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61 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine längst überfällige DVD-Box, 1. Juni 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fritz Lang Collection [6 DVDs] (DVD)
Zwei von Langs besten Filmen überhaupt, "Spione" und "Frau im Mond", gab es seit Jahren nur in spanischen oder englischen DVD-Editionen und entsprechend nur als überteuerte Importware - nun gibt es sie endlich, endlich auch in Deutschland, und das zu einem relativ akzeptablen Preis, denn der Mabuse-Zweiteiler von 1922 ist auch noch dabei. Die Filmdokus im Bonusteil der DVD sind hervorragend, insbesondere die beiden langen, ausführlichen und gut recherchierte Retrospektiven zu "Spione" und "Mabuse", mit vielen Interviews, Ausschnitten und Produktionsinfos. Ansonsten enthält die DVD außer einem schmalen Booklet leider keinen weiteren Lesestoff oder sonstige Beigaben. Trotzdem: Es ist eine gelungene und überfällige DVD-Box. Vielleicht schafft es die Murnau-Stiftung jetzt auch noch, bald den malerisch-schönen "Nibelungen"-Zweiteiler von 1924 (wird gerade restauriert) auf DVD herauszubringen und den Fan nicht allzu lange andere Fritz-Lang-Meisterwerke, wie "Der müde Tod" oder den Action-Klassiker "Die Spinnen" warten zu lassen.
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50 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Langs Meisterwerke, 22. Mai 2007
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fritz Lang Collection [6 DVDs] (DVD)
Nachdem bereits eine Fritz Lang Sonderedition mit seinen besten Tonfilmen ("M", "Das Testament des Dr. Mabus") und dem wohl bekanntesten Stummfilm (neben Nosferatu) "Metropolis" erschienen ist, ist hier nun die Fritz Lang Collection mit weiteren Stummfilmmeisterwerken. Neben den beiden Stummfilmen "Dr. Mabuse, der Spieler Teil 1 und 2" von 1922 (welche bereits auf DVD erschienen sind) sind hier auch die bisher in Deutschland unveröffentlichten Klassiker "Spione" von 1928 und "Frau im Mond" von 1929 enhalten. Die Filme sind restauriert und mit neuer Musik versehen. Außerdem enthält die Collection sehr viel Bonusmaterial zu jedem der vier Filmen.

Zu "Dr. Mabuse, der Spieler Teil 1 und 2"
Dr. Mabuse ist der Prototyp des Bösen im Menschen. Durch Hypnose verschafft er sich Geld und Macht. Er macht so andere Menschen willig und schafft andere wiederum mittels seiner geistigen Fähigkeiten aus dem Weg. Doch bei all seiner Überlegenheit, ist er selbst nicht vor Übermut geschützt und so kommt ihm allmählich die Staatsanwaltschafft auf die Spur. Er selbst wird nachlässig und verfängt sich in seinem Netz immer mehr. Am Ende verliert er den Verstand.

Der Stummfilm ist in zwei Teile gegliedert. Es heißt nicht umsonst im Untertitel "Ein Bild der Zeit". Der Film liefert ein wunderbar überzogenes Bild der Menschen der Weimarer Republik. Er hat zwar eine Gesamtlänge von fast vier Stunden, verliert aber nie an Spannung und ist daher sehenswerter als manch Hitchcockfilme aus dieser Zeit.

Zu "Spione"

Ein ähnlicher Plot wie bei Mabuse, doch noch viel abstrakter. Der Chef eines Bankhauses führt ein Doppelleben, da er zugleich Chef eines internationalen Spionageringes ist.

Während "Mabuse" noch ein sehr deutscher Film ist, zielt es "Spione" auf den internationalen Filmmarkt ab. Auch hier ist das Drehbuch von Fritz Langs Ehefrau Thea von Harbou. Der zwar immer etwas "schwülst" nachgesagt wird, aber in Langs Regiearbeit ergänzen sich beide und erschaffen Meisterwerke, wie sie später, als sie getrennte Wege gehen, nicht mehr erreichen.

