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Kundenrezensionen

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am 3. März 2000
Das alte Blues-Feeling !!! Sind wir doch ehrlich, auf solch ein Album mussten wir lange warten. Nachdem sich alle anderen großen Rockbands schon Richtung Kommerz und Charttauglichkeit verabschiedet haben, zeigen AC/DC mit "Stiff upper lip" worauf es ihnen ankommt. Nämlich auf die Musik. Und dass AC/DC nicht unbedingt viele Noten brauchen, um gute Musik zu machen, beweisen mit "Stiff upper lip" ein weiters mal. Es ist ein Blues-Rock Gewitter, das seines Gleichen sucht und erst wieder im 78-er Album "Powerage" findet. Die Brillianz des Albums wird nach mehrmaligem Hören deutlich. Wer den alten Blueszeiten mit Bon Scott hinterhertrauerte, kann jetzt endlich aufatmen, denn "Stiff upper Lip" ist ein authentisches, handgemachtes Album, welches den Anfangszeiten von AC/DC locker gerecht wird, auch wenn Brian Johnson Bon Scott nicht ersetzen kann. Also zugreifen !
Danke George !
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am 6. März 2000
Wo ist eigentlich die Zeit geblieben? Als wir Kinder waren, sind wir unter schulischer (!) Aufsicht in Person unseres Mathelehrers nach München gepilgert, um im Circus Krone-Bau AC/DC life zu erleben und dem einzigen und wahren Gitarrengott in kurzer Hose zu huldigen...
Und heute, gut 20 Jahre später werden wir Familienväter wieder aus unserem kleinen Leben herausgerissen, dass meist bestimmt wird vom aber auch alles wissenden Chef, der dem Schuhwahn verfallenen Ehefrau und dem lieben, seine Windeln hingebungsvoll füllenden Sohnemann, und siehe da... plötzlich sind wir wieder in die gute alte Luftgitarren-, Schulball- und Vokuhila-Zeit zurückversetzt, in der wir noch heimlich auf dem Klo rauchten und uns wie Männer vorkamen, wenn wir laut rülpsten. Und wir sind happy, dass es Dinge gibt, auf die man sich einfach verlassen kann.
Und das nur, weil er nun vor uns liegt, der neue Silberling auf den wir 1800 Tage warten mussten. Stiff upper lip... aha...schon der Titel zaubert ein Grinsen mitten ins Gesicht, das nicht mehr weichen möchte und wir wissen wie Nina Ruge schon vor dem ersten Ton: Alles wird gut.
Und in der Tat, glaubten wir Hobby-Youngs bisher, alles was man auf sechs Saiten spielen kann ist bereits gespielt, überraschen die Herrschaften mit Riff- (und auch Raff-) Erfindungen, die die Fähigkeit haben, simpel und tausendmal gehört zu klingen und doch sind sie so neu und genial, frisch und unverbraucht, einzigartig und originell, witzig und dreckig, dass man vom ersten selbstähnlichen Ton an genau weiss, wo man musikalisch zu Hause ist. Plötzlich ertappen wir uns zum Beispiel beim Autofahren, wie wir mit dem Kopf wippen, die Hooks mitsingen und uns von unseren lieben aber unwissenden Mitverkehrsteilnehmern für verrückt erklären lassen...Egal - AC/DC shoots from the hip und wir sind wieder 20.
Mögen sich alle Spassbremsen wohl nörgelnd vereinen und diskutieren, ob das eine oder andere Album vielleicht besser oder schlechter war... oder warum das Gitarrenkabel von Angus hörbar brummt... Wir Wissenden erwehren uns jedenfalls nicht eines rythmischen Fusswippens und der guten Laune, die SuL mit sich bringt, und verstehen plötzlich wieder, dass Leben Ferien von totsein ist.
Und nicht mehr aber auch nicht weniger wollten die Jungs uns geben. Nehmen wir's halt einfach.
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am 13. Februar 2010
und in der Nachfolge des Klassikers "The Razors Edge" und des starken "Ballbreaker" stehend, ist dieses Album das, was eigentlich "Black Ice" hätte werden sollen:

Ein richtig gutes Alterswerk!

