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4.0 von 5 Sternen schiefe Ebene
Nachvollziehbar ist die Reaktion all jener, die dieses Album hassen. Es beginnt spektakulär, fast schon 'Homogenic', eigenartige Klänge überall und zu klassischen Björkbeats zusammengefasst. 'The Dull Flame Of Desire' - ein über 7 minütiges Duett mit Antony (wer auch immer das ist). Schiffshörner. Metallisches Scheppern. Bongos und...
Veröffentlicht am 11. Mai 2007 von hirnlego

versus
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen björk kann einfach keine schlechten alben machen - aber viel bessere!!
war ja sozusagen ein blindkauf. reinhören hat bei björkalben noch nie viel gebracht, da sie zeit brauchen. ich habe volta zeit gegeben. aber es wird nicht besser... klingt wie eine upgedatetete version von post, aber bei weitem nicht so eindringlich. timbalands beats holpern vor sich hin, fühlen sich aber nicht wohl. dazu noch ein paar bläsersamples...
Veröffentlicht am 28. Mai 2007 von neo.none


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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schiefe Ebene, 11. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Nachvollziehbar ist die Reaktion all jener, die dieses Album hassen. Es beginnt spektakulär, fast schon 'Homogenic', eigenartige Klänge überall und zu klassischen Björkbeats zusammengefasst. 'The Dull Flame Of Desire' - ein über 7 minütiges Duett mit Antony (wer auch immer das ist). Schiffshörner. Metallisches Scheppern. Bongos und Djemben. Tribal beats.

Nach den ersten vier Stücken beginnen nun zunehmend die Eigenheiten des Albums, die Musik wird weniger, die Hörbarkeit schwieriger, und die viel versprochene Eingängigkeit bleibt völlig stecken. Endlos, mantrisch wiederholte Beats, freejazzige Lärmausbrüche, dann wieder Stille. Und eben diese zu weit verbreitete Stille (Song 5-7) ist mir den Punkteabzug wert, denn Björk ist für mich am besten, wenn sie zornig ist ('Army of me'), oder lebendig ('Pagan Poetry'), oder wenn sie träumt ('Possibly maybe').

Zum Abschluss gibts das poetisch-tragische 'Hope', das punkig-verzerrte 'Declare independance' (da ist sie endlich zornig) und 'My Juvenile', ein Lied für ihre Kinder (diese Stille!).

Die Texte wie üblich surreal, ebenso wie das wunderbar bunte Artwork. Über das selten dämliche Digipack-design wurde bereits weiter unten geschrieben.

Naja, als Fazit kann ich nur sagen: Wer Björk nicht näher kennt, soll sich diese Scheibe keinesfalls zulegen - eher 'Homogenic' oder 'Post'. Und wenn ich es aushalte, werd ich mir die Scheibe so lange anhören, bis sie mir gefällt. Aber das kann dauern.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen björk kann einfach keine schlechten alben machen - aber viel bessere!!, 28. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
war ja sozusagen ein blindkauf. reinhören hat bei björkalben noch nie viel gebracht, da sie zeit brauchen. ich habe volta zeit gegeben. aber es wird nicht besser... klingt wie eine upgedatetete version von post, aber bei weitem nicht so eindringlich. timbalands beats holpern vor sich hin, fühlen sich aber nicht wohl. dazu noch ein paar bläsersamples von drawing restraint nine. irgendwie unausgegoren und langweilig. einzig gastsänger anthony schafft es einen song aufzuwerten. wogegen "declare independence" klingt wie eine neue version von "pluto" auf homogenic, bloß in minimal und mit dem wissen, dass es inzwischen so etwas wie elektropunk gibt/gab.

das ist alles nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. für diejenigen, für die medulla zu krass war, wird es wohl eine freude sein, dass es wieder songs gibt statt abstrakten soundcollagen-ich finds schade.

kauft euch lieber die "post"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das 'Enfant terrible' ist Vergangenheit, 1. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Björk ist eine Sängerin, mit der nicht jeder etwas anfangen kann, ja mehr noch, die so polarisiert, dass manche bei ihrer Stimme Magenkrämpfe bekommen, andere wiederum in höchsten Tönen jubeln. Eines aber bleibt unbestritten: Im künstlerischen Aspekt ist die Dame streng bewundernswert, gibt sie sich doch nie mit dem einfachen Weg zufrieden und sucht gleichsam immer wieder nach neuen Herausforderungen.

