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am 24. Februar 2012
Die achtziger Jahre sind ja für viel schlimme Dinge verantwortlich wie den Vokuhila-Haarschnitt zum Beispiel. Jedoch auch für einige Perlen des Actionkinos. Ja, in den Achtzigern, da wurde noch geballert was das Budget erlaubte.

Inhalt:
An einem friedlichen Morgen beobachten Schüler einer High School, wie Fallschirmjäger auf ihrem Football-Feld landen. Die Invasion der Vereinigten Staaten hat begonnen! Während ihre Stadt von feindlichen Soldaten überrannt wird, gelingt es acht Teenagern in die Berge zu entkommen. Sie bilden die Guerilla-Truppe der "Wolverines" - der Name ihres Footballteams - und beschliessen Widerstand zu leisten, um ihre Familien, ihre Freunde und ihr Land zu verteidigen.

Was wohl heute als billigster B-Movie im Herzen des Ostblocks produziert würde, war in den achtzigern noch ein Film, der Darsteller erster Klasse vor die Kamera holte. Patrick Swayze und Charlie Sheen sind beides grosse Namen, die auch heute noch Starstatus besitzen. Powers Boothe, Harry Dean Stanton, Lea Thompson und Jennifer Grey sind ebenfalls keine gänzlich unbekannten Darsteller mehr.

Die Story lässt sich ein wenig mit den "Die Hard"-Filmen vergleichen. Zwar ist hier kein barfüssiger harter Knochen wie John McClane am Werk, doch die Wolverines arbeiten nicht gänzlich unähnlich, halten sie sich zu Beginn noch aus allem raus, versuchen sie schnell, die gefangenen Geiseln (in diesem Falle Bekannte, Freunde, Verwandte in der Kleinstadt) zu retten, bzw. die gegnerischen Truppen in Feld, Wiese und Wald zu dezimieren, was eine Weile sogar sehr gut klappt. Jedoch schlagen die Gegner, eine Sowjet-Nicaragua-Kubanische Truppe (ähä....) eines Tages zurück und die Wolverines werden langsam dezimiert...

Also, über die Story lässt sich wirklich streiten. Nur ein weiterer bad-sowjetski-Film des kalten Krieges? Oder gab es gar eine tiefergründigere Aussage, versteckt in einem Ballerfilm? Wäre dies vielleicht die Aussage diverser Vietnamgegner, welche mit "Red Dawn" dem Ami-Volk aufzeigen wollte, was passieren würde, wenn das eigene Land eine Invasion wie Vietnam erleben würde?

"Red Dawn" ist ein ordentlicher und knallharter Actionthriller der Achtziger. Und um versteckte Botschaften will man sich hier eigentlich doch gar nicht kümmern. Hauptsache es kracht - und dies tuts doch ganz ordentlich. Aber achtung, der Anteil an Gewalt ist für einen 25 Jahre alten Film doch ganz schön heavy.

Alles in allem ein solider Klassiker mit einer überholten propagierenden Weltansicht. Technisch gesehen ist die DVD top! In Sachen Bild und Ton gibt's von mir den Daumen hoch.
5 Sterne für einen Film mit Nostalgie-Faktor.
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TOP 50 REZENSENTam 5. September 2013
❶ Red Dawn / Die rote Flut