Auch das Drumherum zeigt deutlich, um wie viel besser dieses Album im Vergleich mit dem aktuellen Dreher ist:
Bessere Tour, richtig gute Setlist, und auch in den Ausläufern (Circus Krone 2003, Auftritte mit den Stones) noch richtig stark!

Für meine Ohren waren ACDC schon immer dann am besten, wenn sie sich auf ihre Blues-Wurzeln besonnen haben, und das tun sie hier ausführlich und mit Leidenschaft:

Zu einem klassischen Rock n roll-Stück wie "Cant stand still" gehört schon Mut, wenn man als Band immer wieder an "Back in Black" gemessen wird. Andere Höhepunkte sind "Satellite Blues" (was für ein geiles Solo!), "Give it up", "All screwed up" (angeblich der Lieblingssong von Drummer Phil Rudd) und natürlich das Titelstück (Klassiker!).

Zugegeben: Vom Songwriting her ist auch einiges Mittelmaß vertreten [daher wird auch das Niveau von "Razors Edge" nicht durchweg erreicht], aber dennoch vermag das Album insgesamt zu fesseln.

Alles klingt frisch, spielfreudig und begeistert!

Ist ein Song von der Anlage her mal keine Granate, kommt dann spätestens bei Angus frischem, mitreißendem Solospiel voller Improvisationskraft immer wieder Freude auf.
Die Produktion ist zudem besser als auf Ballbreaker, daher eine klare Kaufempfehlung!

In jedem Fall: Stiff upper lip setzt im umfangreichen ACDC-Katalog eine ganz eigene Duftmarke: Das bluesigste Album, ausgereift und abgebrüht.

Besser als so manches aus der hochgelobten - und kaum einmal realistisch eingeschätzten - Bon Scott-Ära, besser als fast alles aus der Post-Back in Black-Zeit - jedenfalls bis zur Neugeburt mit "The Razors Edge".

Ein starkes Stück Blues Rock.
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am 27. November 2009
Wieder einmal hatte man also 5 Jahre auf ein Lebenszeichen der Australier warten müssen. Und dieses Lebenszeichen hieß "Stiff Upper Lip", meine erste Neuveröffentlichung als Fan. Drei Jahre zuvor war ich auf den Geschmack gekommen, inzwischen war ich 17, und AC/DC spielten in meiner Adoleszenz immer noch eine große Rolle, auch wenn sie sich neben einer großen Bandbreite neu hinzugekommener Bands behaupten mussten. Wie viele im Freundeskreis konnte ich das neue AC/DC-Album kaum abwarten, vor allem, da es eine Welttournee mit sich bringen würde und damit die Gelegenheit, den ältesten Schuljungen der Welt endlich live zu erleben. Schon das Cover deutete an: Alles beim Alten, der ikonisierte Angus Young mal wieder, diesmal als Statue. Das Heft jedoch eine Enttäuschung: Keine Songtexte! Und wie sich herausstellen sollte, würde es auch die Musik schwerhaben, an den Vorgänger "Ballbreaker" heranzukommen, was bis heute mein AC/DC-Lieblingsalbum ist, teils zu aus nostalgischen Gründen, teils aufgrund der hohen kompositorischen Qualität.

Produziert von George Young klang das Album zumindest schon mal, als mache man da weiter, wo man mit "Ballbreaker" aufgehört hatte. Von "Produktion" kann eigentlich auch keine Rede sein: Der schnörkellose, staubtrockene Sound vermittelt eher den Eindruck, als habe man einfach im Proberaum die Bandmaschinen mitlaufen lassen, im besten Sinne. Der Titelsong hat dann auch gleich das Zeug zum Klassiker, verschmitzt und clever, AC/DC in Bestform. Was folgt ist, um es kurz zu machen, ein Haufen durchschnittlicher Songs, die hauptsächlich vom Charme der Band und ihrer langen Geschichte getragen werden. Herausragendes Material ist immer mal wieder in Ansätzen vorhanden, wobei "Safe In New York City" sich angenehm vom Rest abhebt, und sich mit "Satellite Blues" oder "Can't Stop Rock'n'Roll" durchaus mehr als nur gute Ansätze einfinden.

