158 von 164 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wo der Mensch noch seinen Beitrag leistet, 26. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Unser Brot natürlich handgeknetet, unsere Milch handgemolken, frisch von der Weide aus artgerechter Tierhaltung und den Joghurt handgerührt mit soeben gepflückten Erdbeeren...
Ein erfreuliches Bild, welches uns die Werbung täglich zig Male zu vermitteln versucht.
Der Mensch integriert in einen Kreislauf, an dem jeder von uns in irgendeiner Weise Teil hat (/haben muss).
Was wirklich dahinter steckt, versucht dieser Film aufzudecken. Nicht, indem er anklagt, den Zuschauer mit Zahlen und Fakten bombardiert, sondern allein die Bilder für sich sprechen lässt.
Kommentarlos werden entfremdende, bizarre Bilder von Maschinen und Fließbändern aneinander gereiht, irgendwo dazwischen Tiere, Pflanzen und der Mensch. Letzteres wirkt völlig deplaziert in der automatisierten Nahrungsmittelproduktion.
Für den Ton sorgen die Maschinengeräusche, monoton und ohrenbetäubend, wenige Minuten später das noch lautere Schweinegequieke und Hühnergeschrei. Allerdings wirken diese in der industriellen Welt noch individuell und lebendig, bis auch hier ein geschlachtetes Tier dem anderen gleicht.
Schnell, sauber und vor allem ertragreich.
Vom Salat über Eier bis zum tiefgefrorenem Huhn, vom Keimling, bis zum rot-glänzenden Apfel, vom soeben geschlüpften Küken zum Chicken-Nugget - welchen Weg unsere Nahrung zum verzehrfertigen Produkt bereits hinter sich hat, und welche Rolle der Mensch dabei überhaupt noch spielt, wird in fast schon ästhetisch anmutenden Bildern verdeutlicht.
Bilder, die nicht denen der Werbung entsprechen, sondern kühl, steril und vielleicht ein Denkanstoß.
Viele Fragen bleiben für den Konsumenten unbeantwortet. War das nun Wasser? Dünger? Oder vielleicht sogar ein Pestizid?
Wie halten die Mitarbeiter tagtäglich die "Fließbandarbeit" in Schlachthöfen aus und was geht ihnen während der gefilmten Mittagspause durch den Kopf?
Darüber verrät der Film nichts. Der eine oder andere Zuschauer wird sich anschließend vielleicht häufiger Gedanken darüber machen, seinen Stand in unserer Welt überdenken, denn anstatt entsetzten und Diskussionsbedarf beschleicht einem nach dem Abspann eher bedrückende und sprachlose Traurigkeit.
5 Sterne!
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100 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vegetarier in 92 Minuten, 31. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Gestern bin ich zufällig beim trägen Herumzappen auf der Couch über
(und in) diesen Film gestolpert. Eine sehr heftige Erfahrung die ich -
als jemand, der bis vor kurzem noch meinte in Sachen "Filmkunst" schon
alles gesehen zu haben - in dieser entwaffnenden Eindringlichkeit hier
machte.
Den kommentar- und interviewlosen Reihungen von O-Ton-Szenen einer
grotesken und hinsichtlich maximaler Effizienz bis ins kleinste Detail
ausgeklügelten Industrielandschaft kann sich wohl kein Mensch
entziehen, der nicht vollkommen abgestumpft ist und noch einen Funken
Skepsis unserem modernen Lebenswandel gegenüber im Leib hat.
Es sind die Konfrontationen, die diesen Film weitab jeglicher
"political correctness" und ohne die Chance auf ein Happy-End so
besonders werden lassen. Als Zuschauer habe ich überdeutlich
realisiert, daß es tierischem Leben im Fleischbusiness nicht im
geringsten besser geht als den Pflanzen, die in einer entfremdeten
Umgebung der Massenverwertung zugeführt werden.