Während des Jahres 1983, als sich der kalte Krieg auf einem erneuten Höhepunkt befand und die meisten sich mit einem möglichen 3. Weltkrieg beschäftigten, entstand der Film RED DAWN. Im Film überfällt im Jahr 1984 die UDSSR gemeinsam mit Kuba Nord Amerika. Russische und kubanische Militäreinheiten besetzen den Süden sowie den Norden und Kanada. Die Schüler einer nordamerikanischen Kleinstadt sehen wie am helllichten Tage russische Fallschirmjäger in der Nähe ihrer Schule landen und sofort das Feuer eröffnen. Eine kleine Gruppe Schüler kann während eines Feuergefechtes fliehen und in die nahe liegenden Berge flüchten. Von hier starten sie ihre Partisanenkämpfe, um das besetzte Land allmählich wieder zurück zu erobern.
Red Dawn wurde 1983-84 gedreht. Die Schauspieler Patrick Swayze und Jennifer Gray, das Traumpaar aus Dirty Dancing, standen in diesem Film zum ersten Mal gemeinsam vor der Kamera. Charlie Sheen, bekannt aus Two and a half Men, alias Charlie Harper, feiert mit Red Dawn sein erstes großes Kinodebüt. Am 10. August 1984 startete Red Dawn in den amerikanischen Kinos. In Deutschland fand die Erstaufführung am 21. Dezember mit dem Titel (Die rote Flut) statt. Jedoch wurde der Film nach anfänglichen großen Protesten von Friedensaktivisten in vielen Städten abgesetzt. Kurz drauf wurde die ungeschnittene Fassung indiziert und landete für viele Jahre auf dem Index. Erst im Jahr 2001 wurde die Indizierung aufgehoben und MGM brachte eine ungeschnittene Version, mit einer Spieldauer von 109 Minuten, auf den Markt. Diese wurde nun mit FSK 18 eingestuft. Die Laufzeit der deutschen DVD Version beträgt 109 Minuten. Bei der originalen US-Version (RC1 DVD) beträgt die Spieldauer 114 Minuten. Es wurden jedoch keine Szenen geschnitten, der Film wurde lediglich durch das Umwandeln von NTSC (US-Format) auf PAL (Deutsches Format) 4% schneller abgespielt.

❷ Schauspieler:

✭ Jed Eckert - Patrick Swayze (Dirty Dancing & Ghost)
✭ Robert Morris - C. Thomas Howell (E.T. & Krieg der Welten)
✭ Matt Eckert - Charlie Sheen (Two and a half Men)
✭ Toni Mason - Jennifer Grey (Dirty Dancing)
✭ Erica Mason - Lea Thompson (Zurück in die Zukunft)
✭ Oberstleutnant Andy Tanner - Powers Boothe (24)
✭ Tom Eckert - Harry Dean Stanton (The Green Mile)

❸ Filmdaten:

✭ Titel: Die rote Flut
✭ Originaltitel: Red Dawn
✭ Länge: 109 Minuten
✭ Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch
✭ Untertitel: Alle europäische Ländersprachen
✭ Sound: Dolby Surround
✭ Videoformat: 1,85:1 Widescreen
✭ DVD Ländercode: 2 (Deutschland)
✭ Altersfreigabe: FSK 18 (bis 2001 indiziert)
✭ Bonusmaterial: Original Kinotrailer in englischer Sprache
✭ Produktion: MGM / United Artist

❹ Fazit

Der Film ist absolut Kult und ein Muss für Dirty Dancing-, Patrick Swayze- und Charly Cheen Fans. Die Bildqualität ist natürlich nicht mit modernen Kinoproduktionen vergleichbar, aber für das Alter ordentlich. Hier und da sind kleinere Bildfehler (kleine Kratzer, Rauschen, etc.) zu sehen, welche aber den Filmgenuss in keinster Weise stören. Als Bonus befindet sich der Original US Kinotrailer in englischer Sprache auf der DVD. Die Altersfreigabe ab 18 Jahren halte ich persönlich für vollkommen übertrieben.

In meinen Augen hat der Film 5 von 5 Sterne ( ✰✰✰✰✰ ) verdient.

Liebe Grüße
Christian Seip
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Allein der Umstand das Patrick Swayze und Charlie Sheen in einem Film zusammen agieren bzw. das Swayze und Jennifer Grey vor Dirty Dancing zusammen auf der Leinwand sind, macht die rote Flut sehenswert.
Zweifelsohne ein Produkt der Achtziger, denn wenn die USA plötzlich von Kubanern und Sowjets angegriffen werden, schreit das förmlich nach kaltem Krieg.

