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209 Rezensionen
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100 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ganz großes Kino im besten Sinn,
Von
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai (2 DVDs) (DVD)
„Last Samurai“ war eines der großen Kinoereignisse des Jahres 2004. Für mich ist es einer der eindruckvollsten Filme der letzten Jahre. All jene, denen es nur darum geht, im Kino eine Orgie von Blut und Gewalt audio-visuell verabreicht zu bekommen mögen andere Filme mehr geben, auch wenn „Last Samurai“ nicht mit Schlachtengetümmel geizt. Ähnlich wie im beeindruckenden „Braveheart“ muss der Betrachter die dargestellte Gewalt nicht als verherrlichte rohe Gewalt missverstehen sondern als das, was sie eigentlich wirklich ist : ein Merkmal ihrer Epoche. Wir dürfen aus unserer heutigen Sicht, die ja nach zwei Weltkriegen und jahrzehntelanger Atomkriegsangst einen völlig veränderten ethisch-moralischen Blickwinkel hervorgebracht hat nicht die damaligen Zeiten als grausam abtun. Die in diesen Zeiten lebenden Menschen empfanden die Zustände zwar sicher als hart aber eben nicht als besonders grausam.Dieser Gegensatz wird in „Last Samurai“ aufgegriffen und meisterhaft dargestellt. Es ist der Gegensatz zwischen der alten und der neuen Welt. Auf der einen Seite stehen die modernen, aufstrebenden USA, in denen der Zeitgeist keinen Platz mehr lässt für das ursprüngliche, naturverbundene, anderen Idealen anhängende Leben, wie es z.B. von den Indianer verkörpert wurde. Und so fegt das Neue das Alte einfach beiseite, nutzt die Überlegenheit neuer Technologien rücksichtslos aus, um unangefochten herrschen zu können. Die Menschen dieses Neuen Weges gehen dabei über Leichen. Im fernen Japan auf der anderen Seite der Erdkugel könnte dieser Gegensatz nicht größer sein. Tradition hat jahrhundertelange Herrschaftsstrukturen entstehen lassen die nun nicht mehr zeitgemäß sind. Aber anders als in den USA, die ja keine gewachsene eigene Geschichte haben sondern ein Schmelztiegel sind von Menschen unterschiedlichster Herkunft lebten in Japan die Menschen über Jahrhunderte in ihren Traditionen, die Ihnen Ordnung, Sicherheit und Halt in ihrem Leben gaben. Der Feudalismus wurde nicht als Feind betrachtet sondern als Bestandteil des Lebens. Die japanische Mentalität, die Religion und das Wertesystem galten als die notwendigen festen Strukturen, die ein Leben im Einklang mit der Natur, den Familien, den Herrschenden erst möglich machten. In diese festen Strukturen bricht nun das aufkommende Industriezeitalter mit Macht und westlich geprägtem Fortschrittsglauben ein. Plötzlich sind die alten Werte nicht nur nicht mehr gefragt sondern sogar ein Feind des Fortschritts, den es zu beseitigen gilt. Wer besser als die Samurai könnte stellvertretend für dieses überkommene Wertesystem stehen. Der Film lässt uns durch die Augen eines Amerikaners den ungleichen, aussichtslosen Kampf des Alten gegen das Neue betrachten. Und weil uns die traditionelle Welt des alten Japan noch fremdartiger erscheint als z.B. die Welt der Indianer in den USA kommt uns auch der Gegensatz noch krasser vor. Die Samurai erscheinen uns ungleich härter, grausamer, brutaler, wenn sie zum ersten Mal auf die schlecht ausgebildeten, mit Musketen bewaffneten ehemaligen Bauern treffen, die nun als Soldaten für den Kaiser und die Neue Zeit in den Kampf geschickt werden. Wir erkennen erst langsam ebenso wie Tom Cruise