Eine mutige Entscheidung, diese Dokumentation nicht nur im Kino
sondern auch im oeffentlich-rechtlichen Fernsehen zu prominenter
Sendezeit (28.10.2007, ORF2, 23:00 und 4.11.2007, 3SAT, 21:15) und so
ungeschnitten einer breiten und womöglich unvorbereiteten Oeffentlichkeit
zugänglich zu machen. Nicht wenige Menschen werden hier binnen 92 Minuten
ihre Position am Ende der Nahrungskette überdenken.
Ich müßte "Unser täglich Brot" an sich uneingeschränkt meinen
Bekannten, Arbeitskollegen und sogar Schülern im Unterricht
"Natur&Technik" empfehlen, befürchte aber vor allem bei letzteren
durchaus einige traumatische Erlebnisse, insbesondere angesichts einer
FSK-Empfehlung von 12 Jahren. Es handelt sich hier eben nicht um
pistolenknallende Actionhelden sondern die ungeschminkte Realität.
Die gebrachten Inhalte sind sehr starker Stoff. Höchste Zeit für
diese nachdenkenswerte Bereicherung der Fernsehlandschaft und allein
schon 10 Jahre GEZ wert. Meinen aufrichtigen Respekt!
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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Noname Kuh statt Kuh Elsa., 13. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Der Film beginnt in einem Schlachthof und endet dort. Eine vollautomatische Trommel wird zur Endstation der Rinder. In riesigen Fabriken bewegen endlose Laufbänder alle Arten von lebenden und toten Tieren. Selbst die hier arbeitenden Menschen wirken, gleich den Tieren, als dem maschinellen Rhythmus untergeordnete Wesen. Alles ist sauber und die Klingen sind rasiermesserscharf. Hier ist der Tod zur Industrie geworden. Geburt, Aufzucht und Transport folgen dem gleichen Gesetzen, viel Maschine, wenig Mensch und dem Tierprodukt, das was es unbedingt braucht.
Die Bilddokumentation kommt ohne gesprochenen Text aus. Der Kontext der Szenenabläufe spricht für sich. Unsere Nahrung wurde klammheimlich industrialisiert. Wir essen Fließbandeier, Retortenhähnchen, Melkmaschinenmilch, Reiseschweine und Kettensägenkühe. Nirgendwo klafft Werbung und Realität weiter auseinander als bei unseren Lebensmitteln. Warum?
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bilder sagen mehr als tausend Worte, 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Und zwar definieren die Bilder dieser Dokumentation schonungslos den Begriff "Konsum" nicht neu, aber augenöffnend.
Das Gleiche gilt für die "harmonische" Beziehung Mensch-Tier-Pflanze.
Tja, falls es beim Zuschauer noch irgendwelche Illusionen vom romantischen Bauerhof mit bedarfsgerechter Nutzung gab, wird nach "Unser täglich Brot" eines Besseren belehrt.Sicherlich gibt es diese Höfe, der Hauptteil der Lebensmittelproduktion läuft aber, wie hier aufgezeigt, ab.
Der Mensch ist was er ist:Das Raubtier an der Spitze der Nahrungskette.
Wie das dargestellt ist schon erschreckend und brutal.
Schwache Nerven oder ein nervöser Magen sind hier fehl am Platz.
Jegliche Musik, Kommentare oder Interviews sucht man vergebens, und so rutscht man unweigerlich in die Rolle des mitschuldigen Voyeurs.
Die Monotonie, mit der viele Arbeiten verrichtet werden, hinterlässt zusätzlich ein Grauen, das sich für sehr lange Zeit in das Gedächtnis des Betrachters brennt.
Was für Schlüsse man nach dem Abspann zieht, beleibt jedem selbst überlassen.Ich werde in Zukunft sicherlich nicht mehr gedankenlos im Supermarkt schlendern.
Mein Fazit:Diese Dokumentation ist ein Pflichtkauf.