Natürlich ist das damalige Weltbild heute völlig überholt und natürlich würde das Gezeigte nicht im Ansatz funktionieren:
Highschoolschüler machen Jagd auf den bösen Klassenfeind.
Schwarz gegen Weiß bzw. gegen Rot.
Der saubere Westen gegen den achso bööööösen Ostblock.
Politisch gesehen läuft der Streifen im Fahrwasser der damaligen Propaganda.
Denn im Zuge des kalten Krieges wurde die damalige Sowjetunion als das Reich des Bösen bezeichnet.

Nimmt man all die Politik und den Hintergrund beiseite, funktioniert der Film, mittlerweile Kult, auch heute als reiner Actionmovie noch einwandfrei.
Und Action gibt es hier wirklich jede Menge.
Frei von irgendwelchen Schnörkeln, 3D Effekten und CGI-Quark erzählt er eine Story, die trotz aller Unwahrscheinlichkeiten zu berühren weiß, den Zuschauer fesselt und mitnimmt auf die Reise ins Partisanenlager der Achtziger.

Fazit: Handwerklich gut gemachter und endlich ungeschnittener Kultfilm der Achtziger.
1919 Kommentare8 von 9 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Februar 2001
Wenn es so etwas wie den reaktionären Film der Reagen-Ära gäbe, 'Red Dawn' (dt. Titel 'Die Rote Flut') wäre der heißeste Anwärter auf diesen Titel. Die Handlung ist schnell erzählt: Sowjetrußland gelingt es zusammen mit Cuba und Nicaragua einen überraschenden Schlag gegen die USA zu führen und den Südwesten des Landes zu besetzen. Acht Jugendliche aus einem kleinen Kaff am Fuß der Rocky Mountains schaffen es jedoch, sich in die Berge abzusetzen, von wo aus sie einen Guerillakrieg gegen die Invasoren entfesseln. Unterstützung dabei erfahren sie von einem abgeschossenen Air-Force-Piloten. Natürlich ist das Szenario strunzdumm, faschistoid und überschreitet fortlaufend alle Grenzen des guten Geschmacks: Jugendliche Sportskanonen, allesamt weiße All-American-Boys, kämpfen um den American Way of Life und das Recht eines jeden Amerikaners eine Waffe zu tragen und werden dabei von zwei All-American-Cheerleader-Girls unterstützt. Dort wo die Invasionsfilme der 50er Jahre noch böse Außerirdische stellvertretend für die die freie Welt bedrohenden Kommunisten aufboten, packt Milius den Holzhammer aus, und läßt tatsächlich die Gesandten des 'Reichs des Bösen' vom Himmel fallen. Warum aber nun immerhin vier Sterne für diesen Absud aus den Tiefen des kalten Krieges? Das liegt zum einen an der Besetzung, die so ziemlich alle Jungstars aufbietet, die im US-Kino der 80er Jahre von Bedeutung sein sollten, z.B. Patrick Swayze (Dirty Dancing), Charlie Sheen (Platoon, Wall Street), C. Thomas Howell (The Hitcher), Jennifer Grey (Dirty Dancing) und Lea Thompson (Back To The Future). Neben den Junstars agieren Hollywood-Veteranen wie Powers Boothe (U-Turn) und Harry Dean Stanton (Alien) in Kurzauftritten und Nebenrollen. Ein weiterer Pluspunkt des Films ist sein beklemmender Realismus. Nicht das eine Invasion der USA durch feindliche Truppen auf dem Höhepunkt der Ost-West Konfrontation unbedingt möglich erscheint, wichtger ist, daß Milius diese Invasion und die anschließende Besatzungszeit so wie den Guerillakampf der jungen Freischärler erschreckend realistisch darstellt, einschließlich der Auswirkungen des Krieges auf die seelische Befindlichkeit seiner jungen Akteure. Milius' jugendliche Kämpfer sind keine unverwundbaren Killermaschinen a la 'Rambo'. So wird dem Gros der Charaktere auch zumindest ein subjektives Happy End verweigert, auch wenn freilich am Schluß die USA mal wieder siegreich sind und ihre jungen Partisanen (posthum) als Helden abfeiern. Zudem ist die Identifikation besonders junger Zuschauer mit den oftmals gleichaltrigen, bzw. nur wenig älteren Hauptcharakteren recht hoch, was für viele Vertreter meiner Generation, die den Film vielleicht mit 14, 15 Jahren zum ersten Mal gesehen haben, diesen Streifen schon fast zu so etwas wie einem Kultfilm werden ließ. Daß wir uns jedoch mit den Helden eines Films identifizierten, der die US-Waffenlobby hofiert und ungehemmt faschistische Tendenzen auslebt wurde uns natürlich erst später klar. Dennoch schiebe ich die DVD in einem Zustand, der sich am ehesten mit'‚morbider Nostalgie' bezeichnen läßt auch heute noch immer mal wieder gern in den Player, und sei es um mich der Tatsache zu erfreuen, daß der Lauf der Geschichte solche Filminhalte zum Glück ad absudum gelegt hat.
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am 2. Januar 2016
Der Film "Die rote Flut " fügt sich nahtlos in eine Filmreihe wie z.B. Rambo 3, Rocky 4 oder auch Missing in Action ein. Wer den Film aufgrund seines Pathos kritisiert der hat die 80ziger nicht erlebt. (und ich meine mit erlebt, auch wirklich erlebt und nicht das Geburtsjahr ,-)

