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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu unrecht unbekannt, 2. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Konzerte/Orchesterwerke/Chorwerke (Audio CD)
Poulencs Musik auf CD aufzutreiben ist, selbst mit dem Internet als Hilfsmittel, ein schwieriges Geschäft. Er ist einfach wenig bekannt und wird ebenso wenig gespielt.
Da ist diese Box ein wahrer Glücksfall, denn die Interpretationen sind außergewöhnlich gut und die Aufnahmequalität entsprechend. - Wer Poulencs Musik liebt kann hier bedenkenlos zugreifen.
ACHTUNG:
Allerdings gilt dies nur für die CD-Box. Die Auto-Rip-Daten waren, als ich sie geladen habe, so schlecht, dass ich den Eindruck hatte, hier wäre von einem steinalten Tonband aufgenommen worden.
Wenn es sich um die gleichen Daten, wie beim Mp3-Download handelt, müsste ich dringend vom Downloadkauf abraten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Le Compositeur incompromis, 28. August 2011
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Konzerte/Orchesterwerke/Chorwerke (Audio CD)
Ohne wirkliches Programm revolutionierte die "Group de Six" ab etwa 1920 das musikalische Leben Frankreichs. Fast alle Komponisten dieses Klüngels, das sich von der (Spät)Romantik distanzierte, sind heute in Vergessenheit geraten, obschon seine Leistung für die französische Musik immens gewesen ist. Dasselbe Schicksal widerfuhr Francis Poulenc (1899-1963), diesem Tausendsassa, dessen Tonsprache so individuell ist, dass es schwer fällt, sie zu beschreiben. Am ehesten handelt es sich um eine federleichte Mischung aus Klassizismus und Impressionismus, gewürzt mit einer Prise Jazz. Ein großzügiger Ausschnitt aus Poulencs Orchesterschaffen ist auf dieser Box zusammen gestellt.

Eines der wenigen größeren, rein sinfonischen Stücke, die Sinfonietta, strotzt vor Vitalität, Einfall und Witz; und wenn Poulenc im Andante die Tiefen der Empfindung ausdrückt, zweifelt wohl niemand mehr an seinem kompositorischem Talent.
Zwei wundervolle, pittoreske Ballettsuiten komponierte der französische Tonsetzer, namentlich "Les Biches" sowie "Les Animaux modèles", von federleichtem Charakter und unverwechselbarem Charme.
Viele kleinere Orchesterperlen hinterließ Poulenc, wie zum Beispiel das "Pièce brève sur le nom d'Albert Roussel", die "Bucolique", die "Fanfare", die "Deux Marches et und Intermède", "Matelote provençale", eine "Pastourelle", ein Walzer, das prägnante "La Baigneuse de Trouville", die "Trois Mouvements perpétuels" sowie den "Discours de Général". Besondere Beachtung verdienen die drei Orchesterverfassungen von Klavierstücken Erik Saties.

Konzertwerke spielen im Schaffen Poulencs eine dominierende Rolle. Selbst in den Stücken, in denen man es nicht erwarten würde, finden sich konzertierende Elemente. Es nimmt nicht wunder, dass der Franzose nur selten auf das Klavier verzichtet. Es ist erfrischend, zu hören, wie espritvoll Poulenc Solist und Tutti interagieren lässt, welch melodiösen Überschwall er beispielsweise in seinem populärstem Werk entfaltet, seinem Klavierkonzert.
Im Konzert für zwei Klaviere ist das konzertierende Element noch stärker ausgeprägt, flieht sich bisweilen in kammermusikalische Intimität und Schlichtheit. Auf gänzlich andere Weise trifft das auch auf "Aubade" zu, ein "choreographisches Konzert", dessen Vielfältigkeit durch und durch entzückt.
Selbst das bombastische Orgelkonzert verliert niemals die stille Doktrin eines Künstlers aus den Augen, der Neues aus Altem schaffen will. Denn wie wenig hat dieses einmalige Werk mit älteren Vorbildern noch gemein. Dieser Drang ging noch weiter: Die wohl individuellsten Werke aus seiner Feder, das "Concert champêtre" sowie die "Suite française", sind für Cembalo und Orchester gesetzt und beschwören die Reize längst vergangener Zeiten herauf.

