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am 5. Dezember 2005
Zur Klarstellung und Beendigung der Diskussion unter den Rezensenten hier der Inhalt der Box - soweit heute bekannt, der VÖ Termin hat sich auf 03/2006 verschoben:

DVD 1: die ungekürzte Original s/w-Fassung des Films
-> Der Film hatte in Deutschland ursprünglich eine FSK 18 Freigabe. Man hat ihn für diese VÖ neu geprüft wobei er natürlich nach heutigem Stand auch eine Jugendfreigabe erhalten hat. Er ist also wirklich uncut.

DVD 2: die colorierte Fassung des Filmes
Auch diese ist uncut, erscheint erstmals in Deutschland auf DVD, gab's aber schon auf VHS. Diese wurde irgendwann mal erstellt um den Film einem aktuellen Publikum nahe zu bringen, das grundsätzlich keine s/w Filme schauen möchte. Ist absolut überflüssig, da der Original Film als s/w Film konzipiert und umgesetzt wurde, insofern nimmt die Colorierung dem Film seine Stimmung.

DVD 3: Bonusmaterial, Dokumentation(en) zum Film
-> enthält die Doku "Reflections of the living dead" in deutscher Erstveröffentlichung, sowie Interview(s), Trailer, Slideshow, Artwork & Poster.

Dies ist sicherlich die interessanteste (bzw. jetzt die einzige interessante) deutsche Veröffentlichung von NIGHT OF THE LIVING DEAD, keine Frage.

Zum Film selbst nur so viel: NIGHT ist der 1. Teil der DEAD Reihe von George A Romero. Er ist sicherlich einer der besten Zombie Filme wo gibt, einer der wenigen mit ner intelligenten Story. Anspielungen auf die gesellschaftlichen Themen seiner Zeit, Rassenkonflikt (der Held ist Afroamerikaner), Vietnamproblematik etc. Und dass das Museum of Modern Art ihn in seine Filmsammlung aufgenommen hat sagt ja auch einiges aus.

Die DEAD Reihe von George A Romero (ich nenne sie ja immer noch Trilogy of the Dead, auch wenn es mittlerweile mehr als 3 Filme sind):
1. Night of the Living Dead (dt. Die Nacht der lebenden Toten)
2. Dawn of the Dead (dt. Zombie / Zombies im Kaufhaus / Zombie 1)
3. Day of the Dead (dt. Zombie 2 - Das letzte Kapitel)
4. Land of the Dead (dt. Land of the Dead)
In nächster Zeit wird Romero einen fünften Film drehen, "Diary of the Dead" soll 2007 kommen.

Daneben gibt es unzählige insbesondere italienische Pseudo-Sequels und Plagiate zu DAWN, die Remakes von NIGHT (Regie: Tom Savini, der Effekte-Spezialist u. a. bei Romero, gelungener Film der aber der Story nichts neues abgewinnt) und DAWN (Regie: Zack Snyder, gelungene Neufassung, die einiges anders macht und so wie das Original Ende der '70er heute zeitgemässen Zombie Horror bietet) sowie den äusserst dubiosen DAY OF THE DEAD 2 CONTAGIUM. Demnächst (2007) soll es noch ein DAY Remake geben, an dem Romero genausowenig beteiligt sein wird wie bei DAWN.