Nach Ausschweifen der letzten Alben in die Avantgarde, besinnt sich Björk zurück zu zugänglicher Musik.
Die Musik an sich ist eine Mischung aus Post, Homogenic, Vespertine und ein bisschen von Drawing Restraint 9.
Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass Björk Gudmundsdottir ihr sechstes Studioalbum so nennt - da "Volta" mehr ist als eine bloße Ansammlung experimenteller (Pop-)Musik.
Eine wilde Mischung internationaler Musikgrößen fand sich im Studio ein, um gemeinsam mit der exzentrischen Diva eines der besten Alben des Jahres einzuspielen.
Hinter den Mischpultreglern war neben Star-Produzent Timbaland (Hit-Produzent u. a. für Justin Timberlake, Nelly Furtado und Snoop Dogg) auch der Björk-Kumpane Mark Bell (Ex-LFO, produzierte auch ihr "Homogenic") anzutreffen. Für die Instrumentiersierung sorgen sowohl die Drummer Chris Corsano und Brian Chippendale (Lightning Bolt) als auch die afrikanischen Daumenklavierprofis Konono No 1, der aus Mali stammende Kora-Player Toumani Diabate und die bekannte Pipa-Spielerin Min Xiao-Fen.
Isländische Nebelhorn-Schwaden liefert ein zehnköpfiges weibliches Blasorchester, und das Kontertenor-Stimmwunder Antony Hegarty (von Antony & the Johnsons) rundet die opulente Akustik noch ab.
Das alles ist die Zusammensetzung von Volta, ein wahrlich herrliches Album von Björk.
__

Die Tracklist von Volta:
1. Earth Intruders
2. Wanderlust
3. The Dull Flame Of Desire
4. Innocence
5. I See Who You Are
6. Vertebrae By Vertebrae
7. Pneumonia 8. Hope
9. Declare Independence
10. My Juvenile

Eine kleine Bewertung der 10 Songs aus Volta.

01. Earth Intruders
Eine Hymne - der Beat, die instrumentale Umsetzung und Björks Gesang mit den "Schrei-Einlagen" - großartig!
Besonders gut gefällt mir das Outro der Albumversion das in Dampfschifftönen endet und einen tollen Übergang zum nächsten Track bildet.
Der erste Track den Timbaland mit Björk zusammen prodzierte. Earth Intruders wurde als erste Single ausgekoppelt und zog ein animiertes Video an sich das leider nicht an alte Björk-Videos anschließen kann.
02. Wanderlust
Ich mag die Lyrics, finds toll wie Björk auf ihre Art das Gefühl von Fernweg beschreibt. Ich kann mich nicht entscheiden ob mir die Strophen oder der Refrain besser gefällt - hört sich wirklich insgesamt sehr toll an! Der Song erinnert stark an Songs aus dem 2001er Album Vespertine. Wird als vierte Single veröffentlicht.

03. Dull Flame of Desire
Ein schönes Duett mit Antony Hegarty - schöner Vibratoklang in der Stimme, und das als Mann. Sehr romantische Lyrics und obwohl der Text relativ kurz ist und sich wiederholt ist es abwechslungsreich, in dem Sinne wie sich das Lied im Verlauf aufbaut. Ein schöner Übergang zum nächsten Song entsteht.
Der Song ist eigentlich ein Gedicht und wurde wunderschön von den beiden in 7 Minuten gepackt.
04. Innocence
Bei den Beats kann ich nicht stillhalten. Das Gefühl Ängste genießen zu können, sich auf neue Dinge einzulassen, in dem Sinne "etwas" das erste mal zu erleben - die Unschuld darin zu verlieren und Erfahrungen zu sammeln. Das ist die Botschaft die ich aus dem Text interpretiere. Toller Pop-Song der von Timbaland sehr massentauglich produziert wurde. Hörenswert. Zweite Singleauskopplung.

05. I see who you are
Wunderschönes langsames Lied - erinnert vom Stil her an Vespertine. Beschreibt die innige Verbindung zweier Menschen. Zwar schönes Lied mit leichten asiatischen Klängen im Hintergrund aber kein Meisterwerk.

