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3,8 von 5 Sternen
The Proposition - Tödliches Angebot
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2008
Dieser Film von John Hillcoat ist ganz starkes Kino. Die Handlung ist im australischen Outback der 1880er angesiedelt. Im Zentrum steht ein faustischer Pakt zwischen dem britischen Captain Morris Stanley und dem irischen Outlaw und Bandenmitglied Charlie Burns. Stanley hat Burns' kleinen Bruder Mikey in Polizeigewahrsam genommen, dem für seine Verbrechen der Galgen droht. Stanley macht Charlie Burns ein Angebot: Sofern dieser seinen älteren Bruder Arthur tötet, der wegen zahlloser Gewaltverbrechen, die Mikeys und Charlies Vergehen weit in den Schatten stellen, gesucht wird, dürfen Mikey und Charlie mit Straffreiheit rechnen. Stanley verfolgt dabei zwei Ziele: Einerseits will er das von Anarchie geprägte Land "zivilisieren", dessen moralische Verdorbenheit von Myriaden von Fliegen symbolisiert wird, andererseits endlich den Mann, der die hochschwangere beste Freundin seiner Frau brutal ermordet hat, seiner als "gerecht" empfundenen Strafe zuführen. Damit gerät Stanley in ein ethisch-juristisches Dilemma, denn um seine Vorstellung von Zivilisation durchzusetzen, zu deren Grundlagen eine von der von ihm selbst repräsentierten Exekutive unabhängige Justiz gehört, sieht er sich trotz seines Amtes als Ordnungshüter zum Rechtsbruch gezwungen - wohl auch deshalb, weil die örtliche Justiz grob gegen das Neutralitätsgebot der eigenen Zunft verstößt. Außerdem bringt er mit seinem Angebot die zur Lynchjustiz neigenden Einwohner des kleinen Städtchens gegen sich auf, in dem er als Polizeichef dient. Es beginnt eine gnadenlose Jagd...
Begleitet wird dieses komplexe und außergewöhnliche Sujet von grandioser Bildgewalt, herrlichen Aufnahmen des australischen Hinterlandes, hervorragenden Darstellern wie Ray Winstone, Guy Pearce, John Hurt und Emily Watson sowie einem dezenten Soundtrack von Warren Ellis und Nick Cave, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist. Das erschütternde Schicksal der Aborigines wird dabei ebensowenig ausgespart wie die unsagbare Brutalität, mit der innerhalb dieses quasi rechtsfreien Raumes agiert wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2015
Wenn mich jemand fragen würde, was "Western" für mich bedeutet, dann würde ich ihm entweder "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "The Proposition" empfehlen. Obwohl sich beide Filme in ein paar Aspekten recht ähnlich sind, ist "The Proposition" mit seiner kompromisslosen Härte, seinem angenehmen Erzähltempo und der tiefgründigen Geschichte und allen darin handelnden Charakteren ungeschlagen.

Es geht um Menschen, die auf der verbitterten Suche nach Gerechtigkeit nichts weiteres als Schmerz finden und jeder sich klar werden muss, dass niemand auf diesem dunklen Pfad als Sieger hervorgehen wird.
Menschen, die sich lieben und doch abgrundtief hassen, die alle Gefahren gemeinsam beschreiten und doch vollkommen auf sich allein gestellt sind und jene, die sich in dieser kaputten Welt zurechtgefunden haben und doch ihren ganz eigenen Weg gehen.

Die Story die Drehbuchautor Nick Cave hier geschaffen hat ist nicht in ein typisches Western-Schema einzuordnen, da es weder Gute noch Böse in dieser Geschichte gibt. Cave erschafft Charaktere, die von starken Widersprüchen gekennzeichnet sind und so jeder böse, als auch gute Absichten verfolgt.

Die Visualisierung seitens John Hillcoat verdeutlicht genau die Attribute, die einer solchen Welt zugrunde liegen:
Dreckig, brutal und doch auf eine komische Art und Weise wunderschön.
Mit traditioneller Westernmusik vermittelt Cave, auch wenn dieser Film nicht der typische Western ist, dennoch ein gutes und altbekanntes Feeling für Genre-Fans und rundet damit diesen ohnehin schon sehr gelungenen Film wunderbar ab.