Aber so richtig zünden will das Album nur in seinen rar gestreuten besten Momenten, irgendetwas fehlt dem Gros der Songs, um sie zu direkten Nachfolgern früherer Großtaten zu machen. Es ist, als ruhe man sich ein wenig im eigenen Schatten aus. AC/DC werden immer wieder für ihre Kontinuität und Verlässlichkeit gelobt, in der Tat, sie haben sich keinem Zeitgeist unterworfen und musizieren hier so selbstsicher ihre Retro-Schiene, dass man neidisch werden könnte. Aber man merkt eben auch: So richtig beweisen müssen oder wollen die alten Haudegen sich nicht mehr. Lieber begnügt man sich mit dem Recyceln alter Ideen, so wie "Damned" zum dreisten Selbstklau wird und das Riff von "Ballbreaker" 1:1-übernimmt, nur in gedrosseltem Tempo. Was man sich bewahrt hat ist eine ansteckende Spielfreude, und das ist die halbe Miete.

Es ist in der Tat herrlich, wie AC/DC dem Zeitgeist trotzen, aber wenn die Frage aufkommt, ob man sich damit nicht begnügen sollte, muss ich leider erwidern: Man sollte mehr erwarten dürfen, von einer so großen und genredefinierenden Band. Natürlich ist "Stiff Upper Lip" keineswegs schlecht, es hat seine Momente und kann einen streckenweise zum Mitgrooven bewegen, aber im Vergleich zu den Vorgängern eben doch ein gewisser kreativer Abstieg, dabei hatte man mit "Ballbreaker" doch eindrucksvoll demonstriert, was noch in den alten Knochen steckte. 8 Jahre später auf "Black Ice" herrscht nun nur noch zelebrierte Langeweile, dagegen ist "Stiff Upper Lip" wie ein charmanter alter Herr, der mit seinen Schoten aus früheren Tagen, in denen alles besser war, auch den jungen Rotznasen wenigstens für ein paar Momente noch eins vormachen kann, aber auf Dauer schwer um die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer kämpfen muss. Charmant auf jeden Fall, aber auch irgendwie ohne allzu viel Relevanz.