06. Vertebrae by Vertebrae
Tolle Bläsereinsätze und ihr abwechslungsreicher Gesang, schaffen eine düstere Atmosphere. Die Bläsereinsätze wurden aus dem von ihr letzten aufgenommenen Album-Soundtrack ,Drawing Restraint 9' entnommen.
07. Pneumonia
Eine nette Erzählung, aber für mich nicht gut genug umgesetzt, mit der Melodie kann ich jetzt auch nicht soviel anfangen. Plätschert eher belanglos dahin, finde diesen Song als Lückenfüller (und auch den einzigen)

08. Hope
Björks Inszenierung eines Wirbelsturms. Eine politische, sarkastische Interpretation von Hoffnungen der Menschen. Das letzte von drei Timbaland- Produktionen zusammen mit Björk. Der Song hat leichte Ohrwurmqualitäten
Schöne Instrumentalisierung.
09. Declare Independence
Sehr Hardcore das Lied mit einer klaren Aussage von Unabhängigkeit. Erinnert an eine härtere Fortsetzung von Pluto, einem Lied aus Homogenic. Kann man nicht beschreiben einfach genial. Wird demnächst als dritte Auskopplung aus Volta erscheinen.

10. My Juvenile
Schöne Melodie ich mag das Klavier. Antonys Beitrag ist in dem Song eher bescheiden. Anthony begleitet Björk im Song als Gewissen der ihr immer wieder einsingt. Eine romantische Botschaft ist auch hier großes Thema. Netter Albumabschluss.
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Artwork:
Das Artwork der Platte wurde im Strickliesel auf LSD Stil gehalten. Björk posiert auf dem Coverbild in einem eigenartigen Kostüm vor roter Fläche. Im faltbaren Booklet gibt es weitere "Wolle-Pics" von Björk mit allen Texten.
CD-Aufmachung:
Ziemlich unüberlegtes Konzept. Das Digipack lässt sich mittig öffnen und wird durch einen Sticker zusammengehalten. Leider klebt der Stricker nach einigen mal entfernen nicht mehr, so das die beiden Klappen der CD sich nicht mehr schließen lassen.
Ich habe mir einen Druckknopf im Bastelgeschäft zugelegt und sie unter den übereinander liegenden Klappen geklebt. So habe ich auch noch länger was vom Artwork.

__
Alles in allem ein wieder zugänglicheres Album von Björk. Doch leider fehlt hier eine gewisse Stimmung die sonst in ihren Alben vorherrscht - eine Linie die durch das Album führt. Aber Björk selbst sagte schon sie wolle einfach ein Album machen das was ihr Spaß macht.
Ich hoffe du hattest Spaß Björk - Ich nämlich auch.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Probleme am Cover, sowie am Album, 18. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Auf ihrem nun bereits sechsten Album hat Björk die Instrumente wieder entdeckt. Doch dabei hat sie einige andere (für sie typische Charakterzüge) diesmal außen vorgelassen. Am besten lässt sich dieses Problem am Cover diskutieren, denn dieses hat seltsamerweise die gleichen "Fehler":

Zunächst wäre da diese Idee mit dem Aufkleber, der die Schachtel zusammenhalten soll - was er ungefähr dreimal tut, bevor er nicht mehr klebt. Die Idee ist wirklich mal was anderes, aber bei der Ausführung haperts. So ist das auch mit dem Album: Es gibt interessante Neuerungen, Björk klingt extrovertierter (und - Track 9 - explosiver), aber diese Idee braucht keinen Nachfolger und wird an einigen Stellen etwas zu schnell langweilig.

Die zweite Gemeinsamkeit zwischen Cover und Songmaterial: Auf allen Alben von Björk gab es bisher ein Designkonzept, was in sich stimmig war. Mit einem Mal präsentiert sie uns jetzt zwei verschiedene Ideen("Björk in Plastik" und "Björk als Wilde im Feuer" nenne ich sie mal), die gegeneinander konkurrieren, beide schön sind, aber nicht wirklich zusammen passen. Zum Album: Beatlastige Tracks stehen neben ruhigen Stücken, die zum Teil noch weniger Struktur besitzen, als "Drawing Restraint 9" oder "Medúlla".