Fazit:
"The Proposition" ist ganz starkes Kino und geht von der ersten Minute an unter die Haut.
Hier nimmt man sicherlich kein Blatt vor dem Mund und der Film hätte auch ohne Weiteres eine FSK 18 bekommen können.
Das Tolle hierbei ist, dass sich Western-Fans endlich mal wieder auf einen originellen Streifen freuen können, der nicht auf das typische Gut-Böse-Schema zurückgreift, sondern die Welt so zeigt wie sie ist:
Kompromisslos, hart und unberechenbar.
Absolute Weltklasse was hier geschaffen wurde!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Australien um 1880: Charlie Burns (Guy Pearce) und sein Bruder Mike (Richard Wilson), ein weiterer Mann und zwei Huren stehen unter heftigem Beschuss. Aufgespürt wurden die Outlaws in ihrer abgelegenen Hütte von Captain Morris Stanley (Ray Winstone), dem neuen Polizei-Chef der Region. Der dritte Mann wird tödlich verwundet, die Brüder gefangen genommen. Doch sie waren nicht Stanleys wahres Ziel. Er will Arthur Burns, den älteren Bruder der beiden, Anführer einer Bande von mörderischen Halsabschneidern die seit langem die Gegend unsicher macht, sich sogar mit Aborigines verbündet hat. Captain Stanley macht Charlie ein Angebot. Er bietet ihm Straffreiheit für sich und den noch minderjährigen Mike wenn er im Gegenzug Arthur findet und tötet. Charlie geht darauf ein und begibt sich auf eine Odyssee durch das Outback. Hier trifft er auf den alten Kopfgeldjäger Jellon Lamb (John Hurt), der ebenfalls auf der Suche nach Arthur ist. Gemeinsame Sache machen sie nicht, Charlie zieht allein weiter. Bald darauf wird er von einer umherziehenden Gruppe Aborigines angegriffen, schwer verletzt und in der Wüste zurückgelassen. Jetzt ist es Arthur (Danny Huston), der ihn findet. Während dessen bekommt Captain Stanley mächtig Druck von Eden Fletcher (David Wenham), der sich von seinem obersten Polizisten hintergangen fühlt und die Burns-Brüder am liebsten gleich tot gesehen hätte. Auch Stanleys Frau Martha (Emily Watson) ist wenig begeistert von der Vorgehensweise ihres Mannes, war doch ihre beste Freundin eines der Opfer der Burns-Bande. Unter der brütenden Sonne Australiens erhitzen sich zusehends die Gemüter, bis sich die Ereignisse einer Kettenreaktion gleich in Blut, Gewalt und Tod entladen.

Keine Vergebung

Da haben sich drei gesucht und gefunden. THE PROPOSITION (2005) stellt die erste Zusammenarbeit von Regisseur John Hillcoat, Drehbuch-Autor und Soundtrack-Komponist Nick Cave, sowie Ausnahme-Schauspieler Guy Pearce dar, ein Trio welches in der Folge mit (als der nach diesem Film nächste logische Schritt) der Cormac-McCarthy-Verfilmung THE ROAD (2009) und LAWLESS (2012) noch zwei weitere sehenswerte Filme ablieferte und womöglich auch in Zukunft mit interessanten Stoffen zu locken weiß. Man muss allerdings auch ehrlicher Weise sagen, das jenes Erstlingswerk bis heute der beste der drei Filme ist. Der Gang nach Hollywood bedeutet für die meisten Filmemacher Kompromisse zu machen, was in aller Regel zu Lasten der Originalität/Qualität des fertigen Filmes geht. So auch da geschehen.

