider zu wenig Auftritte im Spiel hat, insgesamt nur 4) und eine Haupthandlung, die zwar nicht unbedingt frei von Klischeés ist, aber dennoch unterhält und es schafft, ein eigenständiges Universum zu erschaffen, das es mit den Sci Fi Urgesteinen Star Trek und Star Wars aufnehmen kann (auch wenn es noch nicht SO komplex wie das Star Trek Universum ist).

Soweit so Bioware, doch warum nur 3 Sterne? Nun, ich liebe zwar dieses Spiel und habe es seit September 2008 quasi über 10 mal durchgespielt, jedoch sind die Schwächen nicht von der Hand zu weisen. Langweilige Nebenmissionen mit immer gleich aufgebauten Welten, guasi unterdurchschnittliche Gegner KI (zeigt sich besonders im DLC "Pinnacle Station", die Gegner rennen immer in Horden vor das Zielvisier des Spielers), extrem viele Bugs, ein öfter einfrierendes Bild und wenig abwechslungsreiche Quests hindern das Spiel vor einer 5 Sterne Bewertung, noch dazu kommt, dass der Hauptcharakter ab Stufe 30 (mit entsprechender Rüstung, Waffe und Upgrades) quasi Unbesiegbar ist und dadurch das Spiel noch einfacher ist, als es eh schon war.

Fazit:
Ein Storymäßig übliches Bioware Produkt, das leider immense Schwächen in der Technik aufzeigt. Nichts desto trotz eine unbedingte Kaufempfehlung für alle, die sich auf eine grandiose Sci Fi Story einlassen wollen (die mit Teil 2 weitergeführt und mit dem im März 2012 erscheinenden 3en Teil beendet wird).
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2007
Eines passiert in der Unterhaltungsbranche selten: daß ein Hype gerechtfertigt ist. Der Hype um ME war durchaus groß, mit im Voraus veröffentlichten Romanen im Spieleuniversum etc.

Das Spiel dazu ist - mit einigen Kritikpunkten - tatsächlich sehr gelungen. Auf den Storykern muss man nicht mehr groß eingehen, man personifiziert einen vorgegebenen Charakter names Shepard, dessen Grundcharakteristika (z.B. seine Herkunft) und Aussehen man modifizieren kann, und soll mit ihm das Universum retten.

Was sich dann als zu rettendes Universum vor dem Spieler entfaltet, hat den Unterhaltungswert eines herausragenden SciFi-Epos und der Vergleich zum Star-Wars- oder Star-Trek-Universum ist durchaus gerechtfertigt. Seien es die einzelnen Rassen und deren Geschichte mit- (und teils gegen-) einander, die Technik oder die Planeten - hier hat man sich Mühe gegeben und jeder, der einigermassen SciFi-begeistert ist, wird innerhalb kürzester Zeit in Mass Effect eintauchen.

Zusätzliche Tiefe und Spannung erhält ME durch die Interaktion des Spielecharakters mit seiner Umgebung. Dies reduziert sich nicht nur auf die simple Entscheidung, ob man als aufrechter, linientreuer Soldat oder als Chaot durch das Spiel schreitet, sondern beinhaltet sogar Liebesgeschichten, den Umgang mit der eigenen Vergangenheit oder die Art, wie man auf seinen Missionen vorgeht. Der Spieler muss durchaus auch moralische Entscheidungen treffen und hierbei - wie in vielen SciFi-Klassikern - zwischen Mission und Eigeninteresse entscheiden.
Kurzum, es liegt am Spieler, die grob vorgegebene Charakterform "Shepard" mit Leben zu füllen. Dies macht größtenteils - neben der grafisch und musikalisch sehr schön untermalten und wie schon gesagt hervorragend durchdachten Spielewelt - den Reiz von ME aus.