Bonusmaterial:
Trailer
Teaser
Booklet mit Hintergrundinformationen
Interviews mit Regisseur und Cutter
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sollte jeder sehen der isst, trinkt, denkt und fühlt, 23. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Der Film wirkte auf mich faszinierend und abstoßend zugleich.
Faszinierend ist der kommentarlose und damit nahezu wertfreie Gleichmut, mit dem die Bilder gezeigt werden. Es ist wie ich finde Gleichmut und keine Gleichgültigkeit, denn wem das Thema gleichgültig ist, der zeigt solche Bilder nicht oder sieht sie nicht an. Und es gehört Mut dazu, in unserer derzeitigen Gesellschaft einen solchen Film zu drehen. Diese Bilder kommentarlos stehen zu lassen fällt bestimmt auch nicht jedem leicht.
Abstoßend im Film ist die automatisierte Lieblosigkeit, die Unaufmerksamkeit und das teilweise fehlende Mitgefühl, welche den lebenden Nahrungsmitteln, ob Pflanzen oder Tiere, zuteil wird.
Das ist aber keine Abwertung der Menschen, die in diesem Industriezweig arbeiten, denn auch ich bin als Konsument nicht frei von Sünde. Im Gegenteil.
Der Film macht jedenfalls deutlich, wie der Mensch in einer Big Brother-&-Geiz ist geil-Gesellschaft selbst zur Maschine mutiert. Und doch ist da ein Funke Hoffnung...im Film...im Zuschauer...
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
10000 Gründe um Vegetarier zu werden., 2. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Ahnungslos habe ich mir diesen Film ausgeliehen und als nach 10 Minuten des Films immer noch nicht gesprochen wurde, kam die typische Reaktion....nervös drückte ich auf den Tasten der Fernbedienung herum, bis mir klar wurde, dass der Film ohne Kommentare gezeigt wird und nur durch seine Bilder sprechen möchte. Bilder, die betroffen machen... Tiere die behandelt bzw. mißhandelt werden wie Gegenstände, um den Menschen als Nahrung zu dienen. Schrecklich... wo bleibt da der Tierschutz? Gilt dieser nur für Schmusekatzen und Schosshunde? Dieser Film müsste zum Lehrfilm werden, um so den Konsum, vor allem von Fleisch, der Menschen zu verändern. Viele Probleme könnten damit gelöst werden. Wenn ich nicht schon Vegetarier wäre, dann wäre jetzt der Zeitpunkt. Dennoch nur 4 Sterne, da Zweifel bestehen, dass man durch diese Art von "Schock-Film" Kritiker bzw. Ahnungslose überzeugen kann etwas in ihrem eigenen Konsum zu verändern, denn meine Befürchtung besteht darin, dass sie den Film vorher abschalten, weil sie wieder einmal nur wegschauen möchten.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brave new world, 7. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Was an diesem Film so entsetzlich ist, sind nicht nur die Vorgänge, welche gezeigt werden, sondern vor allem die dahinterstehende Geisteshaltung: auf äußerste Effizienz ausgerichtete Rationalität ohne jegliche Moral, völlige Empathielosigkeit, Gleichgültigkeit, nicht vorhandener Respekt vor dem Leben und eine Ästhetisierung des Todes. Eine Gesellschaft, deren Wohlstand sich auf solch ein Fundament bzw. solch eine Geisteshaltung gründet, welche sich auch in anderen Bereichen bemerkbar macht, steht mit einem Fuß über dem Abgrund und ist im Grunde nicht mehr zu retten. Die Schraube des globalisierten Kapitalismus wird sich so lange mit äußerster Geschwindigkeit weiterdrehen, bis der Planet völlig ausgeplündert worden und dem Menschen auch der letzte Rest von Humanität im Sinne der Profitmaximierung bzw. dem Traum von der völligen Unterwerfung der Natur ausgetrieben worden ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Realität ins Auge sehen!, 6. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Unser täglich Brot ist ein Film, der einen Teil des Produktionsweges unseres Essens darstellt und das ohne Kommentar. Die Bilder sprechen für sich. Er regt zum Nachdenken an und für mich auch zum Umdenken. Besonders die Szenen, die sich mit dem Thema Fleisch beschäftigen mögen für viele erschreckend sein, erschreckend sollten wir aber vor allem finden, dass wir eine solche Haltung, eine solche Produktion und eine solche Verwertung durch unser Kaufverhalten selbst provozieren und zu verantworten haben. Jeder, dem seine Gesundheit und die anderer Lebewesen am Herzen liegt sollte diesen Film gesehen haben. Denn Gesundheit fängt bei der Ernährung an. Und wenn man sieht, mit welcher Art von Schutzanzug die Menschen die Früchte ernten, dann kann man sich vorstellen wie giftig die Dinge sind, die auf sie gespritzt wurden. Und am Ende nehmen wir sie dann zu uns.