Diese Filme haben (ausser dem NIGHT Remake) nix mit Romero zu tun. Von ihm selbst gibt es noch eine Roman-Fassung von DAWN (jedenfalls wird er auf dem Buch-Cover als Co-Autor neben Susanna Sparrow angegeben) und die Kurzgeschichtensammlung BOOK OF THE DEAD (die Romero's Trilogy of the Dead gewidmet ist, Herausgeber sind John Skipp & Craig Spector, es ist eine Sammlung von Stories bekannter meist amerikanischer Horror Autoren zur Zombie Thematik, gab es in deutsch mal bei Goldmann unter dem irreführenden Titel Das grosse Lesebuch des Horrors).
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am 15. Oktober 2004
Zunächst möchte ich mich für die vier Sterne "entschuldigen" - der Film hätte mit Sicherheit fünf verdient, jedoch ist es die Gestaltung der DVD, die das Gesamtprodukt herunterzieht.
Zunächst zum Film:
Als "alter Streifen" möchte man meinen, der Film könne einen sowieso nicht mehr schocken und lohne sich höchstens als Teil einer Sammlung. Doch weit gefehlt - "Nicht of the Living Dead" ist ein Film mit eingehender, nervenaufreibender Story, einer düsteren Atmosphäre und gut inszenierten Effekten, die ohne Schwarz-Weiss überhaupt nicht mehr möglich sind.
Die fesselnde Storyentwicklung, die sowohl schnell und präzise die Regeln der erschaffenen Welt aufstellt, als auch auf packende Weise das Ausmaß der Katastrophe dämmern lässt lässt den Zuschauer während des Films kaum los. So ist dann auch die Handlung selbst clever konstruiert, sodass der Zuschauer selbst zum Schluss noch überrascht wird. Der Schluss selbst ist genauso unerwartet wie eingehend - selbst der Nachspann ist noch schockierend in seiner Bildsprache.
Alles in allem ein Film, der in keiner Sammlung fehlen darf, aber trotzdem auch große Unterhaltung bietet.
Nun zur DVD:
Das Cover und die Box sind angemessen gestaltet, das Bild von Kyra Schon eindringlich und düster. Leider kann sich dieser Eindruck im DVD-Menü nicht halten: In grünen Lettern und einer Schrift, die von den Flinstones stammen könnte, prangt der Name des Film über den Auswahloptionen, die Synchronstimme von Barbra jammert unaufhörlich "Johnny, Johnny" im Hintergrund, und ein paar Bilder wie aus einem schlechten Gruselkabinett bilden den Hintergrund.
Die Bonusmaterialien sind dann zwar auf den ersten Blick üppig, aber kaum attraktiv aufgemacht. Statt Slideshows zum Weiterschalten ist das Bildmaterial bzw. Texte zum Film als Video auf der DVD, und nach etwa drei bis vier Sekunden kommt das nächste Bild / die nächste Seite Text. Dies stört sehr beim Betrachten / lesen, sodass man quasi ständig auf Pause und Spulen zurückgreifen muss.
Das Making Of ist dann, als einziges Video im Bonusmaterial, auch mau ausgefallen. Ein wenig wird über Romeros Bildsprache erzählt, dann ein paar Minuten darüber, wie der Film zum Comic gemacht wurde.
Lustig sind allerdings die Produktionsnotizen oder der Teil des Making Of, wo ein Werbespotgezeigt wird, der als "Night of the Living Deal" aufgemacht ist.
Alles in allem eine klare Kaufempfehlung - Aber am besten nur die Box betrachten, das Menü schnell wegklicken und den Film ansehen!
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am 2. August 2004
"Die Nacht der lebenden Toten" von George A. Romero ist der Klassiker unter den Horrorfilmen, der Meilenstein seines Genres. Oft wurde sein Prinzip kopiert, nie wirklich erreicht. Er ist der Auftakt einer Trilogie, die mit "Dawn of the Dead" und "Day of the Dead" komplettiert wird. In Schwarz-Weiß gelingt es diesem Film bei geringer Handlung, eine absolut unheimliche Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer nicht so schnell wieder loslässt. Der durch heutige Splatterorgien abgestumpfte Zuschauer wird fliegende Gedärme und abgetrennte Gliedmaßen vermissen. Jenem sei gesagt, dass ein Horrorfilm auch ohne übermäßige Mengen an Blut furchteinflößend sein kann (wie z.B. "Halloween" von 1978). Davon abgesehen war dieser Film für damalige Standards schon sehr gewaltig. Es ist schließlich nicht Romeros Schuld, dass heutige Teenager mehr nach Blut dürsten als die von ihm erschaffenen Zombies. Außerdem gelingt es dem Regisseur durch ein unvorhersehbares und schockierendes Ende, eine Gesellschaftskritik in den Film einzuflechten, die gerade in unserer Gegenwart an Aktualität schwer zu übertreffen ist.
Fazit: Mann kann eigentlich keine Vergleiche ziehen; man kann nicht sagen, dass dieser Film nicht so gut sei wie die aktuellen. George Romeros Klassiker ist und bleibt die Traummarke, an der heutige Produktionen sich in Sachen Qualität messen lassen müssen.
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am 7. Juli 2004
Ich möchte direkt vorweg nehmen das "Die Nacht der lebenden Toten" alle neueren Horrorklassiker (selbst "Halloween") extrem alt aussehen lässt. Ich war immer ein Fan der "Halloween"-Reihe, besonders vom ersten Teil und auch Freddy Krueger brachte mich schon des öfteren zum Schwitzen. Natürlich haben auch diese Filme ihren Reiz aber Romeros schaurig genialer Horror aus dem Jahr 1968, ist der wohl unheimlichste Film von allen. Das liegt nicht zuletzt an der ungewöhnlichen Kameraarbeit. Weitere wichtige Bestandteile sind die brillianten Darsteller (allen voran Duane Jones), die gruseligen Hintergrundtöne und natürlich der Umstand, das der Film in S/W gedreht wurde. Dazu die überzeugenden Laiendarsteller als Zombies, die sich unheimlich klapprig durch die Nacht bewegen und noch dazu (wirklich) beängstigend "realistisch" wirken.(wenn es Zombies gibt dann sehen die wohl so aus)