Schwächen zeigt das Spiel dann, wenn es an die eher "klassischen" Elemente geht. Die Missionen sind zwar häufig vom Ansatz her spannend, der Ablauf aber häufig eintönig - man landet auf einem Planeten, fährt ein bisschen mit dem Mako rum, läuft ein bisschen, macht diverse Gegner platt. Glücklicherweise sind die Kämpfe abwechslungsreich, es tauchen ständig neue Gegnertypen auf und man erlangt neue Fähigkeiten und Waffen, die es auszuprobieren gilt. Auch die Planetenoberflächen sehen, je nach klimatischen und geologischen Gegebenheiten, unterschiedlich aus, was die vermeintlich eintönigen Missionen durchaus wettmacht. Zudem ist man oft sehr gespannt, wie denn nun die Story weitergeht oder wie sich die Beziehung zu einem bestimmten Charakter durch den Missionsverlauf entwickelt, daß man eigentlich nie die Motivation verliert, sich durch einen weiteren Auftrag durchzukämpfen.

Weitere Negativpunkte sind ebenfalls nicht wirklich spielspaßstörend - gelegentliche Ruckler und relativ selten mal Gespräche, die sich "im Kreis" drehen, zudem hat man nicht die Handlungs- und Bewegungsfreiheit, die man z.B. in Oblivion hat, Bioware-typisch bewegt man sich häufiger durch "Levelschläuche".

Umterm Strich bleibt aber, daß Mass Effect in der Art, wie es den Spieler mit der Umwelt interagieren lässt, sowie in der Gestaltung der Spielewelt, ein absolutes Stück Ausnahmesoftware geworden ist. Über Grafik und Sound braucht man nicht zu diskutieren, auch hier werden Standards gesetzt. Die wenigen Negativpunkte fallen nur minimal ins Gewicht. Insgesamt also Kaufempfehlung für alle Fans von Science Fiction oder die, die es vielleicht werden wollen...
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2007
Pros:
+ Musik & Sprachausgabe:
So gut wie alles ist mit Sprache hinterlegt und selbst mit der deutschen Version mit absolut hoher Qualität! Da ist niemand dabei, der durch schlechte Sprachausgabe die Stimmung raubt - eher umgekehrt!
+ Charakterdesign:
Die Charaktere sind genial dargestellt. Jedes Alien, jeder Mensch macht einfach Spaß anzugucken. Die Animationen, die Designs der Rüstungen, die lippensynchronen Bewegungen des Mundes und vor allem die Emotionen kommen in keinem Spiel besser rüber. Und nicht nur die Hauptcharaktere wurden so durchgestyled sondern jeder Charakter der im Spiel einfach nur "rumsteht" ist faszinierend anzugucken.
+ Interaktion:
Es gibt keine richtigen Zwischensequenzen in denen man sich am Ende des Levels zurücklehnt und anguckt was passiert, sondern man hat ständig Einfluß darauf was man sagt, und vor allem wie man es sagt. Und dieses Sytem hat einen größeren Einfluss auf das Spielgeschehen, als ich zuerst dachte. Man fühlt sich deutlich mehr mit dem Spieler identifiziert, weil man tatäschlich richtigen Einfluß auf das Geschehen hat. Eigentlich sollte es immer so sein.
+ Hintergrundwelt:
Ich bin immer wieder beeindruckt wie tief durchdacht jede Ecke des Spiels ist. Überall wo man hinstößt wird man durch den sog. Kodex (eine Art Datenbank die der Spieler mitführt) schrittweise über die Hintergründe des Universums aufgeklärt. Und das ist sehr gut umgesetzt worden. Denn der Spieler wird nicht mit neuen Infos überfrachtet, die man auf Grund der Menge dann gar nicht mehr angucken möchte, sondern die Datenbank wird Stück für Stück mit neuen Infos ergänzt. Das Puzzle der Gesamtwelt wird immer dichter und man merkt deutlich wie komplett und greifbar diese Welt erzählt wird. Man spürt, dass dieses Universum kein künstl. Konstrukt ist, welches schnell für ein Spiel zusammengesetzt wurde, sondern als würde die Geschichte schon seit zig Jahren existieren und nur darauf warten erzählt zu werden.
+ Story: gigantisch! Ich kann wie gesagt nur über die ersten 10 h erzählen, aber bisher habe ich noch kein einziges Spiel (!) in meiner Laufbahn als Zocker gesehen, dass eine derart emotionsgeladene und durchdachte Story hat. Das Spiel fesselt wie ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann.