THE PROPOSITION ist ein allerdings noch gänzlich unabhängig entstandenes Werk und das ist in nahezu jeder Szene spürbar. Zu unwägbar ist die Stimmung, zu aufgeladen der Glutofen Australien, zu erbarmungslos die gesamte Erzählweise der Moritat, die im Ton nicht von ungefähr an die düsteren Balladen des Musikers Nick Cave erinnert, der scheinbar im Filmgeschäft eine neue Heimat gefunden hat. Beginnend mit einer Reminiszenz an die Eröffnungszene von Sam Peckinpah's meisterhaftem PAT GARRETT AND BILLY THE KID (1973), wirft uns John Hillcoat direkt in seine blutige Geschichte um Schuld und Erlösung, stellt uns seine zwei Hauptfiguren Charlie Burns und Morris Stanley vor, deren Weg in den Abgrund wir folgen werden. Wie in vielen Filmen mit zwei Protagonisten auf gegnerischen Seiten, bilden auch diese zwei Figuren Charaktere, die sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden und unter anderen Umständen vielleicht sogar Freunde sein könnten. Beiden wohnt eine ähnliche Vorstellung von Moral und Ethik inne, nur die Herkunft und der Werdegang entschieden die Lebensausrichtung, die dafür verantwortlich ist, das sie nicht anders können, das sie zu dem bestimmt sind was sie tun. Für beide eine ausweglose Situation, der sie nicht entfliehen können. Sie scheinen auch die beiden einzigen Figuren die sich ihrer selbst und damit einhergehend dem was sie tun jederzeit bewusst sind.

Guy Pearce (MEMENTO, Christopher Nolan 2000) beweißt dabei einmal mehr sein Klasse, die man vor allem in seinen australischen Filme immer wieder sieht, während er in Hollywood nur einer von vielen bleibt. Ray Winstone knüpft an seine starke Leistung von 2000 in SEXY BEAST (Jonathan Glazer) an, die ihm den verdienten Durchbruch bescherte. Highlight des Filmes sind jedoch die Auftritte von John Hurt, in einer kleinen aber feinen Nebenrolle der bizarren Art und von Danny Huston, Sohn des legendären John Huston, als allgegenwärtiger Arthur Burns, einer Bestie von Mensch, vor dem man schon Angst hat bevor man ihn das erste Mal sieht, nach ungefähr der Hälfte des Filmes. Mit dieser Rolle katapultierte er sich endgültig in die erste Liga von Kino-Bösewichten, die er anschließend in Hollywood immer wieder portraitierte. In weiteren Nebenrollen sind unter anderem David Wenham (DER HERR DER RINGE: DIE ZWEI TÜRME, Peter Jackson 2002) und Emily Watson (BREAKING THE WAVES, Lars von Trier 1996) zu sehen.

Wichtig zu erwähnen sind außerdem die eindrucksvollen Bilder von Benoît Delhomme, der hier eine seiner stärksten Arbeiten hinter der Kamera abliefert. Regisseur Hillcoat vermeidet es in die üblichen Klischee-Fallen zu tappen, arbeitet mit harten Schnitten, Auslassungen und heftigen Gewalt-Einschüben der verstörenden Art, die dem Film eine Nachhaltigkeit geben die lange wirkt. Wer also einen Aussie-Western klassischer Machart a'la QUIGLEY DOWN UNDER (Simon Wincer 1990) mit Tom Selleck erwartet, wird möglicherweise sehr enttäuscht.