Am besten schaut man sich diesen Klassiker Nachts, aber nur zu Zweit an. Ich bin immer wieder aufs neue beeindruckt, wie der Grusel wirkt und selbst dann noch, wenn man den Film schon kennt. Ich sah ihn zum ersten Mal als Jugendlicher und bekam teilweise richtig Panik. Erstaunlich finde ich, das der Film ab 16 freigegeben wurde, da selbst diese übliche (so läuft er im TV), leicht gekürzte Fassung ziemlich unter die Haut geht. Auch wenn die Geschmäcker verschieden sind - "Scream" ist im direkten Vergleich zum einschlafen harmlos. Dort sind es die Splatterszenen die schocken wollen, doch bei "Night of the living dead" (OT) ist es die ganze Atmosphäre, die über die gesamte Filmlänge unangenehm berührt.

Definitiv ist dieses Werk verstörend und teilweise ziemlich eklig. Allerdings kritisiert Romero auch das, damals unangenehme Thema zwischen Schwarz und Weiß. Auch die Rolle der ballernden Bürgerwehr um den Sheriff, wird nicht beschönigt. Am sympathischsten von allen Darstellern wirkt der einzig Farbige im Film, Ben. Er geht die scheinbar aussichtslose Lage immer mit Bedacht an und verfällt nie in Panik, wie die anderen. Barbara ist ab dem "Flirtversuch" auf dem Friedhof traumatisiert und kann erst kurz vor ihrem Ende aus der Lethargie entfliehen. Unsympathisch wirkt vorallem der Kopf der Familie, die sich im Keller des Hauses versteckt. Er spielt sich pausenlos als Anführer und Befehlsgeber auf und verschlimmert so nur die Situation. Das junge Paar hingegen scheint eher auf Ben zu hören und wirkt recht verloren. Als Highlights zu erwähnen wären: der Beginn auf dem Friedhof, das schaurige Zombiemädchen mit Kelle sowie der Versuch an Treibstoff zu kommen.

Ich empfehle diesen Film jedem Horrorfan mit guten Nerven und meine, das er frühestens ab 16 Jahren gesehen werden sollte.