Warum? Dass Björk vielseitig ist, hat sie bewiesen, aber ein Björk-Album sollte in meinen Augen eine Einheit bilden.

Diese Kritikpunkte sind noch zu verschmerzen und hätten vielleicht 4 Sterne gegeben, womit man ein durchschnittliches Björk-Album gehabt hätte. Was aber noch wirklich schade ist, ist die Tatsache, dass viele Melodien und Stücke sehr beliebig klingen. Ich summe gerne mal "Jóga", "Isobel" und zuweilen sogar "Hidden Place" oder "Oceania" von ihren früheren Alben, aber mit "I see who you are" oder "My Juvenile" wird das sehr schwierig werden!

Fazit: Björk ist nach wie vor Björk und sie ist immer noch eine beeindruckende Klangkünstlerin. "Earth Intruders" ist wirklich toll und reißt einen mit, ebenso "Declare Independence" (man darf das Stück nicht so ernst sehen, wie der Text vermuten lässt, das war am Anfang mein Fehler)! Die Komponente, die durch männlichen Gesang auf "The Dull Flame of Desire" und "My Juvenile" hinzukommt, tut ihrem Stil gut - bitte mehr davon. Bläserensembles kann sie ebenfalls schön arrangieren, obwohl mir die Homogenic-Björk mit Streichern und die Vespertine- und Medúlla-Björk mit Chören besser gefallen hat.

Das Album ist häufig gelungen, aber man kann es sich nicht so oft anhören, wie ihre Vorgänger und die übertriebene Künstlichkeit früherer Werke ist ein Stil, den ich gerne bei ihrem nächsten Album wieder sehen würde.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen SCHADE!, 6. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
ich habe mich sehr auf das neue album gefreut. und da björk-alben davon leben, sich erst nach mehrmaligem hören zu erschließen, gab ich volta immer und immer wieder die gelegenheit dazu. leider ohne erfolg.
die songs perlen an mir ab. kaum was berührt mich...
ich versuche über ihre früheren alben einen anschluss herzustellen. dabei versinke ich in homogenic, atme tiefer bei vespertine, entdecke immer noch was neues in medulla, freu mich über debut und post...
doch bei volta angekommen stockt die reise und ich stolper über meine versuche, es für mich groß werden zu lassen, es annehmen zu können und zu lieben, einfach nur, weil es von björk ist...
nicht, dass volta sich unergründlich und verschlossen gäbe, im gegenteil, es erscheint mir fast zu offensichtlich gewollt. es wirkt verkrampft und konstruiert.

ich hoffe, dass mir diese rezension bald leid tut und sollte sich mir doch noch das volta-universum erschließen, nehme ich alles zurück und behaupte das gegenteil.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine ungestüme, befreite Bjoerk: Es klappt doch immer noch !, 24. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Wie alt ist die gute Frau inzwischen? 40? 45? Ein leichtes Lächeln über die neuen quietschbunten Feuerkostüme kann man sich da kaum verkneifen. Aber es klappt immer noch! Gerade mit dem übergroßen Timbaland gelingen Björk Volltreffer. Ganz im Gegensatz zu Nelly Furtado, deren eigener Stil - wenn es denn Ihrer war - völlig unter die Räder kam in der Zusammenarbeit mit dem HipHop-Produzenten-Gott , setzt Björk (wie früher Missy Elliott) hier ein ganz schönes eigenes Profil dagegen. Und so verpufft das Dynamit des Timbaland nicht in einem heißen Lüftchen, sondern explodiert in einem bunten Feuerwerk der Björkschen Vielfarbigkeit.

Darf ich sagen, dass Earth Intruders mich nicht nur an Army of Me erinnert - also an ihren Opener aus dem heißgeliebten Album Post - sondern diesen Track sogar noch übertrifft?

Leider bleibt wahr, dass nicht alles so glänzt: Ist das Duett The Dull Flame of Desire mit der vollständig männlichen Version von Coco Rosie zwar langatmig, aber doch mitreißend, wird das Album spätestens nach Innocence (Track4) (auch wieder Timbaland, auch wieder Hochklasse) dann doch "schwächer", und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst die kräfitgen Tracks wie "Declare Independence" können trotz großen Geschreis nicht wirklich punkten, weder emotinal oder konzeptionell noch inhaltlich/kompositorisch.