Der Film wurde 1984 gedreht, also auf dem Höhepunkt des kalten Kriegs. Man erinnere sich: Ein Jahr zuvor wurde "The Day After" ausgestrahlt.

Herausgekommen ist ein , natürlich, äußerst patriotischer Film, der sich m.E. aber dann doch noch , angenehm, von Filmen wie der z.B " Der Patriot " abhebt; nicht nur wegen des Endes.

Man bekommt auch ein Wiedersehen mit einigen, damals sehr jungen und tw. noch unbekannten Hollywoodstars.

Die rote Flut bietet ein 80ziger Actionfeuerwerk, mit klaren Freund-Feindbildern, wie es damals, halt, angesagt war

Fazit: Wer sich ein bischen in das 80ziger " Cold-War-Felling" versetzen lassen will, für den ist " Die rote Flut " genau das Richtige und keine Angst: Patriotischer als " Olympus has Fallen " oder " Herz aus Stahl" ist der Film auch nicht.

PS: Frage an die Blu-Ray Besitzer: Ich überlege upzugraden, bin aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Aussagen, über das Bild, noch am überlegen, u.a. auch weil das BR-Bild, hier doch sehr gut aussieht: [...] Vielleicht kann mir jemand definitiv sagen ob sich der Umstieg lohnt. Thx im voraus.
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am 17. September 2015
Ich kannte bisher nur das Remake und muss sagen, das Original ist weitaus besser und realistischer.
Vor allem für Freunde von 80er Jahre Filmen ist dieser Film zu empfehlen, wobei ich ihn besser finde als die meisten anderen 80er Filme. Die Handlung finde ich durchaus interessant und spannend: was passiert, wenn die USA Mal Opfer von Angriffen wären? Wer würde wirklich etwas ausrichten können, das Militär oder die Bürger selbst? Das ganze hat etwas von "Krieg der Welten".