Ich sah AC/DC im Oktober 2000 in der Frankfurter Festhalle, ließ mir von Brian Johnson die Hand abschlagen und erinnere mich noch genau wie ich während des Konzertes dachte: "Das ist ja wirklich so geil!" (Wie auf all den Live-Videos, die ich gesehen hatte). Und dafür danke ich AC/DC, auch wenn sie - bezeichnenderweise - nur drei Nummern aus diesem, ihrem damals aktuellem Album spielten. Ich vergebe ganz knapp vier Sterne, eben für den unwiderbringlichen Charme.
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am 10. Oktober 2008
Angus Young hat mal gemeint, er habe sein "Great Ball of Fire" noch nicht geschrieben. Nun gut, das hier ist es jedenfalls auch nicht. AC/DC haben hier weden den Rock'n'Roll noch sich selbst neu erfunden, aber die Platte ist eine solide Rockscheibe, die weitgehend Spaß macht, keinem weh tut und auch für Neueinsteiger geeignet ist.
Zu den Songs:
Stiff upper lip - Zurückhaltendes Intro, Beginn mit einem Knall. Einer der musikalischen Höhepunkte.
Meltdown - Schleppend, eher langweilig.
House of Jazz - Leicht indianisch angehauchter Takt, dann simpler Refrain, dann zurück zu altem Takt. Ganz okay.
Hold me back - Filigrane Gitarren, die einfache, aber schöne Melodie spielen, wobei stampfende Drums einen netten Kontrast bilden. Wirkt.
Safe in NYC - Spannendes Riff, im Grunde starkes Stück, hätte aber noch mehr Aggression gebraucht (wie z.B. Given the dog a bone)
Cant stand still - Flockig lockere Lead-Gitarre, gute Stimmung, herrlicher Mitwipp-Rhythmus. You'll can't stand still. :-)
Cant stop RnR - Ein musikalischer Höhepunkt. Starker Anfang, dann ein Gang zurück, zum Refrain alle wieder voll da. Im Grunde einfach (siehe Lexikon unter "AC/DC"), aber sehr gut.
Satellite blues - Der Anfang weckt Hoffnungen auf einen Kracher, die zum Refrain nur halb erfüllt werden, zum Schluss hin recht hörbare Soloarbeit von Angus.
Damned - Langsam, böse. Zweite Gitarre kommt nach der ersten halben Minute recht wirkungsvoll dazu. Beim Refrain erfüllen sich die Hoffnungen aus dem vorigen Lied. Bleibt aber langsam und stampfend. Gut.
Come and get it - Cooler Anfang, fallweise einfache Gitarrenmelodien in Harmonien gespielt. Langsamer Rhythmus wie Damned, beim Chorus darf Malcolm wieder mal ein bisschen krächzen. Zum Solo Steigerung der Intensität, die bis zum Schluss bleibt.
All screwed up - Riff rollt ziemlich scharf heran, sogar Drummer Phil Rudd bekommt zum Refrain seine (natürlich kurzen) Momente, zum Solo deutliche Spannungssteigerung.
Give it up - Gute-Laune-Rocker, guter Rausschmeißer.
Den Gesamtsound hätte ich mir wesentlich rauher gewünscht, das hätte einigen Liedern den Biss gegeben, den sie von der Komposition her haben sollten. Aber ist halt nicht.

Meine Favoriten hier drauf sind der Titeltrack, Hold me back, Cant stand still und Cant stop RnR.
Die Platte bekommt vier Sterne, weil sie besser als Flick of the Switch und Fly on the Wall ist, und diese Alben drei Sterne bekommen haben. (Weniger als drei kann ich als Fan dieser Band einfach nicht geben.) Empfehlen würde ich aber eher Powerage, High Voltage, Let there be Rock, Highway to Hell oder Back in Black. Und wer eine gute AC/DC Scheibe von nach 1981 hören will, kauft besser The Razors Edge oder Black Ice.
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TOP 500 REZENSENTam 17. Oktober 2015
Schon mit den ersten Tönen fand ich es sehr auffällig das "Stiff Upper Lip" sehr blueslastig geworden ist. Mir persönlich hat das in den letzten Jahren etwas gefehlt, insofern fand ich dieses "Back to the Roots" doch ziemlich charmant. Das alles bringt aber nichts wenn das Songmaterial da nicht mitspielt, denn außer "Safe in New York City" und "Satellite Blues" gibt es auf "Stiff Upper Lip" nicht viel Bemerkenswertes zu entdecken. Was sich schon auf "Ballbreaker" angedeutet hatte, hat sich mit "Stiff Upper Lip" bestätigt, AC/DC dümpeln im Mittelmaß dahin.
Wie bei allen anderen Alben zuvor kann man auch hier nicht von einem "grottenschlechten" Album sprechen, AC/DC präsentieren ganz solide Hausmannskost, allerdings ist das für eine Band mit dieser Diskografie und diesem Anspruch einfach zu wenig. Es gibt eigentlich nichts was man den Australiern vorwerfen könnte, außer das die Songs eben die alte Klasse nur noch in den seltensten Fällen erreichen.

Mein Fazit: das sich AC/DC wieder etwas mehr an ihren "Blues-Wurzeln" orientiert haben finde ich persönlich sehr gut, allerdings gibt das Songmaterial bis auf wenige Ausnahmen nur Mittelmaß her. Schade, aber offensichtlich etablieren sich AC/DC nun nachhaltig im Mittelmaß, den Songs fehlt einfach der Pfiff!

