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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen www.bruview.de spricht:, 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Xenosapien (Audio CD)
„Xenosapien“ – der andersartige Mensch – ist wohl die treffendste Bezeichnung, welche auf das aus dem mittleren Westen der USA stammende Quintett umzulegen ein logischer Schritt wäre, auch wenn man nach dem etwas zahmer in Szene gesetzten Vorgänger „Anomalies“ (2005) diesmal nicht zu vorschnell agieren möchte. Nach bahnbrechenden und wegbereitenden Veröffentlichungen wie „Exploiting Dysfunction“ (1998) und „Lucid Interval“ (2002) – ohne welchen die mittlerweile angesagte Mathcore-Welle wohl nie ihren Halt gefunden hätte – beweist sich „Xenosapien“ jedoch erneut als ein Dokument der angegossen sitzenden Eigenbezeichnung „Rocky Mountain Hydro Grind“.

Mittlerweile als eine der schizophrensten Bands nicht nur speziell im Hause Relapse Records verschrieen, dokumentierten bereits die Aufnahmen zum aktuellen Longplayer etwas andere Arbeitsbedingungen – und demnach auch Ergebnisse: Gitarrist Zac wurde von einem Schneesturm für zwei Tage in seinem Auto eingeschneit, als er endlich von den Behörden gefunden wurde, befand er sich nicht nur in einer schweren Aphasie und Schizophrenie, sondern war auch über und über mit seinen eigenen Fäkalien beschmiert. Florida Beach samt Cocktail-Bar und Strandpartys mit Kid Rock passé, auf “Xenosapien” regiert dankenswerter Weise wiederum die altgewohnte Manie, wobei durchaus zu bemerken sei, dass der auf „Anomalies“ eingeschlagene Weg zu klareren Strukturen auch auf der aktuellen Veröffentlichung beibehalten wurde. Weg von losen Fragmenten und Collagen, hin zu einem homogenen Ganzen, welchem aber aufgrund der wieder deutlicher in Szene gesetzten Disharmonien, Grenzgängen und Ausbrüchen die typische Eigennote verpasst wird.

Explizit ist „Megacosm Of The Aquaphobics” wohl das offensichtlichste Dokument für die neue und wiedergefundene Stärke CEPHALIC CARNAGEs: Ein wieselflinkes, old school-lastiges Thrash-Riffing als Basis für einen komplexen, aber zielgerichteten Song mit geballter Energie, welcher auch aufgrund der hervorragenden Produktion – Druck und ein glasklares Spektrum – nicht nur wie selbstverständlich Szenekollegen, sondern auch in seinen straighten Phasen sämtliche Thrash-Hymnen in Schranken zu weisen versteht.

Ähnlich – aber auf einer anderen Ebene und somit divergierenden Wirkungsgraden – agiert auch „Divination and Violation“: Eröffnet von Strukturen, welche an rückwärts gespielte THE RED CHORD erinnern, bricht unvorbereitet und rapide ein ähnlich wie Lava walzendes Riff, welches in stärkeren Kreativschüben von ABORTED stammen könnte, aus den Membranen der Lautsprecher, bevor sich der Song in ein Konglomerat aus Doom und Sludge verwandelt. Man sieht: CEPHALIC schielen erneut deutlicher denn je über den Tellerrand hinaus, wie auch „Touched By An Angel“ – einer sexuell ausgehungerten Black Metal-Furie deluxe – oder auch der beinahe obligate Hidden Track, welcher sich als quasi-Fortsetzung des „Halls Of Amenti“-Themas entpuppt, dokumentieren. --- „Endless Cycle Of Violence“, dies sei nicht nur Titel feinster Exzessivität, sondern auch Programm jener Scheibe: Ein immens hoher Wiedererkennungswert eines jeden einzelnen Stückes, Technik im Dienste des Stückes und nicht des eigenen Egos sowie geballte, vermengte, explosive Energie und Manie setzen Himmel und Hölle in Bewegung und verdienen schlussendlich nicht weniger als das Prädikat beeindruckender Bissigkeit.

„Xenosapien“ ist das Dokument leibhaftiger Grenzerfahrungen mit höchstem Niveau in allen Belangen – ein Sicherungskopie des eigenen mentalen Motherboards ist hierbei somit Pflicht – und demnach bereits nun ein heißer Anwärter auf eine rückblickende Topplatzierung am Ende des Jahres.

Stefan / BruView
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Krank..., 24. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Xenosapien (Audio CD)
... und das ist gut so!

Denn ohne einen gewissen Dachschaden kann man wohl (leider!) keine derart gemeine, überdrehte, brutale, komische und vielschichtige Musik (ja das ist definitiv die richtige Bezeichnung) fabrizieren. Zweifelsohne sind auch mehr oder weniger gute Joints schuld an diesem Klangerlebnis (wer den Hidden Track kennt weis wovon ich rede). Eines ist diese Musik in auf jeden Fall: Anstrengend. Im ganz, ganz positiven Sinn! Hier eine Brutal-Death Rakete ("Endless Cycle Of Violence"), da eine Grindcore Attacke, eigentlich sollte man diese Musik nicht in eine Schublade stecken denn es ist bei Cephalic Carnage leicht möglich, dass ein durchaus brutal beginnender Song plötzlich in einem Schlussteil aus genial jazzigem Bass und Schlagzeug endet und man die Growls durch eine nach Lautsprecherdurchsage klingende Stimme die Szenerie beherrscht (The Omega Point).