in seiner bis dahin wohl besten Rolle, wer wirklich grausam ist. Und wie Tom Cruise wechseln auch wir im Verlauf des Films die Seiten, erfahren etwas über „Bushido“ und bekommen eine Ahnung davon, was es bedeutet. Wir beginnen unsere eigenen Wertvorstellungen in Frage zu stellen und – da wir im 21.Jahrhundert leben – wir bedauern die untergehenden Krieger und uns überkommt Traurigkeit, dass es nicht möglich war, durch gesellschaftliche Toleranz ein Nebeneinander des Alten und des Neuen zu ermöglichen. All dies entwickelt der Film anhand der persönlichen Geschichte eines alkoholkranken Offiziers der US-Army, der es nicht verkraften konnte, an einem Massaker an wehrlosen indianischen Frauen, Kindern und Greisen beteiligt gewesen zu sein. Ein einstmals unter ihm dienender Sergeant verschafft ihm einen Job als Ausbilder einer neu aufzustellenden japanischen Armee, die gegen Rebellen zum Einsatz kommen soll. Schon im ersten Scharmützel zwischen der schlecht ausgebildeten jungen Truppe und den Rebellen, bei denen es sich um einen Samuraifürsten nebst seinen Vasallen handelt, entgeht der Amerikaner nur knapp dem Tod, tötet jedoch selbst einen der Anführer der Samurai und gerät daraufhin in Gefangenschaft. In dieser lernt er nach und nach zu verstehen, was diese Menschen bewegt, wie sie leben und denken, welche Werte in ihrem Leben Bedeutung haben. Er erkennt die Sinnlosigkeit seines bisherigen Lebens findet Halt und Sinn in den für ihn neuen traditionellen Werten der Samurai und überwindet seinen Alkoholismus und sein Trauma. Am Ende siegt im Kampf zwar die neue Waffentechnik über den Mut und die Opferbereitschaft der Samurai, tatsächlich aber unterliegt der hohle Pathos des aufkommenden 20.Jahrhunderts der Tradition, die allein in der Lage zu sein scheint, der Seele Heimat zu geben (Tom Cruise) oder der neuen Zeit ein menschliches Antlitz zu verschaffen, so wie es der junge Kaiser am Ende geläutert versuchen wird. Seine Erkenntnis : Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, doch ihm blind zu folgen und alles Alte einfach fortzuwischen beraubt die Menschen der Wurzeln ihrer Identität. Und wer wollte bestreiten, dass der blinde Fortschrittsglaube den Menschen in den vergangenen 100 Jahren nicht auch erheblichen Schaden zugefügt hat. Eingebettet wird diese Geschichte in umwerfende Bilder von Landschaften und Kampfszenen, die aufgrund der Gegensätzlichkeit der unterschiedlichen Bewaffnung der Parteien zunächst skurril wirken. Tom Cruise und Ken Watanabe überzeugen in ihren Rollen als alkoholkranker Soldat bzw. Samurai bis zum Schluss. Für mich ist es von der ersten bis zur letzten Minute großes Kino im besten Sinne, ein ganz großartiger Film, der den geneigten, offenen Betrachter in seinen Bann zieht und auch nach seinem Ende lange Zeit nicht los lässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Klasse Film als Blu Ray Genial,
Von
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai [Blu-ray] (Blu-ray)
Klar es ist Tom Cruise, der Ultimative Schönling in seiner ewigen Heldenrolle, aber der Film paart genial ,Japanische Geschichte und Kultur mit dem Hauch Heldentumvon Tom Cruise und den Samurai. In Blu Ray erstrahlt der Film erst in seinem Richtigem Glanz, die wunderschönen Landschaftsaufnahmen und die Gruppenszenen sind einfach Athem beraubend. Über die Extras kann ich nicht viel sagen im Vergleich zur DVD, für mich geht es um den Hauptfilm und den Preis. Ich hatte die DVD vorher und der Umstieg hat sich sowas von gelohnt, Absolute Kaufempfehlung Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