Fazit: Großartige Outback-Western-Ballade, düster, blutig und herzzerreißend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2012
Rezensionen schreiben ist normal nicht mein Fall, aber um die einigen schlechten Bewertungen auszugleichen ist es bei diesem Film einfach mal nötig.
Der Film ist einfach gut, und eben nicht nur wegen der Lanschaftsbilder. Es ist endlich mal ein Western, der keinen Platz lässt für schwarz-weiß-denken und somit keine einfache Identifikation des Zuschauers mit der guten Seite zulässt. Er zeigt eine schmutzige Zeit mit schmutzigen, brutalen Charakteren auf beiden Seiten.
absolut empfehlenswert.
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33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2007
Dieser Film zeigt definitiv, wie stilvoll und tiefgründig man bewegte Bilder und Musik kombinieren kann. Er wirft ein Licht auf die Besiedlung Australiens, das leider zu gerne ausgeblendet wird, ohne dabei jedoch zu einseitig zu betrachten. Entsprechend kann ein solcher Film nicht ohne Gewalt auskommen, es wäre schlichtweg eine unrealistische Darstellung. Trotz allem wird diese Brutalität kombiniert mit einer unglaublich einfühlsamen Poesie und der Schönheit der australischen Landschaft, dazu ein packend athmosphärischer Soundtrack. Es hat viel zu lange bis zum Erscheinen in Deutschland gedauert und eigentlich sollte man The Proposition wohl auch im Kino sehen, aber trotzdem schön, dass es endlich so weit ist.

Also: Absolut empfehlenswert an alle, die auf Anspruch setzen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Januar 2015
Dieser Film zeigt tolle Aufnahmen vom Outback, die Kamera hat mir sehr gut gefallen. Sie zeigt aber nicht nur eine grandiose Landschaft sondern auch sehr viel Dreck und Fliegen, die um die Köpfe der Schauspieler schwirren. Weiter ist die Geschichte sehr gewalttätig und brutal. Das zeigt die Kamera so ungeschönt wie möglich. Dabei erscheint mir die FSK 16 Empfehlung nicht ganz passend.

Da Nick Cave der ursprünglich nur für die Filmmusik vorgesehen war auch das Drehbuch schrieb, erwartet den Zuschauer eine sehr düstere Geschichte. Dabei erzählt The Proposition auch von Kolonialisierung, Klassengesellschaft und Rassendiskriminierung. Die Darstellung der Kolonialgesellschaft gerät dank Emily Watson sehr grotesk. Auch Guy Pearce, Ray Winstone, David Wenham und John Hurt liefern ein exzellentes Schauspiel.

Hillcoat und Cave ist das Kunststück gelungen, den Zuschauer auf der Suche nach Helden oder Sympathieträgern, in tiefe Verwirrung zu stürzen. Dabei erscheint The Proposition sehr viel realer als so mancher Edel-Western. Was Spannung und Härte betrifft fand ich den Film sehr beeindruckend. Der ein oder andere Zuschauer wird vielleicht etwas überfordert sein, weil Gut und Böse, wie im richtigen Leben, nicht klar zu trennen sind.

Was Schauspiel, Atmosphäre, Kamera, Drehbuch, Bild und nicht zuletzt den Soundtrack betrifft, gehört dieser Film, für meinen Geschmack, ganz klar zu den richtig Guten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2013
Schon "Ghosts of the civil dead" war für mich ein Meilenstein.
Ist wie immer nix für schwache Gemüter, aber der Reiz liegt eindeutig woanders.
Da ist z.B. die Szene, in der der schwarze Hausdiener zum Feierabend das Haus verlässt und am Gartentor seine Schuhe auszieht, um in der Wüste zu verschwinden. Der Hammer!
Auch die Auflösung des Ganzen...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. März 2008
Okay-geographisch gesehen ist es für uns Deutsche ja eher der Osten.
Aber das staubige Outback steht jeder Western-Szenerie der letzten Jahre in nichts nach.
Die authentisch geschaffene Atmosphäre durch heruntergekommene Häuser, fettige Frisuren, dreckige Kleidung, und jeder Menge anderer Staub & Schmutz bringen dem Zuschauer das wahre Leben im "Wilden Westen" nah, wie es selten zuvor ein Genre-Film vermochte.
Der Film beginnt mit einer Action-Szene, die so rasant und bleihaltig ist, dass man als Betrachter leicht die Orientierung verliert.
Ist das erstmal überstanden beginnt die eigentliche Stärke von "The Proposition":Nämlich ein perfekte Mischung aus Ruhe & Brutalität, die einen komplett in den Bann zieht.