Cons:
- Kämpfe:
An die Kämfe muss man sich erst noch ein wenig gewöhnen. Es handelt sich dabei um die Elemente eines taktischen Shooters, bei dem der Spieler zwei Teammates Befehle erteilen kann (à la Rainbow Six Vegas). Alles wirkt ein bisschen starr und auch vor allem das Anlehnen funktnioniert oftmals erst beim zweiten oder dritten Versuch. Auch die Fahrzeugkämpfe sind zwar nicht richtig schlecht, aber auch nicht wirklich gelungen. Man gewöhnt sich daran, aber verglichen mit der restl. Qualität des Spiels liegen die Kämpfe deutlich dahinter. Was aber Spaß macht sind die Sonderfertigkeiten, welche den Kämpfen Abwechslung verleihen und taktisch nicht zu vernachlässigen sind.
- Leveldesign:
Insgesamt ist die Welt von Mass Effekt sehr gut durchdesignt, doch an der ein oder anderen Stelle wirkt es noch ein bisschen leblos. Bei der Komplexität der Welt sicherlich verschmerzbar, fällt aber hin und wieder auf.
- Zwischensequenzen:
So gut die Zwischensequenzen auch sind, folgt danach ein Kampf bei dem der Spieler stirbt, muss man sich oft die gesamte Sequenz nochmal angucken. Wegklicken ist nicht möglich - und das nervt schon das ein oder andere Mal.

Fazit:
Unter dem Strich ist Mass Effect überraschend gut. Vor allem die Story voller Atmosphäre und Emotionen, setzt neue Maßstäbe und man kann nur hoffen, dass in Zukunft mehr solche Spiele den Markt erreichen. Auch mit den Abstrichen des Kampfes, bleibt ein SciFi-Rollenspiel, welches absolut genial gelungen ist!

Wenn sich in den nächsten Tagen nichts grundlegend ändert, wird ME mein absolutes Lieblingsspiel (im Bereich Singleplayer) mit großem Abstand zum zweiten Platz und ich freue mich schon sehr auf die nachfolgenden Teile der Triologie.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2013
Zunächst ist zu erwähnen dass ich mir das Speil auf die Playstatsion 3 heruntergeladen haben, da es das Spiel in Datenträgerformat für diese Konsole nicht gab. Ich habe zunächst die Nachfolger Mass Effect 2 und 3 gespielt und war hammerbegeistert. Entsprechend groß war die Vorfreude auf Teil 1, damit ich die Geschichte vervollständigen kann (kannte Saron und sein Flaggschiff nur aus den Erzählungen der anderen beiden Titel)...

Insgesamt: Ich bin enttäuscht...
Bin jetzt bei einer Spielzeit von 30 Stunden angelangt und bin noch nicht am Schluss. Habe so gut wie alle Nebenquests gespielt und jeden Planeten erforscht, um auch die Sammelquests zu erfüllen. Und das ist einer der Knackpunkte: Ständig rast man mit dem Makopanzer über lieblos animierte Welten, die ich mit dem alten Levelkonfigurator aus Command&Conquer Alarmstufe Rot 1 besser hinbekommen hätte. Die Unterschiede in den Welten sind einzig die Höhenstufen und die Darstellung des Grundterrains (Eis, Vulkan, Steppe, Wüste, Gras). Ansonsten nix. Man fährt verschiedene, in der Karte angezeigte Points of Interests an und findet dort entweder ne Leiche, ne Sonde oder eine kleine Ruine. Dort darf man dann mit zufällig generierten Tastenkombinationen (auf dem Pad nur die rechten vier Tasten) entweder 3,5 oder 8 Tastenfolgen drücken, die man zuweilen nie beim ersten Mal schafft (und da die immer anders sind, auch wenn man die erste Folge nicht schafft, kann man sich die auch nicht merken... MEGAnervig und ich bin nicht langsam am Pad). Meisten erhält man dadurch Gegenstände wie Waffen, Rüstung, Munition. Oftmals aber auch die Sammelobjekte der Nebenquests. Wahlweise kann man aber auch "Universalgel" verwenden um Objekte zu "knacken", die erforderliche Menge Gel ist aber abhängig von der Anzahl der Tastenfolgen und somit schnell verbraucht. Diese - das Spiel nennt das Knacken von solchen Gegenständen "Dechiffrieren" - Art kommt während des gesamten Spiels vor.