"EIN ZEITLOSER GENREKLASSIKER"
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Februar 2006
Als vor etlichen Jahren "Night of the living Death" zum ersten Mal über die Leinwand flimmerte, wirkte er noch erschreckend und angsteinflößend auf die Zuschauer. Mittlerweile avancierte der Streifen zu einem Kultfilm, der den Ausschlag für den Dreh vieler Zombiefilme gab. Für die damalige Zeit war er zwar noch Top, doch heute muss jeder eingestehen, dass man einen richtigen Schauer beim Ansehen des Films nicht mehr spürt, weil er einfach nicht mehr zeitgemäß ist.
Trotzdem ist der kultige Streifen, der auf sein Alter auch mit dem S/W-Dreh hinweist, sehr sehenswert, weil er durchaus Spannung erzeugt.
Fazit: Diesen Kultfilm muss man einfach gesehen haben!
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Juli 2009
So fing alles 1968 an: Ein Auto fährt vor einen abgelegener Friedhof, irgendwo in der Nähe einer amerikanischen Kleinstadt. Die Geschwister Johnny (Russell Streiner) und Barbra (Judith O'Dea) wollen das Grab ihres Vaters besuchen. Die Friedhofsatmosphäre in der langsam einsetzenden Dämmerung bringt den albernen Johnny auf den Plan, seine etwas ängstliche Schwester aufzuziehen "Sie kommen und holen dich", trifft sich sogar gut, denn aus einer noch sicheren Entfernung ist ein weiterer Friedhofsbesucher, ein älterer Mann, der ein bisschen zu torkeln scheint, zu sehen. Kurz darauf wird das Spiel ernst, denn der merkwürdige Mann fällt Barbra ohne Grund an, der Bruder versucht zu helfen, bleibt aber im Kampf regungslos vor einer Grabplatte liegen. Der Fremde verfolgt die immer mehr in Panik agierende Barbra. In grosser Angst rennt sie zu einem einsam gelegenen Haus, die Frau des Hauses liegt tot im ersten Stock und sieht zerfressen aus. Ein zweiter Flüchtiger, der farbige Ben (Duan Jones) kann sich ebenfalls nach drinnen retten. Schliesslich gibt es auch noch im Keller fünf weitere Flüchtige, das Paar Tom und Judy (Keith Wayne/Judith Reily) sowie das Ehepaar Cooper (Karl Hardman/Marilyn Eastman) mit der verletzten kleinen Tochter Karen (Kyra Schon). Natürlich wird die Anzahl der Gestalten draussen im grösser, im Radio und Fernsehen bekommen die sieben Verbarrikadierten immer mehr mit von den Ausmassen der Katastrophe: Die noch funktionierenden Medien berichten, dass aus unbekannten Gründen kürzlich verstorbene Tote begonnen haben, sich zu erheben, Menschen angreifen und Kannibalismus ausüben. Die Bürgerwehr wird aber auch immer grösser und holt zum Gegenschlag gegen die "Zombies" aus, sie knallen alles nieder, was ihnen vor die Gewehrlauf kommt....
Mit geringem Budget drehte George A. Romero seinen ersten Spielfilm über Zombies. Nichtsahnend dass er damit den modernen Horrorfilm einleiten sollte und unsterbliche Filmfiguren erschaffen würde. Subversiv angereichert mit Themen der Zeit wie hintergründige Aussagen gegen Rassismus (der Afroamerikaner Ben ist die einzige Figur, die besonnen bleibt), den Vietnamkrieg, die in den USA beliebte Selbstjustizpraktiken trafen genau den Nerv der Zuschauer. Der Film wurde so zum Geheimtipp und hat sich inzwischen als einer der besten Genrearbeiten aller Zeiten fest etabliert. Obwohl der schwarz-weiss Klassiker sehr minimalistisch konzipiert ist. Die Zombies sind auch noch nicht diese dämonischen Kreaturen wie in den Folgefilmen, es sind tote Amerikaner. Die Verfolgten verbarrikadieren sich in dem Haus, in dem sich fast die ganze Handlung abspielt, aber sie geraten angesichts der Überzahl der Untoten in eine immer auswegslosere klaustrophobische Situation. Auch ist den Beteiligten trotz der Durchsagen in den Medien nicht klar, was da gerade passiert. Die Gefahr lässt sich nur schwer erklären.
Die beängstigende Atmosphäre des Films entsteht aus einer Gefahr, die nicht näher erklärt wird. Es wird zwar immer wieder in den Medien beschworen, dass man die Situation bald unter Kontrolle hat, aber die kaltblütig mordende durchs Land ziehende Bürgerwehr weckt auch nicht das ganz grosse Vertrauen...