Zur Story:Die Brüder Charlie und Mike werden nach einer Schiesserei festgenommen.Charlie bekommt das Angebot Mike zu retten, indem er mithilft, den dritten Bruder-Arthur-eine Falle zu stellen.
Er macht sich auf den Weg und der innere Konflikt ist vorprogrammiert...

Ausgezeichnet dargestellt wird Charlie von Guy Pearce, der es (wie schon in Memento) schafft, seine Rolle absolut glaubwürdig zu verkörpern.
Aber auch zahlreiche andere Darsteller (z.B. Emily Watson als Frau des Captains) überzeugen.

Zur Filmmusik muss man nicht viel sagen: Stimmungsvoll beschreibt es am Besten.

Mein persönliches Highlight war das Aufeinandertreffen von Charlie und dem Kopfgeldjäger.Geniale Dialoge, die gekonnt die Spannung zum Siedepunkt bringen.

Mein Fazit:Der beste Western seit "Erbarmungslos" ist ein dramaturgisches Fest für jeden Fan des Genres.

Bonusmaterial:
Trailer
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2009
Mit einer im wörtlichen Sinne atemberaubenden Symbiose von Bildern, Musik und Sprache erzählt dieser Film eine stark an J.Conrads "Das Herz der Finsternis" angelehnte Geschichte von Grenzbereichen der Zivilisation, vom archaisch wilden unter der bröckeligen Kruste des mühsam gezähmten Kulturmenschen. Wie auch die Filmusik stammt die Story aus der Feder von keinem geringeren als Nick Cave. Für mich DIE Filmentdeckung der letzten Jahre. Mit großartigen Schauspielern, z.B. John Hurt als belesenem Kopfgeldjäger - unbedingt mit Originalton anschauen!
Fazit: die poetischste Gangsterballade seit Sam Peckinpahs "Pat Garret & Billy the Kid" - ein Fest für Cineasten!
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Sergeant Stanley will im Australien des 19.Jahrhunderts die Burns Bande dingfest machen. Er schnappt sich den kleinen Mickey und Charly, zwei Brüder der Bande. Aber sein Hauptaugenmerk gilt Arthur, der nicht zu fassen ist. Um ihn zu erwischen, schlägt Stanley Charly vor, er soll seinen eigenen Bruder zur Strecke bringen, um Mickeys Leben zu retten. Charly geht auf den Vorschlag ein und sucht seinen Bruder. Als er zu dessen Bande stößt weiß er nicht, wie er seinen Auftrag zu Ende bringen soll. Währenddessen wird Sergeant Stanley das Zepter aus der Hand genommmen und Mickey wird fast zu Tode gepeitscht. Stanley versucht, das Schlimmste zu verhindern, weiß aber, das die Bewohner des kleinen australischen Ortes mit Mickeys Auspeitschung ihr Todesurteil unterschrieben haben.
John Hillcoat hat mit The Proposition ein Genre wieder auferstehen lassen. Der knallharte, eng durchstrukturierte Western in Reinform. Dabei erzählt er uns zusätzlich eine Geschichte von Moral, Hass, Rache und Gerechtigkeit. Am Ende der Story gibt es keine Gewinner. Dabei sind die Aufnahmen des Films so glasklar und bestechend, wie in Stein gemeißelt. Untermalt von einem Nick-Cave-Soundtrack, der passender, prickelnder und ästhetischer nicht sein könnte. Guy Pearce lebt uns den Charly Burns als einen zerrissenen Charakter zwischen Liebe zu seinem kleinen Bruder und dem Hass auf den Staat und seinen eigenen, älteren Bruder in einzigartiger Manier vor. In einer Gastrolle gibt John Hurt ein überzeugendes Debut als Kopfgeldjäger. Und wie Major Stanley versucht, über das Unverständnis seiner Leute und seiner Ehefrau hinweg, das Beste aus der Situation zu machen, das ist ganz großes Erzählkino. The Proposition ist für mich die Überraschung der letzten Monate. Ein Film, den sicher nicht jeder lieben wird, dessen Aussagekraft und Stärke jedoche viele Zuschauer in den Bann ziehen wird.
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