Das absolute Überlied auf diesem Album ist zweifelsohne "Ov Vicissitude". Es ist schwer zu beschreiben was sich während der vier Minuten dieses Stückes alles abspielt. Es wird brutal geknüppelt und plötzlich steht der Bass ganz alleine im Raum, danach ein Vokaleinsatz, den man einfach nur als Gänsehaut-über-den-ganzen-Körper-schickend beschreiben kann, gleich darauf ein absolut geniales Gitarrensolo, nur um dann nochmals dem totale Irrsinn zu verfallen... Besonders empfehlenswert ist es den Text dieses Liedes mitzulesen. Die Bilder die diese Truppe mit der Musik zu erschaffen vermag sind schlichtweg ein Wahnsinn.

Zweifelsohne gibt es noch einige andere erwähnenswerte Lieder (G.lobal O.verhaul D.evice weil es sich so sehr vom übrigen Material unterscheidet und wegen der Athmospäre, Megacosm Of The Aquaphobics weil es einfach extrem kranker Sch*** ist, Molting wegen der Dissonanten, genialen Leadduelle der Gitarristen, Vaporized: Ohne Worte.)
Die Texte dieser Truppe sind auch durchaus Lesenswert und reichen von ernst und sozialkritisch bis lustig...

Dies ist für alle Liebhaber des Death/Grind ein Pflichtkauf und für Personen die ihren musikalischen Horizont in diese Richtung erweitern wollen äußerst empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen Einer der besten grind Platten, 27. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Xenosapien (Audio CD)
Zwei Jahre nach dem erfolgreichen Werk "Anomalies" kommt die neue Platte "Xenosapien" von den Rocky Mountain Grindern am 25.05.2007 auf den deutschen Markt und die Fans erwarten dieses Release bereits sehnsüchtig.

Vorweg sein schon mal gesagt, dass die Jungs aus Denver ihrem Sound treu geblieben sind und sich weiterhin dem Grind verschrieben haben. Die Amis lassen jedoch Einflüsse aus den Richtungen Mathcore, Trash Metal, Stoner Rock und Doom nicht vor der Tür warten und bauen diese sporadisch in das neue Werk ein. Im Vergleich zum Vorgänger ist die neue Scheibe eine Weiterentwicklung und ist einfach nur besser als der Vorgänger. Die neuen Songs können einfach alles und gehen nach vorne wie von einer Tarantel gepiekst. Unbarmherzig, hart und gerecht.

Was der Hörer hier bekommt, ist eine unglaubliche Mischung aus Mathcore, Grind- und Death Metal, welche definitiv nicht von dieser Erde ist. Sogar vor melodischen Gesangsparts wird nicht halt gemacht und dennoch bleibt der Sound brutal und hart. Cephalic Carnage legen in jedem Fall die Messlatte für diese Sparte des Metals ein Stück höher und Mitstreiter müssen nun mal schauen, wie man das toppen kann. Diese Platte gehört in jedes CD-Regal! (Jean/fomp.de_05.2007)
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5.0 von 5 Sternen Essentieller Krach !!!, 29. August 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Xenosapien (Audio CD)
In der heutigen Zeit, wo im Heavy Metal schon (fast) alles gesagt wurde, und die wirklichen Sensationen doch eher spärlich gesät sind, geht es oftmals nur noch um das Ausloten von musikalischen Extremen: härter, schneller, kranker, komplizierter, wahnsinniger....
Durchgeknallte Bands wie THE DILLINGER ESCAPE PLAN , DESPISED ICON , ARSONISTS GET ALL THE GIRLS , WITH PASSION (Geheimtipp!) oder eben CEPHALIC CARNAGE sind in dieser Hinsicht absolute Könige, und stellen jeden Hörer auf eine enorme Geduldsprobe, die nicht selten zu zeitweiligem Verstandsverlust führen kann.
Auch "Xenosapien" , die neue Scheibe von CEPHALIC CARNAGE, ist hierbei selbstverständlich keine Ausnahme, sondern spinnt den Faden des superben Vorgängers "Anomalies" konsequent weiter. Man braucht auch gar nicht drum herum reden, dass die Mucke dieses kranken Quintett ausschließlich für schmerzresistente Ohren bestimmt ist. Erlaubt ist alles, was weh tut !!!
Fieser Hyper-Blast Death Metal...wieselflinke Jazz-Kabinettstückchen am laufenden Band...sensationelle, Schuldiner-mäßige Gitarrenarbeit (z.B. bei "Molting" und "Touched by an angel")...eine wohldosierte Prise Metalcore...und vor allem monströser, alles vernichtender Grindcore. Klingt anstrengend ? Ist es auch !!! Dennoch sollte man erwähnen, dass diese abstruse Mischung über die gesamte Spielzeit erstklassig funktioniert, und sich hundsgemeine Songs wie "Megacosm of aquaphobics" , "Let them hate as long as they fear" , "Heptarchy" oder "Divination & volation" (sic!) sogar in Windeseile im Langzeitgedächtnis festsetzen. Dies ist aber keinesfalls verwunderlich, da CEPHALIC immer wieder nadelstichartige Melodien in ihre Songs einfließen lassen, die dem Hörer den Weg weisen. Unangefochtener Höhepunkt dieses 11-Trackers ist jedoch zweifelsohne das seltsam betitelte "G.lobal O.verhaul D.evice" , welches im Mittelteil durch einen saucoolen Bar-Jazz-Part (inklusive Saxophon und clear Vocals!) zu überzeugen weiß, der von der Atmosphäre beinahe schon an den Soundtrack der Kultserie TWIN PEAKS erinnert. Absolut genial !!!
Und da "Xenosapien" auch noch erstklassig produziert, und zudem mit einem in allen Belangen perfekten Artwork versehen wurde, haben sich CEPHALIC CARNAGE die Höchstnote redlich verdient. 5 Sterne für eines der verrücktesten, abartigsten und dennoch faszinierendsten Alben des Jahres 2007.
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Xenosapien
Xenosapien von Cephalic Carnage (Audio CD - 2007)
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