Aber auch dem gesungenen Wort maß Poulenc einen hohen Stellenwert bei. Er schrieb zahlreiche profane Gesangsstücke, die sich alle gleichsam durch ihre freche Eleganz und Subtilität auszeichnen. Stücke wie "Le Bal masqué", "Le Bestiaire ou Cortège d'Orphée", die "Quatre Poèmes de Max Jacob" oder "Cocardes" legen umfangreiches Zeugnis über Poulencs Verständnis für Balance zwischen Singstimme und Orchester ab. In der "Rapsodie nègre" zollt der Komponist dem Exotismus Tribut, und die Comédie-bouffe "Le Gendarme incompromis" gebart sich als eine Bizarrerie moderner Singspiele.
Es gab auch eine Phase, da Poulenc vornehmlich geistliche Choralwerke komponierte. Von seiner tiefen Gläubigkeit zeugen Werke wie das Gloria, die "Litanies à la Vierge noire" und insbesondere das herausragende, tief bewegende "Stabat Mater". Poulenc zeigt hier deutlich auf, dass der Weg zum Glauben immer nur ein individueller sein kann.

Die vorliegende Einspielung durch das Philharmonia Orchestra beziehungsweise das Orchestre National de France unter der Leitung von Charles Dutoit und unter Mitwirkung durch die Pianisten Pascal Rogé sowie Sylviane Deferne, den Organisten Peter Hurford, den Choeur de Radio France, die Maitrise de Radio France, die Sopranistin Françoise Pollet, den Bariton François Le Roux, den Kontertenor Dominique Visse und Lambert Wilson als Sprecher entstand zwischen 1992 und 1996 und erfreut sich brillanter Tonqualität, Decca-Qualität eben. Mit Ausnahme der billigen Briefumschläge, die die CDs schützen, handelt es sich um ein rundum gelungenes Programm.
Dutoit ist das Herz der Allianz. Sein Verständnis für die Musik seines Landsmannes ist grenzenlos. Perlende Nuancen und farbige Schattierungen bringt er trefflich zur Geltung. Hinzu kommen prickelnde Akzente, die für Spannung bis zur letzten Note sorgen. Vollkommene Transparenz und Differenziertheit verstehen sich von selbst.
Besonderes Lob gebührt auch sämtlichen Instrumental- und Gesangssolisten, die sich intensiv in die Materie eingearbeitet haben und die Früchte ihrer Arbeit zur Schau tragen. Die Tonsprache Poulencs liegt blank und organisch vor dem Hörer.

Fazit: Mehr als eine Repertoire-Erweiterung - vor allem für Freunde schlanker französischer Klassik sehr zu empfehlen!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend !, 4. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Konzerte/Orchesterwerke/Chorwerke (Audio CD)
Allein schon die Einspielung einer derart umfassenden Sammlung der wichtigsten Werke des ja im internationalen Bekanntheitsgrad nicht ganz vorn stehenden Poulenc ist bereits aller Ehren wert. Das Tüpfelchen auf dem "i" ist dann die gerade für französische Orchestermusik kongeniale Interpretation durch Dutoit, der ja auch ganz hervorragende Gesamteinspielungen der Orchesterwerke von Debussy und Ravel bei Decca vorgelegt hat.

Die Orchester und Solisten spielen und singen insgesamt auf höchstem Niveau, frisch, lebendig, ebenso kraftvoll wie sensibel, mit äußerster Präzision und klanglicher Delikatesse, was durch die überragende Durchsichtigkeit, Präsenz und zugleich Räumlichkeit der Decca- Aufnahmetechnik unüberbietbar festgehalten wird.

Je nach persönlichem Geschmack wird sicherlich jeder in der musikalischen Gestaltung das ein oder andere Detail finden, das den eigenen Vorstellungen nicht ganz entspricht, aber das gilt ja so ziemlich für Aufführung.

Nicht zuletzt auch wegen der überragenden Aufnahmetechnik bewerte ich diese Aufnahme mit fünf Sternen.
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