Dieser erste Romero-Film ist ein echtes Muß. Trotz dieser extremen Vielzahl von Zombieschockern, die seither realisiert wurden, ist "Night of the living Dead" immer noch der mit Abstand beste Zombiefilm. Er bringt den Schrecken genau auf den Punkt und braucht nicht viel an expliziten Szenen, um nachhaltig eine ganz starke Wirkung zu erzielen...
Bild und Ton sind in Ordnung.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Oktober 2004
Es gibt Filme, die sind einfach zeitlos und verlieren auch nach über drei Jahrzehnten nichts von ihrer Faszination. George Romeros Kult-Horror-Schocker "Night of the living dead" ist solch ein Ausnahme-Film. Obwohl mit einem minimalen Budget und noch dazu in Schwarz-Weiß gedreht, gelingt Romero das Kunststück maximalen Schrecken zu erzeugen; begleitet von einer intensiven Atmosphäre, die den gesamten Film vom Anfang bis zum schockierenden Ende durchzieht wie einen roten Faden. Ganz zu schweigen von Romeros Verdienst, das Horror-Sub-Genre der menschenfressenden Zombies praktisch im Alleingang erfunden zu haben! Doch die "Nacht der lebenden Toten" funktioniert nicht nur auf der Ebene des blanken Entsetzens. Wer Romeros Werke kennt, der weiß, dass der gebürtige New Yorker seine Horror-Visionen stets mit einer gewaltigen Dosis Gesellschaftskritik verpackte, ob es nun Dinge wie Identitätslosigkeit waren (in "Bruiser", 2000) oder die Konsumgesellschaft selbst ("Dawn of the dead", 1978) - stets hielt Romero den Menschen einen Spiegel vor die Nase; wenn auch einen ziemlich blutigen. "Night of the living dead" macht in dieser Hinsicht keinen Unterschied. Die kammerspielartige Atmosphäre des Films steigert diesen Zustand beinahe ins Unermessliche und spült dadurch Vorurteile wie Rassismus an die Oberfläche. Gleichzeitig setzt sich Romero aber gegen die typischen Trends der damaligen Zeit zur Wehr und besetzte die Rolle des Hauptdarstellers mit einem farbigen Schauspieler. Visionär und gleichzeitig ein aus ethischer Sicht nicht zu unterschätzender Beitrag; glich diese Tat doch einer schallenden Ohrfeige für alle "sauberen" Filmemacher der damaligen Zeit!
Ohnehin gibt es in Romeros frühem Meisterwerk viele Dinge, die seiner Zeit weit voraus waren und es stellenweise sogar noch sind. Noch immer nutzen unzählige Regisseure und Filmemacher den Klassiker zur Inspiration, gleichgültig ob es sich dabei um belanglose Teenie-Slasher handelt ("House of the dead" aus dem Jahre 2003 etwa) oder wirklich gelungene Neuauflagen (wie etwa dem brandaktuellen "Dawn of the dead"-Remake). Dank Romero entwuchs das Horrorgenre endlich seinen Kinderschuhen und bewies, dass unter der blutigen, abscheulichen Oberfläche weitaus mehr steckt als laute Schreie und unsagbare Schrecken. Denn wie im wahren Leben auch, sind die richtigen Monster keineswegs die Untoten, sondern die Lebenden.
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am 23. Mai 2005
Dieser Film ist nicht der beste, aber der erste seiner Art, und insofern sehenswert.
Es scheint zunächst ein Tag wie jeder andere zu sein, doch mit dem Besuch auf einem Friedhof beginnt für ein Pärchen ein Horrortrip ohnegleichen. Die Toten wandeln.
Eine Gruppe Leute verschanzt sich in einem Haus, und durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gelingt es ihnen nicht, zu fliehen. Dafür greift das zehn-kleine-Negerlein-Prinzip.
Der Film ist durchaus gut, es mangelt nicht an unheimlicher Atmosphäre, und Blut fließt durchaus. Aber es gibt halt auch bessere, darum nur 4 Sterne.
So ein besserer ist übrigens der Nachfolger "Zombie" (aber nicht in der hoffnungslos verstümmelten "Langfassung").
Romero begeht in diesem Film einen Fehler, die Herkunft der Untoten zu erklären. Das hat er wahrscheinlich selbst auch erkannt und macht es in Zombie nicht mehr. Nur noch der mystische Satz: "Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde."
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am 27. Juli 2011
Hallo zusammen,
grobe zusammfassung:
-kein Bonusmaterial,
-Bildqualität (ungelogen) ist die selbe der 3er DVD-Box im Steelbook mit colorierter Fassung und Originalfassung (und gutem, umfangrichem Bonusmaterial!!!)
-KEIN ORIGINALTON (nur 2.0 Deutsch!!)
-Szenenweise NUR englischer Ton (auf der deutschen Tonspur)
-KEINE Kapitelauswahl!

