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  • Salome
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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen7
4,4 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
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am 10. Juni 2007
Die auf dieser DVD von der Deutschen Grammophon vorgelegte Einspielung der "Salome", dem ersten der beiden Opern-Einakter von Richard Strauss, ist das Ergebnis einer unter der Regie von Götz Friedrich eigens für das Fernsehen erstellten Fassung aus dem Jahr 1974. Es handelt sich hierbei weder um eine für das Fernsehen abgefilmte Vorführung aus einem Opernhaus, noch um eine filmische Realisation an offenen Schauplätzen in freier Natur oder an irgendwelchen konkreten Orten. Stattdessen wird, ähnlich wie in Friedrichs filmischer Umsetzung der "Elektra", die ebenfalls bei der Deutschen Grammophon auf DVD erschienen ist, eigens eine Szenerie geschaffen, die als Spielgrund für das dramatische Geschehen dient und die sich - analog unseren Vorstellungen von der biblischen Antike - aus historisierend gestalteten Bildern zusammensetzt. Das dekadente Leben im Palast des Herodes, welches in Einklang steht mit der "décadence" des "fin de siècle", der Entstehungszeit von Wildes Drama, findet seine bildliche Entsprechung in den prachtvolen Kostümen und den Schmuckstücken des Herrscherpaares sowie in der opulenten Ausstattung der Szenerie mit Teppichen, Obstschalen, Öllampen etc.

Eine sängerische wie auch darstellerische Glanzleistung bietet Teresa Stratas in der Rolle der Salome: gibt sie sich in der ersten Hälfte der Oper auch noch so kühl und abweisend gegenüber dem sie begehrenden Herodes und gleichgültig gegenüber dem sie vergötternden Narraboth, so wird ihr zunächst allein durch die Stimme des Propheten erwecktes Verlangen nach Jochanaan schon früh als übersteigert offenbar. In der Folge steigert sich ihr Ausdruck von erotisch-lasziv im "Tanz der sieben Schleier" über äußerste Ungeduld in dem Moment, wo sie glaubt, der Henker vollbringe seinen Auftrag nicht, bis hin zu höchster Ekstase, als man ihr endlich das abgeschlagene Haupt des Jochanaan reicht. All dies wird von Teresa Stratas mit den Mitteln einer großartigen Mimik und Gestik erreicht, was in den vielen Naheinstellungen von ihrem überaus schönen Gesicht besonders zum Tragen kommt. Überhaupt trägt die hervorragende Kameraführung, wie sie auf einer herkömmlichen Opernbühne nicht möglich wäre, mit zum fesselnden Charakter dieser Aufführung bei. Die Farbigkeit der Partitur spiegelt sich wieder in einer ausgeklügelten Licht- und Farbregie, die eine starke Atmosphäre schafft und die diese "Salome" auch zu einem ästhetischen Erlebnis werden lässt.

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass neben der herausragenden Teresa Stratas auch die übrigen Rollen hervorragend interpretiert werden. Hans Beirer spielt und singt einen psychopathischen Herodes, der weder seine Furcht vor Jochanaan bzw. vor dem Kommen des Messias noch seine sexuelle Begierde nach seiner nicht-leiblichen, aber noch jugendlichen Tochter unterdrücken kann. Astrid Varnay, die in Friedrichs späterer "Elektra"-Produktion als Klytämnestra mitwirkt, spielt die herrische und zugleich eifersüchtige Gemahlin des Tetrarchen. Bernd Weikl ist ein eindringlicher Jochanaan, und das vielgerühmte Juden-Quintett, mit dem Strauss in atonale Sphären vorstößt, erscheint geradezu entfesselt. Die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Karl Böhm bieten wie zu erwarten eine klassisch klangschöne Strauss-Interpretation.

Fazit: Eine werkgetreue, d. h. traditionell nacherzählende, gleichwohl fesselnde Aufführung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
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TOP 500 REZENSENTam 29. Dezember 2013
"First international release on DVD" verkündet der Aufkleber auf der DVD-Hülle. Da erwartet man für das Jahr 2007, dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, ein auf Hochglanz gebrachtes Hör- und Sehvergnügen. Aber sowohl das Bild, das grobkörnig und mit zahlreichen Kratzern versehen ist, als auch die in ein leichtes Rauschen gehüllte Musik lassen doch zu wünschen übrig. So hört man beispielsweise ein unschönes Knacken bei Jochanaans Ansprache an Salome. Insgesamt gibt es dafür "nur" einen Stern Abzug, denn das Übrige ist schier atemberaubend!

Schauspiel voll Expressivität

Neugierde, Entzücken, Begierde, Verachtung, Haß - Teresa Stratas' Ausdrucksmittel scheinen unbegrenzt und wiegen vereinzelte Verständnisschwierigkeiten beim Text problemlos auf. Ihrer Salome zu folgen, mit ihr die Handlung zu durchleben, die emotionalen Extreme auszuloten, ist ein wahres Vergnügen. Von den feurigen Augen bis zu den zitternden Spitzen ihrer Finger, Stratas spielt mit jeder Faser ihres Körpers und verleiht ihrer Figur intensivste Authentizität.