72 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Was für ein Epos !!! Oscarreif !!!!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai (2 DVDs) (DVD)
Die Handlung wird bekannt sein: Captain Nathan Algren (Tom Cruise), ein im amerikanischen Bürgerkrieg aufgeriebener und desillusionierter Soldat, wird beauftragt, das japanische Heer in moderner Kampfkunst zu unterrichten. Denn für die Regierenden in der neuen Hauptstadt Tokio gilt es, die letzten aufständischen Samurai-Krieger der alten Herrschaft endgültig niederzuschlagen.Diese beschützten Jahrhunderte lang den japanischen Kaiser, doch nun sollen sie dem vermeintlichen Fortschritt weichen. Als Algren in Gefangenschaft gerät, lernt er die Traditionen der Samurai kennen und findet über den neuen Glauben zu sich selbst.Bei Regisseur Edward Zwick ist dieses Action-Epos in besten Händen.In monumentalen Bildern setzt er seine Darsteller bei ihren gewaltigen Schlachten und Schwertkämpfen in Szene und platziert sie vor einer prächtigen Landschaftskulisse. Getaucht in die prachtvollen Bilder von "Braveheart"-Kameramann John Toll, ist "Last Samurai" ein Film über eine spirituelle Wiedergeburt und das Ende einer Epoche.Dieses opulente und historische Abenteuer-Drama zieht tragische Parallelen zwischen dem historischen Horror der östlichen und westlichen Welt und erzählt dazu noch die überwältigende Geschichte einer emotionalen Seelenodyssee. Alles in allem kann man den Film nur empfehlen : Großartige Bilder, mitreißende Emotionen, furiose Action !!!! Und nicht zu vergessen dieser unglaubliche Soundtrack von Hans Zimmer !!! 5 Sterne !!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Hollywood-Blockbuster mit Samurai,
Von
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai (DVD)
Die Kritiker haben teilweise Recht, denn dieser Film wärmt Klischees auf, präsentiert die Dinge bisweilen Schwarz-weiß und ist hier und da etwas naiv und unglaubwürdig. Aber warum soll er das nicht dürfen? Das ist Kino. Last Samurai hat emotional ergreifende Momente, tolle Kulissen, ne im Grossen und Ganzen unterhaltsame Story, solide bis gute schauspielerische Leistungen und vermittelt darüber hinaus noch an die Kultur der Samurai angelehnte Werte über Tod, Ehre, Diszipiln, Kodex und Kampf. Ein weitgehend fiktives und vom Idealismus geleitetes Werk aus der Traumfabrik Hollywoods.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Wahrlich eine Premium-Edition, die ihren Namen verdient hat!,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai - Premium Collection [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit "Last Samurai" hat Edward Zwick ein vielschichtiges & tiefgründiges Historienepos geschaffen, welches sich vor allem durch seine traumhaften Bilder, Hans Zimmers starken Score & die perfekt choreografierten, auf SFX verzichtenden Action-Szenen auszeichnet. Zwar nimmt's der Film mit den historischen Fakten des öfteren nicht sonderlich genau, muss er aber auch nicht, da es sich hierbei ja um Unterhaltungskino & keine Dokumentation handelt.Wie alle Ausgaben der Blu-ray "Premium-Collection" von Warner wurde auch diese in ein sehr elegantes Mediabook verpackt. Das FSK-Logo & auch die Disc-Infos sind nur auf der durchsichtigen Schutzhülle aus Plastik aufgedruckt, welche ohne Problem abgenommen & von deren Verwendung dann zukünftig auch abgesehen werden kann (außer man befürchtet