Alles in allem würde ich jedem die DVD nahe legen!!
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(Vorsicht, Spoiler!)

Dieser Wortwechsel zeigt, daß es nicht immer einfach ist, zwischen Mensch und Zombie zu unterscheiden, was nicht unbedingt daran liegt, daß die Zombies eine Charmeoffensive gestartet hätten. Es ist vielleicht bezeichnend, daß sich das 19. Jahrhundert noch Vampir- und Werwolfgeschichten erzählte, die auf uraltem Aberglauben basierten, während des späte 20. Jahrhundert dann mit Außerirdischen und Zombies um die Ecke kam. Vielleicht hat jede Gesellschaft nicht nur die Regierung, sondern auch die Horrorgestalten, die sie verdient?* Spiegelte der wohlige Grusel um den Werwolf beispielsweise den unbewußten Konflikt zwischen Zivilisation und atavistischer Aggression wider - so brachte das vorvorherige Jahrhundert eben auch Freud und seinen ganzen Kram, den Imperialismus und fadenscheinige Rechtfertigungsversuche à la Kipling hervor -, der im 19. Jahrhundert den philosophischen Diskurs bestimmte, so ist für uns moderne Menschen der Zombie ungleich gruseliger, weil er eben, auch wie wir, stundenlang vor dem Fernseher sitzen und sich das Nachmittagsprogramm anschauen könnte, ohne intellektuellen Schaden zu nehmen. Dabei würde er durchaus auch ein Mikrowellenfertiggericht nicht verschmähen.

George A. Romero drehte im Jahre 1968 mit "Night of the Living Dead" einen der ersten und einflußreichsten Zombiefilme, wobei er größtenteils mit Laienschauspielern und vielleicht auch dem ein oder anderen waschechten Zombie arbeitete. Gedreht wurde mit geringen Mitteln an Wochenenden und fast gänzlich ohne Spezialeffekte, was diesem Film für mich eine eigenartige Authentizität verleiht, die sich schlecht mit dem vor Logikbrüchen strotzenden Drehbuch und den teilweise sehr eindimensionalen Charakterzeichnungen vereinbaren läßt, dies aber eben tut.