Zu "Frau im Mond"
Ist der erste wissenschaftlich beleuchtete Film über die Raumfahrt. Sechsen Menschen, fünf Männer und eine Frau, brechen zum ersten Flug zum Mond auf. Natürlich kommt es zu den üblichen Verwicklungen unter den Geschlechtern. Jeder fliegt aus einem anderen Grund mit. Am Ende entschließt sich die Frau, aufgrund eines Unfalls - es können nicht mehr alle zurück zur Erde - mit auf dem Mond zu bleiben.

Langs letzter Stummfilm. Er ist im Gegensatz zu "Metropolis" ein kommerzieller Erfolg, auch in den USA, obwohl hier kaum noch Stummfilme laufen. Im Übrigen hat Lang den Countdown erfunden.

Alles im Allem eine wunderbare Box. Jetzt müssen wir nur noch auf "Die Nibelungen", "Der müde Tod", "Spinnen" usw. warten.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen SEHENSWERTES Top-Filmmaterial eines MEISTERS, aber insgesamt etwas schlechter als Kollektion Nr.1!, 2. März 2008
Von 
Michael Krautschneider "Filmfan & Musikliebhaber" (Scheiblingkirchen, Niederösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fritz Lang Collection [6 DVDs] (DVD)
Keine Frage: Als Filmfan und (vor allem) Fritz-Lang-Fan ist diese Kollektion ein MUSS.
Auch, was das Zusatzmaterial betrifft (insgesamt 6 DVDs!) lässt diese Sammlung keine Wünsche offen!
ABER: Wer sich, so wie ich, auch die andere Box ("Metropolis", "M" und "Das Testament des Dr. Mabuse") zugelegt hat, wird feststellen, dass diese Edition nicht ganz mit der Vorgängerbox mithalten kann.

Grundsätzlich sind hier einige der wirklich frühen Filme Langs zu finden:

"Dr. Mabuse - der Spieler (1 + 2)"
Wer sich für die Mabuse-Reihe interessiert, kommt am Beginn der Mabuse-Filme keinesfalls vorbei. Teilweise ein GRANDIOSES Werk, stellenweise allerdings auch etwas langatmig.

"Spione"
Auch dieser Streifen ist durchwegs gefällig. Trotzdem handelt es sich hierbei am ehesten um die schwächste DVD der Kollektion. Nachdem "Metropolis" 1927 in den Kinos gefloppt war, ging Herr Lang auf Nummer sicher und schaffte diesen, für seine Verhältnisse, "kurzen" Film (keine Sorge - er dauert trotzdem an die 2 Stunden!).
Außergewöhnlich scheint für die damalige Zeit die geballte Action, die dieser Streifen wiedergibt. Für seinerzeit höchstwahrscheinlich "unerhört brutal". Das Ende ist übrigens phantastisch - aber ich möchte ja nicht zu viel verraten...

"Frau im Mond"
Mein persönlicher Favorit dieser Box. Eine tolle Story, gepaart mit tollen Schauspielern (was aber grundsätzlich auf Fritz-Lang-Filme zutrifft). Das Schöne an diesem Film ist die phantasie- und liebevolle Kulissengestaltung. Lang spart hier keine Details aus. ABER es wird nicht langweilig, denn: Es ist spannend, die Vorstellungen vom Weltraum aus dem Jahre 1929 per Spielfielm präsentiert zu bekommen. SUPER!!

Insgesamt ist auch diese Kollektion eine Bereicherung fürs Filmliebhaberregal. Man sollte jedoch ein Stummfilmfreund sein, da in dieser DVD-Box ausschließlich Stummfilme enthalten sind. Die musikalische Neufassung scheint durchaus geglückt.
Für Filmfreunde sind hier UNVERGESSLICHE Momente festgehalten. Für Neueinsteiger behalte ich es mir vor, die Vorgaänger-Box zu empfehlen!