Eine wahre Freude sind auch Herodes und Herodias. Hans Beirers willensschwach ängstlicher, ältlich lüsterner Tetrarch und Astrids Varnays boshaft gehässige, eifersüchtige Königin sind das perfekte Gespann für die Personifizierung eines degenerierten Herrschergeschlechts. Da wirkt Bernd Weikls Jochanaan, zerzaust und von göttlicher Botschaft beseelt, wie ein Zerrspiegel: hier königliche Pracht, aber moralisch verkommen, da der verwilderte, aber gottesfürchtige Prophet.

Opernfilm mit Sogwirkung

Die Darsteller singen auf Playback, das sieht man. Aber es stört kaum, selbst wenn Lippenbewegung und Gesungenes asynchron sind. Es wird zumindest kein Hehl daraus gemacht, und wer weiß schon genau, was er bei einer Studioproduktion letztlich auf CD vorgesetzt bekommt! Das Essentielle ist, daß es "aufgeht", und das ist hier unbestreitbar der Fall. Wer am Sinn eines Opernfilms zweifelt, wird hier eines Besseren belehrt!

Götz Friedrichs Regie durchdringt den Geist der Salome von Anbeginn. Die große Nähe zur Vorlage und die intensive Ausgestaltung durch die Sänger ebenso wie der Schauplatz, ein in dunklem Grau gehaltener, antiker Palast, lassen die Inszenierung nicht nur einfach funktionieren. Nein, sie wird zum atmosphärischen Sog, die Zeit verrinnt wie im Flug, und der Zuschauer ist gefesselt. Wie gebannt muß man dieses pulsierende Psychodrama verfolgen. Und schnell vergißt man die Widrigkeiten, die bei Bild und Ton bestehen.

Abschließendes

Der Inhalt überragt hier die Verpackung bei weitem. Ich beschränke mich daher auf einen Stern Abzug und hege die Hoffnung, daß die Deutsche Grammophon sich bald zu einer umfassenden Restaurierung und Blu-ray-Veröffentlichung dieses einzigartigen Opernerlebnisses durchringt. Das wäre der künstlerischen Leistung ebenso angemessen, wie es den Musikliebhaber begeistern würde!

Die DVD

Laufzeit: 101 Minuten
Bild: 4:3, NTSC, Farbe
Audio: PCM Stereo, DTS 5.1
Sprache: Deutsch / Menü: Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch

(Das Begleitheft ist in englischer, deutscher und französischer Sprache.)
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am 9. November 2012
Diese von Götz Friedrich inszenierte Salome ist uneingeschränkt zu empfehlen, sowohl darstellerisch als auch musikalisch. Teresa Stratas als Salome stellt vor allem die ungemein verwöhnte Tochter der Herodias überzeugenjd dar. Auch die anderen Partien sind mit großen Sängern besetzt: Bernd Weikl als Jochanaan, Hans Beirer als Herodes und Astrid Varnay als Herodias. Wer diese Oper liebt, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.
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am 19. Juli 2010
Diese Oper ist schauspielerisch sehr gut gelungen. Besonders Theresa Stratas lebt sich hervorragend in ihre Rolle hinein - sie singt nicht nur Salome , man hat das Gefühl - sie ist Salome.Ihr Partner Bernd Weikl , den ich bis jetzt noch nicht so gekannt habe meistert seine Rolle hervorragend. Alles in allem ...Absolute Kaufempfehlung!!!
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am 25. Oktober 2013
Götz Friedrich hazze eine phantastische Regieleistung abgeliefert, die Dekadenz am Hof in Judäa erinnert entfernt an Aubrey Beardsley.
Die schauspielerischen Leistungen des Ensembles sind erste Klasse, ganz besonders gilt das für die Herodias der Astrid Varnay - selten
habe ich ein so ausdrucksstarkes Gesicht gesehen. Teresa Stratas geht auch ganz in ihrer Rolle auf. Schwierig zu beurteilen ist die
gesangliche Leistung, da man bei dem Aufnahmeverfahren nicht weiß, aus wieviel zu verschiedenen Zeiten aufgenpmmenen Teilen die Gesangs-
parts zusammen geschnitten wurden. Man kann nur hoffen, dass keine Gaststimmen eingemischt wurden.
Insgesamt aber eine gelungene Inszenierung, die jeden Liebhaber der Musik von Richard Strauss begeistern müsste.
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am 2. Februar 2013
Stratas ist DIE Salome ! Eine wunderbare Aufführung.
Und Karl Böhm am Pult - er war einmalig . Die ganze
Oper OHNE jeglichen Kitsch
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am 18. Juli 2013
Leider, leider, leider, ein Stück Konserve. Die Sänger/Innen wären bestimmt sehr gut, wenn sie wirklich singen würden, aber alles nur playback. Ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht, denn die Inszenierung war sehr gut. Wem schöne Menschen gefallen, die wie Fische die Münder immer auf und zu machen, der erfreut sich sicher an dieser DVD.

Und nein, ich würde diese DVD sicher nicht mehr kaufen.

A. Hofbauer
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