Das Erkunden der Planeten mit dem MAKO ist superlangweilig. Der hüpft und springt über Stein und Bodenwelle hin und her und brauch Ellenlange bis zu dem Punkt wo du ihn hinfährst. Hoffentlich ist der Weg dahin eben, dann gehts super. Hast du Bodenwellen, dreht er sich mal noch links, mal nach rechts, dann wechselt die Steuerung je nach Blickwinkel plötzlich von vorwärts auf rückwärts... Das haben sie bereits in Teil 2 bedeutend besser gemacht mit dem Hovercraft... Die meiste Zeit der 30 Stunden sind dem Fahren auf Planeten und dem dechiffrieren von Gegenständen geschuldet (Zitat meiner Freundin: "Fährst du schon wieder nur doof rum?")

Die Charaktere haben hier einige schon beschrieben. Das Kämpfen, Kommandieren und Herumlaufen klappt super. Sobald man zu Fuss unterwegs ist, sind die Animationen und Welten wieder sehr schön und ansehnlich. Die Kämpfe sind insgesamt zu einfach geraten, da gebe ich meinen Vorgängern recht.

Vielleicht bin ich zu sehr auf die zwei nachfolgenden Titel geimpft, aber ich berücksichtige das der Titel natürlich schon älter ist. Zum Glück habe ich mit den anderen beiden angefangen, denn diese haben mich wirklich überzeugt. Schade das der einleitende erste Teil nicht die Qualität der anderen hat.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2007
MASS EFFECT ist ungelogen eines der besten und mitreißensten Spiele die ich kenne! Es hat sich auch bei mir ganz oben auf dem Podest neben anderen grandiosen Spielen wie Shenmue, Final Fantasy VII oder Metal Gear Solid eingereiht (wobei ich davon absehe von „dem Besten“ zu sprechen).

Zu den Stärken des Spieles gehören (neben der Grafik und den lebensechten Gesichtsanimationen), unzweifelhaft die komplexe und tiefgründige Spielwelt, die spannende und mitreißende Story und die vielen kleinen Geschichten die man erlebt und erzählt bekommt. Besonders hervorzuheben ist vor allem auch die Tatsache, dass man teilweise zu extremen Entscheidungen gezwungen wird. Nicht nur einmal steckt man in einem wahren Dilemma gefangen und man würde sich am liebsten für keine oder beide Wahlmöglichkeiten entscheiden. Dies ruft immer wieder Emotionen aus und die Main-Story ähnelt daher einer dramaturgischen Achterbahnfahrt mit so etlichen Überraschungen und aufregenden Wendungen.

Weitere Aspekte des Spiels die mir besonders gefallen haben sind z.B. die stark an Tangerine Dream erinnernde Musik und die wirklich perfekt zum Spiel passt, die Tatsache, dass man mit seinem selbstkreierten Avatar, anders als in vielen Gernevertretern, in den vielen Cut-Scenes und den an einen interaktiven Film erinnernden Dialogen tatsächlich im Mittelpunkt des Spieles steht und die Tatsache, dass seine Vorgeschichte, aber auch getroffene Entscheidungen und Handlungen im Spiel, merkliche Auswirkungen zeigen und man dafür auch Feedback bekommt. Für mich als Sci.-Fi. und Weltraum-Fan ist es weiterhin äußerst faszinierend, die Galaxis zu erkunden und in den etwa ein dutzend bereisbaren Systemen die Planeten zu erforschen und auch einigen von diesen auch zu landen.