GELUNGEN!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist Filmgeschichte, 11. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fritz Lang Collection [6 DVDs] (DVD)
Produktname: Fritz Lang Collection / Herausgeber: Universum Film GmbH / ASIN: B000NP9FS0.
6 DVD-s mit Begleitheft und insgesamt drei Filmen. Die Drehbücher aller drei Filme schrieb die Ehefrau Fritz Langs, Thea von Harbou, die ebenso für die beiden Filme Spione und Frau im Mond die literarischen Vorlagen lieferte. Die Bildqualität in allen drei Filmen ist ausgezeichnet. Originalformat 4:3. Zwischentitel alle deutsch.
Disk 1: Dr. Mabuse, der Spieler (Teil 1 - Der große Spieler. Filmdauer: 155 Min.)
Disk 2: Dr. Mabuse, der Spieler (Teil 2 - Inferno. Filmdauer: 115 Min.) + Specials.
Disk 3: Spione. Filmdauer: 145 Min.
Disk 4: Specials zu Spione
Disk 5: Frau im Mond. Filmdauer: 162 Minuten.
Disk 6: Specials zu Frau im Mond

Disk 1 und 2:
Filmtitel: Dr. Mabuse, der Spieler (Ein Film in zwei Teilen). Gesamte Filmdauer 270 Minuten. Deutschland 1922. Mit: Rudolf Klein Rogge (Mabuse), Bernhard Goetzke (Staatsanwalt von Wenk) Aud Egede Nissen, Gertrude Welker, Alfred Abel, Paul Richter, Robert Forster-Larrinaga, Hans Adalbert von Schlettow, Georg John, Karl Huszar, Grete Berger, Julius Falkenstein, Lydia Potechina, Julius Herrmann u. A. Literarische Vorlage: von Norbert Jacques.
Untertitel: englisch und französisch (auch in den Specials). Genre: Stummfilm > Krimi > Gangsterfilm > Thriller.
Specials auf Disk 2: unter anderem 30 Minuten Doku über Inhalt und Bedeutung des Films, mit integriertem Kommentar von Fritz Lang. Weiters 9 Minuten Porträt des Schrifstellers Norbert Jacques. Auch kleine Doku über die Begleitmusik des zeitgenössischen Komponisten Aljoscha Zimmermann (1944 - 2009).