Meine Bewertung: 6 von 10 Punkten.
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am 17. Oktober 2007
Stiff Upper Lip ist wirklich in wahnsinnig gutes Album. OK es ist richtig bluesig ausgefallen, aber der Rock stammt vom Blues ab, das beweißt gerade dieses Album und es rockt auf jeden Fall mit Ohrwürmern wie dem genialen Anfangstrack "Stiff Upper Lip". Andere sehr gute Songs sind auf jeden Fall "Satellite Blues", "House of Jazz", "Can't Stand Still", "Hold Me Back", "Come And Get It", "Safe In New York City" und "Damned", also im Prinzip das ganze Album. Das Album sei allen Hardrockern und denen die es werden wollen ans Herz gelegt. Und lasst euch nicht davon abschrecken, dass es eigentlich ein reines Blues Album ist, denn es ROCKT auf jeden Fall! AC/DC haben den Sprung ins neue Jahrtausend geschafft!
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TOP 500 REZENSENTam 11. Januar 2009
Das 14. Album der australischen Hard Rock-Band AC/DC "Stiff upper lip" erschien im Jahre 2000, fast fünf Jahre nach dem letzten Album "Ballbreaker"

Kommerziell erfolgreich wurden vier Singles aus dem Album veröffentlicht: Stiff Upper Lip, Satellite Blues, Safe in New York City und Meltdown, deren Erfolg allerdings begrenzt.

In Australien und Europa erschien am 8. Februar 2001 zusätzlich eine Tour-Edition von Stiff Upper Lip, die das Originalalbum, sowie eine Bonus-Disc enthielt. Auf der hinzugefügten CD befanden sich die B-Seite der Safe in New York City-Single, fünf Live-Versionen alter AC/DC-Songs, die 1996 in der Las Ventas-Arena in Madrid aufgenommen worden waren, sowie drei Musikvideos.

Insgesamt wirkt das Album aber kraftlos und hat nicht die Power der vorigen Alben. Das Album weißt keine schwächeren Titel auf, sonder bleibtr insgesamt auf hohem Niveau, wenn auch der letzte Kick ab und zu fehlt, somit nur vier von fünf Sternen.

Anspieltipps: Meltdown,House Of Jazz, Can't Stop Rock 'N' Roll und Satellite Blues.
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am 22. Juli 2001
Nach so vielen Jahren wird es weder Angus Young & Co. noch den Fans langweilig - im Gegenteil: in der Zeit der Playback-Tanzbärchen sind echte Musiker mit echten Instrumenten auf der Bühne eine Sensation. Nicht immer wieder neu, aber immer wieder gut (und sich selbst treu!). Perfekt gemachter Hard Rock mit Gitarre, Bass, Drums und einem Shouter von Format, schön straight gespielt - Herz, was willst Du mehr??? Deswegen reichen 5 Sterne nicht, um diese megageile Scheibe zu bewerten!
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am 27. November 2009
Wieder einmal hatte man also 5 Jahre auf ein Lebenszeichen der Australier warten müssen. Und dieses Lebenszeichen hieß "Stiff Upper Lip", meine erste Neuveröffentlichung als Fan. Drei Jahre zuvor war ich auf den Geschmack gekommen, inzwischen war ich 17, und AC/DC spielten in meiner Adoleszenz immer noch eine große Rolle, auch wenn sie sich neben einer großen Bandbreite neu hinzugekommener Bands behaupten mussten. Wie viele im Freundeskreis konnte ich das neue AC/DC-Album kaum abwarten, vor allem, da es eine Welttournee mit sich bringen würde und damit die Gelegenheit, den ältesten Schuljungen der Welt endlich live zu erleben. Schon das Cover deutete an: Alles beim Alten, der ikonisierte Angus Young mal wieder, diesmal als Statue. Das Heft jedoch eine Enttäuschung: Keine Songtexte! Und wie sich herausstellen sollte, würde es auch die Musik schwerhaben, an den Vorgänger "Ballbreaker" heranzukommen, was bis heute mein AC/DC-Lieblingsalbum ist, teils zu aus nostalgischen Gründen, teils aufgrund der hohen kompositorischen Qualität.