Was bleibt nach Durchhören des gesamten Albums? Nun, immerhin machte das Album Spaß - dem Hörer, aber wohl auch Björk selbst. Und selbst wenn man Björk bislang eher in die experimentierfreudige intellektuelle Schublade geschoben hat, freut man sich sehr über diese Unbekümmertheit. Dass das dann nicht immer die höchste Kunst ist, sei verziehen und kostet Ihr maximal einen Stern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht einfach aber lohnenswert., 18. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Auch als absoluter Björk-Fan muss man sich immer wieder neu in ihre Musik reinhören. Kein's ihrer Alben gleicht dem Anderen. Und bei diesem Album habe ich auch eine ganze Weile gebraucht um so richtig Gefallen daran zu finden. Die Titel sind z.T. etwas schwer zugänglich also definitiv Nichts für Schnellhörer. So vermisst man auch einen richtigen Ohrwurm, den man auf Anhieb mitsummen kann. Aber bei jedem Hören kann man neue kleine Feinheiten im Sound entdecken und langweilig wird Volta nie.

Earth Intruders - Der Einstieg in's Album kommt ziemlich angepoldert. Ziemlich schnelle Nummer in der man Björks gesamtes Stimmpotential zu hören bekommt. Der Sound wirkt etwas holprig aber gut, die Melodie braucht etwas Zeit um im Kopf zu bleiben.

Wanderlust - Eine ziemlich monströse Soundkulisse mit Bläserklängen und einem zurückgenommenen Beat begleitet diesen Song. Die Melodie ist schön und eingängig. Björk singt gewohnt stark und mit viel Gefühl. Toll.

The dull flame of desire - Eine düster wirkende Ballade wird uns hier präsentiert. Die Melodie ist ein immer wiederkehrender Sample, wobei der Sound von mal zu mal düsterer und stärker wird. Es wird wieder mit Bläserklängen gearbeitet dazu gibt es einen trommelartigem Sound. Der Song ist ein Duett. Man braucht etwas Zeit um diesen Titel zu mögen, er wirkt am Anfang etwas in die Länge gezogen.

Innocence - Ein typischer Björk-Song mit leicht konfus wirkendem Sound. Björk singt aus voller Kehle. Schöner Song, den man gleich im Kopf behält.

I see who you are - Auch das kennen wir bereits von Björk. Eine leichte Ballade mit verträumten Hintergrundsound. Besonders schön: Die z.T. wie traditionelle asiatische Musik wirkenden Hintergrundklänge.

Vertebrae by vertebrae - Wirkt wie aus einem Gangsterfilm der 1930 er Jahre. Björk singt mir ruhiger Stimme, der Sound wirkt hingegen sehr bedrohlich und besteht nur aus Bläserklängen mit leichter Bassuntermalung.

Pneumonia - Dieser Titel wirkt auf mich extrem beruhigend. Es gibt keine klassische Melodie, Björks Gesang wirkt im Hintergrund. Im Vordergrund hingegen der Sound, der hier nur noch aus Bläserklängen (Horn) besteht sonst nichts.

Hope - Wirkt wie ein leichter Popsong mit eingängiger Melodie. Dazu ein dezenter Bass, ein paar Harfenklänge und Björks schöne Stimme. Der Refrain ist am Anfang zu hören und kehrt dann erst nach ca. 3 Minuten zum Schluss wieder. Schön.

Declare Independence - Ähnlich wie "Pluto" auf dem Homogenic-Album kommt dieser Song hier angerauscht. Hier wirkt Alles extrem, der Sound, der Gesang, der Bass. Der Gesang steigert sich hier bis zur Ekstase (was man auch als Geschrei bezeichnen kann). Am ehesten in die Ecke Punk einzuordnen, lässt der Song einen am Anfang etwas verstört zurück. Je öfter man ihn aber hört, desto besser findet man ihn.

My Juvenile - Eine mit Harfenklängen untermalte Ballade, die wieder als Duett gesungen wird. Ein ruhiger und schöner Abschluss des Albums.

