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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Einspielungen sämtlicher Solo Tasteninstrument Konzerte, 20. Mai 2010
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzerte (Audio CD)
Johann Sebastian Bach schrieb zahlreiche Konzerte für Tasteninstrument, die meisten für einen Solisten. Viele dieser Werke sind Trankripte fremder oder eigener Werke in anderer Besetzung. Leider sind auch einige dieser herrlichen Stücke verloren gegangen. Freilich stellt sich immer wieder die Frage nach der Aufführungsweise dieser Stücke: Cembalo oder moderner Konzertflügel? Originalität hin oder her: Die vorliegende Einspielung zählt ganz gewiss zu den allerbesten.

Alle Konzerte sind nach herkömmlichem Schema aufgebaut. Eines der Konzerte - BWV 1057 - ist zusätzlich für zwei Blockflöten konzipiert. Zueigen ist ihnen allen der typisch barocke Charme, der charakteristisch bachsche Klang und die leichte Zugänglichkeit, nicht umsonst zählen diese Konzerte zu Bachs beliebtesten Werken. Vornehmlich reizvoll erweisen sich die Konzerte in den Molltonarten, da hier Bachs Tonfall stets entrückend und entrückt zugleich wirkt.
Technisch am ausgefeiltesten gebart sich das Konzert in d moll BWV 1052. Die konzertanten Elemente sind hier am ausgeprägtesten, besonders im vielfältigen Kopfsatz. Der langsame Satz ist voller Empfindung. Zudem ist dieses Konzert das längste in der Sammlung.
Gesondert hervorgehoben werden sollte auf jeden Fall das knappe f moll Konzert BWV 1056. Auch wenn es allzu schnell verrauscht, so scheint Bach hier die Wiener Klassik bereits vorweg zu nehmen mit seinem edlen Klang und seiner klaren, verknappten Gestaltung. Der langsame Satz ist göttlich und voll empfunden.
Das E Dur (BWV 1053) und das D Dur Konzert (BWV 1054) sind die beiden leichtgewichtigsten Konzerte, dennoch voller keckem Reiz und nonchalanter Galanterie. Auch hier sind die langsamen Sätze stark gefühlsbetont.
Das A Dur Konzert BWV 1055 ist das voluminöseste. In seiner Anlage wirkt es wuchtig, beinahe unversöhnlich. Das unbeschwerte Konzert BWV 1057 in F Dur hingegen erweist sich als wahrer Quell der Freude. Bach unterstreicht den pastoralen Ton durch den Einsatz zweier Blockflöten als Soloinstrumente.
BWV 1058 in g moll erscheint als das herbeste, düsterste Konzert der Sammlung. Seine Ecksätze weisen einen schicksalsschweren Bezug zueinander auf. Auch der empfindsame langsame Satz weiß keine Linderung oder Versöhnung zu bringen.

Als Zugabe gibt's die Französische Suite Nr. 5 in G Dur BWV 816, die wahrscheinlich bekannteste Suite aus dem Zyklus. Sie besteht aus sieben modifizierten Tanzsätzen, von denen vor allem die Sarabande und die Loure berauschen.

Andrei Gavrilov spielt die Konzerte und besonders die Französische Suite einwandfrei, gefühlsecht und unprätentiös. Sein Anschlag ist zart, aber dennoch entschieden, allerdings nie aufdringlich oder dominant. Sir Neville Marriner leitet seine Academy of St. Martin in the Fields zu Höchstleistungen an. Zusammen mit Gavrilov schafft er einen genialen Zyklus dieser herrlichen Werke und noch dazu in bestechender Aufnahmequalität. Ein Dokument, das Bestand haben wird.
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Klavierkonzerte
Klavierkonzerte von Gavrilov (Audio CD - 2007)
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