Zur Bluray:
Das Bild ist leider sehr körnig, einer bluray nicht würdig. Da würde die DVD wohl reichen.
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am 9. Januar 2016
This is a movie that could only have made sense in the 1980’s and then only partially. It played on the trumpeted fear that if Nicaragua went communist, it would mean that Central America would be a floodgate for a massive invasion force crossing the border with Mexico and entering the United States.
The setting is in the mountainous states of the western United States when an invasion force suddenly begins parachuting down out of the skies. A small group of 8 young people manage to escape to the mountains and form a small partisan band that fights the Soviet forces that have control of the cities. They call themselves “Wolverines” and they are very effective at guerilla warfare tactics. After several months the fronts are stabilized, the western border of the occupied zone is the Rocky Mountains and the eastern border is the Mississippi River.
The occupying army adopts the tactics of machine gunning groups of hostages every time one of their units is attacked, yet that only increases the determination of the small group of fighters. The opposing army never seems to learn from their mistakes, yet it is clear that in a long war the Wolverines chance of survival is very low.
There is a lot of bad guys going down at the hands of the good guys action, but the acting is sometimes poor and gives the appearance of being forced. The premise requires an enormous amount of suspension of disbelief, the idea that an army that size could invade the U. S. from the south is preposterous. Most of the standard fear boxes are checked, for example one of the reasons that the United States was caught unaware was due to the massive infiltration of fifth columnists crossing the border illegally.
This is a movie that could only make sense if you accept the premise that the Soviet Union was a military colossus bent on dominating the world militarily If that is not present and plausible, then the movie comes across as absurd. Great scenery though!
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am 25. August 2014
Ich kannte den Film bereits aus dem Kino in den 80ern.
Ich war damals so begeistert, dass ich mir nun endlich die DVD geleistet habe.
Entgegen den meisten Rezessionen, finde ich die Story einfach Klasse, ebenso die Schauspieler.
Es muß nun mal nicht immer alles der Realität entsprechen, deswegen ist es ja eine Geschichte!
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am 29. November 2012
"Red Dawn - Die rote Flut" ist ein Film mit einer sehr bewegten Vergangenheit vor allem hier in Deutschland. Hier war der Film lange auf dem Index und nur geschnitten oder unter der Ladentheke erhältlich. Nach Listenstreichung und Neuprüfung ist der Film nun UNCUT ab 18 Jahren freigegeben.

Doch auch in den USA wurde der Film insbesondere von der eher linksliberal eingestellten Hollywood Elite mit viel Spott und Häme versehen. Sicherlich nicht ganz zu Unrecht, aber man sollte ihn als das sehen, was er eigentlich sein will, nämlich als einen Action- und Adventurefilm, der einfach eine absturse Ausgangssituation nutzt.

In die vom kalten Krieg und der Russen-Paranoia geprägten frühen 80er unter Ronald Reagan und Helmut Kohl möchte wohl keiner zurück und dennoch macht es aus heutiger Sicht enorm Spaß, sich damit zu befassen, welcher ideologisch geprägten Ausgangssituation Red Dawn entsprang und welcher fiktiven geschichtlichen Entwicklung der Film sich verschreibt. Allein ein Satz in den Texteinblendungen zu Beginn des Films macht deutlich, wie viel Spaß man so mit Red Dawn haben kann: "...Die Grünen gewinnen die Mehrheit im deutschen Bundestag..."

Als reiner Actionfilm bietet "Red Dawn" viele "Guilty Pleasure" Momente und unterhält vor allem dank seiner sehr illusteren, gut aufspielenden Riege von damaligen Jungstars, die zum Teil heute zu Leinwandlegenden geworden sind. Hier stechen nicht nur Patrick Swayze und Charlie Sheen heraus, sondern auch Jennifer Grey und die 80er Allzweckwaffe C. Thomas Howell uvm. Toll auch die Musik von Basil Poledouris.

Dass sich Red Dawn eigentlich selbst nicht so ganz ernst nimmt, sieht man z.B. gleich zu Beginn an einer Szene, in der man auf einem Autoaufkleber lesen kann "Meine Waffe könnt Ihr nur meinen toten kalten Händen entreißen" und in der nächsten Einstellung genau das passiert. Dererlei Szenen, in denen man genau hinschauen muss, bietet Dwan einige. So z.B. auch eine Szene, in denen Russen eine völlig belanglose Nationalpark Hinweistafel ideologisch geprägt zu "übersetzen" versuchen und die auch bei amerikanischen Besatzungen zu hörenden "Befreiungsparolen" und "Feind-Dämonisierungen".