Produziert von George Young klang das Album zumindest schon mal, als mache man da weiter, wo man mit "Ballbreaker" aufgehört hatte. Von "Produktion" kann eigentlich auch keine Rede sein: Der schnörkellose, staubtrockene Sound vermittelt eher den Eindruck, als habe man einfach im Proberaum die Bandmaschinen mitlaufen lassen, im besten Sinne. Der Titelsong hat dann auch gleich das Zeug zum Klassiker, verschmitzt und clever, AC/DC in Bestform. Was folgt ist, um es kurz zu machen, ein Haufen durchschnittlicher Songs, die hauptsächlich vom Charme der Band und ihrer langen Geschichte getragen werden. Herausragendes Material ist immer mal wieder in Ansätzen vorhanden, wobei "Safe In New York City" sich angenehm vom Rest abhebt, und sich mit "Satellite Blues" oder "Can't Stop Rock'n'Roll" durchaus mehr als nur gute Ansätze einfinden.

Aber so richtig zünden will das Album nur in seinen rar gestreuten besten Momenten, irgendetwas fehlt dem Gros der Songs, um sie zu direkten Nachfolgern früherer Großtaten zu machen. Es ist, als ruhe man sich ein wenig im eigenen Schatten aus. AC/DC werden immer wieder für ihre Kontinuität und Verlässlichkeit gelobt, in der Tat, sie haben sich keinem Zeitgeist unterworfen und musizieren hier so selbstsicher ihre Retro-Schiene, dass man neidisch werden könnte. Aber man merkt eben auch: So richtig beweisen müssen oder wollen die alten Haudegen sich nicht mehr. Lieber begnügt man sich mit dem Recyceln alter Ideen, so wie "Damned" zum dreisten Selbstklau wird und das Riff von "Ballbreaker" 1:1-übernimmt, nur in gedrosseltem Tempo. Was man sich bewahrt hat ist eine ansteckende Spielfreude, und das ist die halbe Miete.

Es ist in der Tat herrlich, wie AC/DC dem Zeitgeist trotzen, aber wenn die Frage aufkommt, ob man sich damit nicht begnügen sollte, muss ich leider erwidern: Man sollte mehr erwarten dürfen, von einer so großen und genredefinierenden Band. Natürlich ist "Stiff Upper Lip" keineswegs schlecht, es hat seine Momente und kann einen streckenweise zum Mitgrooven bewegen, aber im Vergleich zu den Vorgängern eben doch ein gewisser kreativer Abstieg, dabei hatte man mit "Ballbreaker" doch eindrucksvoll demonstriert, was noch in den alten Knochen steckte. 8 Jahre später auf "Black Ice" herrscht nun nur noch zelebrierte Langeweile, dagegen ist "Stiff Upper Lip" wie ein charmanter alter Herr, der mit seinen Schoten aus früheren Tagen, in denen alles besser war, auch den jungen Rotznasen wenigstens für ein paar Momente noch eins vormachen kann, aber auf Dauer schwer um die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer kämpfen muss. Charmant auf jeden Fall, aber auch irgendwie ohne allzu viel Relevanz.

Ich sah AC/DC im Oktober 2000 in der Frankfurter Festhalle, ließ mir von Brian Johnson die Hand abschlagen und erinnere mich noch genau wie ich während des Konzertes dachte: "Das ist ja wirklich so geil!" (Wie auf all den Live-Videos, die ich gesehen hatte). Und dafür danke ich AC/DC, auch wenn sie - bezeichnenderweise - nur drei Nummern aus diesem, ihrem damals aktuellem Album spielten. Ich vergebe ganz knapp vier Sterne, eben für den unwiderbringlichen Charme.
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