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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Plausibler Versuch einer Rekonstruktion, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Markus-Passion Bwv 247 (Ga) (Audio CD)
Die Enttäuschung eines anderen Rezensenten ist verständlich, beruht aber auf einer falschen Annahme.
J.S. Bachs Markus-Passion ist leider - bis auf das Textbuch - verschollen. Da man annimmt, dass Bach für dieses Werk eigene Kantaten "recycled" hat, gab es immer wieder Versuche, diese Passion aus anderen Werken Bachs zu rekonstruieren.
Das Problem: Es gibt keine Rezitative von Bach die passen würden. Man kann nun andere Komponisten nehmen, selber neu komponieren oder - wie auf dieser Aufnahme - die fehlenden Teile sprechen.
Wer eine "durchgehende" Version möchte, kann stattdessen die Aufnahme von Koopmann nehmen. Der verwendet ganz andere Stücke Bachs und komponiert eigene Rezitative.
Um den Preis halte ich die vorliegende Aufnahme aber durchaus OK. Wem der Fragment-Charakter stört, sollte bei der Johannes- oder Mattheus-Passion bleiben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen unterhaltsames, aber zweitrangiges Intermezzo (in kärglicher Edition), 8. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Markus-Passion Bwv 247 (Ga) (Audio CD)
Fünf Passionsmusiken soll J.S. Bach geschrieben haben. Von der Markus-Passion (1731) ist eigentlich nur der Text erhalten.
Zur Rekonstruktion: Frei gedichtete Rezitative seien für die Markus-Passion nicht vorgesehen gewesen, so führte Diethard Hellmann (1928-1999), der diese 70-minütige Rekonstruktion verfasste, im Booklet der Philips-Ausgabe aus. Diethard Hellmann war zunächst Mitglied des Thomanerchores, dann Schüler von Günther Ramin, später Kantor und Professor für evangelische Kirchenmusik. Zwischen jeder Arie, jedem Choral werden hier vom Sprecher die Kapitel 14 und 15 des Markus-Evangeliums rezitiert. Nach Hellmann sei allerdings auch von der Musik einiges überliefert worden: Fünf Sätze aus der Trauerode BWV 198. Für "Falsche Welt, dein schmeichelnd Küssen" habe der Musikwissenschaftler Friedrich Smend die erste Arie der Kantate BWV 54 als Urbild nachgewiesen. Weiter führte Hellmman aus: "Als völlig verloren muß dagegen die Musik der Arien 'Angenehmes Mordgeschrei' und 'Welt und Himmel, nehmt zu Ohren' gelten." Letztere verband er mit der Musik der Arie "Leit, o Gott, durch deine Liebe verbunden" (BWV120/120a). Ein Großteil der Choräle dürfte in Carl Philipp Emanuel Bachs vierstimmigen Chorgesängen Johann Sebastian Bachs (1784/87), ohne zugehörige Texte veröffentlicht, enthalten gewesen sein. Es ist aber insgesamt mein Eindruck, dass Bach übernommene Sätze zum neuen Text doch anders umgearbeitet hätte.
Zur Ausführung: Die Sopranistin Christiane Oelze singt als interpretatorisches Highlight ausgesprochen klar, der Favorit- und Capellchor Leipzig besonders sensibel. Die Altistin ist hörbar um Emotionalität bemüht; ihr ordentlicher Gesang ist im Gegensatz zu Christiane Oelzes ein wenig unruhig. Der Rezitator/Evangelist Wolf Euba liest sehr gut verständlich, aber auch unspektakulär und praktisch ohne Emotion. Peter Schreiers Dirigat kommt mir stärker vor als seine nicht mehr junge Tenor-Stimme. Es gibt aber nur eine Tenor-Arie neben den jeweils zwei Sopran- und Alt-Arien.
"Durchkomponierte" Alternativen wären eine gut hörbare ca. 100-minütige von Dr. Simon Heighes: Markus-Passion (Ga), Markus Passion. Die Rezitative wurden hier von Reinhard Keiser (1674-1739) geborgt und die Goodman-Einspielung ist sicherlich nicht schlecht. Demgegenüber war der vorliegenden CD schon in der Erstausgabe bei Philips Markus-Passion Bwv 247 in mancher Fachkritik trotz der zuverlässigen Mitwirkenden keine gute Resonanz beschieden. Sie in der Serie Eloquence neu herauszugeben, bei welcher die kurze Einführung und der gesamte Text, der noch bei Philips vorhanden war, fehlen, macht die Ausgabe problematisch (u. führte als "i-Tüpfelchen" zur Abwertung von den eigentlich knappen 4 auf 3 Sterne). In Kenntnis "anderer" Markus-Passionen war ich beim ersten Höreindruck nicht begeistert gewesen. Die Einspielung ist m.E. eher etwas für Repertoire-/Rarietätenhörer und unter diesem Aspekt interessant. Mittlerweile sollen sich mindestens 12 Experten an Rekonstruktionen versucht haben, darunter Ton Kopmann, der sich ganz in die Komponistenrolle versetzte und dessen Version ca. zwei Stunden dauert.
Es bleibt hier der Eindruck einer erzählten Passionsgeschichte mit Musik nach J.S. Bach als unterhaltsames, von der Musik her aber eher zweitrangiges Intermezzo. Ganz entfernt erinnert mich das an die Umarbeitung von Monteverdi-Werken durch Carl Orff, obwohl seine Intention natürlich eine ganz andere war ...
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1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 21. Februar 2009
Von 
A. Koch (Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Markus-Passion Bwv 247 (Ga) (Audio CD)
Enttäuschend! Ich habe eine Gesamtaufnahme erwartet und erhielt einen schlechten Verschnitt: Einige Chöre und Choräle, dazwischen alle Texte gesprochen!!
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