Teil 1 auf Disk 1: Der große Spieler - Ein Bild der Zeit (155 Minuten)
In zahllosen Masken, Verkleidungen und Rollen bringt Mabuse gehörig die Welt der kapitalistischen Oligarchie durcheinander.
Wieviel vermag der böse Geist eines Einzelnen Schaden anzurichten in der Welt? Ist die technische Struktur des Weltkollektivs ausreichend solide, um die bösen Machenschaften des intelligenten Böslings zu parieren? Bzw., ist das gesellschaftliche System moralisch so integer, dass Angriffe von Außen keine Chance auf Erfolg haben? Fritz Lang offenbart, dass der Diebstahl eines geheimen Dokumentes bereits die Gefahr einer kollektiven wirtschaftlichen Krise in sich trägt. Und hier erkennen wir, dass diese These mit unserer Gegenwart sehr viel Gemeinsamkeit besitzt. Gut dass Lang in der Gestalt des faustischen Marionettenspielers offenbart, dass dieser in der Tat als Einzelner sehr viel erreichen, bzw. in der Welt zerstören vermag, wenn er die technischen Regeln der Weltlenker durchschaut und aufgrund ihrer Regeln manipuliert zu seinen eigenen Zwecken. Wenn ihm die Regeln der Staaten und wirtschaftlichen Netze diese Aktivitäten indirekt ermöglichen und fördern, dann ist Dr. Mabuse der Schuldige nur zur Hälfte. Die zweite Hälfte der Verantwortung trägt das System selbst. Wenn Mabuse in der Verkleidung des stolzen Aktionärs an der Börse seine Kreise zieht, dann symbolisiert Lang in ihm das arrogante System selbst. Mabuse ist ja nur verkleidet. Er selbst ist nicht das System. Aber wenn er in stolzer Pose in der Masse der Börsianer hockt, dann offenbart er in seiner Gestalt, was diese Gruppe von Geschäftemachern ist. Mabuse ist somit der Spiegel der Welt - der bösen Welt, die sich meistens sehr gut als gut tarnen und verkaufen vermag. Nicht anders als Mabuse. Wo ist dann der Unterschied und warum jagen die Weltlenker Mabuse?- Nur damit er als Konkurrent ausgeschaltet wird und sie ruhig ihre Spiele weitertreiben können. Auch das deutet Lang sehr gut an.
Ein Bösling kann nur so viel Böses anrichten in der Welt, wie es ihm das System erlaubt. Je schlechter das System, umso wirksamer das Böse. Die Beiden arbeiten miteinander und gleichzeitig gegeneinander.
Ein aufwändiger Film mit schönen Bildern von suggestiver Kraft und starken Szenen. Ein beeindruckendes Porträt und Dokument seiner Zeit in zeitloser Aktualität. Prächtig die Vielfalt der Maskierungen und Outfits von Mabuse. Der Film ist eine Premiere vieler spezifischer Szenen- und Handlungsmuster, die sich in vielen Produkten der Filmhistorie unentwegt finden werden bis heute: die tickende Wanduhr; der taktisch kluge, wie besessen den Verbrecher jagende Polizist, als eine Art Gegenheld zum intelligenten Schurken; die Verfolgungsjagd mit Autos; der Kamerafokus im EG auf die aufleuchtenden Stockwerknummern während der Liftfahrt. Mabuse ist aber nicht nur gerissen und gescheit, sondern um nichts minder cholerisch und pedantisch, wenn seine Schergen minimalste Fehler begehen, was tatsächlich oft typische Eigenheit eines Diktators ist. Der Untertitel des Films ist: Ein Bild der Zeit. Aber diese Zeit ist immer aktuell. Mabuse spiegelt sie wieder in ihren raffgierigen Begierden. Es ist die unsere. Immer. Mabuse ist noch nicht geschnappt worden.

Teil 2 auf Disk 2: Inferno. Ein Spiel von Menschen unserer Zeit (115 Minuten)
Im zweiten Teil offenbart Lang, dass die Kombination von (wenn auch verbrecherischer) Genialität und animalischer Gier auf Dauer in sich unvereinbar ist, und letztlich das Scheitern vorprogrammiert. Denn die letztlich unkontrollierte, grenzenlose Raff- und Machtgier usurpiert auch den klügsten und weisesten Geist und macht ihn zu einem Sklaven seiner niedrigsten Instinkte. So muß auch Mabuse letztlich scheitern. Zur Strecke gebracht hat ihn am Ende jedoch nicht das selbst gierige System der Reichen, sondern der zähe und redliche Charakter des kleinen Staatsanwalts. Wie gut, dass es solche Typen auch noch gibt in einer korrumpierten Welt.
Man darf wahrlich die Filmfigur von Wenk nicht unterschätzen. Er ist in seiner Unantastbarkeit und Unbestechlichkeit mindestens genauso faszinierend, wie der dämonische Mabuse. Als solch ein schöner Typus wird er in der Filmgeschichte prägend sein für die guten Cops und Gangsterjäger. Lang hat ihn hier als einer der ersten in die klassische Form gemeisselt. Und das schon 1922.
Auch hier beispielgebende Szenen für zahllose Nachahmungen im Krimigenre: als zB. ein verhafteter Gangster als wichtiger Zeuge seitens eines Heckenschützen getötet wird. Und wenn im Finale das ganze Haus durch eine Armada an bewaffneten Polizisten und Soldaten umstellt ist, dann wird fanatisch geschossen aus den oberen Fenstern, weil ein echter Gangsterboss niemals lebend in die Hände seiner Feinde fällt. Der ausgiebig zelebrierte Schußwechsel während der Stürmung des Gangsterhauses ist die klassische Vorlage für spätere Showdowns zwischen Gut und Böse im Stil eines Sam Peckinpah, Walter Hill oder Brian de Palma. Revolutionär dabei die Szene mit der schießenden Gangsterin, die den Männern um nichts nachsteht.
Ein Film als ein Reigen von Innovationen, welche mehrere Genres prägen werden, wie Krimis, Gangsterfilme, Psychothriller, Mystery u.ä. Viele schöne Bilder, gute Szenen, einprägsame Details, spannende Handlung, dramatische Abläufe, bemerkenswerte tricktechnische und ideelle Effekte, interessante Architektur und Ausstattung. Selbstverständlich ein Meisterwerk.