Ein klein wenig stören die z.T. langen instrumentalen Überleitungen zwischen den Songs und über das Design der Verpackung wurde hier auch schon ausgiebig in anderen Rezensionen geschrieben. Die kleinen Gemeinheiten bei den CD-Hüllen haben bei Björk auch schon fast Tradition.

Man sollte sich die Zeit nehmen und dieses Album öfter hören, denn erst dann entfalten die Titel ihre wahre Stärke. Was am Anfang unscheinbar oder extrem experimentell wirkt, gefällt mit jedem Hören mehr. Klar man muss Björk schon mögen, aber sonst würde man diese CD ohnehin nicht kaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geheimtip, 5. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Diese CD ist, meiner persönlichen Ansicht nach, einwahrer Geheimtip für Björkfans. Die Lieder sind einfach bestechlich ursprünglich, sie klingen, als kämen sie ohne Umwege daher, wo sie entstanden sind. Voller Pulsschlag und voller Idee und Versuch. Allerdings ist die Klangqualität leider nicht so brilliant; für Liebhaber der ganz klaren, sauberen Klänge ohne etwaige Dumpfheiten oder Knistern im Hintergrund ist sie eher nicht zu empfehlen.
Ich bin da aber tolerant, finde es sogar fast liebenswert und möchte dieses Stück Musik um keinen Preis wieder hergeben!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Freunde des Hauses verlasen die Party, nach dem 2. Song, 25. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
...denn es kommt nicht einmal annähernd an das heran, was Björk einmal zu leisten vermochte. Mag es am Produzenten liegen oder an den Launen, die Björk bewegten Texte und Melodien zu Musik zu schmieden. Es bleibt ein schlechter Versuch.
Das Album nervt und wird auch nach dem 20. Hören nicht besser. Ich habe alle Alben, wirklich alle, und höre sie auch fast alle gern. Aber hier ist von guter Musik weit und breit keine Spur. Es gelingt Björk nicht, sich ein wenig neu zu erfinden, den Hörer zu fesseln und ihn zu leiten. Das Intro macht etwas Laune und verspricht mehr, als dann folgen: Langatmige Arien, (zu) schräge Tonfolgen und wenig Neues, also: hätte Frau Björk doch ein wenig länger getüftelt und sich ein wenig mehr Zeit genommen, vielleicht...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Björk wurde von Wanderlust übermannt - und nimmt uns mit auf eine Weltreise., 25. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Volta (Audio CD)
Von Vornherein kann gesagt werden: Volta mag nicht Björks bestes Album sein. Doch nicht Björks bestes Album sein bedeutet noch immer ein enormes Maß an Qualität und herrliche Musik.

Der Track "Wanderlust" kann wohl eindeutig als Ausgangspunkt des Albums angesehen werden, denn von dieser war die isländische Sangesgöttin wohl beseelt wie noch nie zuvor. Von Stammesmelodien aus Afrika auf "Earth Intruders" über die Alpen bis nach Grönland mit den Trompeten, Posaunen und Hörnern, nach Asien in "I See Who You Are", auf den Himalaya in "Vertebrea by Vertebrea" und in die Regenwälder Südamerikas auf "Pneumonia". Selbst einen Abstecher nach nach Persien beschert sie uns mit "Hope".

Dazwischen immer wieder kurze Besuche eines Reiches, dass man nur als ein Königreich beschreiben kann, dessen unangefochtene Königin Björk ist. "Dull Flame Of Desire" (eingesungen mit dem wunderbaren Antony Hegarty von Antony and the Johnsons), "Declare Independence" und "My Juvenile" sind wohl die atemberaubenden Highlights des Albums.

Eine solche Weltreise könnte sicherlich schnell zu einem Desaster mutieren- doch nicht mit Björk. Schließlich hat sie noch immer ihren Reiserucksack mit all den Utensilien, die sie auszeichnen, dabei, die ihr selbst in den abstrusesten Situationen zur Hand gehen: Denn dabei hat sie die Basslinien aus Post und Debut, klangliche Elemente von Medúlla sowie Drawing Restraint 9 und schließlich die Energie von Homogenic. Allem voran ist es aber ihre geniale Stimme, die verzaubert.

Björk kann eben einfach keine schlechten Platten machen.
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Volta
Volta von Björk (Audio CD - 2007)
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