durch ein Weglassen/Wegwerfen derselbigen eine Verminderung des Sammlerwerts). Die edle Optik des Mediabooks wird durch das Fehlen der Hülle jedenfalls nicht gemindert (eher das Gegenteil ist der Fall)... Bild- und Ton-Qualität sind ausgezeichnet & Bonusmaterial ist en masse vorhanden: Audiokommentar von Zwick (ohne UT!), der US-Kinotrailer, ein Gespräch mit Zwick & Cruise ("Wie ein Epos Entsteht"), zusätzliche Szenen, das Original-Produktionstagebuch des Regisseurs, die Japan-Premiere, mehrere Kurzdokus & Featurettes ("Tom Cruise: Tagebuch eines Krieges", "Eine Welt im Wandel: Produktions-Design mit Lilly Kilvert", "Seide und Harnische: Kostüm-Design mit Ngila Dickson", "Die Grundausbildung der Kaiserlichen Arme", "Vom Soldaten zum Samurai: Die Waffen", "Bushido: Der Weg eines Kriegers") sowie ein liebevoll gestaltetes 38seitiges Booklet. Alle Extras (abgesehen vom Audiokommentar) sind mit optionalen UT abspielbar. Wie in anderen Verlautbarungen bereits zu lesen war, ist die Disc tatsächlich französisch bedruckt. Dies entspricht zwar sicher nicht dem Optimalfall & wirkt in Kombination mit einer Special Edition etwas ungeschickt, stört (mich zumindest) aber nicht weiter, da man die Silberscheibe ja eher selten vor sich zwecks Betrachtung liegen hat - im Regelfall befindet sich diese in der Verpackung oder im Player. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Wäre nicht das inkonsequente Ende des Films...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai (DVD)
..., "Last Samurai" hätte DANN ein Meisterwerk sein können. Denn außer den mit Melodramatik überfrachtetem Abschluss kann man Edward Zwick's Historien-Action-Drama nichts vorwerfen. Was das Besondere an diesem Film (mit Tom Cruise in der Hauptrolle) ist und warum das Filmende eine bessere Wertung als 4 Sterne nicht zulässt, wird in den nächsten Zeilen erklärt.Der durch Kriege im eigenen Land traumatisierte und alkoholabhängige Armee-Captain Nathan Algren schippert im Jahre 1876 in Richtung japanisches Kaiserreich, um das kaiserliche Militär im Kampf gegen die letzten echten Samurai zu unterstützen. Der zunehmende westliche Einfluss auf die eigene Kultur - welcher vom jungen und unerfahrenen Kaiser gebilligt wird - stößt auf wenig Gegenliebe seitens der traditionsbewussten Krieger, daher die Auflehnung gegen das Landesoberhaupt. Trotz Nathans Bedenken soll die nicht ausreichend vorbereitete Truppe schnellstens angreifen. Eine fatale Entscheidung: die völlig unterschätzten Samurais zerschlagen das Heer mühelos, während Algren in Gefangenschaft gerät. Zu seiner Überraschung wird er nicht als Gefangener entsprechend, sondern mit viel Respekt behandelt, wenn auch nicht ganz ohne anfängliches Misstrauen. Eine Flucht aus dem Bergdorf wäre angesichts des nahenden Wintereinbruchs nicht möglich, darum darf er sich auch frei bewegen. Während dieser Zeit lernt er die Menschen, ihre Kultur und ihren charismatischen Anführer Katsumoto kennen, und kommt zu der Feststellung, dass die Samurais und ihre Familien ein ehrenwertes Volk sind, das nur die Beibehaltung ihrer Bräuche und Wurzeln verfolgt. Für ihn steht im Nachhinein fest: Der Krieg, in den er mit hineingezogen wurde, ist nicht richtig. Und falls keine der beiden Parteien nachgibt, muss er sich entscheiden, für welche Seite er stehen wird... Zum Zeitpunkt seiner Kinopremiere wurde "Last Samurai" als Abklatsch von "Der mit dem Wolf tanzt" betitelt. Völlig zu unrecht, wie ich finde. Klar, einige Handlungszüge und -parallelen lassen sich nicht leugnen; des weiteren sind mir persönlich gar einige parallelen zum Film "Ein Mann, den sie Pferd nannten" aufgefallen. "Westliche Welt trifft auf eine fremde Kultur" - das ist so ziemlich das Grundschema des Films, und dies hat nicht erst "Der mit dem Wolf tanzt" erfunden. Aber es sind wirklich nur grobe Züge, weil "Last Samurai" in der Summe ein sehr eigenständiger Film ist. Allein schon wegen seines Haupthandlungsortes Japan und der traumhaft eingefangenen Landschaftsbilder (im übrigen wurde der Film nicht in Japan, sondern in Neuseeland gedreht !). Was Regisseur Zwick an Ausstattungsmaterial zusammenkratzt, ist beachtlich: Das Bergdorf wurde allein für den Film komplett aufgebaut und wirkt durchweg authentisch. Die Kostüme - bestehend aus Militäruniformen, asiatischen Kampfanzügen und anderen zeitgenössischen Kleidungsstilen - sind wahre Blickfänger. Und das Depot an Kriegswaffen, von Schusswaffen über Bögen bis zum Samurai-Schwert, kann sich ebenfalls sehen lassen. Vom historischen Kontext aus betrachtet passt alles wunderbar zusammen. Abgesehen von der optischen Opulenz lebt "Last Samurai" aber hauptsächlich von seinem Cast. Tom Cruise, oftmals nicht unrecht wegen beschränkter Schauspielmöglichkeiten kritisiert (was aber meist auf seine unglücklichen Rollenwahl zurückzuführen ist, siehe z.B. "Mission: Impossible 2"), zeigt hier neben seinem Arbeiten in "Magnolia" und "Collateral" die wohl beste Performance seiner Karriere. Sehr glaubwürdig spielt er den gebrochenen Mann hinter Nathan Algren, der sich in der ersten Szene als versoffene Gallionsfigur der Zessions- und Indianer-Kriege verdingt, um seine Alkoholsucht zu finanzieren (welche widerum seine quälenden Kriegs-Erinnungen nehmen soll), und im Lauf der Filmhandlung eine nachvollziehbare Wandlung durchmacht. Nicht unbedingt oscar-reif, aber dennoch lobenswert. Vielleicht liegt es auch an seinen Filmkollegen Ken Watanabe alias Katsumoto, der Cruise fast die Show stielt. Mit diesem Film ist Watanabe der Durchbruch in der westlichen Filmwelt erst richtig gelungen, und gleich bei seiner ersten großen Rolle kassiert er mal eben eine Oscar-Nominierung. Wer sein Spiel in "Last Samurai" gesehen hat, weiss auch warum. Sein Katsumoto ist der ruhige und moralische Gegenpol zum impulsiven, zwiegespaltenen Algren, und auch nur durch seine Figur kann Cruise' Charakterentwicklung erst so funktionieren, wie sie es am Ende auch tut. Eine historisch angehauchtes Epos kommt selbstverständlich nicht ohne entsprechende Musikunterstützung aus, und hier ist der deutsche Voll-Profi Hans Zimmer wieder die richtige Wahl für diesen Stoff. Eine geniale Mischung aus unverkennbaren Zimmer-Motiven und asiatischen Instrumental-Einsatz, die jede Szene perfekt untermalt. Besonders die finale Schlacht erzeugt tonal einen Mix aus packender Wucht, Gänsehaut-fördernde Dramatik und unendlicher Traurigkeit. Eine leise Kritik kann ich mir allerdings nicht verkneifen: Manchmal klingt seine Musik eine Spur ZU dominant oder zu heroisch. Etwas weniger aufdringlich hätte es mir dann doch gewünscht. Doch ansonsten ein wirklich überwältigender Genuß für die Ohren. Kommen wir zum letzten und bereits angedeuteten Punkt: Das Filmende. Bis zur Final-Schlacht "Japanisches Heer gegen Samurais" ist Zwick's Film voll auf historische Detailtreue, sehr glaubwürdige Charaktere und reichlich Emotionen getrimmt. Auch mit top-choreografierter Kampf-Action geizt sein "Last Samurai" nicht. Aber