Infolge eines in der Erdatmosphäre explodierten Forschungssatelliten wurde eine radioaktive Substanz vom Planeten Venus freigesetzt, die die Gehirne kürzlich verstorbener Menschen stimuliert und die Leichname dazu bringt, auf Jagd nach Menschenfleisch zu gehen. Eine Gruppe Überlebender verschanzt sich in einem kleinen Haus, das recht schnell von den Zombies umzingelt wird. Einer nach dem anderen fällt den fidelen Fleischfressern zum Opfer, und als Ben, der letzte Überlebende der Gruppe, am nächsten Morgen nach langer Belagerung durch die Zombies aus dem Fenster schaut, wird er von einer Horde Rednecks, die unter Leitung des örtlichen Sheriffs auf Monsterjagd geht, für einen Untoten gehalten und erschossen.

Hört sich doof an, ist es aber nicht! Romero schafft es, die Lügen und Halbwahrheiten, aus denen die US-amerikanische Politik seiner Zeit ihre Rechtfertigungen bezog, mehr oder minder subtil einer ätzenden Kritik zu unterziehen. Der Mythos der Familie als eines integren und harmonischen Mikrokosmos, als Hort von Werten und Keimzelle der Gesellschaft beispielsweise trifft in Romeros Film auf die Coopers - und überlebt es nicht. Harry, der Vater, entpuppt sich schnell als ein rückgratloser Feigling, der nur an sein eigenes Wohl denkt, und Judith, die Tochter der Coopers, mutiert zu einem Zombie, der seine eigene Mutter ersticht und den Kadaver seines Vaters verspeist. Auch Barbra, die Heldin des Filmes, wird von ihrem eigenen Bruder, der ihr als Untoter entgegentritt, getötet.

Auch die Medien werden von Romeros Kritik nicht verschont. Die Gestrandeten informieren sich über die nationale Notlage aus dem Fernsehen, wo man die Bevölkerung dazu aufruft, sich zu bestimmten Sammellagern durchzuschlagen. Unter unseren Helden befindet sich auch ein junges Liebespaar, und als die junge Frau ihren Geliebten fragt, ob es wirklich klug sei, den Schutz des Hauses zu verlassen und sich einen Weg durch das Zombieheer zu bahnen, sagt ihr Freund sinngemäß etwa: "Ich weiß es nicht. Aber im Fernsehen sagt man, wir sollten es versuchen." In einer Situation, in der es um Leben und Tod geht, hört man natürlich gern aufs Fernsehen, und so ist es denn eine beruhigende Gewißheit, daß der größte Teil der Realität - "Wir bekommen ein Baby", "Wir bauen unser Traumhaus", "Wir streiten uns mit unseren Nachbarn", "Wir beerdigen unseren Wellensittich im Garten", "Wir legen uns besoffen mit der Polizei an" - heutzutage im Fernsehen stattfindet. Ach ja, die beiden Liebenden kommen bei dem Versuch, den Ratschlag des Nachrichtensprechers umzusetzen, bei einer Explosion des Autos um, und die Zombies haben endlich auch mal ein wenig Grillfleisch.

Offensichtlich ist auch Romeros Anklage gegen den Vietnamkrieg. Die Meute von Männern, die zusammen mit dem schießwütigen Sheriff auf Zombiejagd geht, weckt unangenehme Assoziationen, und das "Shoot 'em in the head", das der Sheriff vollmundig den Reportern anrät, erinnert an Curtis LeMays "Let's bomb them back to the stone age", das Romero zu jener Zeit freilich wahrscheinlich noch nicht kennen konnte. Besonders unangenehm berühren den Zuschauer die Schlußbilder des Filmes, in denen wir auf grobkörnigen Photos sehen, wie Ben von den Rednecks mit Fleischerhaken auf einen Leichenberg gezerrt wird, während im Hintergrund das Geräusch eines Hubschraubers - eines der Sinnbilder des Vietnamkrieges - erklingt.

Um es kurz zu machen, Romeros "Night of the Living Dead" ist nicht weniger als ein Meisterwerk, und auch jeder, der nicht unbedingt auf Zombiehorror abonniert ist, sollte sich diesen Klassiker ansehen.

* Dies ist k e i n e hundertprozentige Tautologie!
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