Ich möchte allerdings nicht verschweigen, dass es an MASS EFFECT auch so einiges zu kritisieren gibt. Am nennenswertesten hierbei sind die Nebenmissionen auf den vielen Planeten. Diese Missionen laufen im Prinzip immer gleich ab. Man landet auf dem Planeten mit dem Mako, dem gepanzerten All-Terrain Fahrzeug der Normandy, dem Schiff mit dem man die Galaxis bereist, und fährt dort verschiedene interessante Punkte auf der Karte ab.
Entweder kommt es dann schon mit dem Mako oder dann spätestens in einem Gebäude zum Kampf. Die Mission endet dann entweder mit einer Cut-Scene aber oftmals nur mit einer kurzen Texteinblendung. Das störende bei diesen Missionen ist, dass die Planeten auf denen man landen kann, letztlich vollkommen öde sind.
Zwar hat jeder Planet einen ganz eigenen graphischen Charakter, aber letztlich ist es immer ein leeres, gebirgiges Gelände auf dem man manchmal eine abgestürzte Sonde oder Relikte alter Zivilisationen findet, die allerdings nur für gewisse Sammelqeusts oder neue Ausrüstung von Belang sind. Das mag für atmosphärelose Monde oder Planeten zwar sehr realistisch sein, aber ein paar Ausnahmen, insbesondere wenn in der Planetenbeschreibung von außergewöhnlichen Merkmalen gesprochen wird bzw. hätte man einfach ein paar ansehnliche Landmarken einbauen können.
Die eigentliche Mission endet immer entweder in einem Minenkomplex, einer Forschungsbasis oder einem Lager. Diese sind allesamt genau gleich aufgebaut! Hier hätten die Entwickler injedenfall mehr Variabilität einbauen müssen. In Oblivion z.B. gibt es auch nur drei verschiedene Dungeonarten, aber jedes davon ist anders aufgebaut. Am frustrierendsten ist es aber, wenn man nach erfüllter Mission mit einer schlichten Text- Einblendung anstatt einer Cut-Scene abgespeist wird. Besonders ärgerlich wenn in dieser tatsächlich aufregende Momente beschreiben sind, wie z.B. das der Charakter in Ohnmacht fällt und seine Vision erlebt..
Dass bei einigen Missionen solche Szenen sehr wohl existieren, lässt darauf schließen, das die Entwickler dahingehend einfach nicht fertig geworden sind bzw. zu wenig Zeit hatten.
Was mit dagegen an den Sidequests gefallen hat ist, dass hinter jeder Mission eine kleine Geschichte steht, die manchmal sogar weitläufige Konsequenzen und weiter Missionen nach sich zieht. Aus diesem Grund war ich zwar des Öfteren enttäuscht aber niemals gelangweilt. Gerade im Vergleich zu etlichen anderen Games des Genres, wo die Nebenmissionen tatsächlich austauschbar und inhaltsleer sind, zeigt Mass Effect, dass es auch anders geht. Dennoch hätte es besser sein müssen, gerade im Vergleich zu der genialen Inszenierung der Hauptstory.

Neben weiteren kleinen Kritikpunkte, wie z.B. dass das Ausrüstungs-Menü einfach unübersichtlich und unhandlich ist, die Kämpfe mit dem Mako taktisch anspruchslos sind oder das die Auto-Save-Funktion nicht wirklich nützt und mich mehrmals Stunden an Spielzeit wiederholen lassen hat, überragen die positiven Aspekte des Spieles die Kritikpunkte um Weiten.

MASS EFFECT ist ein würdiger Nachfolger von KOTOR und eines der besten Sci.-Fi.-Rollenspiele auf dem Markt! Jeder der sich für das Genre oder gute Sci.-Fi.-Storys interessiert sollte einen Blick darauf werfen!

MASS EFFECT ist aufjedenfall mein Game of the Year!