sowie der Aufprall der japanischen Soldaten mit Algren, Katsumoto und Co. einsetzt, beherrschen nur noch brachiale Action, ein hoher Body-Count und die unübersehbare Brutalität das Bild. Statt nun hier auf aufgesetzten Hollywood-Zuckerguss zu verzichten, darf Cruise' Charakter natürlich mit (halbwegs) heiler Haut davonkommen und dem jungen Kaiser eine Predigt über Moral und Ehre halten. Das Ganze raubt dem Film in den Schluss-Minuten ein wenig von der bis dahin stets fühlbaren Epik und hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. "Last Samurai" ist einer der besten Vertreter moderner Historien-Filme, welcher mit prunkvollen Bildern, tollen Darstellerleistungen und beeindruckenden Action-Szenen fesselt. Wer sich an das kritisch zu betrachtende Ende nicht stört, bekommt 2 1/2 Stunden gehobene US-Kinokost serviert, die keinen Moment der Langeweile zulassen. Den Ruf eines Film-Meisterwerks verfehlt dieser Film leider haarscharf durch Eigenverschulden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Perfektes Kino mit Grandiose Bilder & einen überragenden Tom Cruise!,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai [Blu-ray] (Blu-ray)
Last Samurai war eines der großen Kinoereignisse des Jahres 2004!Für mich ist es einer der eindrucksvollsten Filme der letzten Jahre. Die starken Charakteren in diesen Film, insbesondere der des Katsumoto, waren wunderbar. Ken Watanabe in der Rolle des Samurais war besonders gut gewählt und zählt zu meinen persönlichen Favoriten in diesem Film. Er spielt die Rolle des archaischen Samurais mit Charisma und Gefühl, wie es nur selten der Fall ist und ich mir keinen anderen in dieser Rolle vorstellen konnte. Da ich von den Samurai kaum historische Hintergründe kenne, vermag ich nicht, diese zu beurteilen, das will ich aber auch nicht. Der Film war brillant in Szene gesetzt. Ich war begeistert von den wundervollen Sets, der starken Geschichte, den grandiosen Kostümen und erstklassigen Schauspielern. So soll ein guter Film gemacht sein. Der Zuschauer soll sich hinsetzen und genießen, eintauchen in die Gefühle, die über die Leinwand flimmern. Ein Meisterstück des Filmhandwerks, bei dem alles passt: die Story, die Regie, die Schauspieler und auch die Musik, die die Szenen wunderbar untermalt und diesen Film mitträgt. Für mich zählt dieser Film zu den absoluten TOP-Favoriten, die ich immer wieder gerne ansehe und ich mir mehr von solchen wünsche! Die Blu-ray bietet eine deutliche Verbesserung der Schärfe im Vergleich zur DVD, die gerade in Nahaufnahmen sehr deutlich auffällt, in denen selbst feine Details haarscharf dargestellt werden! Der Dolby Digital Plus 5.1 Ton kann vollsten auf Blu-ray überzeugen. Der Film bietet einen sehr weiträumigen Soundtrack mit hoher Dynamik, der in den entscheidenden Szenen richtig Druck macht & die räumliche Abmischung wird vor allem durch die Musik von Hans Zimmer bestimmt, die sehr prägnant aus allen Kanälen erklingt! Fazit: Sound und Bild der Blu-ray sind in tadelloser Qualität - Rundum ein absoluter Kauf tipp! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
48 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Große Gefühle, brilliant geschnitten,
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai (2 DVDs) (DVD)