Disk 3:
Filmtitel: Spione. Deutschland 1928. Mit: Rudolf Klein-Rogge, Gerda Maurus, Lien Deyers, Louis Ralph, Craighall Sherry, Willy Fritsch, Paul Hörbiger, Hertha von Walther, Lupu Pick, Fritz Rasp, Georg John, Julius Falkenstein u. A. Untertitel keine. Filmdauer: 145 Minuten. Genre: Stummfilm > Spionagefilm > Agententhriller.
Spannende und interessante Geschichte um den Kampf gegen eine Agentenverschwörung. Eines vorweg: Dieser Stummfilm besitzt relativ wenige und kurze Zwischentitel, so dass es beim Zuschauen primär um den visuellen Genuß geht. Technisch perfekt durchgestylter Spionagefilm mit tadelloser Schnittfolge und flüssigem Handlungsablauf. Ästhetische Bilder und Kameraeinstellungen in lupenreiner Qualität. Ein in stilistisch zelebriertem Tempo pulsierender Event mit guter musikalischer Begleitung. Der vom Rollstuhl aus agierende Verschwörerboss besitzt sogar eine Art schmalen Wandmonitor, wo ihm wichtige Informationen eingeblendet werden. Sein Arbeitstisch ist eine Kombination aus Telefonanlage, Schaltpult und Schreibtisch - symbolisch stehend für die Schalthebeln der Macht. Per Rohrpost kriegt er auch noch die aktuelle Tageszeitung auf den Tisch geschmissen. Ein Dr. Mabuse modernsten Stils. Fritz Lang war ein fortschrittlicher, seiner Zeit weit vorauseilender Genius. Ein revolutionäres Novum auch die Darstellung des zeremoniell exakt durchgeführten Harakiri seitens des japanischen Diplomaten, der den Reizen einer jungen Agentin erliegt und dabei entscheidende Dokumente verliert. Die Schnittfolgen der finalen Zugfahrt samt Zusammenstoß sind stark. Und das tragikomische Ende des Oberschurken am Ende dramaturgisch effektvoll. Ein Meisterwerk.

Disk 4:
Specials über Spione mit einer ausführlichen Doku von 69 Minuten über die Filmproduktion, Schauspieler, Hintergründe und Filmgeschichte. Zudem Daten, Fotos und Biographien. Untertitel: keine.