Mache mich jetzt auch daran, gleich noch einmal zu starten um einen Bad Guy Shepard zu erstellen und das Spiel auf Hardcore zu meistern.
11 Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2008
Mass Effect war DAS Spiel, auf was ich mich eine Ewigkeit gefreut habe. Dann war es endlich da ... und Enttäuschung kann nich nicht verhehlen.

Das Spiel bietet eigentlich alles was ein gutes Rollenspiel braucht, Eine genialer und sehr interessanter Spielhintergrund, mit einem selbstgeschaffenden Universum, eine hervorragende Inszenierung, eine mitreißende Story und tiefgründige Charaktere ... momentan, mitreißende Story und tiefgründige Charaktere? Autsch, nein, das trifft leider nicht zu.

Völlig ünerklärlicherweise schlampen die gottgleichen RPG-Entwickler von BioWare in diesen 2 elementaren Bestandteilen. Die Story ist an sich aufgrund eines genialen Universums interessant, um mitzureißen zu sein ist sie allerdings viel zu kurz, der Hauptplot hat für ein RPG fast schon unverschämte 10 Stunden Spielzeit ... wenn man sich nicht beeilt. Sie wirkt gehetzt und im bietet sogut wie keinerlei Überraschungen. Darunter leiden auch die Charaktere. Es gibt die BioWare typischen Multiple-Chioce-Gespräche, allerdings in einem mickrigen Umfang. Die Charaktere der eigenen Crew bleiben aus diesem Grund schlicht und ergreifend platt, selbst die kuppelbaren Charaktere sind absolut zweidimensional. Es gibt 2-3 überraschende Momente im Spiel bei denen ein "Oha!"-Gefühl aufkommt, zu wenig um mit RPG-Meisterwerken wie KotoR oder Vampires Bloodlines zu konkurrieren und zudem auch weniger storytechnischer- als situationsbedingter Natur.

Der Rest des Spiels reißt das leider nicht mehr raus. Die Quests sind größtenteils Standardkost, langweilig. Vor allem die groß geteaserten Planeten sind ein einziger Witz! Es gibt nichts zu erkunden, sondern nur etwas abzugrasen. Spätestens nach 1 Stunde im Weltall kennt man sogut wie alle Questvariationen, das ist zu wenig ... Die Schauplätze sind hübsch anzusehen, allerdings gibt es auch hier einen riesigen Kritikpunkt: die Spielwelt ist unbelebt, es gibt nur eine wirkliche Stadt. Sogar die mittlerweile übliche Entscheidungsfreiheit bei Quests weiß wenig zu begeistern und hat im Endeffekt (bis auf 1-2 nette Ausnahmen) keine Auswirkungen auf das Spiels.

Fazit:
+ Optik, die Gestaltung der Welt und Charaktere ist hübsch. Die Grafikfehler vertretbar.
+ Universum sehr interessant, vor allem wenn man das (durchschnittliche) Buch vorher gelesen hat.
+ Die Story ist trotz aller Mängel noch besser als bei 90% aller anderen Spiele
+ Filmreife Präsentation

- leider zu platte Charaktere
- Story komplett vorhersehbar, trotz der Präsentation damit nicht so mitreißend
- Spielwelt zu unbelebt, keine großen Städte, Quests 0815.
- viel zu kurz, beim Abspann könnte man heulen ... nicht aus Ergriffenheit, sondern wegen dem zu frühen Schock.

4 Sterne gibts trotzdem, beim Spielen merkt man von den Mängeln nämlich wenig. Ich habe das Spiel im Urlaub an 3 Tagen durchgespielt ... was hier für und leider auch gegen das Spiel spricht. Erst später werden einem die Mängel wirklich bewusst und davor ist Mass Effect ein sehr gutes RPG, das beste seit langer Zeit ... was zwar für das Spiel, aber auch gegen das Genre spricht, was sich seit 3 Jahren nicht entwickelt.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
1 beantwortete Frage anzeigen

Haben sich auch diese Artikel angesehen

39,28 €
14,95 €

Gesponserte Links

  (Was ist das?)