Für Cineasten bemerkenswert Milius Affinität zu Theodore Roosevelt, die auch in diesem Film zu Tage tritt. So läßt er Red Dawn mit folgendem Zitat von Roosevelt von 1899 beginnen: "Es ist weit besser Großes zu wagen, als zu den armen zaghaften Seelen zu gehören, die weder Sieg noch Niederlage kennen." In diesem Zusammenhang empfehle ich einen der größten und besten Abenteuerfilme, der ebenfalls von Milius stammt "Der Wind und der Löwe", in dem Milius Roosevelt noch mehr Platz einräumt und der dessen schillernde Persönlichkeit wunderbar hintergründig beleuchtet.

Beschäftigt man sich ein wenig mit Roosevelt, seinem Leben und seiner politischen Einstellung, so läßt sich die Intention der Filmemacher noch deutlicher erkennen und der Film erheblich komplexer deuten. So gilt Roosevelts Außenpolitik als Ursprung der noch heute praktizierten überzeugung, dass die USA als "Weltpolizei" außenpolitisch ggf. auch militärisch eingreifen sollten, um amerikanische Werte wie Freiheit und amerikanische Interessen durchzusetzen. Die Ekzesse jener Politik führten u.a. zu Vietnam und dem Kuba-Debakel.
Red Dawn beschreibt hingegen die ursprüngliche Form von "Verteidigung von Freiheit" nämlich auf eigenem Grund und Boden, dem amerikanischen Homeland. So gesehen ist das Ausgangsszenario "was wäre wenn" viel dramatischer zu verstehen. Was wäre, wenn Du Deine Freiheit, Dein Land nicht fern der Heimat auf fremden Schlachtfeldern mit modernsten, unpersönlichen Waffen verteitigen müßtest, sondern wenn Du es zuhause tun mußt, wenn die Opfer Deine Nachbarn und Freunde wären und Du selbst tatsächlich Partei ergreifen und ein Risiko eingehen müßtest.
Nicht ohne Grund finden sich daher in Gesprächen zwischen dem kubanischen Colonel Ernesto Bella und dem Russen Bratchenko entsprechende Bezüge u.a. auch auf Afghanistan und den kubanischen Freiheitskampf.

Die Blu-ray bietet leider kein wirklich tolles HD-Bild und läßt garantiert kein HD-Feeling aufkommen. Besonders negativ fallen dabei die vielen Szenen auf, in denen ursprünglich fest eingebrannte Untertitel waren, die nun komplett durch die UT-Funktion generiert werden. Aber auch die übrigen Szenen bieten sehr oft Verunreinigungen, Unschärfen, Flimmern und ein sehr grobkörniges Bild. Wenigstens hat man auf allzu großen Einsatz von Rauschfiltern verzichtet. Auch die Farbgebung und der Schwarzwert könnten deutlich optimiert werden.

Der Ton liegt in Deutsch in DTS 2.0 Surround vor. Gott sei Dank kein kraftloser Upmix und glücklicher Weise stimmt auch die Tonhöhe. Der englische O-Ton in DTS HD 5.1 klingt natürlich besser und satter. Es gibt einige sehr interessante Bonusmaterialien mit neueren Interviews von Swayze (vor seinem Tod versteht sich), Sheen, Lea Thompson und John Milius mit zum Teil sehr lustigen und unterhaltsamen Anekdoten. Allein zu hören, dass Regisseur Milius Pressevertreter zu Einschüchterung schon mal mit Knarre zum Interview empfängt, ist einfach nur Gold wert und zeigt, wie man den Film sehen muss.
11 Kommentar17 von 23 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2015
Ich Liebe diesen Film einfach Charlie Sheen erste Hauptrolle und ich kann den Film nur Empfehlen ein müss für alle Charlie Sheen und Patrick Swayze Fans greift zu 😉
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