Disk 5:
Frau im Mond. Deutschland 1929. Mit: Willy Fritsch, Gerda Maurus, Klaus Pohl, Gustav von Wangenheim, Fritz Rasp, Gustl Stark-Gstettenbaur, Alexa von Porembsky, die Maus Josephine u. A. Untertitel: keine. Filmdauer 162 Minuten. Genre: Stummfilm > Science Fiction > SF-Thriller
Der Film behandelt eine Expedition auf den Mond mit einer Rakete samt Verwicklungen, Konflikten, Problemen und Lösungen. Im Filmtitel ist verdichtet die außergewöhnliche Tatsache, dass eine Frau den Mond betritt, was der dominierenden Männerwelt auf Erden verwehrt bleibt.
Der erste Teil des Films zeigt die Vorgeschichte um die Idee des Mondflugs, in der die verschiedenen Motive der lauteren und unlauteren Teilnehmer der Expedition dargestellt werden.
Ab Minute 64: ausführlich dargestellte Vorbereitungen auf den unmittelbar bevorstehenden Raketenstart samt Countdown. Massen von Zuschauern bejubeln frenetisch die sensationelle Premiere. Eine Frau und vier Männer bilden die offizielle Besatzung. Dazu gehört noch die kleine Maus Josephine (die sich selbst spielt) und der abenteuerverliebte, wagemutige Junge Gustav, der sich unbeobachtet in die Rakete reinschmuggelt (gespielt von Gustl Gstettenbaur, der sich auch selbst spielt).
Ab Minute 90: Abflug und der Aufenthalt in der Rakete.
Ab Minute 115: Landung auf dem Mond und Finale.
Es war der letzte Stummfilm von Fritz Lang. Wieder perfekt inszeniertes Meisterwerk mit einer Fülle von Ideen und Innovationen, Szenen und Details. Fritz Lang muß ein Mensch gewesen sein, aus dem die improvisatorischen und kreativen Einfälle nur so heraussprudelten. Die Darstellung sämtlicher menschlicher Charaktere, ihre genaue Typisierung visuell präsentiert und mittels Bildtechnik intensiviert; die Dynamik der Szenenabfolge, nicht nur in den mobilen Sequenzen, sondern genauso Gesichtsausdrücken, Mimiken, Posen - alles in einer visuell sich harmonisch erschließenden Handlung.
Beeindruckend zu sehen, wie sich die Raketenkapsel authentisch am Raketenkopf befindet, was sich in den tatsächlichen Raumflügen viele Jahre später bewahrheitete. Desgleichen die geometrische Darstellung der Flugbahn; fortschrittlich der riesige, bewegliche Kran auf den Schienen, der die Rakete in ihre Startposition bringt; die vier seitlichen, großen Metallstützen der Rakete, welche sich vor dem Start lösen; das Zählen im Countdown von 10 auf Zero ist eine Erfindung des innovativen Visionärs Fritz Lang; die exakt korrekte Angabe der Fluggeschwindigkeit von 11,2 Kilometer pro Sekunde; die liegenden Astronauten vor dem Start, um den gefährlichen Druck auszuhalten bevor es zum Ausgleich kommt; die fixe, senkrechte Metallleiter unter der offenen Luke im Inneren der Rakete wird spätere SF-Filme prägend begleiten; schöne Einfälle und Tricktechniken auch in bezug auf die Schwerelosigkeit; die markant dramatisierten psychischen Verhaltensveränderungen bei einigen der Personen während des Flugs; die Weltraumanzüge. All das und Vieles mehr ist sensationell und für einen Film von Damals faszinierend.
Die Rakete und Mondlandschaft mit Bergen, brodelndem Schlamm oder dem Höhlenbereich sind toll gestaltet. Das Finale als Höhepunkt des Films äußerst packend und spannend - die Pointe am Schluß romantisch, heldenhaft, bewegend und mit klassichem Ausgang wegweisend für spätere Filmwerke.
Die Schauspieler spielen bis in die kleinsten Rollen ihre Charaktere sehr engagiert, ausdrucksstark und glaubwürdig. Ein echter Filmklassiker.

Disk 6:
Specials zum Film Frau im Mond. 14 Minuten Doku über die historisch-wissenschaftlichen Aspekte der filmischen Umsetzung. Dazu Daten, Fakten, Fotos und Biographien.

Insgesamt betrachtet ein wertvoller Filmschatz in bester Qualität.
Mladen Kosar
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fritz Lang, 17. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Fritz Lang Collection [6 DVDs] (DVD)
Für Filmliebhaber ist Fritz Lang ein absolutes Muss in der Sammlung. Seine Filme sind aussagekräftig und immergültig. Die Technik für die damalige Zeit ist einmalig.
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5.0 von 5 Sternen Passt, 8. Januar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Fritz Lang Collection [6 DVDs] (DVD)
Die Filme von Fritz Lang sind halt Klassiker. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod
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Fritz Lang Collection [6 DVDs]
Fritz Lang Collection [6 DVDs] von Fritz Lang (DVD - 2007)
EUR 22,97
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