Erst einmal muss gesagt werden, dass man mit "The Last Samurai" sehr gut unterhalten wird. Der Film hat kaum Längen oder unnötige Passagen die den "Spaß" verderben. Das Szenario, einer Kultur die durch den ständigen Wandel vergeht greift tief und spricht den Zuschauer auch persönlich an. Natürlich trieft dieses Werk von Edward Zwick geradezu von Pathos, doch ich finde dies hier nicht so übertrieben wie beispielsweise bei "Glory" (auch Zwick) oder modernen Kriegsfilmen à la "Black Hawk Down" oder "Wir waren Helden".Ich habe mich bereits in frühen Tagen mit der feudalen japanischen Kultur auseinander gesetzt und empfinde sie auch heute noch als äußerst beeindruckend. Ähnlich wie das im Film erwähnte Sparta dienen die Männer dieses Volkes dem Gedanken an Ehre, Stolz und Freiheit. In der heutigen kapitalistischen Gesellschaft geraten diese Ehrengebote in den Hintergrund. Das ist der Lauf der Dinge und es ist sinnlos das zu betrauern. Doch ein Portrait dieser Kultur ist durchaus angebracht, denn oft stößt man bei der breiten Masse auf Unverständniss, wenn sie erfahren, dass diese Männer lieber sterben als ihre Ideale zu verraten. Wie bei die Spartaner bei den Thermopylen sträubten sich die Samurai gegen die Unterdrückung. Diesem Kampf schließt sich ein brillianter Tom Cruise an, der eben aus einer modernen Gesellschaft kommt und durch das Trauma des Krieges aller Ideale beraubt ist. Das Geld treibt ihn nach Japan und dort findet er nichts außer eitle und korrumpierte Männer die die Vergangenheit ihres Landes verdrängen um sich völlig der Moderne anzupassen. Von ihnen wird dieser "Held der Indianerkriege" in den Kampf getrieben, mit nichts außer halb ausgebildeten Bauern. Natürlich wird diese zweifelhafte Streitmacht vollkommen aufgerieben und der General gerät in die Gefangenheit der altmodischen Samurai. Hier findet er langsam Frieden und seine Selbstachtung. Er findet seinen Platz und von nun an entsagt er dem System, das aus Soldaten Mörder und aus Geschäftsmännern korrumpierte Verräter macht. Edward Zwick ist bekannt für Pathos und mit "The Last Samurai" blieb er seinem Stil treu. Einige Einstellung könnten 1 zu 1 aus "Glory" sein, doch das stört kaum. Im Gegensatz zu seinem Bürgerkriegsepos hatte dieser Film allerdings härtere Konkurrenz und wird kaum einen der durchaus verdienten Oscars erhalten. Obwohl vorallem die Kameraführung und der Schnitt für die große Klasse des Regiesseurs sprechen. Auch Tom Cruise sehen wir hier vielleicht in seiner bisher stärksten Rolle, denn bisher habe ich den inneren Kampf eines Soldaten selten so brilliant gespielt gesehen wie hier. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Absolut genial!!!!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai (2 DVDs) (DVD)
Ich habe "Last Samurai" gerade im Kino gesehen, und ich war hin und weg! Bis dahin zählten Filme wie "Pearl Harbor" oder "The Green Mile" zu meinen Lieblingsfilmen. Doch "Last Samurai" stellt alle in den Schatten! Er ist einfach perfekt inszeniert und hat keine Mängel! Die Kriegsszenen wirken, als ob sie echt wären! Unbedingt anschauen!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Hochwertige Umsetzung auf Blu-Ray,
Von
Rezension bezieht sich auf: Last Samurai [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film ist wie immer Geschmacksache, gefällt jedoch Freunden von aktuellen Hollywood-Historienschinken (z.B. Gladiator) mit Garantie. Zur Blu-Ray (getestet in Full-HD) gibt es nur positives zu sagen: durchgängig hohe Schärfe, satte Farben und keinerlei Störungen durch Schmutz oder Kompression. Auch der Ton überzeugt. Definitiv eine jener Blu-Rays, deren Anschaffung lohnt.
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