Ein bewegender Film.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
BITTE AUCH UNBEDINGT DEN HIER ANSCHAUEN!!!, 9. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
Länge:: 9:51 Minuten
Wer den Film gesehen hat, oder immer noch Zweifel hat sollte sich unbedingt den Film "EARTHLINGS" anschauen. Einfach mal bei Google eingeben... ACHTUNG! Der Film könnte einen emotionalen Ausbruch zur Folge haben.
Sprecher des Films ist der Oscar-nominierte Joaquin Phoenix ("Gladiator"), die Filmmusik schrieb der mit Platin ausgezeichnete Künstler Moby. Der Film bietet detaillierte Einblicke in Tierhandlungen, Welpen-Fabriken und Tierheime sowie Massentierhaltungen, den Leder- und Pelzhandel, die Sport- und Unterhaltungsindustrie und schließlich den medizinischen und wissenschaftlichen Beruf. "Earthlings" verwendet versteckte Kameras und vorher nicht gezeigtes Filmmaterial, um die täglichen Praktiken einiger der größten Industrien der Welt aufzuzeichnen, deren aller Profit vollständig auf Tieren beruht. Kraftvoll, informativ und zum Nachdenken anregend, ist "Earthlings" mit Abstand die umfassendste jemals produzierte Dokumentation zum Verhältnis zwischen Natur, Tieren und menschlichen Wirtschaftsinteressen. Es existieren viele würdige Tierrechtsfilme, aber dieser Film geht über das Bisherige hinaus. "Earthlings" schreit danach, gesehen zu werden. Höchst empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
knallharte fakten - sinnvoller appell, 26. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Unser täglich Brot (DVD)
um es einmal kurz und knapp zu machen:
Der Film zeigt halt die nakte Wahrheit über unser "Industriefutter"
Ich würde jedoch sagen, dass der Film schon stellenweise sehr heftige Bilder zeigt und man diesen Film nicht "mal ebnd so nebenher anschauen sollte". Ich fand den Film schokierend (keineswegs negativ gemeint), zeitgleich jedoch auch sehr gut ... Die Bilder sprechen für sich selbst und auch die Geräusche durch die Maschinen und die Schreie der Tiere (FURCHTBAR!) reichen aus um die Botschaft an den Zuschauer zu überbringen. Der Film kommt vollkommen ohne Kommentare aus!
Und zu der Frage was die Menschen aus dem Schlachthof wohl in der Mittagspause fühlen:
Ich denke Menschen, die dort arbeiten nehmen keinerlei Bezug zu den Tieren, sind abgestumpft oder es ist ihnen schlichtweg egal!
ich finde es ist grausam wie es zugeht und es funktioniert auch eine Lebensweise ohne Leid von Tieren. ich selbst konnte sie mir auch erst nicht vorstellen und seid mehr als einem halben Jahr funktioniert es nun super !
schade dass viele Menschen noch immer die Augen verschließen und sie leider auch weiter verschlossen halten wollen !
--> Schließlich kann man immer eines besseren belehrt werden !!!
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